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Wie das Leben so spielt
Verfasst: Donnerstag 26. April 2012, 19:18
von Cara DelMur
Auf ihr Bauchgefühl war in der Regel Verlass und ihr Instinkt hatte sie einen Schritt zurück setzen lassen. Dennoch war sie in keinster Weise darauf vorbereitet gewesen, dass er wirklich seine Drohung, sein Versprechen wie er es nannte, einlösen würde. Die mittlerweilen schmerzhaften Schläge auf ihr Hinterteil rissen sie jedoch rasch aus ihrer Ungläubigkeit heraus. Das Eloriahus nicht eingeschritten war, nunja. Der Burgherr hatte nun auch wahrlich andere Sorgen, als sich mit dem ganzen Weibsvolk im Haus zu beschäftigen und tat gut daran sein Gemüt diesbezüglich nicht übergebührlich zu belasten und das seiner zahlreichen weiblichen Anverwandten ebenso.
Jenes dürfte dann auch Althan langsam gedämmert haben, als Cara’s Rettung in Form einer mutigen jungen Yassi und deren zielsicheren Wurf zweier Pfannen auf den Rücken des Catulus, gelang. Und spätestens als sie ihm den Eintritt zur Burg verwehrten, gefolgt von wildem Davonstoben, Türen schlagen und einem Wortgefecht, wobei sogar die Prunkwaffen als Verteidigung ins Auge gefasst wurden, würde er sich eingestehen müssen, dass die Damen ihren eigenen Kopf und ihre eigene Sicht der Dinge hatten.
Vermutlich tat er gut daran, die Nacht betend zu verbringen und sich nicht wehrlos dem Schlaf auszusetzen.
Was hatte dieser Mann nur an sich, dass sie immer so unruhig in seiner Nähe wurde. Er strahlte die Selbstsicherheit eines Herrschers aus, gleichzeitig aber erinnerten sie seine Augen an ein hungriges Raubtier.
Verfasst: Freitag 27. April 2012, 08:50
von Cara DelMur
„ich muss dem Catulus noch das Bett machen“ ….
Waren ihre Worte zu Darkan als sie sich von Rahal aufmachte zurück nach Düstersee.
Sie wusste der Catulus würde spät in der Nacht noch zurück in die Burg kehren.
Während sie also nun das Laken glatt strich, die Decke zusammenlegte und das kleine Kissen feste, viel zu feste, ausschüttelte, brummte sie „und es soll ihm ja an Nichts mangeln, schon garnicht an Aufmerksamkeit“. Da packte sie ein kleines, sehr eigenes, freches Lächeln und mit eben jenem bewaffnet, raffte sie ihren Rock. Das Klappern ihrer hastenden Absätze war weithin zu hören, als sie steile Treppen und verwinkelte Gänge der Burg durcheilte. Einmal hinab und einmal hinauf. Kurz darauf wurde in der Kammer des Catulus ein grosses, weiches Kissen platziert, auf jenem drapiert eine neunschwänzige Peitsche aus dunklem Lakritz und ein duftender Tee, nach Kräutern und Anis. Die satte grüne Farbe, die man ohne weiteres den Kräutern zusprechen würde, stammten von ein wenig Seerosenblatt, dazu noch ein wenig dies und das. Sie lächelte immernoch dieses etwas eigene, freche Lächeln. Eines war sicher, der Catulus würde diese Nacht mit leichtem Gemüt einen sehr raschen, tiefen Schlaf finden.
Als sie selbst dann wenig später in ihrem Bett liegend mit offenen Augen die Decke anstarrte und keinen Schlaf fand, fragte sie sich einmal mehr…„Was stellt dieser Mann nur mit mir an?“
Verfasst: Freitag 27. April 2012, 11:18
von Gast
Auf jede Tat die vollzogen wird folgt früher oder später eine Antwort. Seine Art von Kompromiss war einfach lächerlich, dessen war er sich selbst bewusst, doch immerhin konnte er so dem Versprechen das er Darkan gegeben hatte nachkommen und dessen Angebetete im Auge behalten.
Die Wälder herum waren viel zu gefährlich Diebe, Wegelagerer, die Ketzer an den Grenzen im Osten und nicht zu vergessen die Wildtiere wie Bären, Wölfe und Raubkatzen.
