Seite 1 von 1
Rico Alonso Torres
Verfasst: Freitag 10. Juni 2011, 12:50
von Rico Alonso Torres
[img]http://h2.abload.de/img/windrosepbr7.jpg[/img]
Die See war unruhig, ein Sturm zeichnete sich am Horizont ab. Doch das alles schien Rico's Vater nicht zu interessieren, denn wie jeden Abend saßen sie tief im Schiffs innerem an einem reich gedeckten Tisch. Das Geschirr war größtenteils am Tisch befestigt, um im Wellengang nicht durch den Raum zu fliegen und am Tisch selber hatte man Seiten angebracht, damit nichts herunter rutschen konnte und falls es doch einmal dazu kommen sollte, standen einige Sklaven und Diener bereit um solch ein Missgeschick schnell vor den Augen seines Vaters zu beseitigen. Rico starte gedankenverloren auf seinen Teller und stocherte mit der Gabel in seinem Essen herum. „So iss doch etwas mein Junge,“ meinte seine Mutter in liebevollem und tröstendem Ton zu ihm. „Lass den Jungen doch schmollen, Gracia,“ mischte sich sein Vater ein, „er muss endlich lernen Verantwortung zu übernehmen und sich Gedanken um seine Zukunft zu machen. Er soll schließlich das Familienunternehmen weiterführen wenn ich mal nicht mehr bin. Außerdem ist er ein Alonso und hat sich entsprechend so zu benehmen und sein Kopf würdevoll erhoben zu tragen.“ „Aber ein Trorres ist er auch, vergiss das nicht Roberto,“ sie warf ihrem Gatten einen stichelnden Blick zu, „schließlich hast du damals die Werft meines Vaters nur mit unsrer Hochzeit übernehmen können.“ „Ja und zusammen mit dem Handelskontor meiner Familie, kontrollieren wir nun den gesamten Freihafen,“ übernahm Roberto wieder das Wort, „es hatte sich für beide Seiten bezahlt gemacht und so wie wir damals zu unserem Glück überzeugt werden mussten, wird es unserem Sohn auch nicht anders ergehen. Das ist mein letztes Wort darüber und nun iss etwas oder geh in deine Kabine, Rico.“ Das lies sich der sechsjährige nicht zweimal sagen und erhob sich, gab seiner Mutter einen Kuss auf die Stirn und präsentierte seinem Vater eine kurze Verbeugung mit so viel Verachtung wie er nur aufbringen konnte. Auf dem Weg aus dem Speisesaal heraus hörte er noch seinen Vater fluchen und wie ihn seine Mutter versuchte zu beruhigen. Rico liebt sein Vater zwar aber er verachtete ihn auch mindestens genauso sehr. Alles was Rico wollte war es seinen eignen Weg gehen zu können, er hatte gar keine Lust das Familienunternehmen weiter zu führen. Rico wollte die Welt bereisen und Abenteuer erleben, so wie es die großen Entdecker aus seinen Lehrbücher getan hatten. Vielleicht würde er dann eines Tages selber mal der Kapitän eines glorreichen Schiffes sein, welches einen neuen Kontinent oder eine paradiesische Insel entdeckt. Völlig in Gedanken versunken merkte Rico zu spät, dass er sich nicht alleine in dem engen Gang befand und so stieß er unweigerlich mit dem großen Mann zusammen der am Ende des Ganges Wache hielt. Die Wache dreht sich reflexartig herum und zog ihre Klinge, aber auch Rico hatte sich bereits von seinem Schrecken erholt und zog sein kleines edles Messer aus der Scheide um sich wie aus einem Reflex heraus gegen die andere Klinge zu schützen. Es krachte Stahl auf Stahl und Rico gelang es die Klinge des Gegen übers von seiner Kehle fern zu halten. Als sich die Blicke der beiden Männer trafen lockerten sie beide den Griff um ihre Klingen und grinsten einander an. „Das hätte auch ins Auge gehen können,“ ermahnte ihn der große Mann, „aber du hast trotzdem gut und schnell Reagiert, genauso wie es von dir zu erwarten ist. Dein Fechtmeister muss sehr Stolz auf dich sein und trotzdem solltest du dich hier nicht so herum schleichen.