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Was Fauna und Flora so her gibt

Verfasst: Freitag 10. Februar 2012, 19:15
von Lucien de Mareaux
Eine neue Aufgabe

Das Schöne an neuen Aufgaben war, sie boten Abwechslung zum Alltag, eröffneten bisweilen neue Möglichkeiten, zumindest einmal so lange, bis es einem anfing zu den Ohren rauszuhängen. Ich vermutete, diese Aufgabe würde mir irgendwann die Finger abfallen lassen in erster Linie, aber es war eine, die ich zuhause tun konnte, vor allem aber eine, der ich mit meiner Frau zusammen entgegen treten konnte. In gewisser Weise war es sogar eine Überraschung gewesen.

Also saß ich hier nun und füllte eine Liste dessen, was aufzuarbeiten war. Ein paar Stunden zuvor war ich noch in der Bibliothek gewesen und hatte mir den Wissensbestand angesehen – der gelinde gesagt mehr als schmal war. Entsprechend viel Arbeit wartete darauf getan zu werden. Nun war die Frage, womit anfangen. Der Tierwelt, den anderen Kreaturen, den Untoten, den Pflanzen, unterteilt nach Heilpflanzen, heimische Flora, Ackerbau, sonstiges? Die Liste füllte sich zunehmend mit Namen oder Bezeichnungen für allerlei Tier, Wesen und Pflanze, die mir zumindest schon einmal bekannt waren.
An der Stelle, an denen mir nichts mehr einfiel, wollte ich diese meine Frau vorlesen, um aus ihrem Wissensschatz noch zu ergänzen, was es sonst noch gab. Ich war mir sicher, ihr fielen noch viel mehr ein, als mir, vor allem was die Flora anbelangte.

Seit der ersten Aufstellung der Liste war nun mehr ein Tag vergangen und da ich beschlossen hatte, daheim zu bleiben und meine Frau nicht aus den Augen zu lassen, machte ich mich erneut an die Arbeit. Ich hoffte, darüber zu vermeiden, dass mir die nächsten Tage die Decke auf den Kopf fiel.
Was die Sammlung an sonstigen Kreaturen, Untoten und Tieren anbelangte, pickte ich mir die ersten heraus und nahm mir saubere Pergamente zur Hand, um Skizzen anzufertigen. Ich hielt die Illustrationen für eine sinnvolle Sache. Es war gut, Worte dazu zu finden, die etwas erklärten, aber auch ein Bild dazu vor Augen zu haben, schadete gewiss nicht.
Ich befleißigte mich zu allererst darin die Tiere in der Umgebung zu zeichnen, soweit meine Erinnerung die Bilder dafür hergaben. Manche der Skizzen packte ich aber noch auf einen gesonderten Stapel, den ich noch einmal überarbeiten wollte, weil mir einige Details nicht einfallen wollten, oder ich mir nicht so ganz sicher war.

Wirkliche Ruhe fand ich indes nicht. Immer wieder einmal wanderte der Blick prüfend hinüber zu meiner Frau. Seit Hanna da war, brachte ich es nicht überein meine Nervosität zu bändigen. Nach wie vor wünschte ich, sie wäre einfach geblieben die Zeit über bis zur Geburt. Mit einem leisen Seufzer beugte ich mich wieder über die Skizzen und versuchte mich darauf zu konzentrieren.

Hölle und Verdammnis. Ich mochte Aufregung, aber das wurde mir dieser doch tatsächlich mal zuviel.

