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Auf Umwegen doch irgendwann zum Ziel?
Verfasst: Mittwoch 20. April 2011, 23:02
von Miranda Yldin
Schritt eins: "Zuversicht" an die Wand schreiben
Ich kann lesen und schreiben. Nicht gut, aber gut genug.
Ich kann auch rechnen. Nicht gut, aber gut genug.
Ich kann singen. Nicht schön, aber laut. Wenn ich gute Laune hab.
Ich kann kochen. Bisher hat immer jeder aufgegessen.
Ich kann nähen. Wobei, mein Spinnrad nimmt echt viel Platz weg.
Ich kann Pflanzen säen, pflegen und ernten. Ziemlich gut, obwohl mein Daumen gar keine seltsame Farbe hat.
Ich kann mit Tieren. Sie kommen einfach zu mir, ich muss gar nichts tun. Ich weiß meistens was sie möchten.
Ich kann mit Menschen. Mit manchen versteh ich mich besser, mit anderen schlechter - aber meistens versteh ich sie irgendwie.
Kann ich Mutter sein?
Wenn ich mir meinen Bauch ansehe, wäre es so schön, mir einfach vorzustellen wie ich sehr gut und viel essen kann.
Es macht mir ein wenig Angst. Aber nur ein wenig, und noch so viel mehr Freude.
Dass kein Vater da ist... ich hab viel darüber gegrübelt. Es ist nicht so schlimm. Ich komme gut klar. Und ich denke ganz fest an den Pakt mit Talana! Was würde ich ohne sie nur anfangen.
Wer braucht schon einen Mann, der so gute Freunde hat.
Rogan wollte allen Ernstes wissen, ob ich und Bospa ein Paar seien. Was für eine Frage!
Als ob ich mir nochmal jemanden ans Bein binden würde, und das gerade jetzt. Und ich weiß nicht wirklich, wie er darauf kommt und was ihn das noch angeht.
Aufmerksamkeit möchten sie doch alle, die Männer. Und wenn man sich ein paar Tage um etwas anderes kümmert, machen sie Schluss und behaupten man sei noch Schuld daran.
Dass sie eine andere geküsst und sich in sie verliebt hätten.
Lieber Leser, liebe Leserin, ich zitiere gern einmal Talana: Mistkerle.
Andere, ohne dass man es je irgendwie verdient hat, sind einfach da.
Bospa ist mindestens so toll und wichtig wie Talana. Mein bester Freund... wenn ich seinen Brief aufschlage, seine Unterschrift ansehe...
"Mehr als ein Freund"...?
Versteh einer die Männer, ehrlich.
Eins ist sicher. Mein Bauch wird immer dicker. Der Mann dazu soll mir doch gestohlen bleiben und mit seiner Neuen ...eh, neuen Neuen... oder neuen neuen Neuen, oder neuen neuen neuen Neuen... - wenn du da noch mitkommst: Respekt!... glücklich werden soll er, von mir aus. Und sie schnell heiraten, bevor sie auch unsicher wird bei all den schicken Fräuleins, die ihn umschwirren wie Motten das Licht.
Ich weiß nur eins. Junge oder Mädchen in meinem Bauch, du ruinierst zwar zusehends meine Figur, aber wenigstens habe ich mal irgendwas Rundes an mir...
Und ...ich schreibe es an die Hauswand über meine Tür, rufe es gern in die Welt hinaus:
"Ich habe dich lieb!"
Verfasst: Mittwoch 27. April 2011, 18:43
von Bospa Yldin
Mit Besorgnis aber zu gleich auch mit einer gewissen Freude vernahm Bospa von der Kunde, die Miranda ihm eines Tages zu trug, dass in ihr etwas heranwächst. Zu diesem Zeitpunkt war der Bauch noch unauffällig und nicht deutlicher ausgeprägt wie zu vor. Einige Zeit verging und Bospa kam es so vor das bei jedem Treffen, wo er Miranda begegnete ihr Bauch an Umfang immer mehr zunahm. Mit der Zeit bemerkte er auch, dass einige Arbeiten die Miranda sonst mit Leichtigkeit bewältigte ihr schwere fielen.
Bospa half ihr immer schon wo es nur ging, so schon auch vorher. Doch fragte er sich immer wieder was es war, das ihn anzog. War es ein Pflichtgefühl? Nein durchaus nicht, da war er sich sicher. Etwas zog ihn immer wieder an und gab ihm die innere Überzeuge das richtige zu tun, um immer wieder zur rechten Zeit da zu sein und ihr zu helfen.
