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Blüte der Versuchung

Verfasst: Montag 18. Juni 2012, 19:45
von Gast
Versuchung ist ein Parfüm, das man so lange riecht, bis man die Flasche haben möchte.
~ Jean-Paul Belmondo


*Die junge Frau weilt auf einem Kissen, in der Hand dreht sie langsam eine einzelne Blüte hin und her, die von dreizehn gelben Blütenblättern geziert wird. Außer dem leisen Knistern des Feuers im Kamin scheint es in den Räumlichkeiten völlig still, der Blick der bernsteinbraunen Augen ruht auf den Blütenblättern.
Fast scheint es als würde sie dort eine Antwort suchen, die man schon finden würde, verharrt man lange genug in dieser Position.

‚So klingt es als wolltest du mir Schmerz zufügen?‘

Die Blüte macht eine kleine weitere Umdrehung in den Händen, die Linke wird ausgestreckt und kurz vor der Berührung eines der Blütenblätter hält sie erneut inne.
Ein freudloses Lächeln auf den Lippen zitiert sie gedämpft in die Stille hinein:*
‚So mag Mitleid die Seele lenken, doch wo in Wahrheit kein “lichtes Wesen“ zu finden ist, da ist auch kein Mitgefühl angebracht – denn es gibt nichts mit diesen finsteren Seelen (mit-) zu fühlen, dass der heiligen Mit-Liebe würdig wäre…..‘

*Die Hand wird zurück gezogen und die Blüte setzt ihren einsamen Tanz in den Händen der Maga fort.

‚Gebt auf euch und eure Taten acht mein Kind. Namarie.‘

Eine gewisse Traurigkeit schleicht sich auf die Züge Lilians und erneut hält das junge Grün in den Händen inne und sie fährt leise, kaum hörbar und wohl zu sich selbst gerichtet fort:*
‚Ist ein Geschöpf aber des Mitleids unwürdig vergewissere sich der Strafende, dass er auf dem Weg des gerechten Zorns wandle und sich nicht dem grausamen Hass hingebe, der ein Fluch des Feindes ist. Seine Waffe sei das Schwert, nicht die glühende Zange des Folterers. Seine Seele richte über die unheilige Kreatur nach dem heiligen Gesetzt und folge nicht dem Diktat willkürlicher Barbarei.‘

*Unglücklich drein blickend wird die Blüte ein weiteres Mal mit Aufmerksamkeit belohnt, dann drückt sie sich auf, unter leisem Rascheln und Barfuß verlässt sie die Räumlichkeiten der Bibliothek, weiterhin einen kleinen Schatz mit sich tragend und mit beiden Händen gegen den Wind schützend….

‚mit dem Letzten Blatt dieser Blüte seid ihr mein.‘*

Verfasst: Dienstag 19. Juni 2012, 10:55
von Gast
„Wenn die Sehnsucht in Euch brennt,
ein Blatt von jener Rose trennt,
auf den Winden hör ich euren Ruf,
folge Euch und Eurem zarten Duft.

Doch achtet drauf die Sucht ist stark,
und wenn das letzte Blatt gepflücket ward,
so mag Eures Lebens Ende sein,
denn mit dem letzten Blatt... da, seid ihr mein.“

*Das Gedicht eines Dämons an seine menschliche Geliebte.*



Die Bibliothek und ebenso die wechselnde Gesellschaft in ihr war eine willkommene Abwechslung gewesen die letzte Zeit. Auch heute war es wieder ausgesprochen aufschlussreich gewesen. Seine Worte, die Handlung und sein Auftreten hatten sie in Wut versetzt sie erschüttert, provoziert und gereizt, dennoch hielt sie sich zurück... ihrer kostbaren Bücher wegen.