Verfasst: Sonntag 12. Februar 2012, 15:44
von Lucien de Mareaux
Eine lange Liste

Ich sah fasziniert auf die einzelnen Pergamente, als ich die Feder einmal ablegte.
Die Liste an Tieren allein war schon von beachtlicher Länge, musste ich zugeben. Wenn ich nun bedachte, was noch alles in den Höhlen herumkroch und es noch an Pflanzen geben mochte, wurde mir mulmig. Das war keine bloße Arbeit, das war eine Lebensaufgabe, und zwar eine, die gewiss nicht nur für drei Leute, sondern bestimmt für eine ganze Akademie, ein weiteres Kloster, vielleicht noch weitere. Wie auch immer. Es sicherte ein Zubrot, vor allem in der Zeit, in der es nicht so gut war, hinaus zu gehen.
Ich ergänzte die Liste dann und wann, wenn mir noch etwas einfiel, und widmete mich ansonsten weiter den Skizzen, wobei ich hier bei den Singvögeln angefangen hatte und dies nun auch fortsetzte. Es galt wohl zu entscheiden, wie ich die Werke an und für sich angehen wollte. Letztlich konnte ich zu jedem Vogel bestimmt ein kleines dünnes Buch füllen. Oder aber ich nahm für jede Gattung ein etwas Dickeres. Verdient wäre eher etwas mit erster Variante. Letztlich aber auch die größere Arbeit und bisweilen bestimmt auch eine Wiederholung schon aufgeführter Fakten. Blaumeise und Kohlmeise waren einander einfach zu ähnlich, gehörten der gleichen Gattung an und der Unterschied lag doch vermutlich allein in der Färbung des Gefieders. Ja, vermutlich. Wie war es denn tatsächlich?
Woher Wissen nehmen, das nicht da war? Ein Vogelkundler war mir bislang noch nicht untergekommen. Die Leute waren vieles hier in diesen Ländern, aber nichts und niemand befasste sich wirklich mit der Umwelt, so fiel mir auf. Vielleicht wussten die Druiden darüber mehr. Das wäre eine gesunde Möglichkeit jemanden einzuladen und ein kleines Gespräch zu führen, darüber und über andere Dinge. Unterhaltung nicht einmal für mich, so dachte ich mir und sah in dem Augenblick nachdenklich zu meiner Frau hinüber. Ihr fehlte es immerhin noch weit mehr als mir zurzeit.

Mein Blick irrte zu einem der Pergamente, auf denen ich gerade besagte Meisen darstellte als einfache Zeichnung aus Kohlestift oder Tusche, so wie mir gerade der Sinn stand, fielen die Bilder aus. Mal tiefschwarz, mal eher gräulich. Ich wollte mir noch überlegen, ob ich alle mit Tusche überzog, war aber geneigt davon abzusehen und die kleine bescheidene Abwechslung so einfach zu erhalten.

Das erste Deckblatt für den Kleiber, mit Bild versehen und den ersten kleineren Fakten legte ich schließlich zum Trocknen auf Seite und stützte das Kinn nachdenklich in meine Hand. Wie also wollte ich es angehen? Am besten war es wohl meine Frau zu fragen, wie sie es denn umsetzen würde. Ja, in der Tat, das sollte ich wohl tun…

[img]http://www.souvraya.de/Alabilder/alaff/kleiber2.gif[/img]

Verfasst: Montag 13. Februar 2012, 13:45
von Lucien de Mareaux
Von allerlei Federvieh

Da waren wir nun also. Ich hatte einige Skizzen zusammengelegt, einige aussortiert und machte mich nun daran die Auserwählten auf einem Pergament grob zusammenzubringen. Zum einen sparte es Platz, zum anderen verschaffte es auf den ersten Blick schon eine grobe Übersicht. Nach den Skizzierungen, mal mehr und mal weniger ausführlich, benannte ich diese noch kurz und machte mich dann an die Zusammenfassung der Fakten, die ich wusste.

Vorwort

Dem geneigten Leser sei die Information zugetan, dass der Verfasser dieser und nachfolgenden Zeilen kein Vogelkundler ist. Das niedergeschriebene Wissen ist entliehen und es bleibt zu hoffen, dass es gelingen wird, dieses so gut als möglich wieder zu geben. Erinnerungen sind oftmals trügerisch und sofern sich in den Landen ein Vogelkundler findet, der dieses und die nachfolgenden Werke genauer betrachtet, so möge er mögliche Mängel und Fehler gern korrigieren.


Das liebe Federvieh

Die Singvögel

Singvögel besitzen eine ungemeine Artenvielfalt, weshalb sich in dieses Dokument nur auf die allgemeinen Angaben zu den kleinen und großen gefiederten Freunden bezieht. Die Skizzen ermöglichen einem darüber hinaus einen flüchtigen Einblick auf ein paar wenige Arten der heimischen Fauna.

Singvögel gehören den Sperlingsvögeln an. Hier sollte ein jeder aber nicht glauben, dass dazu nur die gängig bekannten Vögel gehören, wie die Lerche oder die Nachtigall, nein, auch der Kolkrabe hat seinen Platz tatsächlich unter ihnen.
Sie werden jedoch eingeteilt in die Gattung Sperling und Rabenvogel. Während die erstgenannten zu den Sperlingen zählen, wird der Kolkrabe der Gattung Rabenvogel zugeschrieben.

