Das Leben unter einer großen Aufgabe
Verfasst: Freitag 5. August 2011, 17:39
Immer noch hallten die lauten, schmerzverursachenden Worte Krathors in ihrem Kopfe.
Noch immer überlegte Sie viel, was es bedeuten würde, diese Position zu beschreiten. Die Diener "zu einen und zu führen".
Ja, die ersten Schritte waren getan. Der Rat wurde gegründet. Eine reine Diktatur würde schnell die Diener untereinander aufbringen.
Es war die Vielfalt, die uns so besonders machten. Der individuelle Geist, der dafür sorgte, dass wir alle noch nicht auf den Scheiterhaufen der Verblendeten uns wiederfanden.
Und so war auch der Rat gestrickt: Einer anders als der andere. Soviele unterschiedliche Ansichten, soviele unterschiedliche Meinungen...doch alle unter einem Ziel und einen gemeinsamen Weg vereint.
Ja, die Aufgaben häuften sich. Wer hätte gedacht, dass es soviel zu erledigen gab. Soviele Dinge, die geklärt werden mussten, auch alleine, um das frische, neue Bündnis mit dem alatarischen Reiche nicht zum wanken zu bringen.
Und so ergaben sich viele Begegnungen, die nicht immer freundlich von statten lief.
Ja, Anveena erinnerte sich zu gut an das lange Gespräch mit der Bürgermeisterin Düstersees und dem Alka höchstpersönlich.
Sie wich nicht von ihrem Standpunkt ab, sie trat für die Diener ein. Es könne nicht ihr Problem sein, dass Informationen nicht im alatarischen Reiche verbreitet wurden und das man aggressiven Verbündeten nicht die Klinge auf die eigene Brust drücken wird.
Doch so gerne Anveena ihnen eine gewisse Art von Versagen unter die Nase reiben wollte, so sehr blieb Sie diplomatisch. Dinge waren geschehen, es galt nun, für das gemeinsame Ziel eine Lösung zu finden, damit Fehler nicht mehr vorkommen mögen und auch ALLE verstanden, worum es hier ging.
Doch nicht minder anstrengend war das Gespräch mit den Blauhäuten in ihren Tunneln...wie Anveena diesen dreckigen, miefigen Ort verachtete.
Es ging um den Lakaeien Tharon, eine Erkenntnis, die Anveena erst erhielt, als Sie schon an deren Tische sass.
Man wollte ihn strafen und auspeitschen. Sicher, mögen Sie ihre begründung haben, aber wieder hämmerten die Worte Krathors in ihren Kopf. Nein, sie würde einen Diener nie schutzlos für Bestrafungen der Pantherbrut aussetzen. Niemals.
Die Gespräche waren lang, das fehlende Sonnenlicht in den Höhlen liessen einen das Gefühl für Zeit raumen. Sie hätte schwören können, dort Tage verbracht zu haben.
Und dennoch, alle Anklagepunkte konnte Sie entweder korrigieren oder beweisen, dass Tharon dafür schon selbst gen des Alkas Gutmachung leistete und man ihm verzieh. Sie war selbst über sich erstaunt, dass Sie es hinbekam, dass kein Arm und keine Peitschen gen des Lakaeien erhoben wurden. Vielleicht hatte Niel doch in dem Punkte, was das diplomatische Geschick angeht, einen guten Einfluß.
Leider brachte Diplomatie und mahnende Worte an Tharon nichts. Er brach wieder aus den Reihen. Ein wenig Freigeist mag gut und erfrischend sein, doch was er sich dort leistete, versetzte die Dienerin in Rage.
Früher hätte Sie nicht mit der Wimper gezuckt und ein Meer aus Blitzen auf ihn gejagd. Doch diese Zeiten müssen vorbei sein. Diplomatisch, gerecht aber auch Hart war der Weg...nicht Rachsüchtig.
Es ergab sich, dass die Spannung zwischen Magnus und Tharon für Anveena erkennbar waren und man dann davon sprach:
-Er hätte den wahren Namen eines Dieners einem nicht-Diener herausgegeben, bewusst, um den Diener zu schaden.
Ein Verrat, der mehr als hoch geahndet werden musste, um auch ein Zeichen zu setzen und die Strafe folgte auf das Wort.
