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Warum alles schief geht, was schief gehen kann...

Verfasst: Dienstag 13. März 2012, 19:24
von Gast
... und warum man das immer selber ausbaden sollte.


Sie hatte schon oft ihre Entscheidungen verflucht. Wirklich oft. Und eigentlich dachte sie, sie wäre mit der Zeit schlauer geworden. Doch, ganz im Gegenteil, sie schaffte es, die Miesere in der sie steckte jedes Mal noch größer zu gestalten. Das alleine wäre noch nicht einmal tragisch gewesen - sie war dran gewöhnt. Doch die Lage in der sie sich nun befand war völlig unnötig. Sie hätte sie vermeiden können, und sie wusste zu jedem Zeitpunkt wie. Doch nun steckte sie bis zum Haarschopf in jeder Menge Ärger.

Noch dazu hat sie jemand Unbeteiligten mit hinein gezogen. Hätte ihr der Kopf jetzt nicht bereits schon zum zerbersten weh getan, hätte sie ihn vermutlich an die hinter ihr liegende Wand gehauen - so sehr ärgerte sie sich über ihr dummes Verhalten. Der Blick ging neben sie zu dem armen Burschen den sie mit in ihren Ärger gezogen hatte. Zwar war sie froh nicht alleine hier im Dunkeln zu hocken, doch verdient hatte er das nicht.

Es fiel ihr schwer ihre Gedanken zu kontrollieren und nicht bereits jetzt schon in Selbstmitleid zu versinken. Ändern konnte sie gerade nichts, nur versuchen durchzuhalten und das Beste aus der Lage zu machen.

So griff sie zu einem der Zwergenbierkrüge und ging die Schmerzen mit einfacher Betäubung an. [...]

Verfasst: Mittwoch 14. März 2012, 02:43
von Kieran Hadren
Er liegt auf dem Bauch da und versucht zu Schlafen. Geht nicht. Der Rücken brennt mehr als er sich ausmalen hätte können und deshalb liegt er einfach da. Er ärgert sich darüber, dass er so etwas über sich ergehen lassen muss, ohne auch nur das geringste getan zu haben. Aber er hat ja etwas getan. Er hat sich ganz allein dafür entschieden sie zu begleiten, ohne zu ahnen was auf ihn zukommen würde.

Jetzt liegt er da und hat Schmerzen und weil es keiner sehen kann weint er ein bisschen. Aber ganz leise, damit sie es nicht merkt. Er hat sich stundenlang zusammengerissen, aber jetzt muss das sein. Es ist einfach viel zu ungerecht. Verdammt, wie er Ungerechtigkeit hasst. Er hasst die Lage in der er sich befindet und er hasst eigentlich grade fast alles an seinem Leben. Aber sie hasst er nicht. Ganz und gar nicht. Und wenn er wieder aufstehen muss und es weitergeht wird er wieder tun was er kann, damit sie diese Last nicht alleine tragen muss. Dass sie durchhält.

Und egal wie schlimm es noch wird, alles ist besser als Angst haben zu müssen, dass sie nicht mehr neben ihm sitzen können wird, weil irgendwann zu viel passiert. Etwas schlimmes passiert. Lieber liegt er neben ihr tief im Mist, als alleine im warmen Bad in einem Palast. Er weiß, dass sie sich große Vorwürfe macht wegen ihm. Die wird er ihr hier kaum ausreden können, aber das zählt jetzt nicht. Jetzt zählt nur Stark sein, damit sie weiter durchhält. Es ist gut ein einziges, klares Ziel zu haben.

Und trotz der Schmerzen fällt er doch irgendwann in einen erschöpften Schlummer...