Wer einmal ein kleines Vogelskelett gefunden und näher betrachtet hat, wird feststellen, dass die meisten Knochen der Tiere innen hohl sind, was gewiss der Grund für die Kunstfertigkeit Fliegen von Vorteil ist.

Wer sich auch nur einen Moment länger Zeit nimmt die lebendigen Tiere in freier Natur zu beobachten, wird feststellen, dass sie große Gleichgewichtskünstler sind, halten sie sich doch sogar hervorragend auf den kleinsten Ästchen. Auch scheint ihnen nichts zu entgehen. Ihr Blickwinkel ist äußerst weit, und jedes noch so leise Geräusch lässt sie aufschrecken und davonfliegen.

Was allerdings am meisten fasziniert an den Singvögeln, die den Sperlingen angehört, ist ihre Sangeskraft, die Melodien, die Klänge des Frühlings, die sie verbreiten. Mancherorts werden dem einen oder anderen kleinen Freund sogar heilende Kräfte nachgesagt – der Wahrheitsgehalt dieser Annahme aber noch zu prüfen wäre.
Den Rabenvögeln hingegen hängt man gern das Unheil an, was nicht weiter verwunderlich ist, wenn der Blick auf die Rabendiener gerichtet wird, die sich gerade den Raben an und für sich als ihr Symbol gewählt haben, und er auch andernorts als Geleit für die toten Seelen gilt.
In mancher Region bedeuten drei Raben auf einem Baum ein schlechtes Omen, andere wiederum verehren ihn aus vielerlei verschiedenen Gründen – fernab betrachtet von den Dienern Kra’thors, die ihren eigenen Bezug zu diesem Tier haben.

Die Wahl der Nahrung ist sehr unterschiedlich. Während die kleineren unter den Singvögeln sich mehr um Regenwürme und Käfer scheren, sind so manche Rabenvögel auch nicht von Aas abgeneigt.

Angefügt seien zunächst einmal ein paar Skizzen zu den Singvögeln. Es sei gesagt, dass zum Beispiel der Pirol als Rabenvogel gilt, die Amsel aber – wider jeder Erwartung vielleicht – zu den Sperlingen zählt.


[img]http://www.souvraya.de/Alabilder/alaff/singvogel.gif[/img]

Verfasst: Donnerstag 16. Februar 2012, 15:07
von Lucien de Mareaux
Die Raub- und Eulenvögel

Greifvögel gehören zu der Familie der sogenannten Habichtartigen oder Falkenartigen, sowie einigen weiteren Unterordnungen. Allen voran ist hierzulande der Adler bekannt, nicht nur als Majestät der Lüfte, sondern auch als Symbol Temoras. Er zählt zu den Habichtartigen, während der Falke im Gegensatz dazu zu den Falkenartigen gehört – um nur ein Beispiel zu benennen.


Habichtartige

Die Habichtartigen warten mit breiten Schnäbeln und hohen Schwingen auf. Die Spannweite ihrer Flügel reicht von 50 Halbfingern bis hin zu 300 Halbfingern. Die Körpergröße kann zwischen 25 Halbfingern und etwa 150 Halbfingern variieren.
Je nach Heimat besitzen die Habichtartigen kurze Schwingen und lange Schwänze (besonders in bewaldeten Gebieten). Das Gefieder ist zumeist braun, schwarz oder grau gefärbt. Oft finden sich auch Streifemuster im Federkleid wieder. Zumeist ist die Bauchseite heller gefärbt als der Rücken.

Es ist zudem bekannt, dass die Weibchen meistens größer sind, als die Männchen ihrer Art – sehr oft bei Habicht und Sperber.

Habichtartige unterscheiden sich von Falkenartigen durch ihre gelben, roten oder nussfarbenen Augen (die der Falken sind bräunlich), dem Nestbau und einige Merkmale im Skelett.

Habichtartige sind Jäger, die erbeuten, was sie sehen und leicht zu schlagen ist. Sie fressen Kleintiere, Vögel, ihre Eier, Aas, aber auch Reptilien, wie beispielsweise kleine bis mittelgroße Schlangen, und Fisch.


