Glücklicher Zufall
Verfasst: Donnerstag 16. August 2012, 20:14
Mit ihrer wenigen persönlichen Habe stieg sie von der Seeadler, dem Schiff, dass sie in ihre alte Heimat gebracht hatte. Es tat gut wieder den Boden Alrynes unter den Füßen zu spüren, doch auf der anderen Seite brachte dieser Landstrich des Reiches auch Erinnerungen in ihr zum Vorschein, die sie nur zu gern vergessen hatte.
Wenigstens ermöglichte ihr ihre Begabung sich endlich dieser schwülen Sommertage zu erwehren. Es verlangte ihr nur wenig an Konzentration ab, die sommerliche Hitze in Schach zu halten. Früher hätte es ihr wahrscheinlich den Schweiß auf die Stirn getrieben doch heute war es fast schon so gewohnt wie das setzen eines Fußes vor den Anderen. Die elementaren Wasser- und Luftteilchen die sie mittels ihrer Begabung aus der Umgebung um sich herum sammelte, sorgten für eine etwas kühlere Atmosphäre in ihrem direkten Umfeld.
Ihr Weg führte sie einige Monde quer durch das Herzogtum, sie nutzte die Zeit alte Freunde zu besuchen, Familie hatte sie keine oder wusste nichts von ihrer Herkunft.
In Tannwald unweit ihres Geburtsortes, zumindest ist es der Ort, an den sie die jüngsten Erinnerungen hat, erfuhr sie, dass hier niemand mehr lebte, den sie während ihres Heranwachsens kannte. Sie waren in die Welt hinausgezogen, tot oder einfach verschwunden, wer kennt schon die Geschichte einer jeden einzelnen Seele.
Was sie bei ihrem Erscheinen in dem Dorf nicht wusste ist, dass der folgende Abend ein interessantes, wenn auch gefährliches Ereignis zu bieten hatte. Spät in der Nacht, sie hatte die Augen schon für eine lange Zeit zugeschlagen, riss sie ein furchtbares, ohrenbetäubendes Donnern aus dem Schlaf. Von ihrer Neugier gepackt stürmte sie sogleich auf die Straße und suchte nach dem Quell des Geräuschs. Der Himmel brannte! Riesige feurige Steine gingen aus dem Himmel auf den Landstrich hernieder und begruben alles und jeden unglücklichen unter sich, der ihrem Wirkungsradius zu nahe kam. Die panischen Schreie der Dorfbewohner mischten sich in das Getose mit ein und schon wurden Löschtrupps organisiert um das schlimmste zu verhindern, die Ernte zu retten, das eigene Heim und Leben. Leazra jedoch stand noch eine Weile wie angewurzelt an ein und demselben Ort. Zu spektakulär war das Schauspiel, als sich von anderen „lapalien“ ablenken zu lassen.
[img]http://thumb4.ftd.de/articleImage/Image/2011/02/28/Meteor.560x315.jpg[/img]
Sie hatte über solche Ereignisse in der Akademie gelesen, doch dass sie in der Realität gleichsam grausam wie atemberaubend waren, hatte sie sich nicht auszumalen gedacht.
Erst als ein kleiner dieser Feuerbälle in ihrer Nähe einzuschlagen drohte, begriff sie das ganze Ausmaß der Situation, mit der die Dorfbewohner schier überfordert waren. Wann immer sie ein Feuer in den Griff bekamen, drohte irgendwo ein neues zu entfachen und einige begannen bereits ihr Heil in der Flucht zu suchen. Kurzerhand entschied sie sich unterstützend eingreifen zu müssen. Von ihrer geistigen Reise zu dem ihr mittlerweile nun doch recht bekannten waldigen Ort, zwang sie 2 Flügelaffen zurück in unsere Sphäre und überzeugte sie nach kurzer Zeit dem Dorf beim Löschen zu helfen und in der Tat, waren die Äffchen mehr als hilfreich. Sie waren so flink, das sie die Löschbestrebungen der Dörfler nahezu verdoppelten. Kurz darauf hatte der Schauer sein Ende gefunden und während das Dorf noch emsig dabei war die Flammen zu löschen, stieg Leazra neugierig in ein Loch hinab, dass einer dieser Flammensteine in den Boden gerissen hatte. Mehrere Stunden musste sie warten, bis sie näher an das herankam, was von dem himmlischen Geschoss übrig war, zu heiß war es noch immer. An Schlaf war nicht zu denken, wollte sie doch unbedingt die erste sein, bevor einer der Dorfbewohner seine Hand an das „Studienobjekt“ legen konnte.
Es war ein ganz normaler Stein, vom Feuer zwar verzehrt, aber in seiner äußeren Erscheinung hätte man ihn wohl auch hier in Alrynes finden können. Auch im Lied war nichts wahrzunehmen, was sie nicht erwartet hätte. Einige Tage lang bearbeitete sie den Stein mit Hammer und Meißel und nahm ihn Stück für Stück auseinander, den Dank der Dorfbewohner für ihre Hilfe völlig ausblendend. Sie staunte nicht schlecht als sich im inneren ein kleiner Schatz offenbarte. Ein Stein so rot und feurig wie die Flammen mit denen er auf den Boden getragen wurde. Es dauerte nicht lang bis sie wusste, dass das Schicksa ihr ein weiteres passendes Teil zu ihrem Stab geschickt hatte. Wie wahrscheinlich ist es schon auf solch einen Flammenschauer zu treffen, der zufällig in der einzigen Nacht niedergeht, die sie in diesem Dorf verweilen wollte.