“ Der große Mann lächelte Rico wissend an und steckte seine Klinge zurück in seinen Waffengurt. Rico steckte ebenfalls sein Messer weg und meinte, „mir ist gar nicht aufgefallen, dass ich herum Geschlichen sein soll und außerdem solltet du dich nicht immer selber Loben, Meister Amparo, ansonsten müsste ich auch behaupten dein bester Schüler zu sein.“ Die beiden lachten und Amparo klopfte dem Jungen auf die Schulter. Wie vergessen war der ärger mit seinem Vater. Meister Amparo war ein alter Seebär und Haudegen, er war groß und kräftig gebaut und hatte unzählige Narben an seinem Körper. Er war der Leibwächter seines Vaters und Rico's Fechtmeister, mit ihm hatte er schon unzählige Übungsstunden verbracht und seine eignen Fechtkünste konnten sich schon sehen lassen. Amparo redete nicht all zu häufig über seine Vergangenheit, aber in einigen Gerüchten hieß es, dass Amparo schon auf unzähligen Schiffen gedient hat und bevor er der Leibwächter seines Vaters wurde sogar etwas mit Piraten zu tun hatte. Ob dies der Wahrheit entsprach wusste Rico nicht aber es war ihm auch egal, Meister Amparo war zwar ein strenger Lehrmeister aber auch ein guter Freund und er hatte Rico mehr als nur die Fechtkunst beigebracht. Sein Vater behauptete immer Amparo würde dem Jungen nur dumme Flausen ins Ohr legen, von paradiesischen Inseln mit köstlichen Früchten und exotischen Tieren oder von Meerjungfrauen und Seeungeheuern. Roberto gab sogar des öfteren ihm die Schuld daran, dass sein Sohn so auf Abenteuer und Entdeckung aus ist, aber da Ampero schon immer einer der besten und zuverlässigsten Leibwächter war den sein Vater je auftreiben konnte, nahm er dieses kleinere Übel einfach so hin. Andere wurden schon für weit weniger von der Planke gestoßen oder geköpft, aber vor Amparo hatte sein Vater zu großen Respekt und so lies er ihn gewähren. Rico aber glaubte, dass sein Vater bloß Angst davor hatte sich mit ihm anzulegen. „Hattest du wieder Streit mit deinem,?“ fragte ihn Amparo, „oder wieso bist du schon mit dem Essen fertig?“ Rico, der wieder an das Gespräch mit seinem Vater erinnert wurde senkte den Blick und antwortete, „ja, es gab mal wieder Streit weil ich doch später einmal alles Übernehmen soll, manchmal wenn ich so wütend wie jetzt bin, wünschte ich mir eine Welle würde ihn einfach von Bord spülen und mit ihm die ganzen Verpflichtungen und Vorschriften.“ „Sei vorsichtig mit deinen Wünschen mein Junge, manchmal wendet sich der Wind schneller als man die Segel neu spannen kann, außerdem meint er es doch nur gut mit dir und will das du später alles hast was du brauchst.“ entgegnete ihm Amparo. „Du hast sicher Recht,“ lenkte Rico ein und meinte dann, um vom Thema abzulenken, „was meinst du wie lange wir noch brauchen werden bis wir endlich da sind?“ Eine Welle erfasste das Schiff und die beiden Männer passten ihren Stand, als wenn sie es schon ihr leben lang so getan hätten, dem Seegang an. Dann meinte Amparo, „Nun, zunächst bittet uns die alte Meerhexe um einen Tanz, aber die Hälfte der Strecke haben wir bereits hinter uns mein Junge. Wenn wir den Sturm passiert haben kann ich dir genaueres sagen, ich hoffe nur die Landratten von oben wissen wie man das Schiff sicher durch die Sturmfront bekommt. Du solltest in deine Kabine gehen und etwas Schlafen.“ „Dahin war ich auf dem Weg, bis du mir diesen blockiert hast,“ grinste Rico ihn an und klopfte Amparo auf die Schulter als er sich an ihm vorbei drängte um zu seiner Kabine zu kommen, dort angekommen warf er sich in voller Kleidung in seine Koje und versuchst trotz des stärker werdenden Wellengangs etwas Schlaf zu finden.
