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Die Mauern die wir selbst errichten

Verfasst: Freitag 12. Oktober 2012, 14:33
von Gast
Ruhig atmete er einigemale tief ein, ehe er den Blick zum Schild der Taverne lenkte, nur um wenig später wieder loszugehen.
Wie konnte eine verdammte Frage ihn nur so aus der Bahn werfen?
Wieso konnte seine Vergangenheit ihn immer noch einholen, obwohl er mit allem abgeschlossen hatte?
Hatte er noch gar nicht damit abgeschlossen?

Viel war in der letzten Zeit passiert vielleicht zu viel?

Thaleya war ihm hinterher gekommen, weil sie ihn vermisste.
Dabei war er gegangen um sie zu schützen, doch musste er mit seinen eigenen Augen sehen, dass seine kleine Schwester wohl zu einer erwachsenen wurde.
Zwar noch etwas schüchtern aber auch das würde sich sicher legen, immerhin wie sie eine Rhandir.

Sollte er ihr irgendwann erzählen, wieso er wirklich ging?
War sie bereit dafür?
Nein war er bereit dafür?

Es hatte Jahre gedauert diese Mauer aufzubauen, durch das Spiel von Seventus und die Frage von Neyla riss sie einen Teil dieser Mauer ein.

Das ging mal ordentlich nach hinten los, wollte er ihr doch helfen ihr zuhören, wenn sie es wollte.

Stattdessen war er es jetzt der wieder einmal einen Weg ging der ihn wegführte von dem, was ihm gefiel.

Ruhig lehnte er sich gegen den Baum, der irgendwo auf der Ebene vor der Stadt stand.
Dort lies er wieder die Gedanken, die ihn beschäftigten schweifen.


Sie alle waren ihm lieb und teuer geworden, und doch war dort in ihm diese Mauer, die plötzlich zu wanken drohte.
Würde er diese Mauer einfallen lassen, um seinen Zorn und seine Wut hinauszulassen?

Er wollte nicht wieder jemanden verlieren der ihm wichtig war nicht durch seine Hände nicht durch die Waffen, die er schwang. Nie wieder sollte so etwas passieren.
Deshalb sperrte er seinen Zorn und seine Wut ein und lies sie nur bei wenigen Kämpfen raus, dieses Ventil reichte aus zumindest in letzter Zeit.


Er lehnte den Kopf an den Baumstamm und blickte gen Himmel.
Einen Moment der Stille dann hatte er beschlossen nicht mehr wegzulaufen.

Dies sollte seine neue Heimat werden und er würde zumindest einigen erzählen, was passiert war.
Vielleicht würde er selbst oder jemand anders diese Mauer einreißen.

Gewiss war nur eins er würde nicht gehen.

Die Zukunft sollte zeigen was passiert.

Verfasst: Montag 15. Oktober 2012, 20:14
von Thaleya Rhandir
Die ganze Nacht hatte sie in ihrem Bett gelegen, nachdem sie noch einmal spätabends in der Hafenschenke gewesen war, um nach ihm zu suchen, doch alles, was sie dort fand, war Leere. Ob er vielleicht mit Neyla zusammen war? Dann hätte er wenigstens bescheid gesagt. Jede Stunde war sie aufgewacht, hatte in die Dunkelheit gelauscht und beglinzelt, doch er kehrte nicht zurück und mit seinem Fortbleiben wuchs die Angst in ihr.
Er hatte sie schon einmal verlassen.
Er war schon einmal gegangen, ohne viel zu sagen - und hatte sie nicht mitgenommen.

Wütend hatte sie auf den Boden gestampft und wild mit den Armen gestikuliert, als der Wachmann ihr am nächsten Tage keine Auskunft geben wollte oder konnte. Aber das war auch gar nicht mehr nötig, als sie die vertraute Stimme neben sich wahr nahm. Sofort hatte sie ihn nach Verletzungen gemustert. Es war alles gut.
Und doch stimmte etwas nicht. Sie spürte es einfach. Sah es ihm an.
Doch das Gespräch sollte sie erlösen. Es waren die Schatten seiner Vergangenheit, die auch die ihren heraufbeschworen hatten. Er war damals nicht grundlos gegangen. Das wusste sie jetzt. Er war gegangen, um sie zu beschützen, weil er einen Fehler gemacht hatte - einen Fehler, der ein Unfall war, aber ihn umso mehr schmerzte, auch heute noch.

