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Auf der Suche nach Licht in der Dunkelheit

Verfasst: Mittwoch 27. Juli 2011, 07:19
von Bryan Raufels
Er wollte nie großes Ansehen, er wollte nie ein Held sein, doch sein Blut machte es ihm nicht leicht. Hat er sich doch nie aussuchen können der Sohn eines Mannes von Stande zu sein. Er war ein respektabler Kämpfer, das durchaus. Aber die Fähigkeit zu Kämpfen macht einen nicht zu einem Helden von großer Ehre. Er hatte dieses Leben satt. Er wollte behandelt werden wie ein normaler Mann seines Alters.

So entschloss er sich die Heimat zu verlassen und neu anzufangen, dort wo ihn niemand kennen würde. So verschlug es ihn nach Gerimor und gelegendlich auch in das kleine Fischerdorf Bajard. Es war so angenehm, niemand kannte ihn, er besaß nur das was er trug, also suchte er sich Arbeit. Ehrliche Arbeit für die er ehrliches Gold erhalten sollte. Schon einige Wochen übte er die Arbeit als Holzfäller für eine junge Schreinerin namens Lis Berah aus. Es war hart, zugegeben, aber es war ehrlich. Schnell lernte er weitere Menschen in dem Dorf kennen da seine ehrliche Arbeit sich rumsprach. Gerade als er sein Ross von der Bäuerin Lairja Scherenbrueck abholen wollte kam ein Mann hinzu Professor Karlmann. Er hatte wirklich nicht viel von einem Professor, er war etwas übergenährt, und wirkte auf den ersten Blick wie ein alter Mann dessen größter Feind der Wind war, weil dieser ihn hätte mit sich reissen können. Aber das war nicht das schlimmste, Frau Scherenbrueck stellte Bryan dem Professor vor. Dieser nahm sofort Abstand zu Bryan und verneigte sich tief. Der Name Raufels war ihm ein Begriff, leider...

Bryan hatte keine andere Wahl als eindringlich auf den Professor einzureden, und ihm das Versprechen abzunehmen, sein Wissen um den Namen Raufels nicht publik zu machen. Bryan entschied sich ab diesem Tage, seinen Nachnahmen vorerst geheim zu halten. Professor Karlmann sah in Bryan den ‚erlöser Bajards von den Schandtaten der Schergen‘. Bryan war vieles, aber kein erlöser. Dennoch hatte er ein gewisses Mitgefühl mit dem Dorf, er kannte mitlerweile einige Einwohner und hatte begonnen sie zu mögen. Viele schlaflose Nächte waren die Folge des Gespräches mit Professor Karlmann.

Verfasst: Mittwoch 27. Juli 2011, 07:20
von Bryan Raufels
Es musste etwas passieren, aber Bryan hatte keinesfalls vor, gegen irgendjemanden in den Krieg zu ziehen. Seien es die Letharen, die adeligen des lichten Reiches oder die Schergen Alatars. Er hatte nicht vor in den Krieg zu ziehen, aber er könnte versuchen für andere Verhältnisse zu sorgen. Dieses Land war voll mit Kriegern und Schützen denes es an Ausbildung und Erfahrung fehlte. Orientierungslos zogen sie durchs Land und ergossen ihre armseeligee Existenz in Wein und Bier. Dies missfiel Bryan sehr, er war zugegeben sehr stolz, das war nicht immer positiv aber auch nicht immer negativ.

Eine Schule, eine Akademie, irgendetwas in der Richtung wäre es, ein Ort für Krieger und Schützen um ihrem Leben einen Sinn zu geben. Bryan war nicht unbedingt der geborene Lehrer und alleine könne man sowas ohnehin nicht aufziehen. Also suchte er Kontakt. Er hörte einiges über einen Krieger vergangener Tage. Ein ehemaliger Hauptmann des kleinen Fischerdorfes. Ein toter brachte Bryan natürlich nicht weiter, genau so wenig wie die Geschichten über ihn, aber er hatte einen Bruder, so lernte er Toral kennen. Gut, toral wirkte nicht wie die Definition eines Schwertmeisters, aber er konnte Kämpfen und schien eine vernünftige Einstellung zum Leben zu haben.Damit ließ sich arbeiten. Aber 2 Leute waren immernoch nicht genug um etwas größeres aufzuziehen.