Wer die Verantwortung mit für die Schwangerschaft trug wusste Bospa und er musste sich beherrschen nicht in Rage zu verfallen, wenn er den Kerl traf, der zu dem noch zu seinen Freuden zählte. Jedoch war in Bospas Augen dieser unfähig überhuapt eine Verantwortung zu übernehmen.
Verfasst: Donnerstag 28. April 2011, 20:42
von Miranda Yldin
Schritt zwei: Weiter wie bisher?
"Heb nicht so schwer."
"Du reitest noch? Lass das mal lieber."
"Miranda, geht's dir gut?"
"Brauchst du Hilfe?"
"Kann ich nicht doch... "
"Hast du genug... "
"Soll ich mal Talana vorbei schicken?"
"Ich könnte Fleure fragen, ob sie dir hilft."
"Hör doch besser ganz auf zu arbeiten."
Ich hab es ernsthaft versucht: Mich hingesetzt, am Kamin. Etwas angefangen zu sticken, einige Rezepte endlich mal aufgeschrieben... fast nichts getan. Hast du es schonmal probiert, liebe Leserin, lieber Leser? Hat es dir vielleicht sogar gefallen? Dann würd ich sagen: Ich bin auf dich neidisch.
Aber ich hab es einfach satt, so satt!
Als es anfing, das Betüddeln, fand ichs nett. Irgendwie ermutigend, dass jemand da ist und sich überhaupt interessiert. Wenn auch ein bisschen übertrieben.
Mittlerweile geht es mir total auf die Nerven - und dass ich wirklich nicht mehr so viel schaffen und machen kann wie vorher, nagt an mir sogar noch viel mehr.
Ich spüre, wie mein Körper sich verändert, lasse schon den Acker unbestellt. Ich sammel Hühnereier, züchte Blumen, presse Saft und keltere Wein... all die ruhigen und geduldigen Sachen.
Trotzdem. Danke, Anele! "Weiter zu arbeiten bis zum Schluss dehnt das Becken..."
Durchaus etwas mehr Wissen, als ich unbedingt gerade jetzt zu den Thema haben wollte. Aber immerhin bisher mein bestes Argument, um mich nicht noch über Wochen hin gähnend zu langweilen.
Also: Weiter wie bisher!
So gut es geht, mit deiner Hilfe, und mit deiner. Aber nicht mit deiner! Sieh mal zu, dass du zuerst deine eigenen Probleme löst.
Ich seh mich richtig da sitzen - natürlich eine Hand auf dem, was mein kugelförmiger Bauch werden will - und mit dem Zeigefinger der anderen ausnahmsweise sauberen Hand umher deuten, meine Freunde über den Hof scheuchen.
Brr. Da läufts mir eiskalt den Rücken runter.
Allmählich muss es wirklich jeder sehen. Bald sollte ich bei einer Schneiderin vorbei laufen. Selbst meine sonst eh immer zu weiten Arbeitssachen müssten Einsätze aus Stoff bekommen, damit sie mich rundes Ding auch morgen noch umfassen.
Wenn du wüsstest, wie das ist, erst so flach und dann so... geformt zu sein!
Enorm unpraktisch, sag ich dir.
Nicht mal Talana umarmen geht noch wie früher. Ich stell mir vor, was machen dicke Leute? Solche, die nicht schwanger, sondern immer rund sind?
Da ist doch was im Weg...
Tja, ich schätz, bei mir ist auch was im Weg.
Ein Hindernis, ein Schlagloch oder auch eine riesige Pfütze, vielleicht ein Umweg? (... Vorschläge, wie ichs nennen könnte, werden noch angenommen. Mist! Beim Stichwort nennen fällt mir ein, dass ich mir noch gar keine Namen überlegt hab...)
Jedenfalls ganz so weiter wie bisher ... ganz so, gehts wohl nicht.
Aaaaber:
Ich schaffs auch anders, du wirst schon sehen!
Verfasst: Freitag 29. April 2011, 17:17
von Talana Virr
*Das Licht der einzigen Kerze in dem kleinen Raum, reicht gerade aus um die abgenutzten Seiten des kleinen Büchleins zu beleuchten. Davor sitzt die junge Frau im Schneidersitz, die Feder in der Hand und füllt mit einem nachdenklichen Gesichtsausdruck langsam Seite um Seite…*
Liebes Tagebuch,
ich war bei der Mira um ihr alles zu erzählen, wirklich einfach alles! Ohne Lügen und sogar ohne kleine Schummeleien. Und wir haben einen Pakt geschlossen, einen der uns in Zukunft beschützt, vor all den Mistkerlen!! Also werd ich nie wieder wegen denen weinen! Ab jetzt wird die Pfanne genutzt und es ist immer Sonnenschein.
