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Rückkehr in die Heimat
Verfasst: Montag 27. August 2012, 12:23
von Rafael von Arganta
Die Miene in Arganta war endlich zurückerobert.
Überall herrschte Freude und Euphorie und überall packten die Mannen und Frauen ihre Sachen zusammen.
Waffen wurden wieder in Tücher gewickelt, eingepackt, die Rüstungen wichen komfortableren Kleidungsstücken.
Überall roch es nach aufbruch.
Auch Arthur, Rafaels Vater hatte längst alles zusammenpackt.
Noch einmal reichte er seinem Sohn stolz die Hand und Rafael ergiff sie.
"Wir sehen uns dann in ein paar Monden." meinte er noch und umarmte seinen Vater dann ohne Worte.
Kurz sahen sich Vater und Sohn in die Augen dann nickte das Kronratsmitglied einfach nur und straffte sich.
Auch Rafael löste sich und schenkte seinem Vater ein Lächeln.
"Grüss Rehya von mir. Ja?"
Ohne eine Antwort ab zu warten zog er sich dann in den Sattel des Schlachtrosses das Varla, seine Knappin bereits, für ihn bereit hielt.
"Endlich nach Hause!" stöhnte sie leise und erntete von dem Kronritter ein sachtes Lächeln.
"Ja es wird Zeit. Auch wenn ich weiss das Thelor auf Berchgard Acht gibt, und ich keine Bedenken haben muss, zieht es mich doch hin."
Varla verstand zu gut.
Wusste sie doch wie sehr der Graf und Kronritter an dieser Stadt hing.
Oft genug hatten sie für deren Erhalt gegen die Schergen Rahals gekämpft.
2 Tagesritte warteten auf sie, und die Pferde sollten auch nicht zu Schund geritten werden.
Auch sie trugen ihre Reisekleidung, wenn auch geschütztes Leder.
Die Rüstungen klapperten im Takt des Pferdes am Sattel gebunden.
Dennoch hatten sie ihre Schwerter gegürtet, das Schild immer Griffbereit, doch der Weg Richtung Heimat war eher ungefährlich.
Etwaiige Strachdiebe würden aufgrund des Königlichen Schlachtrosses schon wissen das dort eher zwei Kampferprobte Reiter waren und es tunlichst vermeiden sie an zu greifen.
"2 Tage!" seufzte Varla und Rafael nickte. "Dann ein heisses Bad aus dem ich sicherlich 2 Tage nicht herauskomme." "oder drei!" murrte Varla hinter ihm.
"Oder drei." bestätigte Der Ritter lachend und trieb sein Pferd wieder an.
Sie hatten es beide eilig heim zu kommen.
Verfasst: Montag 27. August 2012, 15:41
von Varla Flusswind
"zwei tage und es regnet. Sir wollen wir hier nicht kurz unterschlupft suchen", dabei zeigte sie auf eine Taverne die am Wegrand stand. Warm und Einladendt doch Rafael schüttelte den Kopf.
"Des do eher wir wieder im Land sind des do eher können wir uns wieder unseren Pflichten in Berchgard wittmen."
Dabei nickte Varla nur und weiter ging die Reise.
Gut das sie Schlafen im Sattel konnte, den die Letzen Tage waren eher eine Schinderrei als alles andere.
Inzwischen hat sie ihr Ritter angewiesen wieder ihre Platte zu Tragen. Alleine der Gedanke an ihr weiches Bett und das warme Bad liesen sie aber dennoch wieder erwachen.
Nachtwind Varlas Pferd war inzwischen schon selber müde und setze immer wieder falsche schritte.
"Sir, Nachtwind lahmt, ich denke sie braucht eine Pause." Rufte sie ihrem Ritter zu und jener nickte nur.
"Dann machen wir doch eine Pause. Aber nicht in der Taverne, wir werden uns eher hier im Wald etwas verschanzen und probieren etwas ruhe zu finden."
Varla sprang sofort von ihrem Pferd und kümmerte sich um die versorgung beider Pferde.
Nachtwinds Fesseln waren aufgeweicht und Wund gelaufen, die von Rafaels Pferd schauten aber auch nicht beser aus.
Sie hohlte gleich einige Bandagen herraus die sie mit einer Creme beschmierte und den Tieren umlegte.
Als die Arbeit getan setzte sie sich zu ihrem Ritter und stillschweigend schlief sie ein.
Verfasst: Freitag 31. August 2012, 10:42
von Magnus Siluvaine
In einer, eher beiläufig wirkenden, Bewegung zog er die dünne, lange Schneide seines Dolches wieder aus dem Hals des Mannes vor ihm. In der Sekunde seines Todes klappte dessen Körper nach vorn, lehnte sich an den des Dieners, doch als dieser nun einen kleinen Schritt zurück machte, kippte der Mann einfach zur Seite. Während sein Kopf mit einem dumpfen Schlag auf einem der unzähligen Felsbrocken aufschlug, sprudelte das Blut unbeirrt aus der Wunde seines Halses und vermischte sich mit den nicht enden wollenden Regenströmen, welche sich aus dem Himmel ergossen.
Die Knochenfratze, welche in den Helm des Dieners geschnitzt wurde, senkte den Blick jedoch nicht auf den Leichnam, sondern auf den Dolch. Mit der freien Hand zog er ein Stofftuch aus der Tasche seiner Robe, und während ein weiterer Blitz durch die sonst finstere Nacht schnitt, begann er in aller Seelenruhe und penibel genau den Dolch zu reinigen. Erst nachdem er den Dolch wieder weg gesteckt hatte begab er sich dann zu dem Pferd des Toten, welches dort an seinem als Nachtlager ausgewählten Platz an einem Baum gebunden stand.
Es war nicht der Reiter und auch nicht das Pferd … und es ging ihm auch nicht darum jemanden auszurauben: Er war Diener Krathors, kein Bandit. Es waren die Satteltaschen, großzügig verziert und bestickt mit dem Wappen von Arganta….