Bryan verbrachte in den darauf folgenden Tagen viel Zeit mit seinem Training. Es fiel ihm nicht leicht sich zu konzentrieren, seine Idee, derBund, es waren so viele Gedanken die ungeordnet durch seinen Kopf gingen. Schlaf hatte er in letzter Zeit wenig. Wenn er nicht mit Toral trainierte, saß er vor seinen Pergamenten und machte sich Gedanken. Er sprach mitlerweile öffter über seine Idee als ihm lieb war, aber wenn man nicht drüber sprach, konnte man keine gleichgesinnten finden. Oft verbrachte er die Abende im Tavernengarten vom torkelnden Oger, wo er hin und wieder auch in Gespräche sowohl mit Einwohnern als auch Reisenden geriet. Eine davon war Yasme, eine junge Händlerin die noch nicht sehr lange im Land war. Anfangs war sie sehr schüchtern, und wenn Bryan darüber nachdenkt dass ein einfacher Pfirsich, der nicht sehr gemundet hat, dazu führte dass sie ins Gespräch kamen, muss er noch heute schmunzeln. Yasme war recht zurückhaltend, schüchtern und auch ein wenig ängstlich. Zwar hat Bryan sie nie in einer Situation gesehen in der ihr die Angst im Gesicht stand, aber er kannte sie ja auch erst ein paar Tagesläufe und in Gesprächen über maskierte Menschen in dunklen Roben, sah man ihr schon einen gewissen schauer an.

Yasme war eine Person, die Bryan, ohne dass sie irgendetwas in die Richtung äußerte, klar machte dass er an seinem Ziel festhalten müsse. Wie leicht würde ein junges Mädchen wie Yasme, ein paar Schergen hilflos ausgefliert sein. Von diesen Schergen gab es mehr als genug, leider. Aber würde es reichen einen Bund zu gründen der sich der Ausbildung widmet? Wo der indirekte Hilferuf doch so deutlich zu vernehmen ist, wo viele ihn ignorieren? Weitere Fragen in Bryans Kopf die ihn meist nicht schlafen ließen.

Verfasst: Mittwoch 27. Juli 2011, 07:21
von Bryan Raufels
Die ersten Lichstrahlen eines weiteren Tages erreichten Bryan während er bereits sein Lager abbaute. Zu dieser Zeit traf er selten Menschen an, dies war ihm nur all zu recht, denn er stand ja nicht jeden Morgen so früh auf um in tiefere Gespräche verwickelt zu werden. Er traf sich mit Toral, welcher sich ebenso wie Bryan, dem intensiven Waffentraining widmete. Sie begangen sehr früh und verbrachten Stunden mit dem verbessern ihrer Fertigkeiten. Meist wurde dabei nicht viel gesprochen. Nach ihrem Training gingen sie in die Taverne zum torkelnden Oger und nahmen ihre erste Mahlzeit zu sich. Beiden machte das intensive Training zu schaffen, aber keiner wollte es wohl so recht vor dem anderen zeigen. Nachdem sie sich stärkten, führten sie ihre Übungen vom frühen Morgen weiter. Danach nahmen sie wieder etwas zu sich, und trainierten weiter. Man könnte fast meinen ihr Alltag bestünde aus nichts anderem. So mag es in den letzten Tagen sogar gewesen sein. Am Abend entschieden die beiden, das Dorf mal zu verlassen und sich etwas die Beine zu vertreten. Sie marschierten recht weit, am Kloster vorbei, an der Festung des Ordens der Temora, bis hin zu einem Hof, dort machten sie halt und schauten sich etwas um. Es dauerte nicht lange bis sie von einer jungen Frau namens Derades angesprochen wurden. Bryan nutzte die Chance und erstand ein paar Waren während er mit ihr ins Gespräch kam. Sie erzählte ihm vom ausbleiben der Kundschaft wegen der drohenden Gefahr von Untoten in der Nähe Varunas, einer alten Stadtruine. Hilferufe gegenüber der Reichstruppen dirt blieben ungehört und so konnten sie nichts anderes tun, als sich mit der Situation abzufinden. Es wurde recht spät, Toral und Bryan machten sich auf den Weg zurück ins Dorf.

