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Bittersüsse Feindschaft

Verfasst: Montag 30. April 2012, 19:05
von Thanaya
"Dieser kleine.....dieser elendige verdammte.... dieder, dieser..." Sie fand kaum noch Worte. "So ein Flegel!" Schnaubte sie und stapfte den Weg nach Norden. Eine Schimpftirade nach der anderen liess sie los, die der arme Sinndar, der hinter ihr herlief, über sich ergehen lassen musste. Er machte sie wütend, zornig. Er brachte sie auf die Barrikaden! Es war unfassbar aber schon alleine sein Anblick genügte, dass sie ihm am liebsten an die Gurgel würde. "Ich bring ihn um! Weisst du da hilft man dem, versucht ihn dazu zu bringen nicht wegzurennen sondern Stärke zu zeigen und was macht er? Vorwürfe..egal was ich mache bei allem macht er mir Vorwürfe, dreht mir die Worte im Mund herum und erzählt auch noch Lügen über mich!" Wetterte sie und bekam kaum noch mit was um sie herum geschah. "Und dann droht der mich noch....er droht! Kannst du dir das vorstellen?" Regte sie sich weiter auf. "Und weisst du was da Beste ist?" Sie blieb nahe der Kutsche stehen und drehte sich zu Sinndar um. "Er hat mir Hausverbot gegeben. Egal ob in Zivil oder Uniform, ich darf da nicht mehr rein."
"Sinndar hob nur eine Braue leicht an. "Hausverbot? Wo?" Fragte er im ruhigen Ton ganz im Gegensatz zu ihrer aufgebrachten Stimmung. "Na da in der Taverne. Er will mich da nie wieder haben meinte er." Sie drehte sie sich um, bestieg die Kutsche und warf sich schmollend auf eine der Bänke. Sinndar setzte sich ihr gegenüber und sah sie an. "Der Eine hat sicher gefallen an dir." Bemerkte er nach einigen Momenten. "Du bist voller Zorn."
Thanaya sah weg von ihm. Zorn war etwas das nicht so leicht in ihr zu wecken war. Aber ER...er schaffte es mittlerweile allein durch seine Präsenz. Und das nur weil sie freundlich zu ihm gewesen war, weil sie ihm helfen wollte, weil sie es verdammt nochmal gut mit ihm meinte und ihn ihrer Meinung nach zu unterstützten suchte das Richtige zu tun. Aber nein. Er wendete alles ins Gegenteil herum. Sogar an der Sache mit dem Alka soll sie Schuld gewesen sein...ja was hätte sie denn machen sollen. Einen Brief schreiben?!

Alles fing damit an, dass sie ihm eines Tages vor der Stadt Rahals begegnete. Er fällte Holz, hatte kein Hemd an und es war eisig kalt. In ihrer Art half sie ihm, brachte was zum anziehen und unterhielt sich noch eine Weile mit ihm. Ermunterte ihn sogar in Rahal zu bleiben. Sicher würde er dort Arbeit und bestimmt auch Freunde finden. Die Stadt war ja voll mit netten Leuten!
Er mietete sich dann auch ein Häuschen im Hafenviertel an und nahm öfter an den Glaubensstunden im Tempel teil. Manchmal sah sie ihn auch mit Xyntia am Brunnen sitzen, wo sie sich über den Glauben über den Einen unterhielten.
Dann freundete er sich mit Talana in Düstersee an und wurde ihr Schankbursche. Diese brachte ihm soviel Vertrauen entgegen, dass er die Taverne auch alleine öffnen und Leute bewirtschaften durfte.
Und dann...eines Tages als sie Wache stand mit dem Wachtmeister zusammen taucht er auf und bat um Hilfe. Doch was er verlangte trieb ihr schon die Wut hoch. Er hatte dem Vicarius Cha zugesagt, dass er ihn auf einer Jagd sein Geschick als grosser Krieger zeigen würde. Doch dieses Geschick war nur vorgetäuscht, aus Angst vor der Unzufriedenheit des Vicarius mit ihm und weil er nicht zum Seelenfresser wollte. Also bat er die beiden Wachhabenden ihm zu helfen und mitzukommen. Es sollte so aussehen, als würden er die Ungeheuer zur Strecke bringen, insgeheim sollten es aber der Wachtmeister und Thanaya sein. Diese rastete jedoch ein klein wenig aus bei der Vorstellung den Tempel und ihren Freund zu hintergehen, nur weil Asgerat ihn anlügen musste. Das kam für sie garnicht in Frage, und sie redete auf ihn ein er solle den Fehler zugeben, er solle sich nicht hinter anderen verstecken sondern selber Stärke zeigen indem er beichtete. Doch am Ende stapfte Asgerat davon..wortlos. Sie wusste ihre Worte waren voll an ihm abgeprallt. Vielleicht war er sogar noch beleidigt. Nunja...einige Zeit später als sie wieder wache stand, bat er sie darum allein mit ihr zu sprechen. Sie gingen in die Kommandatur und dann kam das nächste. Da sie sich geweigert hatte bei einer Jagd so zu tun als habe er alle Ungeheuer umgebracht, wollte er nun das sie zum Vicarius ging und ihm berichtete Asgerat sei verletzt oder sonstwie verhindert. Und abermals redete sie auf ihn ein zu beichten und es zuzugeben. Wenn er sich hinter Lügen verbarg und gerade bei solchen Sachen, wozu würde es dann führen wenn man sich mal wirklich auf ihn verliess und er dann nicht leisten konnte was er zuvor behauptet hatte? Es war eine Schwäche die er da offenbarte und in der Stadt Alatars verlangte er ernsthaft von einer Stadtwache sie solle ihm helfen den Tempel zu verarschen.
Das ging überhaupt nicht und so redete Thanaya so lange, bis er sich endlich bereit zeigte zu beichten und seine Tat zuzugeben. Er hatte Angst vor Cha zu treten..naja dieser würde sicherlich etwas sauer sein, sagte sie, er würde bestimmt schimpfen, sagte sie, erfreut wäre er bestimmt nicht aber er würde Asgerat nicht umbringen, sagte sie.
Er ging mit, unter der Vorraussetzung das sie ihm half es dem Vicarius zu beichten. Also trafen sie sich am Tag an dem die Jagd sein sollte vor dem Tempelviertel und gingen zusammen zum Tempel. Soweit so gut, sie half ihm die Sache in Worte zu fassen, und verschwieg zu seinem Schutz sogar das er versucht hatte den Cha zu betuppen. Cha aber war überhaupt nicht erfreut...also so garnicht. Er war um es milde zu formulieren richtig sauer. Das ganze endete damit das Asgerat an der einen Wand blutend zusammenbrach und Thanaya ebenso zu Boden sank. Der Vicarius hatte Kräfte eingesetzt die ihm zur Verfügung standen um Asgerat zu strafen, ihm zu zeigen was Schmerz ist um seinen Zorn zu wecken damit er daraus Stärke ziehen konnte, er tat ihm sogar einen Gefallen.. Zumindest erklärte Cha es Thanaya später so. Im ersten Moment dachte sie er bringt Asgerat um und sie wollte ihm helfen. Cha konnte sie aber nicht eine überziehen, also wollte sie nur seinen Arm greifen, auf ihn einreden...doch dann wandte er seine Kraft gegen sie. Schmerz. Sie wimmerte als sie auf den kalten Fliesen kniete. Es tat ihr so leid, sie konnte es kaum ertragen. Doch der Vicarius brachte ihn nicht um, sondern liess ab von ihm als dieser zu Boden ging.
Am Ende verliess Asgerat wortlos den Tempel, und sie wusste..er war sauer und fühlte sich ungerecht behandelt.
Doch was dann kam schlug dem Fass den Boden aus.

