Drum fülle sich was sich füllen muss..
Verfasst: Samstag 12. Mai 2012, 17:28
Die Welt um ihn herum hatte sich verändert seit er in jene, schlichte wie aschfahlene Robe geschlüpft war. Die Nacht hatte ihren Schrecken verloren, breitete sich vor ihm aus, hell wie ein Sterbelaken und tauchte alles in einen Schleier verschiedener Grautöne. Er konnte sich mühelos orientieren, sah bis in die letzten Winkel nun da jeder Schatten gegangen war. Seine Schritte waren sicher und von einer beinahe schon frohen Leichtigkeit versehen wie noch nie zuvor in seinem Leben. Zeit seines Lebens ist er den Weg schon gegangen, war er der Meinung zu Wissen und zu dienen nur um dann zuerkennen das er für wahr nur am Anfang stand. Aber welch ein Anfang! Wenn er geahnt hätte was der Dienst an seinen Gott alles für ihn bereithalten würde hätte er in der Vergangenheit mit Sicherheit noch mehr Begeisterung an den Tag gelegt, wenn das überhaupt möglich war. Doch nun war so viel geschehen das er seine Gedanken sortieren musste und das geschah am besten während er das Werk des Seelenfressers verrichtete. Er nutzte seinen Körper der nun mehr ein Werkzeug war zu gerne um ihn zu schleifen, in die Perfektion zu treiben, noch besser zu werden und seine Mühen zeigten durchaus Früchte. Wie viel sicherer war er geworden die Klinge zu führen, auf eine Art die ihren Zweck erfüllte. Stärker, schneller und durchtriebener während er Mord für Mord an Selbstsicherheit gewann. Es war bedauerlich dass seine Schäfchen meist nicht erkannten welchen Gefallen er ihnen eigentlich tat, kaum jemand hieß ihn mit offenen Armen willkommen und ständig diese Gegenwehr welche das stete Schleifen und Üben überhaupt erst erforderlich machte.
Als er sich aus seinem kleinen Versteck löste um den Wegelagerern gegenüber zu treten zog er die schmale, leicht gewellte Klinge blank. Die Augen der Männer und Frauen, meist einfache Opfer der Menschheit an sich und des Hungers überdrüssig sprangen auf um sich ihm zu stellen. Die knöcherne Maske die seine Züge verbarg, die einfache Robe aus schlichtem Grau machte klar mit wem sie es zu tun hatten und das Reden an dieser Stelle unnütz war. Einem Diener des Raben hatte man in solch einer Situation nur eines an zu bieten und wie es der Menschen Eigenheit war wollten sie es mit dem Leben verteidigen. Die Ironie ließ ihn unter der Maske einen Augenblick schmunzeln ehe er sich den raschen Reflexhandlungen des Kampfes hingab und das wilde Reigen toter Männer begann. Zwischen Schreien und Flüchen, wirkungslosen Verwünschungen und zornentbrannten Versprechen starben sie und vergossen ihr Blut auf die Erde ehe endlich wieder Stille einkehrte. Er liebte diesen Augenblick, war es doch der rechte Zeitpunkt seine Gedanken zu fokussieren und zu ordnen während er die frisch gesammelten Seelen mit kleinen Gebeten zu ihm sandte. Wie friedlich sie waren in diesem Augenblick, verglichen mit den Momenten zuvor so friedlich, so leise. Wenn gleich die Gesichter noch manches Mal den Schrecken trugen wusste er das richtige getan zu haben. Ein befreiendes Gefühl..
