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Das Leben geht weiter..

Verfasst: Montag 28. Mai 2012, 15:42
von Gast
Der Frühling hatte in die Lande Einzug gehalten und auch das Tal der Druiden erwachte aus seinem Winterschlaf, es war zwar auch im Winter der schönste Ort den Xardrias kannte, aber im Schein der Sonne mit der ersten lauwarmen Frühlingsbrise die sein schwarzes langes Haar zum wehen brachte war es doch eindeutig noch schöner. Als er langsam an den Holzhütten vorbeischritt machte sich ein Ausdruck von Traurigkeit in seinem Gesicht breit, schon lange hatte er viele seiner Brüder nicht mehr gesehen, Arulius nur einmal kurz, dann Taleon einige Male in Berchgard und Aremion hier und da mal wieder. Aber vom Rest war nichts auszumachen, scheinbar hielten sie noch Winterschlaf oder trieben sich sonst wo rum. Seufzend ließ er sich auf einem Stein neben einem alten Menhir nieder, der Blick überflog das Tal welches er von hier aus sehen konnte. Wenigstens hatte er vor wenigen Tagen einige der Schwestern gesehen, Aremion und er wollten eigentlich nur kurz nach Bajard. Auf dem Weg dorthin trafen sie aber auf Lucien und nach einigen Albernheiten hatten sie solange getrödelt das auch Majalin sich zu ihnen gesellte. Majalin lud die zwei auf die Sumpfinsel ein und sie folgten bereitwillig. Bei einem Becher Saft tauschten sie Neuigkeiten aus die es zu Berichten gab, so erzählte Maja von Mimeria die erst vor kurzer Zeit von den Schwestern gefunden wurde. Eine unvorsichtige Frau wie sie beschrieben wurde, die auch noch ausgerechnet in Düstersee eine Heimat gefunden hatte. Einige Gedanken schossen durch Xar’s Kopf doch in diesem Moment öffnete sich auch schon die Tür und besagte Mimeria betrat den Raum. Nach einer Weile als er sich mit Mimeria unterhalten hatte merkte er dass ihre Zunge vielleicht wirklich ein bisschen zu Locker war. Sie meinte doch glatt dass die Schwestern durch ihre Weiblichkeit die Druiden weichklopfen und so für sich gewinnen könnten. Doch welcher vernünftige Druide würde sich von Weiblichkeiten ablenken lassen wenn es um wichtige Themen und dem Schutz von etwas ginge?

Cara die sich inzwischen auch zur kleinen Gruppe gesellt hatte verschwand kurz mit Majallin im Hain um etwas zu besprechen. Mimeria schien ziemlich neugierig zu sein und fragte alles mögliche, doch als sie ein Pergament herausholte und zu schreiben begann nachdem Lucien ihr etwas erzählt hatte wurden die drei Männer doch etwas misstrauisch und wollten wissen was sie dort aufschrieb. Doch außer herumdrucksen und unsinnige Antworten kam von ihr nichts, Lucien wirkte schon leicht gereizt und auch in Xar baute sich etwas auf. Plötzlich ging dem sonst eher ruhigen und besonnenen Druiden das doch hitzige Gemüt durch was nicht viele kannten, ein kleiner Feuerball festigte sich auf seiner Handfläche und zu allem Überfluss drohte er Mimeria auch noch das Pergament zu verbrennen. So schnell wie der Feuerball kam so schnell verschwand er auch wieder nachdem Lucien Xar auf seinen Fehler hingewiesen hatte, doch auch Mimeria wollte abhauen und Lucien war nun vollends wütend. Zwar entschuldigte sich Xar bei Mimeria als sich die Situation wieder etwas beruhigt hatte doch wusste er das dies nicht ausreichte.