[img]http://www.nazz-n-tide.de/media/anderes/desktop_rubin2_1024.jpg[/img]
Noch am selben Tag brach sie auf. Sie musste schleunigst zurück in die Akademie und den Stein genauer untersuchen…
Wenigstens ermöglichte ihr ihre Begabung sich endlich dieser schwülen Sommertage zu erwehren. Es verlangte ihr nur wenig an Konzentration ab, die sommerliche Hitze in Schach zu halten. Früher hätte es ihr wahrscheinlich den Schweiß auf die Stirn getrieben doch heute war es fast schon so gewohnt wie das setzen eines Fußes vor den Anderen. Die elementaren Wasser- und Luftteilchen die sie mittels ihrer Begabung aus der Umgebung um sich herum sammelte, sorgten für eine etwas kühlere Atmosphäre in ihrem direkten Umfeld.
Ihr Weg führte sie einige Monde quer durch das Herzogtum, sie nutzte die Zeit alte Freunde zu besuchen, Familie hatte sie keine oder wusste nichts von ihrer Herkunft.
In Tannwald unweit ihres Geburtsortes, zumindest ist es der Ort, an den sie die jüngsten Erinnerungen hat, erfuhr sie, dass hier niemand mehr lebte, den sie während ihres Heranwachsens kannte. Sie waren in die Welt hinausgezogen, tot oder einfach verschwunden, wer kennt schon die Geschichte einer jeden einzelnen Seele.
Was sie bei ihrem Erscheinen in dem Dorf nicht wusste ist, dass der folgende Abend ein interessantes, wenn auch gefährliches Ereignis zu bieten hatte. Spät in der Nacht, sie hatte die Augen schon für eine lange Zeit zugeschlagen, riss sie ein furchtbares, ohrenbetäubendes Donnern aus dem Schlaf. Von ihrer Neugier gepackt stürmte sie sogleich auf die Straße und suchte nach dem Quell des Geräuschs. Der Himmel brannte! Riesige feurige Steine gingen aus dem Himmel auf den Landstrich hernieder und begruben alles und jeden unglücklichen unter sich, der ihrem Wirkungsradius zu nahe kam. Die panischen Schreie der Dorfbewohner mischten sich in das Getose mit ein und schon wurden Löschtrupps organisiert um das schlimmste zu verhindern, die Ernte zu retten, das eigene Heim und Leben. Leazra jedoch stand noch eine Weile wie angewurzelt an ein und demselben Ort. Zu spektakulär war das Schauspiel, als sich von anderen „lapalien“ ablenken zu lassen.
[img]http://thumb4.ftd.de/articleImage/Image/2011/02/28/Meteor.560x315.jpg[/img]
Sie hatte über solche Ereignisse in der Akademie gelesen, doch dass sie in der Realität gleichsam grausam wie atemberaubend waren, hatte sie sich nicht auszumalen gedacht.
Erst als ein kleiner dieser Feuerbälle in ihrer Nähe einzuschlagen drohte, begriff sie das ganze Ausmaß der Situation, mit der die Dorfbewohner schier überfordert waren. Wann immer sie ein Feuer in den Griff bekamen, drohte irgendwo ein neues zu entfachen und einige begannen bereits ihr Heil in der Flucht zu suchen. Kurzerhand entschied sie sich unterstützend eingreifen zu müssen. Von ihrer geistigen Reise zu dem ihr mittlerweile nun doch recht bekannten waldigen Ort, zwang sie 2 Flügelaffen zurück in unsere Sphäre und überzeugte sie nach kurzer Zeit dem Dorf beim Löschen zu helfen und in der Tat, waren die Äffchen mehr als hilfreich. Sie waren so flink, das sie die Löschbestrebungen der Dörfler nahezu verdoppelten. Kurz darauf hatte der Schauer sein Ende gefunden und während das Dorf noch emsig dabei war die Flammen zu löschen, stieg Leazra neugierig in ein Loch hinab, dass einer dieser Flammensteine in den Boden gerissen hatte. Mehrere Stunden musste sie warten, bis sie näher an das herankam, was von dem himmlischen Geschoss übrig war, zu heiß war es noch immer. An Schlaf war nicht zu denken, wollte sie doch unbedingt die erste sein, bevor einer der Dorfbewohner seine Hand an das „Studienobjekt“ legen konnte.
Es war ein ganz normaler Stein, vom Feuer zwar verzehrt, aber in seiner äußeren Erscheinung hätte man ihn wohl auch hier in Alrynes finden können. Auch im Lied war nichts wahrzunehmen, was sie nicht erwartet hätte. Einige Tage lang bearbeitete sie den Stein mit Hammer und Meißel und nahm ihn Stück für Stück auseinander, den Dank der Dorfbewohner für ihre Hilfe völlig ausblendend. Sie staunte nicht schlecht als sich im inneren ein kleiner Schatz offenbarte. Ein Stein so rot und feurig wie die Flammen mit denen er auf den Boden getragen wurde. Es dauerte nicht lang bis sie wusste, dass das Schicksa ihr ein weiteres passendes Teil zu ihrem Stab geschickt hatte. Wie wahrscheinlich ist es schon auf solch einen Flammenschauer zu treffen, der zufällig in der einzigen Nacht niedergeht, die sie in diesem Dorf verweilen wollte.
[img]http://www.nazz-n-tide.de/media/anderes/desktop_rubin2_1024.jpg[/img]
Noch am selben Tag brach sie auf. Sie musste schleunigst zurück in die Akademie und den Stein genauer untersuchen…