Da meinte sie doch wirklich herumzuspazieren als wäre sie auf dem Marktplatz von Rahal, um ihre Kräuter zu suchen? Grimmig wanderte er die Straße von Rahal nach Düstersee hinab. Wie es schien war er zu milde gewesen, Cara hatte doch tatsächlich noch sitzen können. Gut, dass er von dieser kleinen Rage Yassi unterbrochen worden war war dem wohl zuzuschreiben. Aber ihm gefiel das Kind welches nicht gezögert hatte ihn anzugreifen, um Cara zu verteidigen. Mut hatte er schon immer bewundert.
Es ärgerte ihn, dass er keine Zeit gefunden hatte mit seinem Bruder zu sprechen. Er würde toben, sollte er die Geschehnisse aus zweiter Hand erfahren, doch er würde dem Sturm stand halten wie schon anderen zuvor. Wegen einer Frau würden sie nicht streiten es ging eher ums Prinzip, ein guter Grund für einen Kampf sein es mit den Fäusten oder dem Schwerte. Seine Lippen verzogen sich gutgelaunt zu einem sardonischem Lächeln.
An der Kutschstation traf er auf den Knappen Xontor und sie unterhielten sich. So lange er hier als Gast weilte und ihn keine Pflichten des Tempels woanders banden, nahm er sich vor die Bande mit Düstersee zu festigen... er hatte Gefallen an diesem Ort gefunden, ebenso an den Menschen die dort lebten. So würde er bald mehr über Xontor erfahren und dessen was hier seine Pflichten waren.
Die Nacht war schon weit fortgeschritten und so verbrachte er einige Zeit in stiller Andacht in der Kapelle, ehe er sich zur Ruhe begab. Das schummrige Licht der flackernden Kerze erregte seine Aufmerksamkeit und er sah sich wachsam in der ihm zugewiesenen Kammer um.
Hier war jemand gewesen!
Seine Augen verengten sich etwas als er einen Blick zu den Büchern warf die er in einer bestimmten Anordnung hingelegt hatte... nein alles unverändert.
Dann wanderte sein Blick zu dem Bett und aus alter Gewohnheit sah er zuerst unter dem Bett nach, ob sich dort etwas befand. Vor allem wenn er an die kleine Rage dachte konnte man nicht vorsichtig genug sein. Also hob er danach die Decke und das Kissen, sah noch ob sich Kröten, Salamander, Spinnen, Schlangen oder sonstiges Getier in einer Falte befand. Hm... nein, auch alles rein.
Er schlüpfte aus der Robe und dabei fiel sein Blick wie zufällig auf das Kissen am Boden neben seinem Lager, er stutze. Die Robe wurde über den Stuhl geworfen, er ging in die Hocke und sah das dicke Kissen genauer an. Er musste sich nur kurz konzentrieren, den Allmächtigen darum bitten klarer sehen zu können, etwas was er im Nachhinein bereute als ihm die Farbe besagten Kissens förmlich ins Auge sprang. Seine Brauen zogen sich zusammen als er die Gegenstände darauf betrachtete, dann hoben sich seine Mundwinkel zu einem Grinsen und er musste kurz Lachen.
Ein Friedensangebot, um ihn milde zu stimmen, wohl kaum. Aber dennoch würde er ihre Aufmerksamkeit angemessen zu würdigen wissen. Der nahm den Tee an sich und roch daran, kräuterartig.. eindeutig, doch inzwischen war er kalt geworden.
Die Zeit seiner Enthaltsamkeit war noch nicht verstrichen und er würde nichts außer Wasser und Brot zu sich nehmen, doch das konnte sie nicht wissen, ihn aber nicht zu trinken könnte als Beleidigung aufgefasst werden.
Also wohin damit... er sah sich nachdenklich um. Dann goss er ihn schlussendlich in die Vase am Tischende und stellte das Glas zurück auf den Tisch.
Die Süßigkeit wurde nicht gekostet, doch er hielt sie eine Weile in den Händen und spielte mit den Schnüren, dann legte er sie neben die Bücher.
Ihm war durchaus klar warauf dies anspielte, sollte er sie im Ungewissen lassen ob seiner Reaktion oder ihr etwas geben wo sie nachdenken musste?
Er war hier Gast und würde sie mit dem Respekt behandeln der ihr gebührte, so lange sie gewisse Grenzen nicht übertrat. In dieser Nacht wird er wenig Schlaf finden viele Dinge scheinen ihn zu beschäftigen und so treibt es ihn bald auf Wanderschaft durch die Burg, nicht mehr als ein schweigender Schatten und dennoch sich den Wachen zu erkennen gebend, sollten sie ihn ansprechen.
