Die Berührung des Alters
Verfasst: Freitag 17. Februar 2012, 13:31
„Die Berührung des Raben raubt einem Menschen die Seele, so heißt es...“
Mühsam verließ der Greis die Bank, der lange zügige Weg hatte ihn erschöpft seine Hände hielt er zu einer Kugel geschlossen, als würde er einen zerbrechlichen Schmetterling darin aufbewahren. Und so bestieg er das Schiff, um es ebenso in Bajard wieder zu verlassen. Behütend trug er, was auch immer er in Händen hielt mit sich langsam, gebeugt aber zielstrebig entlang nach Norden aus der Stadt, vorbei an einem jungen Mädchen und hinein ins karge, winterliche Unterholz bis die schlurfenden trägen Schritte in das kleine verborgene und von Raben umschwirrte Haus führten.
Langsame schlurfende Schritte hallen von den steinernen Wänden der sich endlos ziehenden Korridore wieder, werden fester, bestimmter, kräftiger ehe die selbe Person doch nun jung hochgewachsen und kraftvoll die gewaltige unterirdische Kathedrale erreicht. Ein ehrfürchtiger Blick der vom Wahnsinn geküssten Augen und ein stilles Gebet entgegen des Altars und noch immer behütet er etwas zwischen seinen Händen. So tritt er vor die ewig brennende, lichtlose Flamme, senkt den gerüsteten Körper hinab auf die Knie und streckt die geschlossenen Arme gleich eines Geschenkes voran.
„Einst berührtest du seine Seele...nun biete ich sie dir als Geschenk. Wenn du sie aus seiner verbrauchten, ausgemergelten Hülle reißt voll Triumph und Frohlocken.“
Es folgt eine kurze, bedrückende Pause kein Laut kein Zeichen von Leben erklingt hier unten in der lichtlosen Kälte, ein Grab für die Lebenden die sich dem Tode verschrieben. Ein einzelner kurzer Gedanke, eine Erinnerung an etwas das er vor langer zeit geschaffen hatte. Ein Gefäß geformt aus Knochen und Graberde, gebrannt in den Lichtlosen Flammen seines Herren und abgeschreckt in Blut wird es das halten was nicht zu halten ist, das binden was nicht ihm gehört und sich vollsaugen wie ein Parasit. So bettet er, gleich einem Schößling die Kostbarkeit in jenes Gefäß.
Diese kurze unachtsame Berührung, sie genügte um Liam zu verletzen ihm einen Stich zu versetzen doch nicht mit einer physischen Klinge nein, was nun beginnen sollte dieses Gefäß zu füllen war viel mehr als Blut es war das Leben selbst, es war Vitae und gleich einer Sanduhr wird es aus seinem Körper gesogen Tropfen um Tropfen, Tag um Tag, Jahr um Jahr seines Lebens bis nichts mehr bleibt als ein alter lebloser Körper.
Er musste Lächeln bei dem Gedanken, wie es langsam beginnen würde, wie die Zeichen des Alters den jungen Körper lange vor seiner Zeit befallen würden, wie er die Jahre spüren würde die ihm auf die Schultern gelastet werden und wie er daran verzweifeln solle, es waren köstliche Gedanken denen er nachhing während die alten Verse, längst vergessen über seine Lippen tropften und jede Silbe, jedes Wort hinein floß in den gewobenen Fluch.
Mühsam verließ der Greis die Bank, der lange zügige Weg hatte ihn erschöpft seine Hände hielt er zu einer Kugel geschlossen, als würde er einen zerbrechlichen Schmetterling darin aufbewahren. Und so bestieg er das Schiff, um es ebenso in Bajard wieder zu verlassen. Behütend trug er, was auch immer er in Händen hielt mit sich langsam, gebeugt aber zielstrebig entlang nach Norden aus der Stadt, vorbei an einem jungen Mädchen und hinein ins karge, winterliche Unterholz bis die schlurfenden trägen Schritte in das kleine verborgene und von Raben umschwirrte Haus führten.
Langsame schlurfende Schritte hallen von den steinernen Wänden der sich endlos ziehenden Korridore wieder, werden fester, bestimmter, kräftiger ehe die selbe Person doch nun jung hochgewachsen und kraftvoll die gewaltige unterirdische Kathedrale erreicht. Ein ehrfürchtiger Blick der vom Wahnsinn geküssten Augen und ein stilles Gebet entgegen des Altars und noch immer behütet er etwas zwischen seinen Händen. So tritt er vor die ewig brennende, lichtlose Flamme, senkt den gerüsteten Körper hinab auf die Knie und streckt die geschlossenen Arme gleich eines Geschenkes voran.
„Einst berührtest du seine Seele...nun biete ich sie dir als Geschenk. Wenn du sie aus seiner verbrauchten, ausgemergelten Hülle reißt voll Triumph und Frohlocken.“
Es folgt eine kurze, bedrückende Pause kein Laut kein Zeichen von Leben erklingt hier unten in der lichtlosen Kälte, ein Grab für die Lebenden die sich dem Tode verschrieben. Ein einzelner kurzer Gedanke, eine Erinnerung an etwas das er vor langer zeit geschaffen hatte. Ein Gefäß geformt aus Knochen und Graberde, gebrannt in den Lichtlosen Flammen seines Herren und abgeschreckt in Blut wird es das halten was nicht zu halten ist, das binden was nicht ihm gehört und sich vollsaugen wie ein Parasit. So bettet er, gleich einem Schößling die Kostbarkeit in jenes Gefäß.
Diese kurze unachtsame Berührung, sie genügte um Liam zu verletzen ihm einen Stich zu versetzen doch nicht mit einer physischen Klinge nein, was nun beginnen sollte dieses Gefäß zu füllen war viel mehr als Blut es war das Leben selbst, es war Vitae und gleich einer Sanduhr wird es aus seinem Körper gesogen Tropfen um Tropfen, Tag um Tag, Jahr um Jahr seines Lebens bis nichts mehr bleibt als ein alter lebloser Körper.
Er musste Lächeln bei dem Gedanken, wie es langsam beginnen würde, wie die Zeichen des Alters den jungen Körper lange vor seiner Zeit befallen würden, wie er die Jahre spüren würde die ihm auf die Schultern gelastet werden und wie er daran verzweifeln solle, es waren köstliche Gedanken denen er nachhing während die alten Verse, längst vergessen über seine Lippen tropften und jede Silbe, jedes Wort hinein floß in den gewobenen Fluch.