Sie ging ja nur selten in die Taverne in Düstersee, doch diesen Abend wollte sie sich einfach besaufen. Sie fühlte sich mies und hatte das Bedürfnis etwas abzuschalten.
Asgerat wirkte komisch und irgendwie schien er mit Talana zu tuscheln, denn nach einem guten Teil der Schnapsflasche den sie geleert hatte, bat diese Thanaya nach draussen.
Und was sie dann zu hören bekam....oh man. Asgerat habe Angst vor ihr...vor ihr! Und er wollte nicht das Thanaya da war und schien Talana noch irgendwas erzählt zu haben, das man sich vor ihr in Acht nehmen müsse und sonst noch was. Jedenfalls schien sie Zweifel zu bekommen was Thanayas Person betraf. Sodann schrieb sie einen Brief an den Tempel mit der Bitte um Aufklärung der Angelegenheit. Thanaya rauschte währenddessen zurück in die Taverne, wo ein heftiger Streit zwischen den beiden entbrannte. Die halbe Taverne schrie sie zusammen. Und als dann auch noch Graulist das ganze bardisch untermalte und Siegfried mit seiner salamischen Regelung der Sachlage ankam....
Er machte ihr Vorwürfe, sie habe alles gewusst, sie habe genossen was geschehen war, sie habe ihn gar absichtlich dorthingelockt damit der Vicarius seinen Zorn über ihn ergehen liesse. Thanaya war fassungslos und am Ende des Abends ziemlich fertig. Glücklicherweise fand der Vicarius an diesem Abend noch Zeit und bereinigte zumindest für Talana die Angelegenheit, denn diese schien ihre Zweifel gegen Thanaya niedergelegt zu haben.
Und als dann am nächsten Tag das grosse Fest stattfand, und Asgerat und Thanaya wieder aufeinander trafen, wallte ihr Zorn erneut hoch. Glücklicherweise hatte Xontor etwas zur beruhigung da, denn sonst wäre ihr das Auftreten bei dem Theater noch schwerer gefallen. Doch am Ende des Abends, vergass sie fast die Angelegenheit fast.

Dann wurde sie abkommandiert, vom Ritter Durion. Den Alka sollte sie begleiten, der wollte was trinken gehen und es ging...ja nach Düstersee. Die Taverne hatte zu, war geschlossene Gesellschaft, doch der Alka, dem das alles gehörte störte sich nicht daran und machte sie einfach auf und trat ein. Thanaya hintendran und die Gäste standen respektvoll auf und grüssten ihn. Sprachen ihn sogar mit seinem Titel an doch was macht Asgerat? Statt angemessen zu Grüssen erzählt er ihm das die Taverne zu hat und er nicht wüsste wer oder was dieser Mann sei. Nach einem kleinen hin und her, einer kurzen Zurechtweisung von Thanaya, Asgerat solle sich zusammenreissen, sollte sie den Alka offiziell nochmal vorstellen. Da war es dann auch für ihn in Ordnung und alle setzten sich. Doch die unterschwellige Wut zwischen den beiden versaute die ganze Stimmung des Abends. Alle spürten es...ob der Alka was davon mitbekam da war sich Thanaya nicht so sicher, zumindest liess er sich, ausser das er ganz schnell austrank, nichts weiter anmerken. So schnell wie sie kamen waren sie dann auch gegangen und Thanaya "eskortierte" ihn zurück in die Stadt. Zuvor flüsterte sie Asgerat jedoch zu, dass sie das mal endlich klären sollten. So konnte es nicht weitergehen.

Einige Tage später, sprach Sinndar sie an. Er habe eine Nachricht von Asgerat für sie, die Taverne sei geöffnet und er da. Mit Sinndar zusammen der sie begleitete, fuhr sie in die Siedlung. Es kam zu einer...Aussprache, die auch in einer einvernehmlichen Feststellung endete. Sie würden sich in Zukunft aus dem Weg gehen. Sie würden sich meiden und sie würden sich hassen.
Wieder hatte er nichts anderes als Anschuldigungen für sie übrig, Vorwürfe und er war nicht bereit auch nur einen Schritt auf sie zuzugehen. Nicht nur das sie das ganze geplant haben solle, nein er hätte erwartet das sie als "Freundin" den Vicarius kampfunfähig machen solle, da sie ihm zuvor schon nicht half. Denn er hatte Angst und der Vicarius hatte ihm vom Seelenfresser berichtet und offenbar hatte Asgerat versagt, da er ihm nicht die geforderten Ungläubigen hatte bringen können, oder welche die Unsicher im Glauben waren. Cha hatte ihn gefragt ob er denn zu überhaupt etwas tauge und Asgerat befüchtete der Vicarius könne ihn nu auf der Stelle umbringen und zu eben diesem Seelenfresser befördern. So dachte er sich diese Lüge aus.
Thanaya begriff einerseits seine Furcht, andererseits würde Cha ja nicht einfach so Leute töten und so sauer konnte der doch garnicht sein das Asgerat diese Lüge hervorbrachte. Jedenfalls warf sie ihm ihrerseits dann vor wie er denn verlangen könne das sie als "Freundin" und als wachhabender Soldat den Tempel und den Vicarius so belügen könne. Dann warf er ihr auch noch vor ihn nicht vor dem Alka gewarnt zu haben und dieser hätte ihn auch einen Kopf kürzer machen können. Nun war sie daran nun auch wieder Schuld das er ihn nicht kannte und sie Asgerat nicht vorgewarnt hatte. Es war einfach unglaublich. Sie machte da einen Schritt auf ihn zu...einen Brief hätte sie ja nicht schreiben können da sie es vorher ja selber nicht gewusst hatte, aber immerhin hätte sie den Alka vielleicht früher vorstellen können, bevor Asgerat den zum zweiten mal rausschmeissen wollte. Auch wenn sie das nicht wirklich für ihre Schuld hielt.
Immerhin seien alle anderen respektvoll aufgestanden und haben ihn gegrüsst, auch wenn sie besoffen waren und sich komisch benahmen, wie Asgerat es dann darstelle.
Das beste war dann, das er ihr neben dem Hausverbot auch noch drohte. Er drohte ihr! Das war unfassbar.
"Du solltest zu deinem Gott beten, dass ich für immer nur ein Schankjunge bleiben werde.."
"Ist das eine Drohung?" Fragte sie, doch er wandte sich zum gehen. "Ist das eine Drohung?" Fragte sie nachdrücklicher.
Er antwortete ausweichend, und fast wäre sie auf ihn losgegangen.