Er verließ die Insel und besuchte Fayana um wieder einen klaren Kopf zu bekommen, natürlich konnte er ihr nichts davon erzählen doch schon ihre Nähe war für ihn irgendwie beruhigend, auch wenn es erst das zweite Aufeinandertreffen der beiden war. Spät in der Nacht kehrte er wieder zurück nach Vernementon, als sich der junge Druide der scheinbar undurchdringlichen Dornenhecke näherte kam Bewegung in die Ranken und sie schlängelten sich langsam zur Seite um einen kleinen Durchgang in den eigentlichen Hain Freizugeben. Als er durch die Lücke durchgehuscht war wucherten die Ranken wieder zusammen und versperrten den Weg, wieder alleine schossen ihm erneut die Gedanken in den Kopf, er hatte ihr gedroht? Wie konnte er bloß so die Beherrschung verlieren? Vielleicht war es die Angst die immer noch tief in ihm saß, zweimal hätte er beinahe schon alles verloren was ihm lieb war und auf ein drittes konnte er gerne verzichten. Doch wusste er das er sie nochmal aufsuchen musste um mit ihr zu reden, es tat ihm leid und er bereute das er es getan hatte, doch ändern konnte er es nicht mehr, nur hoffen das sie mit ihm reden würde. Wenn es sein muss auch in Düstersee. Die Sonne stieg schon langsam über den Bergkamm und tauchte den Hain in ein morgendliches Gold als Xardrias einen letzten Blick gen Himmel warf.

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Verfasst: Mittwoch 30. Mai 2012, 17:49
von Gast
Ashlin.. Es war schon eine Weile her als er sie das erste Mal traf, am Hafen von Berchgard stand sie und schien noch nicht lange auf Gerimor zu verweilen. Sie war sehr vorsichtig und schien auch ein bisschen Angst vor fremden zu haben, ihre Haare waren etwas zerzaust und zeugten von einem Leben im Wald, da war sich Xardrias ziemlich sicher. Schon nach kurzer Zeit schien er ihr Vertrauen zu gewinnen und so versprach er ihr beim nächsten Treffen mit zu einem Schneider zu kommen. Die Tage und Wochen vergingen doch sah er Ashlin nicht wieder, vielleicht war es besser so auch wenn er sie irgendwie gerne wiedersehen wollte, hatte er doch wichtigere Sachen zu tun als sich mit Frauen rumzutreiben.

