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Adler Augen - Sie sehen alles
Verfasst: Freitag 25. März 2011, 19:15
von Quarius Lore
Schwerter schlugen aufeinander ein und kreuzten sich dabei. Metall schlug auf Metall, ein Kampf auf Leben und Tod zwischen zwei Menschen. Die Hintergrundgeräusche teilten mit, als würde man geradewegs im Dschungel Lameriasts stehen, oder gar La Cabezas. Ein hell Gerüsteter gegen einen schwarz Gerüsteten. Beide in einer identischen Rüstung ausgenommen der Farbe. Der dunkel Gerüstete Schlug einmal wieder auf den hell Gerüsteten, dieser blockte den Schlag ab und schnitt mit dem Schwert in der nächsten Bewegung den Kopf des schwarz gerüsteten ab! Der Kopf rollte den Boden entlang. Im fast selbigen Moment berührte der Rumpf, mit den Knien den Boden, um einige Sekunden später seitlich ebenfalls den Boden zu küssen. Man sah kein Blut, lediglich der Blick auf den noch rollenden Kopf war gerichtet. Irgendwie erinnerte alles daran, dass jede Bewegung sehr langsam, fast schon halb so schnell war. Als der Kopf, den man aufgrund des Helmes nicht sehen konnte, einen Stein berührte, blieb dieser endlich stehen. Einige Herzschläge geschah nichts, lediglich die fließende Bewegung des weißen Kämpfers nach dem Schlag vollführte ihr Ende um mit der freien Hand den Helm abzunehmen. Es war Quarius de Lore, der den Kopf des schwarzen Kämpfers abgetrennt hatte. Ruhig stand er weiter da als das Visier des Kopfes anfing zu qualmen und wie aus dem nichts verdampfte um nun des Gegners Gesicht zu erkennen. Es war ebenfalls der Kopf von Quarius de Lore!
Schweißgebadet wachte er in den Kammern der Ordensburg auf um sich gewiss zu sein, dass er nur geschlafen hatte. Ruckartig hatte er sich aufgerichtet und suchte nach Wasser. Glaubensfragen hatte man ihm am vorabend gestellt. Lady Alexa N’yota besuchte mittlerweile öfters den Orden der Temora um gewisse Fragen die sie hatte, beantwortet zu bekommen. Glaubensfragen, mit dem er sich selbst zu seiner früheren Knappenzeit befasst hatte. Damals als er mit Pater Lefar seine Ausbildung begonnen hatte. Die Frage die sich nun stellte ist, hatte er noch das nötige Wissen, um Fragen beantworten zu können? Gar von einer Dame, die früher als Stadthalterin in Rahal tätig war und sich nun von dem Glauben Alatars abgewendet hatte.
Mitgefühl, Amyras Gabe konnte nicht wirklich fest definiert werden. Wie man Mitgefühl definiert ist eine einzigartige Sache. Der Wille und das wärmende Gefühl bei dem verschenken, des eigenen Hab und Gut, sollte jedoch gleich sein! Es müsste einen mit Glück für den nächsten Menschen durchfluten, wie eine Kerze der Wachs und Öl zugeführt würde, jedoch nicht zu viel, sonst würde es ebenfalls ausgehen. Das Mitgefühl ist das, was Amyra uns weitergab. Quarius würde Alexa fragen, ob sie gemeinsam den Weg zum Wasserlauf gehen würde, dort wo Temora den Boden berührte und sie den Schrein des Mitgefühls errichtet hatten
Verfasst: Freitag 25. März 2011, 19:36
von Alexa N'yota
Nach ihrer langen Reise und der langen Zeit die sie ihn schon nicht mehr gesehen hatte,wollte er ihr dennoch nicht aus dem Kopf gehen.
Kaum wieder im Lande machte sie sich ohne groß darüber nachzudenken auf den Weg in den Orden.
Sie hatte beschlossen mehr darüber zu erfahren...Über den Glauben Temoras und ihre Tugenden...
Herzlich wurde sie wieder einmal in den Hallen des Orden empfangen.
Nach einigen Besuchen, Gesprächen und auch Besuchen in der Bibliothek Adorans und der freien Bibliothek nahm sich Bruder Quarius ihren Glaubensfragen an...
Ziemlich verwirrend alles...Da denkt man,man hat ein winziges bisschen verstanden und der Knoten im Kopf hat sich ein wenig entwirrt...Wums!...Die nächsten Dinge, die schwer zu begreifen und nachzuvollziehen sind...
Vielleicht drückt sich Bruder Quarius für mich auch einfach zu unverständlich aus...Klingt zumindest besser als wenn ich davon ausgehe ich wäre zu dumm um es zu verstehen...
All dieses und noch vieles mehr geht ihr durch den Kopf,als sie mit einem Buch im Schoß,kratzigen Filzpantoffeln an den Füßen in der freien Bibliothek sitzt.Wieder einmal,wie sooft in den letzten Tagen. Es gibt einfach zu viele offene Fragen.
Verfasst: Samstag 26. März 2011, 19:18
von Mandred Louisan
Pflichten eines Adlerritters
Es war seine Pflicht. Die Angriffe nahmen Überhand. Immer mehr Wegelagerer, Banditen und andere Schurken strömten förmlich in Massen aus den Wäldern vor Bajard und entluden ihren Zorn, ihre Mordeslust an der Abwehr der handvoll Menschen, die sich ihnen mit allem ihrem Können entgegensetzten.
Wie von Alatar persönlich besessen....
Dies schoss dem Adlerritter mehr als einmal durch den Kopf, wenngleich er nicht sofort davon ausging, dass die finstere Macht des Panthergottes dahinter steckte, aber irgendetwas trieb diese Menschen, denn was anderes waren sie im Grunde auch nicht, aus dn Wäldern, und zwar Welle für Welle.
Und obwohl sie ihre Kameraden starben sahen, an den mit Tapferkeit und Mut entgegengereckten Waffen der Verteidiger, so waren sie dennoch mit nicht weniger Hass und Wut gefüllt, als ihre Vorgänger. Und nicht nur die Menschen schienen solcherlei Gefühle zu besitzen, auch die Wölfe stoben wie von einer unsichtbaren Peitsche angetrieben gegen die Gruppe der Wehrhaftigen.
Hass, Wut, Zorn....sollten diese Gefühle die Antriebskraft dieser Seelen sein? Oder war es doch Magie? Finstere Magie? Grausame Magie?
Trotz all der Gedanken, die dem Diener Temoras durch den Kopf schossen, vergaß er nicht, sich stets auf den Kampf zu konzentrieren, darauf, was er sein Leben lang gelernt hatte. Das, wofür er geboren war.
Die Unschuldigen zu beschützen...Ungerechtigkeit beseitigen....
Immer wieder ruf er sich Taktiken, Stellungen, Angriffskombinationen in den Kopf, sein ganzer kämpferischer Verstand baute sich auf und lief auf Hochtouren, während er sich immer wieder neuen Angreifern entgegenstellte. In solchen Momenten wusste er, wofür all die Jahre des Trainieren und des Übens gut waren.
Die Angriffe waren vorrüber. Die Banditen zurückgeschlagen. Aus Mitgefühl für ihre Seelen, wo er doch nicht wusste, was in diesen Menschen vorging, betete er stumm, aber mit gesenktem Haupt und gefalteten Händen für sie und das Temoras Gerechtigkeit sich ihrer annehme.
Doch seine Pflichten waren keinesfalls vorrüber.
Später am Abend wurde er Zeuge einer offensichtlichen Ablehnung des Willen Temoras. Er wurde Zeuge einer derartigen Furcht vor der Wahrheit und vor dem Eingestehen eines Fehlers und er wurde Zeuge von der Fahrlässigkeit und von der Schwachheit der Menschen, die nicht einmal die Mühe sich machen, ihre Untaten vor Temora zu bekennen.