"Dieser ...dieser...so ein Rüpel!" Noch eine ganze Weile hallten ihre Schimpftiraden durch Düstersee, als sie es mit Sinndar verliess.

Verfasst: Montag 14. Mai 2012, 22:39
von Thanaya
Es war der Tag der Messe und sie eilte, fast schon zu spät dran seiend, zum Tempelviertel und in den Tempel. Dafür das sie dachte sie sei schon zu knapp dran, waren garnicht soviele Leute da und so konnte sie sich in ruhe einen Platz aussuchen. Die Messe war gut, auch wenn sie sehr lange ging. Asgerat war zu ihrer überraschung auch gekommen. Ab und an warfen sie sich funkelnde Blicke zu. Ebenso zu ihrer überraschung, trat er bei der Messe mit den anderen nach vorne um den Opferkelch entgegen zu nehmen. Naja wenn er es nicht gemacht hätte, würde ihn das nach all dem nur noch verdächtiger machen. Als die Messe dann vorbei war, ging er nicht sofort sondern er wartete scheinbar um sie nochmal anzusprechen. Mit einer stummen Geste deutete er zur hinteren Tempelwand. "Hier stand ich." Dann zeigte er zum Mittelgang. "Und dort du." Sie wusste natürlich worauf er anspielte. Wollte er hier nach der Messe und in Anwesenheit der Templerschaft nun wirklich einen Streit vom Zaun brechen? Sie jedoch wollte dies nicht, nicht im Tempel und so antwortete sie eher ausweichend. Sogar auf seine stumm wiederholte Drohung, die Hände wie zum Gebet erhoben, ging sie nicht weiter ein und sie verliessen den Tempel. Thanaya etwas später und langsamer. Doch vor dem Templerviertel trafen sie wieder aufeinander und erneut brach ein Wortgefecht aus. Es waren immer die selben Inhalte, manchmal etwas abgewandelt, doch es lief darauf hinaus das er ihr Vorwürfe machte, und sie sie mehr oder weniger zurückgab. Dann kam Tyr hinzu. Ein Lethar der gerade der Wache beigetreten war. Stumm hörte er erst zu, dann begann er Fragen zu stellen...und Beobachtete. Schliesslich ging Asgerat, vielleicht war ihm in Gegenwart des Letharen nicht wohl, oder vielleicht wollte der den Streit ein ander mal fortsetzen.
Thanaya redete mal wieder ohne gross nachzudenken, erklärte Tyr die Gründe für den Streit, als dieser genauer nachfragte worum es ging, in wenigen Worten. Asgerat habe versucht den Tempel zu verarschen und gewollt das sie den Vicarius angreife. Fehler. Sie spürte Tyrs Zorn daraufhin, die unterdrückte Wut und dann hatte dieser es auf einmal recht eilig. Sie sagte ihm sie wolle die Sache alleine regeln. Aber er schenkte dem keine beachtung. Sie war sich nicht sicher, würde er jetzt tatsächlich nach Düstersee fahren? Je länger sie darüber nachdachte, umso unruhiger wurde sie. Sie mochte Asgerat nicht...garnicht. Eigentlich hassten sie sich. Aber sie wollte auch nicht das Tyr ihm was antat. Also fragte sie Yexxe als sie sie traf, ob sie Tyr gesehen habe, und umschrieb kurz was vorfiel. Diese war auch sogleich voller Tatendrang bereit loszumarschieren und so fuhren sie nach Düstersee und in die Taverne. Es war niemand da, der Laden zu. Nun gut vielleicht war es doch nicht so wie Thanaya befürchtete und sie kehrten heim. An der Kutsche kam ihnen Asgerat dann entgegen. Natürlich funkelte er sie an. Aber er lebte noch. Und da Tyr nicht in Düstersee gewesen war, war vielleicht alles in Ordnung. Aber nachdem sie ihn immer noch nirgends finden konnten, machte sich doch der Zweifel wieder in ihr breit. Dann trafen sie auf Vicarius Cha und erklärten ihm die Situation. Sogleich sagte er, sie würde nochmals nach Düstersee fahren. Thanaya bat die Kameraden Tyr aufzuhalten, sollten sie ihn sehen, und dann gingen sie los.
Bei der Taverne angekommen fanden sie beide...Tyr und Asgerat. Da Thanaya die Taverne aufgrund des Hausverbots nicht betreten durfte, blieb sie draussen und konnte nur von weitem mitbekommen was drinnen vor sich ging. Yexxe meinte er sei verletzt, aber er würde überleben. Das beruhigte sie etwas. Weitere Hilfe schien er nicht zu wollen.
Mit Tyr dabei fuhren sie dann zurück nch Rahal. Es war nicht im Sinne der Letharen wie Tyr gehandelt hatte. Er würde wohl eine Strafe bekommen. Vielleicht musste er Putzdienst verrichten oder so, dachte Thanaya sich, vielleicht....auch anderes aber darüber mochte sie eigentlich nicht nachdenken.
Einige Tage später erhielt sie von Xandoria Nachricht, das Asgerat wieder mit ihr sprechen wollte. So fuhr sie nach Düstersee und wurde sogar in die Taverne hineingebeten. Asgerat sah ziemlich zugerichtet aus. Die Nase war noch grün und blau und der Kopf ziemlich lediert. Eine grosse Platzwunde hatte er. Und zu ihrer verwunderung, begann Asgerat sich zu entschuldigen. Es täte ihm leid, sie dürfe nun wieder in die Taverne, er würde sich freuen sie als Gast bedienen zu können, er wolle dass sie seine Entschuldigung annehme. Ja je weiter das Gespräch so fortlief, um so mehr drängte er sie geradezu ihm zu vergeben. Doch seine ganze Haltung, seine steifen Worte, seine ausweichenden, wie einstudierten Sätze wenn sie genauer nachfragte liessen sie zweifeln. Er schien bedenken zu haben ob der Konsequenzen für ihn wegen der ganzen Situation. Das Tyr vorbeikam empfand er als Warnung ihrerseits. Sie stritt ab das dies der Fall war, immerhin war sie ihm ja sogar nachgegangen. Aber ob er ihr glaubte wusste sie nicht. Alles würde er tun damit sie ihm vergebe sagte er. Auch wenn sie ihm beteuerte dass sie keinen Einfluss auf weitere Schritte der Obrigkeit haben konnte. Aber er wollte ihr Verzeihen. Alles was ein gewaltiges Wort. Wie weit würde er gehen...würde er für sie jemandem aus dem Weg töten? Er bejahte dies. Würde er für sie sogar einen Letharen töten? Auch darauf folgte ein Ja. Auch einen Templer? Auch den Vicarius? Immerhin musste Asgerat ihn doch hassen...er hatte ihm wehgetan. Er konterte damit, dass dieser ihm jedoch das Leben gerettet habe. Weiter kamen sie aber nicht mit ihrem Gespräch, denn sie wurden durch jäh eintretenden Gäste unterbrochen. Und so würden es ein ander mal fortsetzen.