Einsam trat er auf den kleinen Steg zu an dem ein Boot festgezurrt war, mit welchem man den Fluss überqueren konnte der den Weg zum Ritualplatz versperrte. Ein Spatzenpärchen folgte ihm auf seinem Weg und zwitscherte ihm fröhlich zu, mit einem Lächeln stieg er ins Boot und griff nach den Rudern, nur wenige kräftige Züge waren nötig um die andere Seite des Flusses zu erreichen. Das Boot schaukelte als der Druide hinausstieg um es wieder festzubinden, festen Schrittes trat er danach auf die Höhle zu und durchquerte sie ehe er auf der kleinen Lichtung des Ritualplatzes zwischen den Bergen ankam. Mit gesenktem Haupt trat er in die Mitte der Menhire und welche die vier Elemente Symbolisierten. Er begann beim Menhir im Westen und neigte sein Haupt tief gen ihm, das wiederholte er bei den Menhiren im Norden und Osten bis er beim Feuermenhir im Süden ankam, man könnte meinen das er hier das Kopfneigen etwas länger hinzog, ehe er sich im noch feuchten Gras niederlies. Der Kopf wurde in den Nacken gelegt und er betrachtete die Regenwolken, die bis vor wenigen Minuten noch ihr lebensspendendes Nass über Gerimor verteilten, nun hatten sie ihr Werk vollbracht und wanderten wieder in Richtung des Meers. Er zog die Beine an seinen Körper und nahm eine angenehme Sitzposition ein, dem Treiben der Wolken folge er noch einen Moment gespannt, dann schloss er langsam die Augen und versucht sich zu entspannen. Lange war er nicht mehr zur Ruhe gekommen und so auch zu keiner Meditation, so war es nicht verwunderlich das sich die Eindrücke der letzten Wochen vor seinem inneren Auge wieder abspielten. Er fühlte sich Kraftlos und leer, durch die Meditation wollte er wieder zu Kräften kommen und die Eindrücke positiv verarbeiten, die Gedanken wurden weniger Xardrias versuchte den Kopf freizubekommen und an nichts zu denken. Die Atmung entspannte sich und wirkte rhythmisch, durch die Nase wurde eingeatmet und durch den Mund aus, so schien der Stress der vergangenen Tage zu verfliegen und er tankte neue Kräfte. Doch sein Unterbewusstsein wollte sich scheinbar einen Scherz erlauben und schob ihm ein verschwommenes Bild vor die Augen welches nur nach und nach an Schärfe gewann. Am Anfang konnte er nur verschwommene Konturen wahrnehmen, im Zeitraum zweier Herzschläge wurde aus der Kontur eine weibliche Silhouette und auch das Gesicht festigte sich. Seine Stimme drang gedämpft und scheinbar auch verwundert über den Platz, einem lauteren Flüstern gleich verteilten sie sich trotzdem und hallten leise von den steilen Berghängen wieder „Ashlin..?“ Als eine kühle Brise den Berghang herunter kam stellten sich seine Nackenhaare auf und er krallte sich im feuchten Gras fest. Das Bild verblasste wieder, die Hände noch immer panisch ins Grad gekrallt atmete er tief durch und schlug die Augen wieder auf, sein Herz raste und er versuchte sich erst mal wieder einzukriegen. Die Gedanken sausten wieder nur so durch seinen Kopf, was bei Eluive war das? Ihm war es doch noch nie passiert dass er von einem Gedanken bei der Meditation nicht loslassen konnte.. Mit den nassen Händen fuhr er sich beruhigend durchs Gesicht und machte sich daran wieder zu seinem Haus zu gehen. Er legte sich auf eines der Felle, viel Schlaf bekam er in dieser Nacht jedoch nicht, immer wieder musste er an sie und das Bild in seinem Kopf denken, dabei hatte er doch eigentlich schon die Hoffnung aufgegeben sie wieder zu sehen…

Übermüdet und immer noch sichtlich durcheinander stand er am nächsten Mittag mit Aremion in der bajarder Bank beide kramten in ihrer Banktruhe als die Tür aufschwang und jemand in den Raum trat. Eine Liebliche Stimme erklang und Xardrias zuckte kurz zusammen ohne sich um zu wenden, das war sie! Das war Ashlin, er war sich so sicher dass er noch im umdrehen mit ihrem Namen grüßte. Sofort fand sich sein Blick in ihren Augen wieder und er bewunderte förmlich ihr eines welches zweifarbig war. Da er ihr auch etwas zu trinken versprochen hatte beim ersten Treffen gingen die drei in eine Taverne. Doch Xardrias ließen die Gedanken nicht in Ruhe, es konnte doch kein Zufall sein das sie sich ausgerechnet heute wiedersahen, hatte Eluive sie wieder zusammen geführt? Aremion. Ashlin und Xardrias verbrachten einen schönen Mittag in der Taverne und hatten sichtlich Spaß dabei, es wurde getrunken und viel gelacht die drei lernten sich ein bisschen besser kennen und Xardrias Faszination für Ashlin wurde nur noch größer. Aber leider verflog die Zeit viel zu schnell und Ashlin musste sich wieder verabschieden.