Außerhalb dieses Hortes würde es anders sein, doch hier drinnen genoss er die zerbrechliche Sicherheit die diese Bücher ihm schenkten. Genoss er die Annehmlichkeiten des Kaminzimmers, eines Kelches Wein und einer rauchenden Pfeife in seiner Hand. In diesem Augenblick fühlte er sich hier heimisch, ein Bild dass er ihr durchaus vermitteln wollte. Ein Bild was wieder ihre Wut erregte, wenn sie dennoch beherrscht wirkte konnten ihre Worte es nicht verbergen, dass es sie störte, das war gut... sehr gut.
Heute würde der Tanz seinen Anfang finden... heute wurde der erste Schritt getan. Die zarte gelbliche Blüte die er ihr überreichte und die Worte dazu trugen eine subtile Botschaft in sich. Einen Zeitraum, eine Zeit wo sie jedesmal den Zeitpunkt bestimmen konnte an der er erscheinen würde, um weiteres Wissen auszutauschen.
Wo er weiter gehen würde, um sie zu bekehren und die unmissverständliche Botschaft, dass mit dem letzten Blütenblatt die Entscheidung fallen würde... Bekehrung oder Hinrichtung.

Würde sie sich trauen die Blütenblätter einzusetzen, um mehr Wissen zu erhalten?

Sie würde sie nicht wahllos einsetzen, wahrscheinlich ihre nächsten Schritte bedenken und er seine kommenden... Stillstand bedeutet Rückschritt. Er musste ihr mindestens einige voraus sein, sollte sein Plan erfolgreich sein...
… er musste ihr beim nächsten Male etwas anbieten auf dem sie aufbauen konnte und er wusste auch schon genau, was es sein würde. Wieder war dieses Lächeln auf seinen Lippen was sie diese Stunden öfter zu sehen bekommen hatte, es war das Lächeln eines Raubtieres was vorhatte mit seinem Opfer zu spielen.
Dennoch er würde diese Magierin nicht unterschätzen... er wusste zu was solche fähig sein konnten, diese Erfahrung hatte er vor Jahren schon schmerzhaft gelernt.

Verfasst: Dienstag 26. Juni 2012, 08:36
von Gast
Das erste Blütenblatt ward auf die Reise geschickt worden und er folgte ihren Ruf...

Wie nicht anders erwartet nahm sie eines ihrer Bücher zur Hand, um ihm etwas über Erbarmen und Vergebung nahe zu bringen.
In seinen Augen war es eher Inkonsequenz und Schwäche, welche sich in den Zeilen offenbahrte. Selbst Alatar kam darin vor und der der in hellen Zorn herabfuhr um zu strafen für das Versagen wurde in ihrem Augen dadurch verdammt.
Dies sollte der Weg zu Temora darstellen? Die Lektion, dass verzeihen eine Eigenschaft des Starken sei? Doch er wartete, mit dem hellen Zorn der in sich loderte über ihre Worte würde ein Ausbruch selbigen eine Beendigung ihrer Unterhaltung nach sich ziehen... mit Gewalt würde er bei Lilian nichts erreichen.
So lauschte er ihren Worten, wehrte ihren Angriff nicht ab als es ihr gelang einen Dolch an seine Kehle zu legen. Er hatte mit solchem gerechnet und innerlich amüsierte es ihn, dass sie ihn nun schon zum zweiten Male drohte. Alles in ihm schrie danach ihre Hand zu packen und sie voller Wucht zu Boden zu werfen, ihr zeigen was er davon hielt, dass eine Frau meinte ihn angreifen zu dürfen, doch er würde warten...
So blieb ihre Aktion was es war... ihre Art mitzuteilen, dass sie verzeihen konnte.
Manchmal kam sie ihm vor wie ein fein gestimmtes Instrument. Sie hatte viele Facetten und er wollte mehr über die Denkweise der Temoraanhänger erfahren, so unterhielt er sich weiter mit ihr beherrschte seinen Zorn.
So endete des Gespräch anders als es begonnen hatte und wenn auch kurz gab er ihr einen Vorgeschmack auf den Beginn seiner Lektion von ihr. Er wusste um einen ihrer wunden Punkte und er legte seinen Finger genau dort hinauf. Ihre Haltung änderte sich ebenso wie der Klang ihrer Stimme und ihre Tonart... wieder hatte er es geschafft ihr Tun anzuzweifeln und was tat sie... sie wurde zornig.
Ihr Gehen kam ihm wie eine Flucht vor... ja lauf nur... entkommen lasse ich dich trotzdem nicht, dachte er sich im Stillen und ging.