Er fragte sich an diesem Abend mehrmals, was schlimmer war. Die von Hass und Zorn und Wut beseelten Schurken, oder die, die offensichtlich nichts auf das gaben, was Temora in ihrer Weisheit entschieden hatte, geschweige denn, was ihr offensichtlicehr Wille war, noch dass sie den Wunsch pflegten Gerechtigkeit anzuerkennen.
Der Adlerritter wusste es nicht, was schlimmer war. Doch das zählte auch nicht. Es zählte, dass Temoras Wille geschehe und dass die Gerechtigkeit, welche ohnehin schon gering geworden ist, wenigstens immer wieder aufgebaut wird.
Das war seine Pflicht, welche er an diesem Abend ebenfalls zu erledigen hatte. Und er tat sie mit innerlicher Trauer über diesen Unglauben und diese Frevelhaftigkeit gegenüber der Kirche und der Lichtgöttin.
Am Abend betete er in seiner Kammer mit tief gefurchter Stirn und als Ende seines Gebetes brachte er noch einmal zur Kenntnis, dass er durch Temora, für Temora und mit Temora handelte:
Temora, lass deine Gerechtigkeit nie versiegen und gewähre uns die Kraft, sie weiter auf Eluives Erden zu erhalten!
Verfasst: Dienstag 29. März 2011, 02:02
von Quarius Lore
Wie aus einem schlechten Gedanken warf der ehemalige Paladin seine Gedanken im Traum weg. Dabei schien er auf dem kalten Boden wie ein Käfer zu wirken. Viel Schlaf würde er hier draußen in der Kälte nicht finden. Die Umgebung des Schreins des Mitgefühls war noch scheinbar in der Dunkelheit verschlossen. Die Morgenröte zeigte sich mittlerweile. Man könnte denken, dass es in der Nacht nicht geregnet hatte. Das Lager vor der Brücke direkt am Baum war noch immer intakt und er blickte zur anderen Seite wo die einstige Rahalerin Alexa lag und noch immer im Traum war. Er konnte nicht wirklich erkennen ob sie am lächeln war oder nicht, in jedem Fall hoffte er ihr einen weiteren erholsamen Schlaf. Brot und Wasser. Das einzige was Sie diese Tage essen werden, dass war sicher. Bisher hatte sich seine Glaubensgefährtin als sehr harter Brocken herausgestellt. Ein wacher Geist war sie, dass stand auf jeden Fall fest. Zum Glück war das auch so, denn einen bereits nickenden und nicht hinterfragenden Geist auf dem Weg der Tugendhaftigkeit zu bringen, ist einfacher als einen, der früher an die andere Seite glaubte.
Er stand nun auf und begab sich auf die andere Seite zu der Schneiderin um kurz ihre Haut berühren zu wollen, ob sie an Unterkühlung leide. So dies der Fall wäre, würde er nicht scheuen, eine weitere Decke von sich auf sie zu legen. Sorgfältig drehte er sich dann um, um nicht weiter Geräusche zu machen und sie zu wecken. So begab er sich unmittelbar in den Wald um Kleinholz zu suchen und eventuell einige Dinge bereit zu stellen, damit Alexa sich mit dem reinigen ihm zu Seite stünde.
Am Abend davor:
Quarius kam aus der näheren Umgebung mit einigen Brotlaiben in seinem Rucksack fertig abgepackt. Am Toreingang stand Ritter und Glaubensbruder Alessandro Marquez gemeinsam mit Schwester Alexa N’yota, scheinbar wartend. Quarius begrüßte die beiden Gläubigen und betrachtete die neue Schülerin. Sie schien als würde sie nach Antworten suchen! Die gute Alexa, dachte sich Quarius, wie immer nur in schwarz und weiß am denken. Es hatte sicherlich einen Grund, warum sie sich so verhielt. Vielleicht lag es an ihrer Vergangenheit, dass sie so dachte.
„Schwester Alexa,“ sprach er wenig später zu ihr „macht euch abreisefertig, wir werden gleich aufbrechen!“ Scheinbar hatte die Mittdreißigerin es nicht erwartet zu der schon untergegangenen Sonne aufzubrechen, um den Schrein des Mitgefühls aufzusuchen. „Wir können in Bajard die notwendigen Dinge holen!“ erwiderte die Schneiderin. So brachen die drei den Weg auf nach Bajard. Alessandro begleitete Quarius und Alexa zum Schutz bis zum kleinen Fischerdorf, wo die Kutsche bereits bereitstand, um den Weg zum Wegekreutz zu folgen.
Die letzte Kutsche kam am Abend am Wegekreutz an und Alexa sowie Quarius, hatten noch einen großen Fussmarsch vor sich. Bereits jetzt zeigte sich der Mond von enormen anzeichen, dass es spät geworden ist, jedoch nicht so spät, dass man den Gang zum Schrein des Mitgefühls nicht erreichen könnte. Unterwegs kam wieder eine Frage der Meisterschneiderin: „ Wisst ihr was mit dem Pater los ist?“ fragte sie. Quarius quittierte die Frage jedoch hatte er noch keine wirkliche Antwort auf ihre Frage. Das sollte sie ihn vielleicht selbst fragen. Am Vortag, als Diakon Procheska zu Besuch im Orden war, hatte Paladin Lefar, einen großen Bogen um die Dame mit dem fehlenden Finger gemacht. Warum er dies gemacht hatte, Quarius hatte so eine Ahnung, aber dies geht nur die beiden etwas an. Er erinnerte sich an die Geschichten, als er in Gefangenschaft in Rahal war. Diese Schneiderin, die damals Statthalterin war, wagte es damals, den Ahads und Pantherrittern zu widersprechen. Sie hatte Quarius bereits gesagt, dass sie das nie bereut hatte.
In seinen Gedanken verloren schaute er kurz zurück um sich zu vergewissern, dass Alexa noch da sei. Sie war noch da! Er ertappte sich selbst, als er dachte, dass die Farion und Alexa vielleicht ein Paar werden würden. Der Gedanke ließ ihn ein warmes lächeln auf seinen Zügen zaubern und er würde, so fern dies wirklich passieren würde, dass er als Trauzeuge sich bereit erklären würde. Er wischte den Gedanken weg. Was dachte er da, es waren viel wichtigere Dinge, wie zum Beispiel dieser einstigen Alatar benetzten Seele den weg des Glaubens an Temora zu lehren. Bevor das nicht passiert, sind alle Gedanken hinfällig.
Fast eine Stunde später:
Von weitem sah man bereits den Wasserlauf, bei dem Amyra selbst von Temora dorthin geführt wurde. Sie hatte ebenso wie die anderen Kinder ihre Heimat nie wieder gesehen. Auch da fragte Quarius die Schneiderin, ob Sie etwas mit den Kindern Temoras gemeinsam habe. Vielleicht würde sie ihre alte Heimat ebenso nicht mehr sehen, wie die Kinder Temoras.
Er begann vor der ersten Brücke die Waffen abzulegen, ebenso wie alle anderen Dinge, die er mit sich trug, um zumindest einige Nächte übernachten zu können. Alexa tat es ihm gleich und sie liefen daraufhin den kleinen Pass in Richtung des Schreins. Alexa folgte ihm stumm und als sie vor dem kleinen Gebäude stand blieb er abermals stehen um seine Kleidung abzulegen, bis er Barfuß und mit Hemd vor der ehemaligen Statthalterin der verhassten Stadt stand. „Seid ihr bereit?“ fragte er daraufhin. Seine Begleiterin, schien dies jedenfalls nicht zu sein, so war der eindeutige Anschein. „Wie weiss ich dass ich bereit bin?“ fragte sie daraufhin. „Nun, dass werdet ihr erkennen, wenn es soweit ist Schwester Alexa!“ erwiderte er. Alexa war wohl nicht wirklich überzeugt von der Antwort. „Macht euren Geist frei?“ „Wie soll ich meinen Geist frei machen, wenn man die ganze Zeit Angst hat?“ „Wie kann man mit Unsicherheit leben?“
Das waren einige der Fragen die Alexa an ihn richtete. Antworten gab es genug, jedoch fragte sich Quarius, ob ihr die Antworten genügten. Sie schien so fest von Unsicherheit verankert, dass Sie nicht zuließ aus ihren Denkmustern zu entschwinden, und schon hatte er sie. Genau da wo das Übel und die Zweifel fest verankert waren.