Das ander mal lief dann aber anders ab als geplant. Das kam so, das Talana mit Thanaya reden wollte. Die Sache mit Tyr und Asgerat hatte mittlerweile so hohe Wellen geschlagen, das nicht nur halb Düstersee das mitbekam, sondern auch halb Rahal, die Wache und der Tempel. Es war möglich, das Asgerat sogar aus Düstersee verbannt würde, denn auch die Burgherrin erhielt einen Bericht über den Vorfall. Als es nämlich an die Wache ging, musste Thanaya Ked alles von vorn bis hinten berichten. Und auch weitere Aussagen wurden aufgenommen und nach Düstersee gesandt.
Daher wollte dann auch Talana mehr wissen. Doch weit kamen sie bei dem Gespräch nicht. Als das Wort "Hausverbot" fiel, war alles gegessen. Talana war so erbost wie sie sie noch nie gesehen hatte, auch wenn Thanaya ihr immer wieder beteuerte, dass er es ja zurückgezogen hatte, was diese scheinbar nicht mehr registrierte. Wutentbrannt stapfte sie in die Taverne und schnappte sich Asgerat. Ja sie zog sogar einen Dolch und bugsierte ihn aus der Taverne um mit ihm zu sprechen. Als sie dann aber nicht wiederkamen machte Thanaya sich schon sorgen und mit Mimeria begann sie die beiden zu suchen. Es fanden sich noch mehr Leute ein und lauschten dem eher einseitigem Wortabtausch. Asgerat schwieg nun mehr noch und blockte ab. Talana war kurz davor ihn aus der Taverne zu schmeissen. Und Asgerat machte das fiel aus..vielleicht zuviel nach seiner Haltung zu urteilen.
Es sorgte Thanaya. Er konnte nun alles verlieren. Die Taverne, sein zu Hause, vielleicht auch die Frau die er liebte. Und wer wäre dann Schuld? Wie weit würde er gehen? Er würde niemals glauben das sie das weder gewollt hatte, noch das sie das nicht arrangiert hatte um ihm eins reinzuwürgen. Nein sie hatte ja noch versucht ihn zu schützen, andere rauszuhalten bis es so öffentlich wurde. Nun konnte auch Thanaya die Wogen nicht mehr glätten. Würde er..sich rächen?

Und da stand sie einige Tage später wieder vor der Taverne. Etwas scheu trat sie ein. Sie hatte sogar sowas wie Furcht. Aber es wurde ein erstaunlich ruhiges Gespräch zwischen ihnen. Was ihrer Worte er ihr letzten endes abnahm wusste sie nicht. Sie schlug ihm einen Waffenstillstand vor. Sie würde sich zwar nie leiden können, aber wenn sie aufeinanderträfen, musste es kein Provozieren, keine Sticheleien mehr geben. Er schien etwas überrascht.
"Nun..es ist immer einfach einen Waffenstillstand vorzuschlagen wenn man seine erste Salve verschossen hat und den Gegenangriff erwartet..." Entgegnete er. Sie verdeutlichte ihm nochmals, dass, wenn sie es wirklich gewollt hätte, sie die Sache hätte viel höher Schaukeln können. Er ging darauf ein. Waffenstillstand. Sie war erleichtert. Waffenstillstand, vorerst.
Die Wogen glätteten sich.............bis zum nächsten Sturm.

Verfasst: Sonntag 27. Mai 2012, 23:04
von Gast
Es war seit langem mal wieder eine ruhige Nacht. Xandoria war neben ihm eingeschlafen und er konnte spüren wie sich ihre Brust gleichmäßig hebte und wieder senkte. Ihr Kopf lag auf seinem Bauch und er starrte an die Decke ihres kleinen Herbergszimmers. Die Gedanken, welche in seinem Kopf rasten, hielten ihn davon ab einfach die Augen zu schließen und ebenfalls einzuschlafen. Zu viel war in den letzten Wochen und Tagen passiert. Zum Teil wusste er selbst nicht mehr, was wahr war und was er sich selbst nur einredete. Eigentlich war es doch so einfach. Thanya hatte ihn reingelegt und als er ihre hinterhältige Tat aufdeckte, versuchte sie ihn mit allen Mitteln Mundtot zu machen. Es passte einfache alles. In Gedanken ließ er das ganze Geschehen noch einmal vor sich ablaufen.


Er hatte sie gebeten ihm zu helfen, doch sie hatte sich geweigert und ihn dem Zorn des Vicarius ausgesetzt. Sie hätte ihm helfen können. Sie hätte es beenden können. Und was machte sie? Anstatt ihn anzugreifen und ihm zu helfen, bat sie ihn mit leiser Stimme aufzuhören. Natürlich hörte die Vicarius nicht auf sie und streckte auch sie zu Boden. Sie blieb einfach da liegen und schaute zu wie er hilflos Cha gegenüberstand. Natürlich war es ihre Schuld. Sie hätte es schließlich verhindern können.
Als er Thanaya einige Tage später in der Taverne traf, machte sich ein Gefühl in ihm breit, welches er selber nur selten so intensiv fühlte. Es war eine Mischung aus Angst und Zorn. Wie konnte sie einfach vorbeischauen, und so tun als sei nichts gewesen? Hatte sie vergessen was vorgefallen war?
Trotz der Angst sprach er sie auf ihre vermeintlichen Fehltritte an. Schon schnell merkte er, dass sie nichts bereute. Als ihr die Argumente ausgingen schickte sie Tyr, da war er sich sicher. Er hatte Asgerat am Abend in der Taverne aufgelauert und ihn angegriffen. Nur durch die Hilfe des Vicarius hatte er diesen Abend überlebt.
Trotz der gebrochenen Nase und den Blessuren am Kopf, stand er schon einige Tage später wieder in der Taverne. Dieser Tag sollte alles ändern. Er hatte damit gerechnet, dass er nach dem unberechtigten Angriff geschützt werde, doch auch wenn es anfangs so aussah, sollte es alles anders kommen.