Verfasst: Dienstag 26. Juni 2012, 11:12
von Gast
[…]

Das Wort ist manchmal eine Brücke,
die sich zu unbekannten Ufern schlängelt.
Der fehlende Stein, die kleine Lücke,
auch den hab ich schon oft bemängelt.

Das Wort ist manchmal eine alte Weise,
die dann Musik in unsere Herzen bringt.
Es tönt mal Laut und manchmal Leise,
je nachdem wie es in der Seele schwingt.

Das Wort ist manchmal des Himmel Zeichen,
es zeigt uns Wege und öffnet auch die Tür…

[….]

~Moonlight

Als sich das erste gelbliche Blütenblatt auf seiner Reise befand,
war schon alles vorbereitet.
Der Weg war überdacht, die Mittel – überarbeitungswürdig, aber für die erste Lehre würde es ausreichen.
Liebevoll wurde das Werk ‚Mädchen und Nordstern‘ in Tuch eingewickelt auch der gravierte Dolch erst hinzu gelegt. Später entschied sie sich anders, der Dolch wurde wieder aus dem Päckchen genommen und dort verwahrt, wo sie ihn sogleich greifen könnte.
Bewaffnet in den eigenen Räumen…..
Nur allzu bewusst war ihr bei jeder Bewegung das kühle Metall, das leichte Gewicht des kleinen Dolches, und bei jedem Schritt, welcher die Haut mit dem Metall in Berührung brachte, hallte ihr die Mahnung einer sehr wohl bekannten Stimme in den Ohren:

‚Ich sollte dich als morallosen, pragmatischen Arkorither in weißer Robe von der Akademie werfen, mit Schimpf und Schande.‘

Ein leises Seufzen entfuhr ihr, während sie sich in Geduld übte und derweil mit der Frage beschäftigte, ab wann diese ganz spezielle Grenze übertreten war.

Sehr viel später, den Dolch in den Händen, schoss ihr der Gedanke erneut durch den Kopf. Wie ein kleines fieses Biest, dass sich im Nacken verbissen hat und welches durch leichtes Schütteln einfach nicht mehr los zu bekommen war.

‚Der Schwache kann nicht verzeihen. Verzeihen ist eine Eigenschaft des Starken.‘

Und so lockerte sie die Haltung des Dolches, er wurde mit dem Heft zuerst als Geschenk überreicht – Ein Geschenk das vielleicht in Erinnerung blieb und die vorrangegangene Worte unterstrich, aber sicher eines, das sie nicht vergessen würde.

‚Ihr habt soeben gegen eure Überzeugung gehandelt und werdet dies irgendwann bereuen… in der irrigen Hoffnung darauf dass ich mich ändern würde, um auf diese Lügen zu hören…‘

Wieder alleine in der beruhigenden Stille und dem Duft der alten Pergamente, sowie Werken blieb sie zurück im Kampf mit dem eigenen Dämonen, die vielleicht ganz anders aussehen als es auf den ersten Blick scheint…

Verfasst: Donnerstag 28. Juni 2012, 20:29
von Gast
[…]

Die Welt betrachten, mit den unschuldigen Augen eines Kindes.
Denn die sehen die Wunder noch, hören den Gesang des Windes.

Es gibt doch Wunder auf der Welt, man muss sie einfach erkennen.
Die Dinge nehmen wie sie sind, nicht alles beim Namen nennen.

Man darf nicht ein Wunder erwarten, sollte es auch nicht suchen.
Denn Wunder sind selten und rar und lassen sich nicht buchen.

Doch es gibt sie die Wunder, manchmal sind sie nur so klein
das wir sie einfach übersehen,
nicht verstehen
und
vorrübergehen!

[….]
~ Moonlight


Ihr war bewusst, dass sie es nicht aufgehalten hätte.
Hätte sie nicht dem Ganzen ein Ende gesetzt, Lilian hätte es geschehen lassen.
Diesen einen Schritt über die Grenze gewagt, der bisher ausgeblieben war. Recht Nachdenklich und ohne neue Ergebnisse, hatte sie sich fest vorgenommen gehabt zur Ruhe zu kommen. Eigentlich.
Wäre da nicht ein Gast gewesen, der einfach nicht dorthin gehörte um sie ein weiteres Mal auf die Probe zu stellen.

