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Kaliya Werren - Ein Glückskeks auf Reisen

Verfasst: Freitag 15. Juni 2012, 13:09
von Kaliya Werren
Kaliya glaubte an das Gute im Menschen. Meist ist sie unbekümmert und bis jetzt noch aus jedem Abenteuer das sie eingegangen ist, heil wieder herausgekommen. Auch plante sie nie ihren Tag, sie lässt es einfach so auf sich herein strömen. Nie machte sie sich Gedanken wenn jemand sie einlädt, sondern schliesst sich einfach an.

Man könnte auch sagen sie sei schlicht naiv.
Aber es scheint so als hält jemand eine wachende Hand über dieses Blonde, blauäugige Geschöpf, denn wirklich schlimmes ist ihr bis dahin nicht passiert.

Kaliya wuchs sehr behütet auf in einem kleinen Dorf wo jeder jeden kennt. Bernau war mehr eine grosse Familie, bestand es doch nur aus ein paar einfachen Hütten, und die nächste Siedlung war fast eine Tagesreise entfernt. Was daran lag das Bernau mitten im Wald lag und die Einwohner allesamt Holzhacker waren. Man konnte ohne grosse Gefahr in den Wald gehen, weil durch die vielen Leute die den Wald durchstreiften, wilde Tiere sich kaum in die Nähe des Dorfes trauten. Die einzige Gefahr die auf Kaliya lauerte war die Langeweile, doch dagegen hatte sie schnell ein Mittel gefunden. Sie träumte sich einfach fort, und in ihren Träumen bestritt sie Abenteuer, sah grosse Städte und kannte viele Leute. Und natürlich gingen alle ihre Geschichten gut aus.

Jetzt ist sie wirklich unterwegs in der grossen weiten Welt. Doch wie lange wird das gut gehen?

Sie hat bei Amary und Viana auf dem Hof ein Zimmer bekommen und konnte sogar auf dem Feld helfen und die Tiere versorgen. Die Arbeit machte ihr sogar ein wenig Spass, zumindest mehr als das Holzhacken das sie davor ausprobiert hatte. Aber so richtig zufrieden war sie auch damit nicht, aber sie bemühte sich redlich dem Hof zu helfen.

Aber was würde sie lieber machen? Hatte der Junge Erich Recht? Schlummerte in ihr eine Heilerin? Doch leider kannte sie keinen Heiler den sie hätte um Rat fragen können. Also blieb sie erst einmal auf dem Hof, denn da hatte sie ein Dach über dem Kopf und leckeres Essen noch dazu.
Sie hatte auch die Möglichkeit Adoran zu besuchen, eine wirklich grosse Stadt mit vielen Menschen. Aber es war merkwürdig, nicht so wie Kalyia es sich vorgestellt hatte. Sie fühlte sich nicht wohl zwischen all den hohen Mauern, sondern eher Klein und Fehl-am-Platz. Aber immerhin hatte sie nun eine grosse Stadt gesehen, wie sie es sich immer gewünscht hatte.


Doch am heutigen Tag war alles anders! Kaliyas Gedanken waren ernst und zum Teil sogar etwas düster. Seit dem gestrigen Abend stand Kaliyas Welt Kopf. Sie spürte es körperlich, dass sich etwas änderte und fragte sich immer wieder was sie tun sollte. Welchem Weg sollte sie folgen?

War sie bereit für so eine Aufgabe?

Sie liegt immer noch auf den Fellen in dem alten Haus und starrt an die Decke. Es ist Zeit sich auf zu raffen und Fragen zu stellen und das nicht nur sich selbst.