So war der Plan… Eigentlich.
Sie hält sich aber nicht an das was ich ihr sag! Sie bestellt weiter ihr Feld und gestern hat sie mir sogar erzählt, sie hätte einen Baum gepflanzt! Einen ganzen Baum! Ich wollt sie fesseln und das Ende vom Seil dem Meister geben, auf dass er besser auf sie Acht gibt. Aber sie ist unheimlich stur! Sturer als ich, glaub ich und das ist wirklich schwer.
Ob ich nun sagen könnte, sie hält sich nicht an das was ich möchte und deshalb breche ich den Pakt? Ich hab’s versucht. Wirklich. Ich bin auch unheimlich wütend. Was ich alles gehört hab! So schlimm hätt ich’s mir niemals vorstellen können. Es ist düsterer als ich jemals gedacht hätte! Ich würd so gern Jemanden tunken! Bis keine blubber Blasen mehr aufsteigen! Er hätte das verdient! Nicht nur die Pfanne – das wäre noch viel zu einfach!
Mira dagegen bleibt so ruhig. Ich frage mich, wie sie das macht! Ich sollt das unbedingt von ihr lernen. Vielleicht kommt es vom Bäume pflanzen? Ich sollte unbedingt mal einen einpflanzen! Wenn ich dann die letzte Erde wieder drauf werfe, ist dann meine Wut begraben. Aber die ist so wütend, die buttelt sich selbst wieder aus!! Ganz bestimmt!
Ich hätt es besser wissen sollen. Aber nein, ich versuch’s ja noch! Ich hab wirklich geglaubt den Einen zu finden, den der nicht dazu gehört. Den, der nicht so ist wie die Anderen. Den, der einfach einmal nur für mich da ist! Der mich erträgt, der nicht nur Süßholz raspelt, sondern zu seinen Worten steht.
Ich verlange doch keine glänzende Rüstung, kein weißes Ross, kein Schloss! Einfach einen der ehrlich ist und der’s ehrlich meint.
Ich werd zu Mira ziehen, gemeinsam halten wir den Pakt durch! Wir werden das Würmchen aufziehen und wenn es ein Kerl werden sollte, wird es der erste NICHTmistkerl auf Gerimor! Er wird wunderbar werden. Ehrlich, zuvor kommend, gerade heraus, liebevoll, kräftig, …..
*… auch die zwei folgenden Seiten des Büchleins füllt sie mit Wunscheigenschaften. Bevor sie es zuschlägt und das Licht der Kerze löscht. Die ersten Strahlen der Sonne berühren bereits den Boden, als sie auf ungewohnt leisen Sohlen die Treppe hinab huscht. Entschlossen den neuen Plan sofort mit ihrer Freundin zu teilen*
Verfasst: Sonntag 8. Mai 2011, 22:32
von Bospa Yldin
Bospa lief gerade den Weg gen Norden um in Berchgrad einige Dinge zu erledigen. Als er gerade am Hof der tüchtigen Bäuerin vorbei kam erblickte er sie auf den Acker und sich mit einem Herren am Zaun unterhaltend. Bospa wand sich vom Weg ab und trat an den Zaun hinzu. Dabei erkannte er den guten alten Karlmann, ein Mann mit Erfahrung und Vergesslichkeit. Beide führten ein Gespräch und Bospa gesellte sich dazu. Während der Unterhaltung stelle Bospa fest, dass jemand begonnen hatte den Acker umzugrabben. Seine Augen mustert die Bäuerin genauer und es fiel ihm ein Sparten auf, den die Bäuerin geschickt neben sich an ihre Kleidung angelehnt hatte, so dass Bospa der Sparten erst nicht auffiel. Jedoch behielt er seine Entdeckung vorerst für sich. Wenn Talana wüßte, dachte er bei sich. Kurze Zeit später saßen alle drei auf der Veranda des Hofs und genießten gemeinsam die leckeren Speisen der Bäuerin.
Nach dem der alte Karlmann fortging gesellte sich kurze zeit danach noch ein neuer zu ihnen. Bospa war der Name vor Ärger wieder entfallen, da er Bospa förmlich auf die Palme trieb mit seinen Ansichten und Fragerei die sich im Laufe der Unerhaltung ergab. Ein profitgieriger Harluke dachte Bospa sich. Dennoch ging der Abend ruhig zu Ende und sie verabschiedenen sich alle von Mira. Lediglich bleib Bospa kurz zurück und sagte noch einige Worte zu ihr. Mit unter sagte er: "Morgen früh grab ich den Rest um". Er zwinkerte kurz und begab sich dann nach Hause.
