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von vergangenen und gegenwärtigen Tagen

Verfasst: Sonntag 7. August 2011, 10:46
von Arkady Feebach
der Salzgeruch des nahen Meeres lag in der Luft und vermengte sich mit den Tönen des dichten Urwalds. Mittlerweilen war dies ihr Lieblingsplatz geworden, auch wenn ihr der Busch und seine Bewohner nicht geheuer waren. Die Füsse im weichen, von der Sonne gewärmten Sand vergraben, sass die junge Frau, halb verdeckt hinter grossen Palm- und Farnblättern am Strand La Cabeza's. Mit dem Rücken an einem Felsblock gelehnt, war sie weitgehenst geschützt vor der ankommenden Brandung, dennoch verirrte sich immer wieder ein Tropfen in die dicke, rote Lockenpracht, wie sie gebeugt über ein Büchlein, den Kohlestift nahezu lautlos über dessen Seiten führte. Neben ihr ruhte die kleine, etwas abgenutzt Handharfe, die helle Töne in die Luft und aufs Meer hinaus trug, wenn die junge Bardin, den Stift sinken liess und ihre Finger zupfend darüber glitten.


Erinnerung - Harmonie


Wenn der Wind mein Haar berührt, spür ich deinen Atem,
Erinnerung die zu mir dringt, tief in mir vergraben.

Wenn das Meer die weisse Gischt, rauschend trägt zum Strand,
hör ich deine Stimme flüstern, mir doch so bekannt.

Wenn die Felder Golden stehen, denk ich an dein Haar,
wie dort meine Finger spielten, doch du bist nicht mehr da.

Wenn der Himmel leuchtend blau, möchte ich drin versinken,
wie in deinem Augenlicht, vollends drin ertrinken.

Wenn ich an der Harfe zupf, sich ihr Klang erhebt,
weiss ich dass dein Ohr mir lauscht, du dich nach mir sehnst.

Wenn die Flammen fröhlich tanzen, Dunkelheit sich bindet,
möchte ich deine Wärme spüren, dass die Kälte schwindet.

Wenn ich nachts nicht komm zur Ruh und mein Herz wird schwer,
warst mein Halt in schweren Stunden, gibt nur mich nunmehr.

Wenn die Träume leise reisen, ihre Flügel spannen,
fühlt sichs an als wärst du hier, wieso bist du gegangen.

Wenn ich zu den Sternen blicke, seh ich deinen Glanz,
einmal nur dich wiedersehen, einmal ..... irgendwann.



Fibi


Nachdem sie die Zeilen beendet hatte, riss sie das Blatt heraus, rollte es sorgfältig zusammen und stopfte es in eine leere Flasche, der Korken wurde darauf gedrückt und die Flasche dem Meer überlassen