Eigentlich hätte der Rat urteilen sollen, doch hier war ein schnelles Wort gebraucht. Man würde, auch zur Sicherheit der anderen Diener, Tharon seiner Erinnerungen berauben und Magnus gestatten, ihn für die Dreistigkeiten als Geschädigter unter dieser Willkür zu Brandmarken.
Leise seufzte Anveena und liess sich im Thron zurückfallen, als Sie auf den Stapel Pergamente und Briefe blickte.
-Waffen holen für die untoten Armeen
-Mit einigen Personen treffen
-Einladungen nachkommen
-Den Rat zusammen rufen
-Recherchieren
und und und...
Die Liste der Aufgaben schien endlos, der Tag, wo Sie einfach nur Dienerin war und sich mit Verblendeten auf ihre sadistische Art und Weise vergnügte, schon zu lange her.
Und es gab noch mehr. Tharons Befürchtungen waren vielleicht einst nicht unbegründet, diese Frau, der Er den wahren Namen offenbarte, machte Jagd auf Anveena.
Es war sehr amüsant, wie Sie mit ihren Dolch, den leeren Drohungen und erbärmlichen Verspottungen von Anveena zu Boden gerissen wurde, wie eben jener Dolch nur wenige Milimeter von ihrem Auge entfernt sich leicht in des Dieners Hand drehte...und dennoch...was Sie jetzt nicht gebrauchen könnte, war eine Irre, die alle Diener verfluchte und gezielt abschlachten wollte....und Magnus...dieses betteln um ihr Leben...schien nicht gespielt...
Seine Gefühle...
Sie seufzte...
Ein Diener, der sich in sein Experiment verliebte...sowas brauchte Sie nun wirklich nicht.
Und dennoch, musste Sie herausfinden, wie groß die Gefahr ist.
Selbst wenn Sie schon mit Magnus sprach, sich über das "Experiment" aufklären liess und ihm die mahnenden Worte übergab...so eine Verbindung der Gefühle, verwirren oft den Geist und lassen einen das wesentliche aus den Augen verlieren.
Sie müsste dort weiter am Ball bleiben...neben den anderen Tausend Aufgaben, die auf Sie warteten....der Nexa der Diener Krathors...
Und Niel wundert sich jeden Abend, warum Anveena immer so müde ist...ein Gedanke, der wenigstens für eine Sekunde ihre Mundwinkel zum anheben zwingen.
Noch immer überlegte Sie viel, was es bedeuten würde, diese Position zu beschreiten. Die Diener "zu einen und zu führen".
Ja, die ersten Schritte waren getan. Der Rat wurde gegründet. Eine reine Diktatur würde schnell die Diener untereinander aufbringen.
Es war die Vielfalt, die uns so besonders machten. Der individuelle Geist, der dafür sorgte, dass wir alle noch nicht auf den Scheiterhaufen der Verblendeten uns wiederfanden.
Und so war auch der Rat gestrickt: Einer anders als der andere. Soviele unterschiedliche Ansichten, soviele unterschiedliche Meinungen...doch alle unter einem Ziel und einen gemeinsamen Weg vereint.
Ja, die Aufgaben häuften sich. Wer hätte gedacht, dass es soviel zu erledigen gab. Soviele Dinge, die geklärt werden mussten, auch alleine, um das frische, neue Bündnis mit dem alatarischen Reiche nicht zum wanken zu bringen.
Und so ergaben sich viele Begegnungen, die nicht immer freundlich von statten lief.
Ja, Anveena erinnerte sich zu gut an das lange Gespräch mit der Bürgermeisterin Düstersees und dem Alka höchstpersönlich.
Sie wich nicht von ihrem Standpunkt ab, sie trat für die Diener ein. Es könne nicht ihr Problem sein, dass Informationen nicht im alatarischen Reiche verbreitet wurden und das man aggressiven Verbündeten nicht die Klinge auf die eigene Brust drücken wird.
Doch so gerne Anveena ihnen eine gewisse Art von Versagen unter die Nase reiben wollte, so sehr blieb Sie diplomatisch. Dinge waren geschehen, es galt nun, für das gemeinsame Ziel eine Lösung zu finden, damit Fehler nicht mehr vorkommen mögen und auch ALLE verstanden, worum es hier ging.
Doch nicht minder anstrengend war das Gespräch mit den Blauhäuten in ihren Tunneln...wie Anveena diesen dreckigen, miefigen Ort verachtete.