Verfasst: Freitag 10. Juni 2011, 12:51
von Rico Alonso Torres
Keine zwei Stunden vergingen, da riss jemand die Tür zu Rico's Kabine auf. „Was zum..“ wollte Rico gerade hervor bringen, als er einen völlig durchnässten Amparo sah der in der Tür stand. „Komm steh auf, wir müssen den Hauptmast retten, diese Landratten haben keine Ahnung von dem was sie machen und haben uns Meilen weit vom Kurs abtreiben lassen oder besser gesagt mit dem Sturm treiben lassen,“ brachte Amparo hervor und eilte schon wieder Richtung Oberdeck. Rico sprang leicht verschlafen aus seiner Koje und versuchte ihm nach zu eilen. Er eilte durch die engen Gänge des Schiffes und erreicht dann nach kurzer Zeit den Aufstieg zum Oberdeck. Regen und Wind peitschten ihm entgegen und er musste sich am Geländer festhalten um nicht wieder zurück ins Unterdeck gefegt zu werden. Er passte sich so gut es ging dem Wind an und kletterte langsam hinaus aufs Deck. An Deck herrschte Chaos, die Matrosen seines Vaters eilten von einem Teil des Schiffes zum anderen, versuchten die Seile die sich gelöst hatten wieder fest zuziehen, das Ruder und die Segel unter Kontrolle zu bringen und den Hauptmast zu stabilisieren. Meter hohe Wellen wuchsen immer wieder aus der See hervor und schlugen unnachgiebig gegen das Schiff. Plötzlich hörte man ein lautes Knacken und ein Schatten fiel auf Rico, erschrocken drehte er sich um und sah wie der Hauptmast auf ihn zu kam, kurz bevor er von diesem Zerquetscht worden wäre, wurde er am Arm gepackt und weggezogen. Der Hauptmast krachte auf Backbord nieder, riss Taue, ein Teil vom Segel und sogar einige Matrosen mit sich in die wütende See. Dem Tod nur knapp entkommen drehte sich Rico zu seinem Retter um und erkannte einen finster drein blickenden Amparo. „Diese verfluchten Idioten,“ fluchte Amparo vor sich hin, begleitet mit einigen Schimpfwörtern die selbst Rico, der einiges von den Seeleuten her gewohnt war, nicht einmal kannte. „Ohne Hauptmast kriegen wir das verfluchte Schiff nicht mehr unter Kontrolle, vor allem nicht bei diesem Sturm,“ brüllte Amparo, sonst hätte man ihn unter diesen Bedingungen auch kaum verstehen können. Das Schiff wurde wieder von einer Riesenwelle erfasst und die Situation sah zunehmend hoffnungsloser aus, einige der Matrosen versuchten Beiboote zu Wasser zulassen, doch diese rissen sich immer wieder los und trieben ab. Rico schaute sich nach seinen Eltern um, doch diese waren sicher Unterdeck in ihrer trockenen Kabine. „Beim verfluchten Klabautermann,“ brüllte Amparo, „da vorne sind verdammte Felsen, der Sturm treibt uns Geradewegs auf ein Riff zu.“ Rico sah erschrocken zu der Gefahr hin auf die sie zu trieben, als das Schiff auch schon von den ersten spitzen Felsen, auf Steuerbord Seite aufgeschlitzt wurde. Das Schiff löste sich wieder von dem Felsen doch ein riesiges Loch war am Rumpf entstanden und die Wassermassen ergossen sich ins innere des Schiffes. Amparo schrie irgendetwas und klammerte sich an einigen Seilen fest, doch Rico konnte ihn bei dem ganzen Krach nicht verstehen. Verzweifelt blickte er sich um, um vielleicht doch noch einen Hoffnungsschimmer zu entdecken, doch das Schiff trudelte einfach nur noch vor sich her. Wieder krachte es und Holzteile splitterten über das Deck, ein Matrose wurde von einem herum fliegenden, spitzen Holzscheit durchbohrt und fiel dann durch die Luke ins Unterdeck. Planken lösten sich und das Schiff brach langsam auseinander. Wasser! überall Wasser und Felsen mehr und mehr.. Ein weiterer Mast löste sich und riss Taue und Segel mit sich und auch Rico, der sich in einem der Taue verfangen hatte, wurde mit von Bord und unter Wasser gerissen. Er versuchte sich mit aller Kraft von dem Tau zu befreien doch es gelang ihm nicht, tastend suchte er nach seinem Messer und bekam es fassen. Das Tau schien immer noch irgendwo am Schiff fest zu hängen und so wurde er mit durch die See gerissen. Rico versuchte das Tau mit seinem Messer zu durchtrennen, kam aber nur sehr langsam voran und ihm ging langsam die Luft aus. Wie durch ein Wunder wurde der Mast dann durch eine sich bildende Welle nach oben getrieben und so gelang es Rico kurzzeitig etwas Luft zu schnappen, allerdings kostet es ihn sein Messer was in die Tiefe der See verschwand. Ohne Messer hatte er gar keine Möglichkeit sich von dem Tau zu befreien, doch er kämpfte verzweifelt weiter, er würde nicht freiwillig aufgeben. Währenddessen baute sich die Welle immer weiter auf und Rico konnte das Schiff wieder erkennen wie es sich unter ihm befand. Die Welle würde das Schiff und ihn und alle an Bord unter sich begraben. Er wurde mittlerweile so nah von der Welle heran getragen, dass er wieder Bewegungen auf dem Schiff ausmachen konnte und da sah er Amparo mit einem kleinen Messer in der Hand, bemüht das Tau durch zu trennen was den Mast mit dem Schiff verband. Es gelang ihm, doch Rico konnte sich immer noch nicht lösen. Die Welle, auf die Rico unfreiwillig, mit dem Mast verbunden ritt, neigte sich nun dem Schiff entgegen. Wasser klatschte auf Wasser. Rico wurde herum gerissen, durch die Gegend gewirbelt und weiterhin von dem Mast durch die See getragen. Ab und zu gelang es Rico immer wieder etwas Luft zu schnappen doch seine Kräfte ließen langsam nach und so wurde er in einem Gewirr aus Segel, Tau und Holz durch die See gezogen. Auf eine Welle folgte die nächste. Zwischen drin meinte er nochmals einige Felsen gesehen zu haben doch er war außerstande, die Richtung zu bestimmen in die er Trieb. Immer wieder befand er sich mal über mal unter Wasser, bis er irgendwann die Besinnung verlor..