Aber wie konnte er denken, dass sie davon laufen würde? Schließlich war sie ihm gefolgt, um bei ihm zu sein - und egal, was er jemals getan hatte oder tun würde - Blut war stets dicker als Wasser. Und kleine Schwestern mussten ihre großen Brüder mindestens genauso beschützen, wie umgekehrt. Und das würde sie tun. Vor allem, was in dier Welt lauern würde.

Die Zeit kann Menschen ändern

Verfasst: Montag 15. Juli 2013, 14:51
von Gast
Die Tür der Hafentaverne knallte ins Schloss als Teron die Taverne verließ.

Wie dämlich kann man nur sein fluchte er und wand sich von der Taverne ab.

Er musste seine Gedanken irgendwie zur Ruhe bringen, ein Gang durch die Stadt könnte ihn vielleicht auf andere Gedanken bringen.
So machte er sich auf den weg und begann seine Gedanken zu ordnen.


Withnur....Weiberheld....Stumm...zu recht!... sorgt sich warum auch immer um Neyla.... scheint ihr gut zu tun...reden....bald!


Neyla....dämlich....wirklich dämlich....ängstlich....überspitzt bis Hasserfüllt....hat schon viel verloren....vielleicht auch mich?....
braucht eine abreibung.... scheint Withnur zu brauchen...enttäuscht.


Vor dem Haus mit der Nummer 35 blieb er stehen und blickte hinauf.

Fann....derbe....interessant....Deavon....haben Neyla verletzt....oder doch nur eine Illusion zerstört?

Ruhig hoben sich die Schultern und er wandte sich ab und ging weiter durch die Straßen.

Früher hatte er Philo mal gesagt das es nichts bringe Mauern um seine Gefühlswelt aufzubauen, weil sie nur allzuleicht eingerissen werden.
Jetzt schien es wohl an der Zeit zu sein sich anzupassen, Rahal war dreckig und sich an vielen stellen uneinig, all das musste ihm egal sein.

Dann hallte ihm ein weiterer Name durch die Gedanken

Thaleya

Er hielt kurz inne, als er an seine kleine Schwester denken musste.
Dieses einemal würde er sie mit nehmen, das Schild sein, dass sie brauchte.


Mit der Hand taste er nach dem Bild, das er am frühen Abend in der Taverne gezeichnet hatte und nickte.

Sollen die Mauern einreißen das Schild würde als letztes stehen und alles Abwehren und Aufhalten was vorbei wollte......

Verfasst: Dienstag 16. Juli 2013, 01:58
von Fiora Talaen
<<Alles wird mir vorgeschrieben, ich darf nie ich selber sein.
Aber was ich für dich fühle, dass entscheide ich allein.
Dieses Leben das ich führe, hab ich mir nicht selbst gewählt und ich will nicht auf das verzichten, was tatsächlich für mich zählt.>>


Vor einer sehr langen Zeit... zumindest kam ihr das so vor, da waren diese Worte ein Impuls, der ihr Leben voran trieb...
Sie hasste ihr Leben... die Vorschriften, die Ideale.. die Gebote, die man ihr gab. Sie hasste das tägliche Training, sie hasste die Etikette. Sie hasste alles, was sie umgab.. die Menschen dort.. die Farce.. alles, was sie wollte, war aus dem Käfig ausbrechen, Freiheit empfinden. Selbst Entscheidungen treffen, zu leben, wie sie wollte... sodass ihr keiner etwas vorschreiben konnte...

Nacht für Nacht brach sie aus... um ihre Maske abzulegen und zu sein, wie sie sich wirklich empfand. Nacht für Nacht... riss sie die Fesseln herab, um zu vergessen, wer sie wirklich war oder eher, was man erwartete, dass sie war. In ihrem Leben trug sie viele Masken... es war für sie nicht schwer zu tun, als sei sie jemand anderes, immerhin wurde sie dazu trainiert. Und sie selbst zu sein, war wohl das Schwierigste. Vermutlich lag auch dort der Hund begraben... in ihrem Leben hatte sie stets gezeigt bekommen sich anders zu verhalten... vielleicht hatte sie daher nie wirklich erkannt, was wirklich in ihr steckte... wer sie wirklich war..? Wonach es ihr wirklich verlangte..? Was ihr Sehnen erfüllte..? Vielleicht kam daher das auf und ab... dass hin und her...