Die gepanzerten Hände machten sich sogleich daran, eben jene Taschen zu öffnen. Allerlei Tand und andere Nutzlosigkeiten wurden einfach auf den Boden geworfen, und gerade als der Diener die Hoffnung schon aufgeben wollte, hielt er plötzlich einen sorgsam verpackten Brief in den Händen, geziert mit dem Wachssiegel von Rafael von Arganta.
Sofort wurde das Siegel gebrochen, und auch wenn dort unter dem Baum nur wenige Regentropfen auf den Diener herab rieselten, traf einer von ihnen jedoch direkt auf den kleinen Brief, den der Diener gerade entfaltete. Nachdem er ihn gelesen hatte, steckte er den Brief einfach in seine Robentasche und begab sich auf den Rückweg.
Nachdem er sich etwa einhundert Schritte von dem Nachtlager des Botenreiters entfernt hatte, bog er in ein kleines Waldstück ab. Dort wartete sein eigenes, prächtiges Ross. Lange, zähe Geiferfäden baumelten an dem halb verwesten Kiefer herab. Als sein Meister sich ihm näherte, hob es den Kopf an und blickte mit den eitrigen Augäpfeln in seine Richtung. Die morschen Wirbel des Rappen knackten geräuschvoll, als sich der Diener schließlich in den Sattel schwang und sich auf den Weg zurück nach Varuna machte.
Arganta war also auf dem Weg nach Hause und der Reiter sollte von seiner Rückkehr berichten…. Exzellent … Seit jener Nacht, als Arganta und seine Schergen den Jungen aus Varuna retteten …. vereitelten dass das Ritual an ihm vollzogen werden konnte, hatte Magnus ihm Rache geschworen. Und nun war diese Rache greifbar nahe. Er würde dafür sorgen, dass Arganta und seine Knappin ihr Ziel niemals erreichen würden….
Verfasst: Freitag 31. August 2012, 16:03
von Varla Flusswind
Obwohl es nur zwei Tage Ritt waren, war jener Weg anstregender wie eh und je. Sie kannte den Weg gut und wusste wo man aufzupassen hat, dennoch war ihr diesesmal irgend was nicht geheuer.
Immer wieder sah sie seltsame Schatten oder glaubte etwas zu sehen was nicht da war.
Geräusche die sie sich einbildete.
Was war los mit ihr. War sie auf der hut? Spürte sie eine mögliche gefahr die im Anflug ist.
Inzwischen müsste der Bote schon in Berchgard angekommen sein.
Und das Heisse Bad würde ihr gewiss gut tun, um ihre müden Knochen wieder aufzuwecken.
Inwischen war der Regen noch schlimmer geworden. Nicht einmal mehr die Rüstung konnte jene Abhalten.
Hoffendlich waren wir bald da.
Verfasst: Freitag 31. August 2012, 18:05
von Torjan Eichental
Wieder einmal ging er nach Berchgard, auch zum Haus von Varla.
Wie groß war seine Freude, sie dort unversehrt anzutreffen.
Varla war noch ganz aufgeregt von der langen Reise, aber auch müde.
Sie wollte sich ein wenig hinlegen.
Später dann wollten sie sich wieder treffen und Torjan hoffte, recht spannende Berichte von ihrer langen Reise zu hören.
Verfasst: Samstag 1. September 2012, 00:20
von Arlon Benjamin
Es war Nacht. Eine zwielichtige Gestalt, kaum erkenntbar unter der grauen Masse, die nachts durch das Berchgarder Tor wandert, bliebt vor ihrem Haus stehen. Was jene Gestalt dort gesucht hat ist unbekannt, sicherlich war es nur eine zufällige Verschnaufpause vor dem Haus, da man ein Lagerfeuer aufschlug, doch schien es, als waren andere Gedanken, die jene Person antrieb...
Am Ende fand sich ein Brief:
"Willkommen zurück Valra."
Jener bliebt ohne Intialien oder sonstige Anmerkungen oder Unterschrift.
Verfasst: Samstag 1. September 2012, 01:38
von Varla Flusswind
Sowie Cedric das Haus nach dem Testament durchsucht wird er in Ihrer Kiste diese finden:
In einem sehr edlen Leder wird sich ein Stück Pergament befinden was mit drei Siegeln geschlossen ist. Das eine Siegel wird die Farbe von Arganta tragen. Das Zweite das Siegel vom Ehemaligen Mervis und in jenem Rot sein und das dritte in einem Blauton was wohl das von Flusswind einst war. Jeweil hängt in der Passenden Farbe ein Stück Seidenband daran mit dem es in einer Schönen Schlaufe geschlossen ist.
Ich Varla Flusswind, geboren Varla von Flusswind Ferrin von Flusswind, Tochter von Randel von Flusswind, Lehnsherr von Flusswind und Roswita von Flusswind gebe hiermit meinen Letzen willen Bekannt.
Ich wünsche an jenem Ort beerdigt zu werden an dem ich mein erstes Jahr verbracht habe, in Torjans Garten unter dem Apfelbaum.
Die Inschrift des Grabsteins sollen Cedric Devan sowie Torjan entscheiden.
Weiters ist mein Wille das Cedric Devan sowie Theresia Silberfaden mein Haus weiter bewohnen und sich weiterhin um jene kümmern die es Notwendig haben.
Mein Totenschmaus soll in einer Neutralen Umgebung gefeiert werden, den all jene die sich Freunde nennen sollen daran teilhaben und in Frieden an die fröhlichen Stunden meines Dasseins denken.
Cedric, verliere nicht den Wunsch, und bleibe weiterhin der der du bist. Kümmere dich um Opi den er wird dich brauchen. Und wenn du eine Frau findest und sie lieben lernst traue dich denselben schritt zu gehen wie du es einst bei mir getan hast.
Torjan, kümmere du dich um Cedric und Theresia, sie vor allem wird jemanden brauchen der ihr Rückhalt gibt den die Welt außerhalb Berchgards ist ihr Fremd.
Theresia, hilf Torjan und Cedric so gut du kannst. Sei ihnen eine Freundin eine Schulter und einfach Hilfe. Ich weiß sie werden sie wenn ich nicht mehr bin brauchen.
