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Aufstieg zum Gipfel - Arlon's Reise durchs Leben
Verfasst: Mittwoch 17. August 2011, 01:47
von Arlon Benjamin
Kapitel I - Lied der Erinnerung:
*Ein Summen; das Summen eines Liedes; das gleiche, schöne Lied immer und immer wieder erklingt es. Nachts, wenn alles dunkel und verlassen auf den Straßen ist und der Himmel von Sternen und weißem Schleier beschmückt ist oder im Wald, wenn die funkelnden Augen der Raubtiere sich zwischen den Bäumen umschauen und bewegen und das Leuchten eines Lagerfeuers einen weiten Schatten wirft. Es ist immer daselbe Lied, ein Lied, dass über Leid und Glück, Trauer und Freude erzählt. Es hallt immer und immer wieder, einsam und verlassen, so mag es kein Tier wagen nur ein Laut von sich zu geben, um das Summen zu übertönen. Das Lied selbst klang wunderschön. Die Stimme die es wiedergibt hauchte in den Höhen und Tiefen ihre Emotionen hinein.*
Seine Mutter hat dieses Lied gesungen. Sie sang es immer in einer anderen Sprache, wenn sie entweder im Haus kochte, sich um die Wäsche kümmerte oder ihrer Schneidertätigkeiten nachging. Die Sprache, in der sie sang, lernte Arlon nicht und woher sie kommen mag hat er niemals hinterfragt. Er war zu sehr fasziniert vom Klang der Stimme seiner Mutter, sodass jeder Gedanke um das Lied verflog, als er nicht ein Wort verstehen, aber die Gefühle fühlen kann. Daher strahlte er immer, wenn seine Mutter sang und er beobachtete sie bei ihrer Arbeit dabei. Dadurch konnte er ihr etwas unter die Arme greifen, so schneidete er kaputte Kleidung zurecht und sortierte sie ordentlich nach Farbe und Größe. Aber auch seinem Vater kam er gerne zur Unterstützung. Arlon beobachtete ihn beim Schmieden von Handerwerksgegenständen, die er für die Dorfbewohner auf Anfrage fertigte. Er half seinem Vater beim Kohle nachschippen oder sogar manchmal beim Halten eines glühenden Eisenstückes. So lebte er mit seinen Eltern in einem Haus, welches das größte im ganzen Dorf war, jedoch abseits auf einem Hügel stand.
Arlon ging gerne mit ins Dorf, wenn seine Mutter Essen oder Wolle kaufen wollte. Dort spielte er mit den anderen Kindern, während Sarah, seine Mutter trägt diesen Namen, mit den anderen Frauen des Dorfes tratschte. Sie war gerne gesehen, genau wie Kaleb, Arlon's Vater, welcher in einer kleinen Mine selbstständig Erz schürfte um dann jewals für die Dorfbewohner etwas herzustellen und billig zu verkaufen oder gar zu schenken. Arlon spielte sehr gerne mit den anderen Kindern, jedoch gab es unter ihnen eine Favouritin. Es war die kleine, schüchterne "Lia", die ungefähr in Arlon's Alter war. Sie stand immer abseits und war zu schüchtern zum Mitspielen. Daher schaute sie den anderne Kindern gerne zu, doch Arlon ließ sie ungern stehen und energisch zog er sie immer überall hin und "zwang" sie regelrecht zum Mitspielen. Außerdem zeigt Arlon nur ihr seinen Lieblingsplatz, der unter dem Kirschblütenbaum in seinem Garten war. Dies führte dazu, dass Lia Arlon ins Herz schloss und immer strahlte vor Freude, wenn er wieder ins Dorf kam.
Verfasst: Mittwoch 17. August 2011, 11:52
von Arlon Benjamin
Kapitel II - Unvermeidliches Schicksal:
*Arlon lag auf dem Boden am Lagerfeuer. Das Summen verstummte, so hat ihn die kleine Fey doch zu denken verschafft. Einige Fragen schwirrten ihn durch den Kopf: "Warum habe ich es ihr erzählt? Bis jetzt weiß doch nur Alecia und Sinndar davon..." Doch es schien als würde Fey ihn an seine Vergangenheit erinnern. So hat er doch Einst die Gebärdensprache erlernt. Warum erkennt er dann ihre Handzeichen nicht? Oder tat er dies unbewusst? Er musste sie um Unterricht bitten.
Er betrachtet den Himmel. Es war genauso eine schöne Nacht damals:
Damals, am jenem Abend hat das Schicksal seinen Lauf genommen. Arlon und seine Mutter traten den Heimweg ein, es wurde schon spät und die Sonne glühte orange am Horizont. Als das Haus in Sichtweite war, sahen sie wie Kaleb sich mit einem dunkel-rot berobten Mann unterhielt. Kaleb wies ihn ab. Er deutete dabei auf den Weg der aus dem Dorf führte und blickte dabei recht ernst drein. Dies sah Arlon das erste Mal bei seinem Vater, dass dieser einen ernsten Blick aufsetzte. Kurz schweifte Arlons Blick zum Pfad, welcher der Mann betretten hat. Am Wegrand lagen tote, umgefallene Bäume und der Weg wurde freigetrampelt. Sarah schickte den kleinen Jungen ins Haus, ehe sie dann ihren Ehegatten fragte, was der man wollte. Kaleb versicherte ihr lächelnd, dass alles in Ordnung sei.
Die Tage darauf sah Arlon, dass sein Vater etwas bedrückte, jedoch sagte Arlon nichts. Das mag aber auch vielleicht daran liegen, dass seine Mutter ihn nun öfter als sonst beschäftigte und er dann entweder nie Zeit zum Fragen hatte, oder einfach müde und erschöpft im Garten unter dem Kirschblütenbaum schlief. Es war sein Lieblingsort, da der Gerucht der Kirschblüten, die auch an seiner Kleidung heftet und die er dann ebenfalls übernommen hat, ihn an seine Mutter erinnert. Sie roch ebenfalls sehr nach diesen Blüten. Als Arlon dann immer so da lag und erschöpft ein Nickerhchen machte, sang seine Muuter ihr Lied mit ihrer bezaubernden Stimme, nebenbei Strickzeug in der Hand. Eines Tages lag Arlon früher unter dem Baum. Er war vollkommen erschöpft vom Holz hacken. Es ist bereits mittag gewesen und Arlon musste kurz aufblicken zu seiner Mutter, die schweigend und mit einem Lächeln auf ihren Lippen zu ihm rüberschaute. Diese hellgrünen Augen und ihr grünes Haar kombiniert mit ihrem Lächeln und ihr bezauberndes Gesicht verzauberten jeden und strahlte Ruhe und Gelassenheit aus. Und mit dieser Ruhe steckte sie alle anderen an. Hier können wir nun sagen, dass Arlon zwar weder ihre Haarfarbe noch ihre Augenfarbe vererbt bekommen hat, so hat er ihre Gesichtszüge mit ihrem grazilen Gesicht und ihrem wunderschönen Lächeln geerbt. Von seinem Vater hingegen hat er vielleicht die Geduld und die azublauen Augen vererbt bekommen.
Arlon hat nur recht verschwommen noch ihr Gesicht in Erinnerung. An seinen Vater erinnert er sich jedoch nicht mehr.
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Kaleb trat zu Sarah nach einer Weile, als Arlon schon einschlief und berichtete ihr dann recht kurz nur: "Der Herr vor einige Tagen behauptet, dass ihn der Graf schickte. Er brachte den Befehl, dass ich wieder in den Dienst des Grafen treten soll." Sarah bickte nun zu ihm und fragte ihn verwundert: "Hat er dich nicht endgültig aus seinem Dienst befreit und versprochen, dich nie wieder um Hilfe zu bitten, genau so wie Seagerius?" Kaleb nickte sachte und meinte mit einer ernsten Tonlage: "In der Tat. Umso mehr Sorgen mache ich mir!" Die Dunkelheit machte sich breit. Der Himmel färbte sich dunkelblau und füllte sich mit leuchtenden Sternen und einem hellen Vollmond, welche sich dem erdgebunden Volk präsentierte mit seiner glänzenden, strahlenden Pracht. Arlon lag immernoch auf dem Gras unter dem Kirschblütenbaum. Wieder sah ihn seine Mutter, dieses Mal trat sie aber heran. Sie blickte sich kurz um, ehe sie sich neben Arlon hinlegte. Arlon hatte seinen Blick zum Himmel gerichtet. Arlon's Kehle presst regelrecht gerührt einige Wörter heraus: "Ist der Nachthimmel nicht wunderschön, wenn er sich uns so zeigt?" Sarah nickte nur, während sie ebenfalls zum Himmel schaute, kurz nach ihm sagte sie dann: "Jedes mal wenn du nicht weiter weißt oder du traurig bist, Arlon, schau auf zu den Sternen. Sie leuchten so auf wie deine Augen leuchten und werden dich immer strahlend begrüßen. Äussere ihnen deine Wünsche und bitten und sie werden dich immer unterstützen." Sie sagte dies in einem Tonfall, als wäre dies der letzte Moment, den sie zusammen haben. Und ihre Befürchtung erfüllte sich leider.
Ein Mann schrie auf, seine Klinge holte zum Schlag aus, als dann eine Klinge von hinten sein Leben mit einem Stich durch die Brust beendete. Der regungslose Körper wurde zur Seite geworfen, die Klinge dabei herausgezogen und man sah Kaleb blutverschmiert der nur schrie:" Lauft! Ich halte sie auf solange ich kann!" Sarah wollte ihn grade unterstützen, jedoch schaute sie zu Arlon und griff seine Hand, sie zog daran und rannte den Pfad zum Dorf. Arlon blickte noch nach hinten. Er sah wie sein Vater sich gegen mehrere Schatten wehrte, dass Haus stand plötzlich in Flammen und er erkannte nur noch wie sein Vater mit einem verwundeten Arm einige der Gegner niederstreckte, bis er dann jedoch kraftlos zu Boden sank und von einem Mann, wohl der Anführer, mit einem Stich von oben ermordet wurde. Arlon's Augen füllten sich mit Tränen bei diesem Anblick, doch er schwieg, weiterhin von seiner Mutter gezogen rannte er schweigend davon. Sarah blieb stehen. Vor ihr war einer der Angreifer. Er kam angestürmt, holte zum Schlag aus und wollte Arlon niederschlagen, jedoch sprang Sarah sich schützend vor Arlon und fing den Schlag ab... Es war wie ein langsame Abfolge von Sekunden... Seine Mutter wendete sich um zu Arlon, von dem sie sich noch mit einem Lächeln verabschiedete, die Augen tränten ebenfalls und sie fiel zu Boden und blieb dann regungslos neben ihm liegen. Arlon stoßte den Körper seiner Mutter mit den Händen mehrere Male an: "Mutter... Mutter! MUTTER!!" Der Mann holte ein zweites Mal aus. Grade wollte er die Richtung und die Kraft des Schlages bestimmen, da flitzte nur ein Schatten an ihm vorbei und der Mann rührte sich nicht. Sein Kopf trennte sich nur vom restlichen Körper und der nun Geköpfte fiel zu Boden. Arlon betrachtete das entsetzt, ehe sich die dunkle Gestalt zu ihm wendete und sagte: "Alles in Ordnung bei dir? Wenn ja, dann renn zum Dorf und hol Hilfe!" Der Mann sagte dies sehr gelassen, so als ob er jeden Tag Menschen abschlachten würde. Arlon rannte auf diesen Befehl hin ins Dorf. Durch die Straßen schrie er herum, die Stimme klang weinerlich und voller Trauer. Die Dorfbewohner traten aus den Häuser, manche bewaffnet mit Mistgabel oder Schaufel. Sie rannten zum brennenden Haus und löschten das Feuer. Dort angekommen sahen sie nur niedergemetzelte Menschen und die Eltern Arlon's leblos am Boden. Nur eine dunkle Gestalt stand auf der Spitze und betrachtete das Brennen, ehe diese sich dann dem Dorf näherte. Arlon sank zu Boden, seine Gedanken schwirrten nur um seine Mutter und seinem Vater, die er nie wieder Lächeln sehen wird. Der Mann trat zu ihm und kniete sich zu ihm hin: "Ruh dich erstmal aus. Wenn du dich nach Rache sehnst, erwarte ich dich am Ende des Pfades aus diesem Dorf am Tage des Begräbnis zur Mittagsstunde!" Die Menschen schauten die verwundert an, doch der Mann gab allen ein Nicken, als wisse er was er da tue. Der Mann wandte sich dann ab und verschwand ohne ein weiteres Wort zu sprechen. Lia's Familie nahm Arlon für diese Nacht auf, das Begräbnis fand am nächsten Morgen statt. Alle bis auf Arlon und Lia verließen den Platz des Begräbnis, welches unter dem Kirschblütenbaum war, nach der Zeremonie. Das kleine sonst so schüchterne Mädchen trat zu Arlon. Sie überwand ihre Schüchternheit und umarmte ihn, dabei weinte sie Tränen und flehte Arlon an: "Du darfst nicht an Rache denken! Du wirst daran zerbrechen Arlon!" Doch Arlon sah entschlossen aus, entschlossen die Mörder zu finden und sie für ihre Taten büßen zu lassen. So begab er sich auf den Weg aus dem Dorf, er sah schon den Mann am Wegrand warten. Der Mann kam auf ihn zu und mit einem Schmuntzeln meint er dann: "Ich werde dir nicht zu deiner Rache verhelfen, junger Benjamin. jedoch lehre ich dich das Überleben und den Kampf mit einer Waffe." Dabei zuckte er kurz sein verziertes Katana und blickte ihn mit kalten Augen an, während Arlon etwas verwundert über seine Worte ist. So kennt er doch seinen Namen, der nie genannt wurde. Arlon sah noch zum Kirschblütenbaum hinüber. Weinend und am Boden zerstört weinte Lia. Danach schaute Arlon zum Himmel. Keine Sterne waren zu sehen.
"Ab Heute bin ich für dich Meister Seagerius..."
Verfasst: Freitag 19. August 2011, 15:14
von Arlon Benjamin
Kapitel III - Der Schüler des Schülers:
"Ab heute bin ich für dich Meister Seagerius!"
Nach diesen Worten begab er sich einfach auf dem Weg. Er sprach kein Wort und würdigte Arlon keines Blickes. Er befahl Arlon nichtmal ihm zu folgen, jedoch hatte es den Anschein, als wolle er, dass Arlon mit ihm kommt. Immerhin ist er nun sein Meister. Seagerius.. hat nicht seine Mutter diesen Namen ihrgendwie erwähnt? Da war doch was, oder? Als Arlon angeblich unter dem Kirschblütenbaum schlief erwähnte seine Mutter den Namen im Zusammenhang mit seinen Vater. Er muss es wissen! Er muss wissen, wer dieser Seagerius ist!
Kurz blickt dieser nach hinten, sein feuerrotes Auge blickte Arlon an. Es wirkte so, als würde er auf ihn herabsehen. Und dann dieses Mal in seinem Gesicht, welches sich um sein Auge schlägt. Was ist das? Etwa eine Tätowierung?
Arlon zuckte erschrocken auf, als Seagerius ihn so gehend anstarrte. Dann widmete dieser dem Pfad seinen Blick zu. Kühl und emotionslos. "Wer war dieser Mann? Woher kannte er den Familienamen? Seagerius.. Klingt ähnlich nach Sinndar.. oder habe ich mich verlesen? Vielleicht ist das ja mein Bruder!" Entschlossen blieb Arlon nun stehen und schaut auf den Boden. Er schloss seine Augen und ballte eine Faust.
