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Unter der Maske

Verfasst: Samstag 9. April 2011, 14:19
von Tzyntares
Wie zu einer Salzsaeule erstarrt sitzt er in der Ordensburg vor seiner Werkbank. Einige dieser Fluessigkeitem kochten ueber… andere hatte sich schon verfluechtigt. Sein blick war fest auf das Spiel der Farben und Gase gerichtet doch selbst schien ihn das nicht zu beunruhigen. Nach einer weile erhob er sich loeschte die kleine Flamme des Kochers und schnallte die Maske vor sein Gesicht.

Die Maske war es sein Gesicht was darunter blitzte oder war die Maske jenes was er unter ihr verbarg? Diese Frage kam ihm nicht oft in den Kopf und doch machte es ihm Sorgen.

Seine Schritte hallten monoton von den Waenden der Burg ab als er ohne sicheres Ziel die Gemaeuer beging. Gedanken verwirrten seinen Sinn. Er hatte viel Zeit damit aufgebracht diese Menschen ausserhalb dieser Mauern, an welche er sich selbst kettete, kennenzulernen. Sie zu studieren, sie sich zu verinnerlichen und doch sah er keinen Sinn in den Verhaltensmustern. Welchen Sinn hatte es jemanden der offensichtlich schlecht ist zu vertrauen und welchen Sinn hatte es dann sich als etwas rechtschaffendes auszugeben, wenn der offensichtliche Weg doch der verborgenste ist?

Der Orden hatte ihn viel gelehrt in dieser kurzen Zeit… wohl weit mehr als beabsichtig.
Das hilfreichste war fuer ihn die Erkenntnis.

Zeige dich den Leuten so wie sie dich sehen wollen….

Und Tzyntares wird das sein, was du sehen willst….

Verfasst: Freitag 13. Mai 2011, 13:29
von Tzyntares
Spaet des Nachts, kurz nachdem auch die Magistra ihren letzten Worte sprach und durch den Torbogen verschwand, fuehrten ihn seine Schritte in die Keller der Burg.
Es ist diese angenehme Stille und die nach kaltem Stein riechende Luft die ihn immer wieder angenehme Ruhe in den Geist zaubert.
Seine Schritte fuehrten ihn tief in die letzte Ecke des Kellers. In den Raum fuer diplomatische Befragungen. Als er Raum betrat mischte sich der Geruch laengst vergessene qualen und laengst vertrocknetem Blute in die Luft und bahnte sich einen Weg in seine Sinne. Tief saugte er die Luft ein und seine Nasenfluegel weiteten sich.
Eine Weile stand er noch hier und starrte geistesabwesend auf den kleinen Tisch mit ‚medizinischen’ Instrumenten. Waehrend seine Blicke nur starr auf den Tisch blickten oeffneten seine haende langsam die Knoefe seiner Weste und er lies jene nur einfach am Ruecken hinunter gleiten und sie fand ihren Platz auf den kalten Boden.
Die schnuere des Hemdes loeste er mehr beilaeufig, scheinbar nichteinmal datueber nachdenkend. Kurz loeste sich der Blick von den Werkzeugen und des Hemd fand seinen Weg ueber seinen Kopf und schlussendlich auch seinen Platz am kalten Boden.

‚Den Vorgang bis zur Perfektion beherrschen’

Kam es nur murmelnd ueber seine Lippen. Wohl nichtmal seiner eigenen Worte bewusst.
Und so griff seine rechte zu einer der Klingen. Es war einem Metzgermesser sehr aehnlich, die Klinge ueberaus gepflegt und wohl auch die Schaerfe war nicht zu unterschaetzen. Eine Weile starrte er auf das Messer in seinen Haenden und fuehrte es dann langsam an seine linke Brust. Ruhig und kalt lag die Schneide auf seiner blassen Haut. Doch ein fester druck von ihm und sie Schnitt sich tief in die Haut und ins Fleisch. Das Blut quoll langsam zwischen Fleisch und Schneide ans die muffige Luft und rinn langsam seinen Oberkoerper hinab. Nicht viel Zeit verschwendete er um diesem Schauspiel beizuwohnen und legte die Schneide wieder zurueck.
Seine erfahrungen mit dem Liede waren schon etwas gewachsen und doch bedurf es einiger Zeit bis die Wunde geschlossen war nicht verheilt aber es erfuellte den Zweck.

Noch einige Stunden verbrachte er hier unten immer und immer wieder diese Prozedur wiederholend und von mal zu mal wurden die Schnitte tiefer und das Stoehnen aus dem Raume wurde von mal zu mal lauter…..

‚Den Vorgang… bis zur Perfektion’