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[Propaganda] Das Alatarische Reich verkündet
Verfasst: Mittwoch 4. April 2012, 01:41
von Aidarius
Vermummte Gestalten zogen des Nachts durch das Fischerdorf und hinterließen auf Straßenkreuzungen, am Markt und dem Hafen Bajards große, leserlich beschriebene Pergamente.
Diese Aushänge wurden offenbar durch eine Institution des Alatarischen Reiches gefertigt und dienen dazu alle Interessierten über einen glorreichen Sieg der Schwarzen Armee zu unterrichten.
Die Fremden sollen laut den Aussagen einiger Ansässiger sich nicht sonderbar bemüht haben unentdeckt zu bleiben, einer von ihnen soll sogar die Dreistigkeit besessen haben ein solches Pamphlet an die Tür der örtlichen Bank zu hämmern.
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Verfasst: Mittwoch 4. April 2012, 18:14
von Lucien de Mareaux
Schweigend stand er vor dem Aushang und die Augenbrauen wanderten immer höher, während er las und bis er zum Ende des Gekritzels angekommen war.
"Welcher Trottel verfasst eigentlich die Pamphlete da in Rahal? Seit wann gehört das Kloster zu Adoran? Das Kloster ist das Kloster. Und wenn ich mit einer Stadt und einem Ameisenstaat anrücke gegen ein paar vereinzelte... aber bitte, wer sich mit kleinen Lorbeeren schmückt, als wären es große... wenn Leute daher kommen und es als Großes nehmen.. jeder Pocke ihre Arschbacke und jedem Pickel seine Hackfresse", murmelt er gerade so verständlich für den Nebenstehenden vor sich hin, während er den Wisch abriss und mit sich nahm, einen von den was wusste er denn wie vielen.
Sich die Mühe zu machen alle abzureißen, dazu war ihm getrost und wie stets die Zeit zu schade. Manche hatten es nötig sich bauchzupinseln, und in seinen Augen sollte man ihnen das Vergnügen nicht nehmen sich zum Narren machen.
Verfasst: Donnerstag 5. April 2012, 09:10
von Sanna Emilia Kolmar
Vermutlich lag es an der Müdigkeit der Bajarder, solche Zettel noch mit Feuereifer zu lesen, doch auch ihr Blick huschte nur mit mäßigem Interesse über die schön geschriebenen Buchstaben.
Geografische Fehler oder Ähnliches interessierten schon nicht mehr - eher die Frage "wer denn diesmal gegen welche Seite schimpfte oder jammerte".
Nun dies war spätestens nach "schwarzer Armee" deutlich und die meisterliche Wortkombination "ehrenwerter Durion" brachte sogar kurz ein höchst amüsiertes Grinsen auf die Züge der Göre, ehe sie dann aber mit den Worten "Also diesmal Rahal gegen Adoran... dann sind die Adoraner nun wieder dran, scheint's..." abwandte und eher betrübt von dannen zog.
Vielleicht schwang so etwas wie "Gleichgültigkeit" ob dem Zwist der Reiche in ihrer Stimme mit, doch auf dem Antlitz spiegelte sich eher Sorge und - wie bereits erwähnt - eine aschgraue Müdigkeit, als sie seufzend die kleine Nussschale "Heimat" betrachtete, welche sie immernoch so liebte und welche leider beim Aufkommen eines Sturmes immer zuerst unter die Räder kam.
"Tragt euern Drecksstreit doch einfach ma' miteinander aus und lasst uns hier in Ruh'..." - ein inniger Wunsch.
STECKBRIEF
Verfasst: Donnerstag 12. April 2012, 12:23
von Aidarius
Zur frühen Abendstunde des 12ten Wechselwind, verlässt ein berittener Trupp die heilige Stadt und nährt sich im raschen Galopp den Grenzen des Alatatischen Reiches. Die Krieger sind voll gerüstet und bewaffnet, ihre Wappenröcke schmücken die Farben der Stadtgarde Rahals. Der Anführer der Soldaten, es scheint sich um einen Offizier zu handeln, trägt eine lederne Umhängetasche um seine Schulter, vollgestopft mit allerlei zusammengerollten Papieren.
In dem heruntergekommenen Fischerdorf Bajard angekommen, halten die Mannen sogleich an dem hölzernen Tor und hämmern ein großes Pergament an das Anschlagsbrett nahe des Dorfeingangs. Auch anderenorts werden von ihnen die selben Aushänge angebracht, wie etwa am Hafen und Marktplatz. Es handelt sich offenbar um einen Steckbrief einer im Alatarischem Reich gesuchten Person.
Niemand scheint gewillt den Männern Einhalt zu gebieten, kein Milizsoldat ist weit und breit zu sehen.
[URL=http://www.directupload.net][img]http://s7.directupload.net/images/120409/3naiuhql.jpg[/img][/URL]
Verfasst: Donnerstag 12. April 2012, 18:19
von Lucien de Mareaux
Ein wenig Schadenfreude empfand er schon, als er vor dem neuen Aushang stand und sich diesen durchlas, winkte letztlich aber ab und machte sich auf den Heimweg, nachdem er den Brief für die Bewerberin in der Bank hinterlegt hatte.
Sollten die sich doch den Arsch selbst dafür wundreiten, er jedenfalls tat es nicht, auch nicht für 20 Kronen.