Falkenartige

Falkenartige kann man nahezu überall anfinden, außer in Gebieten, in denen Dauerfrost herrscht und Schnee und Eis nicht vergehen will. Sie besitzen kleine leichtgewichtige Körper und einen kurzen Hals. Die Flugsilhouette wird als lang und sichelförmig beschrieben.
Das Gefieder ist braun, grau, nussfarben, schwarz und weiß, meist gebändert oder fleckig.
Der Schnabel der Falkenartigen ist klein, der Oberschnabel nach Greifvogelart nach unten gebogen.
Im Unterschied zu Habichtartigen, die ihre Beute mit den Fängen töten, nutzt der Falkenartige dazu den Schnabel.

Die Kleinsten unter den Falkenartigen erreichen eine maximale Spannweite von gerade acht bis zehn Halbfingern. Der Gerfalke hingegen wartet mit einer Spannweite von bis zu 130 Halbfingern auf.


Eulenvögel

Eulen zählen zu den nächtlichen Räubern. Ihre Gestalt ist darauf abgestimmt. Der Körper ist gedrungen, der Kopf im Vergleich zu anderen Vögeln, ziemlich groß und rundlich. Der Schnabel ist stark gekrümmt und scharfkantig.
Die Augen sind groß und nach vorn gerichtet. Sie ermöglichen es ihnen ihre Beute räumlich zu sehen, sowie Abstände und Geschwindigkeit abzuschätzen. Die Augen selbst bewegen sich niemals, dafür aber kann die Eule den Kopf sehr weit drehen. Überdies ist das Gehör der Eule sehr gut ausgeprägt, auch unterstützt durch Gesichtsschleier und Federohren.
Im Verhältnis zum Gewicht haben Eulen eine große Flügelfläche, was den geräuscharmen Flug gewährleistet.

Auch Eulen kann man nahezu überall finden, außer – wie auch schon bei den Falkenartigen – in den tief vereisten Gefilden.

Zur Nahrung der Eulenvögel gehören Kleintiere, Mäuse bevorzugt, aber auch Schlangen, Fische, Regenwürmer, Schnecken, Frösche, Motten, Fledermäuse oder große Käfer. Auch Aas wird oftmals nicht verschmäht.

Bisweilen werden Eulen als Unglücksbote oder gar als Dämonenvögel angesehen. Andere Kreise sagen ihnen Weisheit nach. Hier und dort hört man die Leute sagen: Ruft ein Kauz, so stirbt ein Mensch. An anderer Stelle aber kündigt eben jene Gattung die Geburt eines Kindes an. Aberglaube ist, hier wie dort, weit verbreitet und wird von Region zu Region anders ausgelegt. Ob überhaupt etwas davon zutrifft, sei dem geneigten Leser überlassen zu entscheiden.

Angehängt einige Bildnisse.



[img]http://www.souvraya.de/Alabilder/alaff/raubvogel.gif[/img]

Verfasst: Donnerstag 16. Februar 2012, 19:52
von Lucien de Mareaux
Vogelartige

Die Harpyien

Der Schöpfergeschichte handelt es sich bei den Harpyien um die Jungfrauen Varunas, entstellt durch Alatars Zorn wider die Schöpfung Eluives, auch Schicksalstränen Varunas genannt. Die Gesichter verfremdet, der Körper geformt zu dem eines Vogels und bar jeden Verstandes fristen sie heute ihr Dasein, greifen einen jeden an, der sich in ihre Nähe wagt und nicht von ihresgleichen ist.

Es existieren verschiedenste Gattungen dieser Menschvögel, wie die gewöhnliche Harpyie oder die Steinharpyie. Das Gefieder ersterer ist ähnlich eines Greifvogels, braun, weiß, gräulich oder schwarz, die Steinharpyie hingegen trägt grau in sämtlichen Schattierungen.

Besonders auffallend ist ihr aggressives Verhalten. Beute ist für sie ein jedes Lebewesen, bis hin zu ihrer eigenen Körpergröße. Ein Jäger sollte also stetig auf der Hut sein. Begegnungen sind sowohl in der freien Natur, als auch in den tiefen dunkelster Höhlen zu erwarten.


Der Phönix

Der Prächtigste unter den Vögeln und gewiss auch der gefährlichste. Das Gefieder aus Feuer, verbunden mit dem Lied Eluives, ist er für den Jäger eine nicht zu unterschätzende Beute.
Es heißt, wer ihn erlegt, wird ihn damit niemals ganz von der Welt tilgen, steht er doch aus seiner Asche wieder auf, neugeboren und mit frischer Kraft.
Er gilt als Sinnbild der Unsterblichkeit.