Das nächste Treffen von Ashlin und Xar lies diesmal nicht so lange auf sich warten, Ashlin wollte Jagen gehen und da er nicht einfach eine Frau alleine zu diesen Ungeheuern losschicken konnte begleitete er sie und versprach ihr sie zu beschützen. Die Jagd verlief überraschend gut und so verließen sie die Höhle frohen Mutes wieder. Doch was dann geschah, damit hatte Xardrias wirklich nicht gerechnet, nach einem kleinen Kompliment seinerseits stürmte sie auf ihn zu und drang ihn zurück bis er mit dem Rücken gegen eine Wand stieß, völlig perplex und überrumpelt konnte er sich nicht dagegen wehren. Ihr Lippen drückten sich auf seine und er starrte sie erschrocken mit den weit geöffneten bernsteinbraunen Augen an. Nur langsam schlossen sie sich und wieder begann sein Herz wie verrückt zu schlagen, ein Arm legte sich um ihren Rücken und mit der anderen Hand wollte er ihr sanft über die Wange streichen, doch dann löste sie sich auch schonwieder und sah ihn nun erschrocken an. Bevor er fragen konnte was das sollte stand auch schon ein Priester der Temora vor ihnen und wollte sie zu einer Veranstaltung einladen. Als die beiden wieder alleine waren und am Hafen ihre Edelsteine eintauschten musste Xardrias es einfach wissen und er fragte ob sie ihm nicht etwas zu erklären habe. Die erste Träne wollte von ihrer Wange kullern, als Xardrias Finger sie noch daran hinderte und er sie danach in den Arm nahm. Unter Tränen gestand sie ihm dann etwas was ihn zu tiefst schockierte, sie hatte noch einen Freund, abrupt löste sich seine Umarmung wieder und er wandte sich von ihr ab, nun selbst mit den Tränen kämpfen. Wie konnte sie so etwas tun? Es war sein erster Kuss und dann noch von einer Frau die einen Freund hatte? Er war enttäuscht und verletzt, wie angewurzelt stand er nun mit dem Rücken zu ihr und sie versuchte ihn zu umarmen, eine Gegenwehr blieb aus und sie erzählte das es schon vor dem Kuss feststand das sie sich von ihm trennen würde. Trotzdem hatte Xardrias ein schlechtes Gewissen, aber er konnte diese schöne Frau nicht weiter Weinen lassen, so drehte er sich wieder um und nahm sie Tröstend in den Arm. Den Abend ließen die beiden in der Taverne ausklingen als sich beide wieder beruhigt hatten und Xardrias schien der glücklichste Mann zu sein den es gab Nocheinmal küsste er sie zärtlich und es war schöner als er sich seinen ersten Kuss ausgemahlt hatte, ihre Lippen waren so zart und ein Kribbeln durchströhmte seinen Körper, er wusste das es die richtige war. Blieb nur das Problem mit dem Freund…

Verfasst: Donnerstag 14. Juni 2012, 12:35
von Gast
Die Idee war geboren, ein Geschenk für Ashlin musste her, ein besonderes Geschenk für eine besondere Frau. Doch was mochte sie und was würde ihr gefallen? Viele Tage machte sich Xardrias Gedanken darüber und fragte auch Taleon, die beiden wurden sich schnell einig das es eine Kette werden sollte. Er wusste zwar um die Narbe an ihrem Hals doch hoffte er das sie die Kette trotzdem tragen würde, die Kette sollte aus einem Lederband mit einem Anhänger bestehen, musste er sich nur noch die Form des Anhängers überlegen.

Als er eines Abends alleine vor dem Gemeinschaftshaus saß und über den Anhänger nachdachte hörte er plötzlich ein rascheln und das Knacken von Ästen vor sich. Der Blick der eben noch auf dem Holzboden ruhte wurde angehoben und die bernsteinbraunen Augen fixierten den Punkt aus dem die Geräusche kamen. Ein großer stolzer Hirsch trat hinter den Bäumen hervor, doch war es kein normaler Hirsch das wusste Xardrias schon beim Anblick des Tieres. Der Hirsch führte Xardrias zum Ritualplatz, wo er die Reise in sein innerstes bestreiten musste so wie es jeder Bruder einmal tun muss um in den inneren Kreis der Bruderschaft zu kommen. Die Reise war aufregend und als er wieder im hier und jetzt war, legte sich ein sanftes Lächeln auf seine Lippen. Eluive sah ihn als würdig an neue Aufgaben zu übernehmen und zeigte ihm den Weg, es war ein wunderbares Gefühl welches ihn durchströmte und es machte ihn auf gewisse Weiße Stolz.

