Die Ankunft und eine Suche
Verfasst: Donnerstag 14. April 2011, 19:54
Die Ankunft
"Ich bin nicht begeistert davon das du gehst." Die hochgewachsene Frau mit den braunen, zu einem strengend Dutt zusammengenommen Haaren stand in der Tür und blickt auf ihre Tochter herab. Naryian war über eine Tasche gebeugt die auf dem ungemachten Bett lag und packte einige Kleidungsstücke hinein.
Durch das geöffnete Fenster, welches zur der Ostseite des Hauses hinauszeigte, fiel das helle Morgenlicht und ein leichter kühler Wind lies den Vorhang flattern. Neben der Tasche lag ein geöffneter Brief, den Nariyan nun in die Hand nahm und zusammenfaltete. Ihre langen hellen Haare fielen ihr über den Rücken, als sie sich wieder aufrichtete und zu ihrer Mutter drehte "Ich weiss Mutter. Aber ich kann nicht anders, ich würde es nicht aushalten." "Welches Schiff wirst du nehmen?" Fragte sie und ihre Miene war streng und förmlich wie eh und jeh. "In einer Stunde die Pegasus." Antwortete sie, und presste die Lippen aufeinander als sie zu ihrer Mutter sah, die leicht nickte. Ihr Verhältnis zu ihr war zwar nie schlecht gewesen, aber herzlich war ihre Mutter selten. Mit einem Zögern trat Naryian zu ihr und umarmte sie. "Wenn du Sarim findest, richte ihm aus er ist immer noch unser Sohn. Doch ich fürchte ich werde hier nicht viel für ihn tun können." "Ich weiss....er hat sein Schicksal selber gewählt." Antwortete Naryian und lies sie wieder los. Dann griff sie sich ihre Tasche, steckte den Brief, welchen sie immer noch in der Hand hielt hinein, ging aus dem Zimmer und zur Haustür. Ihr Vater und ihre restlichen Geschwister hatten sich dort versammelt und verabschiedeten sie. Auch ihr Vater war nicht angetan von ihrem Vorhaben fortzugehen, doch er steckte ihr noch einen kleinen Beutel zu, in dem einige Münzen klimperten. "Viel Glück." Sagte er und strich ihr über die Haare. Als Naryian dort alle zusammen sah, überkam sie kurz ein wehmütiges Gefühl da sie sie alle verließ. Doch als sie vor das Haus trat und Richtung Hafen lief, wandelte sich dieses Gefühl schon bald in Aufregung um.
Die Hälfte der Reise verbrachte sie in ihrer Kajüte oder über die Reeling gebeugt. Ihre Gesichtsfarbe nahm selten eine andere Farbe als ein blasses Grün an, und die Reise war schrecklich. Der stetige Seegang und der scharfe Wind lies Naryian sich immer stärker nach festem Boden sehnen. Schon fast 2 Wochen dauerte die Überfahrt an. Doch dann tauchten am Horizont endlich Hügel und Berge auf und der Ruf der Matrosen "Land in Sicht!" lies ihr Herz hüpfen. Endlich....endlich würde sie von diesem furchtbaren Schiff runterkommen.
Der Hafen an welchem es anlegte und von dem sowohl Passagiere von Bord gingen als auch Fracht gelöscht wurde, war das kleine Fischerdorf Bajard. Nach der langen Seereise für sie ein wunderbarer Ort. Doch die Überfahrt war nicht billig gewesen und so ging sie in eine schlichte Robe gehüllt mit einer kleinen Tasche und nur wenigen Münzen in ihrem Besitz von Bord. Jetzt hiess es sich ersteinmal eine Unterkunft für die Nacht besorgen und dann Arbeit finden oder eine Beschäftigung mit der sie sich vorerst über Wasser halten konnte. Ersteres stellte sich als machbar heraus, doch bei zweiterem erwies sich die Sache schon als schwieriger. Doch das Bognerhandwerk welches ihr Vater ihr beigebracht hatte konnte ihr nützlich sein, auch wenn sie es nicht meisterhaft beherrschte. Sie schlenderte durch die ungepflasterten Gassen des Dorfes, die momentan aufgeweicht und schlammig vom Regen waren und sah sich die Auslagen in den Ständen an. Als Naryian an einen Stand für Fernwaffen erblickte, blieb sie begeistert stehen. Die Waffen und Pfeile wurden genaustens betrachtet und rasch war sie in ein Gespräch mit der Händlerin versunken. Nach etwa einer halben Stunde und einigem Gefeilsche hatte sie eine Axt erworben und einige Werkzeuge zum Herstellen von Bögen und Pfeilen. Und nun konnte es losgehen....