Zunächst trat der Ahad Eloriahus Drugar ein. Asgerat mochte ihn. Er war öfters in der Taverne und bot immer wieder seine Hilfe an. Durch den Brief an die Garde, welchen Xandoria noch am Abend des Besuches von Tyr gesandt hatte, wusste er über das meiste Bescheid. Sie redeten einige Zeit lang und erneut bot der Ahad seine Hilfe an. Dieser Gedanke beruhigte Asgerat, schließlich war der Ahad mit der Bürgermeisterin von Düstersee liiert, welche zusammen mit dem Tempel das Urteil für das Vergehen Tyrs verkünden sollten. Als er einige Stunden später mit der Bürgermeisterin Aylia Drugar und Xontor sprach, brach sein Weltbild zusammen. Er sollte bestraft werden? Er? Dafür das er hinterhältig angegriffen wurde?
Auch wenn er mit beiden nur wenig zu tun hatte, schienen sie sich ihre Meinung über ihn schon gebildet haben. Nichts was er sagen würde, könnte das ändern. Aber warum? Thanaya! Sie musste Ked, welche die Untersuchungen zu führen schien, auf ihre Seite gezogen haben. Und diese hat wiederum die Bürgermeisterin informiert. Es gab keine andere sinnige Erklärung. Hatte sie nicht schon genug angerichtet? Die Bürgermeisterin machte ihm deutlich, dass er sich keinen Fehltritt mehr erlauben dürfe, sonst würde er alles verlieren. Die Taverne, den Bürgerbrief. Xandoria? Am Ende des Gespräches saß er nur stumm da und ließ ihre Worte über sich ergehen. Sie sollte ihn schützen! Nicht verurteilen. Langsam mischte sich erneut Zorn zu der Angst, alles zu verlieren. Talana erlöste ihn nach einigen Minuten von dem Gespräch, welches ihm wie Stunden vorkam.
Wenigstens eine, die noch zu ihm hält.

Talana ging mit ihm einige Schritte und er erzählte ihr alles. Auch seine Ansichten über Thanaya und Ked, welche versuchten ihn zu beseitigen. Talana verhielt sich das ganze Gespräch über ruhig und er konnte merken, wie es hinter ihrer Stirn arbeitete. Am Ende er Unterredung schickte sie ihn weider und die Taverne und versicherte bald wiederzukommen.
Als er zur Taverne zurückkehrte war diese zum Bersten voll, obwohl das Ladenschild geschlossen zeigte. Scheinbar hatte sich die Nachricht schnell verbreitet und Leute kamen her, um diesen Teil mit eigenen Augen zu erleben. Trotz Schmerzen und Überforderung, ob der Situation, bedienter er die Gäste und sein Blick wanderte immer wieder zur Tür. Wo blieb Talana?

Die Türe wurde aufgerissen und er musste sichtlich zusammen zucken, als Talana mit einem hasserfüllten Blick die Taverne betrat. Als sie dann noch laut seinen Namen durch den ganzen Raum, ungeachtet der ganzen Gäste schrie, wollte er einfach nur im Boden versinken. Nach ihr betrat dann auch noch Thanaya die Taverne. Hatte sie es nun auch noch geschafft Talana gegen ihn aufzubringen? War sie nun von allen guten Geistern verlassen? Zwar redete Thanaya auf Talana ein und versuchte sie zu beruhigen, doch er war sich sicher, dass sie dies nur zum Schein tat. Immerhin war der Laden rand gefüllt und sie hatte einen Ruf zu verlieren. Er war kurz davor auf sie los zu stürmen und Thanya vor allen Leuten den Hals umzudrehen, doch konnte das letzte bisschen Verstand in seinem Kopf ihn daran hindern. Sichtlich überfordert, trabte er neben Talana aus der Taverne, die ihn die ganze Zeit weiterhin anbrüllte und stolz ihren Plan verkündete ihm etwas abzuschneiden. Wortlos lies er ihre Beschimpfungen auf sich einhageln. Warum tat sie das? Er brauchte sie doch. Und nun wollte sie ihn verletzen? Weil er Thanaya Hausverbot erteilt hatte, welches er schon vorher wieder zurück genommen hatte? Was hatte Thanaya mit ihr gemacht? Vor ihm stand nicht die Talana, die er kennen gelernt hatte.

Scheinbar hatten einige Leute Mitleid mit ihm und sie konnten Talana davon abbringen ihm wirklich etwas abzuschneiden. Unfähig irgendetwas zu fühlen, nach _diesem_ Tag, ging er mit Xandoria nach Hause, welche das ganzes Schauspiel mit verfolgt hatte.
Er lag die ganze Nacht wach und er wusste, dass er es ihnen Heimzahlen würde. Allen! Thanaya, Ked, Aylia Drugar und Talana. Alle! Sie hatten sich gegen ihn verschworen und versuchten ihn zu vertreiben. Daran bestand für ihn keinen Zweifel. Aber so einfach werden sie ihn nicht los. Er werde Standhaft bleiben und es ihnen zeigen. Und dann, wenn sie nicht damit rechnen würde er es ihnen Heimzahlen.
Er konnte spüren, wie Xandoria in dieser Nacht neben ihm unruhig schlief. Es war alles zu viel für sie. Es würde alles wieder gut werden. Bald werden sie das alles vergessen haben und ein glückliches Leben zusammen führen. Ohne die ganzen Heuchler und Betrüger. Er machte die Nacht kein Augen zu und seine Gedanken kreisten immer wieder um Xandoria und wo er sie damit reingerissen hatte. Es tat ihm Leid. Doch er würde die verantwortlichen Strafen. Thanaya, Ked, Aylia Drugar und Talana.

Verfasst: Donnerstag 19. Juli 2012, 09:46
von Thanaya
Garun wollte mit der Wache einen Saufen gehen, verkündete er, als sie durch das Stadttor kamen und vor der Kommandatur stehen blieben. Das letzte mal waren sie in der Taverne in Düstersee. Dem schwarzen Ross und nun überlegten sie ob sie wieder dahingehen würden. Doch wurde das schwarze Ross nun von jemand anderem geführt..oder war gar geschlossen worden. Sie wussten es nicht genau. Also beschloss Thanaya hinzufahren und nachzusehen, und vielleicht sogar anzukündigen, dass man vorhabe gleich mit mehreren Mann da aufzutauchen um da einen Abend zu mit Speis und Trank erfüllen. Sie fühlte sich Krank als sie in der Kutsche sass, Garun hatte sie mit seinem Husten bestimmt angesteckt, aber sie würde sich beeilen und dann schnell Heim und eine Hühnerbrühe essen. Das half bestimmt.
In Düstersee stieg sie aus, und begab sich in die Siedlung und zu der kleinen Taverne am Meer. Hübsch sah sie aus wie sie da stand, das dahinter im Dämmerlicht schimmernde rotgoldene Wasser und die Sonne die langsam am Horizont versank. Und ja..tatsächlich die Taverne schien noch geführt zu werden, zumindest leuchteten Lichter hinter den Vorhängen an den Fenstern hervor. Langsam näherte sie sich diesen um hineinzuspähen, und dann fiel ihr die Kinnlade runter.
Sie blinzelte und glaubte erst sie müsse sich verguckt haben, aber nein. Da stand ER und wischte hektisch mit einem Tuch die Tische ab, stellte die Stühle gerade und räumte alles auf. Wie konnte das sein? Er wohnte doch jetzt irgendwo in Bajard?