Verfasst: Sonntag 22. Mai 2011, 16:49
von Miranda Yldin
Stufe drei: Ein Bastard?
Langsam geht’s wieder - die letzte Woche war zum aus der Haut fahren, aber ich wollte sogar fast wieder anfangen, mein Gemüsebeet zu bepflanzen, weil mich so lange keiner ermahnt hat, nicht mal Talana.
(Aber die hat auch genug eigene Schwierigkeiten zum drüber Nachdenken... wenn sie’s bloß mal gründlich täte...)
Nur Bospa kam vorbei und schaute so anklagend... er schafft es wie kein anderer, aus jedem Nachteil einen Vorteil zu machen: Jetzt hat sogar gesagt, er gräbt für mich um. Ha! Ich freu mich.
Neulich hatte ich endlich wieder Besuch, so viel wie lange nicht. Wie es mir gefehlt hat mal mit wem anders als meinen Hühnern zu reden! Ruck, zuck, geht immer wieder ne Woche ins Land.
Selbst der Herr Kyron, bei dem es mir immer noch mal eiskalt den Rücken rauf und runter läuft, wenn er mich so durchdringend ansieht. Selbst der war da und fand sich anständig.
Talana hätte ihm bestimmt widersprochen und gesagt, anständig und Mistkerl, das passe nie und nimmer zusammen. Oder: Als Mistkerl solle er hingehen, wo der Pfeffer wächst.
Hm, hätte ich das man auch gesagt - dann wär mir vielleicht diese wahnsinnig, äh, wie nenn ich’s, unherzliche Stimmung erspart geblieben.
Dabei ist Bospa sonst so ruhig. Und an dem Abend sogar noch mehr als sonst. Aber das war schlagartig vorbei, als Herr Kyron anfing, mit mir über mein Kind zu sprechen. Ja, ich war verlobt und ich war leichtsinnig.
Mist, da hab ich schon wieder mit den Augen gerollt! Das muss ich mir unbedingt abgewöhnen...
Über wen ich damit rolle?
Klar doch, über mich. Darum ist’s ja so albern.
Da es mittlerweile eh jeder weiß, warum vor Herrn Kyron ein Geheimnis draus machen?
Aaaber es gleich einen Bastard zu nennen! Da hab ich auch noch ein Wörtchen mitzureden, und das heißt "Nein"!
Danke, Bospa, dass du vor dem schwarzmalerischen Herrn Lacuna auf den Tisch haust, aber das musst du nicht. Das krieg ich noch hin: Meine Hände können noch, nur der Rest von mir wird immer runder und schwerfälliger. Wie eine trächtige Stute - von denen hab ich ja beileibe genug gesehen. Bald kann ich nur noch rollen... Augen... Bauch...
Bastard. Tjaaa, vielleicht nennt man das so in gewissen Kreisen. Trotzdem, mir soll’s doch egal sein, wie irgendwer es nennt - für mich ist’s eben und bleibt auch immer mein Kind!
Es gibt bestimmt genug Kinder, die zwar Ehepaaren geboren werden, deren gehörnte Väter und nette Nachbarn einfach nie erfahren, dass man die unschuldigen, unwissenden Dinger auch Bastarde schimpfen könnte... aber warum sollte man die Probleme der Eltern überhaupt an ihnen auslassen?
Und ich sage bestimmt nicht, es sei von dir, Bospa! Das ist mit Abstand das Liebenswerteste, das mir jemals wer vorgeschlagen hat - aber nein.
Ich hab’s direkt noch im Ohr: "Sag doch einfach, es ist von mir. Ich wäre stolz."
Ich wäre auch stolz, mein lieber Freund, wenn’s denn so wäre.
Aber wie heißt es so schön: Lügen haben kurze Beine. Diese eine, die du vorschlägst... ein Junge vielleicht? Dunkle Haare vielleicht? Blaugraue Augen vielleicht? Die würde wohl kaum weit kommen.
Aber gut wird’s werden, dieses Kind, dafür versetz ich persönlich mit meinem Spaten Berge, liebe Leserin, lieber Leser, so viele wie nötig, Schaufel für Schaufel!
Und wenn es gut wird, kommt es dann wirklich noch drauf an, wer... und wo... der Vater ist?
Sagst du etwa auch: Ein Bastard?
Dann kommen wir wieder bei meinem Wörtchen an, das ich mir in der Sache anmaße - ich hab noch einmal drüber nachgedacht:
Selber!
Verfasst: Mittwoch 25. Mai 2011, 20:48
von Bospa Yldin
Bospa saß in seiner ganz privaten Werkstatt da Heim und hobelt eifrig eine Spanschicht nach der anderen ab. Mit der Zeit nahm das Gebilde immer mehr die Form eines Bettchens an, dass für ihn selber viel zu klein wäre.
