Aller Anfang ist nicht immer schwer
Verfasst: Sonntag 3. April 2011, 17:01
"Du hast 2 Möglichkeiten, entweder du heiratest endlich, oder du bleibst hier auf dem Hof, den dein Bruder aber übernehmen wird. Und ich weiss nicht ob du damit so zufrieden wärst. Immerhin wird er auch mal heiraten und Kinder kriegen." Der Vater sah seine Tochter ruhig aber mit strenger Mine an. Seine Kleidung war die eines einfachen Bauern, und an einigen Stellen schon mehrfach geflickt worden. Anduraj sass ihm geknickt und mit hängenden Schultern gegenüber und wich seinem Blick aus. "Ich will aber nicht heiraten." Antwortete sie leise. "Ach nun komm, Narim, der Sohn von Roderik ist doch ganz nett und tüchtig. Und er wird mal den Hof übernehmen. Wär der nicht was für dich, hm?" Fragte er nachdrücklicher. "Ich mag den nicht. Ich könnte doch eine Ausbildung machen?" Sie hob den Blick an und wusste eigentlich schon was der Vater sagen würde. "Eine Ausbildung? Ach." Er machte eine unwirschte wegwerfende Handbewegung. "Das ist nichts für dich. Eine Frau sollte heiraten und sich um Herd und Hof kümmern. Nicht diesen Unsinn von wegen Ausbildung und dann willst du vielleicht noch einen Laden haben, hm?"
Einige Zeit war seid dem Gespräch vergangen und der Vater hatte endlich nachgegeben. Mit einem Schiff war sie Richtung Gerimor aufgebrochen, wo es hiess dort gäbe es Arbeit und gute Chancen für Ausbildungen verschiedener Arten. Ihr Gepäck bestand nur aus einem Packen einfacher Kleidung und eingen Münzen die reichen mussten bis sie Arbeit gefunden hatte.
Als sie ankam regnete es. Der Himmel war bedeckt von dicken grauen Regenwolken und die Luft roch würzig und frisch. Mit ihrem alten Jutebeutel, den sie über einer Schulter trug, verliess sie das Schiff und erklärte sich bereit ein Schreiben mitzunehmen, welches an das Kloster gerichtet war. Die Nacht verbrachte sie nun erstmal in einem billigen Zimmer das noch frei war. Die Vermieter konnten ihr sagen wo sie das Kloster finden konnte und am nächsten Tag machte sie sich sogleich dorthin auf den Weg, den Brief abzugeben.
So kam sie an die ersten Münzen, und kein schlechter Lohn nur für die Abgabe eines Briefes. Für dieses Gold wollte sie sich dann auch erstmal eine ordentliche Hose kaufen. Eine Schneiderin, die nahe des Klosters ihren Laden hatte, machte ihr etwas günstiger sogar noch ein Hemd, Stiefel und einen langen Mantel, und Anduraj behielt noch etwas Gold über. Die Schneiderin, Alexa hiess sie, war sehr nett, und so knüpfte die junge Frau hier erste Kontakte. Sogar Arbeit hatte sie für sie, welche Anduraj nur zu gerne annahm. 15 Kronen drückte Alexa ihr in die Hand, um dafür einige Dinge einzukaufen. Anduraj bekam grosse Augen, soviel Gold auf einmal hatte sie noch nie gehabt. Doch die Besorgungen die sie für dieses Gold erlerdigen sollte, würden sie quer über das Land führen. Und zuerst führten sie sie zu einem Bauernhof zwischen Berchgard und Adoran.
Chandra hiess die Bäuerin dort. Sie verstand sich auf anhieb richtig gut mit ihr und bestimmt eine Stunde schnackte und quatschten sie miteinander. Sogar das Feilschen brachte sie ihr bei, wenn Anduraj es doch mal mit Menekanern zu tun haben sollte wegen ihrer Besorgungen.
"Feilschen ist ganz einfach. Sie fangen ganz oben an und Du ganz unten. Und dann trefft ihr euch irgendwann in der Mitte. Und immer Jammern, Jammern ist ganz wichtig." Erklärte Chandra ihr.
"Meine Familie muss doch irgendwie versorgt werden, und meine ganze Cousins und Onkel und Tanten wollen doch alle was essen! Und ihr raubt mich hier geradezu aus!" Beide lachten herzlich. Durch Chandra lernte Anduraj dann auch noch Yette kennen, wo sie den ersten Teil ihrer Besorgungen endlich abschliessen konnte.