Aliana, ich werde dich vermissen, meine beste Freundin.
An alle meine Freunde:
Helft jedem der Hilfe braucht, glaubt an euch glaubt an eure Freunde, vereinigt euch und Kämpft gemeinsam.
DIES IST MEIN LETZER WILLE ER SOLL AM TOTENSCHMAUSS VORGELESEN WERDEN!
Varla Flusswind
Verfasst: Samstag 1. September 2012, 02:40
von Torjan Eichental
Der alte Zausel war gerade dabei, einem Mäderl, des wos nach langer Zeit wieder zurückgekehrt war ins Land ein wenig was über die Geschehnisse zu erzählen, auch jene, die sich am Friedhof zu Berchgard ereinigten, als er einen schwachen Hilferuf hörte.
Schnell eilte er hin.
Da war Rafael, der auf dem Pferderl hing, reglos.
Da war Varla, kaum fähig zu sprechen, doch stammelte sie noch einige Worte.
"Wille Rafael ... Totenwache Diakon" und was von einem
"Schwert in der Hand" und noch sonst so einiges, was er kaum verstand. Wie sonst auch immer versuchte er der schwer Verletzten zuzureden, nicht aufzugeben und das würde wieder werden und das krieg ma doch schon hin.
Zuerst musste ein ruhiger Ort gefunden werden, um die beiden zu untersuchen, wobei ... Mayra hatte sich um Rafael gekümmert und bei diesem schon Leblosigkeit festgestellt. Also galt Torjans gesamtes Augenmerk der Varla.
Sie brachten sie ins Rathaus zu Berchgard. Die Leiche des Rafaels wurde auf den Tisch gelegt. Varla legte Torjan auf den Boden nieder.
Ein paar Worte noch - mehr gehaucht als gesprochen aus ihrem völlig zertrümmterten Kiefer, während Torjan sich ihrer schweren Kopfwunde widmete und versuchte, den Blutaustritt mit einem Verband aufzuhalten.
Wie schwer die Verletzung tatsächlich war, konnte er in den ersten Momenten nicht feststellen. Erst später würde er erkennen, dss es sich um einen Bruch der Schädelplatte handelte und auch, nachdem er ihr die Brustplatte abgenommen hatte, dass sich eine Rippe in ihre Lunge gebohrt hatte.
Mit diesen Verletzungen wäre es eigentlich nicht möglich gewesen, auch noch einen Schritt zu tun, doch Varla hatte es getan, um Rafaels letzen Willen weiterzugeben und auch, wer sie so massakriert hatte und um den toten Körper des Ritters heim zu bringen.
Die Gefühle überschlugen sich an jenem Abend, als Mariella einige Augenblicke mit den Toten allein sein wollte, während draußen ein wütender Cedric tobte, der von seiner Verlobten Abschied nehmen wollte.
Torjan versuchte ihnen beizustehen, so gut es ging, obwohl seine Augen selbst voll von Tränen und sein Herz schwer waren.
Er war froh, als die beiden Verstorbenen endlich einen ruhigen Platz im Kloster gefunden hatten, aufgebahrt in einer ihnen würdigen Halle und umsorgt vom geistigen Beistand von Priestern, die für ihr Seelenheil beten würden.
Das Erbe, was ihm Varla und Rafael hinterlassen hatte, drückte schwer auf Torjans Schultern und so bat er Cedric noch zu sich in seine Villa am Wegkreuz, um sich mit ihm zu beratschlagen. Der Ort, wo Varlas körperliche Überreste begraben werden sollten, galt es zu finden und so sich etwas darüber finden würde, würden die beiden weiter entscheiden.
Bedrückt und betrübt ließ sich Torjan in seinen Lehnstuhl sinken, in dem er immer schlief und fiel todmüde in einen unruhigen und von Albträumen durchwobenen Schlaf.
Verfasst: Samstag 1. September 2012, 03:20
von Cedric Mervis
Als Cedric wieder nach Berchgard zurückkehrte und die Botschaft vernahm das Varla und Rafael wieder da sein strahlte er auf. Doch jener glückliche Moment sollte für Cedric nicht lang andauern, als man ihm ihn zu den leblosen Körpern seiner Verlobten und seines Freundes führte. Einige Momente und tränen später nahm er den Leichnam seiner verlobten in den Arm und trug sie ins Kloster, wo man sie und Rafael aufbettete.
Kurz ruhte seine Blick noch auf Varla, gab ihr dann noch ein letzten Kuss und ging dann den Rat von Torjan nach und machte sich auf die Suche nach ein Testament. Nachdem er das ganze Haus durchsuchte und wirklich eines fand, macht er sich sofort wieder auf den Weg zum Kloster, um den letzten Willen seiner Verlobten Julian zu zeigen. So machte er sich danach wieder auf den Weg und auf die Suche nach den Mörder seiner verlobten……
Verfasst: Samstag 1. September 2012, 10:54
von Julian Ruyven Lavern
Regelrecht überrumpelt folgte er der jungen Frau, die ins Glaubenshaus kam, um ihn zu holen und gänzlich aufgelöst erklärte, der Graf wäre verschieden. Bis er das Ausmaß der schlechten Nachricht begriff, sollte noch eine ganz Weile vergehen. Solange funktionierte er nur.
Es war noch gar nicht so lange her, dass er fünf Menschen zu Grabe getragen hatte und nun brachte man ihn nach Berchgard ins Rathaus, wo ihn ein weiterer Toter erwartete. Bei der Ankunft musste er feststellen, dass auch seine Knappin mittlerweile ihren Verletzungen erlegen war. Im ersten Moment fühlte er sich mit der Situation doch überfordert und klammerte sich an die Lehren, die sein Leben stets begleiteten. Trockene Tränen, gute Sitte, Demut, Mitgefühl... die Tugenden.
Dankbar darum, dass der Knappe Myrtol unverhofft auftauchte, schickte er ihn aus, der Gräfin Bescheid zu geben und sie herzubitten.