Nach dem er gründlich die Oberfläche geschliffen und poliert hatte, nahm er sein feinstes Graviermesser zur Hand und schnitze einige Tiermuster in die Oberfläche des Bettches. Die Tiere schnitze er frei aus Gedanken. Dabei war es Tiere die er öfters im Wald sah, wenn er mal wieder durch die Wälder schritt um Holz zusammeln. Nach einiger Zeit als sein Werk vollendet war betrachtete er es erfreunt. Bestimmt wird es ihr gefallen.
Einige Tage später.....
Es war ein sonniger Tag als Bospa zum Hof kam und mal wieder zu schauen wie es der guten Bäuerin ging. Das Tor war nicht verschlossen und Miranda war nicht im Garten zu sehen. Vermutlich war sie nicht da oder sie hatte sich zu einem Mittagsschläfchen hinreißen lassen. Bospa ließ seinen Blick durch den Garten schweifen. Dabei fielen ihm viele reife Früchte an den Bäumen und Weinreben auf, die förmlich danach aussahen geerntet zu werden. Kurz entschlossen griff Bospa zu einem leeren Korb, der im Garten stand und zur Leiter die Am Haus lehnte und erntete eine reife Frucht nach der anderen. Nach einiger Zeit schien die Arbeit erledigt und er ließ sich auf der Bank an der Veranda nieder. Er streckte beide Füße von sich und ließ die Musik der Tiere und das Rauschen des Windes in seinen Ohren. Dabei gingen ihm einige Danken durch den Kopf:
Wie soll das werden wenn das Kind da ist, die Aufgaben bewältigt sie niemals alleine. Selbst wenn sie es sagt und auf kräftig tut. Harten Schalen haben immer oft weiche Kerne. Auf Rogan wird sie sich nie verlassen können. Zu mal er wieder angekrochen kommt in letzter Zeit wie ein reudiger Hund.
Armes Kind kann ich da nur sagen. Zu dem komm ich mir nicht ganz wohl vor dazwischen stehen. Dabei vielleicht dann als guter Freund hingestellt und als Mustermann. Mehr wäre ich wahrscheinlich nicht.
Und dann sind da noch die Gefühle die irgendwie im Kreis fahren.
Willst du ewig deine Gefühle unterdrücken und nur als guter Freund da stehen? Ich mache ihr keine Vorwürfe, das kann ich nicht. Ich mache mir nur unheimliche Sorgen um sie. Ich hab sie einfach von Herzen zu gern.
Nach einiger Zeit wurde er aus seinen Gedanken gerissen als die Tür vom Haus aufflog und eine rundliche Bäuerin erschien. Bospa lächelt auf und ließ seine schmutzigen Hände von der Ernte unter dem Tisch verschwinden. Er wollte dafür keine Anerkennung. Sie setze sich kurzer Hand zu ihm und leiste ihm Gesellschaft und Unterhaltung. ........
Als Bospa sie fragte wie es alles werden soll wenn das Kind da ist, entgegnete sie locker das es alles schon wird wie bisher, ihre Arbeit im Garten und nebenbei das KInd versorgen. Einen Mann brauche sie nicht, davon habe si erstmal genug.
Kurz schien Bospa nachdenklich als er ihr dann entgegnete das nicht Mann gleich Mann ist. Nach diesem Satz kam dann doch Bospas zuvorkommenden Gedanken über seine Lippen. Stumm sah er Mira noch kurz an und stand auf und ging zügig fort.
Verfasst: Mittwoch 1. Juni 2011, 23:32
von Miranda Yldin
Stufe vier: Kreise und was noch so rund ist
Manchmal kommt es mir vor, als ob ich ganz und gar nicht voran komme.
Ich dreh mich im Kreis - nur, dass sich jetzt auch noch ein ansehnlicher Bauch mit dreht.
Ich habe wirklich alles, mittlerweile. Sogar ein Kinderbett, Spielsachen, genug Essensvorräte.
Wenn morgen die Geburt wäre, würde mir nichts fehlen, außer der sonst bei Müttern so übliche Ring... Ehering. Aber wer braucht schon so ein rund geschmiedetes Ding.
Wie kann es sein, dass man das Gefühl hat, wenn man irgendwo beginnt und weiter und weiter voran geht, dass man wieder am gleichen Punkt ankommt?
Bospa.
Er war schon da, als ich her kam. Mein erster Freund, mein erster Helfer. Und jetzt der letzte, der zu mir hält. Ehm... bis eben.
