Alatari - Konfrontationen, Lebensweg, Geschehnisse..
Verfasst: Donnerstag 14. Juli 2011, 14:37
Die Sonne hatte fast den höchsten Stand erreicht.. die Sehne seines Bogens war bis zu der Schulter angezogen. Der Pfeil, mit seiner metallenen Spitze, zielte direkt auf das Seil des Galgens. Er kniff die Augen zusammen, aus seinem Versteck heraus war er nicht zu entdecken. Er kannte die Oberstadt Hagadun wie seine eigene Westentasche. Auf dem großen Platz vor der Kirche, die damals dem All-Einen Alatar geweiht war und nun ein Schandfleck der Hurengläubigen war, kannte er ebenso jede Nische, aus der er die angeklagten Angehörigen der Untergrundbewegung von dem Galgen schießen konnte. Dieses mal hatte er eine hohe Nische auf einem abgelegenen Häuschen erwischt. Es war sehr Schattig und leicht wucherten die verschiedensten Pflanzen in der Nische. Er passte seine Kleidungsfarbe seiner Umgebung an. Ein kurzer Blick ging abermals gegen die Sonne, darauf hin ein erhaschender Blick auf den großen Vorplatz, wo neben raunender Leute und fluchender Leute die Anhänger vermummt darauf warteten bis der Galgen durchgeschossen war. Er rief sich sein Training ab, er war der beste Bogenschütze in der Untergrundbewegung. Seine Treffsicherheit war selbst aus großer Entfernung einzigartig genau. Es war nun soweit, Roland Baring sah den Tod vor sich. Der Schafrichter hob seinen Arm an, sobald er ihn fallen ließ, ließen die Arbeiter die Bodenplatten hinab gleiten. Einmal tief eingeatmet, lief die Zeit fast wie in Zeitlupe vor seinem Auge ab. Der Schafrichter ließ seinen Arm fallen, während die Menge auf jubelte und die Arbeiter am Rad drehten und der Boden unter lautem Knacken nachgab, löste er die Sehne des Bogens. In Sekundenbruchteile schoss der Pfeil durch das Seil das Galgen. Unter dem Eintretenden Gewicht gab das Seil nach und Roland stürzte in eine präparierte Höhle unter dem Podest. Leonar sprang aus seiner dunklen Nische in einen auf der Straße liegenden Karren, sofort huschte er durch die Gassen in den Untergrund. Für mehr war er nicht verantwortlich. In seinem spärlich eingerichteten Kämmerchen ließ er sich nieder, notierte er einige Zeilen an seinen Onkel Ignon.
Solche Aufgaben hatte er schon oft in seinem Leben bekommen. Es war der Nervenkitzel der ihn dabei voran trieb und ihm beim Training den nötigen Ehrgeiz gab. Er hatte sich seiner Familie, den Untergrund und vor allem dem Allmächtigen Alatar verschrieben, so wie es sein Vater Ulfried von ihm verlangt hatte. Sein Vater, auf der Weise gestorben ist, wovor er seither schon einige Leben gerettet hatte. Er erinnert sich an jedes einzige Detail der Hinrichtung, die alles in seinem Leben verändert hatte. Er war zu diesem Zeitpunkt gerade mal 6 Sonnenwenden alt. Die Sonne hing hoch am Himmel, als der Name der Familie Drugar durch die Menge hallte, ging ein lautes Raunen durch die Menge. Im Schatten hielt sich Leonar auf, eigentlich versprach er, der Hinrichtung fern zu bleiben. Ein eigenwilliges junges Kind war er schon ziemlich früh. Er konnte einfach nicht ruhig in seiner Kammer ruhen während sein Vater hingerichtet werden sollte. Eine große Anspannung ging in ihm durch. Der Hass auf die Hurendiener wuchs stetig für jeden Moment den er zusah wie die Rede gehalten wurde. Mit geballter Faust beobachtete er, komplett allein, wie sein Vater am Galgen erhängt wurde. Er blieb während des ganzen Schauspiels starr in der dunkelen Ecke stehen. Erst als sein schon längst toter Vater vom Galgen abgehangen wurde, rannte Leo, er rannte los.. Durch die Gassen Hagaduns, die ihm so jung schon vertraut und bekannt waren, rannte er ziellos weiter. Er hielte erst zwangsweise an, als ihn die Kräfte verließen und er stolperte. Regungslos blieb er liegen, nicht traurig, sondern Erzürnt.. einen Zorn den er in seinem jungen Leben noch nie gespürt hatte.