Verfasst: Freitag 10. Juni 2011, 12:52
von Rico Alonso Torres
Das rauschen des Meeres drang an seine Ohren und die Sonne verbrannte sein Gesicht, irgendwo lag der Geruch von Vegetation in der Luft. Geblendet versuchte Rico die Augen zu öffnen und musste seine Hand zur Hilfe nehmen um nicht direkt in die Sonne zu blicken. Er drehte seinen Kopf nach links und nach rechts und sah das er an einem Strand lag. Er drehte sich auf den Bauch und versuchte sich kriechend ein wenig vor zu bewegen, als er merkte das sein Bein immer noch an dem selben Tau hing, welcher ihn mit dem Mast verbunden hatte, der ihn vom Schiff geworfen hatte. Er lies sich wieder auf den Bauch fallen rollte sich auf den Rücken und versuchte sich aufzusetzen um sich ein besseres Bild von seiner Umgebung zu machen. Vor ihm lang die endlose See, links und rechts erstreckte sich der Strand bis zu felsigen Klippen, als er sich umdrehte sah er einen üppigen Dschungel hinter sich. Langsam versuchte er sich auf zu richten und blickte sich dabei weiter um. Er taumelte etwas und verfluchte das Tau was ihn immer noch nicht loslassen wollte, er erkannte das der Mast nicht weit von ihm entfernt lag und noch teile des Segels mit dran hingen. Wütend schlurfte er zu dem Mast und beschimpfte ihn aufs übelste, verfing sich dann an dem Segel und Tau und fiel wieder in den Sand. Tränen der Verzweiflung rannten ihm übers Gesicht und er grub seine Hände in den Sand und drückte sie zusammen. Eine Zeit lang lag er so da und in seinem Kopf spielten sich nochmal die Ereignisse der letzten Nacht ab. Rico erhob sich wieder, wischte sein Gesicht mit seinem Hemd ab und schaffte es endlich sein Bein von dem Tau zu lösen. Wieder sah er sich auf dem Stand um. Der Sturm hatte einige Schiffsteile an Land gespült und diese lagen nun verstreut herum. Wenn er überlebt hatte, so konnten auch andere von der Besatzung überlebt haben, vielleicht sogar Amparo, seine Mutter oder gar sein Vater. Rico machte sich daran den Stand zu erkunden und nach Überlebenden zu suchen. Während er über den Stand stolperte sah er immer wieder kleinere Holzstücke oder gar eine ganze Planke die wohl von dem Schiff stammten. Nach einiger Zeit entdeckte er sogar eine, dem Anschein nach unversehrte Kiste und öffnete sie in der Hoffnung auf Proviant oder Werkzeug, die er wohl brauchen würde wenn er hier länger aushalten müsste. Doch leider erwies sich die Kiste als Reinfall und war statt mit wertvollem Wasser und Nahrung, gefüllt mit Büchern, Pergament und Schreibzeug. Enttäuscht lies Rico den Deckel der Kiste wieder zufallen und wollte sich gerade weiter auf die Suche nach Überlebenden machen, als er einen Körper sah der mit der Brandung hin und her schwamm. Sofort eilte er in dessen Richtung. Dort angekommen erkannte er sofort den regungslosen Körper von Amparo. Rico stieß einen schmerzhaften Schrei aus, fasste sich aber wieder und zog den Körper dann an Land. Er ließ sich auf die Knie nieder, schloss die Augen von Amparo und betrachtete den toten Seemann eine weile.
Dabei fiel ihm das Entermesser an Amparo's Gurt auf und nahm es an sich. „Auch wenn ich dir ungern dein Messer abnehme, alter Freund, so werde ich es hier doch dringend zum überleben brauchen, ich hoffe du kannst das verstehen und wirst mit verzeihen.“
Einen halben Tag verbrauchte Rico damit, mit seinen Händen ein nicht sehr tiefes Loch in den Strand zu graben und Amparo dann unter einem Berg von Steinen zu bestatten. Als das geschafft war machte er sich wieder auf die Suche nach Überlebenden. Doch fand er nur weiter Leichen, um die er sich aber heute nicht mehr kümmern konnte, deswegen zog er sie nur an den Stand um sie dann am nächsten Tag zu bestatten. Die Zeit drängte, es würde bald Nacht werden und er brauchte geeigneten Platz für ein Feuer und etwas Brennholz. Da fiel ihm die Kiste mit den Büchern ein die er heute Nachmittag gesehen hatte, sofort drehte er um und rannte zurück.
