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Der Panther fährt seine Krallen aus.

Verfasst: Montag 6. Februar 2012, 03:20
von Yxul'lerlatox
Der Feind ist im Osten. In dieser Jahreszeit war es schwierig, große Truppenbewegungen und Geräte in das Gebiet des Feindes zu bringen. Doch gleichgültig dessen, dass der Winter hart und kalt war, der Feind sollte nicht glauben, dass er zu dieser Jahreszeit sicher ist.
Angst und Schrecken war schon immer ein bewährtes Mittel, um Panik hervor zu rufen. Das könnte hilfreich sein, denn aus Panik folgt manchmal überstürztes Handeln, und dies bedeutete Fehler. Fehler, die man sich zu Nutze machen könnte. Und doch war es noch mehr als das.

"Der Weg zu Alatar beginnt in der Furcht. Es ist die Angst, die uns schwächt, die uns Grenzen setzt. Der Eine säte den Zorn in die Welt um uns von der Furcht zu befreien. Denn aus ihr entspringt in den Starken ein Funke, der die Ketten der Angst sprengt."

Er würde dafür Sorgen, dass sie Angst bekommen und seine Geschwister würden an diesem Punkt ansetzen können. Er war nicht so vermessen zu glauben, dass er viele auf den wahren Weg führen könnte. Doch ein jeder Mensch, der den verhaßten Temoranhängern entrissen würde, wäre es wert. Der Rest würde den Tod finden.

Schnelle Stoßtrupps, in das feindliche Gebiet. Beritten, mobil und gut ausgebildet. Sie würden den Anfang machen. Jene, die glaubten, dass der Panther sich nicht recken und seine mächtigen Krallen nach Ihnen ausstrecken würde, eines Besseren belehren.

Sie hatten den Wald hinter sich gelassen. Ungesehen und zügig. Einer hatte ein Anwesen bemerkt. Es stichte heraus, sei ein Prachtbau, wurde von jenem erklärt.
Er kannte den Namen des Bewohners nicht, doch der Leutnant erklärte, dass wichtige Personen sich hier größere Anwesen bauten. Das war ein lohnendes Ziel.
Der Leutnant gab den Auftrag aus, die Trabanten gehorchten.
Ein herrenloses Pferd wurde getötet, und in blutigen Schriftzügen eine Botschaft an die Mauern gebracht:

"Der Panther wird euch bald heimsuchen."

Als er näher ritt, sah er verwundert zu dem Gebäude. Prächtig und groß war es nicht. Es sah wie ein Bauernhof aus. Er kannte solche.
Man hatte einen Bauernhof beschmiert.

Er musste den Zorn, der in ihm aufkeimte unterdrücken. Am liebsten hätte er den Menschen gleich mit an die Wand geschmiert.

Kurz darauf hatte man sich dann doch bei dem beabsichtigen Anwesen ein Stück nördlich eingefunden. Hier erfolgte die gleiche Prozedur, und an der Fassade des Anwesen der Stolzenfels unterhalb des Balkons stand in blutiger Schrift erneut:

"Der Panther wird euch bald heimsuchen."