Auf der Suche nach Antworten
Verfasst: Mittwoch 28. Dezember 2011, 19:53
Wenn nichts so läuft, wie erhofft
Tja, dann war der Tag ziemlich versaut, vielleicht auch der Abend, je nach Blickwinkel.
Der gestrige Abend war so einer gewesen. Wären es andere Begleitumstände gewesen, die zu dem mehr oder minder beschaulich-beschwipsten Zusammensein in diesem verdammten Bordell geführt hätte, wäre es bestimmt ein erheiternder Abend gewesen. Für ich war es zunehmend anstrengend, immerhin tischte ich eine Geschichte auf über Herkunft, Beschaulichkeiten, Arbeit, sonstiges, die weder mir entsprach, noch annähernd das traf, was ich tatsächlich tat. Je weiter weg, desto besser. Das bedeutete allerdings auch, dass ich aufpassen musste, höllisch aufpassen musste, mir nicht selbst zu widersprechen.
Ein Alptraum.
In einer anderen Situation, mit einem anderen Hintergrund, hätte ich das Mädchen sogar vielleicht sympathisch gefunden – das allererste Mal, seit ich sie überhaupt kannte. Die Unkosten, die ich hatte, musste ich auch wieder reinbringen irgendwie. Vielleicht indem ich dieses elendige Kraut Nerys andrehte und… die Idee erwärmte mir wirklich das Herz, die sich da anbahnte, aber trotzdem schob ich sie zunächst mal auf Seite. Ich musste mich an dem Abend wirklich konzentrieren – und Götter verflucht noch eins, fiel es mir schwer den spröden Langweiler zu mimen, der für nichts interessant genug war.
Vielleicht war ich nicht langweilig genug, oder sie einsam genug, mich brachte es jedenfalls in arge Nöte zwischenzeitlich. Es hatte so viel Schnaps gegeben, dass sie schon mehr in der Ecke lag, als saß, das Kraut, dass sie zum Rauchen hervorgeholt hatte, tat sein übriges dazu und ich verwünschte es, denn ich bekam die Wirkung davon genauso zu spüren.
Zu anderer Zeit, in einer anderen Situation, hätte ich gewiss nicht soviel zu fluchen gehabt darüber, auch wenn ich das Zeug nicht selbst rauchte. Ich wurde auch böse daran erinnert warum nicht. Der erste Zug, den mir dieses Früchtchen aufschwatzte – der Langweiler musste doch wenigstens zwischendrin beweisen, dass er auch anders konnte – war die Hölle. Ich hatte das Gefühl mir drehte sich alles auf Links in dem Moment und ich hustete mir die Lunge aus dem Leib.
Und, was hatte mir das alles eingebracht? Umstände, die ich schon wusste. Sonst nichts. Vermaledeite vergeudete Zeit! Kein Wort von dem, was ich gehofft hatte zu erfahren. Vielleicht war meine Vermutung doch die Falsche, aber so schnell wollte ich nicht aufgeben. Das wiederum bedeutete, mich auf einen weiteren Abend mit dem Früchtchen einlassen zu müssen. Noch mehr Schnaps und Rauschkraut, wie ich vermutete. Welch rosige Aussichten. Prinzipiell, würde es mein Gewissen zulassen, gab es noch einen Weg mehr herauszubekommen, aber den würde ich ums Verrecken nicht gehen. Allein die Vorstellung schuf Bilder in meinem Kopf, die ich nicht sehen wollte.
Ein Alptraum!
Wieso nur konnte ich mir den Gedanken nur nicht verkneifen, dass die Einsamkeit vermutlich nicht von ungefähr kam? Im nächsten Moment schob ich meine Gehässigkeiten beiseite und hockte eher auf dem Balkon herum und starrte die zum Himmel hinauf, der sich allmählich rötlich färbte und den nächsten Tag ankündigte. Es war klirrend kalt, aber das spürte ich kaum, so dick eingepackt, wie ich hier saß.
Das Fräulein war ohnehin nicht das Einzige, was mir Kopfzerbrechen bereitete. Das, was in der Siedlung vor sich ging, war ebenso beunruhigend wie dazu angetan meine Nerven blanker werden zu lassen. Oh, da fiel mir ein, ich sollte mir noch etwas dazu anhören. Also drückte ich mich ächzend von der Bank hoch und ging leise wieder hinein. Ein flüchtiger Blick gen Bett und zum Grund dessen, warum mich die Huren in dem Bordell nicht interessierten (neben einigen anderen Gründen obendrein, die aber belangloser für mich waren), dann suchte ich mir den Weg in die Küche. Auf dem Weg dorthin legte ich die dicken Wintersachen ab und warf sie achtlos auf die Ablage, bevor ich mich daran machte ein Frühstück herzurichten.