Unruhig wirkt er, dennoch sichtlich beherrscht sein Blick düster als er immer wieder gen Osten blicken wirkt und dann nach Varuna. Man wird erkennen, ein aufmerksamer Beobachter jedenfalls, dass ihn etwas ganz anderes zur Zeit beschäftigten scheint was mit diesen beiden Landmarken zu tun hat.
Er wird sich kurz mit einer der Nachtwachen unterhalten, als er seinen üblichen Gang um die Zinnen der Wehrburg antrat. Die Dame Cara wird von der Wachhabenden Gardistin am frühen Morgen angesprochen werden, sollte sie ihrer ansichtig werden, dass der Catulus der Dame DelMur für ihre Aufmerksamkeit dankt und er erfreut darüber ist, dass sie sich willig zeigt Kompromisse einzugehen.
Er wusste, dass diese Botschaft genau das Gegenteil bezwecken würde, doch er freute sich schon auf ihren nächsten Zug.
Verfasst: Sonntag 29. April 2012, 13:34
von Gast
Die kommenden mehr oder minder durchwachten Nächte werden in dieser Nacht ihren Tribut fordern. Er wird sich in der Kapelle einfinden, um früher als sonst der Abendandacht beizuwohnen.
Althan wird sich danach früh zur Ruhe begeben und schon bald verraten tiefe Atemzüge, dass er eingeschlafen sein wird. Ein Flackern wird unter der Ritze seiner Tür zu erkennen sein, als brenne dort noch eine Kerze.
Verfasst: Sonntag 29. April 2012, 16:57
von Cara DelMur
langsam hatte sie genug von Versprechungen...
Wort für Wort...
jeweils aus einem anderen Mund...
wenn sie die Augen schloss, glitten die Gesichtzüge der beiden Männer fliessend ineinander, Lippen die sich bewegten... Worte die sich wiederholten... ein steter Fluss.
ja, sie waren sich ähnlich und gleichzeitig auch unterschiedlich wie Tag und Nacht... Dämmerung... das waren sie... der eine Tag, der andere Nacht... dazwischen eine Berührung...
Versprechen, die garnicht ihr gegeben wurden, sondern die sie sich selbst gaben, sich selbst gegenüber...
sie... sie... war unwichtig.
sie wurde nicht gefragt was sie selbst wollte..
und warum überhaupt, warum überhaupt meinten beide ihr etwas versprechen zu wollen... zu können... zu DÜRFEN !!
Verfasst: Sonntag 29. April 2012, 19:31
von Gast
In seiner Heimat hätte er sich einfach genommen was er wollte, ohne zu fragen ob der Gefühle oder Bedürfnisse Anderer. Sie wäre SEIN gewesen, jeder der sich ihm in den Weg gestellt hätte würde sich in seinem eigenen Blut winden, wie in einem Blutrausch würde er um sich schlagen nur um SIE dann wieder an sich zu reißen.
Doch hier war alles anders es war nicht sein Land oder Lehen, hier war er ein Nichts, nunja gut zum Catulus gereift der sich den Pflichten und Geboten des Tempels unterwarf.
Hier waren ihm Grenzen auferlegt worden Respekt vor der Familie des Ahad Drugar unter dessen Dach er nun schlief, Respekt seinem Bruder Darkan gegenüber der Cara liebte und Respekt vor Cara selbst.
Sie hatte einen guten Mann verdient, sie war kein Weib, dass man nach einem kurzen Vergnügen wieder verlies. So langsam wurde auch Althan klar, dass ihn diese Prüfung bis in sein Innerstes erschütterte.
Doch er hatte geschworen sie zu bestehen, so stand er da und konnte nur düster zusehen wie sie sein Zimmer verlies. Er hoffte, dass seine Worte sie tief erschüttert hatten. Tief genug, um ihm aus dem Wege zu gehen anstatt ihn zu versuchen.
Mehr als einmal wünschte er sich er wäre wieder in seiner Heimat, oder er könne vergessen, dass es diese Frau gab.
So blieb ihm in dieser Nacht nur wieder ein kaltes Bad im Meer übrig und ein leeres Bett danach...
Verfasst: Montag 30. April 2012, 10:19
von Gast
Was der Unterschied zu einem Oger und seinem Bruder war? Es gab keinen, dessen war sich Althan in dieser Nacht wieder mehr als bewusst. Erst zuschlagen, dann nachfragen und viel später erst nachdenken, er war dahingehend seines Vaters Sohn anscheinen.
Dieses Weib lies ihn zu einer Gefahr werden, einer Gefahr die alles niederwalzt was sich zwischen ihm und seiner geliebten Cara stellen würde. Doch Darkan hatte nichts getan, was Althan nicht wollte oder nicht früher oder später doch geplant hatte.