Verfasst: Donnerstag 28. Juni 2012, 10:19
von Kaliya Werren
Ein Glückskeks sucht sich seinen Weg

Noch nie hatte sie über eine Entscheidung so viel nachgedacht, wie über Diese. Sie hatte abgewogen, hin und herüberlegt und sich ausgemalt, wie es sein könnte.
Das Schicksal an welches sie glaubte hatte sie an diesen Punkt gebracht. War das nicht schon Zeichen genug? Nein! Dieser Schritt in ihrem Leben war Anders als das was sie bisher kannte, dies spürte sie ganz deutlich. Doch hatte das Schicksal sie nicht immer gut geführt? – überlegte sie zwiegespalten.
So überlegte sie hin und her, während sie ihren Aufgaben auf dem Hof nachgegangen war. Wie ein ständiger Begleiter, liefen diese Gedanken neben ihr her.
Sie war bis jetzt immer den leichten Weg gegangen, hatte sich treiben lassen und sich nur um ihre eigenen Belange gekümmert. Vielleicht war es wirklich Zeit erwachsen zu werden und Verantwortung zu übernehmen? Tendenziell war Kaliya ja für den Weg der Schwestern, aber wenn sie das anpackte dann aus ganzem Herzen! Und konnte sie das? Voller Überzeugung sagen dass sie das wollte? Ja sie wollte die Heilerinnenausbildung, aber wollte sie auch den Rest der dazu gehörte?

Und so tat sie etwas das ihre Mutter ihr beigebracht hatte, sie legte sich die Karten. Sie kramte ihr Tarot heraus und legte sie auf den Tisch. Sie zündete eine Kerze an und versuchte sich auf die Frage zu konzentrieren, was ihr nicht so schwer fiel, da die Frage meistens präsent war. Dann mischte sie die Karten und zog 4 Karten und legte sie neben einander hin.
Gebannt blickte sie auf die erste Karte. Die erste Karte stellte die Frage des Warums. Wieso stellte sie den Karten die Frage oder auch sich selbst. Neugierig drehte sie die Karte um.

Der Eremit

Die Karte des eigenen Weges, der Suche und der Inspiration. Und auch wie in Eremit suchte sie ihren Weg in der Dunkelheit und suchte eine Antwort für sich selbst.

Die nächste Karte repräsentierte die hilfreichen Seiten des Schicksals und des Lebens. Mit auferlegter Geduldigkeit drehte sie die nächste Karte um

Der Stern

Die Karte der Fülle, der Weisheit und des Reisens. Das Schicksal goss also aus den Vollen über sie, und sie konnte ihm wie so oft vertrauen und ihm folgen.

Die dritte Karte stand für die hinderlichen Seiten des Schicksals und des Lebens. Nun war Kaliya erst recht gespannt und drehte sie um

Der Mond

Die Karte der Träume, des Gefühls und der Fantasy. Was ihr also im Weg stand waren ihre eigenen Gefühle und Fantasy. Vielleicht zeichnete sie sich zu viel düsteres in diesen Weg und machte sich selbst Angst damit.

Die letzte Karte offenbart die Antwort, die in einem selbst schon schlummert, aber die einem noch nicht klar ist. Und so drehte sie auch diese Karte um.

Die Herrscherin

Die Karte der Fülle, des Wachstum und des Erfolges. Die Karte stand auch für die Weiblichkeit und war es nicht genau das alles was sie wollte? Ein erfülltes Leben, an dem sie Wachsen konnte? Ja, genau das war es was sie wollte und es lag offen vor ihr sie musste es nur mit beiden Händen greifen.
So musste sie nur noch den Schwestern entgegen treten und es ihnen sagen, die Entscheidung war gefallen.

Verfasst: Donnerstag 28. Juni 2012, 15:13
von Kaliya Werren
Ein geretteter Glückskeks

Hätte sie bloss diesen Reiter nie angesprochen! Das war wirklich dumm, schollt sie sich immer wieder selber. Aber er hatte so verloren gewirkt und schien so sehr auf etwas zu warten, und so hatte sie ihn angesprochen. Dass er ein Rabendiener war wusste sie jetzt, aber zu dem Zeitpunkt fand sie, er wirkte verloren.
Sie fragte was ihr gerade so einfiel und plötzlich sprach er von Antworten die er geben könnte, und Antworten waren immer gut und die Neugier überwog.
Doch die Fügung des Schicksals war wie immer auf Kaliyas Seite und diesmal kam sie in Form von Darius Schwarzwinkel, der sie daran erinnerte, dass sie verabredet waren. Doch was dann kam, hatte Kaliya nicht erwartet. Der Rabendiener schmiss seinen Knochenspeer direkt vor Darius‘ Füsse und damit nicht genug, so liess er den Knochensperr auch noch zerbröckeln.
Darius rief ihr zu wegzulaufen, doch bis der Schrecken in Kaliya abgeklungen war, hatte der Reiter schon einen Trank geworfen der sie lähmte.
Sie wusste nicht wie Darius es geschafft hatte, aber er hatte den Rabendiener so lange abgelenkt, bis der Trank keine Wirkung mehr zeigte und eilig und verschreckt liefen die Beiden zum Gasthof der KuS. Dort fanden sie Schutz und auch Hilfe. Ein paar starke Recken kümmerten sich um den Rabendiener und vertrieben ihn von Bajard.