Gestärkt durch die Schöpfergöttin und die Erkenntnis seiner Reise ins Innere keimte ein Gedanke in ihm auf, Yorah hatte ihm einst einige Runen beigebracht und Runen sollten nun den Anhänger zieren. Runen welche es vermochten Ashlin Kraft zu geben, sie zu schützen und ihr gemeinsames Band zu stärken. Er ging die verschiedenen Runen durch und entschied sich schlussendlich für Eihwaz, Hagalaz, Berkana, Ehwaz und Kenaz.

Eihwaz – Sollte ihr Selbstvertrauen geben und sie stärken das sie für die nicht immer schöne Welt gewappnet ist

Hagalaz – Die Schutzrune der Thyren sollte auch Ashlin schützen und ihr die Sicht auf die Dinge erleichtern.

Berkana – Das Symbol für die Mutter, es soll ihr Frieden, Gesundheit und Fruchtbarkeit schenken.

Ehwaz - Sollte die Beziehung von ihr und Xardrias stärken und ihre Energien zusammenführen auf das sie harmonisch zusammenarbeiten.

Kenaz - Die Rune des Feuers steht für die positiven Aspekte der menschlichen Lust und Leidenschaft, der Liebe, Heilung und Erneuerung. Eine Mächtige Rune in einer Beziehung wie er fand.

Die Neuigkeiten berichtete er sofort Taleon als er ihn sah, mittlerweile stand auch Fest das der Anhänger aus Turmalin gefertigt werden sollte. Taleon hatte sich Gedanken über die Form gemacht, es sollte ein rundes Stück werden mit einem Loch in der Mitte, würde man es von der Seite ansehen kann man die abgeflachten Kanten der dünnen Scheibe ausmachen, fast gleich einer Raute. Diese sollte dann entzwei gebrochen werden so dass es eine Kette für Ashlin und eine für Xardrias geben würde. Mit den Ideen im Kopf machten sich die beiden auf den Weg zu einem geeigneten Ort, an dem sie den Turmalin mit Hilfe des Liedes bearbeiten konnten. Sie wählten einen kleinen Strand, aus seiner Tasche zog Xardrias den Turmalin welcher in einem sehr dunklen Grün schon fast einem Schwarz gleich bezaubernd schimmerte. Noch waren einige Unebenheiten an dem Stein, er platzierte ihn auf dem Sand und Taleon erklärte wie sie vorgehen würden da er seinen Ritualkelch auch so geformt hatte. Die beiden Brüder schlossen die Augen und begannen mit den Klängen und Harmonien des Liedes eins zu werden, Xardrias reichte Taleon dem noch unerfahrenerem bereitwillig die Feuerklänge die ihn umgaben, das Knistern streckte sich nach Taleon als ob es ihm eine Hand reichen wolle. Die Kräfte der beiden nun verbunden lies Taleon den Turmalin so schnell rotieren das es möglich wurde ihn zu bearbeiten, Xardrias erhitzte den Turmalin um ihn weicher zu machen und so das Abtragen zu erleichtern. Um den Turmalin Rotierte eine Feste Glasschicht die aus dem Sand hergestellt wurde, gestärkt mit den Klängen der Erde und des Windes war es hart genug um dem Turmalin seine endgültige Form zu verleihen. In die Mitte bohrte sich ein fester Dorn für das Loch und auch in die gedachten Löcher zur Befestigung drangen Dornen ein um dem Turmalin sein endgültiges Aussehen zu geben. Nach einem letzten lauten Grollen der Erdstränge brach der Stein in zwei gleichgroße Stücke. Die Elemente kehrten wieder an ihren Ursprünglichen Platz im Liedgefüge zurück und ein sanfter Windhauch umgab die beiden für einen kurzen Moment.