Nur hatte er sich etwas verschätzt was das Wecken von Darkans Zorn betraf... einen Fehler aus dem er lernen würde. Darkans Zorn war eine Urgewalt gewesen, unkontrolliert und überschäumend, es war an ihm Darkan aufzuzeigen, dass er ihn kontrollieren musste.
Kaum war die eine Sache, dass er sie versohlt hatte, am nachmittage für beide geklärt gewesen rollte die Nächste am Abend in der Hagburg auf ihn zu in Form eine wütenden und gerüsteten Darkans.
Fäuste flogen und er kam nicht einmal dazu den Mund zu öffnen, um herauszufinden warum sich dessen Zorn über ihn ergoss. Nunja, sollte Cara ihm erzählt haben was er ihr noch vor wenigen Stunden ins Ohr geflüstert hatte, konnte er Darkans Zorn nachvollziehen, aber er hatte das Weib nichtmal in seinem Bett gehabt, verdammt.
Er hatte sich noch nicht einmal die Mühe gemacht sie verführen zu wollen, bisher kannte sie nur eine Seite an ihm und diese schien sie immer mehr in Rage zu bringen.
Er wusste schlussendlich nicht was für ihn mehr Schmerzen nach sich ziehen würde, mit Darkan die Feste zu verlassen, was die beiden Heilerinnen nicht zulassen wollten, oder hier unter einem Dach mit der Frau zu leben die er am liebsten in sein Bett zerren würde.
Doch er musste hier verharren, ein Gespräch mit dem Ahad stand noch aus und er wollte immer noch mehr über den Tetrarchen erfahren, dessen Namen dort unten in der Halle fast nicht mehr zu erkennen war.
Doch Cara würde er vorerst aus dem Wege gehen, sofern das hier überhaupt möglich war. Dank Majalins Mixtur und ihrer Versorgung seiner Verletzungen, würden die Prellungen bald verschwunden sein.
Verfasst: Montag 30. April 2012, 17:57
von Cara DelMur
Bruchstückhaft rauschten die Zeilen eines Liedes durch ihren Kopf.
Sie kannte es von Maja’s Verlobung, Hanna und Karawyn hatten es gesungen.
Der Abend war finster und dunkel…
Für die Liebe der Herzdame, fielen zwei Ritter sich in die Arme,
mit todbringenden Klingen, den Rivalen umzubringen.
Der eine war schwarz wie die Nacht…
Mit einem Hammer schwer und stumpf, zerschlug den Kopf er auf dem Rumpf.
Der andere war weiß wie Blüten…
Hielt das Schwert in beiden Händen, um das Leben des Schwarzen zu beenden.
nach blut´gen Kampf, der Mut zu loben…
Doch die Jungfer konnte keinen lieben, da beide tot am Boden blieben.
Nach dem Vorfall der Nacht, herrscht in ihrem Kopf ein fürchterliches Durcheinander. Sämtliche Emotionen schienen ihr gleichzeitig vorhanden zu sein. Und sie konnte weder zuordnen, wem oder was sie galten, zumindest im Augenblick nicht.
Einerlei. Die kommende Nacht war eine Besondere und sie wollte feiern, sie wollte tanzen, sie wollte dem Feuerdrachen entgegen tanzen in ihrem neuem Kleid, ihr Drachenkleid.
Ob Darkan wohl tanzen könnte? Ob es Althan wohl gut ginge? Auf Majalin war Verlass. Verflixt wieder glitten ihre Gedanken ab. Und verlixt sie hätte mehr tun sollen.
Verfasst: Donnerstag 3. Mai 2012, 08:35
von Gast
Gestern abend hatte er sie beide wiedergesehen zusammen mit der jungen Dame Yas. Als Althan die Bank in Düstersee betrat schrumpfte der Raum merklich zusammen und wurde auf einmal viel zu klein für versammelte Anwesenden. Er konnte Darkans Anspannung förmlich spüren, ein Funke nur und es würde erneut zu einem Kampf kommen, doch diesmal war er darauf vorbereitet.
Er wusste, dass Darkan die Beiden beschützen wollte, vor ihm!
Er wusste, dass Cara und Darkan Yas schützen wollten, wieder einmal vor ihm!