Die Zeit des Wartens kam ihm unendlich lang vor. In der Zwischenzeit brachten zwei Menschen vom Handwerkshaus einen Karren heran, auf denen die Bahren für den Transport zum Kloster zu finden waren. Währenddessen mühte er sich die Helferin und dem alten Zausel beizustehen, so gut er es vermochte, ohne daran zu denken, wie er sich dabei fühlte.
Als die Gräfin in Begleitung des Knappen und eines Rekruten eintrat, hätte er gern weit mehr Trost gegeben, als er sich selbst in der Lage dazu fühlte. Nach einer Weile des Redens, des Austauschs über den Vorfall, erbat sie sich einen Moment mit den Toten.
Alle verließen sie den Raum, auch er selber, wenngleich auch später als die übrigen. Zunächst einmal wollte er wenigstens deutlich machen, dass er da war, sofern er gebraucht würde.
Überschattet wurde dieser Moment allerdings von dem Verlobten der verschiedenen Knappin. Wie stets vergaß er sich selbst, jede Manieren und jedes gute Betragen angesichts der Situation, der er sich gegenüber sah.
Ein Teil von ihm wollte ihm dies vergeben, allein weil ihm durchaus bewusst war, dass der Verlust und der Schock darüber noch frisch waren. Ein anderer indes wollte genau dies nicht. Gerade er sollte es besser wissen, wie es sich zu verhalten galt, auch im Angesicht eines solchen schweren Momentes.
Nichts desto trotz wurde nach einer Weile der schwere Weg gen Kloster angetreten, um die Toten dorthin zu bringen. Die für ihn erdrückende Stille, die sich in der Kathedrale herab senkte, als alle anderen fort waren, außer jene, die im Kloster lebten, dienten und wachten, schien ihm überwältigend. Also vertrieb er sie damit, dass er anfing sich um die beiden vor ihm zu kümmern, sie zu entkleiden, zu waschen, die Kleider in Ordnung zu bringen, die Rüstung aufzupolieren, Schäden so gut es ging auszubessern oder gänzlich ruinierte Teile gegen anständige auszutauschen, und beide wieder anzuziehen und ordentlich auf der Bahre zu betten.
Die Schwerter legte er ihnen jeweils in die gefalteten Hände, die Schilde stellte er zu Kopf auf. Einer der Laienbrüder stand ihm die ganze Zeit helfend zur Seite und gemeinsam sprachen sie leise Gebete, Fürbitten und Abschiedsworte. Es trieb die Stille aus der Kathedrale, lenkte die Aufmerksamkeit der Lichtbringerin auf jenen Ort der Trauer und Fürsorge.
Als alles aufgeräumt, gesäubert, die Verstorbenen versorgt waren und die Müdigkeit drohte ihn zu übermannen, nahm er auf eine der Bänke in der Nähe Platz und sah in stiller Andacht zu ihnen hinüber.
Lange hatte er sie beide nicht gekannt. Er würde nicht einmal behaupten wollen, dass er sie sonderlich gut kannte. Nichts desto trotz teilte er seine Erinnerungen mit ihnen, wenige, aber gute. So schloss er die Augen und gab sich einem weiteren Gebet hin, geflüstert nur, um die Stille nicht gänzlich zu verscheuchen, sie dieses Mal zulassend.
Danach verließ er die Kathedrale, bat einen Bruder die Seelenwacht eine Weile für ihn zu übernehmen und suchte den Weg gen Adoran, um noch einmal nach der Gräfin zu sehen, einige Worte des Trostes dort zu lassen, und ihr das Testament zu zeigen, welches der Graf zur Aufbewahrung im Kloster hinterlassen hatte:
Wenn Ihr diesen Brief öffnet, ist es doch geschehen,
dass der Tod mich früher ereilt hat als gedacht.
Mein Hoffen ist, dass ich im Kampfe gestorben bin, das Schwert in der Hand.
Für das Reich. Für Ador und für Temora.
Mit ihrem Segen hoffe ich in den Tod gegangen zu sein,
und dass sie zufrieden auf mich herabsah.
Friedrich Myrtol hat einige Sachen, die er für mich verwaltet.
Das Kristallschwert soll in die Hände des Paladins Farion.
Er weiß, was wo hin soll.
Sagt meiner Tochter das ich sie liebe.
Ich war immer in Gedanken bei ihr.
So die Kirche es erlaubt, würde ich gerne am Kloster meine letzte Ruhe finden.
Mein Schwert möget ihr stets in meiner Hand lassen.
Als Zeichen für meinen stetigen Kampf und meinen Glauben an Temora.
Erst nach einer geraumen Weile kehrte Julian zurück ins Kloster, um die lange Wacht selbst anzutreten, den Kopf voller Gedanken, müde und erschöpft, betroffen und erschüttert. Nicht nur allein der Toten wegen, nicht allein der eigenen Trauer wegen, sondern weil er mit jenen mitfühlte, für die der Verlust weit größer war, als für ihn selbst.
So empfing er wohl auch noch spät in der Nacht das zweite Testament, als es zum Kloster gebracht wurde, und so der Überbringer noch verweilen wollte, so konnte er dies tun, ob nun in stiller Andacht und allein, oder gemeinsam mit dem Diakon, der die gesamte Nacht über nicht sehr weit von der Seite der Verstorbenen wich.
Mochte Temora ihrer beider Seelen einen offenen Empfang in ihre Hallen darbieten.
Verfasst: Samstag 1. September 2012, 16:48
von Thelor von Schwertfluren
Ein Bote macht sich auf in die Grafschaft Arganta .
Der Bote Trägt die Farben des Herzogtums und Überreicht dem Grafen Arthur von Arganata einen schwarzen Kurvier gesiegelt vom Hause Reensdorf.
01. Serarum 255
Herzogtum Lichtenthal
Ehre dem Reich unter Prinzregent Ador dem Ersten und möge Temora euch in den Zeiten der Not beistehen Erlaucht Arthur von Arganta.
Mit großer Trauer, obliegt mir die Aufgabe , euch vom Verscheiden eures Sohnes, Erlaucht Rafael von Arganta zu Unterrichten.
