Von der Dunkelheit befreien
Verfasst: Samstag 21. Juli 2012, 12:15
Das Dröhnen auf den Ohren wurde immer lauter, je tiefer sie in die Gefilde kamen. In der Ferne hörte man das Rufen der finsteren Wesen. Das Licht des Paters strahlte auf die Gewölbe nieder und erweckte Wärme und Zuversicht. "Wir werden diesen Ort von der Dunkelheit befreien.", sprach Farion mit gewichtiger Stimme und schritt voran. Ritter Louisan wich keinen Schritt von seiner Seite, seine Ritterrüstung spiegelte das Licht Farions wieder und hüllte somit auch ihn in eine lichte Hülle. Ihr Platz als Schützin war ein Stück weiter hinten, direkt hinter ihr verschluckte die Dunkelheit wieder die Gänge. Ihr erstes Gespräch mit dem Ordensbruder Louisan lehrte sie, statt Angst oder Furcht, Respekt zu empfinden. Die Angst lässt uns erstarren und die Furcht lässt uns fliehen. Doch der Respekt schult unser wachsames Auge und verhindert gleichermaßen das wir töricht werden. Avezia, eine Bäuerin und angehende Schützin, lief neben ihr und legte zeitgleich einen Pfeil in ihren Bogen als ein Zweikopf aus einem abzweigenden Gang stapfte und auf die Gruppe zu ging. Ritter Louisan hob sein Schwert und preschte voran. Der Pater schenkte ihnen den Segen und das Licht Temoras. Ihre Augen blinzelten etwas ob der neuen Helligkeit, ihre Augen gewöhnten sich schnell daran. Doch ehe sie einen neuen Pfeil in den Bogen spannen konnte, sank der Zweikopf in sich zusammen durch einen gekonnten Schwerthieb des Ritters. Dieser wich zurück als der riesige Arm des Zweikopfs drohte ihn zu erwischen, und so krachte er kurz vor ihm auf den Boden. In den Gängen war es nun seltsam ruhig geworden. Wo sich normalerweise Höhlenkatzen und anderes Getier herum trieb lagen ihre Leichen noch frisch auf dem Boden. Diesen Weg beschritten sie nun, wachsam wie eh und je, vielleicht war ein weiterer Streiter des Lichts anwesend und wollte sich ihrer kleinen Gruppe anschließen? An dem schwarzen Tor machten sie halt. Der Pater erklärte Avezia zurück zu bleiben und bei einem zweimaligen Klopfen an der Tür, den Hebel zu betätigen. Danach beschritten sie den engen Gang, ein beklemmendes Gefühl breitete sich plötzlich in ihrer Brust aus. Auch hier lagen nur die Leichen der Wesen auf dem Boden. Vorsichtig stieg sie über den Flügel einer schwarzen Harpyie hinweg, ehe sie wieder ein schwarzes Tor erreichten. Als sie durch die offene Tür schritten erkannten sie weiter vorne eine schwarz gerüstete Frau. Die Wortwahl der Rahalerin war wenig freundlich, doch machte sie deutlich, dass sie wegen dem Dunklen Fürsten da waren. Daraufhin runzelte sie die Stirn. Sie dachte immer die Rahaler seien ihre Feinde und ächzten nach dem Vertreiben des Lichts? Der Pater gab ihnen diese Wahl nun, voran zur Flucht in die Arme des Dunklen Fürsten oder sie versuchten an Ihnen vorbei zu kommen. Damit war deutlich, dass sie kein Interesse an dem Fürsten am Ende des Ganges hatten. Kurzerhand gingen die beiden Frauen, von welchen sie nur eine in den dunklen Gängen ausmachen konnte, sie wurde von ihrer Begleitung Alexa genannt, zu ihrem ersehnten Kampf gegen den Fürsten. Als die Frauen aus dem Blickfeld der Dreien verschwanden, wandten sie sich wieder herum. Nach dem zweimaligen Klopfen, öffnete sich das Tor und Avezia stieß wieder zu ihnen.