Einige Zeit stand sie fasungslos am Fenster, ehe sie sich letztlich der Tür zuwandte und sie langsam öffnete. Zögerlich trat sie ein. Es war hell und sauber, wie frisch gewienert. Er hatte sie noch nicht bemerkt und so beobachtete sie ihn einfach nur stumm. Doch als er sich dann umdrehte, den Blick zu ihr hob, war auch er reichlich fassungslos sie zu sehen und sein Putzlappen glitt aus seinen Händen zu Boden.
Es war unglaublich..die Geschichte die er ihr dann als Erklärung bot, sein Vorhaben, und die Sache mit Xandoria. Es war einfach nur Unglaublich.
Er erklärte ihr, das er Xandoria vor 3 Tagen zuletzt gesehen hatte. Sie hatten gemeinsam in der freien Herberge gewohnt, die sie bezahlt hatte da er keine Arbeit fand, doch als sie nicht nach Hause kam, konnte er diese nicht mehr bezahlen und musste draussen schlafen. Und als er dann auch nichts mehr zu essen hatte, war sein erster Anlaufpunkt das schwarze Ross gewesen. Er besass noch einen Schlüssel dafür, mit dem er die Taverne aufschloss. Sie war wohl länger nicht mehr bewohnt gewesen denn er habe sie verstaubt vorgefunden und dann begonnen sauberzumachen. Er hoffte, wenn alles so werden würde wie früher, käme Xandoria wieder zurück. Doch gesucht habe er sie auch nicht, nichtmal in der Zunft nachgefragt was mit ihr sei. Und auch mit der Bürgermeisterin von Düstersee hatte er nicht gesprochen. Und das schlimme war, das er verbergen wollte wieder hier zu Arbeiten. Verkleiden wolle er sich und hatte sogar schon wen gefunden, der für ihn oben die Gäste im Namen Mimerias, der eigentliche Wirtin, bedienen würde, während er im Keller die Getränke und Speisen zubereitete. Thanaya glaubte sich verhört zu haben. Er wollte wieder Lügen und Bescheissen. Und er glaubte wirklich damit durchzukommen. Und was wenn Mimeria wiederkam? Bestimmt würde sie doch wiederkommen, war ja ihre Taverne..meine Güte das würde wieder ein Theater geben!

Doch schon bevor er die Taverne überhaupt eröffnet hatte, wurde er ja entdeckt..die Lichter hatte er vergessen auszumachen und die Tür war offen. Es konnte also jederzeit jemand hereinkommen und es herausfinden. Er bat sie inständig nichts zu sagen, er wüsste ja garnicht wo er hinsoll, hatte keine Arbeit, kein Gold und müsse dann im Wald schlafen.
Thanaya fühlte sich hin und hergerissen. Derjenige der sich benahm wie ein Ketzer, der ihr gedroht hatte, der gelogen und beschissen hatte, bat sie ihn zu decken obwohl er wieder vor hatte zu Lügen. Doch manchmal hatte sie zuviel Mitleid. Und mit der Geschichte von keine Wohnung, Gold und nichts zu essen hatte er genau das gefunden womit er sie kriegte. Das war schon damals so als sie sich zum ersten mal gesehen hatten, damals vor Rahal..

Tyr bezeichnete es als Schwäche. Noch vor wenigen Tagen hatte sie einen heftigen Streit mit ihm gehabt, wobei es um Asgerat ging. Und nun war ER zurück. Und sie fühlte diese Schwäche die sich Mitleid nannte deutlich.
Vielleicht hatte Tyr einfach nur recht gehabt..und vielleicht sollte sie einfach nicht.....aber sie konnte nicht. Fast hätte sie sich überwunden sofort zum Vicarius zu eilen und es ihm mitzuteilen, aber nein.

Es klopfte an der Tür, und erst dachte Asgerat es könne vielleicht Xandoria sein, doch es war Amira, diejenige die für ihn..oder besser gesagt für Mimeria arbeiten sollte. Scheinbar wusste sie nur die halbe Wahrheit. Wer weiss welche Lügen er ihr alle aufgetischt hatte. Aber seis drum...
Bevor Thanaya schliesslich ging, liess sie Asgerat eine Frist. Sie würde ihm zwei Wochen geben in denen sie ihn nicht verraten würde. Unter zwei Bedingungen.
Und sie hoffte das es die richtige Entscheidung war.

Verfasst: Montag 8. Juli 2013, 14:51
von Gast
Heute ist es soweit.

Lange hatte er sich auf diesen Tag vorbereitet. Er war lange fort, doch nun hatte er die nötige Stärke zurück. Er würde sie alle holen. Zu mindestens die, die noch übrig waren. Thanaya und Alyia. Sie würden ihr gerechtes Ende finden und ihre Seelen würden zu Krathor geschickt.

Ein Rascheln hinter ihm riss ihn aus seinen Gedanken. Er kniff die Augen zusammen und erkannte einen kleinen Fuchs der nur wenige Meter hinter ihm durch die Büsche schlich. Es war wenig überraschend, dass der Fuchs ihn nicht wahrnahm. Schließlich saß er schon seit der Dämmerung hier und verharrte fast regungslos an seiner Position.

Sein Blick wanderte erneut an den riesigen steinernen Mauern vorbei bis hin zum großen Tor. Thanaya müsste jeden Moment hindurch schreiten. Er wusste nicht wieso er sich so sicher war, immerhin war dies nicht die erste Nacht, in der hier auf sie wartete. „Sie wird nicht mehr lange auf sich warten lassen“. Redete er sich immer wieder in Gedanken ein.

Sein Wunsch schien sich nach einigen weiteren Stunden des Wartens zu erfüllen. Die Dämmerung lag nun schon länger zurück und ganz Rahal war fest im Griff der Nacht. Zu seiner Verwunderung war sie alleine Unterwegs. Er hatte sich schon auf einen Kampf eingestellt, aber sie würde es ihm wohl noch einfacher machen.

Scheinbar ein festes Ziel vor Augen, lief Thanaya gerade auf die Kutsche zu, ohne sich dabei umzusehen. Asgerat zögerte nicht lange und verließ langsam, darauf bedacht möglichst geräuschlos voranzuschreiten, sein Versteck. Mit nur wenigen sowohl großen als auch leisen Schritten war er nur noch wenige Meter hinter ihr. Die Kutsche, welche auf ihren angedachten Platz wartete war noch ein gutes Stück entfernt und die wenigen verbleibenden Lichter Rahals weit genug weg. Hier wird es passieren. Asgerat merkte, wie sich jeder einzelne Muskel seines Körpers spannte und seine Sinne schärfer wurden.