Oh, ich darf nicht vergessen zu rühren - sonst brennt mir das Pflaumenmus an, dabei soll das in den Kuchen.
Bospa.
Er macht sich echt Gedanken.
"Und wenn das kleine da ist, weißt du wie es dann weiter geht?"
"Und Rogan, wie verhält der sich in Zukunft?"
"Und die Liste an Aufgaben willst du allein schaffen?"
Sein skeptischer Blick dazu!
Klar hab ich mir überlegt, wie das wird.
Klar, verlass ich mich gerade jetzt bestimmt nicht auf Rogan.
(Auch wenn der mir sehr gern erzählen möchte, wie sehr ich ihn brauche, und oft die Wörter "uns" und "Familie" verwendet.)
Klar, schaff ich das allein.
Und vor allem brauch ich dazu keinen Mann!
"Mann ist aber nicht gleich Mann."
Ja, Bospa, das stimmt.
Liebe Leserin, lieber Leser, was soll man dazu sagen? Mann ist wirklich nicht gleich Mann. Dann wüsste man ja mittlerweile unter Frauen, woran man dabei ist! Aber einer von der falschen Sorte reicht für's Leben, das sag ich dir.
"Ich gehe jetzt besser. Und werde mich wohl eher distanzieren in der kommenden Zeit... ich kann nicht im Weg stehen, wenn vielleicht der richtige Vater bemüht ist, eine Beziehung zu dem Kleinen aufzubauen.
Desweiteren will ich mir keine unnötigen Hoffnungen machen.
Jedoch kannst du nichts dafür, dass meine Gefühle ständig mehr sagen als Freundschaft."
Wie bitte?
Was, wie, wo? Was, und vor allem wie? Wie?
Ich muss drein geblickt haben wie ein halb gebackener Kuchen... oder so. Und als mir wieder einfiel, wo ich war, und mich erinnert habe, dass ich etwas tun und sagen sollte - da war er schon weg.
Gefühle mit Drehwurm... irgendwie keine so runde Sache.
Verfasst: Donnerstag 2. Juni 2011, 15:00
von Bospa Yldin
Einige trübe Tage waren für Bospa vergangen, nach dem er einfach gegangen war als er Miranda alles gesagt hatte was in ihm vor sich ging. Vielleicht war es die Angst vor ihrer Antwort die ihn fort trieb. Die Tage danach ärgerte sich Bospa über sich selbst...
Wieso habe ich sie einfach stehen gelassen ohne mir ihre Antwort anzuhören
Ich muss sie ziemlich erschreckt haben
Ein paar Tage vermied es Bospa, am Hof vorbei zu kommen. Doch dann als er gerade in Gedank versunken war ging er automatisch am Hof vorbei. Als er es selbst bemerke wo ihn sein Weg langführte sah er den Hof und im selben Moment sie. Da stand die rundliche Bäuerin und blickte auch ihn an. Bospa trat an den Zaun heran und starrt sie vorerst stumm an. Sie kam auch nähr zu ihm und blickte ihn an. Kurz schwiegen sie bis Bospa sich entschuldigte für seinen plötzlichen Fortgang von neulich. So beschlossen sie das Thema nach der Geburt erst wieder anzusprechen, da Miranda genug um die Ohren hatte. Als Miranda dies in ihrem letzten Satz aussprach taucht plötzlich vom Rand des Weges eine Gestalt auf. Beide schwiegen und mustert die Gestalt. Kurze Zeit später stürmte Miranda auf die Gestalt zu und drückte sie, so gut es ging mit ihrem runden Bauch. Bospa stand immer noch wie ein fragender Zaunphahl da und erkannte die Gestalt nicht. Bis schließlich die Gestalt ihre Stimme hören ließ, fielen bei Bospa die letzen Mauersteine im Kopf. Die gute Talana war das. Miranda und Bospa hatten sie, auf Grund der letzten Ereignisse die mit Talana in Verbindung standen, lange nicht gesehen. Es war eine wahre Willkommensfreude.
Das Thema worüber Bospa und Miranda vorher sprachen war nun erstmal vom Tisch, dank durch die Abwechslung von Talana, so dachte Bospa es zumindest bis zu einem Moment. Als alle drei drinnen Platz genommen hatten legte Talana wie ein Wasserfall los und erzählte und fragte.
"Und wie geht es euch?"
"Was macht die Schwangerschaft?"
"Habt ihr schon geheiratet?" *dabei musterte sie die Hände von Mira und Bospa*
"Das Kind braucht doch einen Vater."
"Ihr seit doch für einander bestimmt. Das sagte ich euch doch schon immer."
