Seite 1 von 1

Auf der Suchen nach seiner Schwester

Verfasst: Samstag 8. September 2012, 23:16
von Keylon Salberg
Wenn es doch nur einfach wäre jemanden zu finden den man suchte.
Seine Schwester schien wie vom Erdboden verschluckt.
Gerimor.
Dies hier war doch Gerimor, aber wo verdammt nochmal war Amelie ?
"Amelie Salberg? Nie gehört." hörte er des öfteren.
Kiara und er hatten sich in Bajard getrennt, und hatten jeder für sich sich auf die Suche gemacht.
Sie wollten sich am Anfang der Woche wieder in Bajard treffen um sich aus zu tauschen.
Keylon kickte wütend einen Stein durch die Gegend während er fluchte.
"Ich dachte sie wäre erfolgreich gewesen... warum kennt sie dann keiner?"
Bajard untersuchten die beiden Geschwister noch zusammen dann teilten sie sie sich auf.
Rahal war die erste Stadt die er besuchte, doch war ihm dieser Ort nicht wirklich geheuer.
Sollte Amelie hier wirklich wohnen, hätte Keylon nicht einen Moment bei ihr wohnen wollen.
Adoran dann ... eine Stadt in Prunk und voller Gardisten, ließ ihn auch nicht wirklich jubeln.
Der Anblick der Soldaten löste in ihm immer noch ein mulmiges Gefühl aus.
Hatte er doch nach dem Angriff den Hauptmann aufs derbste für sein nichtstun beschimpft, worauf man ihn verprügelt hatte.
Key konnte noch von Glück sagen das man ihn nicht eingesperrt hatte, denn ihr Recht wäre es sogar gewesen.
So war er froh gewesen das sie sich dann bald auf die Reise hatten machen können.

Key kam viel rum so kam er auch am Kloster vorbei, das ihn sehr beeindruckte.
Hier sollte der strahlende Baum des Lichtes stehen.
Der Beweis Temoras Wirken.
Ihr Onkel hatte ihnen alle Geschichten darüber und über die Kinder Temoras erzählt, und der junge Mann hatte sie quasi in sich aufgesogen.
Eines Tages würde er diesen Baum sicher zu Gesicht bekommen.
Staunend und ehrfürchtig blieb er noch einige Stunden an dem Ort stehen, an dem der Elf Temora das Schwert zugeworfen hatte, um gegen Alatar zu kämpfen. Hier war auch Kra'thor erschienen.
Kra'thor... Kurz hatte sich sein Gesicht verdunkelt gehabt bei dem Gedanken an jenen, dann jedoch hatte er sich schnell wieder gefangen.
Seine Zeit würde kommen! Da war er sich sicher.

Berchgard war sein nächstes Ziel.
Hier traf er auf einen Magier, bei dem Key nicht wusste ob er jenen wirklich ernst nehmen sollte.
Waren alle Magier so ?
Jener ... Richard irgendwas sein Name, sprach in Rätseln oder ... Kryptisch oder... jedenfalls vollkommen unverständliches Zeug, als Key ihn nach seiner Schwester fragte.
"Kennt ihr vielleicht eine Amelie Salberg?"
Der Magier hatte ihn lange angesehen bevor er meinte "Salzberg? Dafür müsst ihr erst das Sturmmeer queren Welches Berchgard von Menek'Ur trennt..."
Hatte der Kerl wirklich Salzberg gesagt? Oder hatte er sich nur doch verhört.
Der Magier indes lamentierte einfach weiter. "Dort, so heißt es, liege in Berg der zur Gänze aus Salz bestünde.
Menek'Ur die Pärchtige, Kerle der südlichen Welt ist stets eine Reise wert.
Amelie lag in einem Berg? Menek'ur?
Key fragte nichts mehr. Er begriff nichts mehr und er war sich sicher, je mehr er diesem Manne zuhören würde desto konfuser wurder er selber wohl.
Menek'ur.
Warum nicht. Schließlich war das eine Stadt wie jede andere.

Wie sehr er sich irrte bemerkte er als er in Menek'ur vom Schwiff schwankte.
Warum hatte er nur vergessen wie sehr er die Schiffahrt hasste.
Das Wetter war viel zu warm.
Die Sonne stach grell vom Himmel und ihm war so heiss, das er am liebsten umgedreht wäre.
Hätte sich seine Schwester hier niedergelassen, würde er sie glattweg für verrückt erklären.
Aber ... zum Glück, kannte auch hier niemand ihren Namen.
Gut, nicht wirklich zum Glück, er wäre schon froh gewesen, doch war es ihm hier einfach zu heiss.