„Wie könnt ihr mit einer Angst leben?“ fragte sie einmal mehr. „Glaubt ihr, dass alle anderen Gläubigen keine Angst besitzen? Mich erfüllt es mit Angst ein jeden Tag die Menschen nicht schützen zu können denen ich versprach meinem Schutz zu geben.“ Sie schien, dass er ihre Frage nicht verstanden hatte. Doch genau damit wurde die zweite Glaubensfragerunde eröffnet. „Glaubt ihr Pater Lefar, hat keine Angst, über seine Zöglinge?“ gab er als gegenfrage zurück. „Doch, er spricht nicht mit mir!“ erwiderte sie Quarius. „Er hat gelernt damit zu leben, und er hat bereits seinen Geist frei von Sorgen gemacht.“
Sie schien nachdenklich und blickte zu Boden. „Gut so,“ sagte er einmal, „Von allen Gedanken frei sollt ihr euch machen. Ich kann euch nur die Tür zeigen, durchgehen müsst ihr selbst!“ „Wie erkenne ich die Tür?“ „Erkennen wird ihr das selbst, wenn es soweit ist!“ Sie hatte sich ebenso des Schmuckes sowie ihrer schweren Kleidung entledigt. Als Menschen Temoras würde sie in das Gebäude des Schreins eintreten. „Wie kann man mit Unsicherheit leben?“ „Indem ihr versucht es auszuhalten, und das könnt ihr mit Hilfe des Glaubens!“ Ein Lächeln zeigte sich auf den Zügen der Schneiderin. Sie war wirklich liebenswert. „Und wie lerne ich dies auszuhalten?“ fragte sie einmal mehr. „Ihr solltet das beste daraus machen, was euch das Leben bietet. Von allen ängstlichen Gedanken befreit euren Geist, doch mehr werde ich Euch heute nicht lehren!“ Sein abschließender Satz war eine offerte, als würde sie nun endlich verstehen, was er ihr sagen wollte.
Er begab sich zu dem Schrein des Mitgefühls, schloss die Augen und kniete vor ihm nieder, um die Wärme und Kraft der heiligen Schutzpatronin zu spüren. Er hoffte, dass Alexa den Weg zu ihm führte.
Sie folgte wenig später und kniete neben ihm und beide ließen sich auf ein Gebet mit Temora hinführen.
Verfasst: Dienstag 29. März 2011, 18:19
von Alexa N'yota
Gestern: ....
Am Abend suchte ich den Orden auf.Besser gesagt eigentlich Bruder Niel, er gab mir Mittags schon ein linderndes Bonbon gegen meine Halsschmerzen und den Husten. Lange hats leider nicht geholfen...
Als ich am Orden ankam und geläutet hatte,reagierte eine ganze Zeitlnag niemand bis Farion hinaus kam. Er war nicht wie sonst...Ich meine er ist immer schon wesentlich zurückhaltender gewesen als ich,aber an dem Abend war er wirklich sehr kurz angebunden. Auf meine Frage hin,ob alles in Ordnung sei antwortete er lediglich mti einem lapidaren 'Gewiss'
Er lies mich rein und ging wortlos davon. Ich kann es immer noch kaum glauben. Ob ich mit dem Abendessen letztens zu aufdringlich war?...
Nachdem Niel mich behandelt hatte(Er gab mir irgendein Gebräu zum trinken), plante ich mit Bruder Quarius zu reden.
Nachdem ich mich ein wenig mit ihm unterhalten hatte ging er zu Farion.
Ich sollte warten...Aber darin bin ich ja nicht besonders gut.
Irgendwann hat es mir zu lange gedauert und ich hinterher gegangen.
Kaum tauchte ich auf verschwand Farion wortlos mit seinem Sohn Tiberias...Dieser war wohl einige Zeit weg...Ich wusste gar nicht das es ihn gab!
Mit einem Seufzen verstaute sie ihr Tagebuch wieder unter ihrer Matratze...Vielleicht finde ich heute ja heraus was mit Farion los ist...
In diesen Gedanken versunken begann sie voller Tatendrang ihren Tag...
Nachdem sie die benötigte Holzmenge für den geplanten Hausbau zur Baustelle gebracht hatte steuerte sie den Orden an.
In Gedanken versunken bemerkte sie den Paladin nicht,der vor den Toren des Ordens stand. Erst als sie selbst auf das Tor zuging und den Blick anhebte nahm sie ihn wahr. Unsicher neigte sie den Kopf zur Begrüßung. Die Hände in den Robenärmel versteckt erwiederte er die Begrüßung. "Würdet ihr mir heute erzählen was gestern war?", legte ihren Kopf etwas schräg und blinzelte ihn fragend an.
Seine ergrauten Brauen zogen sich zusammen und ausweichend blickte er zum Tor. Ihre Frage gekonnt übergehend fragte er nach ihrem Bauvorhaben. Traurig lag ihr Blick einen Augenblick auf ihm ehe sie auf das Thema einging...
...Am Abend...
Wieder führte ihr Weg sie zum Orden. Kaum dort angelangt, eröffnete ihr Quarius,dass sie an diesem Abend den Schrein des Mitgefühls aufsuchen würden. Gesagt,getan...Nachdem sie im Fischerdörfchen Bajard die nötigen Dinge beschafft hatte fuhren sie mit einer Kutsche zum Wegeskreuz. Einem strammen Fußmarsch später befanden sie sich am Schrein. Sie bereiteten schweigend das Nachtlager vor ehe sie Quarius mit ihr vor den Schrein selbst begab.
Ihr aufmerksamer Blick wanderte über die kleine zu einer Seiten offenen Hütte aus massivem Stein. Vor dem Schrein luden zwei kleine Sitzbänke zum verweilen ein.
Bruder Quarius begann sich allen Kleidungsstücken bis auf Hose und Hemd zu entledigen und deutete ihr an es ihm ihm gleich zu tun.
"So wir mit dem Gebet zu Ende sind,erzähle ich euch von Farion..Schwester Alexa".
Sie schaute an ihm vorbei zum Schrein und nuschelte,"Gebete..."
Sein Blick ruhte ruhig auf ihr:"Ihr müsst für euch selbst bereit sein."
"Was genau beten?..Wisst ihr..Ich habe noch nie gebetet",sah ihn fragend an.
"Nun..Das müsst ihr für Euch selbst wünschen..Es ist Euer Weg,der Euch näher zu Temora und zum Pater führt.", sprach er milde zu ihr.
"Wenn ihr ehrlich sein soll fühle ich mich seltsam bei dem gedanken dabei im Stillen um etwas zu bitten."
Wieder sprach er:"Nun ihr müsst es für euch selbst finden. Ich kann Euch nur dir Tür zeigen. Hineingehen müsst ihr selbst."
"Wie zeigt ihr einem Unwissenden wie er eine Tür benutzt?"
"Er wird sie sehen,wenn es soweit ist"
Mit missmutig verzogenem Gesicht starrte sie ihn an:"Das ist nicht sehr hilfreich...Kann man denn irgendetwas falsch dabei machen?"
"Meint ihr denn,dass man etwas falsch machen kann?"