Wovon er sich ernährt, was er zu seiner Beute zählt, ist unbekannt. Zu finden ist er zumeist ebenso wie die Harpyien in den Tiefen dunkler Höhlen, gelegentlich aber soll er auch in der freien Wildbahn anzutreffen sein.
Beheimatet ist er vermutlich eher in den wärmeren Regionen.


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Verfasst: Samstag 18. Februar 2012, 14:47
von Lucien de Mareaux
Ich legte die ersten fertigen Pergamente auf Seite, nachdem ich sie mit einer rauen dünnen Schnur zusammengebunden hatte und griff nach einem Pergament, auf dem ich alle größeren und kleineren Tiere von Haus- und Hof zusammengetragen hatte, die mir eingefallen waren. Natürlich gab es dort weit mehr, als mein Pergament hergab, ich hatte mich auf die wichtigsten Nutztiere beschränkt, nebst ein paar kleinen Ausnahmen dazu.
Mittlerweile hatte ich sogar meinen Spaß daran entdeckt die Skizzen vorzubereiten und danach nach Feder und Tinte zu greifen, um ein paar knappe Fakten zusammenzutragen. Hier würde ich es etwas anders handhaben, als bei den Vögeln. Tatsächlich nahm ich mir vor jedem Tier auf dem Pergament einige Aufmerksamkeit zu widmen. Zwar war es selten, dass die Bauersleute lesen und schreiben konnten, aber letztlich konnte es ja auch dem ein oder anderen nutzen, der nicht gerade auf einem Hof lebte und alles über die Tiere über die erfahrenen Leute dort lernen kannte.

[img]http://www.souvraya.de/Alabilder/alaff/hof.gif[/img]

Beginnen wollte ich beim Kleinsten, der Biene. Also griff ich mir ein sauberes Pergament und machte mich an die Arbeit. Zumindest schon einmal, soweit ich damit kam.

Die Honigbiene

Tatsächlich werden Honigbienen wegen der Herstellung von Wachs und Honig Nutztiere und werden auch gerne als solche bezeichnet. Die Gewinnung von beidem kann entweder durch selbst aufgestellte Bienenstöcke gefördert werden, oder durch die Suche nach freihängenden Nestern in den Wäldern. Andere Arten bauen ihre Nester in ausgehöhlten Bäumen oder sogar Felswänden.

Auf dem Hof oder im heimischen Garten stellt man ihnen oftmals eine Klotzbeute oder einen Klotzstülper auf, wo sie ihre Heimat finden können, und mit dem Nestbau beginnen. Eine Klotzbeute wird ein ausgehöhlter Holzstamm bezeichnet, oder ein Bienenkorb. Allesamt haben den Vorteil, dass man das Heim des Bienenvolkes transportieren kann, falls einmal ein anderer Standort notwendig wird für die kleinen Nutztiere.

Man sollte hier aber stets bedenken, dass die Bienen zu den sehr sensiblen Insekten gehören. Eine falsche Haltung, falsche Nestwahl, falsche Behandlung gar, wird sie erkranken oder gar sterben lassen.

Honigbienen sind sehr sozial veranlagte Tiere, die in einem staatlichen Volk zusammenleben. Allen voran steht die Bienenkönigin. Die Arbeiterbienen machen den größten Teil des Staates aus. Zudem gibt es eine bestimmte Anzahl an Drohnen, um den Nachwuchs im Staat zu sichern.

Äußerliche Merkmale:

Die Königin kann bis zu zwei Halbfinger groß werden. Die Drohnen liegen zwischen einem und zwei Halbfinger und am kleinsten sind die Arbeiterbienen, die knapp über einem Halbfinger Körpergröße aufweisen können. Die Grundfarbe der Biene ist braun, wobei einige auch am Hinterleibssegment gelblich, orange oder rot eingefärbt sein können.
Sowohl die Königin als auch die Arbeiterinnen besitzen einen Giftstachel. Die männlichen Bienen haben keinen.

Bienen sind nicht nur wertvoll zur Gewinnung von Honig und Wachs, sondern auch für die heimische Flora. Sie bestäuben die Pflanzen und sorgen so dafür, dass diese erhalten bleiben und sich verbreiten können, und Bäume und Sträucher beispielsweise in den späten Sommertagen oder im frühen Herbst ausgereifte Früchte tragen.