Kontiuität.. besaß sie einfach nicht.. sie war kein See.. ruhig und konstant.. sie war eher, wie das Meer.. aufbrausend... wild... unbändig.. festhalten konnte man sie nicht... nicht mal sie selbst....

War es deshalb so schwer für einen anderen Menschen sie so hinzunehmen, wie sie war..? Zum einen verstand niemand, warum sie so war... zum anderen.. war es wohl unerträglich.. einen so unstetigen Menschen an seiner Seite zu haben oder viel mehr zu ertragen. Zufrieden stellen konnte man sie auch kaum... sich anzuvertrauen.. änderte auch nicht viel an ihrer Art... Der Mensch musste sie dennoch so nehmen... Verständnis ließ sie darüber nicht hinwegsehen... und so stand sie am Schluss doch wieder alleine da..

All die Freiheit... die sie sich gewünscht hatte.. hatte nichts in ihrem Leben verändert.. sie war nicht mehr gefangen... aber dennoch einsam.. war es ihr daher zu verübeln... dass sie ihre eigenen Mauern baute...? Den Schutz des Käfigs von damals damit erhaltend... damit sie weiter gehen konnte...?

Verfasst: Dienstag 16. Juli 2013, 14:45
von Gast
<< Es sind die Ketten, die uns festhalten und dafür sorgen, dass wir Beständigkeiten im Leben haben. Jene die sie Ablegen sind frei und doch sehnen sie sich nach etwas beständigem das ihnen Schutz bieten kann. >>


Ruhig lag er auf dem Bett der Taverne und blickte zur Decke.

War er ungerecht...?
Hätte er Neyla wirklich eingespeert ? Nein hätte sie gefragt hätte er ihr wohl noch die Türe aufgehalten?

Er hatte sie bei ihrem ersten Treffen am Tag angemault und ihr gesagt, was er dachte.
Er riss einen Teil seiner Mauern ein, dauerhaft freundlich ging einfach nicht, mal sehen wielange du Idiot dich dran hältst, dachte er und musste schmunzeln.

Er hatte ihr wieder etwas verraten, was er für sich behalten wollte, etwas mit dem er Neyla nicht belasten wollte.


Wieso ging er fort?
Gute Frage.
Wegen Neyla ? Nein, wegen Scar ? Nein.
Weshalb dann? Unzufriedenheit.

Ändere es!


Jeder brauchte seine Freiheit, der eine mehr der andere weniger, aber waren es nicht eh immer nur Ketten an denen wir uns bewegten ?
Eine länger als die andere nur damit wir die Illusion von Freiheit haben ?
Konnte man diese Ketten wirklich ablegen?

Langsam drehte er sich um und blickte zur Wand.

Eigentlich war das Gespräch noch nicht zueende aber Dazen brachte eine gute Pause ins das Gespräch.

Bald würden sie es sicher fortsetzen.

Verdrängen oder Abstumpfen? - seine Mauer

Verfasst: Dienstag 16. Juli 2013, 22:28
von Imalayan Cruel
„Die Augen sind der Spiegel der Seele jedes Menschen. Also sammelt sie ein.“
– Imalayan Cruel, eine Woche nach der Weihe über der Leiche eines Banditen


Neyla legte sich schlafen, Teron bewachte sie. Dass sie fliehen würde, weglaufen und sich ihre Freiheit suchen, das war ihm bewusst, doch die Hoffnung, sie würde sich ändern, keimte zu seinem eigenen Wohl, zumal sie wieder in den Schoß der Taverne im Rahaler Hafen zurückkehren würde. Das war seine Erwartung.

Er selbst trat aus der Taverne, schweigend, wie auch sonst in den Tagen der Bestrafung, keinen Augenblick daran verschwendend, ob sie gelöst werden könnte. Seine Füße trugen ihn durch Rahal, seine Gedanken kreisten jedoch um die, die er dem Leben von Nacht zu Nacht entriss und versuchte, Kra’thor zuzuführen. Bisher fand er keinen eigenen und geeigneten Weg, seinem Gönner auf leichterem Wege Seelen zuzuführen. War es nicht einmal sicher, dass sie ihn überhaupt zu ihm fanden. Doch die Kunst der Seelenführung sollte nicht das größere Problem sein, würde einer der älteren Günstlinge ihm den Weg weisen.