‚Ich glaube nicht dass ich bleiben werde ... Zumindest wäre das unser beider Wohlergehen zuträglich.‘

Woher nahmen sie nur immer ihre verfluchte Sicherheit?
Sie hatte die Zeit viele Vorstellungen durch zu spielen, wie es hätte ablaufen können.
Was sie hätte tun können, diese Selbstsicherheit zu zerstören. Zu zeigen, dass es durchaus auch anders sein konnte.
Aber sie hatte immer noch nicht vergessen und so blieb sie ein weiteres Mal sehr aufgewühlt und recht wütend zurück..
Irgendwann würde es einmal den Zeitpunkt geben, an dem die rettende Stimme fehlte, Jemand der sie bewahrte genau diese Grenze, an der sie so häufig zu stehen schien zu übertreten.
Und bevor dieser Fehler passieren konnte, musste sie etwas unternehmen.

‚Ihr seid dabei die Tugend der Trockenen Tränen zu verlieren. …. Der ritterliche Mensch
nimmt auch schreckliches Schicksal an und verzagt nicht im Angesicht der
Not. An ihm wollen sich die wirklich Schwachen anlehnen, er soll sie im Namen der Goettin
aufrichten, nicht einer der ihren werden.‘


Sie hatte sich fest vorgenommen die Ratschläge an zu nehmen, die Hoffnung nicht auf zu geben, dass er Recht hatte. Es würde ihr helfen und schließlich wäre alles wieder weg gewischt.
Ein Neuanfang.
Das Bett war keineswegs unbequem und dennoch fand sie keinen Schlaf.
Ein paar Dinge holen, war eigentlich ihr Ziel, doch kaum hatte sie den Ort der Ruhe verlassen, schlug sie eine ganz andere Richtung ein.
Nur einmal flüchtig nachsehen wie es voran ging. Mehr hatte sie gar nicht vor – eigentlich.
Es kam wieder einmal ganz anders und so war es ein weiterer Abend bis spät in die Nacht im Dienst voller Ereignisse.

Ein Ort der Ruhe, Kraft schöpfen, das hatte sie sich fest vorgenommen.
Es war nicht das erste Mal, dass sie an einem solchen Ort durch einen weiteren Besucher gestört wurde.
Aber es war durchaus etwas Neues, dass dieser Besucher keineswegs hier war um ebenso die Ruhe zu suchen, die sie so sehr hoffte zu finden.
Sie hatte nicht vor zu weichen, nicht hier.
Ebenso würde sie dieses Mal nicht einfach zu sehen und erst Recht sollte er bereuen, ihr auf zu lauern.
Eigentlich.

‚Ich werde euch jetzt etwas zeigen Lilian... und zwar ist das... Vertrauen in den Höheren... Vertrauen in dem der euch überlegen ist in diesem Augenblick....‘

Dieses Mal hatte sie gar nicht erst die Wahl, der Kampf war vorüber.
Die Möglichkeit überhaupt selbst zu handeln vorbei, ihr blieb noch nicht einmal Zeit damit zu hadern, als sie die Schwärze umfing und sie nur noch gedämpft, von irgendwo weit in der Ferne die letzten Worte vernahm:

‚Keine Angst wir sehen uns gleich wieder, meine Liebe...‘

Verfasst: Freitag 29. Juni 2012, 11:40
von Gast
„Wählt einen Schrein aus...“, so oder ähnlich waren die Worte der Tetrarchin gewesen und sie bedeuteten für ihn sich sofort darum zu kümmern oder eher gesagt mit der Catula Ysarja, welche leider in diesen Tagen verhindert war. Also verband er seinen morgendlichen Patrouillenritt an der Grenze zu den Ketzerlanden damit einen Schrein näher in Augenschein zu nehmen.