Den ersten wirklich brauchbaren Hinweis bekam er von einer Frau.
Hübsch an zu sehen in Bajard.
"Warum fragt ihr nicht einfach mal im Handelshaus zu Berchgard ?"
Gut wie auch wenn er immer wenn er da war dieses Haus meist geschlossen war.
Aber warum nicht einige Zeit dort bleiben und warten?
Er bedankte sich höflich.
Packte seine Sachen zusammen und begab sich erneut nach Berchgard um nach Amelie zu suchen.

Verfasst: Montag 10. September 2012, 12:15
von Keylon Salberg
Endlich
das Strahlen Amelies, stand dem Seinen in nichts nach.
Er hatte den Rat dieser Lilian befolgt den sie ihm einen Tag zuvor gegeben hatte, und hatte in
Berchgard am Handwerkshaus nachgefragt.
Statt einer Antwort hatte man ihn gleich ins Haus geführt mit den Worten.
"Ja, sie ist gerade hier."
Sein Herz schlug höher als er das riesige Haus betrat und man Amelie wohl rief.
Jene jedoch schien geradezu änglich davor das jemand sie suchte.
Als sie dann jedoch näher trat, schaute sie erst ungläubig dann voller Freude und die beiden Geschwister flogen sich fast in die Arme.
Sie redeten fast zugleich, lachten vor Glück und Keylon erzählte von seiner langen Suche nach ihr und das Kiara und er gemeinsam gekommen waren, sie sich treffen wollten.
Von Amelie erfuhr er auch warum er sie nicht hatte finden können.

Sie hatte geheiratet.
Seine große Schwester hatte den Oberst der Garde geheiratet gehabt.
Jener jedoch war nun wohl schon seit über einem Jahr vermisst.
Niemand wusste wo er geblieben war.
Mittleidsvoll nahm er Amelie in die Arme, erzählte ihr dann aber auch von dem Angriff auf ihr Heimatdorf, das es ihren Eltern gut ging, aber Rena und Kai den Angriff nicht überlebt hatten. Dann überspielte er jedoch diese Gegebenheit schnell, und seine große Schwester merkte natürlich sofort das er nicht gewillt war weiter darüber zu sprechen. Geschickt half sie ihm das Thema zu wechseln in dem sie ihn fragte was er nun vorhatte, und als er meinte er wolle sich eine Arbeit suchen, schlug sie vor das er ja auch im Handelshaus hier arbeiten könne.

Keys Augen wurden groß. "Ich? Handwerker?" Amelie kicherte während sie den Kopf schüttelte.
"Nein natürlich nicht. Aber vielleicht als Wache oder sowas."
Langsam nickte er.
Das war etwas das er konnte.
"Ja natürlich wenn das denn geht?" Amelie nickte nur, packte ihn am Ärmel und zog ihn einfach mit in die Schmiede wo ein Bär von Mann gerade dabei war ein Schwert das glühte mit einem Hammer zu bearbeiten.
Keylons faszienierter Blick bleib auf diese Arbeit gerichtet, während Amelie den Mann vorstellte.
"Das ist Thancred." meinte sie und sofort stand Keylon etwas strammer da.
Thancred. Dieser Name war in aller Munde gewesen.
Der Mann musste ein wahrer Meister der Waffen und Rüstschmiede sein.

Key versuchte nicht zu neugierig zu schauen aber durch seine Neugierde bekam er die erste Hälfte von dem was jener Sprach nicht wirklich mit.
Helfen... Bewachen ... irgendwie sowas.
Er nickte einfach nur und wusste gar nicht wirklich was los war.
Der Meister wollte seine Rüstung sehen und während er sie brummend betrachtete, verschwand er damit um ihm dann eine andere zu geben.
Geliehen selbstredend.
Es ging wohl gleich in den Kampf. wohin was genau, das hatte Keylon im Eifer komplett
überhört. Jedenfalls war das ein Moment wo er demonstrieren konnte was er konnte.
Gut, hätte er im Nachhinein gewusst worauf er sich an diesem Abend einließ....
Hätte er Amelie wohl lieber erst am nächsten Tag getroffen.

So jedenfalls brannte er auf einen Kampf, oder den Kampf. Was immer es war.
Danach würde er sicher eingestellt werden.
Onkel Leon hatte immer gesagt er hätte eine natürliche Begabung was den Umgang mit dem Schwert anging.
Genau das wollte er demonstrieren und doch ...
Als er all die anderen Krieger sah, ihren Kampf, da wusste er mit einem Mal das er noch viel...
sehr sehr viel zu lernen hatte.