Euer Sohn Verschied in einer Außeinandersetzung mit Dienern des Raben, in Diensterfüllung des Reiches Alumenas.
Euer Sohn, war stehts Strahlendes Vorbild im Reich, Bürger wie Adlige sahen zu der Person des Rafael von Arganta auf. Mit jeder seiner Taten stand er stehts im Dienste Alumenas und seines ihm Anvertrautem Lehens Tiefenstein. Sein Verscheiden lastete Schwer auf dem Reich und es ist ein Schmerzlicher Verlust.
In Andenken an die Taten eures Sohnes bekundet euch Lichtenthal sein Mitgefühl und wird bis zur Beisetzung seiner Erlaucht den Trauerflor tragen.
Hochachtungsvoll und in Trauer um einen Freund, Weggefährten, und Tapferen Kameraden
Sir
Mitglied des Grafenrates Lichtenthals
Kronritter im Dienste des Reiches Alumenas
Ehemaliger Knappe und Freund des Verstorbenen
Verfasst: Samstag 1. September 2012, 18:07
von Rafael von Arganta
Scheisse ...
Sie saßen genau in eben jener, und das sehr tief.
Varla war nach dem Ritt heim wieder mit einem frischem Pferd zu ihm zurückgekehrt, und gemeinsam hatten sie sich aufgemacht um endgültig heim zu kehren.
Varla war vergnügt. Ihre Augen strahlten vor Freude. Wissend das man in Berchgard sogar schon auf sie wartete.
Weit waren sie nicht mehr entfernt als die grauen Gestalten ihren Weg versperrten.
Rabendiener!
Varla hattte sofort alarmiert ihr Schwert gezogen, doch Rafael zögerte.
Die Hand umschloß den Griff seiner Klinge Runedur, doch während er sein nervös ausbrechende Pferd zügelte, vermied er es sie zu ziehen.
Sinnlos.
4 vielleicht 5 oder mehr Rabendiener standen vor ihnen.
Begleitet von ihren seelenlos dreinblickenden Lichen, und die Umgebung ließ vermuten das dort noch mehr auf sie warteten .
Würden sie jetzt aus der Not eine Tugend machen und Angreifen, wären sie Hoffnungslos verloren.
"Siehst du?! Hab ich es dir nicht immer gesagt? Wenn du rausgehst sollst du deine Rüstung tragen!"
Hörte er in sich die Lehrmeisterische Stimme Hudgarrs.
Würde er jetzt seine Rüstung tragen, hätten sie vielleicht sogar noch den Hauch einer Chance gehabt aber so....
Varla blieb abwartend an seiner Seite.
Soviel hatte sie gelernt das sie einfach abwartete wie er entschied, was er tat.
In ihren Augen konnte er die Entschlossenheit sehen. Auch sie wusste wie Ernst diese Situation für sie war.
Der Ritter versuchte es mit einem Bluff.
Das heute kein guter Tag wäre um Blut zu vergießen. Egal welches.
Natürlich ließen sie sich nicht darauf ein.
Warum auch sollten sie. Besaßen sie doch alle Chancen der Welt in diesem Moment.
Das ihr aufkreutzen kein Zufall war. Bestätigten die Worte des Mannes vor ihnen.
Seinen Boten hatte man abgefangen.
Endlich ... Endlich die Chance auf Rache an ihm, der immer wieder in seinem Kampf gegen Krat'hor und dessen Schergen ihnen im Weg gestanden hatte.
Wie hatte er auch glauben können das sein ihm selbstauferlegter Weg für Temora gegen den Rabengott, ihm keine Scherereien hatte bringen können.
Zu selbstsicher war er gewesen, und nun würde auch Varla dafür büssen müssen.
Seine Knappin gab sich selbstsicher, während er im Gespräch ... im Geplänkel mit den Dienern des Rabengottes fieberhaft nach einem Ausweg suchte.
"Würdest du deine Rüstung tragen ..." klang es wieder in seinem Kopf und er gab ein stummes fast fauchendes " Ja Ja " zu antwort.
Im Stillen betete er und zischte dann leise gen Varla "Auf mein Zeichen, brechen wir nach Links aus. Vollen Gallop."
Längst hatte er erkannt das ein Kampf hier nicht zum Sieg führen konnte.
"Temora steh uns bei..." flüsterte er um dann Varla zu zu nicken.
Mitten im Gespräch gaben beide ihren Pferden die Sporen und preschten nach links weg.
Rafaels Streitross, schlug mit seinem mächtigen Körper eine wahre Bresche in die Anwesenden Untoten, während hier und da ein Rabendiener zur Seite sprang.
Gleich ... Gleich würden sie in Sicherheit sein.
Die Angreifer hinter sich lassend um im Vollen ... wilden Galopp davon zu stürmen.
Oh wie nah war jene trügerische Sicherheit.
Längst hatte er sein Schwert gezogen um sich seinen Weg weiter frei zu schlagen, als er Varla hinter ihm schreien hörte.
"Weiter ... Weiter... gleich bist du in Sicherheit." hämmerte es in seinem Kopf.
Und in der Tat war der Weg in der Ferne zu sehen, die Flucht so nah , und doch ....
Er wendete sein Pferd.
Varla war von ihrem Pferd gezogen worden, das man einfach erschlagen hatte.
Um ihre herum war der Boden getränkt mit ihrem Blut während sie immer noch verzweifelt aber auch kühn versuchte sich gegen die auf sie einschlagenden Angreifer zu wehren.
"Du bist ein Narr wenn du jetzt zurückkehrst." war irgendwo eine Stimme in seinem Kopf, aber er wusste auch das er sie nicht so einfach zurücklassen konnte.
Cedric würde es ihm niemals verzeihen ... Er selber würde es sich niemals verzeihen.
Hieß es nicht Temora war mit den wahrhaft Glaubenden?
Was wäre er für ein Ritter wenn er seine Knappin einfach sterben ließ, währen der sich feige in Sicherheit brachte?