"Du bist sehr mutig für einen Achtjährigen.."
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Arlon schaute erschrocken auf. Da sah er ihn nun vor sich stehen. Schwarzes Haar und das Mal am linken Auge. Blutrote Augen die ihn kühl ansahen. Eine merkwürdiges "Emblem" am linken Oberarm. Es sah aus wie ein roter Drache. Daraufhin hebt Seagerius den linken Mundwinkel an und schmuntzelt.
"Du bist genau wie dein Vater, Arlon. Nur noch jung. Und wenn du glaubst ich sei dein Bruder, irrst du dich. Ich bin ein Schüler deines Vaters gewesen. Der Erste und Vorletzte um genau zu sein. Und genau wie dein Vater, werde auch ich dich nur ein paar Dinge lehren. Ich werde dir den Weg zeigen, den dein Vater mir gezeigt hat."
Seagerius legte seine linke Hand auf seinen Schwertgriff und nickte nur. Danach ging er einfach weiter den Weg entlang. Arlon war platt. Er konnte nun wieder nichts sagen. Es ist als hätte Seagerius seine Gedanken gelesen. "Warte! Schüler? Der hat doch die Männer besiegt!" Er folgte wieder stumm und in Gedanken versunken den jungen, dunklen Mann. Nach der Zeit überkam Arlon die Neugier. Er mustert die Schwertscheide genau. jedoch erkannte er nichts wirklich. Es handelt sich um eine lange, schmale und leicht gebogene Klinge. Ein Katana also. Die Klingenfarbe oder ob sie verzirrt ist, war natürlich unkenntlich. Jedoch war die Schwertscheide und der Griff etwas besonderes. Rot und Schwarz "küssten" sich förmlich und wirbelten wild ineinander und umeinander. Es sah aus wie ein Kampf oder ein Tanz um die Klinge herum.
Arlon sammelte seinen Mut. Er muss wissen wohin es geht:
"Wohin bringst du mich? Wo willst du hin und was willst du machen?"
Doch als er dies aussprach, stand Seagerius auf einem Hügel und schaute geradewegs auf ein kleines, verlassenes Landhaus, welches von drei Seiten vom Dschungel umgeben ist. Das Haus ist wie der letzte Schimmer von Zivilisation vor einem grünen Schatten, welcher alles in sich verschlingt. Arlon trat näher und genoss die Aussicht. Der Wind wehte schön ins Gesicht und es roch frisch und nach Dschungel.
Seagerius begann sich wieder stumm dem Haus zu nähern, hinter ihm Arlon etwas verunsichert. Das Haus sah vom Nahen viel angenehmer aus als in der Ferne, zudem sah man im Inneren des Hauses, dass dieses bewohnt ist. Seagerius warf seine Waffe zu sienem Bett und sich selbst hinterher. Dort lag er dann und rührte sich nicht. Arlon blickte ihn an und meinte verwundert.
"Du willst jetzt schlafen? Was ist mit Essen und Feuer?"
Seagerius winkte nur ab, was wohl bedeuten soll, dass er diese Aufgaben übernehmen soll. Der Hintergedanke war, dass Arlon von ihm getestet wurde, inwiefern er selbst überleben würde, wenn er allein auf sich gestellt wäre. Kurz deutete Seagerius in die Ecke, ehe er sich dann im Bett wandte und anscheinend einschlief. Arlon folgte seinem Finger und schaute zu einem hölzernes Katan und ein etwas kleineres Beil. Er brummte vor sich hin, den Tod seiner Eltern mag er wohl komplett vergessen haben. Er griff nach beiden Gegenständen und trat aus dem Haus. Hinter dem Haus war eine Stelle zum Holzhacken und dickere Holzbalken aufeinander gestappelt. Arlon begann das Holz zu spalten.
Es verging etwas Zeit, Arlon hackte das letzte Holzstückchen, als jemand plötzlich laut im Dschungel aufschreit. Ein Mensch scheint dort Hilfe zu gebrauchen. Arlon fing sich einen kleinen Splitter in den Daumen, als dort jemand aufschrie. Langsam trat er zum Waldesrand und blieb dann vor den ersten Bäumen unsicher stehen, die Holzwaffe fest in der Hand. Er nahm seinen Mut zusammen und betrat den Dschungel.
Immer und immer wieder schrie jemand auf und rief in eine fremde Sprache, als ob Hilfe benötigt wurde. Arlon folgte der Stimme bis sie lauter und lauter wurde. Mit der Stimme erklang dann auch das Geräusch von Sträuchern und umknickende Bäumen. Arlon begann zu rennen! Er rannte aber nicht weg, nein, er rannte zur Quelle des Geräusches. Er ging eine kleine Klippe hinauf und unter ihm ertönt ein Art Knurren. Langsam näherte er sich den Rand der Klippe. Seine blauen Augen erblickten ein Wesen, schwarz wie die Nacht, an den Augen zogen sich leichte rote Streifen und die Augen sind gelb wie die Sonne. Der Schweif der Bestie war lang und verlief spitz und das Wesen ging auf allen Vieren, wobei er sein Gewicht mehr auf die vorderen Klauen verlagerte. Von seinem vorderen Arme scheint sich die Haut zu der Brust zu ziehen, so in etwa wie bei einer Fledermaus, und daraus schloss Arlon fast insitnktiv, dass er wohl fliegen kann. Zudem traten diese "Flügel" etwas aus den Armen und es sah so aus, als ob sie scharfe Ränder hätten. Das Wesen war etwa 20 Meter lang und sah nicht gerade wie ein Pflanzenfresser aus.
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Zu Arlons Entsetzen erkannte er da eine Person. Klein und grün gekleidet. Knapp dazu. Arlon überlegte, dabei versteckte er sich hinter der Klippe. Was tun? Was tun? Er griff nach einer Liane und "verarbeitete" sie so, dass sich eine Schlinge bildete. Er erhob sich von der Klippe, dabei nickte er der Frau kurz zu. Jene blickte entsetzt zur schwarzen Bestie, ehe sie wohl kurz Arlon dort wie ein Hoffnungsschimmer aufleuchten sah. Sie schaute zu ihrer Lanze und wollte sich abrollen und diese ergreifen, die Lanze war etwa 5 Meter entfernt. Da holte die wilde Bestie zum Schlag aus. Arlon warf schon die Schlinge nach der Pranke. Die Schlinge windete sich um das Handgelenk und die Bestie blickte verwirrt zur Schlinge, dabei lässt er die Frau aus den Augen und zog an der Liane. Arlon von der massiven Kraft überwältigt, wird von den kleinen Klippen hinunter gezogen und landet auf den Beinen direkt neben der Frau. Diese erschrack, als Arlon so neben ihr landete, es sah schmerzhaft aus, doch ob es Adrenalin war oder nicht, die Beine blieben heil, der Schmerz war vergessen. Arlon griff nach dem Speer und wandte sich der Bestie um. Er hatte das erste Mal einen Speer in der Hand und war auch noch jung, also keine Chance gegen diese Bestie. Die Bestie näherte sich wie eine Katze langsam und wollte grade zum Sprung ansetzen. Arlon stellt sich vor die Dame und sah dem Tod in die Augen, jedoch wirkte er nun entschlossener denn je! Doch als die schwarze Bestie gerade zum Sprung ansetzen wollte. Zuckte sie kurz und knurrte wütend. Die dunkle Bestie ging langsam zurück und dann mit einem Sprung wandte sie sich dem tiefen Dschungel zu. Arlon verwirrt sank zu Boden, kurz schaute er keuchend über die Schulter zur Frau, welche ihn erstaunt ansah.
"Alles in Ordnung bei dir?"
Die Dame nickte nur stumm. Arlon hebte seinen Kopf an und atmete tief ein und aus. Erschöpft sank er zu Boden und machte sich da breit und verschloss die Augen. Dann trat Seagerius hinter der Frau aus den Schatten hervor.
"Du bist wirklich wie dein Vater."
Seuftz er dem erschöpften Kind entgegen. Die Frau, nun erkannte Arlon sie, war eine Waldelfin. Sie kniete sich neben ihm, griff nach seinem Finger, welcher sich wegen eines Splitters verletzt hat und zu bluten begann und steckte ihn in den Mund und saugt an der Wunde. Arlon verwirrt und erschöpft ließ alles über sich ergehen.
"Ich.. lege mich.. mal aufs Ohr.."
Verfasst: Mittwoch 24. August 2011, 13:30
von Arlon Benjamin
Arlon steht unter dem Wasserfall. Wie Schläge prasselt das Wasser auf seine Schultern und seinen Kopf. Er sitzt entspannt darunter, während er der gewaltigen Kraft des Wassers standhält, die Augen verschlossen, der Kopf gerade gehalten. Die Kälte des Wassers war schon lange vergessen. Nur noch die "Schläge" der herabfallenden Wasserströme konnte er spüren. Kurz öffnen sich seine Augen, er blickt Sinndar entgegen der gerade hervortritt und meint:
"Genau so haben wir uns das "erste" Mal getroffen, Bruder.."
Kapitel IV - Arlon's harter Trainingsalltag:
Die Augen des jungen Kindes öffneten sich langsam. Er lag im Bett, Seagerius hat sich leicht über Arlon's Beine gebeugt und fährt mit der Hand über diese kurz, ehe er dann im Augenwinkel die aufgeschlagen Augenlider Arlon's bemerkt und sich aufrecht auf den Hocker setzt, direkt neben Arlon.
"Endlich wach, Schlafmütze."
Arlon blickte ihn mit müden Augen an, ehe er dann noch mit erschöpfter, müder Stimme meint:
Arlon: "Man hatte ich einen verrückten Traum. Da war eine halbnackte Frau, die von einem großen Schatten angegriffen wurde und ich Idiot bin da reingesprungen, oder so. Wie von anderen Geistern geritten habe ich mich dieser unbesiegbaren Bestie gestellt... Danach ist alles schwarz..."
Seagerius: "Das war kein Traum. Du bist wirklich so lebensmüde gewesen."
Er grinst Arlon breit an.. Ein Grinsen? Seagerius hat gegrinst! Arlon zog die Augenbrauen zusammen und blickte seinen Meister verwirrt an. Dieser aber wandte Arlon's Beine seinen Blick zu, dann griff er nach Arlon's Hand und betrachtete seinen Daumen. Keine Wunde, keine Narbe. Ein knappes Nicken, ehe Seagerius beiläufig zu Arlon meinte:
Seagerius: "Mach dich für deinen ersten Trainingstag bereit!"
Arlon: *verwirrt* "Training? Welches training?"
Seagerius: "Na das Überlebenstraining. Oder willst du einfach so als kleines Kind die Welt erkunden und durch die Straßen Minegrad's herumbettlern? Deine Eltern hätten das sicherlich nicht so gewollt." *schmuntzelt daraufhin amüsiert*
Arlon: "Nein, sicherlich nicht. Das würden meine Eltern sicherlich nicht wollen."
Arlon schaute seinen Meister etwas betrübt an. Der hingegen nickte zu Arlon's Worten und meinte nur knapp, ehe er das Haus verließ:
"Iss auf und dann erwarte ich dich draußen!"
Sachte nickt Arlon nur. Nachdem er verwundert den Kessel mit Eintopf sah, musste er grinsen. Doch ohne weiter Zeit zu vergeuden und vor lauter Neugier fast am Platzen, verschlung er das herzhaft duftende Essen. Als er das Haus verließ, erwartete ihn schon sein Meiser. Er machte eine Handbewegung ihm zu folgen und sie gingen etwas in den Wald hinein. Arlon überkam leicht die Angst vor der Bestie, jedoch hielt diese nicht lange an, denn als sie ankamen und Arlon einen Blick auf die Gegend wagte, tränten seine Augen.
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Die Natur repräsentierte sich in seiner vollen Pracht. Der Wind wehte sachte über die Wiese vor dem kleinen See, der Wasserfall prasselte in einem wunderbaren Glanz auf die Felsen und ins Wasser, die Kirschblüten schenken den Wind ihre Blütenblätter und lassen diesen rosa-weiß aufschimmern. Dies erinnerte Arlon an sein altes ZuHause. Er wird dieses Bild niemals vergessen.
"Jeden Tag, nachdem du die Arbeit im Haus erledigt hast und gegessen hast, wirst du dich erst unter den Wasserfall stellen und dort verharren! Das Wasser lockert die Muskeln und die Kälte macht dich widerstandsfähiger. Danach wirst du *Seagerius ging weiter zu einigen Holzscheiten* Kniebeugen machen dabei liegen mehrere Holzscheiten als Last auf deinen Schultern. Ich will nicht weniger als 100 Kniebeugen sehen!"
Während er dann Arlon belehrt und mit Wissen vollstopfte, ist dieser schwer mit dem Training beschäftigt und scheint ihn wohl nur erschwert zuhören zu können. Als sie dann einen hohen und astlosen Baum erreicht haben, den Arlon rasch hochklettern soll, meint Seagerius wieder belehrend:
"Du musst dich mit diesem Training abhärten und auch für jede mögliche Situation bereit machen. Das Hochklettern eines Baumes schützt dich vor der schwarzen Bestie, zum Beispiel, vorerst. Außerdem hast du eine erhöhte Position schnell erreicht und bist somit im Vorteil."
Seagerius verließ Arlon dann, als dieser beschäftigt mit den Übungen ist... Es wurde dunkel und Arlon hat während seines Trainings eine nette, heiße Quelle gefunden, die er natürlich zum Abschluss noch einmal austestete. Während er dann seinen Körper entspannt und erschöpft den Himmel betrachtete, spürte er das Pochen seiner erschöpften Muskeln. Er verschloss die Augen und schlief kurz ein... Als er dann langsam wieder seine Augen öffnete, sah er der Elfin ins Gesicht, welche sich leicht über ihn gebeugt hat. Erschrocken von dieser plötzlichen Begrüßung und dann auch noch verlegen, da er nackt im Wasser hockt, weichte Arlon sofort zurück. Es war die Elfin von gestern die sich nun hinsetzte und zu Arlon schaute. Arlon vollkommen verlegen und rot im Gesicht meinte nur stotternd:
"I-Ich bade gerade.. Könntest du dich bitte u-umdrehen.. I-Ich ziehe mir eben die Hose an.."
In solch einem unsicheren Tonfall sprach er dies aus, sodass es weniger nach einer Bitte klang. Die Elfin legte den Kopf shcief und schaut ihn weitehrin an. Arlon wandte sich um, weiterhin zu ihr schauend, und machte dann mit der Hand ein Zeichen, dass sie sich drehen solle. Jetzt scheint die Elfin begriffen zu haben was er wolle und wandte sich um, dabei schaut sich hoch in den Himmel, während Arlon rasch aus dem Wasser kam und sich die Hose anzog. Er seuftzte einmal erleichtert auf und als er sich umwandte, stand genau vor seiner Nase die Elfin, einige Zentimeter größer und blickt ihn mit fragenden Augen an. Arlon verlor das Gleichgewicht und stolperte, dabei landete er auf seine vier Buchstaben und blickte wieder verlegen zu ihr auf. Die Elfin hingegen ging in die Hocke und blickte Arlon weiterhin direkt in die Augen. Dann blickte sie gen Himmel, wieder zu seinen Augen und wieder gen Himmel. Sie deutete gen Himmel, machte einige Handzeichen, dann deutete sie auf seine Augen. Arlon nun auch noch verwirrt hob die Schultern an und versuchte ihr damit klar zu machen, dass er sie nicht versteht. Daraufhin sprang die knapp bekleidete Elfin auf und verschwand im Wald. Erschöpft erhob sich Arlon und begab sich zurück zum Haus. Seine Gedanken drehten sich um die Elfin. Seagerius war noch nicht daheim, also entschloss sich Arlon einfach schlafen zu legen.