Verfasst: Montag 17. September 2012, 11:48
von Kiara Salberg
Es war ein Seltsames Gefühl ohne ihrem Bruder durch das Land zu Streifen, vor allem wo ihr nach dem Unfall alles genommen wurde.
Der Unfall war ja wirklich blöd gelaufen. Als sie sich von ihrem Bruder trennte um Amelie zu suchen und sie sich in eines der Bote setze um dann an das andere Ende des Festlandes gebracht zu werden und jenes auf Grund lief dachte sie das es aus wäre. Doch sie landete an einem Sandstrand in einer Stadt aus hellem Stein. Doch warum war sie ausgeraubt worden. Alles war weg. Ihre Rüstung ihr guter Bogen, ihre kompletten Pfeile und das ersparte was sie von ihren Eltern erhalten hatten.
Die Kleidung die sie am Körper trug war inzwischen getrocknet und die Wachen beäugelten sie seltsam. Dennoch ging sie auf eine der Wachen zu und erklärte was geschehen war.
Als sie sagte das sie ausgeraubt worden war, meinte nur die Wache lachend. „Was, hier, Nie. Das ist Adoran hier wird keiner Ausgeraubt. Ich täusche mich. Ich hab sicher alles im Suff verloren. Oder gar verspielt.“
Wutentbrannt stampfte sie davon und sprach mit einem Kapitän eines Schiffes. Sie erzählte ihm dass sie ihre Schwester Amelie und ihren Bruder Keylon suchen würde. Jener nickte und meinte nur. „Mädchen, ich bring dich nach Berchgard. Dort leben viele Handwerker, vielleicht hast du glück dort deine Schwester zu finden. Dafür musst du mir einen Auftrag erfüllen. Ich habe einen Brief für das Handelshaus zu Gerimor.“ Er grinste Kiara frech aber fröhlich an und lies sie auf das Schiff.
Angelangt in Berchgard lief sie erst mal mit dem Brief verwirrt herum. Sie müsse sich zu Recht finden und fragte jeden den sie traf nach ihrer Schwester Amelie oder ihrem Bruder Keylon. Nur einer konnte ihr einen Hinweis geben als sie den Brief vorzeigte.
„Da, das Große Haus mitten in Berchgard ist der Kontor zu Gerimor. Da wird dir gewiss geholfen Mädchen.“
Sie nickte dankend und machte sich sofort auf den weg. Doch waren die Tore verschlossen und Hohe Trauerfahnen hingen an den Seiten.
Der Wachmann vor dem Kontor wurde gefragt und jener sagte ihr, „im Kloster ist heute eine Trauerfeier für Sir Rafael von Arganta und seiner Knappin Varla Flusswind. Der Komplette Haus Stab des Kontors wird dort Versammelt sein. Vielleicht findest du deine Schwester da“ Sie machte sich auf den weg zu dem Besagten Kloster und wurde fündig.
Ihr Bruder Key stürmte sogleich auf sie los als er sie erblickte. Allerdings dennoch im Stillen, war es ja eine Trauerfeier gewesen.
Aber wie sie sich sahen ging es schon los. Wie in alten Zeiten, und auch Amelie erschien und die Freude war noch grösser als alles andere. Endlich war die Familie wieder vereint.

Verfasst: Montag 24. September 2012, 20:42
von Keylon Salberg
Nachdenklich saß er in seinem neuem Zimmer, kippelte mit dem Stuhl, die Ellenbogen auf den Lehnen, Finger an Finger gelehnt und schaute blicklos vor sich hin.
Endlich war ein Teil seiner Familie wieder vereint.
Kiara hatte ebenso den Weg hierher nach Berchgard gefunden und Ami ...
Also Amelie war auch hier.
Ami ... Keylon musste schmunzeln als er daran dachte wie seine Große Schwester diesen Kosenamen erhalten und vor allem behalten hatte.
Key hatte nämlich als er klein war ihren Namen nicht aussprechen können und hatte es sich einfach gemacht indem er sie einfach Ami rief.

Jetzt waren sie zu dritt hier in Berchgard.
Sie waren freundlich aufgenommen worden von dem Handelshaus in dem Amelie arbeitete.
Die Menschen hier waren nett, umgänglich und Keylon konnte einfach nicht anders als sie zu mögen.
Eine Anstellung fand er hier auch.
Auch wenn er sich erst provilieren musste bevor man ihn aufnahm, so konnte er doch auch jetzt schon als Wache und Jäger arbeiten.
Mit dieser Gemeinschaft war er das aller erste Mal auf Drachenjagd gegangen.
Gemeinsam hatten sie gekämpft und aufeinander aufgepasst.
Die Rüstung die er dafür von dem Meister bekommen hatte erwies sich als äußerst stabil und Keylon wusste nicht wann er je so eine schöne Rüstung gesehen hatte.
Das Leben hier war erstaunlich und abwechslungsreich.