"Ja,glaube ich...Es gibt irgendwie immer ein richtig und ein Falsch..."
Auf seinen Lippen bildete sich ein Lächeln " Ihr solltet nicht so viel in Schwarz und Weiß denken...Von Aller Angst befreit Euren Geist und Ihr werdet die Tür zu der Schutzpatronin finden." Seine Hände verschränkten sich hinter dem Rücken und er streckte sich ein wenig.
"Von wirklich aller Angst?..." Ein bestätigendes Nicken von ihm.
"Aber die Angst kann ich nicht so einfach abstellen....Sie betrifft Euren Pater...Wisst ihr...Das sind Dinge die ich nicht lenken kann,Also bin ich unsicher..Und dann kommt die Angst.Versteht ihr?",schaute ihn mit einem Hoffnungsschimmer in den Augen an.
Er hob abwehrend die hand und gab ihr mit seinem Nicken das Zeichen des verstehens." Diese Angst ergeht mir jeden Tag,Schwester. Ein jeden Tag,wenn ich eine freie Seele leiden sehe..empfinde ich Angst,diese nicht retten zu können und vor dem Untergang zu bewahren...Aber wir sind nur der verlängerte Arm unserer Schutzpatronin, Nicht sie selbst.
Oder Glaubt ihr, der Pater hat keine Angst,wenn er Euch sieht?
Sein Blick wandte sich direkt bedauernd gen Boden und hob ihn erst wieder an als sie ein wenig schimpfte.
"Woher soll ich das denn wissen?..Spricht er mit mir?..Ich frage ihn und er weicht aus...Ich bin unsicher und habe Angst!" , unwillkürlich stapfte ihr nackter Fuß im Gras auf.
Quarius Blick lag die ganze Zeit über aufmerksam auf ihr." Vertraut einfach und ihr werdet sehen.Erzwingen könnt ihr nichts"
Direkt hob ihre Stimme zum Widerpsruch an,allerdings kam sie nicht weit,denn er sprach mit lehrendem Unterton:" Es gibt kein Aber...Ihr werdet mit der Unsicherheit leben lernern indem ihr Euch auf das Schöne im Leben konzentriert...Befreit Euren Geist von allen Sorgen und dann werdet ihr merken und bereit sein."
Nach den Worten wandte er sich ab und ging wortlos den Weg zum Schrein voraus.
Alexas Gedanken wanderten umher und ihr fielen immer mehr schöne Dinge in ihrem Leben auf...Ihre Tochter...Ihre Liebe zum Handwerk...Das geplante neue Haus...Die Besuche bei Farion und die Situationen in denen sie ihn ein wenig aus der Reserve lockte...Die Unterhaltungen mit den Ordensmitgliedern...Die Besuche bei Rogan um ihr Herz bei ihm auszuschütten...Alles angenehme Dinge in ihrem Leben,welche ihr keine Sorgen bereiteten.
Nach einigen Augenblicken des besinnens folgte sie Quarius mit einem zarten Lächeln auf den Lippen zum Schrein. Es ihm gleichtuend lies sie ihre Knie auf dem zweiten leeren Kissen nieder.Die Hände vor sich auf dem Schoß gelegt und die Augen geschlossen atmete sie tief und ruhig ein.
Eine Wärme durchflutete sie,die all ihre Sorgen für ihre Liebsten verschwinden ließ.
Verfasst: Mittwoch 30. März 2011, 11:36
von Alexa N'yota
Mit einem glücklichen Lächeln schweift ihr Blick über die Baustelle.
Die unzähligen Handwerker und Arbeiter haben die letzten zwei Tage über emsig hantiert und ihr zukünftiges Heim sieht schon etwas mehr nach einem Haus und nicht mehr nach einem Hühnerstall aus.
Der Grundriss stand und sorgenvoll schießt ihr ein Gedanke durch den Kopf...Hoffentlich habe ich mich doch nicht verschätzt und es reicht auch für einen Laden...
Gemächlich und ganz ohne Hektik macht sie sich auf nach Bajard um eine Kutsche nach Düstersee zu finden. In der abgelegenen alatarischen Siedlung angekommen zielt sie schnurstracks ihr Haus an.
Trotz ihrer schmerzerfüllten Knochen und dem nach Erholung lechzendem Rücken, beginnt sie mehr oder minder sorgfältig die Möbel auseinander zu schrauben und ihren gesamten Haushalt in Kisten zu packen.
Als sie dann spät in der Nacht auf dem noch einzig intakten Möbelstück dem Bett liegt, lässt sie den Tag noch einmal Revue passieren.
...
Direkt nach dem Aufstehen und einer dürftigen Stärkung aus Wasser und Brot begann Bruder Qaurius mit ihr den Schrein zu säubern. Es dauerte fast den ganzen Tag das Unkraut aus den Zwischenräumen der Steinplatten zu zupfen, die widerspenstigen Ranken von der Steinhütte zu reißen und am Ende alles mit einem einfachen Lappen zu schrubben. Die größte Aufmerksamkeit erhielt der Schrein selbst von ihnen. Als sie ihr Werk getan hatten, erstrahlte der Schrein in neuem Glanz. Sie ließen sich vor der Brücke im Gras nieder und entzündeten einknisterndes Feuer. Dort im Schatten der Bäume,wo die wärmenden Strahlen der Sonne nicht den Boden erreicht hatten war es recht kühl und das Gras klamm.
Nachdenklich starrte sie in die flackernden Flammen ehe sie ihren Blick anhebte und das Gespräch begann:"Erzählt ihr mir was ihr mir gestern erzählen wolltet..über Farion?"
Der ehemalige Paladin saß ihr gegenüber,auf der anderen Seite des Feuers und stützte seinen Oberkörper auf einer Hand ab.
"Nun...Es ist lediglich eine Vermutung...Doch ich denke,er hat den Zwang Euch schützen zu wollen und Angst um Euch."
Nachdenklich zog sich ihre Stirn leicht in Falten,"Inwiefern den Zwang mich schützen zu wollen?"
Milde hob er wieder seine Stimme an und sprach: "Nunja..Farion ist eine Seele...Die sehr oft auf die Leute achtet,die ihm nahe stehen.Wisst Ihr...Es gibt nicht viele,die in dieser Hinsicht denken..."
Eine kurze Pause entstand. "Viele Dinge beschäftigen den Paladin,die er ungern zeigt. Denn es könnte jemand als Schwäche auslegen und zudem Leid verursachen."
Er musterte sie mit einem warmherzigen Lächeln "Was denkt ihr, was der Pater von Euch hällt?"
Ihr Blick senkte sich auf die Glut des inzwischen verbrannten Holzes und kaute nachdenklich auf ihrer Unterlippe herum. Ein aufmunterndes Lächeln von ihm erreicht sie ehe sie langsam unsicher beginnt zu sprechen,während Quarius Blick abwartend auf ihr liegt.
"Also..Ich weiß nicht genau...Wir hatten uns einmal vor einigen Monaten darüber unterhalten,aber seitdem nicht mehr ein thema in diese Richtung angeschnitten. Und auch damals hab ich es nicht so ganz verstanden,was er sagte...Aber ich glaube..
Ich weiß es einfach nicht...Ich kann ihn so gar nicht einschätzen. Noch scheine ich nicht zu sehr zu stören,da er mir noch nicht gesagt hat is solle ihn in Ruhe lassen." Ihr Mund schloss sich wieder ausatmend.
"Nun ich denke nicht das es daran liegt...Mit seinem erhalten versucht er Euch zu schützen,Schwester Alexa."
"Mit welchem Verhalten denn?!Das er nicht mit mir redet?" Erwiederte sie fast ein wenig schnippisch.
"Indem er Euch ignoriert...entwickelt er keine weiteren gefühle für Euch.."