Nun beschritten sie einen anderen Weg des unterirdischen Gewölbes. Doch auch hier lag schon ein Zweikopf auf den Boden. Der Pater wurde plötzlich etwas langsamer in seinen Bewegungen, ehe er ganz verweilte und dann erkannte auch sie das Wesen, welches mit dem nächsten Zweikopf kämpfte: Einen Letharen.
Sie sah schon lange keines der Kinder Alatars mehr, seine Bewegungen waren geschmeidig als der Zweikopf fiel. Ihn umgab etwas seltsames und es schien als ließ er sich nicht hetzen durch die Präsenz der Vier. Es jagte sein Schwert, eher schwerfällig in den Zweikopf um dann auf ihn hinauf zu steigen. Dort stand er und sah zu ihnen hinüber. Ihr Blick fixierte ihn, ließ ihn nicht aus den Augen. Keine Angst, Respekt. Die Schwerfälligkeit des Letharen war seltsam. Wollte er sie täuschen? Mit einer Hand griff sie in ihren Köcher. Um gleich vorbereitet zu sein, legte sie einen Pfeil in den ungespannten Boden. Der Pater erhob das Wort und sprach mit dem Wesen, welches noch immer auf dem Zweikopf stand. Etwas schienen sie ähnlich zu haben. Sie selbst vermutete ihre Präsenz. Wo den Letharen eine Dunkelheit umgab, seine Bewegung einem ständig kontrollierten Muster zu folgen schienen welches ihn davon abhielt wie ein Tier anzugreifen - War der Pater vom gleißenden Licht umgehen, seine aufrechte Haltung und seine ruhigen Worte erhoben ihn über jeglichen Hass und Wut hinweg. Sie wechselten ein paar Worte, der Lethar suchte wohl nach Herausforderungen, doch er wusste auch wann eine Herausforderung zu viel war. Daraufhin ließ der Pater ihm die Wahl offen voran oder durch sie hindurch zurück zu gehen. Diese Entscheidung verwunderte sie leicht. Wollte er Avezia und sie schützen? Oder war es der Respekt vor seiner Präsenz und um ein Zeichen gegen die Saat Paias zu setzen, welche in vielen Herzen der Menschen immer mehr aufzukeimen schien? Im Orden würde sie ihn fragen, mit Sicherheit wäre dieses Thema ein weiterer wichtiger Schritt in ihrer Lehre. Der Lethar zog seine pantherhafte Maske vom Gesicht und .. lächelte. Es glich jedoch keinem offenen herzhaften Lächeln, mehr wie wenn man jemanden ein Lächeln aufmalte oder ihn dazu zwang. Sein Körper spannte sich an, sein Schwert wurde nur träge hinter ihm her gezogen. Respekt. Respekt. Redete sie sich ein, als er näher an sie heran kam. Für sie glich es einem Akt am Abgrund. Er könnte immer noch angreifen und sich von dem auferlegten Käfig befreien. Und da bröckelte seine Maske leicht, sein Lächeln erstarb für einen Moment. Er bewegte sich wie eine Raubkatze, die geistig den Feind zerfetzten will doch physisch dazu gezwungen wurde zu gehen. Seine Waffe zog er lieblos hinter sich her. Seine bröckelnde Maskerade blieb nur bei dem verschwinden des Lächelns. Sonst blieb er ruhig.. bis ihn die Schatten des Gewölbes verschluckten. Sie konnte sich ein befreiendes ausatmen nicht verkneifen. Erst jetzt spürte sie wie krampfhaft sie ihren Bogen festhielt, ihre Muskeln waren verspannt und die Reinigung des Gangs war ab sofort von einem Durchatmen durch den Schmerz geprägt. Als sie das Gewölbe verließen und im Orden ankamen. Schälte sie sich als erstes aus der Rüstung, hüllte sich in ein feines Kleid, welches Ordensschwester Alexa ihr schenkte und machte sich auf den Weg ins Hospitz. Eine Salbe und Schlaf wäre nun das richtige um diese Begegnung erst einmal zu verarbeiten.