Am nächsten Morgen dann machte Arlon das, was ihm aufgetragen wurde. Holz hacken, Essen kochen, essen, bischen aufräumen und so weiter. Das anspruchsvolle Training von gestern zeigte keine Nebenwirkung auf den nächsten Morgen. Kein Muskelkater oder andere Prellungen, die er sich beim Sturz vom Baum holen könnte. Als er dann fertig das Haus verließ gab es zwei Überraschungen. Die erste war Seagerius, der vor ihm stand, die zweite Überraschung war die schlafende Elfin von gestern und ihrem Frettchen auf dem Bauch.
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Seagerius begann dann zu sprechen. Dabei hob er eine Glocke an:
"Solltest du es schaffen mir diese Glocke zu entreißen, bist du bereit."
Arlon grinste breit und blind rannte er auf Seagerius zu, um nach den Glocken zu greifen, dieser aber machte nur einen Schritt zur Seite und drehte sich, sodass Arlon auf den Boden klatschte.
"Blind auf sein Ziel los zu rennen bringt den Fall."
Arlon nahm die Lehre als Provokation auf und begann dann wieder auf Seagerius zu zurennen, nun aber griff er mehrmals nach der Glocke und stürzte sich nicht auf seinen Meister. Ein vergeblicher Versuch.
"Behalte nicht nur dein Ziel im Auge. Umgebung ist genauso wichtig!"
Nachdem dann Arlon von seinem Meister belehrt wird und nach ein, zwei Stunden endlich erschöpft auf den Boden kniete, trat Seagerius näher, die Glocken verschwanden in einer Tasche.
"Das reicht! Auch wenn du nun etwas schneller bist, wirst du nicht weiterkommen, wenn du deinen Gegner nicht einmal berühren kannst. Ich zeige dir heute Griff- und Schlagtechniken."
Es war eine schlimmerer Tag als gestern. Arlon wurde geworfen, seine Gelenke verrenkt und er hat eingesehen, dass er noch am Anfang steht. Bevor er dann schlafen ging, stand er noch unter dem Wasserfall. Wütend auf sich selbst und über seine Leistung schmolte er da, als er dann spürte, dass jemand vor ihm stand. Er öffnete langsam die Augen und blickte nach vorne, wo Sinndar stand und die Hand hob...
Verfasst: Montag 29. August 2011, 15:52
von Arlon Benjamin
Kapitel V - Der neue Anfang
"Jo.." Meint er grinsend, sein kurzes silbern-weißes Haar wurde vom Winde berührt und chaotisch beugte es sich dem Willen des Windes. Er war etwas merkwürdig gekleidet. Die Kleidung jedoch gefiel Arlon ihrgendwie. Arlon trat aus dem Wasserfall und stellt sich vor Sinndar hin. Mit der rechten Hand fuhr Sinndar dann über sein Haar und machte das nasse Haar ganz wuschelig, dabei ein breites Grinsen auf seinen Lippen.
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"Lange nicht mehr gesehen, kleiner Bruder."
Meinte er dann locker, als wäre das ganz natürlich seine Geschwister für lange Zeit alleine zu lassen. Doch dieser Gedanke fand nur kurz Platz in seinem Kopf. Arlon wurde sofort glücklich und ihm kamen die Tränen. Da stand er nun, der Bruder, von dem er nur gehört hat und Briefe bekommen hat. Das Kind konnte seine Gefühle nicht mehr zurückhalten und umarmte Sinndar, Tränen floßen die Wangen herab. Die Arme Sinndars schlossen sich um ihn, er musste lächeln, so hat er seinen Bruder sebst schon lange nicht mehr gesehen. Später am Abend, Arlon schlief bereits, unterhielten sich Sinndar und Seagerius:
Sinndar: "Er hat kein Wort über den Vorfall oder Vater und Sarah verloren?
Seagerius: "Kein Einziges.."
Sinndar nickt verstehend: "Dann wird er sich wohl später nach Rache sehnen... Hast du vor ihm das Auszureden?"
Seagerius: "Nein. Ich werde ihm nur das Lehren, was uns dein Vater beigebracht hat. Ob er sofort auf die Jagd nach den Mördern geht oder ob er versucht das erste Blut, dass er vergießen wird, solange wie möglich hinauszuzögern, liegt ganz bei ihm selbst.
Sinndar blickte zum Haus, beide standen draußen und unterhielten sich eher leise. Dann sprach er: "Ich weiß nicht, ob ich meinen eigenen Bruder töten kann."
Seagerius: "Du solltest es nicht so negativ sehe. Zudem wird er wohl kaum zu einem Mörder werden, dafür denkt er viel zu postitv." Ein Schmuntzeln ertönte aus Seagerius Mund.
Sinndar nickt nur knapp: "Da hast du recht..."
Die Jahre vergingen rasch. Sinndar beobachtete das Training einige Tage bei seinem Besuch, ehe er dann verschwand. Seagerius ließ Arlon den unbewaffneten Kampf mit den Händen perfektionieren, brachte ihm das Handtieren mit wichtigen Heilkräutern bei, trainierte seinen Körper und Geist und lehrte ihn, wie man in der Wildnis überlebt. Zudem lehrte Seagerius Arlon einiges über Eluive, von den anderen Göttern ließ er teilweise ab. Die Situation im Lande wurde Arlon beigebracht und zu guter Letzt, brachte ihm die Elfin die Gebärdensprach bei. Dies brachte jedoch Probleme mit sich, da sie seine Sprache nicht sprach und er ihre nicht, brauchte es die Jahre, die er dort eh verbrachte, um die Gebärdensprache wenigstens GUT zu können.
Seagerius und Arlon standen sich gegenüber. Seagerius in einer gelassenen Haltung, Arlon in einer Kampfpose. Beide führten ein Holzschwert, trugen aber Stoffkleidung. Arlon atmete einmal ruhig aus, dann rannte er auf Seagerius zu, ein Hieb von unten nach oben verlaufend setzte er an. Seagerius mit einem Seitwärts-Schritt wich aus und drehend holte er aus mit seiner Klinge, um Arlons Seite zu treffen. Arlon drehte sich rasch und hielt schützend die Klinge hin. Er parierte den Schlag, dann versuchte er mit Schwung seine Klinge aus seinem Griff zu befreien, sodass Seagerius unbewaffnet da stehen mag, jedoch misslingt das, da Seagerius selbst soviel Kraft aufbaute und nun beide ein Kräftemessen starteten. Entweder jemand gibt nach oder die Schwerter brechen. Arlon mit beiden Händen versuchte mit voller Kraft zu drücken, dabei schreite er auf, Seagerius nahm seine zweite Hand zur Unterstützung, eine Schweißperle rinnte die Stirn herab. Mit Schwung stieß er Arlon zurück und setzte noch einen Schlag nach, als Arlon sein Gleichgewicht verlor. Arlon erwischte der Hieb und er rutschte etwa drei Meter zurück, dabei hielt er sich an die Seite. Er keuchte, war erschöpft, doch er darf jetzt nicht aufgeben! Er sammelte sich, atmete einmal tief durch und hielt die Schwertspitze zurück. Dadurch baute er Kraft auf, Seagerius macht sich ebenfalls bereit. Beide rannten aufeinander zu und holten weit aus, bis die Schwerter aufeinander prallten. Ein lauter Knall und das Brechen von Holz war zu vernehmen. Splitter der Holzklinge flogen überall herum und beide Kämpfer verloren den Halt bei diesem Aufprall und fielen zu Boden.
Es dauerte eine Weile, bis beide wieder aufstanden, doch der Kampf war noch nicht. Die Elfin blickte bei dem Knall zu den beiden. Es ist wohl neu, dass soviel Kraft im Spiel war:
"Bereite dich auf eine Niederlage vor!"
Meinte Arlon breit grinsend. Seagerius schmuntzelte nur verhöhnend, nach dem Motte "Komm und versuchs!". Arlon rannte los und gezielt setzte er Schläge und versucht nach Seagerius zu greifen, dieser wich aus und befreite sich immer rechtzeitig aus einigen Griffen, dann versuchte Arlon nach der Glocke zu greifen, die an seinen Gurt hing. Seagerius erkannt sein Ziel und versuchte ihm von unten in die Magengrube zu hauen. Arlon war darauf gefasst, machte eine Drehung um mit dem Schwung dann einen Roundhouse-Kick zu verstärken und trat nach Seageroius, als er seinem Schlag auswich. Seagerius war dazu gezwungen, zurück zu weichen, jedoch setzte er den nächsten Schlag wieder gen Magengrube an. Treffer! Arlon beugte sich bei der Kraft etwas vor. Er hob die Mundwinkel zu einem Grinsen an, Seagerius verwirrt, sprang zurück. Arlon fiel auf die Knie und hob den Kopf an, dann hob er die Hand an, diese hielte die Glocke in der Hand. Seagerius betrachtete ihn verwundert:
"Du hast doch nicht deinen eigenen Körper verwundet nur um ans Ziel zu kommen?"
Arlon grinste nur breit.
"Du Idiot. Das wird dich ihrgendwann dein Leben kosten."
Seagerius sagte dies zwar, jedoch musste er stolz lächeln, so hat es Arlon nach ungefähr sieben Jahren endlich geschafft, die Prüfung zu bestehen. Seagerius verschwieg darüber, wielange er selbst gebraucht hat. Er ging kurz ins Haus und kam mit einem Anhänger wieder, ein lila Anhänger, eine Kette die ein sehr kleines Täschchen hält. Arlon's Glücksbringer wurde ihm an diesem Tag überreicht:
"Ich fand es bei deiner Mutter. Sie wollte es dir geben, schätze ich... Du bist nun "frei" Arlon... Ziehe durch das Land und suche deinen Platz in dieser Welt."
Ein strenger, ernster Blick traf Arlon noch. Arlon kamen die Tränen. Er nahm die Tasche, nickte schweigend. In dieser Nacht schlief er draußen. Er beobachtete den Himmel. Die Elfin setzte sich langsam neben sich. Als sie Arlons Aufmerksamkeit hat, machte sie einige Zeichen mit den Händen.
"Ich bin nicht traurig. Ich bin überglücklich, solche Eltern gehabt zu haben."
Kurz lächelt die Elfin, dann folgen Handzeichen.
"Was ich vor habe? Ich muss mich noch bei dem Narga revangieren... Danach schauen wir mal. Entweder nach den Mörder suchen und ihn fragen warum er das tat oder nach mehr Wissen und Macht streben. *Überlegt kurz* Oder ein Häuschen kaufen und ruhig weiterleben!"
Die Elfin blickte ihn ernst an. Sie machte einige Handzeichen, dann wandte sie sich ab.
Arlon blickte ihr nach. Sie verschwand im Dunklen des Waldes. Er blickte etwas betrübt, ob ihrer letzten "Mahnung". Das war das letzte Mal, dass er sie sah, für eine lange Zeit.
Der nächste Tag brachte an und Arlon machte sich vorbereitet auf in den Weg in den Wald. Wochen vergingen und das katzenartige Schreien und Fauchen, dass aus dem Wald ertönte, verstummte eines Tages... Blutverschmiert kam er nach diesen Wochen wieder heraus. In der einen Hand eine Waffe, dunkel wie die Nacht, in der anderen Hand ein rundes Schild mit Spitzen, welche die Dunkelheit des nächtlichen Waldes wiedergab. Eine Waffe die Schönheit präsentieren und nicht die Finsternis der Welt. Seagerius, der derweil auf ihn wartete, gab ihm dann noch einen Rat auf den Weg:
"Selbst wenn diese Klinge deiner Slebstverteidigung dienen sollte, wirst du bald damit wenigstens ein Leben nehmen müssen. Und eines solltest du immer wissen:
Wer Besonnenheit kennt, handelt nicht aus Hass
Der letzte Satz bezog sich wohl auf die 'Rache', die Arlon vielleicht überkommen mag.
Die Klinge wunderschöne, dunkle Klinge verschwand in der Schwertscheide...
Verfasst: Freitag 2. September 2011, 15:48
von Arlon Benjamin
Arlon schlachtete gerade die Oger in der Höhle... Blutüberströmt und dreckig schaute er auf die Kadaver, die sich um ihn sammelten. Er hob die Klinge an, sie trank schon das Blut der Gegner, anstatt weiß zu schimmern, weint sie rot vom Blut, Blut dass keinem Menschen gehört... Noch nicht.
Kapitel VI - Mitternachtsklinge
Tag 1:
"Und du bist dir wirklich sicher, dass du eine Revange gegen diese 'Wyver' haben willst?"
So erklang es aus Seagerius Kehle, es waren die Tage, als Arlon die Glocken ergatterte und kurz davor war, zu gehen.
"Du könntest auch nach Minegrad oder andere kleine Städte oder Dörfer. Dein Vater brachte dir die Schmiedekunst bei und deine Mutter die Schneiderkunst, du könntest also sogar beides perfektionieren."
Es erklang in der kalten und recht emotionslosen Tonlage, so wie es Arlon schon gewohnt war. Er hat sich schon so an diese Stimme gewöhnt, dass er die Emotionen heraushören konnte.
"Du brauchst dir keine Sorgen zu machen! Immerhin hatte ich wundervolle Eltern und einen strengen Meister!"
Mit diesen Worten, die er sprach, während er sich Proviant packte, lächelte er Seagerius entgegen. Dieses Lächeln füllte Seagerius mit dem Wissen, dass der junge Mann wohl wirklich wusste was er wollte und auch darauf gut vorbereitet ist. Eine Sache ging jedoch immernoch durch Seagerius Kopf. Dieser junge Mensch, unvorbereitet verlor er seine Eltern, bekam einen Meister, der ihm ein hartes Training durchlaufen ließ und dann auch noch fast wie ein Neugeborenens in die Welt wirft ohne jegliches Wissen über sie... Woher nimmt er diese Zuversicht, dass sich schon alles von selbst ergeben wird? Er wollte Arlon gerade fragen, seine Züge nahmen eine besorgte Seite an, jedoch schwieg er. Arlon, der mit packen fertig ist, hebte den schweren Rucksack an und blickte noch zu Seagerius:
"Man sieht sich! Ich komme dich besuchen... Versprochen!"
Ein solches Versprechen? Das ist doch nichts, es hat doch keinen Wert.. oder?
Arlon lächelte Seagerius entgegen.
Oder hatte es einen Wert.. einen, den nur Arlon verstand? Es ist fast so, als sei ich nun der Zeuge des Lebens eines jungen Mannes, der die Welt mit Liebe und Aufopferung wieder gerade biegen will, obwohl er nichtmal weiß wo Norden ist, oder was überhaupt für Völker und Götter hier hausen... Er ist genauso verwirrend wie sein Bruder und Vater. Seagerius reichte Arlon noch ein merkwürdig geformtes Jagdmesser: "Nimm das mit! Dieses Messer ist extra für den Kampf auf sehr kurze Distanz und zum Abschneiden von Fleisch oder Anderem gefertigt." Arlon nahm das Geschenk dankbar an.
