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Eine Botschaft an Ritterin Swynedd
Verfasst: Samstag 26. Mai 2012, 07:46
von Gast
Es gefiel ihm garnicht, in welche Richtung die Begegnungen mit ihr gingen. Was auch immer sie gerade beschäftigte, er beschloss ihr aus dem Weg zu gehen, Launenhaftigkeit und Gereiztheit als Frau und dann noch ihre Position... genug der Zugeständnisse, ab heute.
Er fand sie interessant, das stand ohne Zweifel fest, doch ihr Schoßhund würde er deswegen nicht sein oder werden. Ihren Worten folgen und den Tempel aufzusuchen um Buße zu tun war die erste Bedingung um sie wiederzusehen, einen Weg einzuschlagen den er schon vor ihrem Gespräche beschritten hatte. Würde es dabei bleiben, oder weitere folgen?
Sie reizte ihn und ja sie meinte mit ihm spielen zu dürfen, damit er sich ihres Interesses als würdig erweisen könne? Seine Mimik war sturmumwölkt als er in der Bank nach Pergament und Feder verlangte, um einige Zeilen zu verfassen.
Er hätte es auch einfach dabei belassen können und stillschweigend sich wieder aus ihrem Leben stehlen können, doch er würde abwarten was weiter geschah.
So gab er Herulf auch nur eine Botschaft für die Dame auf einem gefalteten Pergament, dass mit einem dunkelroten Klecks Siegelwachs verschlossen worden war.
"Seinen Segen mit euch, Ritterin Swynedd!
Ich habe mich um die mir auferlegten Aufgaben
zu kümmern so wie Ihr um die Euren.
Sollten unsere Begegnungen die selbe Natur haben
wie die letzten, werden wir beide nicht erfahren
was wir erfahren möchten.
Möge Sein Zorn euch leiten!
Mit respektablen Gruße,
gez. Althan"
Er wird Herulf zunicken und sich dann zu Fuß aufmachen gen Düstersee.
Verfasst: Sonntag 27. Mai 2012, 20:24
von Anastasia Swynedd
Sobald man den ordentlich versiegelten Brief öffnet und zu lesen beginnt, wird man wohl bemerken können, dass die Laune der Ritterin sich in der Zwischenzeit nicht gebessert hat. Man möchte beinahe meinen sie habe den Spaß an dem Spiel verloren, oder ist sie tatsächlich derart enttäuscht von seinem Verhalten dem Tempel gegenüber, wie sie es Ihm zu vermitteln versuchte? Vieles lässt sich vermuten, Gewissheit wird man durch diesen Brief allerdings wohl nicht bekommen. Es fällt lediglich auf, dass das Schreiben schlicht gehalten und wie ein offizieller Brief mit Ihrem Siegelwachs verschlossen ist.
Des Herren Segen mit Euch Herr Althan,
es ist gut zu wissen - oder zumindest so deute ich Euer Schreiben - dass Ihr Euch bereits mit den Aufgaben auseinandersetzt. Ich hoffe die Dringlichkeit ist Euch bewusst und Ihr werdet als bald lernen Euch entsprechend der Vorschriften zu verhalten. Der All-Eine beobachtet Euch, denkt unter anderem daran, wenn Eure Bemühungen von Erfolg zeugen und Ihr einmal wieder in den Farben des Tempels gehüllt seid!
Selbstverständlich habe auch ich meine Arbeiten zu erledigen, ist das Streben unter der Pranke des Herrn doch lebenslang.
Handelt pflichtbewusst und mit Bedacht. Einen weiteren Fehltritt werdet Ihr Euch nicht leisten können. Weder vor, noch in der Stadt, Herr Althan.
Sein Zorn möge Euch stärken
[img]http://darkrain1.da.funpic.de/siegel_anastasia.png[/img]

Ritterin des Herrn
Mitglied der Schwarzen Armee
Verfasst: Sonntag 27. Mai 2012, 22:39
von Gast
Diesmal wird er das Schreiben erst spät am Abend in Ruhe lesen können, der Tag war lang gewesen und voller Pflichten die ihn bisher davon abgehalten hatten, das Siegel zu erbrechen.
Die Glaubensgespräche im Tempel Düstersees, das Gespräch mit Herrn Benjamin und Herrn Sinndar in Rahal, dann der Abzug mit der Truppe zur Festung zwecks der Truppenübung und ein kurzer Abstecher nach Bajard, um sich den Markt zu besehen und Lucien etwas für seine Frau zu überreichen.
Nun endlich hatte er einige Momente für sich und er zog sich auf die Hagburg in sein kleines Zimmer zurück was er dort bewohnte.
Hier erst brach er das Siegel und las schweigend die Zeilen, kurze Zeit später fiel das Pergament zu Boden eine kleine Flamme leckte daran und verformte das Papier zu einem kleinen Häufchen rauchender Asche.
Er griff zu Feder und Pergament...
Eine Botschaft geht an Klaus, das Schreiben wird bei Herulf abgegeben.
"Sucht mich auf
gez.Althan"
Er erhob sich und als er an dem Aschehäufchen vorbeiging wirbelte die Glut nochmals auf und feiner grauer Staub ward dort auf dem steinernen Boden zu finden.
Er war wirklich müde... und so konnte er nicht seine nächsten Schritte planen. Morgen vielleicht, doch heute Nacht würde er sich dennoch gen Rahal aufmachen müssen. Er musste Vicarius Cha'xyrol von seinem Willen und Entschlossenheit überzeugen, wieder in seiner Gunst aufzusteigen und daraus gestärkt hervorgehen. Er wusste dass er dabei nicht versagen würde, die Erinnerung an die Worte seiner Mutter was Ehre betraf und Recht, vergifteten hier nun sein Fortkommen.
Er hatte sich durch dieses Erbe was sie ihn damals lehrte, dazu verleiten lassen ungehorsam gegenüber dem Vicarius zu sein zu sein. Althan verzog das Gesicht...
Außerdem erinnerte er sich dunkel daran, dass die Erhabene erneut eine Strafe ausgesprochen hatte die er und Catula Ysarja nachzugehen hatten, den Tempel putzen... zu recht, da sie beide nicht gegrüßt hatten.
Das es bei ihm eher Vorsicht gewesen war, der Erhabenen nicht unter die Augen zu treten wie sie es wünschte machte es hierbei auch nicht besser... im Augenblick trug jede Richtung die er einschlug darin Rechnung ihren Unwillen früher oder später herauszufordern.
Morgen würde er sich daran machen und putzen mal wieder... der Tempel schien ihn so sauber wie schon lang nicht mehr... zum Teil auch sein Verdienst...
Er musste etwas ändern, das mit dem Putzen nahm überhand. Sicher wusste die Erhabene, dass er es hasste... sicher musste sie es damals auch gehasst haben und dennoch würde er bestehen. Es gab Schlimmeres als den Feudel zu schwingen wie ein Weib, erniedrigend war es dennoch... doch damit würde man ihn nicht klein bekommen, er würde es willig tun und auch darin sein Bestes geben.
Doch heute nicht mehr... er wandte sich dem Tempel in der Oberstadt zu beobachtete noch eine Weile das Anwesen der Ritterin von dort, ehe er sich gen Mitternacht durch den geheimen Gang in die Räume des Tempels begab.