Respekt: Die Qual und die Freud
Verfasst: Dienstag 8. November 2011, 02:04
Still stand sie da und der Mond schien ihr aufs schwarze Haar. Ihre Arme hingen schlaff herab und die rote Klinge bohrte sich in den dunklen Sand. Der Winkel wechselte und das Mondlicht erhellte ihr Gesicht, ihre dunkle Haut und offenbarte das Schauspiel von Blut, gemischt mit Dreck und einer Priese Schweiß. Die spröden Lippen waren leicht geöffnet und immer mal wieder stoß sie einen schweren Schwall Luft in die Freiheit. Das gesunde Ohr der Lethra zuckte und ein bedrohliches Knacken fand den Weg zu ihrer Ohrmuschel. Ihr Kopf zog herum, das schwarze Haar flog im Wind und die hellblauen Augen fixierten den Abschaum des Landes.
Still stand er da, in tiefer Nacht, hinter seinem Baum und war sich nicht im klaren, dass sie ihn bereits gesehen hatte. Mit seiner kalkigen Haut starrte er zu ihr herüber, jede Sekunde bereit auf sie zu zu stürmen. Der Schatten der durch eine Wolke geworfen wurde, wurde ihr Moment. Langsam ließ sie die blutbesudelte Klinge sinken und zog den Bogen vom Rücken. Die Lippen formten, während sie den Pfeil in die Sehne spannte, lautlose Worte in einer nicht deutbaren Sprache und die Dunkelheit wurde zerrissen vom Hass der Elfe. Der Pfeil zog sich mit einer erheblichen Geschwindigkeit durch die Nacht und bohrte sich zwischen die beiden Augen des Spähers. Er nahm ihm die Sicht, seine Überheblichkeit, seinen Atem, seine Seele. Langsam beugte sich die kleine Gestalt wieder herab und befestigte derweil wieder die Fernwaffe auf dem Rücken. Die hageren Finger griffen nach ihrer Klinge, wollten sie aufheben und ein Widerstand kündigte sich an.
Die Augen der Frau schmälerten sich und verfolgten die scharfe Schneide bis hin zur bleichen Menschenhand, welche sich auf die flache Seite presste.
„Dein Ernst?“
Hallten zischelnde Worte, gesprochen in ausgezeichneter, menschlicher Sprache, in die Richtung des halb toten Männerleibes. Sie zog zwei Schritte und nahm somit ihr Gewicht vom blutübersähten Körper des Menschen. Seine Lumpenfetzen waren nur noch kleine Stoffstücke, die neben ihm im Gras versanken und seine Haut ein Schnittmeer, beschmückt mit roter Flüssigkeit. Seine Augen, gefüllt von Panik und zeitgleich begleitet von Hass, starrten in die Höhe, der Blauen entgegen. Seine Kehle gab keinerlei Wort mehr her, jedoch war es noch sein Arm, der Kraft zeigte und versuchte ihre Klinge am Boden zu halten. Qis'arx benötigte jedoch nicht viel Aufwand um jene Klinge seinen dreckigen Fingern zu entziehen und so war es nun die scharfe Seite, welche mit regelrechter Eleganz auf seinen Oberarm zuraste und ihn so vom restlichen Leib trennte.
Sein quälender Schrei ließ die nächtlichen Sänge der Vögel erstarren und zurück blieb das Wimmern des ausblutenden Räubers.
Die Schritte der Kriegerin führten weiter in das Lager der Raufbolde hinein und so war es bis zu den frühen Morgenstunden der Klang von Schmerz und Tod, der durch die hinterste Ecke von Gerimor zog.