Arlon betrat den Wald, ein Blick zu den Baumkronen, er sucht nach der Elfin... Sie hatte einen Namen, jedoch war der so unaussprechlich, da ruft er sie einfach "Elfin", was sie wohl nicht stören mag. Sie war ausser Sichtweite, also ging Arlon einfach nur einen kleinen, frei getrampelten Pfad durch den Dschungel, auf der Suche nach der Bestie und nach einem Plan. Es wurde dunkel und der junge Mann baute ein Lager auf...
Tag 2:
Arlon öffnete langsam die Augen, im Dschungel war es wieder hell und vor ihm waren Stöcke in den Boden gerammt, jene spießten Fisch auf und hingen am Feuer, welches eigentlich hätte ausgebrannt sein sollen. Da erblickte er auch schon die Täterin, die Elfin die gierig auf den Fisch sah. Arlon setzte sich gerade hin und musste schmuntzeln. Mit einigen Handzeichen fragte er sie, ob er auch was abbekommt, die Elfin grabschte nur gierig nach dem Fisch und schüttelte den Kopf. Lachend akzeptierte er ihre Entscheidung und er begab sich in den Wald. Nach kurzer Zeit kam er mir einem Hasen wieder. Für Frühstück und Mittagessen ist wohl gesorgt. Sie begaben sich weiter auf den Weg und der Alltag änderte sich kaum von diesem Tag...
Tag 11:
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Die Bestie stolzierte wie ein König durch den Dschungel. Recht hochnässig... vor drei Tagen haben sie ihn entdeckt und seit dem laufen die Vorbereitungen: Fallgrube, Seile mit Schlingen an einem Ende und Gewichten am anderen Ende, um ihn aus dem Gleichgewicht zu bringen und "hoffentlich" totbringende Steinklingen-Holzscheite, die von oben herab regnen... Arlon spielte den Lockvogel, die Elfin sollte als erstes mit ihrem Bogen den schwarzen, pantherähnlichen Wyvern ein Auge ausschiessen oder ins Bein schiessen...
Es war soweit, Arlon warf mit einem Stein nach der Bestie. Mit einem Treffer war die Aufmerksamkeit ungeteilt auf Arlon fixiert und die Bestie rannte fauchend auf ihn los. Das dunkel-blaue Fell schimmerte. Die Bestie ähnelte schon Alathar, doch davon wusste Arlon eh nichts und darüber konnte er nicht denken, seine Gedanken kreisten sich ums "entkommen" und er rannte vor den scharfen Klauen der Bestie weg und sprang hin und wieder oder rollte sich ab. Die Bestie setzte zum Sprung an und mit einem lauten zerbersten des Unterholzes, krachte sie auf den Fleck ein, wo gerade noch Arlon war, dieser aber rollte sich rechtzeitig nach hinten ab und rannte nun nach hinten, die Bestie schwung mit seinem gewaltigen Schweif um Arlon so zu erwischen, der aber sprang um nicht erwischt zu werden. Er rannte zu den Seilen und hoffte, dass die Bestie in eines der Seile hineintrat, was bei dieser großen Statur natürlich passiert. Das dicke Ding wird hinauf gezogen und kurz mag er etwas über dem Boden hängen. Die Elfin, auf einem Baum stehend, spannte ihren Bogen und ein Pfeile schnellte von ihrer Sehne, jedoch befreite sich die Bestie, die Schuppen an seinen "Flügeln" bildeteten eine scharfe Klinge, mit der er sich losschnitt, der Pfeil traf die Bestie nur an der Schulter. Schmerzerfüllt faucht die Bestie kurz auf, dann visierte er die Elfin an, jene machte sich zur Flucht bereit. Die Bestie hasserfüllt stoß ein Gebrüll von sich, dass so laut war, dass man sich die Ohren zuhalten musste um ja nicht das Trommelfell platzen zu lassen. Immer schneller rannte die Bestie und rannte direkt auf die Fallgrube zu, doch die Bestie war sehr klug und erkannte die Gerätschaft am Boden, selbst als sie etwas mit Blättern verdeckt war und so wich er der Fallgrube aus, ein Sprung nach links und dann wollte die Wyvern auch schon zum Baum hochspringen und die Elfin zu erwischen, Arlon hingegen der erkannt, dass die Falle entdeckt wurde und so sprang er hin zur Bestie und mit dem Messer versuchte er ihn ihrgendwie zu verwunden, traf aber nur den Schweif der Bestie und schnitt nur eine Schuppe ab. Die Bestie war schon gesprungen und schrie wieder schmerzerfüllt auf, anstatt dann die Elfin zu schnappen, landete er auf den gewaltig-breiten Baumstamm und sprang von diesen hinunter zu Arlon, der hingegen blickte die Bestie an und es ertönte ein lautes "WAS!" Überrascht von dieser plötzlichen 180°-Wende der Bestie, sprang er fast reflexgesteuert zur Seite. Der Aufprall der Pranken der Bestie ließen den Waldboden und das Holz aufsplittern und es "spritzte" nur so vor Dreck, Erde und Holz. Sofort machte sich die Bestie daran, den noch liegenden Arlon zu töten, dieser aber schnitt eine Liane durch, worauf die Holzbalken von oben herunter fielen. Die Bestie erkannte auch diesen Trick und versuche noch zu entkommen, einige Schritte vorwärts, dabei stieß sie Arlon heftig nach vorne weg, er flog weit und blieb regungslos liegen. Das Monster aber konnte der Falle nicht mehr ausweichen und wurde am hinteren rechten Bein erwischt... Verwundet und nun nicht wirklich fähig weiter zu kämpfen, blickten die Augen den regungslosen Körper Arlons an. Dann, als ob er zufrieden wäre, ertönt ein lautes Brüllen und er humpelte seines Weges.
Tag 14:
Arlon öffnete langsam die Augen.
"Wo bin ich? Was ist passiert?"
Sein Blick schweifte durch den Raum eines Hauses. Es roch wie zu Hause bei seinem Vater nach Kohle und Schweiß. Er blickte sich um und da zeigte sich dann auch schon ein kurzhaariger und etwas bärtiger Mann.
"Naaaa? Endlich wach? Hast aber lange dich aufs Ohr gehauen, nachdem dich deine Freundin hierher gebracht hatte."
Arlon schaute an sich herab. Seine linke Schulter war verbunden und sein Kopf auch. Der Hinterkopf schmerzte und die Schulter brannte mehr.
"Wisst ihr wo sie ist? Geht es ihr gut?"
Arlon blickte besorgt umher, doch der Mann grinste breit und meinte dann wieder in einer ruhigen und auch heiteren Stimmlage:
"Keine Sorg'! Der Spitzohrigen gehts gut! Dich hats aber gut erwischt. Was ist denn passiert?"
Arlon zeigte die Schuppe und erzählte die Geschichte. Der Mann nickte und dann erzählte er Arlon seinen Namen und auch kurz was er ist und was er hier tut.
Hektor:"Du wolltest dich also 'revangieren' und deshalb hast du beschlossen, die Raubkatze im Wald da zu besiegen?
Arlon:"So ist es! Immerhin hat die Katze nach dem Leben meiner elfischen Freundin getrachtet. Das kann ich nicht so einfach durchlassen. Zudem scheint mir, ist die Bestie sehr.. hm.. böse um es richtig auszudrücken."
Kurz schaute Hektor den jungen Mann skeptisch an, dann ein Nicken, als wollte er einen Gedanken bestätigen.
Hektor:"Diese Bestie ist verdorben.. Verdorben vom Hass. Schaue dir an, wo ich wohne..."
Mit diesen Worten verließ er das Haus und Arlon folgte ihm. Der Mann wohnte fast am Rande eines sehr kleinen Dorfes am Ende des Dschungels. Man sah die riesige Stadt und auch die Vulkanischen Berge. Der Mann deutete auf beides und meinte dann, die Geschichte des Dorfes erzählend:
Hektor:"Ich stamme aus Minegrad, die Stadt dort und bin hierher als Waffen- und Rüstungsschmied gezogen, da die Stadt voll von ihnen ist. Dort der Vulkan, den nennt man den 'Flammenthron'. Du solltest ihn niemals betretten wenn dir dein Leben lieb ist. Es heißt dort thront ein Drache, scharlachrot mit einer Krone auf dem Kopf und einer Mähne, so prächtig wie Feuer. Mehr weiss man darüber nicht, da man nur selten lebend herauskam... Das Dorf war und blieb klein, jedoch wurde es menschenleer, als die verdorbene Bestie eintraf. Die Dorfbewohner waren so voller Angst, dass sie flohen. Ich bin als einziger geblieben."
Arlon:"Warum?"
Hektor:"Ich will noch miterleben wie jemand diese Bestie ein Ende setzt. Weißt du, man kann aus Schuppen dieser drachenähnlichen Bestie Rüstung und Waffen fertigen. Bisher habe ich nur einige Waffen aus solch kostbaren Material hergestellt... Es ist schwer und meist zerfällt die Waffe sofort, da es schwer ist, aus einem solchen robusten und unnachgiebigem Material eine klingenähnliche Waffe zu 'formen'.
Hektor blickte zu Arlon.
Hektor:"Solltest du derjenige sein, der diese Bestie besiegt, so besorge mir die Klingen, die die Bestie an ihren Flügeln trägt. Ich versuche dir was daraus zu basteln... Achja..."
Es folgte eine sehr lange Unterhaltung, die sich der Bestie widmete und der erfahrene Schmied erklärte Arlon die jeweiligen Angriffe und Schwachpunkte des Monsters... Danach folgten Tage, in denen Arlon genesen musste und auch trainierte.
Tag 27:
Kurzer Abschnitt eines Tagebucheintrages:
...
Der junge Mann blieb weiterhin hier, so als wolle er mir Gesellschaft leisten. Vielleicht hat er auch Angst. Seine Wunden sind wirklich schnell verheilt und dann auch noch diese Zuversicht, diese Bestie zu erlegen. Wahrlich, der Junge ist viel zu energisch. Ich werde dass Gefühl nicht los, dass ich wieder die Schmiede antreiben muss...
Arlon machte sich auf den Weg in den Dschungel, die Elfin wieder nicht in Sicht.
Tag 38:
Eine Kutsche wagte sich auf einen schmalen Pfad durch den Dschungel. Zwölf Wachen insgesamt und ein Hauptmann an der Spitze umkreisten die Kutsche so gut es ging. Die Bestie lauerte schon im Schatten des Waldes. Ein kleines Knacken von Ästen lies die Soldaten stocken und sie blieben stehen. Gefasst auf fast alles, nur nicht das, griffen sie nach ihren Waffen, dabei schauten sie sich um.
"Von Westen!!"
Rief einer der Wachen.. und das waren auch seine letzte Worte, denn die dunkle Bestie zerschmetterte seine Brust mit der Pranke gnadenlos und stand nun dort. Fauchte wild, als habe man ihre Territorium betreten.
Arlon lauerte auf einem Baum. Mit einem Handzeichen zur Seite, gab er seiner Freundin den Befehl, den Narga zu beschiessen. Ein Pfeil sauste herab und traf die Bestie ins linke Auge. Ein schmerzerfüllter Aufschrei und die Bestie blickte sich wütend mit dem einen Auge um. Arlon, der nun auf dem Boden landete, um die Aufmerksamkeit der Bestie auf sich zu ziehen, lachte noch verhöhnerisch auf. Das unverletzte Auge der Bestie blitzten Arlon an. Währendessen schob eine zierrliche Hand den Vorhang am Fenster der Kutsche weg und schaut den jungen Mann genauer an. Die azuren Augen und die kurzen schwarzen Haare prägte sich ihr Gedächnis ein. Arlon rief den Wachen noch zu, ehe er dann los rannte:
"Kümmert euch um die Überlebenden! Ich kläre das hier!"
Dann sah er nicht mehr, was hinter sich geschah, er rannte nur zum Zielort. Hinter ihm jagte wieder die Bestie schnaufend und wütend, rote Streifen zogen sich um seine Augen, als er dann zum Sprung setzte. Arlon wich aus und so tapste die Bestie in die erste Falle. Ein Netz aus Lianen zog die Bestie hoch und ließ diese gegen einen Baum mit Schwung stoßen. Nun rasend vor Wut, durchschnitt die Bestie das Netz und landete auf den Beinen. Kurz schnappte die Bestie nach Luft, ehe sie Arlon anvisierte und dann mit mehrfachen Sprüngen näher an ihn ran kam. Die Bestie sprang wieder von Baum zu Baum und holte sich so den Schwung, jedoch haben die beiden Jäger auch daran gedachte und einige Bäume angesägt, sodass sie brechen und nachgeben, wenn die Körperkraft der Bestie dagegen drückt und so ergattert die Bestie einen dieser Bäume, es war ein eher schmaler Baum der sehr schnell nachgab und die Bestie so ziellos zu Boden fallen ließ. Mit lautem Gekrache stoß die Bestie gegen den Boden. Nun wirklich schon blind vor Wut verfolgte sie Arlon weiterhin. Sie kamen auf ein freies Feld. Arlon verließ den Dschungel keuchend und blieb dann mitten auf dem Feld stehen. Er beugte sich vor und schnappte nach Luft...
Da platze auch schon die brüllende Bestie aus dem Gebüsch und rannte auf Arlon los. Eine Fallgrube war ungefähr 20 Meter vor Arlon aufgestellt. Die Bestie rannte genau darauf los, doch klug wie sie ist, erkennt sie die absichtlich schlecht versteckte Falle und sprang hoch auf Arlon zu, über die Falle natürlich. Dieser grinste nur und sprang zur Seite weg. Er selbst stand auf einer Fallgrube und die Bestie landete genau in der Falle. Die Falle ist so konsturiert, dass sie nur bei schwerer Last ausgelöst wird. Die Bestie vergrub ihre hinteren beine in der Falle und versuchte sich aus dieser zu befreien. Die bestie halb begraben und kaum instande sich wirklich viel zu bewegen, rief Arlon:
"Jetzt!!"
Da kam auch schon die Elfin von hinten angerannt und sprang auf den Rücken der Bestie. Sie zog ein Pfeil und versuchte auf den sich bewegenden Körper zu zielen und zwischen den Augen zu schiessen. Der Pfeil hsuchte von der Sehne und bohrte sich durch den Schädel. Die Bestie einmal aufschreiend fiel dann regungslos zu Boden. Ein letzter schwerer Atemzug folgte und dann schloss sich sein Auge. Die Bestie wurde endlich besiegt.
Wie Arlon befohlen, schnitt er die klingenhaften Flügel ab und verstaute sie vorsichtig. Arlon musste die Klingen vorsichtig auf dem Rücken tragen. Er schnitt zudem noch die Schuppen vom Schweif der Bestie ab. Die Elfin und er gingen dann zur Kutsche und schauten nach dem Rechten. Von den zwölf Soldaten überlebten neun, davon zwei schwer verwundet. Der Hauptmann trat zu den beiden. Er neigt sein Haupt und drückte Arlon einen beutel voller Goldmünzen in die Hand:
"Nehmt das als Dankeschön für eure heroische Tat!"
