Ein schlechter Tag für einen Angurer
Verfasst: Donnerstag 5. Januar 2006, 18:54
Tairneach fühlte sich nicht gut. Ihm war schlecht, und er mußte dauernd husten. Zudem hegte der Riese den Verdacht, daß er wirklich Fieber hatte. Das war ihm schon seit seiner frühen Kindheit nicht mehr passiert.
Dabei hatte der Tag nicht schlecht angefangen. Er hatte auf der Jagd die Spur eines recht großen Hirsches verfolgt, der anscheinend allein herumtrabte, und war recht zuversichtlich gewesen selbigen noch einzuholen - leider war ihm anscheinend ein Rudel Wölfe zuvorgekommen, und es lagen lediglich unbrauchbare Reste eines alten Hirsches auf der kleinen Lichtung.
Von dieser kleinen Schlappe jedoch nicht entmutigt - die Fleischreserven Iths waren gut gefüllt - hatte er sich an seine Übungen begeben.
Zuerst Beruhigen und konzentrieren üben, wie ihm die Mimir das gezeigt hatte, dann eine Seite in dem alten Buch Lesen üben. Das ging langsam immer leichter und war, zugegebenerweise, sogar ein wenig interessant.
Danach hatte er sich einen Panzer angezogen und Monster gejagt, irgendwann müssten sich diese ekelhaften Untoten aus ihrem Drecksloch vertreiben lassen, wenn man es nur hartnäckig genug versuchte - und dabei hatte er festgestellt, daß er sich matt und erschöpft fühlte.
"Gah, das kommt davon, wenn man zuviel rumsitzt und ständig Bücherseiten umdreht !" Er hatte ausgespuckt und war mit seiner Axt auf den nächsten Knochenmann losgegangen.
Nach einem relativ ermüdenden Kampf war er jedoch keuchend und hustend zu Boden gegangen, nachdem der Schädel des widerwärtigen Gezüchtes sich ordnungsgemäß in Knochensplitter aufgelöst hatte. Das war dann der Zeitpunkt gewesen, an dem er feststellte, daß etwas mit ihm nicht stimmte.
Der Weg nach zurück war die Hölle gewesen. Er fühlte sich nicht nur matt, sondern ihm wurde abwechselnd heiß und kalt, egal wie dick er seinen Mantel um sich wickelte. Er überlegte eine Weile und folgerte, daß er unter Umständen eine ansteckende Krankeheit hatte, wickelte sich einen nassen Verband um den Mund und besorgte sich in Andraste so schnell wie möglich eine gute Menge Bier, bevor er den Weg nach Ith antrat.
Dort angekommen stellte er fest, daß genug Holz vor der Schwitzhütte gestapelt lag. Mühsam begann er, eine kleine Mauer aus gepressten Schneestücken zu errichten, während das Kohlebecken im Inneren aufheizte. Dann nahm er seinen Kohlestift zur Hand und schrieb in großen, noch recht ungeübten Lettern :
"Bin wirchlich grang. Stellet das Biehr vor die Tühre. - Tairneach."
Er schloß die Türe hinter sich, und von da an hörte man nur das gelegentliche Zischen, wenn er Wasser (oder vielleicht Bier?) auf die glühenden Steine goß, sowie gelegentlich lautstarkes Rülpsen, einiges Husten, und ab und an ein paar deftige angurische Flüche.
Dabei hatte der Tag nicht schlecht angefangen. Er hatte auf der Jagd die Spur eines recht großen Hirsches verfolgt, der anscheinend allein herumtrabte, und war recht zuversichtlich gewesen selbigen noch einzuholen - leider war ihm anscheinend ein Rudel Wölfe zuvorgekommen, und es lagen lediglich unbrauchbare Reste eines alten Hirsches auf der kleinen Lichtung.
Von dieser kleinen Schlappe jedoch nicht entmutigt - die Fleischreserven Iths waren gut gefüllt - hatte er sich an seine Übungen begeben.
Zuerst Beruhigen und konzentrieren üben, wie ihm die Mimir das gezeigt hatte, dann eine Seite in dem alten Buch Lesen üben. Das ging langsam immer leichter und war, zugegebenerweise, sogar ein wenig interessant.
Danach hatte er sich einen Panzer angezogen und Monster gejagt, irgendwann müssten sich diese ekelhaften Untoten aus ihrem Drecksloch vertreiben lassen, wenn man es nur hartnäckig genug versuchte - und dabei hatte er festgestellt, daß er sich matt und erschöpft fühlte.
"Gah, das kommt davon, wenn man zuviel rumsitzt und ständig Bücherseiten umdreht !" Er hatte ausgespuckt und war mit seiner Axt auf den nächsten Knochenmann losgegangen.
Nach einem relativ ermüdenden Kampf war er jedoch keuchend und hustend zu Boden gegangen, nachdem der Schädel des widerwärtigen Gezüchtes sich ordnungsgemäß in Knochensplitter aufgelöst hatte. Das war dann der Zeitpunkt gewesen, an dem er feststellte, daß etwas mit ihm nicht stimmte.
Der Weg nach zurück war die Hölle gewesen. Er fühlte sich nicht nur matt, sondern ihm wurde abwechselnd heiß und kalt, egal wie dick er seinen Mantel um sich wickelte. Er überlegte eine Weile und folgerte, daß er unter Umständen eine ansteckende Krankeheit hatte, wickelte sich einen nassen Verband um den Mund und besorgte sich in Andraste so schnell wie möglich eine gute Menge Bier, bevor er den Weg nach Ith antrat.
Dort angekommen stellte er fest, daß genug Holz vor der Schwitzhütte gestapelt lag. Mühsam begann er, eine kleine Mauer aus gepressten Schneestücken zu errichten, während das Kohlebecken im Inneren aufheizte. Dann nahm er seinen Kohlestift zur Hand und schrieb in großen, noch recht ungeübten Lettern :
"Bin wirchlich grang. Stellet das Biehr vor die Tühre. - Tairneach."
Er schloß die Türe hinter sich, und von da an hörte man nur das gelegentliche Zischen, wenn er Wasser (oder vielleicht Bier?) auf die glühenden Steine goß, sowie gelegentlich lautstarkes Rülpsen, einiges Husten, und ab und an ein paar deftige angurische Flüche.