Sofija
Verfasst: Mittwoch 1. Februar 2012, 19:27
Sofija wuchs inmitten ihrer reisenden Sippe auf,ein buntes Musik liebendes Volk, mit sonnengebräunten Gesichtern und freiem Gemüt.Man durchquerte das Land vom Norden bis hin zum fernen Süden, handelte und feilschte, tanzte und sang und liebte das wilde Leben was inmitten einer Stadtmauer niemals so zu finden gewesen wäre.Das fahrende Volk, wie man sie nannte,schlug, wie schon seit Generationen,am Rande der Dörfer ihr Lager auf.Man lebte von den Früchten der Wildnis oder tauschte das Eine gegen etwas anderes.Sofija freute sich allmorgendlich auf den neuen Tag, streifte durch die Landschaft und sass oft versunken nur im Geschwirr der vielen kleinen summenden Insekten im Gras und beobachtete deren Treiben.Man musste nur lauschen und hinsehen, dann wurde einem das verborgene Wesen der kleinen Welt, wie Grossmutter es nannte, offenbart.Überhaupt hielt sich Sofija am liebsten in der Nähe dieser alten, runzligen Frau auf.Deren dunkelbraunen Augen sprühten nur so vor Herzenswärme, und für Sofija gab es seit dem Tod ihrer Eltern keinen den sie mehr liebte als die Grossmutter.
Hin und wieder kamen Leute zu der weisen Frau, liessen jene in ihren Händen lesen und je nachdem was die alte Frau berichten konnte wurde still und leise ein kleinerer oder auch grösserer Obulus hinterlegt.Oftmals fragte Sofija was denn die Grossmutter in den vielen Händen lesen würde, zur Antwort bekam sie nur, das die kleine Welt zu ihr spräche aus den Handflächen eines jeden Einzelnen. Sofija nickte nur und betrachtete ihre eigene Hand, immer einen Blick zur Wiese wo sich die Bienen und Schmetterlinge tummelten, in der Hoffnung die kleine Welt würde sich auch ihr offenbaren.
Jahre zogen ins Land und ihr Ziel war der Bajarder Wintermarkt.Noch gut zwei Tagesreisen hatte man vor sich, wo doch der Jahrmarkt schon am Tag darauf beginnen würde.Schweren Mutes entschloss man sich die Abkürzung über den tückischen Sumpf zu nehmen.Moorgeister und Echsen trieben dort ihr Unwesen, Grossmutter sprach sich entschieden dagegen aus,drohte dem Sippenältesten garmit schwerem Unheil,doch liess dieser die Wagen anfahren, die Worte der alten Frau missachtend.
Und so liess das Unglück nicht lange auf sich warten,mitten auf dem von Eis bedeckten Sumpf brachen die Wagen ein, ein jeder versuchte sein Leben zu retten,doch die Moorgeister schienen entzürnt, liessen schwere schwarze Moorblasen aufsteigen und zogen die gesammte Truppe in das grausige Dunkel hinab.Sofija wurde von einem jungen Weidenast gehalten, wie durch ein Wunder hatte sich dieser um ihren Hals geschnürt und liess sie nicht aus seiner Umklammerung.Erst als sie sich aus verzweifelter Wehr auf ein festes Stück Sumpfgras retten konnte,löste sich der Weidenast, hinterliess eine feine,blutende Wunde und gab sie frei. Segen oder Fluch.. sie starrte vom Ast zu dem gähnenden Loch in dem die letzten sichtbare Wagendächer versanken.. sie weiss nicht mehr wie lange sie dort verharrt ist, starrend und zitternd... etwas in ihr liess sie aufstehen und den Weg aus dem Moor finden....
[img]http://i187.photobucket.com/albums/x177/GaidaO/Sumpf.jpg[/img]
Hin und wieder kamen Leute zu der weisen Frau, liessen jene in ihren Händen lesen und je nachdem was die alte Frau berichten konnte wurde still und leise ein kleinerer oder auch grösserer Obulus hinterlegt.Oftmals fragte Sofija was denn die Grossmutter in den vielen Händen lesen würde, zur Antwort bekam sie nur, das die kleine Welt zu ihr spräche aus den Handflächen eines jeden Einzelnen. Sofija nickte nur und betrachtete ihre eigene Hand, immer einen Blick zur Wiese wo sich die Bienen und Schmetterlinge tummelten, in der Hoffnung die kleine Welt würde sich auch ihr offenbaren.
Jahre zogen ins Land und ihr Ziel war der Bajarder Wintermarkt.Noch gut zwei Tagesreisen hatte man vor sich, wo doch der Jahrmarkt schon am Tag darauf beginnen würde.Schweren Mutes entschloss man sich die Abkürzung über den tückischen Sumpf zu nehmen.Moorgeister und Echsen trieben dort ihr Unwesen, Grossmutter sprach sich entschieden dagegen aus,drohte dem Sippenältesten garmit schwerem Unheil,doch liess dieser die Wagen anfahren, die Worte der alten Frau missachtend.
Und so liess das Unglück nicht lange auf sich warten,mitten auf dem von Eis bedeckten Sumpf brachen die Wagen ein, ein jeder versuchte sein Leben zu retten,doch die Moorgeister schienen entzürnt, liessen schwere schwarze Moorblasen aufsteigen und zogen die gesammte Truppe in das grausige Dunkel hinab.Sofija wurde von einem jungen Weidenast gehalten, wie durch ein Wunder hatte sich dieser um ihren Hals geschnürt und liess sie nicht aus seiner Umklammerung.Erst als sie sich aus verzweifelter Wehr auf ein festes Stück Sumpfgras retten konnte,löste sich der Weidenast, hinterliess eine feine,blutende Wunde und gab sie frei. Segen oder Fluch.. sie starrte vom Ast zu dem gähnenden Loch in dem die letzten sichtbare Wagendächer versanken.. sie weiss nicht mehr wie lange sie dort verharrt ist, starrend und zitternd... etwas in ihr liess sie aufstehen und den Weg aus dem Moor finden....
[img]http://i187.photobucket.com/albums/x177/GaidaO/Sumpf.jpg[/img]