Den restlichen Tag verbrachte sie im Wald und suchte sich passende Bäume und Äste aus, aus denen sie Pfeile und Bögen herstellen konnte.
Am Abend war sie todmüde. Die Arbeit war anstregend aber lohnend. Sie hatte einige Pfeile verkauft und gutes Holz für einige Bögen gefunden. Sie setzte sie sich in die Bajarder Taverne und nahm ein Abendessen zu sich bevor sie schlafen ging. fast jeden Abend saß sie nun in die Taverne und hin und wieder kam sie ins Gespräch mit Leuten die alle auf ihre Art sehr unterschiedlich waren. Aber die Vielfalt der Menschen welche in Bajard ein- und ausgingen faszinierte sie.
Oft packte sie nun Heimweh und dann sass sie traurig da und dachte an zu Hause, ihren Vater, ihre Geschwister, die Mutter und den Großvater. Vormals, als Naryian noch klein war, lebten ihre Eltern in Adoran. Die Geschichten, welche ihr Vater oft über diese Stadt erzählte, weckte ihre Fantasie. Sie stellte sich prachtvolle Bauwerke vor, weissgetünchte Mauern und leuchtende Dächer im Sonnenlicht. Sie sollte nicht entäuscht werden. Die Stadt war sogar noch grösser und prachtvoller als sie sie sich vorgestellt hatte. Als sie genügend Gold verdient hatte, und sich ordentliche Kleidung hatte machen lassen, nahm sie sich ein Zimmer in der Herberge in Adoran. Es reichte nun sogar für eine wirklich gute und nicht gerade günstige Kettenrüstung, die sich erarbeitet zu haben sie sehr stolz war. Ihre alte Eisenrüstung legte sie zur Seite und auch das Bognerhandwerk hatte sie unlängst fast aufgegeben und konzentrierte sich nun vielmehr darauf den Bogen auch zu benutzen. Dennoch, wollte sie länger hier bleiben brauchte sie eine anständige Arbeit. Und so wurde ein Stellengesuch ausgehängt. Tagelang..Wochenlang meldete sich niemand und als sie fast schon die Hoffnung aufgegeben hatte das jemand darauf antworten würde, fand sich ein Schreiben unter ihrem Aushang und sie hatte das erste Vorstellungsgespräch....
[img]http://darkrain1.da.funpic.de/1.jpg[/img]
"Ich bin nicht begeistert davon das du gehst." Die hochgewachsene Frau mit den braunen, zu einem strengend Dutt zusammengenommen Haaren stand in der Tür und blickt auf ihre Tochter herab. Naryian war über eine Tasche gebeugt die auf dem ungemachten Bett lag und packte einige Kleidungsstücke hinein.
Durch das geöffnete Fenster, welches zur der Ostseite des Hauses hinauszeigte, fiel das helle Morgenlicht und ein leichter kühler Wind lies den Vorhang flattern. Neben der Tasche lag ein geöffneter Brief, den Nariyan nun in die Hand nahm und zusammenfaltete. Ihre langen hellen Haare fielen ihr über den Rücken, als sie sich wieder aufrichtete und zu ihrer Mutter drehte "Ich weiss Mutter. Aber ich kann nicht anders, ich würde es nicht aushalten." "Welches Schiff wirst du nehmen?" Fragte sie und ihre Miene war streng und förmlich wie eh und jeh. "In einer Stunde die Pegasus." Antwortete sie, und presste die Lippen aufeinander als sie zu ihrer Mutter sah, die leicht nickte. Ihr Verhältnis zu ihr war zwar nie schlecht gewesen, aber herzlich war ihre Mutter selten. Mit einem Zögern trat Naryian zu ihr und umarmte sie. "Wenn du Sarim findest, richte ihm aus er ist immer noch unser Sohn. Doch ich fürchte ich werde hier nicht viel für ihn tun können." "Ich weiss....er hat sein Schicksal selber gewählt." Antwortete Naryian und lies sie wieder los. Dann griff sie sich ihre Tasche, steckte den Brief, welchen sie immer noch in der Hand hielt hinein, ging aus dem Zimmer und zur Haustür. Ihr Vater und ihre restlichen Geschwister hatten sich dort versammelt und verabschiedeten sie. Auch ihr Vater war nicht angetan von ihrem Vorhaben fortzugehen, doch er steckte ihr noch einen kleinen Beutel zu, in dem einige Münzen klimperten. "Viel Glück." Sagte er und strich ihr über die Haare. Als Naryian dort alle zusammen sah, überkam sie kurz ein wehmütiges Gefühl da sie sie alle verließ. Doch als sie vor das Haus trat und Richtung Hafen lief, wandelte sich dieses Gefühl schon bald in Aufregung um.