Am nächsten Tag sah die Welt schon wieder besser aus und Kaliya wollte gerade Richtung Bank als sie einen Freund traf und anfing mit ihm zu plaudern. Doch das Gespräch nahm eine abrupte Wendung, als der Rabendiener ebenfalls auftauchte.
Kaliya erstarrte vor Angst und hoffte er würde einfach vorbei gehen, doch sie hatte mit diesem Wunsch kein Glück. Er, der Rabendiener erinnerte sich noch an sie und sprach sie auch an.
Sie habe ihm etwas versprochen, doch das hatte sie nicht, sie hatte nie gesagt sie würde mit ihm mitgehen, ihre Worte waren; „vielleicht ein anderes Mal.“.
Doch auch dies Mal hatte Kaliya Glück und ihr Freund verteidigte sie und brachte sie durch ein Portal weg vom Geschehen, nach Adoran auf den Hof, wo sie die nächste Zeit wohl am sichersten war.
Sie sass auf dem Bett und dachte über das Geschehene nach. Bis jetzt hatte sie immer nur die Sonnenseiten des Lebens kennen gelernt. Doch die Medaille hatte eben zwei Seiten und diese Lektion hatte sie wohl lernen müssen. Doch blieb sie ein Kind des Glücks, denn ihr war nichts passiert.

Verfasst: Donnerstag 28. Juni 2012, 15:34
von Kaliya Werren
Ein Glückskeks ist Feuer und Flamme

Eben war sie noch bei Majalin und Lucien und teilte ihre Entscheidung mit. Schon war sie mitten im Geschehen; ein Fest sollte es sein das im Kreise von Gleichgesinnten stattfand.
Man traf sich am Ahnenbaum und dahin kam man nur wenn man ein Stück Nebelwald durch querte. Dieser Wald war seltsam. Nicht furchteinflössend aber seltsam. Und so eilten die Schwestern in Richtung Osten in den Wald und danach einen Hang hoch, auf einen Platz der sich einem Auftat, wenn man um die Ecke bog.
Und da standen sie auch schon, die Druiden und Kaliya hätte am liebsten laut los gelacht, denn da standen Zwei Personen die sie Beide schon kannte. Sie hatte nur nicht gewusst was sie waren.

Die die sich noch nicht kannten wurden einander vorgestellt und wer schon Durst oder Hunger hatte gönnte sich schon etwas am reichlichen Buffet.
Was danach passierte, war für Kaliya ein einziger Rausch; die Flammen des Feuers, die Worte und ihre eigenen Gefühle. Sie stand da mit den Anderen, erlebte das Tanzen des Feuers, das sich in den hängenden Spiegeln wieder gab und sich so noch vervielfachte. Die Funken schienen eine Art Muster zu bilden, oder täuschte sie sich nur? Doch dann nahmen sie auch schon Gestalt an, zupften an Ohren, berührten Wangen und kicherten in hellem Klang.

Feuerpuntsch mit Johanniskraut und Zitrone das würde ihr noch lange im Gedächtnis bleiben.

Verfasst: Dienstag 10. Juli 2012, 13:21
von Kaliya Werren
Glückskeks auf Liedes Pfaden…

Oh weiha, war sie nervös! Sie hatte sich mit Schnitzarbeiten zurück gezogen um sich zu beruhigen, aber jetzt war leben im Haus. Sowohl Alynara als auch Hanna waren da. Kaliya hatte ihre Stimmen gehört. So legte sie ihre Arbeit weg und stürmte die Treppe hinunter, in die willigen Arme von Hanna die sie auch gleich umarmten.