In einem spärlich eingerichteten Kämmerchen wachte er im Untergrund auf. Es war das erste mal dass er hier jemals war. Er hörte lediglich immer nur davon aus den Gesprächen wenn er seinen Vater und die Verwandte heimlich belauscht hatte. Denn das war es, was er neben seinem Eifer der Erkundung und sein enormes Auskennen in der Stadt Hagadun, auch sehr gut konnte. Mühsam richtete er sich von seiner Pritsche auf. Man erklärte ihm, dass es nun zu gefährlich sei öffentlich in der Oberstadt herum zu laufen. Hier unten konnte er sich seiner weiteren Ausbildung widmen, denn seine Waffe war schon damals der Bogen. Seinen Glauben an den Allmächtigen Alatar hatte er nach der Hinrichtung gefestigt. Mit dem Erreichen des 14. Lebensjahr erhielt er ein versiegeltes Pergament, mit dem Siegel seiner Familie, der Familie Drugar. Er war etwas irritiert, war doch in dem Siegel das Symbol seines schon vor Jahren verstorbenen Vaters. Nach kurzen schnaufen brach er das Siegel, folgende Zeilen kamen abermals zum Vorschein
„Den Zorn des allmächtigen Alatar mit dir mein Sohn Leonar.
Wenn du diese Zeilen liest, bin ich schon lange zu etwas höherem Aufgestiegen.
Mein Tod soll dir den Weg ebnen, in meinem Namen.. nein im Namen des All-Einen zu dienen und der Gemeinschaft im Untergrund gute Dienste zu erweisen. Dein Onkel Ignon weiß, was er mit dir zu tun hat. Dein Leben steht etwas höherem an als nur an der Oberfläche ein gewöhnliches Leben zu führen. Ich bin stolz auf dich, nutze meinen Verlust in Form von Hass und Zorn dich weiterzubringen mein Sohn.
Möge der All-Eine schützend seine Pranke über dich tragen, dein Leben lang.
Dein Vater
Ulfried Drugar“
Atemlos ließ er das Pergament fallen und blieb Regungslos sitzen.. es dauerte eine Weile bis er sich gesammelt hatte und nun das Pergament wieder zusammenrollte und in seine Gürteltasche steckte. Er nahm sein Bogen aus seiner Kammerecke und zog sich mit seinem Köcher zurück in die Trainingsbereiche des Untergrunds. An einem Holzbrett malte er einerseits Linien und Punkte zum Treffsicherheit üben, als auch ganze Körper. Er trainierte in den laufenden Jahren soweit, dass er der beste Bogenschütze im Untergrund weit und breit war. So kam er zu seine Hauptaufgabe, die Anhänger vor dem Galgen zu bewahren.
Eines Tages, es war an seinem 19. Lebensjahr, hatte er eine besondere Aufgabe. Da er sich sehr gut in Hagadun auskannte und wusste wie man sich unbemerkt in den Untergrund zurück kam wurde er dazu berufen seine Cousine, Ellena Drugar von der Oberfläche abzuholen. Es war ein großer Plan seines Onkels Ignon. Mehr brauchte er nicht wissen, denn er hatte großes Vertrauen in seinem Onkel entwickelt. Er war für ihn schlichtweg ein Vaterersatz, auch wenn er sehr Streng mit ihm umging. Mit zwei weiteren Anhängern, natürlich vermummt, machte er sich auf dem Weg zum Anwesen seines Onkels. Drängend dass es nur wenig Zeit gab, nahmen sie die junge Ellena mit in den Untergrund. Im Augenschein lebend, seine junge Cousine stetig beobachtend lebte er im Schatten des Untergrunds. Selten traf sie persönlich auf seine Cousine. Seinen Cousin Eloriahus sah er seither schon nicht mehr. Er erfüllte zu vollster Zufriedenheit in den laufenden Jahren die Aufträge, die ihm sein Onkel Ignon auftrug.