"Ich werde alles oragniseren sofern ihr es wollt."
So ging es weiter. Bospa fühlte sich wie mit einem Hammer gehauen. Sie kochte den Kessel mit dem Thema wieder richtig auf. Bospa stand wie Miranda etwas perplex da und starrten sich an. Mira wusste wohl genau das der nächste Schritt bei ihr lag, da Bospa seine Karten ihr offen gelegt hatte.
Als Talans wieder etwas zur Ruhe kam und Miranda kurz nachdenklich wurde, entgegnete sie die kurze Bitte an Bospa ihn unter 4 Augen zu sprechen. Bospa und Mira gingen ein Stockwerk nach oben und sprachen einen Moment miteiander während Talana alle Leckereien auf dem Küchentisch, die Miranda zuvor noch aufgetischt hatte, alles verzerrte. Wahrlich ein Heißhunger muss es gewesen sein.
Als Talana sich den Magen rieb und satt und zufrieden drein blickte, kam beide wieder und nickt ihr entschlossen zu. Beide strahlten sie über beide Ohren an. Talana blickte zu frieden drein als sie beide so sah. Bospa konnte in diesem Moment noch nicht glauben das es Wirklichkeit war und nun die Hochzeitsvorbreitungen anfingen. Am folgeden Tag gingen sie beide zum Kloster der Temora und suchten dort das Gespräch, wegen ihrem Wunsch die Ehe einzugehen. Dort trafen sie auf den Bruder Ardan dem sie ihren Wunsch entgebrachten. Dieser versprach ihr Anliegen an die höhrere Instanz des Klosters vorzubringen. Danach kehrt sie glücklich und zufrieden strahlend heimwärts Hand in Hand. Die Hochzeit würde gewiss in einigen Tag anstehen.
Verfasst: Sonntag 26. Juni 2011, 14:59
von Miranda Yldin
Stufe fünf: Unverhofft kommt oft
Jetzt ist es fast zwei Wochen her. Meine Hochzeit! Hättest du noch dran geglaubt?
Eigentlich hatte ich das überhaupt nicht mehr vor...
Ich hatte dieses wunderbare Kleid an - wer hätte gedacht, dass es Brautkleider gibt, die so weit gemacht sind, dass sie über ein Bierfass passen würden?
Vielleicht hat Alexa es an so einem Fass anprobiert, statt an einer Schneiderpuppe. Eindeutig mein Glück, denn ich war ungefähr genauso rund. Danke, Alexa!
Und danke, äh, junger Priester!
Du hast so viele wichtig klingende Worte gesprochen und dir sich fast nicht anmerken lassen, dass es deine erste Vermählung war. Alles in allem war es sehr schön und befremdlich. Besonders als ich von dem Wein getrunken habe, mit Bospas und meinem Blut drin. Da wurde mir für einen Moment ganz anders, aber wenn die Göttin es so will...
Jetzt zuck ich schon bei der Erinnerung mit den Schultern, dabei muss ich doch aufpassen: Ich habe... endlich... mein Kind auf dem Arm!
Das war ein Tag. Ich wollte nur eben ein paar Besorgungen in Berchgard machen. Das ist so ein Katzensprung, dachte ich. Ja ja!
Auf dem Weg dahin hab ich mich noch gewundert, warum mir trotz des guten Frühstücks der Bauch weh tat. Dann ging es richtig los: Wehen.
Zum Glück hat mich der Kutscher auf dem Weg nach Adoran gesehen und mich ein Stück mitfahren lassen. Laufen war auf einmal gar nicht mehr so gut... so ein netter Kutscher.
Liebe Leserin, lieber Leser, ich garantiere euch, ohne ihn hätt ich das Kind direkt am Wegrand zur Welt gebracht!
Danach musste ich mit Bospa schnurstracks nach Adoran, einen Heiler zu finden. Ausgerechnet an so einem Tag ist beim Heilerhaus keiner da - war ja klar.
Trotzdem hab ich bestimmt alles Glück für den Rest meines Lebens an dem einen Tag aufgebraucht, denn es ist ja alles gut gegangen.
Ausgerechnet als ich dachte: Na gut, wenn schon nicht der Wegrand, dann eben die Treppe des Heilerhauses... - da flatterte ein Pergament vorbei.
So fanden wir den Herrn Kilian, der hat seine Sache ganz gut gemacht.
[img]http://img832.imageshack.us/img832/3695/fruchtblasegeplatztnyxi.png[/img]
Ich hätt es nicht gedacht, aber mir gehts schon wieder richtig gut. Ich kann mich allein um den Kleinen kümmern und Bospa kann arbeiten gehen. Ich hab es nicht geplant oder gewollt, bei der Göttin, nein.
