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von Ängsten geplagt

Verfasst: Freitag 10. August 2012, 16:02
von Fahima
Angstvoll sind die Augen starr auf die Karawane gerichtet, die droht hinter einer der Dünen gänzlich zu verschwinden. Der Blick verschwommen, das Gesicht in einer Mischung aus Tränen und feinem Wüstensand verschmiert, schlingen sich die Arme fester um die angezogenen Knie des Mädchens. Das leise Säuseln des heißen Windes findet sich immer wieder von heftigen Schluchzern unterbrochen.

"Wir müssen jetzt weiter, Fahima."
Sanft, aber drängend, erklingt die raue Stimme der Wache hinter ihr, als auch der letzte Teil der Karawane hinter dem Horizont verschwindet. Ein plötzlicher Ruck geht durch den kleinen Körper, als in der Ferne nur noch leere Dünen zu sehen sind. Dann springt das Mädchen mit einem erstickten Schrei auf und läuft stolpernd los. Es dauert nicht lange da verfangen sich die Füße im Saum der Robe und bringen das Kind zu Fall. Kleine Finger krallen sich in den Wüstensand. Weinend und nach Luft schnappend bleibt sie liegen bis zwei große kräftige Hände sie hochheben und auf ein Pferd setzen.

Nur wenig später reiten sie in die entgegengesetzte Richtung davon, während die Wache schützend einen Arm um das Mädchen legt, das von Weinkrämpfen geschüttelt die Welt nicht mehr versteht. Worte fallen keine, auch nicht, als sich in weiter Ferne die ersten Schemen der großen Wüstenstadt erahnen lassen. Was gäbe es auch schon zu sagen?

Verfasst: Freitag 10. August 2012, 16:07
von Natisha Levana Yazir
Eine ganze Ecke langsamer als sonst senkt sich ihr Blick auf die rabenschwarzen Haare der kleinen Wüstenblume. Zähflüssig wie Honig, schlagen ihre Gedanken dennoch Purzelbäume und mit spitzen Fingern wird der Brief von dem Kind entgegen genommen. Irgendwie war ihr dieses kleine Wesen durchaus vertraut, irgendetwas hatte sie an sich. Erst jedoch als sie sich einander vorstellten viel es ihr wie Schuppen von den Augen. Das war Fahima! Die kleine, zauberhafte Fahima die sie schon einige Jahre nicht mehr gesehen hatte. Was aber machte sie hier?

Wenngleich sie kaum einen anständigen Gedanken zusammenfügen konnte, versorgte sie die kleine Wüstenblume erst einmal. Wasser, Essen und ein paar liebevolle Worte, gleichzeitig der Versuch irgendetwas aus ihr herauszuekommen. Viel half es nicht und so widmete sie sich dem Brief.


Ein wenig uneins was .....

..... wundern das die kleine Fahima vor der...



Aiwa, und wie sie sich wunderte. Sonderlich aufschlussreich war dieser Brief nicht. Allerdings war von einem zweiten Brief die Rede und so fragte sie Fahima danach. Was sie bekam war durchgeweicht, hatte als Nasentuch gedient und war keinesfalls mehr lesbar. Gerade als sie Fahima nach dem Inhalt fragte erhielt sie dann einen dritten, wesentlich längeren Brief der ihre ganze Welt auf den Kopf stellte.


.... mit einer Buerde belasten müssen...

hoffe du kannst uns eines Tages... wollen Eluives Schutz nicht durch ....



Spätestens bei diesen Zeilen wurde ihr ganz flau in der Magengegend. Sicherlich, das Vertrauen ihres Vaters und seiner zweiten Frau ehrte sie. Bestimmt war Fahima ein kleiner Goldschatz... aber ein Kind in ihrer Obhut? Bei Eluive, eine Fünfjährige?!? Ein Blick auf das verheulte Kindergesicht und sie riss sich zusammen. Fahima musste versorgt werden, mit anderen Dingen und unliebsamen Ängsten konnte sie sich später befassen.