Dir zu dienen - dem Panther geweiht [Ysarja Zestoris]
Verfasst: Montag 30. April 2012, 14:59
Das kleine Mädchen sass spielend in seinem gewaltigen Zimmer des Herrenhauses ausserhalb Varunas. Die hellblonden Schillerlocken hüpften lustig während sie auf dem Schaukelpferdchen vor und zurück wippte. Die dicken Pausbäckchen und die feiste- nein dicke- Statur des Kindes zeugten davon dass es immer bekam was es sich wünschte. Süssigkeiten und Kuchen waren Hauptnahrungsmittel des Temoragläubigen Adelshauses. Von den Kriegswirren rund herum nahm es selten etwas wahr und alles deutete daraufhin das ihm nie an etwas fehlen würde. Das Gold der Eltern würde für ein behütetes Aufwachsen sorgen, der Stand der Eltern für einen ebenso reichen Ehemann- egal wie sie aussah. Sollte er sie nicht lieben? Was machte es sie hatte ja genug Gold um sich zahlreiche Liebhaber dann leisten zu können.
Sie hörte keine Angriffsklänge, sie bekam nicht mit wie man ihren Vater förmlich in kleine Stückchen hackte, sie hörte die Mutter nicht schreien während ein Soldat nach dem anderen sie bestieg, sie spielte einfach weiter bis ihr Kindermädchen hereinstürmte. Die bisher immer gute, treue Seele nahm das dicke, reiche Mädchen auf den Arm und trug sie aus dem Zimmer. Ein Protestgreinen unterband sie indem sie ihr den Mund zudrückte. Dann wurde die Kleine „Prinzessin“ getragen in den Wald hinein der das Lehen umgab. Dort in den dichten Büschen nahe der rahalischen Grenzsteine verbargen sie sich. Doch nicht lange. Dem Kindermädchen dämmerte bald, dass keiner, der ihr Gold für die Rettung der kleinen verwöhnten Göre zahlen würde, noch lebte. Wütend über diesen Zustand entkleidete sie das Mädchen vorsichtig, welches bereits zu weinen begann. Immerhin die wertvollen Kleiderchen würden ihr ein wenig Gold bescheren. Dann setzte sie die Kleine, einzig mit der Rosa Haarschleife bekleidet, im Wald aus. Zuerst wollte das Kind ihr nachlaufen aber die Kurzatmigkeit liess es bald aufgeben. Weiterhin weinend blieb das reiche kleine Mädchen im Wald zurück.
Keiner kam-nur der Hunger und der Trotz. Dicke Tränen liefen ihr über das Gesicht, eine Mücke hatte es gewagt sie zu stechen! Ein Käfer sorgte für einen panischen Heulkrampf und die Schlange liess ihr die Sinne schwinden. Die Nacht kam und sie fror erbärmlich. Sich mit Blättern zuzudecken kam ihr nicht einmal annähernd in den Kopf. Als sie erwachte hörte sie das rhythmische Schlagen eines Axtblattes welches auf einen Stamm traf und sie beschloss zu schreien…
Dragon hackte stoisch sein Holz. Jeden Tag sorgte er erst in der Früh für Nachschub, dann machte er sich daran die Tische und Möbel für die Stadt Rahal herzustellen. Er mochte seine Arbeit und immer wieder dankte er dem Herrn dafür dass sie ihn von seinem Häuschen in der Stadt des Panthers wegholte. Das war nicht immer so gewesen. Einst hatte er die Stunden gezählt um zu seiner Familie zurückzukehren. Einst…bevor die kleine Ysarja, sein Augapfel, sein kleines Mädchen von einem herunterfallenden Dachziegel getötet wurde. Seine Frau hatte den Unfall der vor einem Jahr passierte nie verwunden und es war für den einfachen Holzarbeiter immer wieder eine Prüfung des Herrn sie leiden zu sehn. Aber er würde weiterleben. Er würde immer weiter seine Arbeit tun um eines Tages die kleine „Prinzessin“ in Nileth Azuhr wiederzusehn. Er schlug auf die Birkenrinde vor sich ein bis, ja bis er das Schreien hörte…
Sie hörte keine Angriffsklänge, sie bekam nicht mit wie man ihren Vater förmlich in kleine Stückchen hackte, sie hörte die Mutter nicht schreien während ein Soldat nach dem anderen sie bestieg, sie spielte einfach weiter bis ihr Kindermädchen hereinstürmte. Die bisher immer gute, treue Seele nahm das dicke, reiche Mädchen auf den Arm und trug sie aus dem Zimmer. Ein Protestgreinen unterband sie indem sie ihr den Mund zudrückte. Dann wurde die Kleine „Prinzessin“ getragen in den Wald hinein der das Lehen umgab. Dort in den dichten Büschen nahe der rahalischen Grenzsteine verbargen sie sich. Doch nicht lange. Dem Kindermädchen dämmerte bald, dass keiner, der ihr Gold für die Rettung der kleinen verwöhnten Göre zahlen würde, noch lebte. Wütend über diesen Zustand entkleidete sie das Mädchen vorsichtig, welches bereits zu weinen begann. Immerhin die wertvollen Kleiderchen würden ihr ein wenig Gold bescheren. Dann setzte sie die Kleine, einzig mit der Rosa Haarschleife bekleidet, im Wald aus. Zuerst wollte das Kind ihr nachlaufen aber die Kurzatmigkeit liess es bald aufgeben. Weiterhin weinend blieb das reiche kleine Mädchen im Wald zurück.
Keiner kam-nur der Hunger und der Trotz. Dicke Tränen liefen ihr über das Gesicht, eine Mücke hatte es gewagt sie zu stechen! Ein Käfer sorgte für einen panischen Heulkrampf und die Schlange liess ihr die Sinne schwinden. Die Nacht kam und sie fror erbärmlich. Sich mit Blättern zuzudecken kam ihr nicht einmal annähernd in den Kopf. Als sie erwachte hörte sie das rhythmische Schlagen eines Axtblattes welches auf einen Stamm traf und sie beschloss zu schreien…
Dragon hackte stoisch sein Holz. Jeden Tag sorgte er erst in der Früh für Nachschub, dann machte er sich daran die Tische und Möbel für die Stadt Rahal herzustellen. Er mochte seine Arbeit und immer wieder dankte er dem Herrn dafür dass sie ihn von seinem Häuschen in der Stadt des Panthers wegholte. Das war nicht immer so gewesen. Einst hatte er die Stunden gezählt um zu seiner Familie zurückzukehren. Einst…bevor die kleine Ysarja, sein Augapfel, sein kleines Mädchen von einem herunterfallenden Dachziegel getötet wurde. Seine Frau hatte den Unfall der vor einem Jahr passierte nie verwunden und es war für den einfachen Holzarbeiter immer wieder eine Prüfung des Herrn sie leiden zu sehn. Aber er würde weiterleben. Er würde immer weiter seine Arbeit tun um eines Tages die kleine „Prinzessin“ in Nileth Azuhr wiederzusehn. Er schlug auf die Birkenrinde vor sich ein bis, ja bis er das Schreien hörte…