Es ging Bryan nicht aus dem Kopf, die Worte von Fräulein Derades über die Bedrohung durch Untote und das ausbleiben von Hilfe. Am liebsten würde er das Unheil überall gleichzeitig bekämpfen, aber das konnte er nicht, das war ihm bewusst. Es musste doch auch andere geben, die seine Gedanken teilten. Fühlte sich gar niemand dazu berufen, diesen Leuten zu helfen? Wie so oft führte der Weg die beiden in die Taverne in Bajard. Toral verabschiedete sich, vermutlich gönnteer sich eine Pause. Sie war ihm mehr als gegönnt. Bryan hingegen widmete sich in alter Manier seinen Pergamenten und den Plänen des Bundes. Am tisch gegenüber saß Familie Scherenbrueck zusammen mit zwei weiteren Männern. Es schien alles in allem ein ruhiger Abend zu sein. Kaum hatte er den Gedanken im Kopf, wurde der Tisch schlagartig leise. Bryan schaute von seinen Pergamenten auf und blickte zum Tisch. Die dort Anwesenden schauten Richtung Zaun und Bryan folgte ihrem Blick mit seinem, Letharen, zwei Letharen auf ihren eigentümlichen Reitwesen waren aufgetaucht und hüllten durch die Anwesenheit den Tavernengarten in Schweigen. Bryan hatte zwar viel von Letharen gehört, aber nie bewusst welche gesehen. Zu erwarten war ein anstehendes Blutbad, stattdessen ging einer der Letharen zur Wirtin und orderte Fleisch. Das Fleisch wollte er den eigenartigen Reittieren zum fressen geben, welche das Fleisch aber ablehnten. Es war gebratenes Fleisch, doch diese Wesen wollten frisches Fleisch. Die Letharen fassten einen Hund ins Auge, es war klar was sie vorhatten, auch Frau Scherenbrueck wusste es und man merkte ihre ohnehin schon vorhanden Unruhe noch deutlicher. Die Angst dieser Leute, es war vermutlich nicht klug aber Bryan erhob sich und stoppte die Letharen in ihrem vorhaben. Er erhon die stimme und bat sie einzuhalten. Das war knapp, die Armbrust lag schon an, ein Herzschlag später und der Hund wäre gestorben. Sichtlich irritiert über Bryans bitte, fragten sie ihn was er wolle.

Anblich zweier Letharen wie sie einen Hund töteten, nichts für die Augen einer Frau wie Frau Scherenbrueck wäre. So bot er den Letharen an, ihn frisches Fleisch zu bringen, wenn sie den Hund leben lassen würden. Die Letharen konnten jene bitte nicht nachvollziehen, aber sie akzeptierten. Die Scherenbruecks und die anderen Anwesenden nutzten die Gunst der Stunde und verschwanden, das war Bryan recht, so konnte ihnen nichts passieren falls aus den Letharen blutrünstige Monster werden würde, wie sie in den Erzählungen genannt wurden.
Bryan machte sich auf und erlegte zwei Schweine die reif fr die Schlachtbank waren und brachte den Letharen das Fleisch.

Während ihre Reittiere sich an dem fleisch vergingen, kam Bryan mit den Letharen ins Gespräch. Zugegeben eine etwas absurde Vorstellung mit zwei Letharen ein Gespräch zu führen, aber zu Bryans überraschung verlief dieses Gespräch sehr angenehm. Sie sprachen über die Bedeutung des Hundes für den Menschen und weitere kulturelle Unterschiede zwischen Menschen und Letharen. Auch der Glaube an Götter und den Verbleib von menschlichen Seelen nach dem Tod waren Themen. Alles in allem dauerte das Gespräch eine Weile an, bis die Letharen sich zurück ins abgelegene Rahal begaben. Zwei tote Schweine die ein mögliches Blutbad verhindert haben? Sollte dem so gewesen sein, waren die Schweine ein Tribut den man gerne entrichten würde in der Zukunft. Natürlich hat Bryan nicht vergessen dass es Letharen waren und dass es morgen schonwieder ganz anders aussehen könnte, aber eine seiner Eigenschaften war, dass er Hoffnung sah wo viele andere sie nichtmehr erkannten. Vielleicht wäre es möglich, die Übergriffe der Letharen längerfristig zu beenden indem man ihnen Nahrung für ihre tiere geben würde. Immerhin war Bajard die Stadt des Handels und des Handwerks wie der Herold es immer so schön sagte. Dünnes Eis, aber eines auf dem man sich noch bewegen konnte.

