Wie töte ich einen Menschen?
Verfasst: Freitag 7. September 2012, 18:16
Langsam kam ich die Stufen hinauf, die Reise hatte mich doch ein wenig erschöpft. Doch irgendwie war ich froh, wieder die Ordensburg zu betreten.
Es war viel getummel, fremde Gesichter streiften meinen Weg, blickten mich musternd von Oben bis Unten hinab. Von einigen, alten Gesellen bekam ich ein knappes Nicken oder ein fahles Lächeln entgegen, andere, die ich sah, schienen ihre Studien schon viel weiter als ich abgeschlossen zu haben, gar schon ihre Prüdungen abgelegt zu haben.
Und ich? Ja ich hatte meine eigenen Hürden zu packen.
Ich blickte auf meine Hände. Sie waren Rau und rissig geworden. Sarya schickte mich vor einigen Monden auf eine, wie sie erst sagte wichtige Aufgabe. Ich hätte an dem süffisanten Lächeln erkennen können, dass dem nicht so war und so verbrachte ich meine Zeit bei einem Schlachter und lernte, Fleisch vom Körper der toten Tiere zu entreissen, die Innereien auszusondern und es sogar irgendwie zu essbaren Stücken zu verwerten.
Verrückt, dass es nur fast 40 Tage dauerte, bis ich den Brechreiz soweit unter Kontrolle hatte, dass ich zumindest Atmen konnte beim Verarbeiten und noch einmal 60 Tage, bis ich soweit den miefigen Geruch vom toten Tier ertragen konnte und eigentlich mit Metzgermesser und Kadaver so handtierte, als hätte ich meinen Lebzeiten nichts anderes getan.
Und ich war guter Dinge, ich war bereit für meine Studien. Nichts mehr könnte meinen Magen im Kreise hopsen lassen, kein Blut am Boden mir mehr die Konzentration rauben.
Ich klopfte an der Türe von Sarya, Sie war nun wohl Maestra und ich glaube, wenn es auch jemand verdient hätte, dann Sie.
Ich trat ein, liess die standartmässige Begrüßung fallen, die ich eine Nacht vorher Stundenlang übte, damit ich Sie bloß nicht falsch anredete und setzte mich auf den Stuhl, auf den Sie deutete.
Sie musterte mich, ich wurde doch leicht nervös und fragte mich, ob ich mich vielleicht nicht genug sauber gemacht hätte, vielleicht noch verkrustetes Schweineblut in meinen Haaren hing oder ich einfach so sehr nach Kuh stank, dass ich ihren Geist vernebelte.
Doch Sie hob sacht ein Lächeln, gar mütterlich kam es mir vor, ehe Sie einen Zettel aus ihrem Notizbuch riss und ihn mir hinhielt.
Ich zögerte erst, beugte mich dann vor und nahm ihn.
Erst der Blick zu ihr, ein Nicken, ehe ich auf den Zettel blickte. Es war eine Karte von Rahal, es zeigte auf das schäbige Viertel, ein Haus war rot markiert. Natürlich dachte ich sofort wieder an Blut und freute mich, dass mein Magen Sarya nicht direkt auf ihrem Schreibtisch entleeren liess.
Doch ehe ich fragen konnte, sagte Sarya nur knapp, da müsse ich hin und fächerte dann mit der Hand in der Luft, das unmissverständlich zeigte, ich solle nun direkt gehen.
Also ging ich, begrüßte noch einige, wirkte mal wieder verwirrter als sonst, weil ich mich innerlich schon fragte, was das wieder solle.
Gar beschlich mich meine typische Paranoia, ob ich doch versagt hätte und man mich dort umbringen wollen würde.
Und diese Gedanken rissen weniger, je länger ich nach Rahal reisste und mich durch die Gassen schlug, noch weniger, als ich die Hütte traf. Die Tür schien als einzige Neu am ganzen Bauwerk, der Rest wirkte verfallen.
Die Fenster waren dichtgemauert worden, nicht gerade ein Umstand, der meine Laune anhob.
Ich versuchte die Tür zu öffnen, nichts geschah. Ich stand wohl einige Zeit da, angelehnt und überlegend am Mauerwerk, lächelte Nett zu den Gardisten, die den Weg vorbeimarschierten und mich misstrauisch liebäugelten und hätte ich nicht meine Robe angehabt, hätten die mich wohl direkt in den tiefsten Kerker gesperrt und den Schlüssel ins Meer geworfen.
Ja, als Diebin wäre ich wohl auch eine Niete.
Doch irgendwann, fing ich an wie eine Arkoritherin zu essen, ich glaube, der Gedanke kam, als ich in der Taverne still mein Essen zu mir nahm.
Ich sprang förmlich durch die Tavernentür und lief zum Haus, rannte dabei sicher 3 Menschen, 4 Kinder und einen Esel um und dann stand ich vor dieser neuen Tür, legte den Finger darauf und malte die A-Rune hinauf, die mir Maya einst vor langer Zeit zeigte und Tatsache, sie öffnete sich, gar mehr, konnte ich hindurchgehen, bis sie nach meinem Eintritt direkt wieder massiv da stand.
