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Nachrichten auf Falkenblick
Verfasst: Sonntag 3. Juni 2012, 17:34
von Rory Millen
*eine halbe Krone hatte der Banker von Berchgard für den Dienst eingestrichen eine kleine Nachricht für Rory zu verfassen, so liegt nun im Falkenblick ein Zettel auf Tarinas Kopfkissen mit folgender Aufschrift:...*
Licht meines Lebens!
Ein Auftrag zwingt mich sogleich für ein kleines Weilchen aus Berchgard abreisen zu müssen.
Ich bin so bald wie möglich wieder bei dir.
Es ist für den Baum vor dem großen Haus!!
In treuer Liebe
*die Unterschrift unterscheidet sich deutlich vom vorhergegangenen Geschriebenen, ist krackelig und krumm*

Verfasst: Sonntag 3. Juni 2012, 21:43
von Gast
Zur 18. Stunde sitzt sie in der Taverne Berchgards, beinahe etwas aufgeregt könnte man sagen schaut sie immer wieder zum Eingang, in der Hoffnung dass er gleich durch die Türe tritt.
Nach einiger Zeit bestellt sie sich beim Schankwart ein Wasser. Langsam trinkt sie. Immer nur kleine Schlücke. Das Glas leert sich, es ist bereits die 19. Stunde angebrochen und nichts geschieht. Niemand kommt durch die Türe auf welche sie so sehnsüchtig blickt. Schwer ist ihr Herz, enttäuscht und gar verletzt.
Nach einiger Zeit erhebt sie sich und begibt sich in die Mine. Sie muss schürfen. Versuchen ihre Gefühle zu kontrollieren. Hatte sie sich so getäuscht? Gar einen Baum aus Stein hat er ihr gemeißelt mit einer wundervollen Inschrift und ihr neben das Haus gestellt. Seine Blicke, seine Berührungen, so liebevoll und innig. Wieso ließ er sie dann einfach sitzen? War sie ihm nicht wichtig genug? Hatte er sie gar vergessen?
Mehr und mehr steigerte sie sich in diese Fragen hinein, und wilder und wilder schürfte sie in der Mine das Erz.
In ihrer Unachtsamkeit stürzte sie als sie die Treppen hinauflief um das Erz zur Schmelze zu tragen. Dabei fiel sie mit den Rippen auf einen großen Holzstamm, welcher am unteren Ende der Treppe nur so auf sie wartete. Mit einem etwas schmerzerfüllten Blick, jedoch ohne Schreie oder Fluchen, richtete sie sich wieder auf und beendete ihre Arbeit.
Sie entschied sich noch einmal die Taverne aufzusuchen. Noch immer war er nicht da. Sie gesellte sich zu den anderen Anwesenden und gab sich ihrem Kummer hin. Die Dame hinter der Theke brachte ihr viel Verständnis entgegen, hetzte gar über die Männer, dennoch trug sie einen prachtvollen Ring am Finger. Man solle einen Mann fallen lassen wenn er eine Frau versetzt. Konnte sie das? Nach all dem was er zu ihr sagte, was er für sie tat, wie er sie ansah und wie er sie anfasste? Nein.. Er war etwas besonderes... Oder? Selbst versuchte sie immer wieder sich einzureden, dass er sie ebenso liebte wie sie ihn. Doch wieso lies er sie so sitzen?
Nach einigen Gläsern Schnaps beschloss sie, sich einfach auf ihre Matte zu legen und zu schlafen. Einfach nicht daran denken...
Sie trottete los, gerade als sie die Taverne verließ begann es zu regnen, als ob es nicht genug gewesen sei.
Im Haus angekommen wechselte sie zuerst ihre Kleidung und ließ sich auf die Matte sinken. Etwas unweich lag sie auf dem Kopfkissen, griff danach um es etwas aufzuschütteln, als sie den Zettel entdeckte. Schnell las sie ihn, kurzzeitig erhellte sich ihre Miene, als sie nun wenigstens ein Lebenszeichen von ihm hatte, dennoch schaute sie sehr enttäuscht drein.
Diesen Abend wollte sie mit ihm verbringen. Diesen Abend wollte sie mit ihm genießen. Diesen Abend wollte sie bei ihm sein. Diesen Abend...
Sie zerknüllte das Pergament und warf es weit von sich. Hin und hergerissen zwang sie sich zur Ruhe zu kommen, machte sich schöne Gedanken um nicht auf die Einsamkeit zu blicken in der sie ausharren musste. Auch der Schnaps zeigte langsam seine Wirkung, und lies sie nach einer Weile einschlafen.