Sie hatte sich entschieden, ebenso wie er in diesem Augenblick eine Entscheidung traf die tief in das Leben der Drei eingreifen würde. So unterhielt er sich mit dem Kinde eine Weile und was sonderbar anmuten würde für diejenigen die ihn beobachteten, er sprach mit dem Kind auf Augenhöhe... Althan ging in die Hocke, um sich mit ihr zu unterhalten.
Er erfuhr etwas über ihre Eltern und ihm gefielen die für sein Alter klugen Antworten des Kindes. Doch er spürte, dass sie ihn fürchtete, nachdem was sie bisher von ihm beobachten musste war dies ja auch nicht wirklich verwunderlich. Er beschloss ihr eine andere Seite von sich zu zeigen, eine Seite die nicht minder gefährlich war, aber deutlich charmanter. Darkan schien zu ahnen in welche Richtung er zu gehen gedachte und er baute sich zwischen ihm und dem Kind nun auf.
Er lies sich von Yas auf deren Liste für dessen Schreibunterricht eintragen, ein Anfang war gemacht...
Cara schien während dem ganzen Gespräche mehr oder minder innerlich Gift und Galle zu spucken, jedenfalls liesen ihre Worte dies vermuten. Nun auch sie hatte alle Grund misstrauisch zu sein, denn inzwischen hatte sie schmerzhaft lernen müssen, dass er nichts unüberlegt tat sondern vielleicht hier ein größeres Ziel verfolgte. Sein Blick lag düster auf ihr sie damit zeitweise zum Schweigen bringend, worauf Darkan sich nun zwischen den beiden Damen aufbaute, amüsant!
Cara eilte hinaus sie schien kurz vorm Explodieren hatte es den Anschein, später hörte er einen lauten wüteten Schrei... herje was für ein wildes Weib, nur nicht seines!
Yas folgte Cara auf Darkans Worte hin, dann waren die beiden allein...
Gesprochen wurde nicht viel, alles war gesagt. Doch wie schon einst sein Vater sagte: "Du kannst laufen so weit und wohin du willst, die Scheiße holt dich immer wieder ein. Du kannst nicht ändern was du bist." Worte die sich auch bei Darkans Vater bewahrheitet hatten. Also maßen sie sich mit Blicken wie zwei kampfbereite Raubkatzen, ohne sich anzugehen... beide wussten, dass dabei einer sein Leben lassen würde, irgendwann.
So trat er Daran als das gegenüber was er jetzt war, ein Catulus... er informierte Darkan darüber, dass seine Schmerzprüfung und eine Prüfung seines Wissens über die Gebote bald im Tempel von Düstersee stattfinden würde.
Es würde Darkan nicht sonderlich überrascht haben, dass dieses durch Althans Hand geschehen würde...
Wut
Verfasst: Donnerstag 3. Mai 2012, 12:49
von Darkan Amon
Er hatte es wirklich getan... Erst wesentlich später begriff der Krieger, was in dieser Nacht geschehen war. Er hatte Althan niedergeschlagen, vor den Augen zweier Frauen, ohne Gnade oder Reue. Sein Überleben, abseits von Krüppelwegen, war vermutlich dem Umstand geschuldet dass Caras Stimme es gerade rechtzeitig schaffte, ihn in seiner Tobsucht zu stoppen, andernfalls wären ihm wohl noch einige Knochen zum Opfer gefallen. Er kannte die Art von... Anfällen nur zu gut. Sie überkamen ihn im Kampf desöfteren, doch bisher nie ohne Bedrohung für sein Leben.
Nun, es gab immer ein erstes Mal... Doch was machte diese Frau mit ihm, dass schon die leise Vermutung, ihr könnte etwas zugestoßen sein, ihn derart zur Weissglut brachte dass er einen der Menschen zu Brei schlagen könnte, die er am längsten kannte? Vielleicht war sie ja doch ein höheres Wesen, dass einfach in ihn hineingriff um ihn zu verändern?
Sein Wille sie zu schützen jedoch war ungebrochen. Wohl auch ein Grund dafür, nicht auf das Schiff im Hafen zu steigen, und die bereits bezahlte Überfahrt zurück in die Heimat anzutreten. Wer wusste schon, was dann geschehen würde? So trat er den Weg zurück nach Düstersee an, ohne wirkliche Furcht das erwartend was da kommen würde. Althan drohte gerne, er spielte gerne mit Angst und Gedanken. Doch er würde stoisch ertragen, was auch immer nötig sein müsste um diese Geschichte zu beenden. Schmerz war ihm kein Unbekannter. Der Krieger und der Schmerz hatten ein Jahr lang unzertrennbar das Bett geteilt, und auch heute ließ ihn Schmerz und Qual relativ kalt.