Verfasst: Freitag 10. Juni 2011, 12:52
von Rico Alonso Torres
Rico hatte auch das restliche Segel geholt um es über einen Ast zu spannen um es etwas Windgeschützter für die Nacht zu haben. Mit den Büchern hatte er sich ein kleines Feuer gemacht, die Sonne hatte bereits einige getrocknet gehabt und so fiel es ihm nicht schwer sie zum brennen zu bekommen. Eines der leeren Bücher hatte er nicht ins Feuer geworfen und es an sich genommen, auch das Schreibzeug war noch zu gebrauchen und so begann er einige Worte nieder zuschreiben um die unzähligen Stunden bis zum nächsten Tag zu überwinden..
Verfasst: Freitag 10. Juni 2011, 12:53
von Rico Alonso Torres
Tag 1.
Ich befinde mich hier an einem mir völlig unbekanntem Strand. Den ersten Tag verbrachte ich größtenteils mit der Suche nach Überlebenden, konnte aber bisher leider nur Leichen finden, darunter meinen guten Freund und ehemaligen Fechtmeister Amparo. Leider hatte er mir niemals seinen ganzen Namen genannt. Er wird mir sehr fehlen..
Tag 2.
Heute habe ich wieder keine Überlebenden gefunden, nur Leichen. Das bestatten kostet mich sehr viel Zeit und ich habe unheimlichen Hunger und Durst. Morgen werde ich etwas Süßwasser und etwas zum Essen finden müssen, außerdem muss ich mich auf der Insel umsehen um festzustellen ob sich nicht doch ein Hafen oder eine Siedlung hier befindet. Ich bereue es nichts gegessen zu haben an dem Abend als das Schiff unter ging..
Tag 3.
Heute habe ich ausnahmsweise nur eine Leiche beerdigen müssen, außerdem habe ich einen Schrank gefunden der vom Schiff stammen musste und nach der Kleidung zu Urteilen, die sich da drin befand, musste er von meinem Vater gewesen sein. Ich wünschte er und Mutter wären hier um mich in die Arme zu nehmen und zu trösten. Durst und Hunger quälen mich weiterhin..
Tag 4.
Heute habe ich endlich etwas gefunden um meinen Hunger und Durst zu stillen. Auf der Insel wachsen dicke Früchte auf einigen Bäumen, deren Sanft man gut trinken kann und ihr Fruchtfleisch schmeckt sogar ziemlich köstlich. Es wird zwar nicht einfach sein sie von den Bäumen zu bekommen aber am Waldboden lagen zum Glück welche. Den südlichen Teil der Insel habe ich bereits erkundet und dort war keine Siedlung oder anders zu entdecken. Die Insel scheint nicht wirklich groß zu sein, was erklären würde wieso hier vermutlich niemand lebt. Wohl möglich bin ich der Erste hier der sie entdeckt hat, nun werde ich wohl doch noch zum Entdecker und Abenteurer wie ich es mir närrischer weise Gewünscht habe..
Tag 5.
Heute hab ich ein wenig von dem nördlichen Teil der Insel erkunden können und dabei zwei weitere Leichen bestattet. Im Nordwesten gibt es ein kleines Gebirge, dort scheint ein Wasserfall zu sein, sofern mich meine Augen nicht getäuscht haben. Beim Erkunden der Insel bin ich auf ein Skelett gestoßen. Vermutlich ein Mensch, er hatte eine Eisenkugel an seinem Bein, war also vermutlich ein Gefangener oder jemand konnte ihn nicht besonders gut leiden..
Tag 6.
Ich habe mir den kleinen Berg mit dem Wasserfall angesehen, dahinter scheint es nur noch Felsen und die See zu geben, aber unter dem Wasserfall befand sich eine Höhle. Sie ist nicht sehr groß aber dort sollte ich sicher besser Geschützt sein als hier. In der Höhle lagen ein paar Werkzeuge und ein weiteres Skelett, also bin ich eindeutig nicht der Erste hier, aber auf andere Menschen bin ich bisher auch nicht gestoßen. Auch wenn mich die Höhle ein wenig Gruselt werde ich lieber dort bleiben, zudem ist das Wasser aus dem Wasserfall trinkbar. Morgen müsste, sofern ich mich nicht täusche mein siebzehnter Geburtstag sein..
Tag 7.
Heute habe ich es mir in der Höhle bequem gemacht, das modrige Skelett habe ich am Strand bestattet, auch wenn ich mich frage wieso ich mir soviel Mühe mit der letzten ruhe der Toten mache, aber wenn ich auch mal irgendwann hier verende, hoffe ich, dass jemand mit meinen Überresten ebenfalls so würdevoll umgeht. Solch düstere Gedanken und das an meinem Geburtstag..
Tag 9.
Als ich heute wieder Früchte gesammelt hab, habe ich einige Nagetiere gesehen die über den Waldboden huschten. Ich sollte versuchen ein paar Fallen zu bauen und zu verteilen, vielleicht habe ich ja etwas Glück. Außerdem habe ich beschlossen mir einen Bogen oder etwas ähnliches zu bauen mit dem ich diese süßen Früchte einfacher von den Bäumen bekomme, heute wäre ich beinah von einem Baum gefallen..