Verfasst: Mittwoch 27. Juli 2011, 07:22
von Bryan Raufels
Die Nacht brach an, Toral und Bryan trafen sich zu einem letzten Training an jenem Tage. Diesesmal war es nicht ganz so lang und ausdauernd wie die letzten, allerdings war der Tag hart und ertragreich. Nach dem Training begab Toral sich zur Ruhe und Bryan versuchte etwas zu schlafen. Eine kurze nacht, wie fast immer, Bryan war noch nie ein Langschläfer, also machte er das, was er jeden Morgen tat, er ging trainieren. Über der Bank in Bajard ging er einigen Schwertübungen nach bis das junge Fräulein Yasme die Treppen empor stieg und einige worte mit ihm wechselte. Bryan wusste nicht wie lange sie schon sprachen, aber es schien einige Zeit verstrichen gewesen zu sein. Irgendwann kam ein Mann die Treppen hinauf, das erste was Bryan auffiel war die Schwertscheide welche der Herr trug. Der Mann wollte nicht stören, er wollte sich lediglich den Sonnenaufgang ansehen. Yasme und Bryan führten ihr Gespräch fort und kamen auf ihre Pläne zu sprechen, natürlich sprach Bryan auch von seinen Plänen des Bundes und dass er gerne für jene Menschen da wäre, die im Verlauf des langanhaltenden Krieges vergessen wurden und im missstand leben mussten. Bryan sprach davon dass er diesen Menschen helfen wolle, ihnen beistehen wolle wo andere sie ignorierten, in dem Moment drehte sich der Mann zu den beiden und fragte Bryan wie er jenes anstellen wollen würde. Bryan führte seine Gedanken etwas genauer aus und kam mit jenem Herren ins Gespräch. Yasme verabschiedete sich als das Gespräch zwischen Bryan und jenem Herren tiefgründiger wurde. Wenngleich auch ein leichter Zweifel in der Stimme des Mannes zu vernehmen war, so bot er Bryan doch sein Schwert an, sollte er es schaffen so einen Bund zu Gründen. Garrett war der Name des Mannes wie Bryan im Verlauf des Gespräches erfuhr. Garret und Bryan sprachen über die Reiche, ihre politischen Bündnisse mit Fremdländern wie den Thyren, den Menekanern oder den Zwergen, aber auch über mögliche Anwärter für den Bund. Garrett meinte es würde sicher viele mögliche anwärter geben, doch war Bryan auch bewusst dass es mit Anwärtern alleine nicht getan sei, sie müssten angelernt werden, dafür bräuchte es erfahrene Krieger. Ein durchaus respektables Problem vor dem Bryan stand, zwar beherbergte das Land viele erfahrene Krieger, aber nur wenige waren nicht an eines der Reiche gebunden oder würden sich der Sache anschließen ohne Ruhm und Reichtum dadurch zu erlangen. Bryan kannte nicht sehr viele erfahrene Krieger in diesen Ländereien, aber er würde an seinem Plan festhalten, seinen Plan einen Bund der freien Kreger zu gründen um jenen Menschen Hoffnung zu geben, die längst aufgehört haben an jene zu glauben. Ein schweres Ziel, weit davon entfernt, in die Tat umgesetzt zu werden. Ebenso weit entfernt wie der Gedanken dass es leicht werden würde. Natürlich würde es nicht leicht werden, aber es wäre machbar und daran hielt Bryan fest. Garrett wollte aufbrechen, er sagte nun habe Bryan seinen Namen und wenn er es geschafft habe so einen Bund zu gründen, würde er Bryan aufsuchen. Eine Aussage die Bryan in der Verwirklichung seiner Pläne vorrantrieb.