Wer Angst hat von einer Biene gestochen zu werden, dem sei gesagt: Stillhalten, solange noch nichts geschehen ist, ist oberste Prämisse. Eine Biene wird ihren Stachel nur nutzen, wenn sie sich oder ihren Bau bedroht sieht.

Verfasst: Montag 20. Februar 2012, 14:03
von Lucien de Mareaux
Das Schwein

Das als Hausschwein bekannte Tier stammt vom hiesigen Wildschwein ab und gilt als Paarhufer. Schweine sind Allesfresser. Sie scheuen sich nicht vor tierischer, als auch pflanzlicher Nahrung.
Schweine werden aufgrund ihres Fleisches gezüchtet und gehalten.

Das weibliche Schwein wird Sau genannt, das männliche Eber. Das Jungtier nennt sich Ferkel. Ein Spanferkel ist ein Ferkel, das noch an der Zitze hängt, was spänen genannt wird, anstatt säugen. Bis zu einem Gewicht von 25 Stein gilt es als Ferkel, alles was darüber liegt im Gewicht ist bereits ein Läufer.

Eine Sau trägt etwa 112 Tage, bevor sie ferkelt. Die Ferkel weisen noch die typische Färbung der Ursprungsrasse – dem Wildschwein – auf. Sobald sie an die 100 Stein wiegen, sind sie schlachtreif. An Alter kann ein Schwein etwa zwölf Jahre gewinnen, lässt man es leben.

Gegenläufig zu gängiger Meinung, sind Schweine für ihre Art reinliche Tiere. Sie koten nur in eine bestimmte Ecke, suhlen sich im Schlamm um sich zu reinigen, oder abzukühlen bei heißem Wetter.

Mancherlei Schwein wird auch gern als Trüffelschwein herangezogen, da sie eine sehr ausgeprägte Nase haben und die in der Erde ruhenden Pilze recht schnell ausfindig machen können.

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Verfasst: Freitag 24. Februar 2012, 10:23
von Lucien de Mareaux
Die Ziege

Ziegen sind wie das Schwein Paarhufer, darüber hinaus aber auch Hornträger.
Der Name für die weibliche Ziege lautet unter anderem Geiß, die männliche Ziege wird Bock genannt. Das Ziegenjunge ruft man Ziegenkitz.
Ziegen liefern Fleisch, Milch, Leder, aber auch Darm und Leber. Sie sind Pflanzenfresser. Durch ihre Genügsamkeit kommen sie mit wenig aus, sind aber dennoch kräftig und robust, gerne auch mal im Gebirge zuhause, wo sie oftmals ohne Scheu die Hänge hinaufklettert, um Nahrung zu finden.

Ziegen vertragen sich außerordentlich gut mit Schafen. Beide werden gern gemeinsam gehalten und in einer Herde auf die Weiden gelassen. Auch stellt man Ziegen gern zu Pferden dazu, die sonst allein stünden, um die Herde zu ersetzen und damit das große Huftier munter zu halten.

Darüber hinaus steht die Ziege für Fruchtbarkeit.


Das Schaf

Wie die Ziege, gehört auch das Schaf zu den Hornträgern.
Das weibliche Schaf nennt sich Mutterschaf, das männliche Schaf wird Bock oder Widder gerufen. Das Jungschaf heißt neben Lamm auch Jährling oder Zutreter.
Diese Tiere liefern Wolle, Fleisch, Milch, Darm, Leber und Leder.
Auch Schafe sind Pflanzenfresser, sehr genügsam und so wie die Ziege robust und kräftig. Sie bevorzugen allerdings weite Weideflächen.

Hier muss sich der Halter wohl oder übel entscheiden, ob er auf Wolle züchtet, Fleisch, oder auf die Milch, die das Tier gibt. Wobei auch gesagt sei, dass es genug Bauern gibt, die sich auf keines allein beschränken. Die meisten Schafe auf den heimischen Höfen tragen ausreichend Wolle, bieten genug Fleisch und auch die Milch reicht mindestens für den eigenen Tagesbedarf – je nach Menge der Tiere.