Schmerzprüfung... Nunja, eine nette Formulierung für ordinäre Folter. Sollte er tun was immer er wollte, letztlich führten selbst Althans Handlungen mitlerweile zum erreichen seiner Ziele. Sollte sich Althan die Mühe der Kreativität machen, Darkan würde schlicht durchhalten müssen. Und durchhalten, ja das konnte er mitlerweile...
Und letztlich führte auch der Erlebte Anfall von ungezügelter Wut und Gewalt zu einer Erkenntnis. Unter den richtigen Einflüssen würde er weit besser funktionieren. Dies sollte beobachtet werden.
Verfasst: Donnerstag 3. Mai 2012, 18:55
von Cara DelMur
Ich will barbarisch zu Werke gehen. Hab ich’s mit den Bedienten erst ausgefochten, so will ich mir die Mädchen vornehmen. Sie sollen die Spitze meines Degens fühlen, bis er stumpf wird. Willst du den Hals ihnen durchtrennen? Ja, den Hals oder die Jungfernschaft. Versteh es, wie du willst
Es lag wohl an Beltane das ihr immer wieder Lieder und Dichtgut durch den Kopf geisterten. Aber es passte allenhalben. Besonders nach dem letzten Auftritt des Herrn Catulus. Das konnte sich ja keiner mit anhören. Jetzt verstand sie auch Darkans Worte. Hinterhalt und Schlacht. Althan war der Hinterhalt und Darkan die Schlacht. Da war ihr die Schlacht tausendmal lieber. Und wie lieb sie ihr war. Und Schlachten, ja, die würden zweifelsohne noch gefochten werden.
Als er ihr in der Kammer so nahe gekommen war, hatten Wut und Verzweiflung sie gepackt. Wut darüber, dass er so überheblich war. Wut darüber, dass er Dinge in ihr hervorkehrte, die sie so nicht wollte. Verzweiflung, dass sie ihm fast nachgeben hätte. Verzweiflung, was und wer er war. Hass-Liebe hatte Majalin gesagt. Nun, sie würde dies einfach Baltane zuschieben, das sie eh so wuschig machte.
Aber Beltane hatte ihr auch etwas anderes gebracht. Weisse Blüten und Maiglöckchenduft.
Verfasst: Samstag 5. Mai 2012, 08:44
von Gast
Er hatte sie aufsuchen müssen, um seine Bestellung an Tränken aufzugeben. In der Burg war er ihrer ansichtig geworden, wieder irgendetwas Essbares in ihren süßen Mund schiebend und es langsam kauend. Es wirkte irgendwie erotisch, dass sie sich mit so einfachen Dingen der Lustbefriedigung von ihren Bedürfnissen hingab.
So kam ihre Begrüßung auch ewas Bröckchenweise hervor. Er hatte sie ertappt und gewiss würde ihr süßes kleines Köpfchen sich schon wieder Gedanken machen was er hier und jetzt von ihr blos wollte.
Die schmal geschnittene Hose betonte ihre Beine auf das Vorteilhafteste und natürlich war sie sich bewusst, dass seine Worte wieder eine eindeutig Doppeldeutigkeit beinhalten konnten.
Schlussendlich versprach sie ihm die gewünschten Tränke in den kommenden Tagen fertigzustellen. Doch was wird ihn bewogen haben heute fast milderer Stimmung zu sein... wer weis?
Später am Abend dort in der Taverne wurde sie wieder zum Schreien gebracht als sie sie stürmisch verlies, wenn es auch mehr von dem interessanten Gespräche mit dem Herrn Dylan her führte, dem sie lauschen durfte.
Dieser war anders als sein Bruder, gefährlich auf andere Art und dieser hier war tätig im diplomatischen Dienste was bedeutet er kannte sich mit Spitzfindigeit in Wort und Tat ebenso aus wie in dem Lesen der Zeilen zwischen den Worten. Althans Stimmung hob sich zusehends an diesem Abend, als es zu einem tiefgreifenden Gespräche kam.
Turbulent war es diesem Abend in der Taverne zu Düstersee, Talana kam zurück, Asgerat wurde in die Burg beordert und Fremde kommen und gingen.
Dylan warnte ihn vor dem Spiel mit dem Feuer, dabei beherrschte er durchaus den Tanz mit den Flammen. Die Zeit würde zeigen was sich daraus ergab. Bisher hatte hier noch keiner mit dem Sadisten in ihm getanzt...