Es ging um den Lakaeien Tharon, eine Erkenntnis, die Anveena erst erhielt, als Sie schon an deren Tische sass.
Man wollte ihn strafen und auspeitschen. Sicher, mögen Sie ihre begründung haben, aber wieder hämmerten die Worte Krathors in ihren Kopf. Nein, sie würde einen Diener nie schutzlos für Bestrafungen der Pantherbrut aussetzen. Niemals.
Die Gespräche waren lang, das fehlende Sonnenlicht in den Höhlen liessen einen das Gefühl für Zeit raumen. Sie hätte schwören können, dort Tage verbracht zu haben.
Und dennoch, alle Anklagepunkte konnte Sie entweder korrigieren oder beweisen, dass Tharon dafür schon selbst gen des Alkas Gutmachung leistete und man ihm verzieh. Sie war selbst über sich erstaunt, dass Sie es hinbekam, dass kein Arm und keine Peitschen gen des Lakaeien erhoben wurden. Vielleicht hatte Niel doch in dem Punkte, was das diplomatische Geschick angeht, einen guten Einfluß.
Leider brachte Diplomatie und mahnende Worte an Tharon nichts. Er brach wieder aus den Reihen. Ein wenig Freigeist mag gut und erfrischend sein, doch was er sich dort leistete, versetzte die Dienerin in Rage.
Früher hätte Sie nicht mit der Wimper gezuckt und ein Meer aus Blitzen auf ihn gejagd. Doch diese Zeiten müssen vorbei sein. Diplomatisch, gerecht aber auch Hart war der Weg...nicht Rachsüchtig.
Es ergab sich, dass die Spannung zwischen Magnus und Tharon für Anveena erkennbar waren und man dann davon sprach:
-Er hätte den wahren Namen eines Dieners einem nicht-Diener herausgegeben, bewusst, um den Diener zu schaden.
Ein Verrat, der mehr als hoch geahndet werden musste, um auch ein Zeichen zu setzen und die Strafe folgte auf das Wort.
Eigentlich hätte der Rat urteilen sollen, doch hier war ein schnelles Wort gebraucht. Man würde, auch zur Sicherheit der anderen Diener, Tharon seiner Erinnerungen berauben und Magnus gestatten, ihn für die Dreistigkeiten als Geschädigter unter dieser Willkür zu Brandmarken.
Leise seufzte Anveena und liess sich im Thron zurückfallen, als Sie auf den Stapel Pergamente und Briefe blickte.
-Waffen holen für die untoten Armeen
-Mit einigen Personen treffen
-Einladungen nachkommen
-Den Rat zusammen rufen
-Recherchieren
und und und...
Die Liste der Aufgaben schien endlos, der Tag, wo Sie einfach nur Dienerin war und sich mit Verblendeten auf ihre sadistische Art und Weise vergnügte, schon zu lange her.
Und es gab noch mehr. Tharons Befürchtungen waren vielleicht einst nicht unbegründet, diese Frau, der Er den wahren Namen offenbarte, machte Jagd auf Anveena.
Es war sehr amüsant, wie Sie mit ihren Dolch, den leeren Drohungen und erbärmlichen Verspottungen von Anveena zu Boden gerissen wurde, wie eben jener Dolch nur wenige Milimeter von ihrem Auge entfernt sich leicht in des Dieners Hand drehte...und dennoch...was Sie jetzt nicht gebrauchen könnte, war eine Irre, die alle Diener verfluchte und gezielt abschlachten wollte....und Magnus...dieses betteln um ihr Leben...schien nicht gespielt...
Seine Gefühle...
Sie seufzte...
Ein Diener, der sich in sein Experiment verliebte...sowas brauchte Sie nun wirklich nicht.
Und dennoch, musste Sie herausfinden, wie groß die Gefahr ist.
Selbst wenn Sie schon mit Magnus sprach, sich über das "Experiment" aufklären liess und ihm die mahnenden Worte übergab...so eine Verbindung der Gefühle, verwirren oft den Geist und lassen einen das wesentliche aus den Augen verlieren.
Sie müsste dort weiter am Ball bleiben...neben den anderen Tausend Aufgaben, die auf Sie warteten....der Nexa der Diener Krathors...
Und Niel wundert sich jeden Abend, warum Anveena immer so müde ist...ein Gedanke, der wenigstens für eine Sekunde ihre Mundwinkel zum anheben zwingen.