Auf diese Worte hin senkten sich ihre Lider rasch um den verletzten Ausdruck darin zu verstecken.Die Augen blieben für einen Moment geschlossen,sie atmete tief ein und nickt langsam.Das zu hören war so das schlimmste was sie je befürchtet hatte.
Das Gespräch verlief noch weiter über die Möglichkeiten dem Pater vielleicht doch näher zu kommen. Letzten Endes fand sie jedoch heraus,dass sie in erster Linie ihren eigenen Weg finden musste.
....
Ihre letzten Gedanken bevor sie wegschlummert gelten dem Gebet am Schrein.
Verfasst: Mittwoch 30. März 2011, 13:32
von Quarius Lore
Als er vom Kleinholz sammeln zurück kam erblickte er, wie Schwester Alexa wohl langsam aber sicher wach wurde. Der Himmel war schon zu seiner vollen morgendlichen Helligkeit ausgeleuchtet. Wieder ein neuer Tag, dachte sich Quarius. Doch dieser Tag war etwas Besonderes. Der Schrein müsste gereinigt werden und der Pfad, wie auch die Brücken waren von Moos und Ranken sehr übel befallen. Wann wohl der letzte hier gewesen ist? Die Frage schien, so schnell wie sie gekommen war schon wieder zu verfliegen.
Es dauerte fast fünf Stunden um die Ranken und den Moosbefall zu entfernen. Diese wurden hinter der ersten Brücke in der Nähe eines Baumes zusammengebracht. Schweiß durchnässt fühlte er sich, was sich nach einem Kontrollgriff an seinem Rücken auch bestätigte. Schwester Alexa, schien noch immer voller Energie weiter effizient zu arbeiten. Eine wahre Handwerkerin, dachte er weiter, als er sie beim näherkommen betrachtete. Sie schien ihre bisher auferlegten Aufgaben mit relativ großer Gelassenheit hinzunehmen.
Kurz dachte er an seine Gebetsstunde am Vorabend nach, die sehr lange angedauert hatte,doch der Gedanken weiter aufzuräumen, ließ diesen wieder schnell verfliegen.Zu einer gegebenen Zeit würde der Schrein des Mitgefühls seine Geschichte weiter tragen.
Doch im Moment müsste als nächstes der Schrein gereinigt werden. Eine kurze Pause wäre jedoch von Nöten. Die beiden sollten erst einmal etwas essen, bevor sie weiter den Schrein auf Hochglanz brachten.
Während der Brot und Wasser Pause wollte Alexa einige über Pater LEfar wissen. Quarius entging es nicht, dass sie sich wohl in den Paladin verschaut hatte. Etwas jedoch hatte er jedoch bezweifelt. Wollte Alexa den Glauben Temoras erlernen, um mit Farion gemeinsam durch das Leben zu gehen? Nachdenklich bedauerte er seine weitere Annahme. Wäre dem so, würde eine neue Abhängigkeit entstehen. Alexa würde nicht aus freien Willen konvertieren sondern aus Liebe. Ist nicht Liebe, das höchste Gut das Temora einem schenken kann? Er blickte wieder zu Alexa musterte sie während des Essens und Trinkens. Kurz schmeichelte ihn der Gedanke, dass er jemanden den Glauben an Temora so nah bringen konnte wie sonst keinem. Bedenkt man, dass er immer einmal mit Glaubensfragen konfrontiert wurde und nicht direkt einen Auszubildenden an der Backe. Ja, dachte Quarius, wir machen Fortschritte und wenn es soweit ist, würde er alles Notwendige tun, damit die beiden ihr Glück besiegeln können.
„Lasst uns den Schrein weiter reinigen,“ sagte er zu Alexa „es wird noch einige Stunden andauern.“ Sie nickte ihm zu, wohl verstehend, dass sie womöglich zu viel Zeit mit Essen verschwendet hatten.
Es dauerte wirklich einige Stunden bis sie komplett fertig geworden sind. Der Schrein glänzte aufs Neue und war bereit für sein Abschlussgebet, den beide folgen ließen.
Als er die Augen nach seinem Gebet wieder öffnete schaute er sich um. Er war alleine im Schrein des Mitgefühls zurückgelassen worden. Angst breitete sich in seiner Brust aus und es viel ihm schwerer zu atmen. Er sprang aus dem Torbogen hinaus in die…es war Dunkel und benebelt. Mit einem erhöhten Pulsschlag schaute er sich weiter um und sah niemanden. Ein Schrei plötzlich und unerwartet ließ seinen Kopf drehen und er schaute über den kleinen Wasserlauf hinweg wo eine Person stand, sie schien etwas fest zu halten. Er konnte nicht erkennen was es war. Dann betrachtete er den Schatten neben dieser Person, welcher Konturen eines Frauenkörpers besaß, jedoch ohne Kopf. Er schaut sich suchend umher, und erkannte erst zu spät den weiblichen Kopf, der durch die männliche Person festgehalten wurde. Das Lächeln des Mannes konnte man nur Zwanghaft erkennen aufgrund der Reflektion seiner Zähne. Die Konturen wurden immer heller und deutlicher, während dessen, der Mann den Kopf in seiner Hand zu drehen begann. Er erkannte das Gesicht nicht mehr!
Verfasst: Dienstag 19. April 2011, 04:55
von Quarius Lore
Diese Aggressiven Gefühle die manche Menschen, welche er mittlerweile kennen gelernt hatte, konnte er nicht recht verstehen. Zugegeben diese Gefühle anderer, sie brodelten Unterschwellig und schürten somit einen Hass herauf, den er ebenfalls nicht verstehen konnte. Oder war es etwas anderes? Vielleicht war es auch einfach weit her geholt. Aber die Tatsache, dass Diakon Prochska zu Besuch im Orden war und offenbar bereits eine Meinung gefällt hatte, ohne die Gegenseite zu hören erstaunte ihn wirklich. Er kannte den jungen Priester nicht und hoffte auf eine baldige bessere Zusammenkunft. Ein Grund mehr, weshalb sich Quarius fragte, wieso der Priester ihn direkt angriff. Ja er erinnerte sich an die Situation welche dazu führte, dass Diakon Prochska vor den Orden der Temora getreten ist.
Quarius hatte bereits mit ihrer Eminenz gesprochen und versicherte ihr, er würde Rede und Antwort stehen. Immerhin soll Ehre und Tapferkeit nicht unter seinem tugendhaften Glauben leiden. Ganz im Gegenteil, er wäre sogar bereit in einem Kerker zu verrotten, falls ihre Eminenz gegen ihn urteilen würde. Die Tatsache, dass ein Mensch, obgleich er nach Vergebung und Hilfe ruft, hinterlistig niedergestreckt wird (mit Pfeil oder Bolzen sei dahingestellt) spricht eine deutliche Sprache für sich. Es als Unfall zu deklassieren, mag sein das dies so gewesen ist, dennoch sollte der Unfallverursacher alles dafür tun, sofern er oder sie den glauben an Temora wahrhaftig ist, das Gute in der Sache zu berücksichtigen. Wahrscheinlich würde man einem Adeligen in Adoran direkt die Schuhe putzen, wenn man ihn aus unfalltechnischem Aspekt, nicht beachten würde und anrempelt. Wieso aber bei so einer Tat nicht? Ein früherer Paladin mag vielleicht kein Gewicht haben in Ordnung, aber der Anweisung eines Adlerritters nicht Folge zu leisten um den Leichnam zu salben und ihm letzte Ehre zu erweisen ist jedoch was völlig anderes.
