Ein junges Leben geht zu Ende
Verfasst: Sonntag 15. Juli 2012, 13:46
Anfangs war es ein Tag wie jeder andere, Xandoria machte sich in den frühen Morgenstunden auf den Weg nach Lameriast um dort in der Mine zu schuften. Nach den ersten Ladungen an Erzen die sie aus der Mine schaffte machte sie eine kurz Verschnaufpause an der Luft, ihre Haut war schwarz vom Kohlestaub, welcher überall in der Mine war. Der Schweiß ran an ihrem weiblichen Körper runter und nahm vereinzelt den Staub mit, nach einer ganzen Weile in der sie die Sonne genossen hatte die ihr auf den roten Schopf schien hörte sie plötzlich Schritte. Rasch wurden die blaugrauen Augen wieder geöffnet und sie musste einige Male blinzeln bis sie etwas erkannte. Ein groß gewachsener nicht übel aussehender Mann bot sich ihren Augen, sie kannte ihn ihm hatte sie ihre Rüstungen gegeben das er sie einschmelzen konnte zum Üben. Rory war sein Name und er war angehender Schmied, Xandoria beschloss ihm auch noch die Eisenerze zu geben welche sie besaß da sie damit eh nichts anfangen konnte. So machten die beiden sich auf den Weg in den Keller zu ihren Truhen, als Rory damit begann die Erze zu seiner Kiste zu schleppen zog er sich sein Oberteil aus, dabei kam der Muskulöse Oberkörper zum Vorschein, Xandorias Augen huschten neugierig über den netten Anblick. Sie war zwar bereits verlobt aber schauen durfte man ja sicher, als nach der anstrengenden Arbeit auch noch der Schweiß Rorys Körper zum Glänzen brachte war sie völlig hin und weg. Nachdem alle Erze gut verstaut waren, stellte sich Rory vor Xandoria und flüsterte ihr leise ins Ohr „Weißt du wie aus Menschen Freunde werden?“ Xandoria überlegte kurz schüttelte dann aber sachte ihren Kopf. Ein kurzes Grinsen sah sie noch bevor sie seine zärtlichen Lippen berührten. Es war ein wundervolles Gefühl welches sie für den Moment eines Herzschlages überkam als sich seine Lippen auch schon wieder lösten und er ihr sanft ins Ohr hauchte „Wenn sie ein Geheimnis teilen“. Xandoria stockte der Atem als sie realisiert hatte was sie gerade getan hat. Sie liebte doch Asgerat.. und wieso empfand sie bei dem Kuss gerade so? Sie verabschiedete sich rasch und flitze auch schon gen Kellertreppe, dort rannte sie erstmal gegen das Geländer so durch den Wind wie sie war. Sie brauchte nun erstmal Zeit um wieder klar im Kopf zu werden, die nächsten Tage sah man sie kaum mal draussen irgendwo rumlaufen sie verkroch sich in den Keller der Zunft und überlegte was sie nun tun sollte. Xandoria musste sich Luft machen, sie zog sich ihre Rüstung an, griff zu Waffe und Schild und machte sich auf den Weg. Wohin es sie führte war egal Hauptsache sie hatte etwas wo sie draufhauen konnte. Das sie eigentlich noch nie Jagen war schien sie in dem Moment vergessen zu haben und so stapfte sie Zielsicher zu dem Labyrinth wo sie schon einmal kurz mit jemand anderem war. Die ersten Monster bereiteten ihr keine großen Probleme doch je tiefer sie vordrang desto mehr Kraft kostete es sie, tapfer hatte sie sich bis zu einer Tür durchgeschlagen welche über einen Hebel in der Wand geöffnet wurde. Vorsichtig ging sie hindurch, als die Tür auch schon wieder unter lautem knarren zu fiel, verzweifelt rüttelte sie an der Tür doch diese ließ sich nicht mehr öffnen. In der Nähe vernahm sie bedrohliche Geräusche die sicherlich von keinem kleinen Wesen stammten, mit erhobenen Schild und Waffe ging sie langsam vorran, doch was sich ihr dann darbot übertraf alle ihre Vorstellungen. Ein kleiner Drache stand plötzlich vor ihr, aber für sie war der Drache schon riesig genug um sich beinahe wie ihre Freundin Ellen in die Rüstung zu machen. Der Drache erblickte sie und stürzte auf sie zu, Xandoria presste sich an die Wand und hielt ihr Schild vor sich in der Hoffnung das es etwas bringen würde. Doch der Drache Schlug es ihr mit dem Schwanz aus der Hand, ein lauter Hilfeschrei hallte durch die Gänge doch war niemand dort der sie hätte hören können, sie rannte wieder panisch zur Tür und versucht heraus zu kommen, doch der Drache war schneller und packte sie mit den spitzen Zähnen an den Beinen, ein lauter greller Aufschrei war von ihr zu hören, das Blut floss ihre Beine runter. Wild schüttelte der der Drache sie durch die Luft, bis er sie los ließ und sie in hohem Bogem mit dem Kopf gegen einen Stein prallte, sofort verlor sie das Bewusstsein. Der Drache landete auf ihr, mit seinen spitzen klauen bohrte er sich tief in ihre Brust und traf das Herz, ein letzter Atemzug begleitet von einem dumpfen Schrei, die Augen wurden nochmals aufgerissen. Das warme Blut lief ihren wohlgeformten Oberkörper runter, doch die hübsche junge Frau regte sich nicht mehr. Sie wurde von dem Drachen in sein Nest geschleift wo er sie ohne jegliche Überbleibsel verspeiste. Sicher würden ihre Freunde nach ihr Suchen, doch man wird nichts finden können, nur die Rüstung die nicht mehr an ihrem Platz ist..