Im Haus war es Dunkel, zu dunkel...Pechschwarz...ich hörte etwas in der Ferne, doch stiess mir erst ein...zwei....Zehnmal das Knie an irgendetwas, bis ich auf die Idee kam, mich an meine Studien zu erinnern und auf die Elemente wirkte und tatsächlich...irgendwo ein Feuer entzündete....was ich direkt mit dem Einwirken aufs Wasser löschte, nachdem es einige Bücher und einen halben Tisch abgefackelt hatte. Doch ich sah zumindest eine Laterne, die ich entzündete und mich dann durch eine weitere Tür eine Treppe hinab in ein Kellergewölbe hinabtraute.
Wieder eine Tür...ich fragte mich langsam, ob es nicht ein wenig übertrieben wäre, wenn hier schon keiner wohnen würde und so öffnete ich auch diese, laut quietschend und musste einige Male blinzeln, als mir soviel Licht entgegen gestrahlt kam von Fackeln, die an den Wänden hingen.
Doch schlimmer war, was sich noch im Raum aufhielt...
Ein langer Tisch voll mit Werkzeugen und Waffen, ein Schmied hätte wohl seine pure Freude dran, doch in der Mitte...ein massiver, eiserner Stuhl auf dem ein körper saß...die Arme festgebunden wie auch die Beine und sogar Hals und Stirn fixierten ihn. Die Augen geschlossen, klebte an seinem Blutigen Hemd ein Pergament.
Ich wollte wegrennen, weit weg, doch hatte wohl eine Aufgabe und so trat ich vorran, nicht gerade mutig, eher streckte ich mich weit nach vorne und machte beinahe einen Spagat, um notfalls wie ein Hase flüchten zu können und riss das Pergament hinab. Mag es Zufall gewesen sein oder die Tatsache, dass das Pergament mit Nadeln in sein Fleisch befestigt war, er riss die Augen auf, stöhnte und zappelte und liess mich aufschreien, das Pergament fast fallen lassend und langsam beruhigend, als ich merkte, dass der Mann darauf sich nicht bewegen konnte.
So entfaltete ich das Pergament und lass, ungewollt mag es Dumm gewesen sein, dass ich es laut vorlass und so den Mann nur mehr zum Rütteln und Stöhnen brachte.

Und direkt schwirrten meine Gedanken und mein Magen schien wieder in seinen Urzustand zu verfallen.
"Na das kann ja heiter werden."
Es war viel getummel, fremde Gesichter streiften meinen Weg, blickten mich musternd von Oben bis Unten hinab. Von einigen, alten Gesellen bekam ich ein knappes Nicken oder ein fahles Lächeln entgegen, andere, die ich sah, schienen ihre Studien schon viel weiter als ich abgeschlossen zu haben, gar schon ihre Prüdungen abgelegt zu haben.
Und ich? Ja ich hatte meine eigenen Hürden zu packen.
Ich blickte auf meine Hände. Sie waren Rau und rissig geworden. Sarya schickte mich vor einigen Monden auf eine, wie sie erst sagte wichtige Aufgabe. Ich hätte an dem süffisanten Lächeln erkennen können, dass dem nicht so war und so verbrachte ich meine Zeit bei einem Schlachter und lernte, Fleisch vom Körper der toten Tiere zu entreissen, die Innereien auszusondern und es sogar irgendwie zu essbaren Stücken zu verwerten.
Verrückt, dass es nur fast 40 Tage dauerte, bis ich den Brechreiz soweit unter Kontrolle hatte, dass ich zumindest Atmen konnte beim Verarbeiten und noch einmal 60 Tage, bis ich soweit den miefigen Geruch vom toten Tier ertragen konnte und eigentlich mit Metzgermesser und Kadaver so handtierte, als hätte ich meinen Lebzeiten nichts anderes getan.
Und ich war guter Dinge, ich war bereit für meine Studien. Nichts mehr könnte meinen Magen im Kreise hopsen lassen, kein Blut am Boden mir mehr die Konzentration rauben.
Ich klopfte an der Türe von Sarya, Sie war nun wohl Maestra und ich glaube, wenn es auch jemand verdient hätte, dann Sie.
Ich trat ein, liess die standartmässige Begrüßung fallen, die ich eine Nacht vorher Stundenlang übte, damit ich Sie bloß nicht falsch anredete und setzte mich auf den Stuhl, auf den Sie deutete.
Sie musterte mich, ich wurde doch leicht nervös und fragte mich, ob ich mich vielleicht nicht genug sauber gemacht hätte, vielleicht noch verkrustetes Schweineblut in meinen Haaren hing oder ich einfach so sehr nach Kuh stank, dass ich ihren Geist vernebelte.
