Vergiss nie wo du herkommst...
Verfasst: Freitag 29. Juni 2012, 02:00
auch wenn dein Schicksal woanders liegt.
Langsam nahm er den Helm ab und schüttelt das lange Blonde Haar aus. Das Schiff ruckelte unter heftigem Seegang auf dem Weg zurück nach Rahal. Der Blick des Kriegers an der Schiffswand gefangen, offenbarte sein Gesicht ein Mischung aus Stolz und Freude. Er hatte also grade seinen ersten Dämonen ohne Hilfe erlegt. Ein Harter Kampf, doch am Ende kehrte er ohne schwere Verletzungen als Sieger zurück. Einige Monde waren Vergangen seid er die Heimat verlassen hatte um auf Gerimor seinem Bruder nachzueifern. Doch nun wich die Freude die sein Gesicht eben noch zierte Wut und Trauer. Bilder der Vergangenheit wanderten vor seinen Augen. 5 Winter war es nun her...
...Eigentlich war es ein schöner Tag im Spätherbst, die Vögel sangen und die Sonne schimmerte rötlich hinter den Bäumen, bereit unter zu gehen. Hermhold war eine Recht große Stadt auf dem Festland, kleiner als die Heillige Stadt Rahal aber wesentlich größer als Düstersee. Die Hörner der Torwächter erklangen und kündigten die Rückkehr der Armee an. Der Jüngling zu diesem Zeitpunkt grade einmal 17 Winter ließ sogleich das Hölzerne Schwert fallen, mit dem er eben noch eine Übungspuppe malträtierte. Die raschen Schritte führten ihn wie unzählige Male davor ans Stadttor, um seinen geliebten Bruder nach erfolgreicher Schlacht zu empfangen. Artratus war 25 Winter alt und ein Hühne wie er im Buche stand. Fast 2 Meter und eine Körper wie ein Bär. Als Hauptmann der hiesigen Armee hatte er seine Streiter schon durch unzählige Gefechte geführt. Der Junge ließ sein Blick über die Krieger schweifen. Es war schon vorher heran getragen worden das die Schlacht gewonnen wurde und so verwunderte es den Jungen das keiner der Streiter feierte. Stattdessen ließen sie alle ihre Köpfe hängen die Gesicht geprägt von Trauer. Vier der Männer trugen einen reich verzierten Sarg, auf dem Deckel des Sarges prangte eine Blutrote Pantherkralle. Sein Bruder schien nicht unter den Trauernden zu sein und so folgte der Junge stumm dem Trauerzug. Die Kehle schnürte sich zu und erste Tränen liefen seine Wangen herunter als der Trauerzug vor dem Gutshof seiner Eltern stoppte. Von weitem sah er wie ein Mann an seine Mutter herantrat und mit ihr einige Wort wechselte und sie danach in Tränen ausbrach. Mit Ellenbogen und den Armen schob er sich durch die Krieger und hörte Worte die er nie vergessen würde. Sein Bruder wäre am letzten Tag der Schlacht gefallen, ein Liedkundiger hätte ihn erst an der Stelle festgehalten und ihn dann mit einem gezielten Feuerstoß umgebracht. Es vergingen zwei Tage in denen die Familie sich der Trauer hingab. Der Vater einst auch ein großer Krieger doch durch eine Verletzung der Berufung beraubt verdiente sich nun sein Gold als Schreiner und zog sich in Arbeit zurück. Ebenso wie die Mutter des Jungen die ihrer Arbeit auf dem Hof noch intensiver als sonst nach ging. So blieb ihm nur seine kleinere Schwester, etwa 14 Winter zu diesem Zeitpunkt. Am Nachmittag sollte eine große Trauerzeremonie stattfinden. Die Tetrarchin selbst hielt die Trauerrede und predigte das Artratus nun an der Seite Alatars in Nileth Azhur ein gesegnetes Leben verbringen dürfte. Im Kopf des jungen Mannes hallte das Lied nieder das ihm sein Bruder beibrachte:
Ich will euch erzählen
Von Stolz und von Ehre
Vom Glauben und Sein
Von Alatars Seele
Die hell und erleuchtend
Am Nachthimmel über uns scheint
Ehre dem Gott
Der Weisheit, der Macht
Alatar wie man ihn nennt
Der wer du auch bist
Und was du auch tust
Dein Leben segnet und kennt
Ich weih' meine Seele
Dem dunklen Gott
Mein Herz dem Feuer allein
Verwehre mein Blut den Zecken der Feinde
Alatar, mein Leben sei dein!
So wisset, dass jeder
Der Treue bezeuget
Im Gunste des Einen steht
Und für seinen Lebtag
Als stiller Begleiter
In Sicherheit neben ihm geht
Ich weih' meine Seele
Dem dunklen Gott
Mein Herz dem Feuer allein
Verwehre mein Blut den Zecken der Feinde
Alatar, mein Leben sei dein!
Als dann lasst uns feiern
Aus tiefster Seele
Trinken und Tanzen, vereint
Und dem Herrn zeigen
Dass unser Weg
Bestimmt ist durch seinen Schein
Ich weih' meine Seele
Dem dunklen Gott
Mein Herz dem Feuer allein
Verwehre mein Blut den Zecken der Feinde
Alatar, mein Leben sei dein!
[ Umgedichtet von Jan Hegenberg - Trigardon]
....wieder ruckelte es und das Schiff lief in den Hafen ein. Langsam erhob sich Menos. Eines Tages würde er wiedervereint sein mit seinem Bruder. Doch bis dahin war es noch ein langer Weg.
