Vergangenheit, Gegenwart - Zukunft.
Verfasst: Freitag 12. Oktober 2012, 02:38
Geschmeidig glitt die kleine Wüstenjägerin über die Sanddüne. Flach mit Bauch gegen den Sand gepresst verursachte sie kaum ein Geräusch. Wachsam hatten die honigbraunen Augen einen verschwommenen Punkt mitten in der Wüste fixiert. Nur ein erfahrener Jäger würde auf diese Entfernung hin überhaupt etwas erkennen. So verharrte sie einige Momente, schirmte die Augen mit der Hand zusätzlich ab und stierte angestrengt in die Ferne. Fast war sie sich sicher, doch fast allein reichte ihr nicht. Lautlos glitt sie weiter, ohne sich zu erheben, die sandfarbene Kleidung verbarg sie überaus wirkungsvoll.
Saajib, mein Herz, mein Sonne. Wie sehr ich wünschte du wärest hier. Oh Eluive! Diese Prüfung ist zu hart!
Schmerzlich zog sich ihr Herz zusammen und die Vergangenheit holte sie ein. Bilder schnellten wie Peitschenhiebe durch ihre Gedanken, sein Lachen, sein Blick, sein lebloser Körper vor der klagenden Mutter. Durchatmend drehte sie sich auf den Rücken, schob die Waffen seitlich und richtete den Blick gen Himmel. Bewusst atmete sie einige Male ein und wieder aus, verhielt sich ansonsten vollkommen still. Ein naher Beobachter hätte die Tränen erkennen können jene über ihre Wangen perlten und in der Wüstenhitze erstarben. Manchmal war es nicht einfach, manchmal vermisste sie ihn so schmerzlich das all die Jahre die sie einander hatten nur gering wogen.
Faarjad hatte verhindert das sie der Tradition folgte und Saajib auf seinem Weg zu Eluive begleitete. Tage hatte er sie eingesperrt als wäre sie noch immer ein kleines, ungezogenes Mädchen. Alle Flüche, Verwünschungen und jeder Anruf um Mitleid hatte ihn nicht bewegt. Neda, vielmehr hatte er darauf bestanden das sie dem Wunsch des Familienzweiges ihres Mannes nachkam und schleunigst Menek'ur aufsuchte. Nachdem sie ihr Gesicht wieder wahren konnte wurde sie dann auch umgehend, auf direktem Wege dorthin geschickt.
Es war freundlich dort, geschäftig, voller Lebendigkeit. Das Haus ein gemütlicher, sicherer Ort und sie fühlte sich nach wenigen Tagen schon wohl. Dennoch fehlte er ihr, sie war es nicht mehr gewohnt unter so vielen Frauen zu leben. Oft zog es sie hinaus, hinaus in die Sande unter Eluive's glühendes Auge. Hier war es als fühle sie ihn in jedem Windhauch, als sei er noch hier an ihrer Seite. So oft hatte sie ihn begleitet, so vieles erlebt und ohne ihn war sie irgendwie nicht vollständig. Fast als würde ein wichtiger Teil ihrer selbst fehlen.
... und du wirst immer in meinem Herzen sein, jeder Schlag ein Echo deines Namens
So lange langen die Worte zurück und kurz durchzuckte sie die Erinnerung, als sei es erst der gestrige Abend gewesen. Ein Lächeln verzauberte ihr Züge, brachte die ganze Schönheit der Jägerin zur Geltung und nach einem weiteren, tiefem Atemzug drehte sie sich um. Suchend glitten die dunklen Augen in die Ferne und beobachteten lauernd den kleinen, unscheinbaren Punkt. Ohne hinzusehen griff sie ihren Säbel und schob sich über die Düne hinweg um sich im Schutz der nächsten Düne näher heran zu schleichen. Zwei, höchstens vier Tage und sie wäre sicher.
Saajib, mein Herz, mein Sonne. Wie sehr ich wünschte du wärest hier. Oh Eluive! Diese Prüfung ist zu hart!
Schmerzlich zog sich ihr Herz zusammen und die Vergangenheit holte sie ein. Bilder schnellten wie Peitschenhiebe durch ihre Gedanken, sein Lachen, sein Blick, sein lebloser Körper vor der klagenden Mutter. Durchatmend drehte sie sich auf den Rücken, schob die Waffen seitlich und richtete den Blick gen Himmel. Bewusst atmete sie einige Male ein und wieder aus, verhielt sich ansonsten vollkommen still. Ein naher Beobachter hätte die Tränen erkennen können jene über ihre Wangen perlten und in der Wüstenhitze erstarben. Manchmal war es nicht einfach, manchmal vermisste sie ihn so schmerzlich das all die Jahre die sie einander hatten nur gering wogen.
Faarjad hatte verhindert das sie der Tradition folgte und Saajib auf seinem Weg zu Eluive begleitete. Tage hatte er sie eingesperrt als wäre sie noch immer ein kleines, ungezogenes Mädchen. Alle Flüche, Verwünschungen und jeder Anruf um Mitleid hatte ihn nicht bewegt. Neda, vielmehr hatte er darauf bestanden das sie dem Wunsch des Familienzweiges ihres Mannes nachkam und schleunigst Menek'ur aufsuchte. Nachdem sie ihr Gesicht wieder wahren konnte wurde sie dann auch umgehend, auf direktem Wege dorthin geschickt.
Es war freundlich dort, geschäftig, voller Lebendigkeit. Das Haus ein gemütlicher, sicherer Ort und sie fühlte sich nach wenigen Tagen schon wohl. Dennoch fehlte er ihr, sie war es nicht mehr gewohnt unter so vielen Frauen zu leben. Oft zog es sie hinaus, hinaus in die Sande unter Eluive's glühendes Auge. Hier war es als fühle sie ihn in jedem Windhauch, als sei er noch hier an ihrer Seite. So oft hatte sie ihn begleitet, so vieles erlebt und ohne ihn war sie irgendwie nicht vollständig. Fast als würde ein wichtiger Teil ihrer selbst fehlen.
... und du wirst immer in meinem Herzen sein, jeder Schlag ein Echo deines Namens
So lange langen die Worte zurück und kurz durchzuckte sie die Erinnerung, als sei es erst der gestrige Abend gewesen. Ein Lächeln verzauberte ihr Züge, brachte die ganze Schönheit der Jägerin zur Geltung und nach einem weiteren, tiefem Atemzug drehte sie sich um. Suchend glitten die dunklen Augen in die Ferne und beobachteten lauernd den kleinen, unscheinbaren Punkt. Ohne hinzusehen griff sie ihren Säbel und schob sich über die Düne hinweg um sich im Schutz der nächsten Düne näher heran zu schleichen. Zwei, höchstens vier Tage und sie wäre sicher.