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Die Suche

Verfasst: Sonntag 27. November 2011, 19:27
von Ghaazi
Vor gut einem halben Jahr, als die Sonne über Menekur wieder einmal verschwand und ein leichter goldener Schleier die sandigen Straßen der Stadt durchfluteten, stand Ghaazi vor den großen Toren jener Stadt. Eine leise kühle Briese streifte den gut 1,70 Meter großen Menekaner. Gehüllt in seiner glänzenden Rüstung in den Stadtfarben Menekurs in gerader, straffer Haltung an seiner linken Hüfte der Wüstenscorpion gebettet in einer feinen Lederscheide. In seiner Rechten ein Speer aus Metall dessen Spitze bedrohlich gen Himmel ragte. Ghaazi schob sein Kopftuch und den Mundschutz aus dunklen Farben zurecht welche der Wind etwas verschoben hatten um bepackt mit einer Tragetasche auf dem Rücken schweren Schrittes die Tore zu durchschreiten. Die Stadtwachen blickten dem Jeematen welcher alleine, ohne ein Wort zu verlieren oder sich noch einmal herum zu wenden die Stadt aus Gold zu verlassen hinterher. Nicht einmal Hundert Meter dauerte es bis Ghaazi mit wehendem Umhang und dicker Kleidung bereits in dem aufgezogenen Sturm verschwand und seine Statur wie ein Schemen mit dem Sturm eins wurde.

Warum Ghaazi sich von allem löste was er in dieser Stadt lieben gelernt hatte und warum es so aus sah als würde er nicht wieder kommen, das konnte wohl nur er selbst beantworten.

Alles hatte er aufgegeben um das zu finden was in seinen Augen das wichtigste war, nicht nur für ihn nicht nur für irgendjemanden nein ihn zu finden war für alle wichtig. Jenes ging über die Liebe zu seiner Verlobten, seiner Familie die Azeezahs oder zu sonst irgendjemanden bei weitem hinaus.

Ein tiefes Schnaufen war unter dem bereits abgetragenen Mundschutz zu hören, der leicht gebeugte Gang sich dabei auf seinen Speer stützende Schritt ließen daraus schließen wie sehr ihn diese Suche welche ihm zu jener Reise bewegte bereits an Kraft gekostet hatte. Es waren schon einige Monde ins Land gezogen und nur hier und da hörte man Gerüchte, wie das leise Flüstern des Windes über einen Menekaner der die Wüste durchstreifte um jene zu bestrafen welche sich dem durch Eluive geküssten, ehrwürdigen Emir Rashad Ameer Omar wiedersetzten.

Reisende Karavanen trugen hin und wieder Geschichten über kleinere Gruppen zurück gelassener Leichen von Plünderern der Wüste welche wehrlose Karavanen überfielen nach Menekur.
Manch einer der Karavanen behauptete sogar jene Person gesehen zu haben über welchen die Winde flüsternden. Feuerskarabäen sollen ihm geholfen haben.... wenn es bereits aussichtslos war und die Banditen die Wehrlosen umzingelt hatten... hörte man in der ferne das bedrohliche Klackern von ihnen und das brummende Flügelschlagen... dieser einsame Kämpfer soll sogar auf einem äußerst Fetten in die Schlacht geritten sein. Als könne er sie lenken und mit ihnen kommunizieren, haben sie seinen seltsamen Lauten welche er tief aus seiner sandigen Kehle hervor presste gehorcht.

Jene scheinbar von Eluive beschützter Krieger schien immer dann aufzutauchen wenn sich Banditen daran machten eine Karavane aufzureiben und nie habe er etwas verlangt oder groß über sich erzählt wenn die dankbaren Menekaner ihn danach fragten. So schnell wie er gekommen war um sie zu beschützen und des Emirs Feinde zu bestrafen, so schnell war er auch wieder mit seiner Feuerskarabäen verschwunden.

Manche erzählten sie haben die Stadtfarben und Embleme Menekurs auf seiner von der Zeit und unzähligen Kämpfen mitgenommenen Rüstung erkennen können. Manche meinten auch, er soll sich einst wohl diesem fetten Skarabäus gestellt haben welcher wohl eine Art Alphatier war und jenen bezwungen und gezähmt haben weswegen ihm wohl die Kleineren folgen.