" TEMORA!" schrie er inbrünstig.
Die Hoffnung die Göttin würde ihn erhören, oder sonst irgend ein Gardist, Soldat, Kämpfer der vielleicht in der Nähre weilte.
In vollem Galopp stürmte er zurück, Im Versuch zu Varla zu gelangen mochte er wohl einige der Untoten zu erschlagen, doch dann griffen sei nach ihm.
Sein Pferd scheute.
Er schlug und trat um sich doch es waren wie hunderte Hände die nach ihm griffen und ihn schließlich vom Pferd zogen.
Als er auf den Boden aufschlug hörte er Varla seinen Namen schreien, doch schon waren sie heran. Hielten ihn am Boden fest, sein Schwert zur Seite tretend.
Jegliche Gegenwehr war aussichtslos.
Was man in der Zeit mit Varla tat vermochte er nicht zu realisieren, nur noch was um ihn herum vor sich ging.
"Wo ist jetzt deine Göttin?"! rief man ihm triefend vor Spott zu und Rafael hätte am liebsten geantwortet "in meinem Herzen."
Doch nichts. Kein Wort kam über seine Lippen.
Zum ersten Mal seit Jahren hatte ihn Angst ergriffen.
Er begriff kaum was sie ihm sagten. Etwas von einem Parasiten und das man ihm nun die Ehre zuteil werden ließ einer ihrer Diener werden zu dürfen.
Längst hatte der Ritter begonnen sich nur noch auf das Beten zu konzentrieren.
Die Luft um ihn herum wurde merklich kühler, und als ein leises Lachen ertönte das eindeutig gänzlich um sie herum zu sein schien, wurde er aschfahl.
Krat'thor.
Der Rabengott war hier und ergötzte sich an seiner Pein.
"Vernehmt ihr das Lachen im Wind .... ?" zischte irgendwer. " Ein Zeichen dafür, dass unser Herr mit uns ist in diesem andächtigen Moment ... ! Er wird sich erfreuen an den Seelen derer, die sich gegen ihn wandten. Du Arganta, hast es einmal zu viel getan."
Das irgendwer in seinem Nacken einen Dolch ansetzte die Haut aufschnitt, bemerkte er kaum so sehr hatte ihn für den Moment das Grauen gepackt.
Erst als man etwas daran setzte, das sich seinen Weg durch die Haut bahnte und seinen Körper schier zu verbrennen schien, brüllte er voller Schmerz auf.
Varla schrie er neut seinen Namen doch er achtete nicht mehr darauf.
Einzigst der Schmerz zählte noch.
Jener und das Wissen das der Rabengott siegen würde.
"Du wirst bevor du Krathors Geschenk empfängst, seine Gnade spüren" zischte einer der Ihren. "Dir sei gewährt einige letzte Worte zu sprechen!"
Welch Hohn.
Würde es jetzt so enden?
Sein Blick glitt wie wirr über die Umgebung auf der fieberhaften Suche nach seinem Schwert.
Nein. So durfte es nicht enden.
Ich werde mit dem Schwert in der Hand sterben! Hatte er immer gesagt und jetzt?
Viele kleine Sitationen in seiner Vergangenheit glitten durch seinen Kopf.
Erinnerungen an die vielen Freunde.
Adrian ... vorweg... Darna... Hudgarr...
"Temora." brüllte er erneut, fast flehend der Ruf als erwarte er sie könnte sich nun mit wehenden Schwingen auf seine Peiniger herabstürzen, aber das leise Lachen des Mannes vor ihm, das leise Lachen Krat'hors ließ ihn verstummen.
"Temora ist nicht hier Graf...
Rafael hörte nicht, ein Gebet zitierend versuchte er den Schmerz zu ignorieren, die Angst zu vertreiben um nicht in Panik zu verfallen.
"Oh Herr nimm dieses Geschenk an, als zeichen unser aller Demut! Möge er mit seinen Fähigkeiten deine Heerschaaren anführen." hörte er die heisere Stimme eines der ihren und auf dessen Wink ließ man ihn dann los.
Seine Heerscharen. ... Wenn nicht ein Wunder geschah würde er gegen seine Freunde ziehen.
Tränen liefen seinen Wangen hinab, und er blieb reglos liegen als man ihn nun losließ.
"Nimm dein Schwert Arganta ..." zischte der graue Diener der anscheinend die andren leitete.
"So deine Finger noch in der Lage sind den Knauf zu umschließen ...
Geschwister! Rüstet Euch für den letzten Kampf... doch lasst ihn am Leben .... Es soll der
Parasit sein, der sein Ende besiegelt ..."
Kampf... zum Kampf...
Ihm war speiübel.
Aber was interessierte das noch.
Varla schien ernsthaft verletzt. Wenn sie nicht zu einem Heiler kam, würde sie den Abend nicht überleben.
Und er? .... Rüstet euch für den letzten Kampf... Kampf...
Das Schwert in der Hand. Mit dem Schwert in der Hand sterben. Im Namen Temoras für Temora.
Erneut hörte er in seinem Kopf, der eh schmerzvoll pochte, das Lachen Kra'thors. Den Triumpf den der Rabengott in diesem Moment wohl fühlte war deutlich spürbar.
Was würde der Herzog wohl sagen? Mariella... Thelor ... Cedric
Oh ja jene Gestalten hier hielten ihn wohl wahrlich nicht mehr des Kampfes für fähig.
Ein Spiel. Ein grausames Spiel das sie mit ihm spielten.
Doch hatten sie nicht recht?
Er setzte sich auf, kam auf die Knie, schwankend, kaum mehr ein Schatten seiner selbst.
Wer würde ihn wirklich noch für fähig halten ein Schwert zu führen.
"Lasst sie gehen." meinte er mit schwacher Stimme, während er mit dem Kopf zu Varla deutete. Doch Varla schüttelte matt, übersäht von Wunden den Kopf.
" Ich gehe nicht Sir, ich bleibe und sterbe mit euch oder bringe uns nachhause." meinet sie gequält, und ein Lachen eines der Rabendiener quittierte ihre Antwort.