Ein Aufruf im Untergrund ließ ihn erschrocken aus seinen Gedanken fahren. Leonar war jetzt inzwischen 29 Sommerwenden alt. Er war sehr gut aus trainiert, hier und da vereinzelte Macken und Narben, die aber nicht sonderlich auffällig waren. Er bekam den nächsten Auftrag. Er musste sich darauf vorbereiten, den nächsten Anhänger vor dem Galgen zu retten. In tiefster Nacht verließ er den Untergrund und suchte sich seine nächste Position. Insgeheim fühlte er sich verfolgt, er konnte sich zwar auch im Nahkampf verteidigen, aber daran dachte er in diesem Moment nicht. Als er seine Position ausgespäht hatte wurde er von mehreren Wachen umkreist, fluchend darüber fiel ihm auf, dass er zur falschen Stunde hinaus ging. Unauffällig versuchte er sich vor den Wachen raus zu reden, dass er gleich nach Hause ging und dergleichen. All das half nicht, er wurde in den Kerker gesperrt. Am nächsten Morgen identifizierte ein Priester der Hurengläubigen, ihn als den verschollenen Sohn des vor genau 23 Jahren erhängten Ulfried Drugar. Es traf ihn wie ein Blitz, weil er zugleich zur Todesstrafe am Galgen verurteilt wurde. Er wurde vorerst allein gelassen. Da insgeheim auch einige Anhänger die Wache in Hagadun und andere höhere Ränge inflitriert haben, wurde auf Geheiß des Onkels Ignon, der Neffe Leonar fortgeschickt mit einer dringlichen Nachricht an seine Kinder Ellena und Eloriahus Drugar. Das einzige was er wusste war, wie er nach Duestersee zu kommen hatte, die Umstände seiner Befreiung blieben ihm Fremd, da er nicht wusste was mit der Wache, die übrigens ein Anhänger war geschehen ist... Er würde sehen was passiert, wenn er in Duestersee ankommt und seine Cousinen antrifft.
Solche Aufgaben hatte er schon oft in seinem Leben bekommen. Es war der Nervenkitzel der ihn dabei voran trieb und ihm beim Training den nötigen Ehrgeiz gab. Er hatte sich seiner Familie, den Untergrund und vor allem dem Allmächtigen Alatar verschrieben, so wie es sein Vater Ulfried von ihm verlangt hatte. Sein Vater, auf der Weise gestorben ist, wovor er seither schon einige Leben gerettet hatte. Er erinnert sich an jedes einzige Detail der Hinrichtung, die alles in seinem Leben verändert hatte. Er war zu diesem Zeitpunkt gerade mal 6 Sonnenwenden alt. Die Sonne hing hoch am Himmel, als der Name der Familie Drugar durch die Menge hallte, ging ein lautes Raunen durch die Menge. Im Schatten hielt sich Leonar auf, eigentlich versprach er, der Hinrichtung fern zu bleiben. Ein eigenwilliges junges Kind war er schon ziemlich früh. Er konnte einfach nicht ruhig in seiner Kammer ruhen während sein Vater hingerichtet werden sollte. Eine große Anspannung ging in ihm durch. Der Hass auf die Hurendiener wuchs stetig für jeden Moment den er zusah wie die Rede gehalten wurde. Mit geballter Faust beobachtete er, komplett allein, wie sein Vater am Galgen erhängt wurde. Er blieb während des ganzen Schauspiels starr in der dunkelen Ecke stehen. Erst als sein schon längst toter Vater vom Galgen abgehangen wurde, rannte Leo, er rannte los.. Durch die Gassen Hagaduns, die ihm so jung schon vertraut und bekannt waren, rannte er ziellos weiter. Er hielte erst zwangsweise an, als ihn die Kräfte verließen und er stolperte. Regungslos blieb er liegen, nicht traurig, sondern Erzürnt.. einen Zorn den er in seinem jungen Leben noch nie gespürt hatte.
In einem spärlich eingerichteten Kämmerchen wachte er im Untergrund auf. Es war das erste mal dass er hier jemals war. Er hörte lediglich immer nur davon aus den Gesprächen wenn er seinen Vater und die Verwandte heimlich belauscht hatte. Denn das war es, was er neben seinem Eifer der Erkundung und sein enormes Auskennen in der Stadt Hagadun, auch sehr gut konnte. Mühsam richtete er sich von seiner Pritsche auf. Man erklärte ihm, dass es nun zu gefährlich sei öffentlich in der Oberstadt herum zu laufen. Hier unten konnte er sich seiner weiteren Ausbildung widmen, denn seine Waffe war schon damals der Bogen. Seinen Glauben an den Allmächtigen Alatar hatte er nach der Hinrichtung gefestigt. Mit dem Erreichen des 14. Lebensjahr erhielt er ein versiegeltes Pergament, mit dem Siegel seiner Familie, der Familie Drugar. Er war etwas irritiert, war doch in dem Siegel das Symbol seines schon vor Jahren verstorbenen Vaters. Nach kurzen schnaufen brach er das Siegel, folgende Zeilen kamen abermals zum Vorschein
„Den Zorn des allmächtigen Alatar mit dir mein Sohn Leonar.
Wenn du diese Zeilen liest, bin ich schon lange zu etwas höherem Aufgestiegen.