Langsam nahm er den Helm ab und schüttelt das lange Blonde Haar aus. Das Schiff ruckelte unter heftigem Seegang auf dem Weg zurück nach Rahal. Der Blick des Kriegers an der Schiffswand gefangen, offenbarte sein Gesicht ein Mischung aus Stolz und Freude. Er hatte also grade seinen ersten Dämonen ohne Hilfe erlegt. Ein Harter Kampf, doch am Ende kehrte er ohne schwere Verletzungen als Sieger zurück. Einige Monde waren Vergangen seid er die Heimat verlassen hatte um auf Gerimor seinem Bruder nachzueifern. Doch nun wich die Freude die sein Gesicht eben noch zierte Wut und Trauer. Bilder der Vergangenheit wanderten vor seinen Augen. 5 Winter war es nun her...
...Eigentlich war es ein schöner Tag im Spätherbst, die Vögel sangen und die Sonne schimmerte rötlich hinter den Bäumen, bereit unter zu gehen. Hermhold war eine Recht große Stadt auf dem Festland, kleiner als die Heillige Stadt Rahal aber wesentlich größer als Düstersee. Die Hörner der Torwächter erklangen und kündigten die Rückkehr der Armee an. Der Jüngling zu diesem Zeitpunkt grade einmal 17 Winter ließ sogleich das Hölzerne Schwert fallen, mit dem er eben noch eine Übungspuppe malträtierte. Die raschen Schritte führten ihn wie unzählige Male davor ans Stadttor, um seinen geliebten Bruder nach erfolgreicher Schlacht zu empfangen. Artratus war 25 Winter alt und ein Hühne wie er im Buche stand. Fast 2 Meter und eine Körper wie ein Bär. Als Hauptmann der hiesigen Armee hatte er seine Streiter schon durch unzählige Gefechte geführt. Der Junge ließ sein Blick über die Krieger schweifen. Es war schon vorher heran getragen worden das die Schlacht gewonnen wurde und so verwunderte es den Jungen das keiner der Streiter feierte. Stattdessen ließen sie alle ihre Köpfe hängen die Gesicht geprägt von Trauer. Vier der Männer trugen einen reich verzierten Sarg, auf dem Deckel des Sarges prangte eine Blutrote Pantherkralle. Sein Bruder schien nicht unter den Trauernden zu sein und so folgte der Junge stumm dem Trauerzug. Die Kehle schnürte sich zu und erste Tränen liefen seine Wangen herunter als der Trauerzug vor dem Gutshof seiner Eltern stoppte. Von weitem sah er wie ein Mann an seine Mutter herantrat und mit ihr einige Wort wechselte und sie danach in Tränen ausbrach. Mit Ellenbogen und den Armen schob er sich durch die Krieger und hörte Worte die er nie vergessen würde. Sein Bruder wäre am letzten Tag der Schlacht gefallen, ein Liedkundiger hätte ihn erst an der Stelle festgehalten und ihn dann mit einem gezielten Feuerstoß umgebracht. Es vergingen zwei Tage in denen die Familie sich der Trauer hingab. Der Vater einst auch ein großer Krieger doch durch eine Verletzung der Berufung beraubt verdiente sich nun sein Gold als Schreiner und zog sich in Arbeit zurück. Ebenso wie die Mutter des Jungen die ihrer Arbeit auf dem Hof noch intensiver als sonst nach ging. So blieb ihm nur seine kleinere Schwester, etwa 14 Winter zu diesem Zeitpunkt. Am Nachmittag sollte eine große Trauerzeremonie stattfinden. Die Tetrarchin selbst hielt die Trauerrede und predigte das Artratus nun an der Seite Alatars in Nileth Azhur ein gesegnetes Leben verbringen dürfte. Im Kopf des jungen Mannes hallte das Lied nieder das ihm sein Bruder beibrachte:
Ich will euch erzählen
Von Stolz und von Ehre
Vom Glauben und Sein
Von Alatars Seele
Die hell und erleuchtend
Am Nachthimmel über uns scheint
Ehre dem Gott
Der Weisheit, der Macht
Alatar wie man ihn nennt
Der wer du auch bist
Und was du auch tust
Dein Leben segnet und kennt
Ich weih' meine Seele
Dem dunklen Gott
Mein Herz dem Feuer allein
Verwehre mein Blut den Zecken der Feinde
Alatar, mein Leben sei dein!
So wisset, dass jeder
Der Treue bezeuget
Im Gunste des Einen steht
Und für seinen Lebtag
Als stiller Begleiter
In Sicherheit neben ihm geht
Ich weih' meine Seele
Dem dunklen Gott
Mein Herz dem Feuer allein
Verwehre mein Blut den Zecken der Feinde
Alatar, mein Leben sei dein!
Als dann lasst uns feiern
Aus tiefster Seele
Trinken und Tanzen, vereint
Und dem Herrn zeigen
Dass unser Weg
Bestimmt ist durch seinen Schein
Ich weih' meine Seele
Dem dunklen Gott
Mein Herz dem Feuer allein
Verwehre mein Blut den Zecken der Feinde
Alatar, mein Leben sei dein!
[ Umgedichtet von Jan Hegenberg - Trigardon]
....wieder ruckelte es und das Schiff lief in den Hafen ein. Langsam erhob sich Menos. Eines Tages würde er wiedervereint sein mit seinem Bruder. Doch bis dahin war es noch ein langer Weg.