Nach einigen Monaten war es auch in Menekur zu spüren, die Übergriffe auf die Karavanen hatten abgenommen scheinbar war auch unter des Emirs Feinden bekannt geworden das jemand ohne Gnade gegen sie vor ging. Manch einer der Räuber welche dieser Krieger am Leben ließ verstreute in ihren Reihen die Gerüchte das jener Skarabäuskrieger wie ein unheilvoller nach Blut dürstender Wüstenscorpion über sie hinweg fegte und immer wieder den Namen des Emirs ''Rashad Ameer Omar'' über das Schlachtfeld wie besessen brüllte.

War Ghaazi wirklich besessen davon den verschollenen Emir zu finden?
War Ghaazi des Wahnsinns an Heim gefallen und die einsame harte Zeit in der Wüste hat ihn verwildern lassen ?
Hatte er sein damaliges Leben vergessen um bis zu seinem Lebensende hier in der Wüste den Kampf zu führen ?

Diese Fragen stellte er sich oft in der Zeit in welcher er sich ausruhte und den Himmel betrachtete.
Stets war er beisammen mit jenen Skarabäen welche ihm wie treue Kameraden in die Schlacht folgten. Wie auch Heute fast ein halbes Jahr nach dem er allem den Rücken kehrte was er einst lieben gelernt hatte döste er wieder sichtlich erschöpft zischen einigen Felsen in einem Scarabäusnest, seine Kameraden schienen bereits zu Ruhen und auch an ihm zehrte der so dringend benötigte Schlaf so das es ihm schon bald dunkel vor Augen wurde.

Lange hatte er nicht mehr geträumt doch heute war es anders, er sah Menekur als würde er darüber hinweg schweben von oben herab sehen. Er sah viele Menekaner die er kannte, manche mehr andere weniger. Das Gefühl von Trauer und Heimweh durchzog sein Herzen, jene Gefühle welche er versucht hatte abzulegen. Wieder kämpfte er dagegen an, seine Aufgabe war nicht beendet und er selbst gestand es sich nicht zu seine Pflicht zu vernachlässigen.
'' Geh nach Hause Ghaazi, alles wird gut. ''
Ein warmes Gefühl von Zufriedenheit und Glücklichkeit durchzog Ghaazi trotz der kalten Nacht während diese Worte entlastend durch die Stimme Rashad Ameer Omars in seinem Kopf den betäubten und gepeinigten Geist reinigten.

Schwer schnaufend und verschwitzt riss Ghazzi seine Augen auf, er war alleine die Skarabäen waren verschwunden. In Ghaazis Kopf hörte er noch immer klar die Worte '' Geh nach Hause Ghaazi, alles wird gut. ''
Ghaazi war klar geworden, die Zeit der Suche war zu Ende, Rashad würde stets in seinem Herzen weiter verweilen und gewiss auch in den Herzen aller anderen Menekaner welche ihn kannten egal wo er gerade war.

Verfasst: Donnerstag 1. Dezember 2011, 14:48
von Abaan Bashir
Ketten.. Rüstungen.. und Drachen bekämpfen.. als Abaan an diesem Tag nach langer Zeit Gazzi wieder auf dem Platz beim Stadtbrunnen erblickt hatte da hatte er an alles Gedacht aber doch nicht daran solche Dinge zu fertigen. Wie immer Hatte ihn der Kriegerische Menekaner überrascht mit einer Vielzahl verwegener Ideen doch so war er eben. Nun hiess es eiligst und in aller Schnelle mit dem nötigen Raum für Qualitätsarbeit diese Dinge zu Fertigen. Man sah daher den wohl beleibten Menekaner an seiner Esse stehen und allerlei Dinge sowie Zeichnungen studieren und immer wieder erklang das Hämmern und das Zischen der Esse wenn er wieder ein Stück vorran kam.

Die Rüstung für Drachen

Das Rüstwerk das gefordert war schlug ungeahnte Wellen seiner Planung. Wie sollte er all die Hacken nur daran befestigen und welche Form war am geeignetsten damit sich alles sicher und fest einhacken konnte in den Drachenschuppen. Ein Probeexemplar musste her und so sah man ihn sich eine kleinere Holzwand zimmern auf welche er feine Drachenschuppen aufnagelte so wie sie die Haut eines Drachen bedecken würden. An dieser selbst gebauten Drachenhaut began er nun die verschiedensten Formen von Wiederhacken und Einhängevorrichtungen zu erproben und so manch Schuppe wurde bei zuviel Brachjaler gewallt ein wenig Ramponiert und mit schnitten übersäht. Erst dachte er daran sie zu gestallten wie es die Zwergenwühler die er kennen gelernt hatte taten. Doch erwies sich diese Herrangehensweise sowohl für seine eigenen Hände wie für das Einhacken als ungeeignet. Nur Eluive konnte ihm verraten wie das kleine Bergvolk diese Klingen scharf bekam und dann auf die Rüstungen ohne das sie abstumpften. Da dies also Scheiterte musste etwas anderes her und so lies er sich von einer Kakteenart inspirieren. Warum nicht wiederhackenstacheln machen wie bei den Samen einer der Wüstenkakteen welche sich dadurch verbreiteten das sie sich mit ihren voll wiederhacken besetzten Stacheln an vorbeikommenden Scarabän festhackten und so über die ganze Wüste verbreiteten.