Verfasst: Donnerstag 28. Juli 2011, 03:03
von Bryan Raufels
Ein weiterer Tag war vorrüber. Erschöpft ließ Bryan sich auf dem Stuhl in der Herberge nieder. Heute war viel los in Bajard, einige Markstände hatten geöffnet, die Taverne war gut besucht. Thyren verschleppten Menschen aus dem Dorf. Rabendiener trieben ihr Unwesen an der Kutsche vor Bajard. Es waren sehr viele Eindrücke auf einmal, doch schien dies der Alltag in Bajard zu sein. Aber dies sollte Bryan nicht abschrecken, natürlich würde er den dingen nachgehen um alles etwas besser zu verstehen. Angefangen hatte der Tag wie jeder andere, die ersten Lichstrahlen fielen über das Land hinein, während Bryan sein Lager abbaute. Toral war an diesem Morgen verhindert so wandte Bryan sich dem Training mit dem Bogen zu. Er verbrachte zirka vier Stundenläufe damit ehe er sich zur Taverne begab und sein Mittag zu sich nahm. Es war ruhig in Bajard, das mochte er, die meisten Handwerker waren in ihren Werkstätten und bereiteten sich auf den üblichen Kundenansturm am Nachmittag des Tages vor. Die Bauern bestellten ihre Felder und bewirtschafteten ihre Lager. Nach dem Mittag wandte Bryan sich wieder den Übungen zu, wieder vergingen einige Stundenläufe. Langsam wurden die Straßen in Bajard immer belebter, sogar ein reisender Händler kam in das Dorf und bot den Leuten verzierungen auf ihrer haut an. Das war nichts für Bryan, wohl eine der neumodischen Arten sich zu schmücken.

Das training war ausdauernd und anstrengend, Bryan entschied sich, sich etwas die Beine zu vertreten. Er schlenderte über den Marlt und begegnete Fräulein Majalin. Ihm wurde ziemlich flau im Magen, hatte er doch nicht vergessen wie er ihr die Nachricht vom Ableben Mandarks berichten musste. Bemüht höflich begrüßte Majalin ihn, aber ihm war besusst dass alles andere als Freude momentan in ihr herrschen würde bei seinem Anblick. Das Gespräch verlief er stockend, sie betonte das er keine Schuld an den Geschehnissen habe und dass er sich nicht unwohl fühlen müsse wenn sie sich begegnen. Leichter gesagt als getan. Er hatte Glück, eine junge Dame trat an Majalin heran, das war Bryans Chance die Gunst der Stunde zu nutzen und weiter zu gehen, denn er war ja auf der Suche nach einer Schneiderin, wie er es auch erwähnte. Glück im mehrfachen Sinne, denn die junge Dame an Majalins Seite war eine solche Schneiderin. Ihr Name war Karawyn. Bryan machte einen Termin mit ihr aus und schlenderte sodann weiter. Mitlerweile brach der Abend über das Land und Bryan nahm sein abendessen zu sich.

Er schlenderte durch die Straßen des Dorfes und bemerkte eine Ansammlung von Menschen am Hafensteg, ein paar Thyren hatten eine Auseinandersetzung mit einer jungen Frau. Sie kam Bryan bekannt vor, eine eher lästige Person, dennoch schien sie in ernster Gefahr, denn diese Thyren, die zugegeben keine kleinen Personen waren, schienen ihr Leid zufügen zu wollen. Er wechselte kurz ein paar Worte mit der Bürgermeisterin Verdania, ehe er den Steg betrat und die Thyren aufforderte, in ihrem Handeln inne zu halten. Wenig beeindruckt von Bryans Worten marschierten sie mit der Dame auf der Schulter an ihm vorbei. Die Bürgermeisteirn als auch Bryan folgten den Thyren. Bryan hätte sie am liebsten irgendwie aufgehalten, aber die Bürgermeisterin meinte, alleine habe es keinen Sinn. Erst meuchelnde Letharen und nun Menschen verschleppende Thyren. Das dorf stand wirklich unter keinem guten Stern. Die Thyren wollten das Dorf verlassen als sie die Nachricht einiger Rabendiener ereilte, welche vor dem Dorf ihr Unwesen treiben würden. Hörte es denn nie auf? Die Thyren verschwanden durch eine Art Tor, Bryan kannte sich mit derlei Dingen nicht aus. Aber er hatte auch keine Zeit darüber nachzudenken, die Bürgermeisterin musste zum dorfeingang ob der drohenden Gefahr durch die Rabendiener. Bryan folgte ihr, wollte er sich doch für das Dort einsetzen. Am dorfeingang angekommen erhielt er den ‚Befehl‘ die Position zu halten falls die Rabendiener Ärger machen würden. Nun war er schon wie selbstverständlich für ein Soldat gehalten worden? Nunja, die Wehr gab es nicht. Andere Personen die such um das Dorf scherten auch nicht. Also war Bryan wohl spontan Soldat, das gefiel ihm nicht sonderlich, aber er blieb am Eingang und hielt Wache.