Tag 12.
Die Insel habe ich nun rund herum einmal erkundet, außer mir ist hier niemand. Alles was von dem Schiff noch übrig war habe ich in meiner Wohnhöhle zusammen getragen und versucht es mir so gut es ging gemütlich zu machen. Unter den Sachen die vom Schiff stammen mussten war auch eine Vorratskiste mit etwas Trockenwurst und Trockenkäse. Ein wenig Abwechslung zu den Früchten ist es alle mal. Leichen oder Skelette habe ich keine mehr gefunden, es schien sich also um Einzelfälle gehandelt zu haben..
Tag 17.
Heute ist mir der Erste Nager in die Falle gegangen. Es hat mich einige Überwindung gekostet das Tier zu Häuten und dann zuzubereiten, aber dafür wurde ich endlich mit etwas Fleisch belohnt. Meine Wohnhöhle ist mittlerweile richtig gemütlich, aus ein paar Planken und dem Segel vom Schiff habe ich mir ein Bett gebastelt. Die Bücherkiste und eine Schranktür dienen als Tisch und mit ein paar Steinen habe ich mir eine kleine Feuerstelle gemacht die sich nun besser kontrollieren lässt und mir nicht die Kleidung verbrennt..
Tag 23.
Heute wütete ein Sturm über die Insel und erinnerte mich an die Nacht auf dem Schiff. Zum Glück bin ich in meiner Höhle sehr gut geschützt, auch wenn der Wind immer wieder Regen hier rein treibt. Am besten baue ich eine Wand aus Holzscheiten zusammen, die ich dann immer wieder vor die Öffnung schieben kann..
Tag 30.
Nun bin ich bereits einen Monat auf dieser Insel, da ich immer noch lebe, scheine ich etwas richtig zu machen, wenn man hier von Leben sprechen kann. Mit dem Bogen, den ich mir gebaute habe, schaffe ich es die Früchte viel einfacher zu ernten. Meine Angel ist nun auch fertig und ich hoffe ich kann bald noch ein paar Fische auf meiner kulinarischen Speisekarte hinzufügen. Alle paar Tage verfängt sich einer der Nager in meinen Fallen und so habe ich auch immer wieder etwas Fleisch auf dem Tisch. Meine Wohnhöhle sollte nun jedem Wetter trotzen können, mit der Holzwand die ich zusammen gebastelt habe. An sich geht es mir den Bedingungen entsprechend gut auf der Insel, nur die Einsamkeit macht mir zu schaffen..
Tag 50.
Bisher habe ich keine Schiffe gesehen die an dieser Insel vorbei kommen. Ich habe trotzdem einige Signalfeuer vorbereitet für alle Fälle. Ich werden die Hoffnung nicht aufgeben vielleicht doch noch eines Tages gerettet zu werden. Ich musste die Tage öfter ab meine Eltern denken, die liegen vermutlich mit dem Rest von dem Schiff irgendwo auf dem Meeresgrund. Ich hoffe sie ruhen in Frieden. Manch mal besuche ich das Grab von Amparo, auch wenn er mir nicht Antworten kann ist es schön zu jemandem Sprechen zu können..
Tag 99.
Neunundneunzig Flaschen voll Rum an der Wand.. oder so ähnlich. In der Bücherkiste habe ich, unter den Büchern die ich noch nicht zu Feuerholz gemacht habe, ein paar Bücher über wissenschaftliche Themen wie Astrologie oder Kartographie gefunden, aber auch ein paar über andere Völker und Heldensagen. Normalerweise würde ich mir so was nicht durchlesen aber da ich nichts besseres zu tun habe..
Tag 167.
Immer noch keine Schiffe am Horizont, keine Menschen die sich auf der Insel verlaufen haben.
Nur ich ganz allein wie auch schon die hundert und siebenundsechzig Tage davor. Irgendwie hatte ich mir meinen Tod nicht auf einer einsamen Insel vorgestellt. Ich meine, ich werde hier sterben und ich habe noch nicht einmal das Vergnügen gehabt einer holden Maid die Unschuld zu rauben. Wobei ich ja noch nicht mal selber meiner Unschuld beraubt wurde. Ich sollte weniger in diesem Buch über Heldensagen lesen, ich schreibe schon wie ein feiner Schnösel..
Tag 234.
Amparo's Entermesser sieht schon ziemlich mitgenommen aus, leider waren bei den anderen Sachen vom Schiff nur kleine Messer dabei und um hier durch den Dschungel zu kommen brauche ich das Entermesser und nicht so ein kleines Brotmesser, außerdem hatte ich heute das Gefühl beobachtet zu werden, aber als ich über die Insel lief, habe ich weit und breit weder Menschen noch Schiffe gesehen. Aber falls mir doch jemand auflauern sollte werde ich mit einem Brotmesser sicher nichts anfangen können..