Schon sichtlich erschöpft lag Taleon am Boden, auch Xardrias hatte es einiges an Kraft gekostet und er stützte sich tief durchatmend auf seinen Stab ehe er begann die beiden Teile aus dem Sand auszugraben. Staunend drehte er sie in den Händen und ein zufriedenes Lächeln huschte über seine Lippen, sie waren jetzt schon wunderschön. Eluive sagte Xardrias bei ihrem letzten aufeinandertreffen er solle von nun an die jüngeren Lehren und so fragte er Taleon ob er schon etwas über das Element des Feuers wusste, was dieser verneinte. Xardrias erzählte ihm etwas darüber und auch welches Ritualwerkzeug ihm zugeordnet wurde. So erholten sich die beiden in diesem Augenblick und Xardrias erklärte Taleon noch wie sie nun weiter vorgehen. Mit der Hilfe Taleons sammelte Xardrias die Feuerenergien in seinem Stab und presste sie so zusammen das nur ein kleiner aber sehr heißer Funke entstand, der Funke verlies den Stab und schwebte kurz über dem ersten Turmalinstück welches er auf einem Stein bereitgelegt hatte. Genährt und getrieben vom Wind tauchte der Funke in das Stück ein und begann nach und nach die Runen hinein zu brennen. Der Funke hinterließ rötlich schimmernde Runen auf dem dunklen Stein. Das gleiche wurde bei dem anderen Stück wiederholt, jedoch wurden hier die Runen in umgekehrter Reihenfolge hineingebrannt so dass wenn man die beiden Stücke verbindet die jeweiligen Runen direkt übereinander lagen.

Der Funke erlosch und beide waren am Ende ihrer Kräfte, es war spät in der Nacht die Sterne waren schon kurz vor dem Erlöschen um das Morgengrauen einzuläuten. Nun mussten sie Eluive noch bitten die Runen mit ihrer Macht zu erfüllen. Mit gesenktem Haupt standen beide vor dem Stein und Xardrias begann leise und sanft, fast einem flüstern gleich zur All-Mutter zu sprechen.

„Eluive, Schöpferin unserer Welt, wir deine Kinder welche du mit der einzigartigen Gabe segnetest und die dir immer zur Seite stehen um deine Schöpfung zu wahren, möchten dich in der heutigen Nacht, die Runen dieser beiden Stücke zu ermächtigen und mit ihrem Schutz zu versehen. Auf das sie ihre volle Wirkung entfalten und helfen können das Leben zu schützen“

Nach diesen Worten schlossen sich seine Lider halb und das Haupt wurde noch tiefer geneigt ehe er wieder zu sprechen begann

„Hilf uns dabei so wie wir dir helfen“

Als er die Worte sprach konnte er sehen wie die Runen kurz aufleuchteten, die beiden Druiden umgab erneut ein Windhauch, diesmal jedoch sanft und liebevoll einer Umarmung gleich. Die beiden genossen das Gefühl und als es vorbei war verharrten sie noch einen Augenblick Regungslos. Xardrias nahm die beiden Teile wieder an sich und hielt sie zusammen, dabei konnte er die Macht der Runen nun deutlich spüren.

[img]http://img811.imageshack.us/img811/5592/steinchen.jpg[/img]

Jetzt war es an der Zeit der Schöpfergöttin und den Elementen für ihre Hilfe in der heutigen Nacht zu danken. So zog Xardrias einen Trinkschlauch hervor und vergoss den Inhalt auf dem Sand und sprach Worte des Dankes an Eluive und die Elemente. Müde und gezeichnet von den Anstrengungen kehrten die beiden im Morgengrauen zurück in den Hain, Xardrias verabschiedete sich von Taleon und dankte ihm für seine Hilfe. Noch am Morgen hatte er zwei Lederbänder geflochten, Ashlins geschenk war endlich ferig so musste er ihr heute nur noch die Kette schenken und hoffen dass sie ihr gefällt..

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Verfasst: Dienstag 7. August 2012, 16:20
von Gast
Tage kamen und gingen, die Wochen zogen ins Land, wie immer ging der Kreislauf unaufhaltsam weiter. Lebewesen und Pflanzen starben um Platz für etwas Neues zu machen, Platz für eine neue wunderbare Schöpfung der All-Mutter und sei es nur eine einfache Lilie die inmitten einer Wiese ihre wundervollen Blüten treibt. Der junge Druide hockte vor der Lilie und bewunderte sie, doch auch diese Schönheit war vergänglich, irgendwann wird sie verwelken und etwas Neues daraus entstehen. Er wirkte nachdenklich und lies sich nun gänzlich ins Gras sinken dabei schloss er die Augen und schwelgte in Gedanken. Für seine 24 Jahre hatte er schon viel erlebt, viele sah er kommen und vielleicht noch mehr gehen doch so war es eben, das Leben musste weiter gehen auch wenn es manchmal schwer fiel.