Arlon blickte den Mann an, ehe er dann meint:
"Versteht mich nicht falsch, werter Herr, aber ich habe nicht gehandelt um euch zu retten. Ich hatte eine Rechnung mit dem Narga offen, daher kann ich dieses Gold nicht annehmen."
Der Hauptmann meint dann mit einem angehobenen Mundwinkel:
"Ihr wollt doch nicht etwa ein Geschenk der Tochter des Grafen ablehnen, oder?"
Garfen.. Da blitzt etwas in seinem Kopf auf. War da nicht etwas mit dem Grafen im Zusammenhang mit dem Tod seiner Eltern? Egal. Arlon verstand nicht viel von dem Adeligen-Gewisch, aber sein Gefühl sagte ihm, er sollte mal lieber das Gold an sich nehmen. Doch da winkte schon die Dame nach dem Hauptmann und verlangte nach ihm. Kurz flüsterte sie ihm etwas zu. Arlon erhaschte kurz einen Blick auf ihr Gesicht. Helles, blondes Haar und dann dunkle Augen.. schwarz? Aber bevor er überhaupt mehr erkennen konnte, verschwand sie hinterm Vorhang und der Hauptmann trat zu Arlon.
"Die Herrin wünscht sich, dass ihr zur Stadt kommt und euch vom Schneider bessere Kleidung mit dem Gold kaufen sollt."
Arlon hob eine Braue, in Gedanken sprach er dann,"Ihr gefällt wohl meine Kleidung nicht..."Dann schaute er an sich herba und sah erst, dass die Kleidung komplett verdreckt und zerlumpt ist. Er nickte dann nur widerwillig und nahm das Gold an sich. Er hing es an seinen Ausrüstungsgurt und verneigte sich dann leicht.
"Vielen Dank, aber jetzt kann ich nicht mitkommen. Ich muss noch ein Versprechen einlösen."
Sprach er rasch und sauste schwer beladen davon. Die Soldaten blickten den beiden verwundert nach.
Tag 40:
Schwer beladen kam er beim Schmieden an. Er zeigte ihm die Flügelklingen und Schweifschuppen. Der Schmied musste nun lächeln und mit einem stolzen Nicken machte er sich an die Arbeit. Drei Tage lang schufftete er an den Schuppen und erschuff am Abend des dritten Tages eine Klinge, die von einer verdorbenen Bestie hergestellt, jedoch die Schönheit der Nacht mit sich trägt, passend zum Schwert ein Schild aus den Schweifschuppen.
"Der Träger bestimmt, ob die Bestie weiterhin lebt oder nicht, wenn du verstehst was ich meine."
Arlon nickte und nahm beides an.
"Achja hier noch eine Schwertscheide... Damit du die Waffe nicht immer in der Hand halten musste. Was das Schildchen betrifft, ich habe es absichtlich leichter gebaut."
Arlon lächelte den Mann an und nickte dankbar.
"Wie willst du die Klinge nennen?"
Arlon Blickte überlegend auf die Klinge, er hielt sie in den Nachhimmel.
"Mitternachtsklinge... So schön wie der Nachthimmel, beschmückt von den Sternen, dennnoch eine Waffe."
Er nickte zufrieden und klopfte dankbar auf die Schulter des Schmiedes. Am nächsten Morgen machten sich die Elfin und Arlon auf den Weg zu Seagerius Heim.
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Verfasst: Donnerstag 8. September 2011, 20:07
von Arlon Benjamin
Die Nacht war wunderschön. Arlon schaut zum Himmel und beobachtet die klare Sternennacht. Er summt wieder das liebliche Lied seiner Mutter, während er unter den Sternen steht und den Mond betrachtet. Er fährt mit seiner Hand über seine Haar. Damals hatte er noch schwarze…
Kapitel VII – Unterwegs nach Minegrad
Teil I - Ereignisreiche Tage
„Muss das wirklich sein?“
Arlon sah eher widerwillig auf die Nadel, die Seagerius in seine Hand hielt.
„Du bist schon ein Mann! Hör auf herum zuzicken!“
Gnadenlos schaute Seagerius den Jungen an, ehe er dann die Nadel durch seine Haut am Oberarm stach. Arlon schaute weg, den Einstich überhaupt nicht bemerkend. Diese Gelegenheit nutzte sein alter Lehrmeister und griff ins Liedgefüge ein. Die blaue Farbe legte sich auf Arlon’s Arm und prägte sich unterhalb der Haut, dann stabilisierte er noch das Ganze mit einem weiteren Eingriff. Als Arlon wieder hinschaute, musterte er seinen Arm.
Arlon: „Das sieht ja anders als dein Tattoo aus!“
Seagerius: „Du bist nun mal nicht ich! Finde dich damit ab, gut sieht es so oder so aus.“
Widerwillig schwieg er dann doch. Es sah mehr wie ein Emblem aus, als wie der Drache von Seagerius.
Es ist dunkel geworden und Arlon betrachtete den Sternenhimmel. Eine kurze Erinnerung ergriff ihn, indem sich die Elfin vor dem Haus von Seagerius verabschiedete, mit der Begründung, sie habe ihre Aufgabe erfüllt. Als Arlon neugierig fragte, warum sie überhaupt all die Jahre bei ihm blieb, meinte sie nur, weil er es wert war. Arlon schlief draußen unter dem Sternenhimmel ein ohne einen weiteren Gedanken über die Elfin oder sonst was zu verlieren. Am nächsten Morgen verabschiedete er sich dann von seinem Meister, nahm etwas Proviant mit und eilte durch den Dschungel.
„Vergiss niemals was ich dich gelehrt habe!“
Rief Seagerius ein letztes Mal hinterher. Im Wald ist es sehr ruhig geworden, seitdem die Bestie den ewigen Schlaf angetreten ist. Arlon wanderte durch den nun wunderbar beschmückten Wald, das Zwitschern der Vögel auf der einen Seite, das Rauschen der Baumkronen auf der anderen Seite.
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Nun begegnete er sogar Kaufmänner und Händler mit ihren Kutschen und Waren und so unerfahren wie er ist, kaufte er einem eine Lederrüstung ab, die ihm sehr stehen soll. Naja, so schlecht sah er damit nicht aus, aber dass größere Problem war, dass er für ein simples und sehr großes Großschwert aus Eisen fast das ganze Gold der blonden Dame ausgegeben hat. Er ging nun fast pleite weiter und traf auf eine ältere Dame, die neben einem grünlich gekleideten Bogenschützen saß.
„Danke für die freundliche Spende, gnädige Frau!“
Sprach der grünliche Mann. Arlon erkannt sofort, dass da was nicht stimmte und trat näher, dabei hob er die Stimme an.
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„Man raubt nicht. Und vor allem dann nicht, wenn es sich bei einer so reizenden alten Lady handelt! Also bitte… gib ihr das Diebesgut wieder und die Sache ist damit geklärt.“
Der sichtlich geistig Verwirrte oder einfach nur zu gut gelaunte Bogenschütze sprang einen kleinen Abhang hinauf, welcher genau auf den Weg zum Wald grenzte. Dann fing er an viel zu sicher sein Bogen zu spannen.
Der Schütze: „Niiiiemaaals! Spürt die macht meiner Pfeile!“
Arlon: „Das ist doch nich dein Ernst oder? *Nimmt die breite Klinge gescheidet in die Hand* Als Schild taugt das Ding hoffentlich.“
Der Schütze: *Er ließ den Pfeil sausen, dabei direct auf Arlon zielend „Stell dich deinem Mann, Jüngchen!“
Arlon währenddessen schwang die schwere Klinge ungeschickt und dann mit einem „Ups!“ entglitt die Klinge aus seiner Hand und trat den armen Schützen direkt. Der Pfeil des Schützen verfehlte Arlon und nachdem die Klinge ihn mit der stumpfen Seite erwischte, lag der auch nur noch regungslos da.
„Hat sich doch gelohnt das Ding zu kaufen.“
Arlon trat zur Dame, dabei reichte er ihr die Hand um ihr dann aufzuhelfen. Dem Dieb wurde seine Beute genommen und er wurde gefesselt. Mit dem Dieb an der Leine begab er sich dann weiter auf den Weg, die ältere Dame nahm einen anderen Weg. Und so saß er mit der Riesenklinge in einem kleinen Gasthaus, nicht genug Gold für das Essen, rieb er sich am Bauch hungrig. Den Banditen hat er an einigen Wächtern abgeliefert und selber ohne entlohnt worden zu sein, nippte er nur an einem mickrigen Becher gefüllt mit Wasser. Ein Teller, den er nicht bestellt hat, mit einer Lammkeule und Brot wurde auf seinem Tisch abgestellt. Arlon blickte auf zur Kellnerin.
„Ich habe nicht genug Münzen für dieses Festmahl!“
Die Dame musste aber nicht mehr antworten, so hat sich schon die ältere Dame von vorhin gezeigt. Das haus erwies sich als ihr Gasthaus und als Dankeschön für die Rettung und das Zurückbringen eines ihr sehr wichtigen Armbandes, spendierte sie Arlon das Essen und reicht ihm einige wenige Münzen.
„Dieses Mal sollest du sie sinnvoller ausgeben.“
Meinte die höffliche Dame. Arlon grinste und nickte dann „Natürlich!“ Mit vollem Magen machte er sich auf den Weg weiter nach Minegrad. Es wurde dunkel und Arlon entdeckte eine größere Hütte. Hinter ihm versammelten sich mehrere zwielichtige Gestalten und um dann doch nicht sein Leben zu gefährden, huschte er rasch zum Haus. Rote Kerzen und rotes Licht prägten das Gebäude, jedoch ließ sich Arlon nicht abschrecken. Links und recht meist gefüllte Räume, dort einige Männer betrunken mit mehrere knapp bekleidete Frauen am reden. Arlon überkam plötzlich ein ungutes Gefühl. Eine der Frauen, welche wohl nicht bedient war, blickte Arlon an, er erwiderte ihren Blick etwas verwirrt:
„Na, mein junger Freund! Hat man sich schon entschieden!“
Da stand auch schon ein kleinwüchsiger und recht merkwürdig aussehender Mann vor ihm und rieb sich die Hände.
Arlon: „Ähm… Entschieden? Wofür denn?“
Mann: „Na für eine Frau natürlich! Du hast doch Gold dabei, oder?“
Arlon: „Naja, ich …“
Die junge Frau: „Ich übernehme das!“
Da trat die Frau zu den beiden und schmiegte sich an Arlon. Arlon wohl immer noch nicht verstanden, dass das ein Bordell ist, ließ sich von der Frau zu einem der hinteren Zimmer führen. Dort war ein Bett, ein Schrank, ein Fenster und einige Kerzen. Die Dame schloss die Tür ab und stieß Arlon auf das Bett. Dieser legte sich auf das Bett… naja viel mehr, total von der Situation überfordert und sah nur zu, wie sich die Frau auf ihn hinsetzte.
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„Du solltest lieber abhauen. Dich haben Männer verfolgt, die nicht gerade so aussahen, als machen sie Spaß.“
Leise flüsterte sie ihm ins Ohr, die schwarzen Haare lagen auf ihren Schultern und die roten Lippen beschmückten das wundervolle Gesicht.
„Komm doch mit! Du siehst nicht gerade glücklich hier aus!“
Da lächelt die Frau ihn an. Sie sah jung aus und wahrlich nicht passend in dieser Branche.
„Ich kann nicht. Diese Männer arbeiten für den Haushälter hier und weil mein Vater Schulden gemacht hat, muss ich nun meinen Körper verkaufen.“
Da klopfte es schon an der Tür und eine barbarische Stimme brüllte:
„Auf machen! Es ist Zeit für die Bezahlung! Gold oder Leben… oder beides!“
Mehrere Stimmen lachten bei diesem “Witz” auf. Arlon blickte zur Frau. Er überlegte, während die Männer weiter an die Tür klopften.
„Ich bin eh dran! Was solls, dann nehme ich dich gegen deinen Willen mit und wir gehen deine Eltern befreien. Der kann ja nicht immer alles tun und lassen was er will.“
Mit diesen Worten schaute er zum Fenster, welches mit Holzgittern verschlossen wurde. Er holte weit mit der Faust aus. „Autsch!“ Sagte er noch bevor er überhaupt gegen die Holzstäbe schlug. Zweimal mit der rechten Faust schlug er gegen die Stäbe, dann holte er weit aus und mit einem letzten Schlag gab das Holz nach.
„Raus hier!“
Ergriff ihre Hand mit seiner blutigen und stieg aus dem Fenster, zum Glück waren sie im Erdgeschoss. Die Frau war schon halb aus dem Fenster, als die Tür aufgebrochen wurde. Sie sprang hinaus, doch eine Hand ergriff ihren Arm. Sie schrie auf und Arlon löste die Waffenscheide seiner schwarzen Klinge und schlug kräftig gegen das Handgelenk des Mannes, welches den Griff dann löste. Sofort zog Arlon die Frau hinter sich her.
„Schnell weg hier!“
Schweißperlen kullerten die Stirn hinunter. Arlon hatte die geschiedene Waffe immer noch in der Hand. Fünf Stück! Fünf an der Zahl. Mit einem Befehl kam der Erste angerannt. Mit einem Speer bewaffnet stich er nach Arlon’s Brust. Drehend wich Arlon aus und schlug den Mann auf den Hinterkopf. Dieser fiel bewusstlos zu Boden. Da kamen aber auch schon die nächsten Zwei. Beide mit einem Kurzschwert bewaffnet und hintereinander stehend machten sie sich zum Kampf bereit. „Ein Hieb von oben! Wie lachhaft, aber der hinter ihm will stechen. Gut dann zeigen wir ihnen mal, dass ich kein Kind mehr bin!“ Arlon’s Augen blickten hin und her, dabei macht er sich bereit. Dem ersten weicht er aus und stellt ihm ein Beinchen, dem Zweiten gab er mit dem Ellenbogen einen Schlag ins Gesicht, dann stampfte er mit dem rechten Fuß noch den anderen liegenden, damit er mal schön nicht aufstehen soll. Als Arlon sich umwandte, durchbohrte ein Pfeil seine linke Schulter.
„Ihr miesen Feiglinge…“
„Wenn man feige kämpfen kann, sollte man dass wohl, oder?“
Da sah Arlon auch schon den Schützen und den Anführer. Eine krumme Hellebarde in der Hand.
„Beenden wir mal dein Leben, kleines Kind!“
Der Schütze spannte seinen Bogen, während der Anführer ausholte. Er rannte auf Arlon zu und schwang seine Hellebarde genau horizontal. Arlon, der kein bisschen entmutigt scheint, sprang, sich drehend, hoch in die Luft, wich dem Schlag aus. Er zog die Waffenscheide von seiner Klinge und verpasste dem Anführer erst einen Schnitt, welche sein Nasenbein traf und dann noch einen Roundhouse-Kick in der Drehung, welcher dem Mann wohl nicht gut zu bekommen scheint. Der Hellebarden-Schwinger plumpste stöhnend zu Boden und rührte sich nicht. Arlon blickt auf ihn, dann wandte er dem Schützen, der gerade seinen Pfeil fliegen ließ, den Rücken zu. Das riesige Schwert auf Arlon’s Rücken fing diesen ab. Und blitzschnell warf Arlon die Schwertscheide nach dem Schützen. Der Schütz sichtbar überrascht, wird am Kopf von der schuppigen Schwertscheide getroffen und musste dann noch einen Solarplexus-Schlag von Arlon zu spüren bekommen, welcher spürbar ungnädig kräftig war. Der Schütze viel zu Boden und Arlon entwaffnete ihn. Dann schritt er zum Bordellhalter.