Als sie Alexa eine schwere Tasche mit der gewünschten Ware präsentierte, schien so doch reichlich verzückt zu sein und reichte ihr nun diesmal 20 Kronen um weiteres Einkaufen zu können. So schwer wie sie befürchtet hatte, war es nun doch nicht sich etwas Gold zu verdienen um sich erstmal über Wasser halten zu können.
Gegen Abend lernte sie dann in der Taverne in Bajard einen Baltasar kennen. Baltasar von Mühlenstein oder so ähnlich. Der Neffe, des Onkels der Schwester der Tochter von Mariella von Dornwald wenn sie das noch richtig zusammenbekam. Ein richtiger von und zu, mit grünen Haaren, besoffen, schmuddeligen Klamotten und dreckigem Gesicht. Nunja, nach seinem Aussehen und dem zögerlichen nennen seines Namens, über den er erstmal nachdenken musste, zweifelte sie ein bischen daran. Bezwinge der Drachen, sagenumwobener Schriftsteller und Retter von Jungfrauen, wollte er sein, nachdem sie fragte welchen Titel er denn als Adliger innehatte. Aber sonst war er eigentlich ganz nett. Sogar Arbeit bot er ihr an, für 3 Kronen sollte sie seinen Leuchtturm hier in Bajard aufräumen. 3 Kronen waren nicht wenig, gerade nicht für Anduraj und so willigte sie rasch ein.
Und der Leuchtturm war wirklich dreckig. Schmutz, Staub und Spinnenweben befanden sich überall neben einer Menge Flaschen. Es dauerte eine Weile bis sie alles weggeräumt hatte, den Boden gefegt, die Tische und Regale abgewischt, die Flaschen einsortiert, die Felle ausgeklopft und die Spinnenweben entfernt hatte. Am Ende sah sie selber aus wie ein wandelnder Staubfänger. Aber der Herr Baltasar schien ganz zufrieden und gab ihr sogar noch etwas Trinkgeld dazu. Es war schon ganz schön dunkel draussen als sie den Leuchtturm verliess und begegnete 3 davorstehenden Personen die sie anstarrten.
"Unzucht! Sowas Unerhörtes." Unterstellte einer von ihnen ihr als sie näherkam, schüttelte den Kopf und wandte sich ab. Anduraj wurde blass und sah verdutzt drein. Sie hatte doch nur geputzt! Der vorderste der Männer, den sie zuvor schon einmal nach Arbeit gefragt hatte, erkannte sie jedoch wieder. Nachdem sie sich erklärt hatte, und ihr Aussehen der Erklärung, sie habe nur saubergemacht, auch entsprechen konnte, glaubte man ihr und sie atmete erleichtert aus. Eine solche Unterstellung hatte man ihr noch nie gemacht. Nunja, Morgen würde schon drüber weg sein.
[img]http://www.8ung.at/nyray/bajard.jpg[/img]
Einige Zeit war seid dem Gespräch vergangen und der Vater hatte endlich nachgegeben. Mit einem Schiff war sie Richtung Gerimor aufgebrochen, wo es hiess dort gäbe es Arbeit und gute Chancen für Ausbildungen verschiedener Arten. Ihr Gepäck bestand nur aus einem Packen einfacher Kleidung und eingen Münzen die reichen mussten bis sie Arbeit gefunden hatte.
Als sie ankam regnete es. Der Himmel war bedeckt von dicken grauen Regenwolken und die Luft roch würzig und frisch. Mit ihrem alten Jutebeutel, den sie über einer Schulter trug, verliess sie das Schiff und erklärte sich bereit ein Schreiben mitzunehmen, welches an das Kloster gerichtet war. Die Nacht verbrachte sie nun erstmal in einem billigen Zimmer das noch frei war. Die Vermieter konnten ihr sagen wo sie das Kloster finden konnte und am nächsten Tag machte sie sich sogleich dorthin auf den Weg, den Brief abzugeben.