Die Hälfte der Reise verbrachte sie in ihrer Kajüte oder über die Reeling gebeugt. Ihre Gesichtsfarbe nahm selten eine andere Farbe als ein blasses Grün an, und die Reise war schrecklich. Der stetige Seegang und der scharfe Wind lies Naryian sich immer stärker nach festem Boden sehnen. Schon fast 2 Wochen dauerte die Überfahrt an. Doch dann tauchten am Horizont endlich Hügel und Berge auf und der Ruf der Matrosen "Land in Sicht!" lies ihr Herz hüpfen. Endlich....endlich würde sie von diesem furchtbaren Schiff runterkommen.
Der Hafen an welchem es anlegte und von dem sowohl Passagiere von Bord gingen als auch Fracht gelöscht wurde, war das kleine Fischerdorf Bajard. Nach der langen Seereise für sie ein wunderbarer Ort. Doch die Überfahrt war nicht billig gewesen und so ging sie in eine schlichte Robe gehüllt mit einer kleinen Tasche und nur wenigen Münzen in ihrem Besitz von Bord. Jetzt hiess es sich ersteinmal eine Unterkunft für die Nacht besorgen und dann Arbeit finden oder eine Beschäftigung mit der sie sich vorerst über Wasser halten konnte. Ersteres stellte sich als machbar heraus, doch bei zweiterem erwies sich die Sache schon als schwieriger. Doch das Bognerhandwerk welches ihr Vater ihr beigebracht hatte konnte ihr nützlich sein, auch wenn sie es nicht meisterhaft beherrschte. Sie schlenderte durch die ungepflasterten Gassen des Dorfes, die momentan aufgeweicht und schlammig vom Regen waren und sah sich die Auslagen in den Ständen an. Als Naryian an einen Stand für Fernwaffen erblickte, blieb sie begeistert stehen. Die Waffen und Pfeile wurden genaustens betrachtet und rasch war sie in ein Gespräch mit der Händlerin versunken. Nach etwa einer halben Stunde und einigem Gefeilsche hatte sie eine Axt erworben und einige Werkzeuge zum Herstellen von Bögen und Pfeilen. Und nun konnte es losgehen....
Den restlichen Tag verbrachte sie im Wald und suchte sich passende Bäume und Äste aus, aus denen sie Pfeile und Bögen herstellen konnte.
Am Abend war sie todmüde. Die Arbeit war anstregend aber lohnend. Sie hatte einige Pfeile verkauft und gutes Holz für einige Bögen gefunden. Sie setzte sie sich in die Bajarder Taverne und nahm ein Abendessen zu sich bevor sie schlafen ging. fast jeden Abend saß sie nun in die Taverne und hin und wieder kam sie ins Gespräch mit Leuten die alle auf ihre Art sehr unterschiedlich waren. Aber die Vielfalt der Menschen welche in Bajard ein- und ausgingen faszinierte sie.
Oft packte sie nun Heimweh und dann sass sie traurig da und dachte an zu Hause, ihren Vater, ihre Geschwister, die Mutter und den Großvater. Vormals, als Naryian noch klein war, lebten ihre Eltern in Adoran. Die Geschichten, welche ihr Vater oft über diese Stadt erzählte, weckte ihre Fantasie. Sie stellte sich prachtvolle Bauwerke vor, weissgetünchte Mauern und leuchtende Dächer im Sonnenlicht. Sie sollte nicht entäuscht werden. Die Stadt war sogar noch grösser und prachtvoller als sie sie sich vorgestellt hatte. Als sie genügend Gold verdient hatte, und sich ordentliche Kleidung hatte machen lassen, nahm sie sich ein Zimmer in der Herberge in Adoran. Es reichte nun sogar für eine wirklich gute und nicht gerade günstige Kettenrüstung, die sich erarbeitet zu haben sie sehr stolz war. Ihre alte Eisenrüstung legte sie zur Seite und auch das Bognerhandwerk hatte sie unlängst fast aufgegeben und konzentrierte sich nun vielmehr darauf den Bogen auch zu benutzen. Dennoch, wollte sie länger hier bleiben brauchte sie eine anständige Arbeit. Und so wurde ein Stellengesuch ausgehängt. Tagelang..Wochenlang meldete sich niemand und als sie fast schon die Hoffnung aufgegeben hatte das jemand darauf antworten würde, fand sich ein Schreiben unter ihrem Aushang und sie hatte das erste Vorstellungsgespräch....
[img]http://darkrain1.da.funpic.de/1.jpg[/img]