Tag 285.
Mittlerweile schreibe ich fast nur noch hier rein, ich glaub bald ist das Buch voll. Nun schreibe ich schon seit Wochen auch Tagsüber hier rein, weil ich sonst nichts tun kann. Ich glaube die Einsamkeit setzt mir langsam mehr zu als ich am Anfang gedacht habe. Ich glaub ich werde bald noch Verrückt wenn ich hier weiter bleibe. Ich habe mir schon öfter überlegt ein Floß zu bauen und einfach mein Glück auf der See zu versuchen, aber dank dem Buch über Astrologie konnte ich an den Sternen erkennen, dass diese Insel soweit ab von den üblichen Handelsruten und anderen Kontinenten liegt, dass ich niemals lang genug auf der See überleben könnte bis ich wo an komme. Manchmal überlege ich mir ob es nicht einfach besser wäre, wenn ich meinem Leben ein Ende setzen würde um endlich dieser Tortur zu entkommen..
Tag 301.
Bald habe ich mein erstes Jahr auf dieser Insel voll. Die Sonne scheint heute besonders schön, doch ich glaube sie will mich nur verspotten. Der Himmel ist heute auch sehr Blau. Ja, heute ist ein schöner Tag zu sterben. Doch wird dies auch heute nicht passieren. Ich glaub ich.. was war das ?
Verfasst: Freitag 10. Juni 2011, 12:53
von Rico Alonso Torres
Rico saß einem Felsen vor seiner Höhle und lauschte dem Wind. Er war sich sicher etwas gehört zu haben, allerdings spielte ihm sein Verstand nun schön öfter streiche. „Da war es wieder! Ich bin mir sicher ich..“ Rico rannte zu den felsigen Klippen wo eines seiner Signalfeuer bereit stand entfacht zu werden. Er spähte ins Meer hinaus und konnte zwei Schiffe erkennen. Er traute seinen Augen kaum, deswegen rieb er sie kräftig und vergewisserte sich, dass es nicht bloß Einbildung war. Da waren tatsächlich zwei Schiffe, doch schienen die nicht zu seiner Rettung hier zu sein sondern lieferten sich einen erbitterten Seekampf. Von dem was Rico von hier aus erkennen konnte, schienen beide Schiffe bereits deutlich mitgenommen zu sein, aber sie Steuerten weiterhin auf seine Insel zu und das war für ihn Grund genug einen Versuch zu wagen auf sich aufmerksam zu machen. Er rannte zurück zu seiner Wohnhöhle, schnappte sich eine bereits vorbereitete Fackel, entzündete sie an der Feuerstelle und wetzte zurück zum Signalfeuer, was er dann sofort anzündete. Rico sammelt etwas Gras, befeuchtete es am Strand mit Wasser und warf es dann mit in das Feuer um für mehr Rauch zu sorgen. Mittlerweile schien der Seekampf fast entschieden zu sein, das größere der beiden Schiffe neigte sich bereits leicht zur Seite und hatte anscheinend Leck geschlagen. Die Schiffe waren nicht mehr weit von der Insel entfernt und Rico's Herz raste vor Vorfreude und die Hoffnung auf Rettung. Plötzlich gab es einen Lauten knall auf dem größeren der beiden Schiffe und ein Großteil des Decks explodierte ins Meer hinaus, das kenterte sofort und begann langsam aber sicher zu sinken. Das kleinere Schiff mit der schwarzen Flagge steuerte weiter die Insel an..
Als das kleine Ruderboot am Strand landete, rannte ihm Rico sofort entgegen, blieb jedoch entsetzt stehen als ein Musketenschuß vor ihm in den Sand traf. Einige der Männer die in dem Ruderboot saßen sprangen heraus und kamen auf Rico zu. „Arr Kapitän, dat is nich der Kerl den wir hierr verrotten ließen, der is ja nochn Bursch,“ sagte einer der Männer. „Komm Bursche der Kapitän will dich sicher selber sehn,“ meinte der andere. Rico hatte keine andere Wahl, da ihn die beiden bereits packten und mit zum Kapitän schleiften. Der Kapitän, ein groß gewachsener Mann mit langen dunkel brauen Haaren und einem vollen Bart, blickte herab würdigend auf Rico und zielte mit seiner Muskete auf seine Brust. „Nein, das is nich der den wir hier gelassen haben, dafür is dieser zu jung.“ Der Kapitän spuckte in den Sand und fuhr dann fort. „Was machst du auf meiner Insel Bursche?“ Rico wollte gerade antworten da sagte einer der Männer, die ihn festhielten. „Sie ma Kapitän, der Bursch hatt'n Messer“ Er nahm es Rico ab und reichte es dem Kapitän der immer noch seine Waffe auf Rico gerichtet hielt. Er begutachtete Amparo's Entermesser sehr genau und dann sah er wieder auf Rico herab. „Wie heißt du, Junge?“ „Ich bin Rico, Sir Kapitän Sir..“ stammelte Rico heraus. „Du bis also ein Pirat“ meinte der Kapitän. Rico schluckte, seine Kehle fühlte sich trocken an, „Nein ich ähm.. das Messer gehört einem Freund..“ Der Kapitän warf ihm einen skeptischen Blick zu und sagte dann, „aber du willst doch sicher einer werden.“ Der Kapitän grinste finster und zeigte dabei seine goldbesetzten Zähne. „Los schafft den Burschen aufs Schiff und dann sammelt gefälligst die Vorräte die wir brauchen, um endlich wieder in See stechen zu können und das ganz ein bisschen plötzlich! Sonst zeig ich euch Maden das meine Muskete noch geladen ist.“ „Aye aye Kapitän!“ brachten die Piraten hervor und machten sich sofort daran die Befehle zu befolgen.
