Lange Nächte
Verfasst: Donnerstag 6. September 2012, 11:28
Sie hatte nicht schlafen können, wiedermal stand sie auf. Das zweitemal heute Nacht und wenn es so weiterging machte es kaum Sinn sich überhaupt nocheinmal hinzulegen. Talianna nahm sich einen Becher Milch und trat auf den Balkon. Auf dem Bänkchen, in die Ecke gelehnt, konnte man den Sternenhimmel betrachten.
Nicht zum erstenmal.
Nicht nur heute.
Aber heute war es schlimmer als manch anderes mal. Ihre Gedanken kreisten um den Abend und die Geschehnisse. Eigentlich hatte eine recht simple Frage sie in all dies geführt. "Kommst du mit? Wir wollen was trinken gehen."
Als sie den Namen der Edlen hörte war sie unsicher gewesen. In solcherlei Gesellschaft lud man sich nicht selber ein, aber ihr Freund und Kamerad hatte die Gedanken zerstreut. Wenn man sie nicht dahaben wollte, würde man es ihr schon sagen.
Denkste.
So unhöflich war niemand gewesen, aber irgendwie hatte sie sich unbehaglich und fehl am Platze gefühlt. Zwischen der Edlen, dem Sohn eines reichen Kaufmannes, dem Knappen und dem Magus war sie nur irgendeine Bauerstochter. Sie hatte sich nur selten getraut überhaupt etwas zu sagen, und meistens hatten die anderen sie übergangen.
Ausgerechnet der einzige der Runde mit dem sie zwischendurch überhaupt privaten Kontakt hatte, verabschiedete sich als erster. Und dann sass sie da, verloren und allein, im endeffekt uneingeladen.
Und unerwünscht.
Die Gruppe hattte sich dann schnell zerstreut, und sie blieb allein zurück. So hatte sich die junge Frau durch Bajard treiben lassen, und dann die Kutsche gemieden. Der Weg heim war zwar lang, aber sie genoss es durch den abendlichen Wald zu schlendern.
Als sie irgendwann zuhause angekommen war, hatte sie nicht mehr mit Besuch gerechnet. Und schon gar nicht damit das dieser Herr zu ihr wollte. Holz wolle er kaufen für sein Haus, aber das Gespräch driftete schnell ab. Er war nicht allein gegangen, aber allein wiedergekommen und das versetzte Talianna in Sorge. Die wirklichen Sorgen musste sie sich aber erst machen, als er ihr offen drohte.
"Werde ich mir überlegen das als Adelsbeleidugng auszulegen was hier in Adoran verboten ist"
Nichts hatte sie getan. Nichts ausser sich Sorgen um ihre verschollene Freundin zu machen. Sie war höflich geblieben, ihm weder etwas vorgeworfen, noch ihn wirklich Beleidigt.
Aber wen würde es interessieren?
Niemanden.
So war der Lauf der Dinge. Er kam in ihr Haus und forderte das sie nach seiner Pfeife tanzte, sonst würde er an anderer Stelle lügen, und sie würde zur Verbrecherin.
Das Vorrecht des Adels.
Wiedereinmal lachte sie heiser und bitter auf während der Abend vor ihrem geistigen Auge vorbeizog, bis ihr klar wurde das er nicht der einzige Adeliga war mit dem sie an diesem Abend zu tun gehabt hatte.
Ihre ungefragte und unerwünschte Anwesenheit konnte man ihr genauso auslegen.
Ihr altes Leben war nicht minder Gefährlich gewesen, aber irgendwie einfacher. Sie würde in Zukunft viel mehr auf sich achten müssen.
Talianna liess die Milch stehen und verschwand hinein, mit einem Pergamentbogen und Schreibzeug kam sie wieder um einen Brief zu verfassen der ihr mindestens ebensowenig behagte wie so vieles.
Als sie damit Fertig war stellte sie sich die Frage wo sie diesem überhaupt abgeben sollte. Am einfachsten würde es sein ihn über das Regimentsgebäude zuzustellen nachdem sie aufgestanden war.