Traurig ist es jedoch dabei zu hören und indirekt mit zu bekommen, wenn einige wenige aufgrund solch eines Vorfalls persönliche nutzen suchen möchten, indem man über „nicht“ anwesende spricht und sie denunziert, mundtot also. Wahrscheinlich beruht das Ereignis mit dem ersten Treffen zwischen Quarius und Aaron aufgrund dieses Fehlers. Er würde sich freuen, wenn Herr Diakon Prochska ihm für das erste Zusammentreffen aufgrund solcher Umstände verzeiht. Leider hatte Quarius nicht die Möglichkeit gehabt, dies bei dem kurzen zweiten Treffen der beiden anzusprechen.
Nichts desto trotz, es war bei den Glaubensfragen interessant zu sehen, wie Mandred Quantensprünge durchführte. Quantensprünge deswegen, weil er nach dem Bibliotheksaufenthalt eine indirekte Konfrontation sehr geduldig und höflich durchführte; einige impulsive Momente ausgeschlossen. Da musste Quarius etwas helfen, bei dem die Hand kurzfristig aus dem Ärmel ging. Es tat ihm sichtlich Leid zu sehen, wie Mandred als Laufbursche in Richtung Klostertor ging um dort eine Dame namens Laudron zu empfangen, welche zu Ritterin Katuri wollte. Darauf wird jedoch später eingegangen. Nachdem Mandred alle öffentlich zugänglichen Zimmer abgesucht hatte, kam er zum Schluss, dass die Ritterin wohl nicht zugegen sei. Quarius selbst wusste über die Suche von Mandred erst später. Nachdem der Besuch entschwunden war und Bescheid gab, sich später noch einmal zu melden, begaben sich die beiden gläubigen in die Bibliothek um dort einige Lehren zu empfangen.
Etwas später kamen die beiden wieder heraus und vernahmen Stimme im seitlichen Korridor wohin sich beide begaben um vielleicht jemanden anzutreffen, den man zuvor gesucht hatte. Quarius selbst sah und erkannte zu seinem Erstaunen die Dame, die an einem besagten Abend gemeinsam mit einer anderen männlichen Person, eine andere Dame mit einem Bolzen niedergestreckt hatte. Doch dazu später ebenfalls mehr.
Mandred teilte mit, dass eine Dame nach Ritterin Katuri suchte, welche sich unweigerlich zeigte wer diese Person gegenüber ist. Akoluth Ardan musste sich leider diese Unterhaltung antun. Doch erstaunlicherweise forderte die Ritterin Mandred auf, er hätte sie in ihrer Stube auffinden können. Eine kurze Denkpause kam in den Gedanken des Ex- Paladins. „Also hätte er alle Stuben absuchen können, bis er die passende finden würde, oder wie stellte die Ritterin sich das vor? Er winkte den Gedanken weg und schien kurz zur Seite zu schauen, obgleich die Gestik von Ritter Louisan zu beschauen und wie die Gestik der Ritterin wart. Nun, entweder saß die Ritterin auf einem hohen Roß, was eine sehr große Konfrontation mit der Demut darlegte, oder ihnen sind nun die Stuben ausgegangen. Mandred erklärte, dass er hätte nicht einfach so ihre Stube aufsuchen können und ein Spielball kam dem nächsten, der nächste Vorwurf wieder einen, bis die Dame Katuri wieder etwas sagte und Quarius daraufhin die Hand hob um seinen Bruder dazu zu bringen, nicht weiter zu sprechen. Eben hatte er ihn noch in Geduld erprobt und nun ließ er sich auf Erklärungen ein. Genau das macht uns aus lieber Mandred, dachte er sich weiter. „Was Ritter Louisan euch sagen möchte ist, dass er nicht irgendjemanden einfach so in das Kloster eintreten lassen kann…“
Die Ritterin ließ Quarius nicht aussprechen lediglich ein „Ritter Louisan kann sicher für sich selbst sprechen Herr…“ nun ja, das könnte er, dachte sich Quarius, aber er ist noch nicht so ausgereift faktisch genauer darzulegen was passiert ist. Die Ritterin hätte einfach „Danke für die Information“ sagen können. Aber es war das allseits bekannte Problem des Schwertes und deren Länge.
Für ihn war es traurig das mit anzusehen. Jetzt kommen wir zum zuvor erwähnten Punkt, dass Quarius, seinen Bruder Mandred als Laufbursche zuvor bezeichnet hatte. Es gab wie eben erwähnt, kein Danke für diese Mitteilung, lediglich Spott und Hohn und unhöflichen Gesprächsaustausch den Quarius hauptsächlich nur zuhörte. Der Blick wurde des Öfteren, auf die Dame Lisarias gelenkt. Zum allen Überfluss wollte die Dame sogar Rhetorikkurse anbieten. Er fragte sich, welche rhetorische Gewandtheit eine ungefähr zwanzigjährige anbieten konnte. Vielleicht könnte Frau Lisarias eine Schulung über Rhetorik im Orden halten. Mandred wurde plötzlich außergewöhnlich still und seine Impulsivität machte einem höflichen Lächeln Platz. Da wurde Quarius klar, sein Schwertbruder hat die Lektion direkt verinnerlicht. Kleine Anlaufschwierigkeiten ausgenommen, die gehören dazu. „Wenn ihr Busse tut und mit einem Priester spricht,“ sagte Quarius zu der Dame „nehme ich gerne Rhetorikkurse!“ sprach er kurz und prägnant in Richtung der jungen Dame.
Wieso hatte er dies bloß angeboten? Ein riesen Geschnatter fing an und Quarius merkte, egal was, egal wo, egal wann, scheinbar steckte etwas Persönliches dahinter. „Lass uns gehen Mandred,“ sagte er weiter,“ich glaube nicht, dass wir noch etwas weiteres anfügen können!“ Quarius blickte zum Akoluthen und sprach dann „Entschuldigt unsere benehmen Akoluth Ardan, es stand uns nicht zu euch in diese Lage zu bringen!“ Quarius schenkte ihm ein Lächeln verabschiedete sich im Namen Temoras und wendete sich ab.
„Es ist traurig das Mörder im Kloster verweilen!“ sprach er im weggehen. Harte Worte aber faktisch hingelegt. Zumindest hoffte Quarius, dass eine Spur von Reue sich gezeigt haette. Beide hatten sich bereits umgedreht und gingen wieder an der Bibliothek vorbei und Richtung nord-westen. Sie blieben beim Versorgungsraum stehen und unterhielten sich, als sich mit schnellen Schritten unerwartet Frau Lisarias näherte. „Ihr nennt mich Mörder!“ wiederholte sie aus dem Hintergrund und Quarius begann sich gemeinsam mit Mandred zu wenden. Quarius hatte wie immer seine allgemeine Stellung eingenommen. Die Hände in den Ärmel und vor der Brust verschränkt. „Habt ihr den Pfeil abgefeuert, oder nicht?“ fragte er dann recht ruhig und sie dabei genauer betrachtend. „Es war ein Unfall!“ wiederholte sie dann. Er hatte das bereits einmal gehört. Na klar war es ein Unfall, aber sie hätte einer Seele, welche nach Hilfe und Schutz gesucht hatte einfach liegen gelassen und nichts für diese getan. Was kann man bei einem Unfall tun? Ja hat der Tote Pech gehabt, was läuft er/sie auch in meinen Pfeil, ehm Bolzen.
Der Herr der damals bei ihr war, spazierte mit der Leiche im Regen umher. Jegliche Versuche ihn dazu zu bringen der Toten eine angemessene Bestattung zu zollen, schlugen fehl. Er schien die Leiche einfach so davon zu bringen, ohne irgendwelche bedenken.
Bei Temora er hatte Mitgefühl bei den Aussagen der Dame Lisarias. Es war wirklich traurig zu sehen wie die Dame sich auflud. Die außergewöhnlichste Aussage folgte jedoch, als die Dame sagte, dass Mandred sie ins Kloster eingesperrt hat.