Seine erste Schlacht
Sein erster Wyrm ...
Das erste Mal das er ein magisches Tor durchschritten hatte ...
Das erste Mal das er Adel begegnete.
Den ersten Blick auf den Baum des Lichtes...

Was würde er hier noch erleben?
Er hatte sogar bereits einen Bürgerbrief erhalten.
Von Erlaucht von Dornwald persönlich.
Er musste kurz Lächeln.
Die Gräfin war wirklich gut aussehend, charmant, und ihre Augen erinnerten ihn an jene eines scheuen Rehes. Er schüttelte den Kopf.
Oh nein... Scheu war sie sicher nicht. Die Frau wusste ganz genau wer sie war und was sie wollte. Leider... erneut schüttelte er den Kopf "Adelig Key... Lass die Finger davon." schimpfte er leise mit sich selber, und stand auf.

Ein Haus hatte er nicht erwerben können, aber man hatte ihm im Handelshaus ein Zimmer angeboten.
Amelie hatte angeboten es mit ein zurichten und es war gemütlich geworden.
Ja... er fühlte sich hier wohl.
Nur Eines überschattete sein ... neues Leben.
ER war hier.
Der Rabendiener der sein Dorf in Brand gesteckt hatte, der seinen Sohn tötete...
Der den er Key jagen wollte, hatte den Spieß nun umgedreht, und nun war Keylon die Beute, mit der man vorher spielte bevor man sie tötete.
Wie eine Katze lauerte der Dunkle da draussen.
Aber so leicht würde Keylon es ihm nicht machen.
So leicht nicht.
Sollte er nur kommen.

Verfasst: Montag 22. Oktober 2012, 13:25
von Keylon Salberg
Zwischen den Welten.

Er lag in seinem Bett, der Blick gen Decke gerichtet, aber Schlaf fand er nicht.
Schließlich stand er auf, nahm Decke Kissen und legte sich vor den Kamin auf das Bärenfell.
Das Feuer glimmte noch immer, und gab ein wenig Wärme ab. Doch was ihn eher beruhigte war das leise Knacken der glimmender Stämme.
So viel war geschehen.
So viel begreifbares aber auch unbegreifliches.

Er hatte Amelie wiedergefunden.
Seine wunderbare große Schwester Amelie.
Dafür sah er Kiara weniger.
Fast glaubte er sie hätte gefallen an diesem gräßlichen Cedric gefunden. Er hoffte das er sich irrte.
Der Mann war unmöglich.
Und Mori … auch sie hatte den Weg nach Berchgard gefunden.

Seid er hier war hatte er mehr erlebt als in seinem bisherigem Leben.
Er hatte in einer Schlacht gegen Orken gekämpft.
Er hatte gegen einen Drachen gekämpft und hatte überlebt.
Er war Rahalern begegnet die gar nicht so waren wie er es sich immer gedacht hatte.
Er hatte den heiligen Baum des lichtes gesehen, das Kloster das um ihn herum gebaut wurde.
Er hatte eine Gräfin kennengelernt und Adelige, und er hatte einen Feind, einen Rabendiener der es wohl liebte mit ihm zu spielen.
Er hatte ein Haus beziehen können, und er war in einer Gemeinschaft aufgenommen worden, die sich um ihn kümmerten wie eine Familie es tat.
Kurzum...
er fühlte sich wohl.
Wäre da nicht diese klitze Kleinigkeit.

Er hatte auch vor dem Leben hier in Berchgard ein Leben gehabt.
Er war im Kampfe erzogen worden. Ja.
Aber er hatte mehr Zeit als all seine Geschwister bei seinem Onkel verbracht gehabt.
Kiara hatte viel Zeit in den Wäldern verbracht. Die Jagd der Bogen waren immer ihr Lebensinhalt.
Sie war Wild und fast würde er sagen unzähmbar, und der Mann der sie je zu Frau zu nehmen gedachte würde eine Menge Geduld und ein dickes Fell benötigen.
Mori kam ihm noch am nächsten. Mit ihrem Glauben an das Gute und dem Willen Gutes zu tun.
Amelie... Amelie war eben Amelie.
Die große Schwester die immer eine Lösung für alles hatte. Die Kuchen und Kekse backte, die seine Hose flickte wenn er mal wieder ein Lich in den Knien hatte. Sie war all gegenwärtig gewesen für ihn, und heute noch würde er alles für sie tun um sie zu schützen.
Aber eine heile Welt gab es hier in Berchgard nicht.
Nicht nur die Pantherdiener, die Raben bedrohten die Idylle, sondern vor allem die Missverständnisse, die Aufreibungen zwischen den Menschen den Ständen vor allem.