Woher er kam, wer er war und wie es ihn auf diesen Kontinent trieb, steht auf einem anderen Blatt geschrieben, doch wie er sich selbst bewahren konnte, das, was er einst war, würde zum Problem werden. Dessen war er sich bewusst und er dachte an jene zurück, denen er das Leben aushauchte.
Die Nacht vor der Weihe, er fing einen Jungen, einen Banditen und führte ihn in die Krypta, weil die Älteren es verlangten. Im ersten Moment dachte er darüber nicht nach, doch für jenen, der ihn auserwählte, Kra’thor, war dies ein Geschenk. Zu welchem Preis? Töten war ihm bisher fremd. Er brauchte eine Weile um Eines zu verstehen: Sein Leben hatte sich jetzt grundlegend verändert. Er würde töten müssen, um in seiner Gunst zu bleiben, ihm Seelen geben und sie ihren Hüllen entreißen. Aus einer würden schnell zwei oder drei werden. Aus dreien ein Dutzend, ein Gros und mehr. Ein Krieger würde daran weniger denken. Ein unbefleckter Sekretarius, Händler und Buchhälter, dem das Töten nicht gelehrt wurde, würde zugrunde gehen, insbesondere bei dem Gedanken an Kra’thors unstillbaren Hunger, die zahllosen Opfer. Ihm wurde jedoch seine Gunst gewährt, also wird er ihm vertrauen, diese Bürde zu meistern.
Er verließ die Stadt und lief in Richtung Bajard, Zeit genug, gedankenverloren einen Fuß vor den anderen zu setzen. Eine Frau tötete er, ob sie Mann und Kinder hatte? Es musste ihm gleich werden. Ein Mädchen, vielleicht 18 Winter hat sie erlebt, auf dem Weg nach Rahal, zur „Perle“; er hielt sie auf einem Waldweg auf. Fünf Kronen gab er ihr, hinein zu folgen. Eine edle Kurtisane wollte sie werden, später für Rahal kämpfen. Sie kam nie wieder heraus, Nummer 8. Kra’thor bevorzugt keine Seelen, sie sind gleich. Das wurde ihm gelehrt.

Irgendwo verließ er den Pfad, trat über einige Pfade, Wege und schließlich die Krypta hinab. Er wusste, die Jagd wird weitergehen, doch nicht an diesem Abend. Diese Nacht würde er sich nicht dazu niederlassen, die Ritualbücher zu studieren. Er bettete sich nieder, schlief ein. In seinen Träumen die Gesichter der Toten, jener Toten, die er verantwortet. Dabei riss er jedem Dahingeschiedenen die Augen heraus, um diese nicht sehen zu müssen, wenn die Seele die Hülle verlässt. Er konnte ihr menschliches Aussehen nicht ertragen und suchte so einen Weg, eine Mauer aufzubauen, eine Mauer gegen das, was er selbst verübte. Das war jedoch bisher nicht erfolgreich. Es muss einen anderen Weg geben.

Er schrickt hoch, wieder eine Nacht, die nicht lange dauerte. Seine Gedanken suchen Wege. Abstumpfen? Menschlichkeit opfern, sich vollends dem Dasein hingeben und sein altes Leben hinter sich lassend. Unfähig zu fühlen, mitzufühlen, zu lieben, zu hassen. Sich dem fanatischen Leben opfernd. Ablenken und verdrängen? Das alte Leben aufrecht erhalten, sich ganz dem Privaten verschreiben und das Töten gedanklich wegschieben, als würde all das nie geschehen? Vielleicht ein Weg. Dazu müssten sich seine alten Wünsche erfüllen: Familie, Freunde und ein Leben als Buchhälter, Sekretarius, Diplomat oder Verwalter – zumindest am Tage. Jene, die er in Rahal kennenlernte: Neyla, Santhalasa, Linejra, Deavon und andere. Würde es gelingen, all jene nicht als potentielle Nahrung zu sehen? Er wusste es nicht. Manchen hätte er gern direkt zu Kra’thor geschickt, doch andere bewiesen sie, dass sie für ein andauerndes Spiel mit ihm würdig waren.
Welchen Weg wird er gehen? Welche Mauer errichtet er zum Selbstschutz? Das weiß er selbst nicht, noch nicht. Die Zeit wird Antworten bringen, doch sollte er nicht zu lange warten. Die Gefahr, wahnsinnig zu werden, wächst von Nacht zu Nacht.