„Ich glaube ihr solltet die Ladies lieber freilassen. Und die Schulden lässt ihr auch mal eben wegfallen… Und solltet ihr es nochmals wagen, die Frauen zu solch etwas zu zwingen, *Nimmt seine Schwertscheide und scheidet die Klinge* sehe ich mich gezwungen auch euch gegenüber ungnädig zu sein!“
Die Sonne ging auf und Arlon strahlte dann gelassen stehen mit einem Pfeil in der Schulter da und blickte ernst und zornig drein. Der Bordellhalter total verängstigt, nickte nur und ließ die Damen gehen. Arlon schritt dann zum Anführer.
„Ich bin kein Kind… Solltet ihr dich nach Rache sehnen, dann fragt nach Arlon, denn schon bald werde ich überall bekannt sein. Ich nehme eure Herausforderung gerne an. Nenne mir deinen Namen, damit ich eurem Gesicht etwas zuordnen kann.“
„Rufus…“
Gab der Mann nur von sich und blickte dann auf zu Arlon. Dieser aber ging weiter zur Frau, welche schon draußen mit ihm fliehen wollte.
„Mein Name ist Arlon. Solltest du jemals Probleme haben, bin ich gerne für dich da.“
Die Frau blickte aber nur auf den Pfeil in der Schulter und wirkt erschrocken, ehe sie dann mit der Hand über Arlon’s linke Schulter streichte und ihn besorgt anblickte.
Arlon: „Keine Angst! Ist halb so schlimm!“
Die Frau: „Du solltest das behandeln lassen, ich…“
Arlon: „Mach dir keine Sorgen! Ich lasse das schon behandeln.“
Meinte Arlon abwinkend und bevor die Frau sich überhaupt noch vorstellen konnte., war Arlon schon auf dem Weg weiter Richtung Minegrad…
Verfasst: Dienstag 27. September 2011, 15:22
von Arlon Benjamin
Arlon bandagierte seine Hand mit den Kratzwunden ein. Ihm kamen die Erinnerung wieder, als er so auf die Hand starrte, die Bandagen färbten sich in blutiges Rot...
Kapitel VII - Unterwegs nach Minegrad
Teil II - Eine weißhaarige Frau, Grabsteine am Kirschblütenbaum und die unvergessliche Vergangenheit
Arlon schlägt die Augen auf und fasst sich am Kopf. "Wo bin ich..." Sein Kopf dröhnte, die Bandage um seine Schulter, die er sich selbst angelegt hat und welche eindeutig ungeschickt um die Schulter sich wickelte, saß nun perfekt, das Brennen war nun ganz weg und nur noch der Magen grummelte. Drei Tage ist er seit der Verwundung an der Schulter, den Weg weiter hinauf gegangen. Er hat den Pfeil aus der Schulter gezogen und hat, wie bei Seagerius gelernt, einige Kräutern zermahlmt und auf die Wunde verstrichen und verband die Wunde dann. Es war sein erstes Mal, eine solche Wunde zu verbinden. Während er sich in der etwas größeren und gut eingerichteten Hütte umsah, kam schon ein blonder Mann um die Ecke und war etwa 30 Jahre alt. Er hatte außerdem einen drei Tage Bart und schaut zu Arlon:
"Endlich wach, Schnarchnase. Ich habe dich auf dem Wegerand gefunden und dich dann bis hierhin geschleppt. Du schuldest mir was!"
"War die Wunde so schlimm? Ich habe sie eingentlich für nicht bedrohlich eingeschätzt. So viel Blut habe ich ja nicht verloren."
"Nicht die Wunde ist Schuld daran, dass du umgekippt bist. Du hast nichts gegessen..."
In diesem Moment knurrt schon der Magen Arlon's so laut, als würde er gleich jemanden selbstständig fressen, wenn nicht nachgefüllt wird. Der Mann lacht laut und herzhaft auf und nickte dann, als hätte Arlon persönlich um Essen gebeten. Er erhob sich daraufhin und begab sich zu einem Kessel im Feuer.
"Ohh.. Entschuldigung, dass ich so eure Zeit raube."
Arlon legte seine Hand flach auf den Bauch und der Mann musste nun doch sehr amüsiert grinsen und meinte dann etwas lauter und höfflich.
"Ach was! Das ist eben meine Arbeit!"
"Ein Heiler also. Und etwas älter und erhabener." Drangen die Wörter durch Arlon's Kopf. Er schaut sich im Raum um. Einige Becken mit Wasser gefüllt, weiße Bandagen, Vorhänge und einige leere Betten. Da trat eine Frau hinzu und legte kurz die Hand auf die Schulter des Heilers, ehe sie zu Arlon schritt und lächelnd anfing zu sprechen:
"Was treibt einen so jungen und gut aussehenden Mann hierher? Hast du ein besonderes Ziel vor Augen?"
Arlon blicke sie kurz an und musterte sie, ehe er dann erschöpft und eher gefühllos antwortet. "Ich bin auf dem Weg nach Minegrad. Unterwegs habe ich dann wohl vergessen zu essen.
Die Frau unterdrückte sichtbar ein Lachen und Arlon musste daraufhin grinsen. Es ist fast als würde sie ihn mit ihrer Heiterkeit anstecken.
"Einfach so vergessen zu essen? Na da musst du ja sehr vergesslich sein."
"Nicht vergesslich genug, um die Wunde unbehandelt zu lassen." Trat der Heiler hinzu und legte eine Schüssel mit Eintopf auf Arlon's Schoss. Sie wärmte nicht nur die Oberschenkel, sondern auch um seinem Herzen wurde es plötzlich warm. "Ob das an den beiden liegen mag?" Erklang es in seinem Kopf leise.
"Aber ich muss schon sagen, dafür dass du vergessen hast zu essen, war die Kräutermischung an deiner Wunde eigentlich recht merkwürdig, aber wirkungsvoll. Wer hat dir das beigebracht?
"Mein Meister zeigte mir einige Kräuter und erklärte ihre Wirkung." Ertönte es nun leicht erfreut aus dem Munde des jungen Reisenden und er lächelte kurz für sich.
"Ah! Verstehe... Wenn du willst, kannst du gerne als Lehrling der Heilkunde bei mir anfangen. Ich hätte gerne einen Lehrling, der sich mehr um Wunden sorgt, als um das Essen." Da lachte der Mann wieder und Arlon musste grinsen, jedoch schüttelte er den Kopf.
"Das geht leider nicht, werter Herr. Es ist nicht so, dass ich ungern euer Lehrling bin oder mir das Interesse fehlt, jedoch zieht es mich mehr woanders hin."
Da nickte der Mann verstehend und seine Frau lächlte. Arlon erkannte bei Beiden den gleichen Ehering und schloss daraus, dass sie verheiratet sind.
"Sobald es dir besser geht, kannst du wieder gehen. Vier oder fünf Tage und die Wunde ist komplett verheilt. Aber jetzt iss erst..."
Der nächste Tag brach an und Arlon stieg schon sehr früh aus dem Bett, bevor er die Beiden aufstehen ließ, zog er seine Rüstung an und nahm seine Waffen und schlich sich aus der Heilerstube. Als er die Eingangstür langsam hinter sich schloss, traf er auf eine ältere Dame, die gerade die Blumen am Eingang goss. Sie nickte freundlich und fragte dann:
"Seid ihr der junge Mann, der den Heiler und seine Frau so erheitert hat?"
"Ich... ähm.. glaube schon." Ertönte es mehr unsicher als aussangend, jedoch war die alte Dame denoch erfreut darüber.
"Es ist schön die beiden wieder strahlen zu sehen. Bitte bleibt noch eine Weile hier bei ihnen... Ihr Sohn ist verstorben, er war ungefähr so alt wie ihr..." Die alte Dame erzählte die Geschichte des verstorbenen Sohnes, der in der Kampfesfront bei einem Rettungsversuch sein Leben gab. Auch wenn Arlon im Herzen berührt wurde, konnte er nicht bleiben. In seinem Innersten rief man ihn und er schlug das Angebot, hier zu bleiben, eher schweren Herzens ab und schritt davon. Die alte Dame schaute ihm nach und bemerkte nicht, dass der Heiler hinter ihr trat.
"Nichts hätte diesen Jungen hier halten können, ich sah schon in seinen Augen, dass er ein anderes Schicksal vor sich hat."
Die alte Dame lächelte kurz nach hinten und machte sich weiter an die Arbeit, während der Mann in seinem offenen, weißen Mantel regungslos Arlon hinterher sah...
... Einige Tage vergingen und Arlon's Schulter war verheilt... narbenlos. Er kampierte grade im Wald, ihm war die Strasse nicht ganz geheuer, so rannten dort einheitlich gerüstete Männer mit Fackeln herum und schienen ihrgendwas oder ihrgendwen zu suchen. Es war abends und die Stadt war nicht mehr weit entfernt. Die Sonne verbarg ihre Kraft und ging hinter dem Feuerthron-Berg unter, am Horizont verschwand die roten Lichtstrahlen und der Mond begann alles dunkel-bläulich zu erhellen. Arlon sah nicht viel und schritt durch das Gebüsch völlig orientierungslos. "Hätte ich bloß doch weiterhin die Straße genommen. Es hätte sich auch um Minegrad's Stadtwachen handeln können..." Das tat es auch, jedoch wenn man nie die Stadt betretten hat oder die einheitliche Kleidung nie richtig angeschaut hat, hat das hellrot und grau-schwarz nunmal auf anderes gedeutet. Und so irrte der nun 16-jährige durch den Wald. Der Mond war zunehmend und nicht gerade gefüllt. Er strahlte heute schwach am Himmel und dazu noch warfen die Bäume weite Schatten, die die Sicht noch mehr verdunkelten. "Da leuchtet es!" Arlon dachte an ein Lagerfeuer und blieb stehen. jedes einzelnde Geräusch wurde aufgesogen und anlysiert. Doch das Leuchten war nicht gelblich, sondern eher ein warmes und buntes Farbenfest. Arlon empfand dies als merkwürdig und die Neugier ließ nicht ab. Er horchte den Klang einiger Insekten und leise rauschendes Wasser. Als er das letzte Gebüsch zur Seite schob und grade weiter gehen wollte, stolperte er über eine Wurzel und fiel ins seichte Wasser. Als er hochblickte, entdeckte er nicht nur farbenfroh leuchtende Glühwürmchen, sondern auch eine weißhaarige, junge Frau, dessen Bekleidung eindeutig von der Not der Zeit gewählt wurde.
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Sie schaut zu Arlon, jener lieg auf dem sehr seichten Fluss und ist nun fast komplett durchnässt. Sie zog einen Dolch aus der Seite und sprang zu ihm hin, dabei mit dem Dolch kaum ausholend. Arlon griff sofort nach seinem Schwergriff, ließ jedoch ab und riskierte so sein Leben. Die Frau schwang den Dolch Richtung des Halses Arlon's und bliebt vor der Kehle stehen:
"Wieso hast du deine Waffe nicht gezogen?" Sprach die Frau ruhig mit einer recht angenhemen Stimme und die rötlichen Augen starrten zu Arlon.
"Ich sah bereits in deinen Augen, dass du mich nicht umbringen willst und habe somit meinem Instinkt vertraut.""Schwachsinn! Du hast mich nicht ernst genommen! Das wird dein letzter Fehler sein!"
Und schon wollte sie das Leben des jungen Mannes beenden. Sie holt aus, doch bevor sie überhaupt den Dolch zum Schneiden schwingen konnte, fuhren die azuren Augen Arlon's zur Seite und er packte mit den Händen nach ihren Hüften um sie weg zu drehen. Sie drehte sich schwungvoll und knallte auf dem Boden, während Arlon einigen Bolzen auswich.
"Da ist sie! Schnappt sie euch!", erklang es aus dem Gebüsch und schon sprangen zwei der Soldaten in Uniform heraus und rannten auf die beiden zu.
"Ich bin unschuldig, ich habe nichts getan!" Doch dies schien die Wachen wenig zu interessieren und er musste ihren Schwerthieben ausweichen. Mit einem Knieschlag gen Magengrube und einem Schlag gegen den Solarplexus liess er die Wachen bewusstlos zu Boden sinken. Arlon schaut nach hinten zur Frau. Diese verschwand gerade auf der anderen Seite im Gebüsch und ehe Arlon überhaupt richtig einen Plan ausdenken konnte, sah er schon aus der anderen Seite eine halbe Armee aus dem Schatten des Waldes kommen. Er fasste den Entschluss, der Frau lieber zu folgen und rannte ihr hinterher.
Keuchend rannte sie und hörte nur die Rufe von hinten. Ihre Beine wurden schwer und sie shcnappte nach Luft. Um sie herum leuchteten Fackeln und sie sah ihre Niederlage ein. Auf die Knie fiel sie und der Mut verliess sie. Ihr kamen die Tränen und die Augenlider wurden schon schwer. Sie sank langsam zu Boden in ihrer feinen aber recht knappen Kleider, sie hat es einer Mönchsfrau oder so gestohlen. Der Körper näherte sich dem Boden und es schien alles in Zeitlupe zu laufen, als dann zwei Arme sie aufrichteten und ein verschwommenes Gesicht sie ansprach und wach rütteln wollte. Arlon sprach zu ihr, doch als er erkennt, dass sie wohl nicht weiter kann, hiefte er sie auf seine Schulter und rannte weiter. "Mein einziger Anhaltspunkt für diese Tragödie! ich werde dich sicherlich nicht einfach so aufgeben..." Und so rannte er weiter auf eine Klippe zu, unwissend vorerst. Er hörte das Rauschen von Wasser und Wasser ist immer gut, so seine simple Überlegung.
"Wasser ist immer gut... das ich nicht Lache!"
Ja, da war die Klippe. Ein "Schöner" Wasserfall... wenn man unten steht. Der Blick Arlon's fällt auf die Wachen und er stellt die Frau sitzend ab, die Wachen nähern sich.
"Er ist wohl ihr Komplize!"
"Dann gehört er ebenso hingerichtet!"
"Niemand stirbt hier! Nicht bevor ich nicht weiß wieso!"
Die Frau öffnete langsam die Augen und blickte hoch zu Arlon, der den Blick weiterhin auf die sich langsam nähernden Wachen richtet. Die Augen musterten den jungen Mann, der wohl geistergestört einer Horde schwer gepanzerter Männer trotzen will.
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Der Blick Arlon's wirkt ihrgendwie gelassen oder gar gelangweilt, aber ihrgendwie auch ernst. Arlon schaute dann zur Frau hinunter und reichte seine Hand. Die azuren Augen scheinen wie ein rettender Strahl und für einen Augenblick scheint die Frau unbeweglich und hypnothisiert.
"Vertrau mir..." Erklang die junge Männerstimme und wie verzaubert, griff sie in diesem Moment nach seiner Hand. Arlon zog sie zu sich heran und ohne Vorwarnung, sprang er den Wasserfall hinunter. Die Soldaten rannte auf das Ende der Klippe zu und sah den beiden nach, erkannten aber nichts, es war zu dunkel und der Wasserfall war groß. Aus dem Hintergrund tauchte dann der Hauptmann auf und befahl den Rückzug. Er blieb ebenso an dem Klippenende stehen und schaute herab.