"Ein letzter Kampf, Arganta? Meine Brüder gewährt ihm die trügerische Gunst seine Waffe zu halten und aufrecht zu stehen ... und dann ... Entreisst seinem Körper das Leben, auf dass seine Seele unserem Herren und Meister als Nahrung dient. Möge Krathor heute sehen wie wir ihm ein legendäres Geschenk dabringen."
War nicht die Überraschung der beste Angriff?
"Mit dem Schwert in der Hand..." flüsterte der Ritter wie zu sich selber und schloss die Augen um sich zu sammeln.
Die Linke fuhr wie Kräfte sammelnd zu dem Amulett der Kronritterschaft an seinem Hals, währen die Rechte langsam das Schwert ergriff.
Wie immer schmiegte sich der Griff Runedurs in seine Hand, und eine unendliche Ruhe breitete sich in ihm aus.
Ein letzter Kampf.
Leben oder Tod...
Ein letztes inniges Gebet an Temora dann löste er die Magie des Amulettes aus.
Sofort schien ihn neue Kraft zu durchfluten, und er erhob sich ohne viel nach zu denken, sich auf seinen ersten Gegner stürzend, der auch verblüfft und vollkommen überrumpelt den ersten Streich abbekam.
Schmerzvoll aufschreiend taumelte jener zurück und brüllte nun "Tötet ihn."
Kaum mehr einen Schlag abhalten könnend versuchte Rafael sich zu wehren.
Ohne Rüstung ... ohne Schild war sein Schwert alles was er hatte. Sein Schutz sein Leben hing davon ab. und dennoch... versagte er.
Hieb um Hieb traf ihn und wie im Rausch hörte er Varlas verzweifelten Ruf nach ihm.
Seine Paraden, wurden Kraftloser, und schließlich brach er in die Knie.
"Mit dem Schwert in der Hand" schoss es durch seinen Kopf, und er behielt die Rechte fest um das Heft Runedurs. Als würde er sein Leben daran festhalten.
Mit all seiner Kraft blieb er auf den Knien, wissend das er nicht mehr aufstehen konnte, aber der Wille zu überleben, der Wille nicht kampflos auf zu geben hielt ihn auf den Knien.
Verzweifelung im Blick, versuchte er schwer atmend irgendwie zu kräften zu kommen, aber er war nicht mal mehr im Stande das Schwert zu heben.
Die Klingen die auf ihn deuteten wurden zurück gezogen und erneut trat der Mann der wohl das Sagen hatte auf ihn zu.
Mit glitzernder Freude im Blick legte er die Spitze seiner Waffe auf seinem Oberkörper.
"Wir Leben um zu dienen, und wir diene um zu leben .... ! " meinte er fast flüsternd, die Waffe zurückziehend um sie dann mit Wucht in den Körper des Ritters zu versenken.
Ein letztes Mal schrie der Graf auf, den Kopf gen Himmel wo nun ein großer Adler seine Runden zog und eine angenehme Wärme schien nun von seinem Körper Besitz zu ergreifen.
Temora war bei ihm war mit ihm... er würde noch im Tode dem Rabendiener ein Schnippchen schlagen und seine Seele war in Sicherheit.
Für den Moment noch war es ihm als würden weiche Hände ihn schützend, behütend umfangen, nein... eher eherne Schwingen.
Dann fiel er zur Seite, fast mit einem Lächeln auf den Zügen, die Hand noch immer das Schwert umschließend.
Und tiefe Dunkelheit umschloss ihn.
Verfasst: Sonntag 2. September 2012, 04:02
von Torjan Eichental
Sie saßen in Thancreds Bude ... Amelie, die recht bald schlafen ging, Shyra, Thancred, später dann auch Cedric und er selbst, der Torjan.
Auch wenn sie recht lustige Geschichten über ihre Erlebnisse mit Rafael erzählten, blieb die Stimmung dennoch getrübt.
Auch wenn es ihm in früheren Zeiten als Feldscher schon oft passiert war, war Varla zu verlieren für ihn nicht so einfach zu verkraften.
Irgendeinen Soldaten oder Söldner aus einem Schlachtfeld verletzt hinauszuzerren war die eine Sache ...
Jemanden, dem man zugetan und treu ergeben war, zwischen den Händen hinwegsiechen zu sehen, war eine andere.
Mit schweren Schritten und todmüd schleppte sich Torjan den kurzen Weg hinüber zu seinem Haus, um sich in seinem bequemen Lehnstuhl hinsinken und in einen tiefen Schlaf fallen zu lassen.
Verfasst: Sonntag 2. September 2012, 11:22
von Shyra Dynar
Sie hattte soviel Gutes über den Grafen gehört, das es ihr den Boden unter den Füßen wegriss als man ihr sagte, das er und Varla umgekommen seien.
Sie hatte sich doch so sehr gewünscht diesen Menschen kennen zu lernen, von dem man sich soviele Geschichten erzählte und dem man nachsagte das er dem Volke zugetan gewesen sei.
Varla die sie kurz kennen lernen durfte und sie sofort ins Herz schloß.
Was war nur auf dieser Welt los, fast schien es als würde sie hier ihr Glück nicht finden, sondern von einem Unglück ins andere gestürzt, dabei wollte sie doch einfach nur arbeiten und glücklich sein. Vieles hatte sie in ihrem Land erlebt, grausiges, Korruption und Neid, wieso wiederholte es sich hier, wieso konnte man nicht in Frieden leben. Jeder sah ihr an das sie trauert und sie bat darum das man ihr von diesem Grafen erzählte und so saßen sie bei Thancred daheim und Stück um Stück durch die Geschichten, hatte sie das Gefühl den Grafen etwas besser kennen zu lernen.
Verfasst: Sonntag 2. September 2012, 16:32
von Varla Flusswind
Fröhlich ritt Varla noch einen Rundgang durch Berchgard, Sie wollte nur das Pferd tauschen, weil ihre Gute Stute war schon schwach und Müde.