Verfasst: Donnerstag 25. Juli 2013, 14:38
von Gast
<< Eine Mauer zum Einsturz bringen kann schwer sein, manchmal reicht es aber auch einen Stein zu lösen und sie bricht zusammen >>

Ein Kampf ist wie ein Schachspiel.....

Vergangenheit
"Teron einen Kampf kann man nicht nur durch Analysieren gewinnen" hallte die raue Stimme ihm entgegen als er mit seiner Klinge die seines Gegenübers parrierte.

"JA" schnaubte er nur verächtlich und zog seine Klinge zurück um in einem weiten Bogen auf die Schultern seines gegenübers zu Zielen, auch hier traf das Metall der Klingen aufeinander und der ältere Mann sprach weiter.

"Du beobachtest gut aber du handelst zuwenig, du musst deine Instike benutzen Vertraue ihnen Teron, sie können dir helfen"

"Nein sie machen mich blind, ich will nicht wieder Blind vor Wut sein, nicht noch einmal.Ich muss sie alle beschützen." Mit Haserfüllten Augen drückte er mehr gegen die Klinge ehe sein Gegner zwei schnelle Schritte zurück machte.

"Dann lasse nicht zu das du Blind vor Wut wirst, nutze sie um deine Kraft zu Stärken um noch genauer zu sein."

Schnaubend nahm Teron den Anderthalbhänder wieder hoch und blickte zu seinem Gegner.
"Ach was wisst ihr schon"

"Genug Teron und jetzt komm und zeig was du kannst und lass deinen Instikt mal was tun"

Grinsend stellte der erfahrene Kämpfer sich auf.
Wie Teron diese Positionierung hasste, sein Lehrer nannte sie "das Einhorn".

Er stellte sich mit der Schulter vorran zu seinem Gegner den Anderthalbhänder mit dem Schwertarm, schräg von sich in die höhe haltend.

So hatte der alte Mann einen Radius von mehr als 2 Metern in denen er die Klinge führen konnte wie eine Guillotine.

Egal was man tat, wer diese Position beherrschte so wie der alte Mann konnte aus fast jeder Situation mehr als mit seinem Gegner spielen.

.....Lass dich ab und an von deinen Instinkten leiten.....

Teron schloss die Augen und verdrängte die Gedanken.... KÄMPFE.....Verdammt nochmal Kämpfe....

Durchbrich seine Reichweite... egal wie zwing ihm deinen Kampf auf...

Teron öffnete die Augen und rannte los.
So schnell seine Beine ihn tragen konnten rannte er auf den alten Mann zu, den Anderthalbhänder auf Schulterhöhe haltend.

Der Alte wartete einfach bis der Zeitpunkt kam und die lange Klinge gierig auf ihr Ziel hinab stürzte.

Instinktiv hob Teron das Schwert um den Schlag zu parrieren, doch anscheinend hatte der alte nur damit gerechnet und machte einen kleinen Schritt zurück um die Klinge umzulenken.

So schnitt die Klinge des Alten tief in Terons Kettenhemd und trank von seinem Blut.
Unbeirrt und unter Schmerzen überwand Teron den letzten Meter zum Alten ehe er mit voller Wucht seine Schulter in die Brust des Aten rammte.

Durch die Kraft hob der Alte ab und landete auf dem Boden sogleich stand Teron über ihm und hielt ihm die Klinge an den Kopf.

"Du hast verloren alter Mann" schnaufte Teron ihm entgegen.

"Nein ich hätte dich töten können, aber ich glaube du hast etwas gelernt."

"Nachdenken ist nicht immer richtig" merkte Teron knapp an

"Die Mischung entscheidet Teron, und jetzt hilf mir auf wir müssen dich versorgen wenn du verblutest bringt mich sicher jemand um"

Schnaufend legte Teron den Anderthalbhänder auf die Schulter und zog seinen Lehrer hoch, wobei er erst jetzt seine Wunde wirklich realisierte und den Schmerz den sie verursachte, trotzdem bis er die Zähne zusammen.

"Ja, die kleine würde dir böse sein wenn ich verschwinde"


Gegenwart

6 Worte hatten gereicht um eine Mauer zum Einstürzen zu bringen.

Santhalasa hatte sie mehr beiläufig in ihrem Gespräch gesagt, aber ihn damit an etwas erinnert das er Vergessen hatte.