Mit einem gekonnten Satz überbrückte er die noch fehlenden Meter zu Thanaya und riss diese zu Boden. Sofort presste er ihr seine Hand auf den Mund, um ein Schreien zu verhindern. Zwar waren sie weit genug von der Stadt entfernt, doch war Asgerat sich nicht ganz sicher, wer sich noch so in der Dunkelheit in Hörreichweite aufhielt. Thanaya zappelte und fuchtelte wie wild umher. Die Angst gab ihr Kraft. Mehr als er erwartet hatte. Sie lag mit dem Bauch auf dem Boden und ihr Kopf war leicht zur Seite gedreht. Asgerat hatte sichtlich Mühe sie festzuhalten und seine Hand nicht von ihrem Mund zu nehmen. Während sie mit ihren Füßen nach ihm tritt, versuchte sie gleichzeitig ihm in die Hand zu beißen, was ihr zwar gelang, aber auf Grund seiner Handschuhe nur wenig Erfolg hatte. Seine Hand schaffte es weiterhin jeden ihrer Schreie in ein dumpfes, undefinierbares Geräusch umzuwandeln.

Nach einigen Minuten des Kampfes, waren Thanayas Kräfte scheinbar erschöpft und ihre Gegenwehr wurde weniger und erinnerte mehr als ein zappelnder Fisch an Land, als an einen Kampf um Leben und Tod. Er setzte sich mit seinem Knie voran auf Ihren Rücken und holte mit seiner freien Hand einen kleinen Dolch hervor, welchen er an ihren Hals anlegte.

„Ein Laut und ich schneide dir deine Kehle durch“

Mit einem panischen Nicken zeigte sie ihm, dass sie verstanden hatte und er richtete sich langsam auf und zerrte sie auf ihre Beine. Dann gingen sie los. Irgendwo in die Dunkelheit hinein.

Verfasst: Montag 8. Juli 2013, 17:53
von Thanaya
Sie war in Gedanken.. über dieses, jenes und die Besetzung. Es war schon dunkel als sie Rahal verliess und zur Kutsche stiefelte. Sie bemerkte die Gestalt nicht die sich da hinter den Bäumen versteckt hielt, bis sie sie von hinten ansprang. Panik wallte ihn ihr hoch als die Hände nach ihr griffen, eine sich auf ihren Mund legten und sie zu Boden rissen. Sie wehrte sich, wollte Schreien aber kein Laut ausser dem unterdrücktem und von dem Handschuh gedämpften Versuch dessen entkam von ihr. Sie zappelte, versuchte zu treten und zu beissen. Fast schien es als könne sie sich freiringen. Dem würde sie es zeigen! Aber dann wichen langsam ihre Kräfte unter dem eisernen Zugriff desjenigen der sie zu Boden drückte. Die Gedanken rasten wirr durch ihren Kopf. Wer hatte es da auf sie abgesehen? Waren die Menekaner vor Rahal angekommen? Sollte sie als Geisel genommen werden?
Dann erstarrte sie als die Stimme zu ihr drang... leise und kalt und sie die Klinge eines Dolches an ihrem Hals spürte. Doch sie erkannte sie wieder. Nach so langer Zeit war er wieder zurückgekommen.

„Ein Laut und ich schneide dir deine Kehle durch“

Warum tat er das? Sie hatten doch Waffenstillstand geschlossen...sie hatten gemeinsam nach Xandoria gesucht, hatten sich fast angefreundet. Die ins Gesicht fallenden Haare verdeckten ihre panische Miene als sie hektisch nickte. Vielleicht.. vielleicht hatte er sie verwechselt? Vielleicht wollte er nur reden und das war seine Art zurückzukommen weil er nicht wusste wie er es angehen sollte. Oder wusste er das sie wusste das er......Sie dachte nicht weiter, wollte nicht weiterdenken. Sie würde mitgehen und das tun was sie immer tat, auf ihn so lange einquatschen bis er vielleicht einlenkte, wobei auch immer.

Verfasst: Montag 8. Juli 2013, 19:32
von Gast
Heute ist es soweit.
Er hatte alles vorbereitet. Er stieß Thanya vor sich her. Immer weiter in den Wald hinein. Nachdem sie ein paar Schritte gegangen waren hatte er ihre Hände mit einem alten Seil zusammengebunden und ihr ein altes Stofftuch in den Mund gesteckt und dieses fixiert. Er hatte sich nicht die Mühe gemacht sein Gesicht zu verbergen. Es würde keinen Unterschied machen.

„Sie würde diese Nacht nicht überleben.“

Seine Mundwinkel bewegten sich bei diesem Gedanken nach oben. Immer wieder drehte sich Thanaya während des Marschs durch die Wälder um. Er konnte trotz der Dunkelheit erkennen, wie es hinter ihrer Stirn arbeitete. Sie wirkte überrascht und ängstlich, aber gleichzeitig erkannte auch einen Funken Hoffnung in ihrem Blick. So lange hat er sich diesen Tag vorgestellt. Ihre Hoffnung würde er zu Nichte machen und ihr Leben beenden.

Sie hatten gut den halben Weg zur verlassenen Hütte zurück gelegt. Asgerat spielte mit dem Dolch in seiner Hand. Er wurde unruhig. Es dauert alles zu lange. Sie muss sterben. Jetzt. Um das Ganze zu beschleunigen gab er Thanaya einen leichten Tritt in die Kniekehle, was diese zu seinem Erstaunen zu Fall brachte.

„Steh wieder auf. Ich lasse meinen Herrn nur ungerne warten…“

Ungeduldig blickte er auf sie hinab. Als sie halb aufgerichtet war, war er schon wieder dabei sich in Bewegung zu setzten, als Thanaya ihn mit einer schnellen Bewegung den Dolch aus der Hand entriss. Scheinbar hatten sich beim Sturz ihre Fesseln gelöst, oder sie hat es sonst wie geschafft sich daraus zu befreien. Eine Sekunde lang wurde er von Überraschung übermannt. Thanaya stand nur vor ihm. Ohne Fesseln. Der Dolch in ihrer Rechten. Seine Augen verengten sich zu kleinen Schlitzen, als er sich der Situation bewusst wurde. Thanaya stand zittern vor ihm. Sie würde ihm nichts tun. Dazu kannte er sie zu gut.

Seine Lippen bewegten sich langsam und kleine, fast unverständliche Wortfetzen verließen seinen Mund. Thanaya stand wie angewurzelt da. Sie konnte es scheinbar immer noch nicht fassen, was da gerade passiert war. Einige Augenblicke später erkannte sie jedoch die Situation und versuchte so schnell wie nur Menschen möglich das Weite zu suchen.

Ihr Erwachen aus der Starre kam zu spät. Noch ehe sie sich umdrehen konnten, stießen aus dem Boden dürre, knochige Hände empor, welche sie am linken und rechten Fußgelenk packten und an einer Flucht hinderten. Thanaya strampelte wie wild und versuchte sich loszureißen, was nur zur Folge hatte, dass sich die Hände noch fester um Ihre Fußgelenkte krallten. Sie löste Ihren Knebel und spuckte das alte Tuch aus. Ihr Mund war weit geöffnet, doch brachte sie keinen Laut heraus. Langsam näherte sich Asgerat. Das murmeln aus seinem Munde wurde lauter. Schatten zogen aus dem Boden auf und legten sich um seinen rechten Arm. Nach und nach nahmen sie die Form einer Klinge an, die wie eine natürliche Verlängerung seines Armes wirken würde, wäre sie nicht Pech schwarz und auf eine groteske Art und Wiese verzerrt.