Die Wache verlief ruhig, die Gespräche um ihn herum waren für Bryan wichtiger. So erfuhr er zum einen dass es wohl doch noch Wehrsoldaten gäbe, wenngleich diese auch alles andere als wie Soldaten wirkten. Ihr Name war Ivy so wie er es mitbekommen hatte, Siran schien sich gut mit ihr zu verstehen, wohl kannten sie sich eine Weile. Nachdem einer nach dem anderen den Posten verließ, entschied sich auch Bryan sich wieder anderen Aufgaben anzunehmen. Wenngleich er auch keine Erfolge im Bezug auf seine Ziele erreichte, so konnte er doch zumindest das ein oder andere für jemand anderen tun. Das junge Fräulein Ryah zum Beispiel, war nun angestellte am Hof von Fräulein Nanielle. Bryan hatte zwischen den beiden vermittelt. Das Fräulein Yasme war nun angestellte in der Werkstatt von Fräulein Berah. Damit hatte Bryan zwar nichts zutun, aber es freute ihn.

Es war mitlerweile sehr spät, die Geschehnisse in Bajard ließen Bryan ganz die Zeit vergessen. Er wurde doch von Fräulein Karawyn erwartet! So eilte er zu ihrer Schneiderei, er hatte Glück, sie war noch wach. So betrat er ihr aus und erstand allerlei Waren. Von Wappenröcke über Handschuhe bis hin zu Schwertscheiden und den für sein Training fehlenden ledernen Armschoner. Vielleicht konnte man das zumindest als einen Erfolg verbuchen.

Ein ereignissreicher Tag war also vorrüber, Bryan hing noch über seinen Pergamenten ehe die Tür ging und Toral zur Tür hinein kam. Kurz darauf folgte ihm auch eine junge Dame namens Charlie. Nunja eine Dame war sie vielleicht nicht wirklich, war die Menge an Dreck in Gesucht und Kleidung doch eine ernstzunehmenden Konkurrenz für den Sumpf vor Bajard was den Dreckgehalt anging. Allerdings wusste sie einiges über Bajard und sein Umfeld. Es gäbe kaum Krieger in Bajard weil sie alle nicht lange blieben. Zum einen lockten die Reiche mit allerhand dingen, zum anderen würde man wohl oft in Konflikte geraten als Krieger in Bajard. Bis auf Toral gab es nur Siran Zac, den Mann der Bürgermeisterin und Beldan Scherenbrueck den Friedensrichter in Bajard welche in der Lage waren eine Waffe zu führen. Siran war für Bryans Pläne gänzlich ungeeignet, das wurde ihn nach wenigen Gesprächen schon klar, aber was war mit Beldan Scherenbrueck? Bryan würde auf jedenfall mehr über ihn erfahren wollen soviel stand fest. Bryan erfuhr auch einiges über Gemeinschaften vergangener Tage und über die aktuellsten politischen Begebenheiten in den Ländereien. Alles informationen die ihm bei seinen Plänen halfen, immerhin musste er alle gegebenen Faktoren berücksichtigen bevor er eine Gemeinschaft gründen würde.

Viele Ereignisse, viele Informationen, viele Gedanken. So endete ein weiterer Tag.