Er hatte die Aufgabe seiner Schwester nur zu gern angenommen und das hatte mehrere Gründe. Zum einen natürlich war er sich durchaus bewusst wie wichtig dieses Becken sein würde. So viele Rituale gab es wohl, so viele Möglichkeiten welche das Blutbecken voraus setzten und doch war es nicht der einzige Grund weshalb er sich dem Füllen jenes Beckens gewidmet hatte. Er hatte das Flüstern vor wenigen Nächten zum ersten Mal wahrgenommen während er Blut vergoss um die Seelen der Leiber frei zu setzen, ähnlich wie in dieser Nacht. Seine Klinge hatte Fleisch geteilt um das Leben daraus entweichen zu lassen und während er seine Gebete sprach hörte er dem leisen plätschern und gurgeln einer geöffneten Kehle zu. Wie Hammerschläge drangen die leisen Tropfen in seinen Verstand, eine Unmöglichkeit während sie sich zum Hauch eines Wisperns vermengten. Doch so sehr er sich auch mühte er konnte nicht verstehen, konnte keinen Sinn in den Worten erkennen.. viel zu schwach und leise waren sie mehr einem kläglichen Wimmern gleich. Als das Gefühl langsam aber sicher den Verstand zu verlieren endlich nach ließ, er ruhiger wurde und neben den mittlerweile kalt und starr gewordenen Leichen sein Wachbewustsein wieder gewann blieb nicht mehr zurück als der Drang nach diesem Becken. Er wusste das es etwas damit auf sich haben musste, wusste das es einmal für ihn von entscheidender Bedeutung sein würde und wusste das er einen Auftrag hatte den es zu erfüllen galt. Seit diesem gefassten Entschluss war das Flüstern ausgeblieben, wurde es ihm verwehrt den Stimmen zu lauschen um vielleicht doch etwas zu erkennen. Er hatte bisher so manchen Plan gefasst das Becken zu füllen doch das meiste davon erwies sich als unmöglich. Bedachte man die Grösse des Beckens war eine erstaunliche Menge des roten Saftes nötig um es bis zum Rand zu füllen. Eine schiere Unmöglichkeit so viele Menschen dort hinab zu schaffen, sie zu opfern und das Blut zu gewinnen, der logistische Aufwand wäre schlicht zu groß. Nun endlich hatte er eine Möglichkeit ersonnen auf dem gleichen Weg wie er zu dieser Aufgabe kam, er verließ sich auf sein Gefühl. Kleine Mosaiksteine hatte er bereits zusammengesetzt und in wenigen Tagen, vielleicht einem halben Mondlauf sollte der Moment gekommen sein. Er war gespannt ob und wie sich seine Geschwister einbringen würden, ob sie vielleicht derselbe Tatendrang erfüllen würde der ihn nun treibt? Ein Teil von ihm wünschte sich ein wenig davon zurück zu geben was die Gemeinschaft der Diener ihn bis zu diesem Augenblick bereits gegeben hatte. So viele Eindrücke, so viel Gelerntes und er wuchs an ihnen von Nacht zu Nacht.
Das letzte Gebet war gesprochen für diese Nacht, nur kleine Opfer waren es und doch in den wenigen Tagen vielleicht mehr als in all den Jahren zuvor. Sein Leib schmerzte, das Werkzeug nun geschwächt hatte sich die Stunden der Ruhe die folgen würden verdient während sich die Raben an dem Festmahl gütig taten das ihnen bereitet wurde.
Als er sich aus seinem kleinen Versteck löste um den Wegelagerern gegenüber zu treten zog er die schmale, leicht gewellte Klinge blank. Die Augen der Männer und Frauen, meist einfache Opfer der Menschheit an sich und des Hungers überdrüssig sprangen auf um sich ihm zu stellen. Die knöcherne Maske die seine Züge verbarg, die einfache Robe aus schlichtem Grau machte klar mit wem sie es zu tun hatten und das Reden an dieser Stelle unnütz war. Einem Diener des Raben hatte man in solch einer Situation nur eines an zu bieten und wie es der Menschen Eigenheit war wollten sie es mit dem Leben verteidigen. Die Ironie ließ ihn unter der Maske einen Augenblick schmunzeln ehe er sich den raschen Reflexhandlungen des Kampfes hingab und das wilde Reigen toter Männer begann. Zwischen Schreien und Flüchen, wirkungslosen Verwünschungen und zornentbrannten Versprechen starben sie und vergossen ihr Blut auf die Erde ehe endlich wieder Stille einkehrte. Er liebte diesen Augenblick, war es doch der rechte Zeitpunkt seine Gedanken zu fokussieren und zu ordnen während er die frisch gesammelten Seelen mit kleinen Gebeten zu ihm sandte. Wie friedlich sie waren in diesem Augenblick, verglichen mit den Momenten zuvor so friedlich, so leise. Wenn gleich die Gesichter noch manches Mal den Schrecken trugen wusste er das richtige getan zu haben. Ein befreiendes Gefühl..