Inspirriert von dieser Form der Wiederhacken schuff er nun mit wuchtigen Hieben und feinster Schleifarbeit ein Rüstwerk welches wie eine längliche Kaktusröhre wirkte welche da er sich des Pyrians bediente feuerrot war. Mehrfach probierte er die Wiederhacken auf der selbst gebauten Schuppenwand aus und beinahe jedes mal brannten sich die pyrianwiederhacken in die oberfläche der Schuppen ein wo sie sich verhackten. Nur das Loskommen würde wohl wieder problematisch sein doch wenn man gut genug daran Riss würde es sich schon lösen. So wurde Rüststück für Rüststück gefertigt und schon bald war der Rüstständer der Holzfigur vollends bedeckt mit dem Neuen Kakteenstachelrüstgeflecht.

Die Ketten für den Drachen und die Lanze

Die Ketten nun gestallteten sich weit aus einfacher. Auch hier war Pyrian die aller erste Wahl und so fertigte er zu aller erst aus dem weichesten feinkörnigsten Sand den er hatte Formen für die Kettenglieder an. Das Gemenge aus Pyrian mit einer Spur Diamant darin wurde so immer wieder am heissesten Punkt in die Formen gegossen und noch im angekühlten weichen Zustand verarbeitet. Jedes dritte der Gussformen hatte eine Lücke in er Ringform welche mit wenigen Hieben und ein wenig Kraft aufgebogen wurde wodurch man die zwei anderen welche vollends geschlossen waren darauf schieben konnte bevor man mit Borax auf der Schmiedestelle und reichlich Hitze aus der Esse welche der Blasebalg anheizte dann das Kettenglied verschloss und fest zusammen schmiedete an seiner vormals offenen Stelle. Hier und da benutzte er in Stangen Gezogenes Material wenn sich die Lücken nicht richtig schlossen um selbst die kleinste Schmalstelle vollends zu füllen und zusammen zu fügen. So entstand nach und nach Kettenglied um Kettenglied und Meter um Meter der Kette. Jedes glied wurde von der runden Form nach dem zusammenfügen nochmals erhitzt und durch leichte Seitenhiebe etwas abgeflacht und in eine Ovalere Form gebracht. So war der mögliche Zug einer Last stehts auf die gleichen Punkte verteilt und die Kette würde weit aus länger Stand halten können. Für die Enden jeder Kette erschuff er nun anflanschbare Adapter je nach Verwendung sowohl Klammern wie auch Mögliche Spitzen mit Wiederhacken die sich wie eine Speerspitze reinstossen liessen und sich verhacken würden. Was der verwegene Krieger bevorzugte sollte er selber entscheiden.

Die Wurfarme für die Balista

zu guter Letzt bemühte er den reichhaltigen Fundus der Familienschriften und Baupläne und fertigte aus einer der Zeichnungen einen Zahnradmechanismuss und zwei auf Holzbalken gelagerte Schwungarme für eine Balista. Zusammen bauen konnte man diese vor Ort zumindest laut der Zeichnungen und alles zusammen wirkte stark wie der Bausatz einer grossen metallenen Armbrust. Was auch immer Gazzi damit anstellen wollte Eluive würde schon wissen ob es klappen würde. Jedes Zahnrad und die Wurfarme bestand aus Flexibelerem und Robustem Stahl einem Gemenge aus Eisen und Silber welches bei der Abnutzung die Geringsten Spuren aufwies und so ein längeres Leben versprach. Verpackt wurde alles auf Holzkisten und in Leinen eingeschlagen.. Was es dringend noch zu klären gald.. Wer übernahm die Transportkosten... Abaan schwannte übeles beim Gedanken was allein der Transport an Gold verschlingen würde.. Warum Eluive warum traf es immer nur ihn..