"Genauso lebensmüde wie beim letzten Mal..." Sprach er schmutnzelnd und trat dann ebenso weg.
Der Morgen strahlte Arlon ins Gesicht. Sein Blick fiel zur Seite zur Frau. Gestern Nacht hat er sie noch raus aus dem Wasser gezogen und seinen Umhang über sie gelegt ehe er selbst dann erschöpft einschlief. Sein Blick fiel dann auf den Wasserfall und er erkannte wieder eine prachtvolle Schönheit der Natur. Er verneigte sich vor dem Wasserfall und sprach dann:
"Ich danke dir Eluive dafür, dass du nicht nur Schönheit in der Natur zeigst, sondern auch deine Schützende Hand über uns hälst. Ebenso Temora, die ihre Schwingen weit über uns ausbreitet."
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Arlon fischte dann etwas am Fluß und mit reichlich Beute. Als er dann ein kleines Feuerchen anmachte und den Fisch zubereitete, fiel sein Blick auf die weißhaarige. Sie scheint wohl sehr erschöpft gewesen zu sein, dass sie selbst beim Duft dieses leckeren Fisches nicht aufwacht. Aber nicht sie wurde vom Duft des Fleisches angelockt, nein, etwas Anderes raschelte im Busch und jaulte auf. Arlon legte seine Hand auf seine Schwertscheide und schaute zum Gebüsch, als dort mit gesenkter Schnauze ein hellbrauner Hund mit merkwürdigen "Gesichtsbemalung" zu ihm trat. Als der Hund sich dann auf den Hinter setzt und Arlon anstarrt, ließ Arlon von seiner Waffe ab und musterte das Tier erstmal, ehe er dann ein Happen Fisch zum Hund wirft.
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"Hast du dein Herrchen verloren? Hast du deine Mami verloren? Hast überhaupt jemanden?"
Der Hund schüttelte dreimal den Kopf und starrte weiterhin zu Arlon hoch.
"Hm.. Gut dann kannst du mich ruhig begleiten. Aber ich habe nicht immer Essen mit mir."
Mit diesen Worten warf er dem Hund einen Fisch hin und packte die Restlichen ein und ging zur Weißhaarigen. Er zog den Umhang mehr um ihren Körper und nahm sie dann Huckepack. Der Hund nahm den Fisch ins Maul und folgt dann Arlon schweigend. Arlon ging davon.
Die Augen öffnen sich, die Hände fassen kräftige Schultern und sie spürt eine Wärme. "So warm. So gemütlich, ich möchte fast für immer so leben und so sterben... Woher kommt diese Wärme..." Ihre Gedanken zwangen sie, ihre Neugier zu stillen und sie blicke hoch und sah einen Hinterkopf. Der Hinterkopf eines Mannes, den sie nicht kannte und der sie nicht kannte. Trotzdem hat er sie gerettet und trägt sie nun auch noch. Obwohl er jung ist. Sie schmiegte sich an seinen Rücken, Arlon hebte den Blick kurz an und musste innerlich Lächeln, als sie nun endlich wach wurde.
"So warm..." , sprach sie dann ungewollt lauter. Die Augen riss sie auf und Arlon fragte dann:
"Wie bitte? Ich habe dich nicht ganz verstanden."
"Ich sagte... ich heiße Haruka."
"Arlon."
Sprach er heiter und drehte den Kopf, sodass man sein lächeln sieht.
"Nett dich kennen zu lernen!"
Verlegen blicke sie gegen seinen Rücken. Arlon drehte den Kopf kurz zum Hund, der schweigend neben ihm tappste.
"Ich habe endlich einen Namen für dich! Ich nenne dich Rascus!"
Er grinste den Hund an, dieser jedoch blickt zu ihm und es schien als hätte er kurz genickt. Und so schritt Arlon nicht nach Minegrad... vorerst. Er hatte ein anderes Ziel. Es vergingen etwa zwei Tage und Haruka ging wieder selbstständig, nachdem sie wieder Kraft gewonnen hat. Sie hat sich etwas anderes angezogen, um sich zu tarnen. Der Hund blieb weiterhin recht schweigsam und Arlon hat sich die Haare gefärbt in braun, damit die Wachen die beiden Verdächtigen nicht finden oder erkennen können.
"Warum bleibst du eigentlich bei einer Verbrecherin wie mir?"
Fragte Haruka Arlon und sie blickt ihn etwas verwirrt an. Dieser hingegen ging einige Schritte vorraus und wandte sich um, mit einem Lächeln auf den Lippen.
"Keine Ahnung, vielleicht weil ich in dem Moment, wo ich deine Augen sah erkannt habe, dass du keine böse Seele besitzt."
Anscheind zufrieden mit der Anwort, ging er weiter voran und ließ Haruka einen Moment verwirrt hinter sich stehen. Sie rannte nach kurzer Zeit mit einem "Warte!" hinter ihm her und blieb neben ihm auf einem Hügel stehen. Arlon blickte herab auf ein Dorf. Abseits des Dorfes ein neu aufgebautes Haus mit feinem Garten und einem Kirschblütenbaum, unter dem Baum zwei Gräber nebeneinander...
Verfasst: Samstag 15. Oktober 2011, 14:54
von Arlon Benjamin
Kapitel VIII - Plötzliches Wiedersehen
... Schweigend stand er auf dem Hügel. Der Wind tanzte um ihn herum und ließ Arlon's Gewand und sein Haar ebenso tanzen. Die frische und kühle Briese ließ den jungen Mann für einen kurzen Augenblick traurig aussehen, etwas verwunderlich für Haruka, die Arlon eigentlich nur heiter sah. Und nun stand er regungslos da, fast in Trance, und starrt versteinert auf die Stadt hinab. Es vergeht ein kurzer Moment, schon setzt sich der Körper des Jugendlichen in Bewegung und steuerte auf die Stadt zu. Es ist größer geworden als damals und voller. Auf Arlon's Lippen zauberte sich wieder ein sanftmütiges Lächeln und er ging wieder in seiner typisch heiteren Einstellung durch die befüllten Straßen der Stadt, als er mit Haruka und dem Hund erreichte. Nicht so wie damals, kennzeichnete sich der Hauptpfad des früheren Dorfes, nein, der kleinen Stadt schon durch Steine aus. Händler auf Kutschen und hin und wieder Krieger der Wache oder herumreisende beschmückten den Weg. Ebenso riefen die Händler ihre Preise und Ware den Menschen zu. Die interessierte Kundschaft rannte dann zum jeweiligen Händler und stillten ihr Verlangen nach der gesuchten Ware. Arlon war fasziniert, in den Jahren, in denen er sich dem Training mit Seagerius unterzog, hat sich sein Heimatdorf in eine kleine Stadt verwandelt, welche auch noch erfolgreich zu sein scheint. Er blickte zu den hohen Häusern und ihm kamen Erinnerungen wieder, wie er während des Trainings mit Seagerius schon des öfteren einige kleinere Städte oder Dörfer besuchte, um für Proviant bei kleineren Reisen zu sorgen. Feiern und Riten der verschiedensten Sorte sah er und auch Theater und Kunsstücke von Wanderern. Es schient,a ls würden sie sich hier auf ein Fest gerade vorbereiten und plötzlich sprach ein Mann Arlon an.
"Grüss dich Arlon!"
Arlon blicke zum Mann hoch und er sah als erstes das Gesicht, welches mit einer kleinen Bandage um die Nase verziert war.
"Ich wusste, wir sehen uns wieder!"
Da erkannte Arlon auch schon den Mann. Es war Rufus, der hinterhätige Goldabknüpfer vom Freudenhaus! Und anstatt das Arlon seine Waffe zog, blickte er ihn lächelnd an und fragte:
"Bist du auf Rache aus Rufus?"
"Nein, dass nicht. Ich habe mir nochmal überlegt, wie ich so tief gesunken bin und wollte dich fragen, ob ich mich bedanken kann."
"Bedanken? Wofür?"
Während die beiden sich unterhalten, hält sich Haruka mehr im Hintergrund und blickt beide verwirrt und neugierig abwechselnd an.
"Zwar habe ich eine kleine Narbe, aber sie erinnert mich daran, dass es Zeit für ein Wechsel ist... Ich würde dich gerne begleiten.
Arlon blicke kurz zu Haruka, welche wohl nichts dagegen hat, ihrem Schweigen zu urteilen und so nickt Arlon zustimmend
"Gerne, wir haben nichts gegen!"
Und erfreut lächelte Rufus und stellte sich der Dame vor, dabei Arlon nicht weiter beachtend, was jener mit einem Grinsen hinnahm. nachdem aber Rufus recht streng abgewiesen wurde, scheint seine Laune darunter nicht gelitten zu haben und er spricht dann von einige Begegnungen mit anderen Menschen und kleinere Ereignissen, dabei erwähnte er auch das Fest der Stadt.
"Ein kleines Schauspiel vor dem Rathaus?"
Kam es dann neugierig und fragend zugleich.
"Ja! Sie wollen einen Art Dankfest an Eluive für die Ernte... Ist wohl von früher noch hängen geblieben.
Kurz versank er in Erinnerung und erinnerte sich an Lia, das Mädchen, welches Arlon immer zum Spielen "überredete". Und während er kurz über sie nachdachte, hörte er die Menschen hinter sich jemanden lauter grüssen.
"Fräulein Lia! Seid ihr wegen des Festes hier?" Sprach einer der älteren Stadtbewohner.
"Hast du wieder etwas Süßes für uns mitgebracht?" Fragten einige kleine Kinder.
"Junge Frau habt ihr Lust auf ein kleines 'Abenteuer' mit einem Mann wie mir?" Sie schüttelte den Kopf, als einer der Abenteurer sie dies fragte und entschuldigte bei der Desinteresse freundlich. Jener wendet sich dann genervt ab und verschwindet gedemütigt in der Menschenmasse. Arlon sah sich die Frau an und sofort wusste er es: "Kein Zweifel! Es ist Lia!" Er lächelte innerlich doch durchdrangen ihn Zweifel. Zweifel, ob sie ihm vergeben würde dafür, dass er das Dorf damals einfach so verlassen hat.
"Hey, ihr Zwei. Ich muss noch etwas erledigen..." Meine Arlon ruhig nach hinten zu Haruka und Rufus, die sich hinter ihm zanken, da Rufus nicht aufhören will. Sie pausierten kurz und blickt Arlon nach, der auf Lia zusteuerte. Dann machten sie weiter.
"Komm schon! Nur ein kleines Küsschen!"
"Nein! Hör auf Rufus!"
"Ach komm! Nur ein..."
Da trat Arlon schon aus der Hörreichweite und näherte sich Lia, die von einer kleinen Menschengruppe umkreist war. Er kam näher und näher, sie war mit dem Rücken zu ihm gewandt und sprach mit einigen Leuten. Die Hand Arlon's hob sich langsam, fast selbstständig könnte man meinen, und mit einem strahlenden Blick will er sie gerade auf die Schulter seine Hand legen, da stoppt er doch und bleibt kurz so stehen, ehe er sich zurück zieht. Er wirkt enttäuscht und sein gesicht strahlt Zweifel aus. Während er dann gedankenversunken Platz nimmt, dabei sieht man beiläufig wie Haruka genervt etwa 15 Meter weiter Rufus die Ohren lang zieht, setzte sich ein älterer Mann daneben, der den beiden Streitenden zusieht.
"Ist es nicht schön, jung zu sein..." Sprach er dann lauter und es scheint, als würde dies an Arlon gerichtet sein. Der hebt dann den Kopf und blickt langsam neben sich.
"Ah... Das ist es. Und genauso unbeschwert ist das Leben. Ohne Probleme, ohne Beschwerden." Sprach dann Arlon und es wirkte nicht wirklich überzeugend.
"Na wenn das so ist, warum ziehst du dann so ein langes Gesicht, mein junger Freund?"
In dem Moment musterte Arlon den alten Mann kurz länger. Kleiner als Arlon selbst war er und er ging schon mit buckeligen Rücken, weißes Haar hatte er ebenso.
"Ich... ich... ich glaube ich hänge noch in der Vergangenheit und habe nicht den Mut, einen Schritt vorwärts zu gehen."
"Tja! Die meisten Menschen sind ängstlich und leben lieber in der Vergangheit. Alles Neue ist ungewiss und das verunsichert sie. Doch man kann niemals für immer in der Vergangheit leben, Arlon."
Der alte Mann schaute ihn an und grinst dann breit, ehe er sich erhebt und mit einem angehobenen Hand zum Abschied winkte. Arlon schaut dem Mann nach und musste schmuntzeln. "Also habe ich doch richtig gesehen... der gute alte Dorfälteste...", spielte es in seinem Kopf. Er ging dann zu den beiden sich Zankenden und beendete den Streit, indem er beide jewals in einer seiner Händen fest hielt und lächelnd meinte: "Genießt das Fest bitte." Danach ging Arlon durch die Straßen der Stadt und hatte eigentlich vor, sich irgendwo hinzusetzen und zu ruhen, doch da viel ihm in einer dunkleren Seitengasse der Reisende von vorhin auf. Und wie es scheint, mag er gerade die nächste Dame belästigen und dieses Mal etwas aggressiver. Arlon vernahm die Worte und sah auch, wie sich die Angegriffene wehrte, als der Kämpfer ihren Arm griff. Schon trat Arlon dazu und legte die Hand auf seinen Schwertgriff.
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"Immer noch nicht genug für heute, werter Herr?"
Der Mann blickte zu Arlon auf und dies nutzte die Frau aus. Ein Tritt und die Kronjuwelen des Mannes wurden getrofen, was diesen dann umkippen ließ und sich vor Schmerz winden ließ. Da griff die Frau auch schon nach Arlons Arm und zog ihn hinter sich her. Sie rannten eine Weile und Arlon machte keine Anstalt sich ihr zu widersetzen. Als sie dann stoppten und die Frau nach Luft schnappte, wandte sie sich Arlon zu und lächelte ihn an.
"Ich wusste, dass du wieder kommst Arlon!"
Fast als sei es geplannt gewesen, steht nun Lia vor ihm und ihrgendwie musste Arlon amüsiert Schmuntzeln und brachte nur ein bestätigendes "Ah." hervor. Lia lächelte und winkte Arlon zu sich, während sie auf das einst alte Familienhaus von Arlons Eltern zu gingen.
"Ich habe immer gehofft, du würdest früher oder später kommen und habe daher mit den Dorfbewohnern damals das Haus hier aufgebaut. Ich wollte, dass du, wenn du deine Eltern treffen willst, nicht in die Vergangenheit trittst, sonder ein neues Kapitel in deinem Leben erkennst. Das Kapitel, indem es immer besser wird."
Nun musste der junge Mann grinsen. So wird er von Minegrad's Garde verfolgt, hat einen Hund, welcher übrigens hinter ihm her rannte und gerade neben ihm Platz nahm und auch noch zwei weitere Begleiter, die wohl Chaos in Person zu sein scheinen.
"Ich danke dir für deine Mühe Lea."