Verfasst: Samstag 5. Mai 2012, 12:16
von Cara DelMur
sie verschloss die letzte der kleinen Phiolen mit einem der leicht zu entfernenden Wachsplättchen, packte alles fein säuberlich in eine Tasche und schrieb auf ein Stückchen Pergament ihre Grüsse. Mit der Tasche machte sie sich dann die endlosen Treppen und verwinkelten Gänge entlang und hinauf, bis vor die Kammer des Catulus. Sie klopfte an. „Catulus?“ „Althan?“. Keine Antwort kam aus dem Inneren. Also drückte sie gegen den Türknauf und die Türe schwang einladend nach innen auf. Ihr Fuss baumelte noch in der Luft, schwebend über der Schwelle, dem „verbotenen“ „heiligen“ Boden, als sie innehielt selbigen beäugend. Der Fuss wurde zurück gesetzt, die Tasche abgestellt. Hm. Sie konnte natürlich die Tasche hinüber auf sein Bett werfen, allerdings, wenn sie so über den Inhalt der Tasche nachsann, bestand die nicht unerhebliche Gefahr, dass der Turm mit in die Luft flog und das würde ihr Onkel nicht wirklich gut heissen.
Kurz darauf hörte man wieder das klappern ihrer Sohlen durch die Gänge, Treppab-Treppauf. Sie war völlig ausser Atem, als sie mit drei Brettern unter ihrem Arm wieder oben ankam. Ja, da sah sie Althan nie. Sie konnte garnicht dick werden, bei dem vielen gerenne, aber er sah sie ja nur, wenn sie gerade mal eine winzige Kleinigkeit zu sich nahm. Zwei Bretter wurden aneinander gelegt, auf dem vordersten ruhte die Tasche und mit dem hinteren schob sie vorsichtig das Bauwerk an. Sie angelte sich das zweite Schiebe-Brett und schloss die Türe. Da stand sie also nun die Tasche, unweit der Türe und thronte auf ihrem Brettchen
Verfasst: Dienstag 8. Mai 2012, 12:35
von Darkan Amon
Es war spät geworden, und er saß nach wie vor in der Taverne zu Rahal. Vor ihm lagen diverse Bücher, einige offenbar lediglich zum Lesen, eines direkt vor ihm jedoch wurde mit Notizen beschriftet. Nunja, es sollte beschriftet werden, doch fand sich dort bisher nicht mehr als ein angefangener Satz, dessen Sinn bisher jedoch mangels Worten nicht ersichtlich war. Aufgrund der über den Tisch ausgebreiteten Lektüre müsste es jedoch um die Dienstvorschriften in der Wache oder die Gesetze Rahals und Düstersees gehen. Sein Blick lag auf seinem Notizbuch, jedoch verriet der Blick in seine Augen schnell: Dieser Mann war mit den Gedanken weit weg!
Und tatsächlich kreisten seine Gedanken vielmehr um die Geschehnisse der Wochen, seit er hier ankam. Er hatte sich gut zurechtgefunden, war Ärger aus dem Weg gegangen und hatte angefangen ein paar Münzen zu verdienen, als er letztlich auf diese Frau traf. Diese Frau, die es schaffte in einem Augenblick seine Planung, seine Denkweise und gar sein Leben umzukrempeln. Sie hatte ihn beobachtet, während er Gesetzlose um ihre erplünderte Beute brachte. Sie hatte seine Wunden verbunden, und wollte am Ende nichtmal dafür bezahlt werden. Solches Verhalten hatte er bisher nur einmal kennengelernt, und damals hatte das Kräuterweib ihn über ein Jahr wieder zusammengeflickt. Er verdankte solchem Verhalten sein Leben. War das der Grund für seine plötzliche Veränderung? Er wusste es nicht. Was er jedoch wusste, war dass diese Frau auf plötzlich einmal wichtig war. Wichtig genug, um alles andere dafür über Bord zu werfen.
Nun, vermutlich war es ihr geschuldet, dass er nun treuen Dienst in der Wache schob. Ihr war es geschuldet, dass er gar überlegte richtig sesshaft zu werden! Er schlief gar teilweise in Herbergen, nicht wie sonst üblich in einem einfachen Schrägdach im Wald! Und nun dachte er darüber nach, sich ein Haus anzumieten!
Zusammengefasst war alles anders geworden, und doch fühlte es sich besser an: Er war im festen Dienst, er hatte eine Heimat, er hatte Rückhalt, und... nun, er hatte sie. Oder hatte sie ihn? Vermutlich eher letzteres...