[img]http://fc09.deviantart.net/fs42/i/2009/139/5/c/Dark_Forrest_2_by_Snowwhitequeen93.jpg[/img]
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Gereinigt von Blut und anderen Unsittlichkeiten, betrat die Lethra wieder die Unterkunft und widmete sich dann den Kisten, mussten sie auch an diesem Morgen auf und ab getragen werden. Jegliche Blutrünstigkeit war aus ihrem Gesicht gewichen und die Demut fand erneut Platz darin. Mit zackigem Schritt, geneigtem Haupt und in aller Perfektion zog die Frau die Treppen auf und ab, nur um alle schweren Kisten in die obersten Stockwerke zu tragen und sie dann, mit gleicher Präzision wieder an den alten Platz zu transportieren.
Still stand er da, in tiefer Nacht, hinter seinem Baum und war sich nicht im klaren, dass sie ihn bereits gesehen hatte. Mit seiner kalkigen Haut starrte er zu ihr herüber, jede Sekunde bereit auf sie zu zu stürmen. Der Schatten der durch eine Wolke geworfen wurde, wurde ihr Moment. Langsam ließ sie die blutbesudelte Klinge sinken und zog den Bogen vom Rücken. Die Lippen formten, während sie den Pfeil in die Sehne spannte, lautlose Worte in einer nicht deutbaren Sprache und die Dunkelheit wurde zerrissen vom Hass der Elfe. Der Pfeil zog sich mit einer erheblichen Geschwindigkeit durch die Nacht und bohrte sich zwischen die beiden Augen des Spähers. Er nahm ihm die Sicht, seine Überheblichkeit, seinen Atem, seine Seele. Langsam beugte sich die kleine Gestalt wieder herab und befestigte derweil wieder die Fernwaffe auf dem Rücken. Die hageren Finger griffen nach ihrer Klinge, wollten sie aufheben und ein Widerstand kündigte sich an.
Die Augen der Frau schmälerten sich und verfolgten die scharfe Schneide bis hin zur bleichen Menschenhand, welche sich auf die flache Seite presste.
„Dein Ernst?“
Hallten zischelnde Worte, gesprochen in ausgezeichneter, menschlicher Sprache, in die Richtung des halb toten Männerleibes. Sie zog zwei Schritte und nahm somit ihr Gewicht vom blutübersähten Körper des Menschen. Seine Lumpenfetzen waren nur noch kleine Stoffstücke, die neben ihm im Gras versanken und seine Haut ein Schnittmeer, beschmückt mit roter Flüssigkeit. Seine Augen, gefüllt von Panik und zeitgleich begleitet von Hass, starrten in die Höhe, der Blauen entgegen. Seine Kehle gab keinerlei Wort mehr her, jedoch war es noch sein Arm, der Kraft zeigte und versuchte ihre Klinge am Boden zu halten. Qis'arx benötigte jedoch nicht viel Aufwand um jene Klinge seinen dreckigen Fingern zu entziehen und so war es nun die scharfe Seite, welche mit regelrechter Eleganz auf seinen Oberarm zuraste und ihn so vom restlichen Leib trennte.
Sein quälender Schrei ließ die nächtlichen Sänge der Vögel erstarren und zurück blieb das Wimmern des ausblutenden Räubers.
Die Schritte der Kriegerin führten weiter in das Lager der Raufbolde hinein und so war es bis zu den frühen Morgenstunden der Klang von Schmerz und Tod, der durch die hinterste Ecke von Gerimor zog.
[img]http://fc09.deviantart.net/fs42/i/2009/139/5/c/Dark_Forrest_2_by_Snowwhitequeen93.jpg[/img]
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Gereinigt von Blut und anderen Unsittlichkeiten, betrat die Lethra wieder die Unterkunft und widmete sich dann den Kisten, mussten sie auch an diesem Morgen auf und ab getragen werden. Jegliche Blutrünstigkeit war aus ihrem Gesicht gewichen und die Demut fand erneut Platz darin. Mit zackigem Schritt, geneigtem Haupt und in aller Perfektion zog die Frau die Treppen auf und ab, nur um alle schweren Kisten in die obersten Stockwerke zu tragen und sie dann, mit gleicher Präzision wieder an den alten Platz zu transportieren.