Keylon hatte alles kennengelernt.
Er war Sohn von Handwerkern. Aber die meiste Zeit hatte er bei seinem Onkel verbracht.
Seine Geschichten, seine Art hatten ihn stets fasziniert.
Hier hatte er viel gelernt.
Sicher zuerst einmal den Umgang mit den Waffen.
Dann jedoch die Tugenden, die Geschichten über Temora von denen er nicht genug bekommen konnte.
Bildung, Etikette. Sein Onkel hatte sehr viel Wert darauf gelegt das Keylon sich nicht nur in den Waffen übte, und so hatte der junge Mann auch seine Liebe zu den Büchern entdecken können.
Er hatte gelernt was sich ziemt und wo er sich zurück zu halten hatte und schließlich sogar drei Jahre als Sekretär beim Baron gedient.
Den Eid gegenüber seinem Onkel ein zu halten, in dieser Zeit nur wenige Übungsstunden mit dem Schwert zu tätigen, war ihm sehr schwer gefallen, aber er hatte es geschafft, und in dieser Zeit sehr viel für sein Leben lernen können.

Hier traf alles aufeinander.
Einfache Leute, niederer Adel, hoher Adel.
Leute mit Benimm und Leute denen das egal war.
Handwerker waren bekanntlich einfache Leute. Und doch gab es bei ihnen diese und jene.
Man konnte sie nicht .. natürlich nicht in einen Topf werfen.
Er hatte viel Respekt vor ihnen und ihren Tätigkeiten.
Wenn man sah was sie aus einfachen Hölzern oder Eisenbarren zu schaffen wussten.
Es war fantastisch. Er sah zu diesen Leuten auf, weil sie etwas konnten was er niemals so schaffen konnte, aber nicht nur deswegen fühlte er sich bei ihnen wohl. Diese Menschen besaßen Herz.
Und dieses saß am rechten Fleck.

Leider war dieses Herz … etwas das man dem Adel absprach.
Gut.. manchmal sah es wirklich so aus als bersässen sie keines.
Aber Key war sich sicher das es tief da irgendwo in ihrer Brust versteckt war.
Das ein jeder Adelige ganz anders war als er sich gab, ja geben musste.
Sie hatten eine Menge Verantwortung und Gesetze und Regeln waren dazu da eingehalten zu werden.
Das es das Handwerkshaus getroffen hatte, verstand er nicht wirklich.
Über Jahre hin waren sie immer dem Reich treu ergeben gewesen. Hatten gar das Regiment stets mit Rüstungen und günstigen Reperaturen beliefert.
Sicher einige faule Kartoffeln gab es immer in einem Sack und jene warfen immer ein schlechtes Licht auf den Rest aber das man jenen Menschen wirklich zutraute sie würden den Adel vergiften wollen? Er konnte es nicht glauben.
Klar war ihm nur, das hier vor allem Missverständnisse zwischeneinander die Wogen höher und höher hatten schlagen lassen.
Dazu kam dann der Stolz beider Seiten.
Der Adel … weil er eben Adel war, und so ein Verhalten nicht dulden konnte, und die Handwerker weil sie eben wussten das sie ungerechtfertigt beschuldigt wurden.

Er hatte so viel gehört, so viel gesehen, und es war bedauerlich das der Graf von Arganta und der Herzog von Greifenhain nicht mehr in den Landen waren.
Er war sich sicher das Beide die Fronten irgendwie hätten wieder zusammenbringen können.
Der Ausgang der Verhandlung gestern... er seufzte.
Er wusste nicht was er davon halten sollte.
Klar war das ein Urteil hatte gefällt werden müssen. Aber solch ein Urteil würde dem Handelshaus schaden, und damit vielleicht dem Reich gleichermaßen.
Key sah dies alles eher als einen genialen Streich des Pantherdieners an.
Es gab so viele Angebote für das Handelshaus um zu ziehen, und das weiß Temora nicht gerade unlukrative Angebote, und wen der Meister diese Angebote annehmen würde, wäre es eine erneute Speerspitze des Reiches die Wegbrechen würde.

Keylon wusste nicht wie er helfen konnte.
Was er jedoch wusste war das er beide Seiten verstehen konnte, und vor allem das das Handelshaus hier, für ihn wie eine neue Heimat war.
Er würde es verteidigen, aber vielleicht auch versuchen Ruhe rein zu bringen.
Er jedenfalls fühlte sich ein wenig wie zwischen den Welten.