Antwortete er dann und ging mit ihr weiter zum Haus. Da stand er nun und blickte hinunter. Zwei Steine, unter ihnen die am meisten geliebten Personen vergraben und zur Erinnerung sind ihre Namen in den Stein gemeißelt, daneben der blühende Kirschblütenbaum, der Arlon herzhaft begrüßen mag, als er seine Blüten im Wind verliert.
"Mutter.. Vater.. da bin ich wieder."
Mehr brachte er nicht heraus, denn während der ganzen Zeit wurde es schon Dunkel und man sah die Stadt in den schönsten Farben aufleuchten. Aus dem Haus kam gerade Lia mit Tee. Erst dann wandte sich Arlon von den Gräbern ab und nahm am Tisch platz. Sie genoßen die Aussicht und den Tee. Später trat Haruka dazu, als Arlon sich gerade verabschieden wollte von Lia. Er stand schon auf der Türschwelle und sah dann zu Haruka, dabei fragte er sie, wo Rufus sei. Haruka zuckte nur mit den Schultern, was Arlon schmuntzeln ließ. Als er sich wieder umwandt, umklammerten ihn die Arme Lia's.
"Versprich mir, dass du wiederkommst."
Erst war Arlon überrascht, doch dann antwortet er wie gewohnt mit einem "Ah." und lächelte Lia an. Als sich dann Arlon mit Haruka auf den Weg machten, trat der Reisende dazu und stellte sich den beiden in den Weg.
"Du bist der verdammte Hund, wegen dem ich meine Beute verlor!"
Doch ehe der Mann überhaupt was amchen konnte oder Arlon überhaupt antworten konnte, wurde er bewusstlos von hinten geschlagen und fiel um. Und schon zeigte sich Rufus mit einer Bratpfanne und einem kleinen Finger im Ohr bohrend.
[URL=http://www.directupload.net][img]http://s7.directupload.net/images/111015/5z44oiv4.jpg[/img][/URL]
"Wir brauchen eine neue Bratpfanne."
Und Arlon musste herzhaft lachen. Nachdem der Mann dann doch versorgt wurde, hat man Rufus über den momentanen Stand der beiden Flüchtlinge aufgeklärt.
"Also hat Haruka Mist gebaut und ist gefährlich? Das gefällt mir...
Und zusammen lachten die beiden Männer, während Haruka vor Wut fast beide verprügeln wollte...
Verfasst: Samstag 28. Januar 2012, 13:06
von Arlon Benjamin
Kapitel IX - Verknüpftes Schicksal, ungewisse Verbundenheit? Teil I
... Sie war mittendrin. Wie ein Geist huschte sie um den Schauplatz. Gleicher Ort, gleiche Zeit, gleiche Situation... Nein! Etwas ist anders! Nun zeigte sich sogar der Anfang des Schauspiels. Da stand er. Die von Trostlosigkeit und Macht verschlungene Gestalt und starrte hoch zu dem Wesen. Ein prächtiger Drache, rot wie das Feuer, in welchem beide standen, die Augen blau, wie eingehauchtes Leben. Auf dem Gipfel des Vulkans begegneten sie sich, nein, dort wurde das Wesen gesucht und gefunden von der Gestalt. Doch scheint auf dem ersten Blick jene Person nicht den Tot des Drachens zu wünschen. Nein! Es scheint fast als unterhalten sie sich. Doch nicht lange und schon geschah es.
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Die rot funkelnden Augen der Gestalt blitzten auf, seine Lippen bewegten sich, aber alles was man hörte, war nur ein lauter Knall und eine Druckwelle, die die Umgebung kurz erbeben ließ und den Himmel dann zum Weinen brachte. Es regnete wie nach einem zu langen Regentanz und auch die Blitze ließen nicht lange auf sich warte. Während dann der Mann seine Waffe zog, holte der Drache schon tief Luft, doch ehe es weiterging, erblasste langsam der Blick und er Traum endete wie gewohnt, zu früh...
Doch dieses mal brannte sich noch ein Bild in ihren Kopf und...
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...erschrocken von den deutlich zu intensiven Traum, erhob Haruka ihren Körper von der Decke und starrte erst vor sich hin, kurz den Traum verarbeitend. Sie keuchte dabei nur kurz, ehe sie dann zu Arlon blickte, fast als ziehe er jene magisch an. Jener hingegen schlummerte tief und fest. Sie beschlich ein ungutes Gefühl und der Blick fuhr zu seiner Waffe und seinem Schild, welche neben ihm lagen. Eindeutig Schuppen und Panzer einer Wyvern. Dann schaute sie zu Rufus, jener aber tat es Arlon gleich, nur schnarchte er.
"Haruka... Pack die Sachen zusammen, wir werden beobachtet..."
Wieder erschrocken schaute sie wieder zu Arlon, welcher ihr jenes etwas lauter zugeflüstert hat. Er erhob sich, die Hand auf seine Waffenscheide, dann ein Nicken ihr gegenüber, bevor er sie verwundert anschaut.
"Was ist los? Du siehst so mitgenommen aus..." Beiläufig verpasste Arlon Rufus mit der Spitze der Waffenscheide einen leichten Stoß und weckte ihn. Rufus schaute sich um, ehe Arlon seinen Zeigefinger auf die Lippen legte, um ihn zu sagen, er solle leise sein. Dann machte er einige Gestiken mit der linken Hand und eine Kreis-Bewegung mit dem linken Zeigefinger. Rufus, der jenes anscheind verstand, packte rasch zusammen. Arlon machte ein Pst-Geräusch und gewann Rufus's Aufmerksamkeit abermals. Wieder folgten Handzeichen, mit denen Haruka nichts anfangen konnte. Was sie nur ahnen konnte ist, dass es was mit ihr zu tun hat, denn schon ergriff Rufus ihren Arm und zog sie mit sich, Arlon hingegen nahm Schwert und Schild in die Hände und sprang ins dunkle Gebüsch. Als er dies tat, rannte Rufus los, dabei weiter an Haruka ziehend und zu ihr flüsternd: "Los, los! Wir müssen schnell fliehen, solange Arlon den Feind ablenkt!"
Hin und wieder hörte man aufeinander prallende Klingen und Gebüschrascheln. Ab und zu ein schmerzerfülltes Stöhnen und sogar ein Aufschrei. Haruka sah erschrocken von der einen Seite zur anderen, die Furcht war ihr in diesem Moment deutlich im Gesicht geschrieben. Als sie hinter sich blickte, sah sie nur Schatten hin und her springen, die sich näher, bis plötzlich ein weiterer Schatten aus den Gebüschen jene Verfolger abfing und sich dann nicht mehr zeigte. Sie kamen an eine Brücke an. Ohne lang zu zögern zog Rufus weiter an Haruka und sie überschritten die Brücke. Am anderen Ende angekommen, sahen sie, wie zwei in schwarz umhüllte Gestalten ebenfalls die Brücke überquerten, doch am "Anfang" der Brücke wartete eine blauäugige Gestalt. Mit einem einzigen Hieb durchschnitt jene die Seile und brachte die Brücke zum Einsturz. Eine der beiden Verfolger blieb an der Brücke hängen und zog sich langsam weiter hoch, doch bis er überhaupt gefährlich nah kommen konnte, druchbohrte ihn schon ein Pfeil. Leicht entsetzt von diesem Anblick, blickte Haruka nach vorne zum Ende wo vorhin noch Arlon stehen sollte, doch da war niemand mehr. Rufus zog an Haruka:"Wir müssen weiter, Arlon ist sicher nichts passiert Haruka!"
Verfasst: Montag 21. Mai 2012, 15:10
von Arlon Benjamin
Kapitel IX - Verknüpftes Schicksal, ungewisse Verbundenheit? Teil II
Sie schlugen nach ihm, sie ließen Pfeile zwischen den Geäst regnen, sie griffen nach ihm und bekamen ihn nicht in die Finger. Die Verfolger waren hartnäckig, aber nicht hartnäckig genug. Wenn Arlon eine Sache gelernt hat, dann diese, dass Agilität ein Segen im Kampf ist. Wird man jenem Vorteil beraubt, ist man hilflos ausgeliefert. Arlon blieb auf einer Wiese stehen. Er hat die Aufmerksamkeit der Gestalten auf sich gezogen... oder haben sie das geplant? Jedenfalls war er in diesem Moment ihr Ziel. Ehe sie sich langsam zeigten, griff von hinten einer der düsteren Gestalten Arlon an. Mit einem Griff an dessen Handgelenk warf er ihn nach vorne und schnitt dem Feind in den Oberschenkel. Als Arlon dann zu jenem hinblickte und sah, wie anstatt Blut schwarzer Rauch austrat, wurde ihm eine Sache klar: Er musste sich nicht mehr zurückhalten. Das Versprechen, dass er seiner Mutter am Grabe gab: Mit seiner Waffe niemals sinnloses Blut zu vergießen und einen Menschen das Leben rauben, musste bei diesen Seelen nicht eingehalten werden.
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[url=http://www.youtube.com/watch?v=dZhHJUbDAU0//url](Lied zur verdeutlichung der Situation!)[/url]
Doch bei diesen Verfolger handelt es sich um viel schlimmere Bestien. Er hat von ihnen gehört und laß in dem ein oder anderen Buch von ihnen... Schattenkrieger... verlorene Seelen die in einer Schlacht zu schnell ihr Ende fanden und in ihrer Rachsucht und Gier nach "Gerechtigkeit" von ihrem Herrn dazu versklavt werden, ihren Auftrag bis zu ihrem endgültigen Erlösung auszuführen. Er erkannte unter ihrer Kapuze kein Gesicht, nur zwei rot-funkelnde Augen.
Es stellte sich nur die Frage, wer oder was wollte jener Herr, der diese armen Seelen versklavt hat. Langsam häufte sich da ein netter Haufen an. Fünf mit Schwert und drei mit einem Bogen... Arlon begann wieder in den Wald zu renne. Ein Vorteil, denn er lieber ausnutzte. Während er diesen Vortel ausspielte, um einen ihrer Nahkämpfer zu besiegen, als jener sich zu nah an Arlon ranwagte, musste Arlon abprupt stoppen. Sie haben sich geteilt! Zwei haben sich abgewandt und sind in eine andere Richtung gelaufen. Arlon's Stoppen blieb nicht lange ohne Reaktion der andere Seite. Schnell musste er die Klinge schwingen, einige Pfeile ablenken, ein Pfeil bohrte sich in den linken Oberarm. Arlon hob sein Schild und blockte einige Schläge, ehe er konterte, er schnitt durch den Oberkörper des ersten Schattenkriegers. Jener zerbrich wie eine Statue oder ein Spiegel in tausende Splitter, welche auf dem Boden aufgekommen langsam in schwarzen Nebel auflösten. Und so erschlug Arlon die fünf Schattenkrieger, nicht ganz unverletzt, ehe er sich einen Bogen und einige Pfeile von einem ihrer Schützen nahm und die beiden anderen verfolgte. Er kam auf einer Brücke an, sah am anderen Ende Haruka und Rufus. Er schwung seine Mitternachtsklinge, durchschnitt schnell das Seil und sah einen der beiden in die Kluft fallen. Einer jedoch blieb hängen und zog sich langsam hoch. Schnell spannte Arlon den Bogen und stoß den Pfeil. Die Distanz war nicht groß und mit seiner gemäßigten Kenntnisse über Bögen, ließ sich der langsame Feind leicht treffen. Ein Schuss, ein tödlicher Treffer, die Beiden sind in Sicherheit, so dachte er. Bogen und Pfeile waren nun mehr oder minder unbrauchbare Last, also warf er beides weg. Er suchte einige Zeit nach einer Stelle, die ihm die Möglichkeit bietet, die Seite zu wechseln. Ein umgefallener Baum, der beide Seiten verbindet.. schnell war jene Distanz überbrückt und er suchte nach den Beiden. Auf seiner Suche traf er auf herumliegende Waffen, die den Schattenkrieger zu gehören scheinen. Er folgt einigen Kampfspuren und seine Augen weiteten sich, als er Blut auf dem Boden sieht. Er befürchtete das Schlimmste und eilte der Blutspur nach, bis er den keuchend und spuckend Rufus am Boden liegen sah. Er hielt sich den Bauch, sein Körper Blutübersäet und er spuckte Blut. Arlon kniete sich neben ihn beschaute sich die Wunde. Rufus war verloren und mit ihm Arlon, als jener Rufus unvermeindlichen Tot erkannte. Wären da nicht die Worte gewesen, die Rufus sprach, hätte Arlon sich nicht so schnell zusammenreißen können. Rufus legte geschwächt seine freie Hand auf Arlons Schultern:
"Jeder muss mal gehen. Ob hier und jetzt oder später woanders. Ich bereue Nichts Arlon... Nicht seitdem ich dich kennengelernt habe und in dir einen Freund gefunden habe... Auch wenn ich jenen Luxus länger genoßen hätte. Dir steht ein weiter Weg vor dir Arlon... Das spüre ich. Und das du Haruka getroffen hast, ist kein Zufall. Du solltest nun hier nicht weiter deine Zeit verschwenden und gehen. Ein verfluchts Monster ist hinter ihr her... Und noch etwas..."
Arlon rückte mit dem Ohr ein wenig näher, ehe Rufus ihm ein letztes Mal zuflüstert:
"Ich danke dir... Freund."
Er drückte Arlon weg und senkte die Hand. Arlon schaute zu Rufus und er betrachtete ihn verblüfft und traurig zugleich. Er hatte die Augen geschlossen und glücklich gelächelt im Moment seines Todes und da blitzte eine Erinnerung in Arlon auf. Während sie, wenn auch nicht lange, umherreiste, erzählte Rufus Arlon von seinem Vater und dem perfekten "Motto". Rufus zitierte seinen Vater, dass im Moment eines Todes der Sterbende mit einem Lächeln sich von seinen Freunden verabschieden sollte. Arlon kamen die Tränen, er nickt Rufus zu, als habe er die Nachricht verstanden und machte sich auf den Weg. Er kam langsam auf Haruka's Spur und ihr einziger Verfolger. Während Arlon immer näher kam, zog er sich den Pfeil endlich aus der Schulter und hat dann Haruka aufgeholt, genau perfekt sprang er aus dem Busch, um den grade ausholenden Schattenkrieger zu rammen. Jener flog ein wenig, Arlon hinterher, jedoch konnte er sich schneller fangen und mit einer Rolle auf dem Boden spießte er die Gestalt auf. Wie üblich zerbrach jene und ohne mehr Zeit zu verschwenden, griff er nach Haruka's Hand und ging wieder durch den Wald. Sie kamen an eine Straße an. Lichter brannten in einer nicht weiten Distanz und sie riskierten es, die Straße zu überqueren. Erst Haruka, dann Arlon überschritt die Straße, jedoch verfolgte Arlon nicht das Glück. Haruka blickte zu ihm, erkannte erst im leichten Flammenschein seine vielen, leichten Verletzungen, die ihn einwenig erlahmten und als ihn dann noch ein Wurfseil an den Beinen erwischte und sich dort verhederte, fiel er endgültig zu Boden. Arlon winkte hektisch ab und flüsterte Laut: "Schnell! Lauf!" Er musste es einige Male schnell wiederholen, bis sich Haruka dann in Bewegung setzte. Erst dann begann er mit dem Versuch, sich von den Fesseln vergeblich zu lösen, denn schon traf ihn ein harter Schlag mit einer Keule und er verlor das Bewusstsein...