„Wer?“
„Ihr!“
„Wir?“ er blickte verwundert zu Mandred. Konnte man jemals jemanden im Kloster einsperren. Cassian öffnete zu jeder Zeit gerne die Tür. Es war lediglich ein bitte damals gewesen kein zwang. Um ihr gewissen frei von Leid aufgrund dieses Erlebnisses.
Quarius musste schmunzeln, es ging nicht anders. Man will was Gutes erreichen, aber das Gegenteil geschah. Man kann niemanden etwas aufzwingen, was jemand nicht will, kapier es endlich Quarius. Wahrscheinlich werden bald wieder Protestnoten folgen, was eindeutig dafür sprechen würde, dass jemand ihn beziehungsweise die Ordensmitglieder nicht in der Nähe haben möchte, sie konsequent ignoriert oder sonst etwas.
Einen Ritter indirekt auch noch herauszufordern, wahrscheinlich wollte das die Dame Leah, sie fand wenig später ihre Gesprächspartnerin. Quarius wusste jedoch, dass einige definitiv etwas Persönliches mit ihm hatten und respektvoll wurde alles andere als umgegangen.
Sollten die Leute ihre Protestnoten weiter schreiben und seinen früheren Status ins Lächerliche ziehen. Falls die Eminenz noch nicht gemerkt hatte, dass einige aufgrund ihres Egos nicht zu Recht Kamen, sie würde es wahrscheinlich bald wissen. Ihre Heiligkeit wirkte immer weise und mit Ihrer Reife bekam sie damals den Status von Quarius als Ziehmutter…Nun wenn die Heiligkeit als Ziehmutter wirkte, so war nach dem ersten Treffen mit der Eminenz und Quarius klar, dass die neue Temoraführerin als Schwester diente.
Verfasst: Donnerstag 5. Mai 2011, 11:07
von Alexa N'yota
In den letzten Wochen lief alles wunderbar. Ich habe meine innere Ruhe gefunden und mich mit dem Gedanken abgefunden,dass Farion vielleicht nie meine Gefühle erwiedern wird.... Meine werden wohl dagegen nicht einfach abzuschalten sein...*Ein leises Seufzen erklingt als ihr der Gedanke durch den Kopf schießt*...Seit Quarius bei einem meiner Besuche mich gefragt hat, ob ich dem Orden beitreten würde, denke ich noch viel mehr über den Glauben...Meinen Glauben...und dem Orden nach. Wie sagte Farion bei unserem letzten Gespräch, der Orden bietet für einen jeden seine ganz eigene Möglichkeit zur Findung...
*Das Ende des Fadens wird vernäht und dann der Rest abgeschnitten. Ihr geübter Blick gleitet über die Naht der Hose ehe sie jene richtig herum dreht. Schnell ist die Hose zusammen gelegt und auf den Stapel der fertigen Kleidungsstücke gelegt. Nachdem sie sich ihrer nächsten Arbeit widmet,dem zusammennähen der Einzelteile eines Hemdes, schweifen ihre Gedanken wieder ab.*
Hm...Bei dem Gespräch sagte er noch etwas,was mein Herz ein klein wenig hat höher schlagen lassen..."Es ist wichtig ein aufrichtiges Leben zu führen,dazu braucht man den Orden nicht...Aber in vielen Sachen kann ich das Anliegen Bruder Quarius verstehen. Es steht ohne Frage da,..dass Ihr etwas..Außergewöhnliches..habt,..ob dies nun mit dem Licht oder trotz Eurer Vergangenheit zu erklären ist...Dies kann ich nicht sagen,...Jedoch,dass was ich von Euch weiß...Lässt mich an Euch glauben, und mehr als Tugend in Euch wiedererkennen. Meist braucht man einfach jemanden der einen dies sagt,..weil man es selbst vielleicht übersehen hätte."...All die Worte sprach er zögerlich aus und am Ende setzte er noch an,dass auch er sich täuschen könnte. Ich werde aus diesem Mann einfach nicht schlau...Erst spricht er so nette Worte und dann nimmt er wieder einmal sprichwörtlich den Wind aus den Segeln.
Und zuvor hat er unsere immer seltener werdenden Unterhaltungen mit seinen Pflichten entschuldigt. Es wird doch immer schwieriger meine Hoffnungen aufrechtzuerhalten. Irgendwann werde ich den Tatsachen ins Gesicht blicken müssen.
*ein Seufzen erklingt und lässt sie fluchend ihre Nadel in den Schoß fallen und steckt sich den blutenden Finger in den Mund.Nach einigen Augenblicken betrachtet sie ihn und als er nicht mehr blutet greift sie nach ihren Fingerhut,den sie in Gedanken versunken vergessen hat überzuziehen.Bevor sie ihrer Arbeit weitergeht lässt sie den Blick durch den kleinen Raum ihres neuen Heims gleiten*
Selbst wenn er sich irgendwann offen gegen mich entscheidet, bin ich hier richtig.
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Einige Tage später sitzen Alexa und Quarius auf einer steinernen Bank, mitten im Wald der Elfen, beim Schrein der Tapferkeit.
"Seid ihr rein mit Euch selbst?...Wenn nicht, und euch Gefühle plagen sollter Ihr darüber sprechen."
"Nunja Plagen ist nicht das richtige Wort...Ich fühle mich ingesamt ruhiger als noch vor einigen Wochen und auch glückliche. Auch wenn noch immer nicht alles meinen Wünschen und Sehnsüchten entspricht.", Quarius betrachtet sie aus dem Augenwinkel und nickt leicht zu ihren Worten,ehe er leicht lächelt bei ihren nächsten Worten.
" Immerhin hatte ich doch,es ist kaum zu glauben, ein längeres Gespräch mit Farion. Ich vermisse unsere zwangloses Unterhaltungen von damals.
Er sagte mir,dass dies alles mit seinen Aufgaben zu tun hat...Ich hoffe ihr nehmt es mir nicht übel,wenn ich ihm nur die Hälfte glaube von dem was er sagt...Mein Gefühl sagt mir,dass es daran liegt,dass ich vor längerer Zeit einmal auf meine Gefühle hingedeutet habe. Ich habe inzwischen mit der Vergangenheit abgeschlossen..." Ihre Finger zucken unwillkürlich zu ihrem rechten Ringfinger,an dem man noch durch einen leichten Farbunterschied der Haut,einen Ringabdruck erkennen kann.
"Ihr wart also einmal?...", als Quarius fragt seufzt sie leise auf.
"Verlobt...Ich kann nicht einmal sagen ich bin verwitwet....Er ist verschollen...Man kann es nicht rückgängig machen oder so..Es ist wie es ist."
"Und Eure Gefühle für Farion?..."
"Im Vergleich zu Rukus?...Inzwischen habe ich damit abgeschlossen. Ich habe den Mann geliebt und behalte ihn ehrenvoll in Erinnerung. Mehr inzwischen aber auch nicht,dass habe ich erst durch Farion geschafft."
Ihr Gegenüber nickt verstehend zu ihren Worten ehe er ansetzt und zu dem vertraulicheren du wechselt:" Nun...Ich hoffe,dass du dir über deine Zukunft dementsprechend bewusst bist."
"Über meine eigene Zukunft bin ich mir sehr wohl bewusst. Über eine mit Farion nicht...Zumindest nicht wie ich es mir wünschen würde"
Sein Blick liegt ernst auf ihr als er weiterfragt:" Würdest du dich von mir abwenden,wenn Farion keine Nähe zulassen würde?..."
Sie blinzelt ihn verblüfft an und schüttelt den Kopf:" Nein...Das eine hat nichts mit dem anderen zu tun. Damit würde ich leben müssen....Mein Leben würde dadurch ja nicht aufhören. Ich wäre wahrscheinlich eine Weile ein wenig unglücklich,aber ich würde mich nicht von meiner Entscheidung über meinen neuen Lebensweg abwenden. Nicht von dir,dem Orden oder gar dem bisher gelernten über Temora. Ein so sprunghafter Mensch bin ich nicht."
