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Verfasst: Samstag 28. Januar 2012, 22:23
von Rafael von Arganta
Smaragdgrüne Augen, die sich nur einen Augenblick in den Seinen verloren, und schon nahmen sie ihn gefangen.
Noch immer, Stunden nach ihrem Aufeinandertreffen, musste er an sie denken.
An die Person die vor ihm gestanden hatte.
Wer war sie wirklich?
Es war angenehm gewesen mit ihr zu sprechen und obwohl eigentlich alles gesagt war, hatte er die Zeit ausdehnen wollen.
Ein letzter Blick... erneut trafen sich ihre Augen ...
Ihre Augen die funkelten wie zwei Smaragde und in denen er glaubte sich für den Moment zu verlieren.
Wer war sie.
Kam sie aus Bajard... eine Reichsbürgerin war sie jedenfalls nicht.
Außerdem... und das ließ ihn fast aufstöhnen, glaubte sie nicht an die Götter.
Götter? Nun gut, nicht an Temora.
Vollkommen unpassend für diesen Ort also.
Vielleicht kam sie aus Bajard? mutmasste er.
Düstersee gar ? Er schauderte dann rief er sich zu Ordnung.
Wer war er das er glaubte sich so einfach den Kopf verdrehen zu lassen.
Oder gar zu träumen.
Natürlch war er alleine, und auch die Dame des nachts aus der Taverne von der er nicht einmal den Namen kannte, besuchte ihn in seinen Träumen.
Er hatte ihr so viel erzählt und war froh darum das sie nicht wusste wer er war.
Aber jene Dame hier?
Ihren Namen kannte er.
Vielleicht wusste Ira mehr... oder vermochte es heraus zu finden.
Er war jedenfalls gewillt mehr über sie zu erfahren.
Verfasst: Sonntag 12. Februar 2012, 14:22
von Rafael von Arganta
Die Nacht wechselte langsam zum Tag, doch noch immer fand er keinen Schlaf noch den Ansatz überhaupt die Müdigkeit zu zu lassen die den Schlaf fordern würde.
Nachdenklich saß er auf dem Stuhl und blickte in das Grau des Morgens.
Nachdenklich zurückgelehnt, die Ellenbogen auf den Lehnen und Fingerspitze an Fingerspitze.
Seit Stunden wohl saß er so da während die Gedanken und die Gefühle sich in immer währenden Zyklusen abwechselten.
Lange schon hatte er sich keine ruhige Minute mehr gegönnt, in denen einfach nur so da saß und über sich nachdachte.
Nicht über den Ritter Rafael oder den Markgrafen von Tiefenberg.
Sondern einfach über sich.
Rafael.
Was für Träume hatte er früher gehabt.
Was hatte sich geändert?
Er wollte Ritter sein. Immer für seinen Freund und "Bruder" Adrian da sein und auf sein Leben achten. Eine Familie haben mit vielen vielen Kindern.
Niemals wäre ihm auch nur im Ansaz in den Sinn gekommen das er jemals Graf sein würde.
Titelerbe war anfangs ja immer sein Bruder Michael gewesen.
Und jetzt?
Jetzt war er sogar Markgraf.
Sein Seelenverwandter Adrian weit fort, und von Familie weit und breit keine Spur.
Rehya lebte in Alumena wurde dort von seiner Großtante Clarisse erzogen.
Rhys... wusste nicht mal das Rafael sein Vater war und auch er war mit seinen 5 Jahren weit weit fort.
Wer war er...
Was wollte er .. jetzt? Welche Träume hatte er noch.
Nein, zu lange her, das er nur Rafael war. zu wenige Freunde bei denen er es wirklich sein konnte.
Seine Träume? War es früher eine Familie, war jetzt dafür kein Platz mehr.
Jetzt war es die Rabendiener schwächen. Kra'thor vorführen das seine Macht der Macht von Temora weichen musste.
Rahal ...
So vieles das auf seinen Schultern lastete für das er Verantwortung zeigen wollte.
Vorbild sein wollte, und doch...
Fehlte ihm ein Stück seiner Selbst.
Angelina, hatte es ihm immer gegeben. Seine erste Frau die am Ende doch nicht wirklich damit klar kam was er war und nach Falkenburg ging
Felicitas, seine zweite Frau... die ihren Verstand bei dem Tod ihres gemeinsamen ungeborenen Sohnes verloren hatte, um dann zu entscheiden fortan nur noch der Eluive zu dienen.