Leben.. In seinem Leben hatte sich in letzter Zeit etwas verändert, wenn sie bei ihm war schien die Zeit still zu stehen, der Kreislauf für diesen Moment der Freude eine kurze Pause einzulegen. Xardrias wünschte sich das diese Momente nie vorbei gehen würden, jede Sekunde wünschte er sich bei ihr zu sein, doch er wusste dass das nicht ging, zu wichtig sind die Aufgaben der Bruderschaft und so genoss er die Zeit die er mit ihr verbrachte umso mehr. Er genoß ihre Nähe, ihren Duft, ihre Berührungen einfach alles, es war neu für ihn und doch so unbeschreiblich schön dass er es nie mehr missen wollte.

Nach dem Fest als Lucien so ausrastete weil Arulius Ashlin mitgebracht hatte fühlte sie sich sehr verletzt und sie schien es immer noch zu sein. Sie fragte Xardrias nach seinen Eltern und als er ihr erzählte das sein Vater fort ging weil er auch ein Druide war machte sie sich sorgen, sie meinte das Arulius auch seine Frau verlassen hätte und es wohl bei Druiden so üblich wäre das sie früher oder später verschwinden. Er versicherte ihr jedoch dass er für immer bei ihr bleiben würde. Doch nun, alleine auf der Wiese sitzend quälten ihn diese Gedanken regelrecht. Würde er sie irgendwann verlassen müssen auch wenn er gar nicht wollte? Sie einfach alleine zurücklassen vielleicht sogar mit einem Kind wie es sein Vater tat?

Hastig schüttelte er den Kopf um die Gedanken wieder los zu werden, nein er würde sie nicht alleine lassen, er würde immer für sie da sein und sie beschützen. Er liebte sie doch von ganzem Herzen und Eluive führte die beiden zusammen, seine Liebe zu Ashlin würde auch dann nicht vergehen wenn es für ihn an der Zeit ist Platz für etwas Neues im Kreislauf des Lebens zu machen.

"So sitz ich da, bin tief versunken
in den Gedanken eben.
Ich lass sie los, lass ihnen freien Lauf
Ich lass sie fliegen.

Sie dreh'n sich um dich, sind dicht bei dir
streifen sanft durch dein Haar.
Seh' dein Gesicht, seh' deine Augen,
deine Lippen sind so nah.

An dich verschwend ich all meine Gedanken,
mein ganzer Kopf ist voll davon.
Du kannst sie alle haben, sie haben dich auserkor'n
An dich hab ich sie alle und nicht zuletzt mein Herz verlor'n."



Schwerfällig erhob er sich aus dem Gras, im Vorbeigehen bückte er sich noch einmal und strich zärtlich über die Lilie. Sein Weg führte ihn an den Strand und als er auf das offene Meer hinaus sah schweiften die Gedanken schonwieder zu Ashlin ab. Er würde sie fragen ob sie ihn heiraten will, doch wie er das anstellen wusste er noch nicht, zuerst würde er sicher einen Ring brauchen.


"Sieh, Du Schöne, was ich habe...
Willst Du diesen Ring von mir?
Streif ihn über und dann sage:
Ja, fortan gehör' ich Dir!"


Die Stiefel wurden in den Sand geworfen und er trat näher auf das Wasser zu, soweit das die Wellen seine Füße erreichten. Mit zwei Fingern malte er ein kleines Herz in den Sand, zwar würde dies den Wellen nicht lange standhalten doch in seinem Herzen hatte Ashlin nun für immer einen festen Platz und nichts könnte etwas daran ändern.

[img]http://img689.imageshack.us/img689/6506/herzamstrand.jpg[/img]