Rafaels Streitross war zwar auch müde doch wollte er es wenigstens selber heim reiten. Also Ritt Varla vor nach Berchgard und was sie dort sah ließ sie richtig aufblühen.
Viele Freunde und bekannte Gesichter waren da um sie und Rafael zu Begrüßen. Doch sie musste jene alle nochmal vertrösten. Sie müsse doch Rafael doch vom Treffpunkt abholen.
Als sie ihn endlich fand und sie sich gemeinsam am weg machten erzählte sie mit einer Fröhlichkeit was da alles auf sie warten würde. Rafael war nicht so begeistert wolle er doch lieber nur ein Heißes Bad und sein weiches Bett.
Weiter am Weg reitend plauderten sie einfach nur gemütlich doch als sich dann jene grauen gestalten sich ihnen in den Weg stellten wurde sie ernst, kampfbereit.
Kratori
Sofort fuhr ihre Hand zum Schwert und sie zog es. Auch nicht die gemeinen Worte ihrer Feinde konnten sie dazu bringen die Waffe wegzustecken. Als sich dann rausstellte das es ein Hinterhalt war und sie ihnen auch noch von hinten den Weg absperrten wendete sie ihr Pferd um Rafaels Rücken im Auge zu haben.
„Wir brechen links aus sowie sie uns angreifen.“ Flüsterte Rafael ihr zu. Varla Nickte knapp und hielt sich bereit. Doch zu jener Finte kam es nicht.
Als er ihr den Deut gab Konten die Pferde sich nicht rühren Ihr Kampfross bäumte sich auf und Varla verlor den halt auf ihrem Tier. Dabei wurde sie von einer klinge getroffen. Die wunde war nicht schlimm doch reichte es um ein Gift in ihrem Körper frei zu setzen. Ihr Pferd kam auf ihren Körper hinab und fuhr mit den Hufen direkt auf ihren Brustkorb wobei es Seltsam knackte.
Die Augen schossen ihr fast heraus bei jenem Schmerz, und als sich probierte noch das Pferd zu währen haute es ihr mit dem Hinterhuf eine gegen das Gesicht. Wieder Knackte es und ihr Kiefer schmerzte Fürchterlich. Dennoch brach sie kurz zusammen.
Als sie über sich eine Gestalt vernahm erwachte sie aus ihrem Wachschlaf und schaute dieser Frau in die Augen. Doch als sie die Schreie von Rafael hörte drehte die Frau ihr den Kopf in Rafaels Richtung das sie ja mitansehen müsse was sie mit ihrem Ritter tun.
Die Schreie von ihm waren voller Stolz aber auch mit Schmerzen. Und die ganze Zeit Redete die Frau auf Varla ein. Als sie Hustete merkte sie das irgendwas nicht stimme. Sie hatte einen Blutigen Geschmack im Mund. Doch die Schmerzen ihres Gesichts und die in ihrer Brust Liesen sie immer mehr verzagen.
„Nein, sie dürfe nicht aufgeben, nicht vor denen. Sie darf nicht schwach wirken“ schoss es ihr ein und genauso handelte sie.
Als dann jene Frau sie los lies und meinte sie solle ihren Ritter doch nachhause bringen, rappelte sie sich auf. Gut das Rafaels Pferd noch immer war und sie sich an jenem Festhalten konnte.
Als sie sich schleppend um das Tier herum wand sah sie ihren Ritter am Boden. Voller schmerzen im Gesicht. Doch auch er rappelte sich hoch ergriff sein Schwert doch waren die anderen in der Überzahl und er schwerst verletzt.
Sie Streckten ihn nieder und als er flieh verlor sie den halt und fiel selber auf die Knie. Langsam robbte sie sich zu ihrem Ritter. Doch da stand wohl ihr Anführer schon über ihn und versetze ihm den Letzen schlag, der ihm endgültig das Leben aushauchte.
„ RAFFAAAEEELLLLL.“ Brüllte Varla nur unter Schmerzen ihres Körpers.
Weiter Robbte sie in die Richtung des trägen Körpers und blickte von unten den Mörder an.
Der hatte nichts Besseres zu tun als ihr mit seinen Kampfstiefeln ins Gesicht zu schlagen, worauf es wieder Kräftig knackte in ihrem Körper.
Die Schmerzen in ihrem Kiefer wurden heftiger und das Reden fiel ihr immer schwerer. Doch sie wusste und sprach jene Worte aus.
„Cedric wird uns Rächen, mein verlobter wird euch Rächen.“
Als die Diener der Dunklen Seite abzogen und uns alleine Liesen, hievte Varla unter den Schmerzen des Giftes was inzwischen eingesetzt hatte und den Schmerzen der Knochenbrüche in ihrem Körper auf das Pferd und brachte ihren Ritter nach Berchgard.
Dort angelangt und den leisen Hilfe rufen brach sie auf die Knie zusammen.
Torjan und einige andere waren sofort zur Hilfe. Auch einer der Wachen.
Schwer unter den Schmerzen ihres Gesichts probierte sie Torjan zu erzählen was geschähen war, doch brach sie nur Bruchstücke hervor. Genauso den Letzen willen des Ritters.
Vor Berchgard wollten sie Varla und Rafael nicht liegen lassen, also brachten sie Varla ins Rathaus.
Torjan probierte so gut es ging Varlas wunden zu verbinden doch war jede Hilfe zu spät.
Die Kopfverletzung brach die Schädeldecke auf worauf eine Starke Blutung war. Die Rippe bohrte sich in Varlas Lunge, dies war der Grund ihres Bluthustens und das Kiefer war Zertrümmert.
Sie Blickte Torjan an, streckte die Hand aus und sprach leise.
„Torjan, schau meine Mutter, mein Vater sie halten mir die Hand hin. Ich werde zu ihnen gehen. „
Und als jene Worte aus ihrem Mund kamen ging auch der letzte hauch ihres Lebens davon.
Nur eine letze Träne verlies noch ihren Körper und ein Lächeln bekam sie hervor.
Sie wusste das dies ihr Ende war. Ein Ende in den Armen eines Freundes der zur Familie wurde.