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Eine kleine Schwalbe sucht nach Haniya Ifrey

Verfasst: Dienstag 14. Juni 2011, 00:32
von Radhiyaa Masari
ein grelles Zwischern kündigt sie an, als sie die meisterliche Teppichweberin gefunden hat und landet mit einem eleganten Sturzflug auf dem Sandstein-Fensterbrett zu ihrem Heim. An dem dürren Beinchen scheint ein kleiner Zettel gebunden.
Wird sie ihn abnehmen, mag sich die Schwalbe wie durch Zauberei in glitzernden Staub auflösen. Die Zeilen selbst auf dem Papier, werden erst sichtbar sobald sie es entfaltet hat.



Salam, hübsche Wüstenblüte Haniya aus dem Haus Ifrey.

Ich hoffe, dir ist es in der vergangenen Zeit gut ergangen. Wir haben uns lange nicht gesehen und ich wünsche mir, dich in den nächsten Tagen auf einen warmen Tee besuchen zu dürfen. Mein letzter Besuch bei dir war mehr als amüsant - erinnerst du dich? Wir haben durch unseren Tratsch und unser Lachen Djalilah geweckt.

Ich kann deine Fürsorge in dieser, für mich, schweren Zeit gut gebrauchen.

Es würde mich vom ganzen Herzen freuen, könntest du Zeit für mich finden.


Möge dir Eluive ihr Lächeln schenken,

Radhiyaa

Verfasst: Dienstag 14. Juni 2011, 20:13
von Haniya Ifrey
Erschrocken hielt sie sich die Ohren zu, und vermutete zu aller erst hinter dem grellen Gezwitscher, ihre Schwester, die wieder auf einem Instrument übte. Zutiefst erleichtert atmete Haniya auf, als sie den Vogel auf der Fensterbank entdeckte.
Der nächste Schrecken liess aber gar nicht lange auf sich warten, als das Vögelchen zu Staub zerfiel, weil Haniya den kleinen Zettel an sich genommen hatte. " So fest habe ich doch gar nicht hin gefasst...", sprach sie leise vor sich hin, das Papier erst einmal von sich weg haltend und das glitzernde Häufchen auf dem Sims mit Argwohn betrachtend.
Schlussendlich siegte doch ihre Wissbegierde und sie entfaltete das Zettelchen.
Beim Lesen erklang ein vergnügtes Lachen, das aber sofort verstummte, als sie die letzten Zeilen des Briefes gelesen hatte, und einer besorgten Miene Platz machte.

Sofort suchte sie nach einem Papier, Feder und Tinte und begann zu schreiben.


Salam, Radhiyaa

meine Tür steht dir zu jeder Zeit offen.

möge Eluive dich schützen und dir alle nötige Kraft schenken.


Haniya

Sie versiegelte den Brief und schickte einen Boten damit zum Palast, nicht ohne ihm einzuschärfen, das er nicht zu glitzerndem Staub zerfallen soll oder sich auf andere ungewöhnliche Arten verflüchtigen, und sein Kommen dort mit einem einfachen, höflichen Ruf ankündigen möchte.