Nun beschritten sie einen anderen Weg des unterirdischen Gewölbes. Doch auch hier lag schon ein Zweikopf auf den Boden. Der Pater wurde plötzlich etwas langsamer in seinen Bewegungen, ehe er ganz verweilte und dann erkannte auch sie das Wesen, welches mit dem nächsten Zweikopf kämpfte: Einen Letharen.
Sie sah schon lange keines der Kinder Alatars mehr, seine Bewegungen waren geschmeidig als der Zweikopf fiel. Ihn umgab etwas seltsames und es schien als ließ er sich nicht hetzen durch die Präsenz der Vier. Es jagte sein Schwert, eher schwerfällig in den Zweikopf um dann auf ihn hinauf zu steigen. Dort stand er und sah zu ihnen hinüber. Ihr Blick fixierte ihn, ließ ihn nicht aus den Augen. Keine Angst, Respekt. Die Schwerfälligkeit des Letharen war seltsam. Wollte er sie täuschen? Mit einer Hand griff sie in ihren Köcher. Um gleich vorbereitet zu sein, legte sie einen Pfeil in den ungespannten Boden. Der Pater erhob das Wort und sprach mit dem Wesen, welches noch immer auf dem Zweikopf stand. Etwas schienen sie ähnlich zu haben. Sie selbst vermutete ihre Präsenz. Wo den Letharen eine Dunkelheit umgab, seine Bewegung einem ständig kontrollierten Muster zu folgen schienen welches ihn davon abhielt wie ein Tier anzugreifen - War der Pater vom gleißenden Licht umgehen, seine aufrechte Haltung und seine ruhigen Worte erhoben ihn über jeglichen Hass und Wut hinweg. Sie wechselten ein paar Worte, der Lethar suchte wohl nach Herausforderungen, doch er wusste auch wann eine Herausforderung zu viel war. Daraufhin ließ der Pater ihm die Wahl offen voran oder durch sie hindurch zurück zu gehen. Diese Entscheidung verwunderte sie leicht. Wollte er Avezia und sie schützen? Oder war es der Respekt vor seiner Präsenz und um ein Zeichen gegen die Saat Paias zu setzen, welche in vielen Herzen der Menschen immer mehr aufzukeimen schien? Im Orden würde sie ihn fragen, mit Sicherheit wäre dieses Thema ein weiterer wichtiger Schritt in ihrer Lehre. Der Lethar zog seine pantherhafte Maske vom Gesicht und .. lächelte. Es glich jedoch keinem offenen herzhaften Lächeln, mehr wie wenn man jemanden ein Lächeln aufmalte oder ihn dazu zwang. Sein Körper spannte sich an, sein Schwert wurde nur träge hinter ihm her gezogen. Respekt. Respekt. Redete sie sich ein, als er näher an sie heran kam. Für sie glich es einem Akt am Abgrund. Er könnte immer noch angreifen und sich von dem auferlegten Käfig befreien. Und da bröckelte seine Maske leicht, sein Lächeln erstarb für einen Moment. Er bewegte sich wie eine Raubkatze, die geistig den Feind zerfetzten will doch physisch dazu gezwungen wurde zu gehen. Seine Waffe zog er lieblos hinter sich her. Seine bröckelnde Maskerade blieb nur bei dem verschwinden des Lächelns. Sonst blieb er ruhig.. bis ihn die Schatten des Gewölbes verschluckten. Sie konnte sich ein befreiendes ausatmen nicht verkneifen. Erst jetzt spürte sie wie krampfhaft sie ihren Bogen festhielt, ihre Muskeln waren verspannt und die Reinigung des Gangs war ab sofort von einem Durchatmen durch den Schmerz geprägt. Als sie das Gewölbe verließen und im Orden ankamen. Schälte sie sich als erstes aus der Rüstung, hüllte sich in ein feines Kleid, welches Ordensschwester Alexa ihr schenkte und machte sich auf den Weg ins Hospitz. Eine Salbe und Schlaf wäre nun das richtige um diese Begegnung erst einmal zu verarbeiten.