„Jetzt stirbst Du“

Mit diesen Worten machte er einen Satz nach vorne und holte zum Stoß aus.

Verfasst: Montag 8. Juli 2013, 20:07
von Thanaya
Das Tuch schmeckte alt, staubig, wiederlich, welches sie als Knebel daran hinderte zu sprechen, doch dies nahm sie nur unbewusst wahr. Die Angst war ihr in alle Glieder gekrochen und hatte sie völlig eingenommen. Sie stolperte mehr vorwärts als das sie ging. Immer wieder sah sie sich um, blickte in sein Gesicht. Warum tat er das?
Sie kamen nur langsam vorran. Der dunkle Wald erlaubte kaum ein schnelleres Vorwärtsbewegen, geschweige denn das ihre zitternden Glieder und die Hoffnung das jemand ihnen folgen würde und sie rettete, es zuliessen. Daneben zog sie immer wieder an dem Seil, welches ihre Hände aneinander fesselte. Es war hektisch angebracht worden und sie spürte das sie sich irgendwann, wenn sie nur die Hände richtig bewegen würde, befreien konnte. Dann hielt sie es nicht mehr aus, versuchte nun doch trotz des Knebels zu sprechen. Es kamen nur undeutliche Worte von ihr, nichts was man hätte verstehen können. Aber es half ihr. Sie kämpfte damit die Angst etwas runter und vielleicht würde er ihr den Knebel abnehmen. Zumindest mochte er ihre Verzweiflung hören.

Dann hörte sie wie Asgerat sich schneller bewegte und kurz darauf traf sie ein harter Tritt in die Kniekehle. Sie sackte zusammen auf den Boden. Die Hände hinter sich gefesselt versuchte sie sich umzudrehen und von ihm wegzurobben. Dabei schienen sich auch die Fesseln endlich zu lockern. Sie spürte wie ihre Hände sich befreiten.

Eine Klinge blitzte im fahlen Schein der Sterne.. Angst..
Sie stand auf, versuchte es zumindest und fiel im ersten Moment wieder hin. Er kam auf sie zu. Sie richtete sich wieder auf. Er würde sie umbringen...
Unbeirrt, schweigend kam er näher. Sie sah das Funkeln in seinen Augen und wusste es, er würde sie umbringen. Egal was sie sagen würde..

Sie schaffte es aufzustehen machte einen schnellen Schritt zu ihm, griff nach dem Dolch und wandt ihm diesen aus der Hand. Sie war überrascht das es ihr tatsächlich gelang. Er seinerseits blieb wie erstarrt stehen. Sie weinte, zitterte doch sie nahm es kaum wahr. Sie wollte ihn doch garnicht umbringen, was sollte sie tun, sollte sie wegrennen? Wegrennen....
Ihre Füsse trugen sie davon..naja zumindest waren sie im Begriff davon, dann griff etwas nach ihr, schlang sich um ihre Stiefel und hielt sie fest. Sie sah hinab, versuchte sich daraus zu befreien, ein entsetzter Schrei hallte durch die Dunkelheit. Knochenhände griffen da nach ihr.
Fast wäre sie wieder hingefallen. Panisch sah sie zu Asgerat. Je mehr sie versuchte sich zu befreien, desto fester griffen die Knochenhände nach ihr. Sie versuchte das alte Tuch von ihrem Mund zu reissen und liess es zu Boden fallen. Sie wollte sprechen, ihr Mund bewegte sich aber es wollte kein Laut von ihr kommen. Die Angst schnürte ihr die Kehle zu. Sie bemerkte das sie noch immer den Dolch in der Hand hielt, fest umklammert als wäre er das einzige was ihr noch helfen konnte. Sie wollte ihn nicht umbringen.. sie wollte nicht!

Dunkle Schatten formten sich vor ihr zu einer Klinge..Er kam weiter auf sie zu und blieb kurz vor ihr stehen.

„Jetzt stirbst Du“ Erklang seine eisige Stimme.

Dann machte er einen Satz auf sie zu. Sie riss wie reflexartig die Hand mit dem Dolch hoch. Sie wusste kaum was geschah, spürte wie der Dolch sich durch seine Brust bohrte. Dann fiel sein Körper auf sie, riss sie mit hinab. Die Knochenhände waren plötzlich verschwunden...
Wimmernd stand sie wieder auf, atmete schwer ein und aus und sah auf den Körper der dort reglos und still lag hinab. Es war als würde der Wald selber schweigen. Sie wimmerte, weinte, es zerriss sie innerlich als sie neben ihm auf die Knie sank und nach seinem Atem fühlte.
Stille.....

Sie wusste nicht wie lange sie neben ihm gesessen und geweint hatte. All die Bilder und das was sie zusammen erlebt hatten durchströmten ihre Gedanken. Sie konnte es nicht fassen.

Doch irgendwann stand sie auf und ging davon..

Wie ist die Welt Thanaya?
Grausam
Und wie musst du sein?
noch grausamer..

Verfasst: Dienstag 23. Juli 2013, 22:08
von Thanaya
Sie hatte es Dazen erzählt.. naja nicht ganz freiwillig. Sie war noch nie darin gut gewesen, ihre Gefühle zu verbergen. Sie zog sich zurück, die anderen bekamen es mit. Und ihr Auftreten verriet, das ihr etwas auf dem Herzen lag. So schleppte Dazen sie mit und fragte etwas genauer nach und dummerweise verquatschte sie sich, stellte die falschen Fragen und erzählte es ihm schliesslich.
Dummerweise? Vielleicht auch nicht. Sie wollte es eigentlich niemandem sagen. Aber es war wohl ganz gut so das sie es tat.

Noch in der selben Nacht machten sich die beiden auf, den Leichnahm Asgerats im Wald zu suchen. Dazen schlug vor, ihn einzubandagieren und zu dem Bestattungsplatz zu bringen. Dort könnte er in einer Zeremonie gesegnet und dem Feuer übergeben werden. Und ganz bestimmt würde man so einen Rabendiener töten können.. bestimmt.
Und so machten sie es auch. Ein kleines Blatt wickelte er mit ein, damit festgestellt werden konnte, ob sich etwas an der Leiche verändert hatte. Clericus Cha wurde eingeweiht, welcher die Zeremonie leitete. Sonst sollte sie es niemandem sagen, sicher ist sicher. So wurde die Zeremonie abgehalten.

Der Leichnahm wurde gesegnet und gereinigt.. und dem Feuer übergeben...


[Vielen Dank an dieser Stelle an Asgerat für das Rp!]