Verfasst: Freitag 10. Juni 2011, 12:54
von Rico Alonso Torres
Einige Monate hatte Rico nun schon unter den Piraten verbracht und gewöhnte sich allmählich an das harte Leben auf hoher See. Die ersten Wochen waren alles andere als leicht gewesen und er hatte sich gewünscht, ein wenig mehr Zeit zu haben, sich wieder an so viele Menschen in seiner Umgebung zu gewöhnen. Doch die Piraten gingen nicht zimperlich mit ihm um und forderten ihn jeden Tag bis an seine Grenzen. Er musste die unmöglichsten Aufgaben erledigen, angefangen beim Deck schrubben, über Kartoffeln schälen bis hin zum beseitigen von Muscheln und Algen vom Schiffsrumpf. Der Kapitän hatte ihn des öfteren noch über seine Herkunft ausgefragt, doch Rico erzählte ihm bloß immer wieder, dass er ein einfacher Schiffsjunge auf einem Handelsschiff war, welches Seenot erlitt und er als einziger überlebt hatte. Hätte der Kapitän über die wahre Herkunft von Rico gewusst, hätte dieser sicher versucht Lösegold für ihn zu fordern und außerdem wollte Rico gar nicht wieder zurück zu seinem alten Leben, seine Eltern waren Tod, der Besitz der Familie sicher schon unter den gierigen Verwandten aufgeteilt und ihn hatte man sowieso schon vergessen. Ihm gefiel das Leben als Pirat, es war zwar hart, vor allem für ihn, aber er hatte endlich wieder einen Lebensinhalt und die harte Arbeit an Bord des Schiffes lies ihn seinen Kummer und Schmerz über die Vergangenheit vergessen. An seinem achtzehnten Geburtstag erhielt er sogar Amparo's Entermesser vom Kapitän zurück, der meinte, dass er es zukünftig brauchen würde, wenn er ein richtiger Pirat werden will und dann lies er ihn in einem Duell gegen einen seiner Männer antreten um zu sehen wie gut sein Umgang mit der Waffe war. Als Rico dann vor der versammelten Mannschaft den anderen Pirat fast mühelos besiegte, stieg sein Ansehen unter der Mannschaft enorm und man kam ihm zukünftig mit mehr Respekt entgegen. Rico gewöhnte sich immer mehr an sein neues Leben und durfte nun deutlich mehr Aufgaben als vorher übernehmen. Er eignete sich immer mehr die Gepflogenheiten und Art der Piraten an, doch was ihn weit Wertvoller für die Besatzung machte, war die Tatsache, dass er als einer der wenigen an Bord in der Lage war zu lesen, rechnen und gar schreiben und so übernahm Rico langsam die Aufgaben eines Proviantmeisters und kümmerte sich zukünftig um die Lagervorräte, verwaltete sie und gab der Crew entsprechende Rationierungen aus. Unter der Hand lies er mal hier und da eine Flasche mehr Rum oder etwas anders einem Crewman zukommen, wodurch er sich sehr beliebt machte.
Die Zeit verging und Rico wurde ein immer besserer Pirat, die Schlachten in die sie verwickelt wurden überstand er meist unversehrt, wobei er immer wieder ein paar Freunde die er unter der Mannschaft hatte dabei verlor. Ein wenig trübselig stand Rico eines Abends am Bug des Schiffes und blicke auf das von Sternen beleuchtete Meer hinaus, als der Kapitän hinter ihm auftauchte und sich räusperte. „Wir erreichen bald La Cabeza,“ raunte er, „ein herrlicher Hafen, du solltest dich ein wenig umsehen und vergiss nicht Ambrosios goldene Laterne zu besuchen, da gibt es den besten Rum, weit und breit, das kannste mir glauben, yarr.“ Dann drehte sich der Kapitän bereits wieder um und scheuchte ein paar dösende Piraten übers Deck. Rico starte weiter auf den Horizont und fragte sich was ihn in La Cabeza wohl erwarten würde..