So kam sie an die ersten Münzen, und kein schlechter Lohn nur für die Abgabe eines Briefes. Für dieses Gold wollte sie sich dann auch erstmal eine ordentliche Hose kaufen. Eine Schneiderin, die nahe des Klosters ihren Laden hatte, machte ihr etwas günstiger sogar noch ein Hemd, Stiefel und einen langen Mantel, und Anduraj behielt noch etwas Gold über. Die Schneiderin, Alexa hiess sie, war sehr nett, und so knüpfte die junge Frau hier erste Kontakte. Sogar Arbeit hatte sie für sie, welche Anduraj nur zu gerne annahm. 15 Kronen drückte Alexa ihr in die Hand, um dafür einige Dinge einzukaufen. Anduraj bekam grosse Augen, soviel Gold auf einmal hatte sie noch nie gehabt. Doch die Besorgungen die sie für dieses Gold erlerdigen sollte, würden sie quer über das Land führen. Und zuerst führten sie sie zu einem Bauernhof zwischen Berchgard und Adoran.
Chandra hiess die Bäuerin dort. Sie verstand sich auf anhieb richtig gut mit ihr und bestimmt eine Stunde schnackte und quatschten sie miteinander. Sogar das Feilschen brachte sie ihr bei, wenn Anduraj es doch mal mit Menekanern zu tun haben sollte wegen ihrer Besorgungen.
"Feilschen ist ganz einfach. Sie fangen ganz oben an und Du ganz unten. Und dann trefft ihr euch irgendwann in der Mitte. Und immer Jammern, Jammern ist ganz wichtig." Erklärte Chandra ihr.
"Meine Familie muss doch irgendwie versorgt werden, und meine ganze Cousins und Onkel und Tanten wollen doch alle was essen! Und ihr raubt mich hier geradezu aus!" Beide lachten herzlich. Durch Chandra lernte Anduraj dann auch noch Yette kennen, wo sie den ersten Teil ihrer Besorgungen endlich abschliessen konnte.
Als sie Alexa eine schwere Tasche mit der gewünschten Ware präsentierte, schien so doch reichlich verzückt zu sein und reichte ihr nun diesmal 20 Kronen um weiteres Einkaufen zu können. So schwer wie sie befürchtet hatte, war es nun doch nicht sich etwas Gold zu verdienen um sich erstmal über Wasser halten zu können.
Gegen Abend lernte sie dann in der Taverne in Bajard einen Baltasar kennen. Baltasar von Mühlenstein oder so ähnlich. Der Neffe, des Onkels der Schwester der Tochter von Mariella von Dornwald wenn sie das noch richtig zusammenbekam. Ein richtiger von und zu, mit grünen Haaren, besoffen, schmuddeligen Klamotten und dreckigem Gesicht. Nunja, nach seinem Aussehen und dem zögerlichen nennen seines Namens, über den er erstmal nachdenken musste, zweifelte sie ein bischen daran. Bezwinge der Drachen, sagenumwobener Schriftsteller und Retter von Jungfrauen, wollte er sein, nachdem sie fragte welchen Titel er denn als Adliger innehatte. Aber sonst war er eigentlich ganz nett. Sogar Arbeit bot er ihr an, für 3 Kronen sollte sie seinen Leuchtturm hier in Bajard aufräumen. 3 Kronen waren nicht wenig, gerade nicht für Anduraj und so willigte sie rasch ein.
Und der Leuchtturm war wirklich dreckig. Schmutz, Staub und Spinnenweben befanden sich überall neben einer Menge Flaschen. Es dauerte eine Weile bis sie alles weggeräumt hatte, den Boden gefegt, die Tische und Regale abgewischt, die Flaschen einsortiert, die Felle ausgeklopft und die Spinnenweben entfernt hatte. Am Ende sah sie selber aus wie ein wandelnder Staubfänger. Aber der Herr Baltasar schien ganz zufrieden und gab ihr sogar noch etwas Trinkgeld dazu. Es war schon ganz schön dunkel draussen als sie den Leuchtturm verliess und begegnete 3 davorstehenden Personen die sie anstarrten.
"Unzucht! Sowas Unerhörtes." Unterstellte einer von ihnen ihr als sie näherkam, schüttelte den Kopf und wandte sich ab. Anduraj wurde blass und sah verdutzt drein. Sie hatte doch nur geputzt! Der vorderste der Männer, den sie zuvor schon einmal nach Arbeit gefragt hatte, erkannte sie jedoch wieder. Nachdem sie sich erklärt hatte, und ihr Aussehen der Erklärung, sie habe nur saubergemacht, auch entsprechen konnte, glaubte man ihr und sie atmete erleichtert aus. Eine solche Unterstellung hatte man ihr noch nie gemacht. Nunja, Morgen würde schon drüber weg sein.
[img]http://www.8ung.at/nyray/bajard.jpg[/img]