„Durch Schmerz erlange ich Hass,
durch Hass erlange ich Zorn,
durch Zorn erlange ich Macht.“


Er hatte nicht damit gerechnet sie so rasch wieder zu sehen, doch eine Chance ihr aufzuzeigen was es nach sich zog ihn niederzustrecken lies er gewiss nicht ungenutzt verstreichen. Sie war müde und erschöpft und überrascht ihn zu sehen, Wut gesellte sich zu der Überraschung und vertrieb diese. Er wusste, dass es nicht bei Worten bleiben wurde, er wusste aber auch nicht welche Auswirkungen es haben könnte, wenn er hier an diesem Schrein der der Lügnerin Temora geweiht war die Macht des Allmächtigen anrufen würde.
Er spürte wie sich ihm Geisterfinger um die Kehle legten und langsam zudrückten, heftig war seine Reaktion auf ihr Tun, er schlug sie ins Gesicht. Hatte sie es immer noch nicht gelernt, dass er solches nicht dulden würde? Wenn Worte sie nicht weiter brachten, die Wut in ihr hochkam, dann griff sie auch zu dem was ihr blieb... der Kampf. Noch ehe sie Luft holte hatte er sie schon in die Ecke gedrängt, kraftvoll sein ganzes Gewicht einsetzend, als sie versuchte ihre Waffe zu ziehen packte er ihre Kehle und drückte langsam zu. Sie wehrte sich, Panik, Erschrecken, Wut und Fassungslosigkeit vermischten sich, sie trat nach ihm was nur dazu führte, dass er sie näher an den Abgrund brachte und sie dann genau dort hielt. Er sah sie an, sein Zorn war hell und lodernd und dennoch beherrscht. Gerade genug Luft lassend um nicht das Bewusstsein zu verlieren war er sich sicher nun ihre Aufmerksamkeit zu haben, ihre Gegenwehr erschlaffte und sie rang mühsam nach Luft. Zwei seiner Warnungen hatte sie missachtet und nun würde er ihr zeigen, welches Raubtier sie geweckt hatte. Heute war es an ihm ihr eine wichtige Lektion mit auf dem Weg zu geben...

„Na, meine Liebe... zeigt ihr nun euer wahres Gesicht? Hinter der Maske der Freundlichkeit, Rechtschaffenheit und des Großmutes...“

Er spielte mit ihr, reizte sie, forderte sie auf ihrer Wut freien Lauf zu lassen und dennoch würde sie nun nicht mehr gegen ihn etwas bewirken können, er hielt sie sprichwörtlich in seinen Händen. Er beugte sich vor sah sie an sah ihren hilflosen Zorn und flüsterte ihr etwas ins Ohr.

„Ich werde euch jetzt etwas zeigen Lilian... und zwar ist das... Vertrauen in den Höheren... Vertrauen in dem der euch überlegen ist, in diesem Augenblick... und das Vertrauen darin, dass dies was er macht einem größerem Ziel dient als es sich hier und jetzt für euch erschließen wird...“

Seine Sicht begann sich zu trüben, ein schwacher verzweifelter Versuch ihrerseits sich ihm nicht zu unterwerfen, da drückte er zu und als sie erschlaffte, fing er sie auf und lies sie langsam zu Boden gleiten. Was ihn dazu veranlasste, ihr das zu versichern bevor sie die Besinnung verlor, dass sie sich wiedersehen würden und er ihr so die Sicherheit gab, dass sie nicht sterben würde... wer weis schon was in ihm vorging.

Er handelte schnell, sie würde nicht lange bewusstlos bleiben und durchsuchte sie und ihre Tasche. Was Weiber so alles in ihren Taschen mit sich führten würde sich auf ewig seinem Verständnis entziehen, aber schlussendlich fand er etwas... zwei Phiolen, sogar beschriftet. Sie regte sich er beugte sich über ihr flüsterte, doch die Stimme wirkte für sie fern, sanft und viel zu beruhigend. Schmerzend fast nachdem was doch geschehen war...
Worte die so gar nicht zu der gesamten Situation passten und sie erneut dazu herausforderten nachzudenken. Sie war noch benommen und sicher hatte sie die Orientierung kurz verloren, erinnerte sich langsam und dennoch dauerte es eine Zeit ehe sie wieder klarer wurde. Er entfernte sich nahm ihre Waffe und Stiefel mit und verlies den Schrein.
Mit einem Schmunzeln warf er beides in die Büsche... sie sollte daran denken, dass manchmal ein Schritt zurück auch nur bedeuten konnte, dass der Gegner Anlauf nahm, um anzugreifen.
Gutgelaunt stieg er auf sein Pferd und ritt gen Düstersee, er wollte nicht warten bis sie sich gesammelt hatte....