Tja, dann war der Tag ziemlich versaut, vielleicht auch der Abend, je nach Blickwinkel.
Der gestrige Abend war so einer gewesen. Wären es andere Begleitumstände gewesen, die zu dem mehr oder minder beschaulich-beschwipsten Zusammensein in diesem verdammten Bordell geführt hätte, wäre es bestimmt ein erheiternder Abend gewesen. Für ich war es zunehmend anstrengend, immerhin tischte ich eine Geschichte auf über Herkunft, Beschaulichkeiten, Arbeit, sonstiges, die weder mir entsprach, noch annähernd das traf, was ich tatsächlich tat. Je weiter weg, desto besser. Das bedeutete allerdings auch, dass ich aufpassen musste, höllisch aufpassen musste, mir nicht selbst zu widersprechen.
Ein Alptraum.
In einer anderen Situation, mit einem anderen Hintergrund, hätte ich das Mädchen sogar vielleicht sympathisch gefunden – das allererste Mal, seit ich sie überhaupt kannte. Die Unkosten, die ich hatte, musste ich auch wieder reinbringen irgendwie. Vielleicht indem ich dieses elendige Kraut Nerys andrehte und… die Idee erwärmte mir wirklich das Herz, die sich da anbahnte, aber trotzdem schob ich sie zunächst mal auf Seite. Ich musste mich an dem Abend wirklich konzentrieren – und Götter verflucht noch eins, fiel es mir schwer den spröden Langweiler zu mimen, der für nichts interessant genug war.
Vielleicht war ich nicht langweilig genug, oder sie einsam genug, mich brachte es jedenfalls in arge Nöte zwischenzeitlich. Es hatte so viel Schnaps gegeben, dass sie schon mehr in der Ecke lag, als saß, das Kraut, dass sie zum Rauchen hervorgeholt hatte, tat sein übriges dazu und ich verwünschte es, denn ich bekam die Wirkung davon genauso zu spüren.
Zu anderer Zeit, in einer anderen Situation, hätte ich gewiss nicht soviel zu fluchen gehabt darüber, auch wenn ich das Zeug nicht selbst rauchte. Ich wurde auch böse daran erinnert warum nicht. Der erste Zug, den mir dieses Früchtchen aufschwatzte – der Langweiler musste doch wenigstens zwischendrin beweisen, dass er auch anders konnte – war die Hölle. Ich hatte das Gefühl mir drehte sich alles auf Links in dem Moment und ich hustete mir die Lunge aus dem Leib.
Und, was hatte mir das alles eingebracht? Umstände, die ich schon wusste. Sonst nichts. Vermaledeite vergeudete Zeit! Kein Wort von dem, was ich gehofft hatte zu erfahren. Vielleicht war meine Vermutung doch die Falsche, aber so schnell wollte ich nicht aufgeben. Das wiederum bedeutete, mich auf einen weiteren Abend mit dem Früchtchen einlassen zu müssen. Noch mehr Schnaps und Rauschkraut, wie ich vermutete. Welch rosige Aussichten. Prinzipiell, würde es mein Gewissen zulassen, gab es noch einen Weg mehr herauszubekommen, aber den würde ich ums Verrecken nicht gehen. Allein die Vorstellung schuf Bilder in meinem Kopf, die ich nicht sehen wollte.
Ein Alptraum!
Wieso nur konnte ich mir den Gedanken nur nicht verkneifen, dass die Einsamkeit vermutlich nicht von ungefähr kam? Im nächsten Moment schob ich meine Gehässigkeiten beiseite und hockte eher auf dem Balkon herum und starrte die zum Himmel hinauf, der sich allmählich rötlich färbte und den nächsten Tag ankündigte. Es war klirrend kalt, aber das spürte ich kaum, so dick eingepackt, wie ich hier saß.
Das Fräulein war ohnehin nicht das Einzige, was mir Kopfzerbrechen bereitete. Das, was in der Siedlung vor sich ging, war ebenso beunruhigend wie dazu angetan meine Nerven blanker werden zu lassen. Oh, da fiel mir ein, ich sollte mir noch etwas dazu anhören. Also drückte ich mich ächzend von der Bank hoch und ging leise wieder hinein. Ein flüchtiger Blick gen Bett und zum Grund dessen, warum mich die Huren in dem Bordell nicht interessierten (neben einigen anderen Gründen obendrein, die aber belangloser für mich waren), dann suchte ich mir den Weg in die Küche. Auf dem Weg dorthin legte ich die dicken Wintersachen ab und warf sie achtlos auf die Ablage, bevor ich mich daran machte ein Frühstück herzurichten.