Schafe werden gerne für Redewendungen hergenommen, wie zum Beispiel das „schwarze Schaf“ oder das „dumme Schaf“, wobei an durchaus sagen muss, dass Schafe kluge Tiere sind, die es sogar verstehen auf sich ändernde Wetterbedingungen zu reagieren und sich bestmöglich zu schützen, selbst dann, wenn sie keine Möglichkeit haben, sich irgendwo unterzustellen.
Auch ist es eine Kunst für sich, ausbruchswillige Tiere daran effektiv zu hindern.

Verfasst: Dienstag 28. Februar 2012, 13:35
von Lucien de Mareaux
Das Rind

Rinder werden gehalten, aufgrund von Fleisch, Milch, Leder, Leber und Darm und als Arbeitstier zum Ziehen von Karren, Pflüge und ähnlichem. Folglich gilt es auch als Nutztier.
Darüber hinaus liefern sie für den Acker den nötigen Dünger – Jauche und Mist.

Das Jungtier nennt man Kalb. Das weibliche Rind wird als Färse, erst nach dem ersten kalben schließlich als Kuh bezeichnet. Das männliche Rind ist der Bulle oder Stier, kastriert nennt man ihn Ochse.

Kühe wiegen bis zu 800 Stein, Bullen bis 1200 Stein. Wenn die Rinder vorher nicht zur Schlachtung gebracht werden, können sie bis zu zwanzig Jahre alt werden. Sie sind Pflanzenfresser und Wiederkäuer.

Rinder gibt es in verschiedenen Fellschattierungen. Braunweiß, Schwarzweiß, mancherorts werden auch ganz braune oder graue Tiere gesehen.


Das Pferd

Pferde sind sowohl Nutzvieh, als auch Arbeitstiere, für manch einem aber auch ein treuer Wegbegleiter. Sie bringen uns Fleisch, Leder, ebenso auch Dung für die Äcker mit. – Randnotiz: Der Dung soll sich überdies hervorragend für die Rosenzucht eignen.

Pferde werden zu einem bestimmten Zweck gezüchtet und dann nach Typen unterteilt, die wiederum das überwiegende Verhalten widerspiegeln soll.
Sie werden unterschieden zwischen:

- Kaltblüter
- Warmblüter
- Vollblüter
- Halbblüter
- Ponys

Kaltblüter sind die Schweren ihrer Art. Sie können ein Gewicht bis zu 800 Stein mit sich bringen. Ein Kaltblut ist ein typisches Arbeits- oder auch Zugpferd. Auch als Rückepferd eignet es sich hervorragend, zum Beschaffen von Holz aus den Wäldern.
Kaltblüter sind gedrungen und sehr kräftig.

Der Warmblüter sind die Pferde für Ausritte, für Gespanne, Begleiter der Jagd, aber auch jene, die zu Schlachtrössern gerne herangezüchtet und heranerzogen werden, da sie bei weitem nicht so empfindlich sind, wie Vollblutrassen. Während man für die Schlachtrösser schwere Warmblüter wählt, wird für Jagd und Reise doch eher der Zelter bevorzugt.

Vollblüter sind meist sehr sensibel, sehr schnell und feingliedrig von der Statur hier. Gewiss eine Augenweide, aber auch sehr aufwändig in Pflege und Haltung.

Halbblüter sind Kreuzungen zwischen Vollblut und anderen Rassen aus der Gattung Warmblut beispielsweise.

Als Pony bezeichnet man Kleinpferde. Sie werden nicht größer als 148 Halbfinger, oft stämmig, robust, eignen sich zum Reiten und fürs Gespann und gelten als sehr langlebig.

Das weibliche Pferd wird Stute genannt, das Männliche Hengst, oder bei Kastration Wallach, das Jungtier Fohlen oder Füllen. Da Pferde als Fluchttiere gelten, wird ein neugeborenes Fohlen direkt nach der Geburt versuchen aufzustehen. Pferde sind überdies typische Herdentiere. Es gibt eine klare Rangordnung.

Es soll auch jene Pferde geben, die sich sicherlich nicht zähmen lassen, ich habe mir allerdings sagen lassen, dass sie sich nur den reinen Kinderherzen bereitwillig zeigen, sich vor den Blicken der Menschen ansonsten aber scheu verbergen: Das Einhorn. (Nähere Beschreibung hierzu an anderer Stelle)

Eine weitere erwähnenswerte wilde Gattung des Pferds gibt es noch überdies: Das Nachtmahr. (Nähere Beschreibung hierzu an anderer Stelle)
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