Und dann Rahel...
Sie waren nicht verheiratet gewesen und er glaubte das wohl niemand ihn wirklich so gut kannte wie sie... und dennoch hatte es nicht sollen sein.
Nicht das er sie nicht hätte heiraten können, damit hatte sie sogar umgehen können, aber mit der Zeit hatte sich einfach alles verändert.
Wie gerne hätte er eine Freundschaft fortgeführt, aber das hatte sie nicht gekonnt, was er heute noch sehr bedauerte.
Auch jenes war lange nun her, und er hatte nichts vermisst. Einfach seine Arbeit gesehen, und aufgehört einfach nur Rafael zu sein.
Das er etwas vermisste hatte er jetzt wieder er kannt.
Er suchte die privaten Gespräche mit Mariella, liebte es gar sie sprachlos zu machen, was ihm zugegebener Maßen nicht oft gelang, aber es gelang und jedesmal war es ihm eine Freude sie so zu sehen.
Dann die neue Hochedle ...
Sie verwirrte ihn am meisten.
Es war ihm stets eine Freude sie zu treffen, die Neckereien und Biestigkeiten brachten ihn stets zum Lachen und ja er genoss es auch.
Das sie ihm Komplimente machte, ihn wohl zugetan war jedoch, verunsicherte ihn.
Er war stets hin und hergerissen zwischen fortlaufen und stehenbleiben und doch besaß sie eine natürliche Attraktivität die für ihn schon nicht unauffällig war.
Kaum merklich schüttelte er den Kopf.
All die Spinner die ihn für einen Frauenhelden hielten, was würden sie Lachen wenn sie wüssten das er wirklich Panik bekam, ja gar Schüchten wurde, wenn Eine der Damen wirklich Interesse bekundete, davon ab das er immer der Letzte war der das mitbekam.
Sicher ja... er war nun mal Zuvorkommend, freundlich was ihm oftmals falsch ausgelegt wurde, aber was konnte er dafür.
Wer weiss jedenfalls was der Hochedlen über ihn erzählt wurde, das sie nun, immer wenn sie sich trafen sich benahm, oder da saß als hätte sie einen Stock verschluckt.
Glaubte sie er würde sie sofort ins nächste Bett tragen?
Das war es wohl. Er schüttelt den Kopf.
Warum sonst sollte sie sich auf einmal so verändert haben?
Himmel er wollte doch nur mit ihr reden. Es hatte ihm Freude bereitet das sie so natürlich war.
Aber wer verstand nun wirklich als Mann die Frauen.
Er zählte sich jedenfalls nicht dazu.
Es gab kaum etwas oder jemanden der ihn immer wieder so überraschen konnte.
Aber was hatte er wirklich geglaubt was werden würde?
Er wusste es nicht.
Oder wusste es nur der Ritter in ihm nicht, und der Rafael der sich ärgerte wenn sie so in den
höchsten Tönen über Friedolin sprach, hatte zumindest auf eine Freundschaft gehoft.
Langsam nur stand er nun auf, und während er den Rest des bereits schalen Weines ins Feuer goss, wusste er das an Schlaf so und so nicht zu denken war.
Wahrscheinlich hätte er eh nicht gewusste von welchen Augenpaar er träumen würde.
diese Smaragdgrünen von vor einem Mond fast, oder waren es inzwischen doch jene der Hochedlen ?
Es waren aber auch schonmal die Braunen von Mariella.. jene blickten jedoch eher vorwursvoll, und Rafael nickte.
"Genau Mariella... Rafael was machst du nur wieder für Dummheiten !"
Seufzend nur schloss er die Riemen der Brünne und trat hinaus in den neuen Morgen.
Ein Gespräch mit Erlaucht wäre wirklich sinnvoll.
Verfasst: Dienstag 14. Februar 2012, 10:55
von Rafael von Arganta
Er ließ den Brief sinken den er von Corinne bekommen hatte. Schmerzen ... so so ... dann hatte sie wohl fast immer Schmerzen wenn sie einander begegneten.
Langsam wusste er nicht mehr ob er bei ihr Lachen oder Weinen sollte. Diese Frau brachte ihn fast jedesmal aus der Fassung.