Es war die Mischung des Abends als er daran zurück dachte, das distanzierte, wie oft er damals dachte das es nicht zu ihm gehörte, eine Anrede, das Verhalten all das musste er lernen um sich anzupassen.
Irgendwie wurde es zu einem Teil von ihm.

So schön der Abend auch war soviele Fragen warf er auf.

Was würde die Zukunft bringen?
Was würde mit der Garde passieren?
Würde die Ritterin sich melden?

Fragen über die er nachdenken könnte wenn sein Körper sich heute abend nicht mehr bewegen sollte.

"Geh und finde deine Instikte und lerne sie einzusetzten" waren einst worte seines Meisters gewesen.

Also ging er zum Trainingsplatz der Garde und würde Trainieren bis er fand was er suchte....
wie auch immer er es finden würde..


Ein Kampf ist wie ein tanzendes Paar.
Instinkt und Überlegung mussen im takt sein, sind sie es nicht verliert man.

Verfasst: Mittwoch 11. September 2013, 20:00
von Imalayan Cruel
„In uns schlagen keine zwei Herzen, eines ist tot.“ – Imalayan Cruel, schizophrene Gedanken über Menschlichkeit

Grün-gelblich auf braunem Grund schimmerte im Kaminlicht ein brockiges, klebriges, übel riechendes Gemenge und schmückt den Kopf Imalayans wie eine Krone. Genährt durch seinen offenen Mund und sein Würgen mehrte sich der mehrfarbige Brei. Dennoch vermochte er die Kartoffelschnapsflasche fest zu umgreifen mit seiner rechten Hand. Seine Haut war blasser als gewöhnlich, selbst der feste Griff um die Flasche färbte seine Kuppen kein Stück rötlich, als sei das letzte Leben aus ihm gewichen. Einige Nächte ist es her, dass er ihren [url=http://forum.alathair.de/viewtopic.php?p=495713#495713]Zettel[/url] las, kein halber Tag verging seit dem letzten Gespräch mit „Anna“. Ein Tag müsste vergehen, bis er erfuhr, wie es ihr erging. Nichts täuschte über sein Leiden fernab der Schnapsflasche hinweg.
Sein Körper krümmte, verspannte sich jämmerlich und sein Gesicht drehte sich in die Lache, die Haare durchtränkt vom kümmerlichen Dasein. Sein Gönner war zugleich seine Bürde. Leben und töten, beides zu vereinen, ohne den Schmerz zu teilen. Ein elendes Schicksal. Die Eine hätte es nie verstanden, die andere war noch nicht so weit, es zu verstehen. Andere würden ihn dafür töten. Sich selbst zu bewahren, Mensch zu sein, dem nichts Menschliches fremd ist, eine Aufgabe, die ihresgleichen sucht. Ist der Weg der Menschlichkeit gescheitert?

Der Morgen, der Mittag und Nachmittag würden keine Antwort bringen, selbst der Abend und die kommenden Tage nicht. Er drückte sich aus dem Sud, aus dem Erbrochenen auf und rutschte mit der Hand ab. Sein Gesicht landete mit der rechten Wange voran wieder im Mageninhalt, der sogleich bereichert wurde durch die letzten Brocken. Sein Körper zitterte erbärmlich und er zog sich an den kleinen, provisorischen Tisch herüber. Felina fertigte ihn, er war aus der alten Bleibe. An ihm zog er sich Stück für Stück hoch, bis er den ersten Stand fand. Zitternd, kraftlos bewegte er sich vom Tisch zur Wand, an dieser entlang bis zur Tür und trat in den hinteren Bereich.

Viel Zeit verging, die Dämmerung setzte ein, doch gewaschen, angekleidet und zumindest dem Schein nach rappelte er sich auf. Die Fahne, die mehr an eine Brauerei denn den gewöhnlichen Mundgeruch erinnerte, reichte durch das gesamte Zimmer. Der blasse und zittrige Körper tat sein Übriges. Er wollte arbeiten, er würde sich auf den Weg machen zu arbeiten. Arbeiten, um zu verdrängen, arbeiten, um einen neuen Weg zu gehen? Nur mehr funktionieren, nicht mehr fühlen, nur funktionieren. War das der richtige Weg? Die Zeit wird Antworten bereithalten. Bis dahin nur funktionieren und Mauern errichten, Mauern um Herz und Seele.