Mein Tod soll dir den Weg ebnen, in meinem Namen.. nein im Namen des All-Einen zu dienen und der Gemeinschaft im Untergrund gute Dienste zu erweisen. Dein Onkel Ignon weiß, was er mit dir zu tun hat. Dein Leben steht etwas höherem an als nur an der Oberfläche ein gewöhnliches Leben zu führen. Ich bin stolz auf dich, nutze meinen Verlust in Form von Hass und Zorn dich weiterzubringen mein Sohn.
Möge der All-Eine schützend seine Pranke über dich tragen, dein Leben lang.
Dein Vater
Ulfried Drugar“
Atemlos ließ er das Pergament fallen und blieb Regungslos sitzen.. es dauerte eine Weile bis er sich gesammelt hatte und nun das Pergament wieder zusammenrollte und in seine Gürteltasche steckte. Er nahm sein Bogen aus seiner Kammerecke und zog sich mit seinem Köcher zurück in die Trainingsbereiche des Untergrunds. An einem Holzbrett malte er einerseits Linien und Punkte zum Treffsicherheit üben, als auch ganze Körper. Er trainierte in den laufenden Jahren soweit, dass er der beste Bogenschütze im Untergrund weit und breit war. So kam er zu seine Hauptaufgabe, die Anhänger vor dem Galgen zu bewahren.
Eines Tages, es war an seinem 19. Lebensjahr, hatte er eine besondere Aufgabe. Da er sich sehr gut in Hagadun auskannte und wusste wie man sich unbemerkt in den Untergrund zurück kam wurde er dazu berufen seine Cousine, Ellena Drugar von der Oberfläche abzuholen. Es war ein großer Plan seines Onkels Ignon. Mehr brauchte er nicht wissen, denn er hatte großes Vertrauen in seinem Onkel entwickelt. Er war für ihn schlichtweg ein Vaterersatz, auch wenn er sehr Streng mit ihm umging. Mit zwei weiteren Anhängern, natürlich vermummt, machte er sich auf dem Weg zum Anwesen seines Onkels. Drängend dass es nur wenig Zeit gab, nahmen sie die junge Ellena mit in den Untergrund. Im Augenschein lebend, seine junge Cousine stetig beobachtend lebte er im Schatten des Untergrunds. Selten traf sie persönlich auf seine Cousine. Seinen Cousin Eloriahus sah er seither schon nicht mehr. Er erfüllte zu vollster Zufriedenheit in den laufenden Jahren die Aufträge, die ihm sein Onkel Ignon auftrug.
Ein Aufruf im Untergrund ließ ihn erschrocken aus seinen Gedanken fahren. Leonar war jetzt inzwischen 29 Sommerwenden alt. Er war sehr gut aus trainiert, hier und da vereinzelte Macken und Narben, die aber nicht sonderlich auffällig waren. Er bekam den nächsten Auftrag. Er musste sich darauf vorbereiten, den nächsten Anhänger vor dem Galgen zu retten. In tiefster Nacht verließ er den Untergrund und suchte sich seine nächste Position. Insgeheim fühlte er sich verfolgt, er konnte sich zwar auch im Nahkampf verteidigen, aber daran dachte er in diesem Moment nicht. Als er seine Position ausgespäht hatte wurde er von mehreren Wachen umkreist, fluchend darüber fiel ihm auf, dass er zur falschen Stunde hinaus ging. Unauffällig versuchte er sich vor den Wachen raus zu reden, dass er gleich nach Hause ging und dergleichen. All das half nicht, er wurde in den Kerker gesperrt. Am nächsten Morgen identifizierte ein Priester der Hurengläubigen, ihn als den verschollenen Sohn des vor genau 23 Jahren erhängten Ulfried Drugar. Es traf ihn wie ein Blitz, weil er zugleich zur Todesstrafe am Galgen verurteilt wurde. Er wurde vorerst allein gelassen. Da insgeheim auch einige Anhänger die Wache in Hagadun und andere höhere Ränge inflitriert haben, wurde auf Geheiß des Onkels Ignon, der Neffe Leonar fortgeschickt mit einer dringlichen Nachricht an seine Kinder Ellena und Eloriahus Drugar. Das einzige was er wusste war, wie er nach Duestersee zu kommen hatte, die Umstände seiner Befreiung blieben ihm Fremd, da er nicht wusste was mit der Wache, die übrigens ein Anhänger war geschehen ist... Er würde sehen was passiert, wenn er in Duestersee ankommt und seine Cousinen antrifft.