Er hatte die Aufgabe seiner Schwester nur zu gern angenommen und das hatte mehrere Gründe. Zum einen natürlich war er sich durchaus bewusst wie wichtig dieses Becken sein würde. So viele Rituale gab es wohl, so viele Möglichkeiten welche das Blutbecken voraus setzten und doch war es nicht der einzige Grund weshalb er sich dem Füllen jenes Beckens gewidmet hatte. Er hatte das Flüstern vor wenigen Nächten zum ersten Mal wahrgenommen während er Blut vergoss um die Seelen der Leiber frei zu setzen, ähnlich wie in dieser Nacht. Seine Klinge hatte Fleisch geteilt um das Leben daraus entweichen zu lassen und während er seine Gebete sprach hörte er dem leisen plätschern und gurgeln einer geöffneten Kehle zu. Wie Hammerschläge drangen die leisen Tropfen in seinen Verstand, eine Unmöglichkeit während sie sich zum Hauch eines Wisperns vermengten. Doch so sehr er sich auch mühte er konnte nicht verstehen, konnte keinen Sinn in den Worten erkennen.. viel zu schwach und leise waren sie mehr einem kläglichen Wimmern gleich. Als das Gefühl langsam aber sicher den Verstand zu verlieren endlich nach ließ, er ruhiger wurde und neben den mittlerweile kalt und starr gewordenen Leichen sein Wachbewustsein wieder gewann blieb nicht mehr zurück als der Drang nach diesem Becken. Er wusste das es etwas damit auf sich haben musste, wusste das es einmal für ihn von entscheidender Bedeutung sein würde und wusste das er einen Auftrag hatte den es zu erfüllen galt. Seit diesem gefassten Entschluss war das Flüstern ausgeblieben, wurde es ihm verwehrt den Stimmen zu lauschen um vielleicht doch etwas zu erkennen. Er hatte bisher so manchen Plan gefasst das Becken zu füllen doch das meiste davon erwies sich als unmöglich. Bedachte man die Grösse des Beckens war eine erstaunliche Menge des roten Saftes nötig um es bis zum Rand zu füllen. Eine schiere Unmöglichkeit so viele Menschen dort hinab zu schaffen, sie zu opfern und das Blut zu gewinnen, der logistische Aufwand wäre schlicht zu groß. Nun endlich hatte er eine Möglichkeit ersonnen auf dem gleichen Weg wie er zu dieser Aufgabe kam, er verließ sich auf sein Gefühl. Kleine Mosaiksteine hatte er bereits zusammengesetzt und in wenigen Tagen, vielleicht einem halben Mondlauf sollte der Moment gekommen sein. Er war gespannt ob und wie sich seine Geschwister einbringen würden, ob sie vielleicht derselbe Tatendrang erfüllen würde der ihn nun treibt? Ein Teil von ihm wünschte sich ein wenig davon zurück zu geben was die Gemeinschaft der Diener ihn bis zu diesem Augenblick bereits gegeben hatte. So viele Eindrücke, so viel Gelerntes und er wuchs an ihnen von Nacht zu Nacht.
Das letzte Gebet war gesprochen für diese Nacht, nur kleine Opfer waren es und doch in den wenigen Tagen vielleicht mehr als in all den Jahren zuvor. Sein Leib schmerzte, das Werkzeug nun geschwächt hatte sich die Stunden der Ruhe die folgen würden verdient während sich die Raben an dem Festmahl gütig taten das ihnen bereitet wurde.