Sie waren noch gar nicht fertig kam schon Cara dazu und es wurde weiter umärmelt , als dann auch noch Yasme dazu kam war es nur noch ein Knuddel-Muddel.

So viel Nähe und das bei dem heissen Wetter! Alle warteten noch einige Momente ob noch jemand auftauchte, aber dem schien nicht so. Kaliya war etwas enttäuscht das nicht alle gekommen waren, aber auch froh das es endlich losgehen sollte. Yasme hatte die tolle Idee sich abzukühlen und so sassen die Schwestern alle aufgereiht am Ufer und liessen ihre Füsse ins kühlende Nass hängen.

Kaliya kicherte, Yasme sollte Anfangen die Geschichte zu erzählen, denn Wer zuerst Fragt….

Die Geschichte von Paia war für Kaliya nicht neu, aber einige Dinge schon, wie zum Beispiel das Paia Schwestern hatte, also lauschte sie gespannt während sie ein paar der süssen Kirschen verspeiste.
Es war wirklich lehrreich und sie verstand auch wieso diese Geschichte für die Schwestern wichtig war. Es wurden noch ein paar Fragen diskutiert und als Kaliya schon dachte der Unterricht wär zu Ende, fing er erst richtig an.


Sie hatten sich im kleinen Gärtchen versammelt, Hanna sprach vom Wasser in der Nähe, der sonnenwarmen Bodenplatten, dem Gras unter ihren Füssen und von der salzigen Luft. Die vier Elemente, fasste sie dann erklärend zusammen.
Wie hatte ihr das nicht auffallen können? Sie waren die ganze Zeit davon umgeben gewesen! Und Hanna fing an die Erde näher zu beschreiben, Kaliya war es als könne sie die Erdschichten unter ihren nackten Füssen spüren. Danach beschrieb Yasme die Luft, wie sie tanzte und um sie herum wirbelte.

Dann wurde es merkwürdig als Hanna anfing vom Wasser zu sprechen, es war wie eine Art Traum oder so ähnlich; Kaliya stand auf dem Wasser, draussen auf dem Meer und es Regnete. Wasser umgab sie, schloss sie ein, umspülte sie und war einfach überall!

Panisch riss Kaliya die Augen auf! Nein sie war nicht auf dem Wasser, sie stand immer noch sicher im Kreis ihrer Schwestern. Sie drückte Yasmes Hand etwas fester und diese drückte zurück, ein beruhigendes Gefühl, es gab ihr Sicherheit. Sie war nicht alleine, und sie würde es nie wieder sein müssen.

Cara sprach dann vom Feuer, beschrieb es und Kaliya konnte es fühlen doch es war eine klare Distanz zwischen ihr und dem Element.
Was dann kam darauf hatte sie niemand vorbereitet, sie trat in das Lied ein. Da waren keine festen Strukturen mehr, es war alles fliessend, gewoben, vernetzt und es schien Alles greifbar.

Da waren immer noch Hanna und Yasme deren Hände sie berührte, aber auch sie waren nur noch ein Gemisch aus Fäden oder ähnliches, erst war alles sehr merkwürdig, doch je länger sie so die Welt betrachtete umso klarer wurde sie.
Yasme lockte sie mit kleinen Spielchen, mit Wind und Wasser. Doch dann verlor Kaliya die Verbindung zum Lied und alles war wieder so wie vorher, nur dass da wirklich eine Pfütze war vor ihren Füssen.

„Ihr werdet es üben müssen.“, war die Anordnung, damit sie wirken konnten mussten sie sich im Lied bewegen können.

Üben musste man Kaliya nicht zwei Mal sagen, sie war neugierig und übte fast jeden Tag und je sicherer sie ins Lied fand, desto mehr wurden aus den Fäden Tropfen, die sie beliebig verschieben konnte, doch verlangte es ihr noch viel Konzentration ab, dies zu tun. Übung macht den Meister und aller Anfang ist schwer, ging Kaliya öfters durch den Kopf, wenn sie so vor sich hin übte.