Doch Sie hob sacht ein Lächeln, gar mütterlich kam es mir vor, ehe Sie einen Zettel aus ihrem Notizbuch riss und ihn mir hinhielt.
Ich zögerte erst, beugte mich dann vor und nahm ihn.
Erst der Blick zu ihr, ein Nicken, ehe ich auf den Zettel blickte. Es war eine Karte von Rahal, es zeigte auf das schäbige Viertel, ein Haus war rot markiert. Natürlich dachte ich sofort wieder an Blut und freute mich, dass mein Magen Sarya nicht direkt auf ihrem Schreibtisch entleeren liess.
Doch ehe ich fragen konnte, sagte Sarya nur knapp, da müsse ich hin und fächerte dann mit der Hand in der Luft, das unmissverständlich zeigte, ich solle nun direkt gehen.
Also ging ich, begrüßte noch einige, wirkte mal wieder verwirrter als sonst, weil ich mich innerlich schon fragte, was das wieder solle.
Gar beschlich mich meine typische Paranoia, ob ich doch versagt hätte und man mich dort umbringen wollen würde.
Und diese Gedanken rissen weniger, je länger ich nach Rahal reisste und mich durch die Gassen schlug, noch weniger, als ich die Hütte traf. Die Tür schien als einzige Neu am ganzen Bauwerk, der Rest wirkte verfallen.
Die Fenster waren dichtgemauert worden, nicht gerade ein Umstand, der meine Laune anhob.
Ich versuchte die Tür zu öffnen, nichts geschah. Ich stand wohl einige Zeit da, angelehnt und überlegend am Mauerwerk, lächelte Nett zu den Gardisten, die den Weg vorbeimarschierten und mich misstrauisch liebäugelten und hätte ich nicht meine Robe angehabt, hätten die mich wohl direkt in den tiefsten Kerker gesperrt und den Schlüssel ins Meer geworfen.
Ja, als Diebin wäre ich wohl auch eine Niete.
Doch irgendwann, fing ich an wie eine Arkoritherin zu essen, ich glaube, der Gedanke kam, als ich in der Taverne still mein Essen zu mir nahm.
Ich sprang förmlich durch die Tavernentür und lief zum Haus, rannte dabei sicher 3 Menschen, 4 Kinder und einen Esel um und dann stand ich vor dieser neuen Tür, legte den Finger darauf und malte die A-Rune hinauf, die mir Maya einst vor langer Zeit zeigte und Tatsache, sie öffnete sich, gar mehr, konnte ich hindurchgehen, bis sie nach meinem Eintritt direkt wieder massiv da stand.
Im Haus war es Dunkel, zu dunkel...Pechschwarz...ich hörte etwas in der Ferne, doch stiess mir erst ein...zwei....Zehnmal das Knie an irgendetwas, bis ich auf die Idee kam, mich an meine Studien zu erinnern und auf die Elemente wirkte und tatsächlich...irgendwo ein Feuer entzündete....was ich direkt mit dem Einwirken aufs Wasser löschte, nachdem es einige Bücher und einen halben Tisch abgefackelt hatte. Doch ich sah zumindest eine Laterne, die ich entzündete und mich dann durch eine weitere Tür eine Treppe hinab in ein Kellergewölbe hinabtraute.
Wieder eine Tür...ich fragte mich langsam, ob es nicht ein wenig übertrieben wäre, wenn hier schon keiner wohnen würde und so öffnete ich auch diese, laut quietschend und musste einige Male blinzeln, als mir soviel Licht entgegen gestrahlt kam von Fackeln, die an den Wänden hingen.
Doch schlimmer war, was sich noch im Raum aufhielt...
Ein langer Tisch voll mit Werkzeugen und Waffen, ein Schmied hätte wohl seine pure Freude dran, doch in der Mitte...ein massiver, eiserner Stuhl auf dem ein körper saß...die Arme festgebunden wie auch die Beine und sogar Hals und Stirn fixierten ihn. Die Augen geschlossen, klebte an seinem Blutigen Hemd ein Pergament.
Ich wollte wegrennen, weit weg, doch hatte wohl eine Aufgabe und so trat ich vorran, nicht gerade mutig, eher streckte ich mich weit nach vorne und machte beinahe einen Spagat, um notfalls wie ein Hase flüchten zu können und riss das Pergament hinab. Mag es Zufall gewesen sein oder die Tatsache, dass das Pergament mit Nadeln in sein Fleisch befestigt war, er riss die Augen auf, stöhnte und zappelte und liess mich aufschreien, das Pergament fast fallen lassend und langsam beruhigend, als ich merkte, dass der Mann darauf sich nicht bewegen konnte.
So entfaltete ich das Pergament und lass, ungewollt mag es Dumm gewesen sein, dass ich es laut vorlass und so den Mann nur mehr zum Rütteln und Stöhnen brachte.
Und direkt schwirrten meine Gedanken und mein Magen schien wieder in seinen Urzustand zu verfallen.
"Na das kann ja heiter werden."