Dennoch, nun sitz ich hier, wieg meinen Sohn im Arm und warte, bis mein Mann nach Hause kommt. Wie eine richtige Familie.
Unverhofft kommt scheinbar oft... beängstigend oft...
... und vielleicht auch immer öfter.
Verfasst: Dienstag 28. Juni 2011, 13:30
von Bospa Yldin
Bospa sah auf seine rechte Hand, als er gerade auf der Treppe am Haus saß, dort funkelte ein kleiner unauffälliger Ring an seiner Hand. Wenn ihn Sorgen oder Unmut zur Arbeit packten, brauchte er nur auf den Ring schauen oder Miranda selber anblicken, schon war alles fort aus dem Kopf und der Wind fegte wieder in den Segeln. So war es auch an diesem Tag als Bospa auf den Hof einige Arbeiten für Mira erledigen wollte. Sie war gerade fort um Besorgungen zu tätigen, der Kleine schlief drinnen im Haus fest und tief. Unmotiviert saß er auf der Treppe, doch der Blick auf den Ring genüge um sich auf zuraffen.
In Gedanken ging Bospa die Aufgaben durch, um die ihn Miranda gebeten hatte:
Acker pflügen
an den Obstbäumen nach reifen Früchten schauen
Kühe melken
Herje das waren wahrlich nicht die Aufgaben die er sonst in seinem Beruf tätigte. Mit der Hake stand Bospa kurze Zeit später auf dem Feld und dachte nach wie er es bei Miranda gelernt hatte. "Hm eigentlich nicht schwer, ist wie Haare kämmen" , dachte er sich. Als er anfing stellte er schnell fest, dass es schwieriger war als zerzaustes Haar zu bürsten. Nach zwei Stunden fix und wertig sah Bospa sein Ackerwerk an. "Naja sieht nicht viel anderes aus fals vorher", schoss es ihm durch den Kopf. Anschließend ging er zur Wasserquelle um sich zu erfrischen und setze dich kurz am Rand des Beckens um sich auszuruhen.
Danach beäugte er die Obstbäume im Garten. Natürlich hingen die reifen Früchte nicht auf der Höhe an die er vom Boden aus herankäme. Also musste die Leiter her. Vorsichtig stellte er die Leiter an den ersten Baum und tänzelte hinauf. Als er auf der obersten Sprose der Leiter ankam musste er nur weiterhinauf um zu ernten. Beim Hinabsteigen passierte doch dann das Unglück. Beim Setzen es Fußes auf die oberste Sprose rutschte er ab, die Leiter klappte nach hinten und fiel zu Boden und er ging wie ein Affee mit beiden Händen am Ast. Als Bospa hinab blickte stellte er fest, dass er sich hinabfallen lassen kann, da die Höhe nicht gefährlich war. So kam er ohne Schaden zu Boden. Er blickte auf die dumme Leiter und knottete sie bei den nächsten Bäumen am Ast des jeweiligen Baumes fest.
Nach erfolgreichen Bestehen der zweiten Aufgabe ging es zur Dritten. Die Kühe melken. Bospa nährte sich dem Kuhgehege und blickt darein. Im selben Moment erfasst in der Blick einer Kuh. Dieser Blicke sagte alles, als wüsste die Kuh was er vor hätte. Bospa schluckte kurz und sah ich um. Da kam ihm eine Idee er nahm ein Heubündel und schmieß es der Kuh vor ihr auf den Boden. Bospa verschwand hinter der Zaunwand und bewaffnet mit einem Eimer. Als die Kuh sich dem Futter zuwandte ging Bospa ruhig und leise durch das Gatter und beugte sich langsam zur Kuh. Er stellte den Eimer daruntr und fing an fleißig die Milch zu zapfen. Als er mit dem Melken gut voran gekommen war blickte er kurz auf um zu sehen ob Miranda schon zurück war. Plötzlich schepperte es und der Eimer lag umgekippt am Boden und die Milch ergoß sich durch die Landschaft. Er blickte die Kuh böse an doch das half nichts, den die Arbeit war hin. Schwermütig nahm er den Eimer mit einer Restpfütze der Milch und verließ das Gehege.
Als Miranda Heim kam berichtete Bospa von seinen erfolgreichen Werken des Tages. Als Mira die Pfützemilch im Eimer sah, blickte sie ihn fragend an. Bospa sagte daraufhin knapp: "Mehr Milch wollten sie heute nicht abgeben." Mira sah ihn skeptisch an. Bospa wusste jedoch, einer erfahrenen Bäuerin kann man nichts vor machen.