Ein jedes mal wenn sie einander begegneten wusste er nicht was ihn erwartete.
Das schüchterne Rehlein das nicht mal wagte ihn an zu blicken oder die Furie, von der er fast erwartete sie möge sich jeden Moment auf ihn stürzen um ihn zu würgen, oder jene die es wagte ihm Komplimente zu machen, das er kurz davor war davon zu rennen.
Für den Moment schmunzelte er in sich, und mit noch immer zuckendem Mundwinkel trat er zum Fenster um hinaus zu blicken.
Er wurde aus der jungen Frau wirklich nicht schlau nur eins war er sich sicher.
Entweder er würde sie irgendwann umbringen oder es bestand die Gefahr das er sich noch in sie verlieben würde.
Ihre Smaragdgrünen Augen ließen ihn jetzt schon nicht in Ruhe.
Nein er war garantiert nicht gefeit davor, aber was dann?
Für einen schmerzlichen Moment musste er an Rahel denken.
Er vermisste es mit ihr zu Lachen, sie als Freundin an seiner Seite zu haben, aber eben nur als Freundin. Doch das war nicht möglich, nicht mehr.
Er bedauerte diesen Umstand sehr, aber zu ändern war es wohl nicht.
Und Corinne?
Sie war Hochedle, auch hier war der Standesunterschied sehr groß.
Er wusste was er damals Rahel damit angetan hatte, und ... eigentlich, wollte er soetws nie wieder erleben... Eigentlich.
Er schüttelte sich, als würde er Gedanken, Gefühle von sich abschütteln wollen.
Diese junge Hochedle jedenfalls würde ihn irgendwann jedenfalls nochmal um den Verstand bringen mit ihrer Sprunghaftigkeit.
Sie war bei Mariella genau an der richtigen Stelle. Die Gräfin hatte genug Fingerspitzengefühl und Geduld für Zwei um Corinne zu bändigen.
Mit Ruhe sich einen Tee einschenkend, kehrte er zum Tisch zurück.
Viel Schlaf hatte er nicht bekommen nach dem Ereignis von gestern.
Langsam setzte er sich in den etwas knarzenden Sessel, das rechte Bein lässig über die Armlehne schiebend lehnte er sich mit der dampfenden Tasse zurück.
Seine Gedanken kreisten.
Kreisten und Kreisten.
Varuna, Corinne, die Rabendiener, Mariella, Corinne, Berchgard ...
Der Rabendiener gestern wollte Rache an ihm.
War ihnen jetzt erst klar geworden das er sie jagdte? Das sein ganzer Hass sein Zorn sich auf sie konzentrierte?
Er würde alles tun um die Macht Kra'thors zu schmälern.
Niemals würde er aufhören zu versuchen Varuna zurück zu erobern.
Für Temora... für das Reich aber wohl doch vor allem für sich. Für seinen eigenen Seelenfrieden.
Er wusste das er noch immer seinen Zorn kaum unter Kontrolle hatte wenn es um den Totengott ging.
Mit mühsam auferlegter Ruhe pustete er über den Tee, bevor er ihn doch wieder unangerührt auf den Tisch stellte und wieder aufstand.
Wie ein gefangenes Tier Schritt er gen Fenster.
Zurück.
Blätterte durch die da liegenden Pergamente ohne sie wirklich zu lesen und setzt sich dann wieder.
Noch immer spuckte die Hochedle und ihr Verhalten in seinem Kopf herum.
Das temperamentsbündel von Gestern. Das sich nur von Friedolin eskortieren ließ, wie er für sich feststellte und doch musste er schmunzeln als er an ihren Ausbruch gestern zurückdenken musste. Wo sie die Hände hochwarf und ihn anfuhr mit den Worten " Ich bin nicht vor euch weggerannt sondern davor wie eine Gefangene von Rekruten eskortiert zu werden, ihr sturer... dämlicher... ARGS .. wir reden. Nach der Untersuchung wenn ich euch den Hals wieder umdrehen will."
Wider Willen musste er doch Schmunzeln.
"Mariella, Mariella... da hast du dir glaube ich eine Lebensaufgabe zugelegt, diese Frau in irgendeiner Form bändigen zu wollen."
Er griff nach der Tasse, trank den nun fast abgelühlten Tee in einem Zug, bevor er dann aus dem Hause schritt um nach Berchgard zu sehen.