Dann sah sie wieder zu den Sternen auf und blieb einfach sitzen. Sie würde heute Nacht sowieso nicht mehr einschlafen.
Nicht zum erstenmal.
Nicht nur heute.
Aber heute war es schlimmer als manch anderes mal. Ihre Gedanken kreisten um den Abend und die Geschehnisse. Eigentlich hatte eine recht simple Frage sie in all dies geführt. "Kommst du mit? Wir wollen was trinken gehen."
Als sie den Namen der Edlen hörte war sie unsicher gewesen. In solcherlei Gesellschaft lud man sich nicht selber ein, aber ihr Freund und Kamerad hatte die Gedanken zerstreut. Wenn man sie nicht dahaben wollte, würde man es ihr schon sagen.
Denkste.
So unhöflich war niemand gewesen, aber irgendwie hatte sie sich unbehaglich und fehl am Platze gefühlt. Zwischen der Edlen, dem Sohn eines reichen Kaufmannes, dem Knappen und dem Magus war sie nur irgendeine Bauerstochter. Sie hatte sich nur selten getraut überhaupt etwas zu sagen, und meistens hatten die anderen sie übergangen.
Ausgerechnet der einzige der Runde mit dem sie zwischendurch überhaupt privaten Kontakt hatte, verabschiedete sich als erster. Und dann sass sie da, verloren und allein, im endeffekt uneingeladen.
Und unerwünscht.
Die Gruppe hattte sich dann schnell zerstreut, und sie blieb allein zurück. So hatte sich die junge Frau durch Bajard treiben lassen, und dann die Kutsche gemieden. Der Weg heim war zwar lang, aber sie genoss es durch den abendlichen Wald zu schlendern.
Als sie irgendwann zuhause angekommen war, hatte sie nicht mehr mit Besuch gerechnet. Und schon gar nicht damit das dieser Herr zu ihr wollte. Holz wolle er kaufen für sein Haus, aber das Gespräch driftete schnell ab. Er war nicht allein gegangen, aber allein wiedergekommen und das versetzte Talianna in Sorge. Die wirklichen Sorgen musste sie sich aber erst machen, als er ihr offen drohte.
"Werde ich mir überlegen das als Adelsbeleidugng auszulegen was hier in Adoran verboten ist"
Nichts hatte sie getan. Nichts ausser sich Sorgen um ihre verschollene Freundin zu machen. Sie war höflich geblieben, ihm weder etwas vorgeworfen, noch ihn wirklich Beleidigt.
Aber wen würde es interessieren?
Niemanden.
So war der Lauf der Dinge. Er kam in ihr Haus und forderte das sie nach seiner Pfeife tanzte, sonst würde er an anderer Stelle lügen, und sie würde zur Verbrecherin.
Das Vorrecht des Adels.
Wiedereinmal lachte sie heiser und bitter auf während der Abend vor ihrem geistigen Auge vorbeizog, bis ihr klar wurde das er nicht der einzige Adeliga war mit dem sie an diesem Abend zu tun gehabt hatte.
Ihre ungefragte und unerwünschte Anwesenheit konnte man ihr genauso auslegen.
Ihr altes Leben war nicht minder Gefährlich gewesen, aber irgendwie einfacher. Sie würde in Zukunft viel mehr auf sich achten müssen.
Talianna liess die Milch stehen und verschwand hinein, mit einem Pergamentbogen und Schreibzeug kam sie wieder um einen Brief zu verfassen der ihr mindestens ebensowenig behagte wie so vieles.
Als sie damit Fertig war stellte sie sich die Frage wo sie diesem überhaupt abgeben sollte. Am einfachsten würde es sein ihn über das Regimentsgebäude zuzustellen nachdem sie aufgestanden war.
Dann sah sie wieder zu den Sternen auf und blieb einfach sitzen. Sie würde heute Nacht sowieso nicht mehr einschlafen.