Sein Verhältnis zu Althan war - gelinde gesagt - gespannt gewesen, seit jenem Vorfall in der Wehrburg. Darkan hatte vermutlich jeden Tag mit hinterhältiger Rache gerechnet, doch dann kündigte Althan seine Taten gar an! Scheinbar war auch er sehr... verändert worden. Zum besseren? Das würde sich zeigen. Zumindest hatte seine Tat - augenscheinlich - dazu geführt dass seine Übergriffe auf Cara ein Ende fanden. Und mitlerweile war sich Darkan auch sicher, dass seine ihn immer wieder überfallenden Anfälle von Wut und Gewalt eine höhere Nützlichkeit hatten als zunächst vermutet. Sie gaben ihm im richtigen Moment entscheidende Stärke. Nur in Caras Nähe verfiel dieses... nagende Gefühl tief in ihm. War sie vielleicht nicht nur einfache Knochenflickerin, sondern gar Seelenheilerin?
"Zusammenreissen jetzt, Soldat!" Mit diesen leise gesprochenen Worten riss er sich selbst aus dem Traum dem er offenbar nachhing. Er konnte heute abend wieder Träumen, wenn er sie wiedersah! Jetzt ging es darum dringend nötige Ausbildung vorzubereiten! Die Kameraden Landsknechte würden sich schon umsehen, wie auf die offenkundige Disziplinlosigkeit reagiert werden würde!
Verfasst: Mittwoch 9. Mai 2012, 08:18
von Gast
Er war in Gedanken als er den Raume betrat, den er Dank der Großzügigkeit des Ahads in der Hagburg bewohnte und das was er dort vorfand lies ihn doch tatsächlich ein Grinsen über das Gesicht huschen. Sie schien endlich seinen Raum als etwas zu akzeptieren wo ihr Sanktionen drohen würden, sollte sie ihn auch nur noch einmal betreten. Er drohte gern und spielte eigentlich nur mit ihr, warum er dies tat? Eigentlich nur weil es ihm Spass machte zu sehen wie sie es trotz der Steine, die er ihr in den Weg legte es schaffte seiner Bitte *wieder ein Grinsen* nachzukommen.
Seine Worte, die er bei Majalin im Gespräche hat fallen lässen schienen bei ihr angekommen zu sein, denn sie schien ihm seit Tagen aus dem Weg zu gehen. Wenn er eines beherrschte, dann mit Worten subtil zu verletzen, sein Ziel hatte er damit schlussendlich erreicht... Cara wandte sich endgültig Darkan zu. Wie es in seinem Innern aussah, darüber würde er weiterhin schweigen.
Als Templer konnte er es sich nicht leisten Gefühle für diese Frau auch nur im Ansatz zuzulassen und hatte sie schon im Keim erstickt.
Er setzte sich und begann seine Pfeife zu stopfen während er seinen Gedanken nachhing. Grauer feiner Rauch zog gen Decke und verbreitete bald den würzigen Geruch von Tabak und Vanille. Tief atmete er ein und lies dann langsam die Luft wieder entweichen.
Darkan entwickelte sich nach seinem Geschmack und schien einen festen Platz in dem Gefüge des Allmächtigen zu finden. Dennoch sah er es ungern, dass er momentan in Augenblicken in denen er sich unbeobachtet fühlte wie ein liebeskrankes Schaf aussah. Cara würde zu seinem Schwachpunkt werden, etwas was wenn es ihm aufgefallen war auch anderen auffallen würde. Das war nicht gut...
Schwäche war nicht gut und vor allem, wenn eine Frau auch noch der Auslöser war. Er musste mit ihm sprechen, bald. Von Anfang an musste verhindert werden, dass sie ihm mehr bedeutete, als das Ziel des Allmächtigen zu verfolgen.
Die Pfeife war aufgeraucht und schon lange erkaltet, als er sich langsam aufrichtete. Er packte einige Sachen zusammen und nachdem er die Pfeife gereinigt und wieder verwahrt hatte, nahm er diese an sich und schritt zur Kapelle.
Er musste zurück nach Rahal, noch in dieser Nacht... doch vorerst würde er in der Kapelle das Abendgebet rezitieren.
Gedanken welche ihn auf seinen Weg dahin noch immer beschäftigen ließen seine Züge strenger als sonst erscheinen. Einem dunklen Schatten gleich trat in den dämmrigen Lichtschein der Kapelle vor den Altar und sank auf die Knie.
Gen Mitternacht sah man ihn auf einem Pferde die Hagburg verlassen und gen Rahal aufbrechen.