Ihr Blick haftet nun fest und ernst auf Quarius...
Verfasst: Donnerstag 5. Mai 2011, 17:46
von Quarius Lore
Sehr gut, es war so als hoffte er auf die Antwort. Er hätte es selbst nicht für sich selbst verantworten können, einen einzigen Schüler zu verlieren. In diesem Fall Schülerin. Nichts wahr ihm wichtiger, als dass Alexa versteht was er ihr sagen möchte. Nun, manchmal fehlten auch ihm die Worte, doch eines wollte er nicht. Alles vorkauen! Wenn dem so seien sollte, wäre kein entscheidender Lernprozess. Er wollte, dass seine Schülerin begreift was es heißt für Temora zu leben und sie anders zu lieben, als sie Farion liebt. Zwar ähnlich, aber anders. Er hatte keinen festen Standpunkt zu ihr gehabt, nichts desto trotz blieb er unweigerlich nicht auf vorurteilen liegen, dass sie einst früher die Statthalterin Rahals ist. Es war ihm schlichtweg egal, auch wenn sie ein früherer Priester Alatars gewesen wäre, er hätte das selbe versucht. Mit Geduld und zuversicht alles so zu erklären, dass sie ihn verstehen konnte.
Er konnte sich vorstellen, dass es für sie schwer war, vielleicht auch schwerer, als jemand der in Adoran mit seinem glauben aufgewachsen ist. Klar hatte sie es schwerer, die Fakten und Indizien sprachen dafür.
Ein Tapferer Mensch gilt in Rahal scheinbar als tapfer, wenn er es schafft den gegenglauben auszumerzen. Und nun kommt ein ehemaliger Paladin daher, den selbst andere davon überzeugen wollen, dass er kein wirklicher Gläubiger ist und versucht eine früherere Alatar Gläubige zu bekehren...
Könnte man es bekehren nennen, oder war es etwas anderes. Wenn man bedenkt, dass selbst die Eminenz dafür war, mit ihr zu sprechen und ein Gespräch mit Alexa zu führen, so wird er tatsaechlich heute eine neue Schwester gefunden haben. Nichts ist es anders, er mochte sie sogar sehr. Tapfer muss er nun selbst zu seinen Gefühlen stehen...hat er den selben Satz zuvor bei Alexa gelehrt...nun saß er Tapfer da...sie war wie eine jüngere Schwester für ihn.
Er lächelte bei dem Gedanken...solch Gefühle regten sich seit längerem nicht mehr in ihm. Ausser Zorn und Wut, die er in sich hineinfraß und niemanden darüber teil ließ, gab es was anderes....es war die liebe...und im Orden hatte er genau das gefunden, was auch Alexa finden konnte. Vielleicht sogar die Liebe zum Paladin Farion...
Quarius blickte kurz in den Himmel, waehrend er weiter auf der Sitzgelegenheit des Schreins der Tapferkeit saß "Was hast du noch für mich vorbereitet?"
Die Frage war definitiv an Temora gerichtet...
Verfasst: Donnerstag 19. Mai 2011, 17:44
von Alexa N'yota
Draußen sanken langsam die Temperaturen und man spührte das es zum Abend hinging. Leise vor sich hersummend saß sie auf ihrem gepolsterten Lehnsessel im unteren Stockwerk und genoss die letzten Sonnenstrahlen,während sie mit flinken Stichen ein Hemd fertig nähte.
Plötzlich klopfte es und sie schreckte von ihrer Arbeit hoch. Wer könnte das um die Uhrzeit wohl sein,darüber nachdenkend bewegte sie sich zur Haustür.
"Ihr seid aufgefordert uns zu folgen Schwester Alexa.", sprach der berobte Mann,den sie nach den gesagten Worten als Quarius erkannte.
...Hoffentlich will er nicht noch heute Nacht in den Wald,schoss ihr der Gedanke durch den Kopf und sie griff vorsorglich ihren wärmenden Umhang ehe sie aus dem Haus trat.
Auf ihre Fragen ging Quarius nicht ein, er winkte sie lediglich auffordernd mit sich. Auf der Wiese vor dem kleinen Häuschen wartete Mandred auf Quarius und sie. Nach einer knappen Begrüßung bewegten sie sich eilig gen Ordensmauern.
Es kam ihr alles sehr merkwürdig vor, es musste entweder etwas schlimmes passiert sein oder etwas wichtiges...
Im Orden angekommen machten sie Halt an der Eluivestatue und Quarius deutet ihr an still zu sein,ehe er im Inneren des Gebäudeteiles verschwand.
Ihm neugierig folgend bleibt sie am Anfang des Raumes stehen und ihr Blick wandert umher. Viele schmale Schreibpulte in Reih und Glied angeordnet befanden sich vor einem Schreibtisch und einer Schreibtafel. Es erinnerte sie an einen Raum in der freien Bibliothek.
In der hinteresten Reihe entdeckte sie Farion,aber bevor sie sich in seine Richtung aufmachen konnte, hatte sich Quarius schon neben ihn gesetzt.
Um das Ganze nicht weiter aufzuhalten setzte sie sich dann kurzerhand direkt auf den Hocker vor sich. Kaum berührte ihr Hinterteil die Sitzfläche ging der Unterricht,den sie unterbrochen hatten, weiter. Die Zeit verging wie im Flug während sie über darüber redeten wer Ritterlichkeit wie interpretiert. Aufmerksam folgte sie dem Unterricht und beobachtete aus dem Augenwinkel heraus,wie Farion eine kleine Papierkugel an den Kopf seines Vordermannes warf. Nachdem alle ihre Gedanken zu dem Thema beigetragen hatten beendete Tarnya den Unterricht. Mandred,Althea und Niel verließen den Raum als erste. Unschlüssig verweilte sie noch auf ihrem Hocker, den Blick ans Ende des Raumes gerichtet,von wo sich langsam Farion und Quarius auf sie zubewegten. Farion strich im vorbeigehen mit seiner rechten Hand leicht über ihren Kopf ehe er den Raum verließ...
Huch, was war das?...Iritiert sah sie ihm nach,bevor sie sich Quarius zuwendete.
"Wohin gehen wir?", fragte sie als sie sich langsam erhob. Wieder kam mit einem leichten Lächeln von Quarius die Antwort:
" Einfach folgen..." Und sie folgte der Anweisung und ging hinterher...
Verfasst: Donnerstag 19. Mai 2011, 19:12
von Alexa N'yota
Sie bewegten sich zielsicher die Wege entlang und blieben dann in der Kirche des Ordens stehen. Ihr Blick wanderte umher ehe er auf Quarius liegen bleibt. Er streckte ihr einen Rucksack entgegen während sie leise fragte:"Warum bin ich hier?..." Diese Frage stellte sie sich seit sie erkannt hatte, dass sie scheinbar an jener Ratsitzung teilnehmen soll.
Statt einer klaren Antwort auf ihrer Frage bekam sie nur zu hören:"Du sollst das hier anziehen und ich erwarte dich dann vorne." Und schon bewegte er sich von ihr weg,den Mittelgang entlang um dort wenige Schritte vor dem Altar stehen stehen zu bleiben und in demütiger Haltung in die Knie zu gehen.
Nachdenklich folgte ihr Blick ihm,bevor sie mit klopfendem Herzen begann sich die schlichte Robe überzuziehen. Während sie sich dann langsam mit unsicheren Schritten zu Quarius bewegte,atmete sie tief ein und genoss das Gefühl,welches sie immer hier überkam. Neben Quarius angekommen,tat sie es ihm gleich und ging in die Knie. Sie schloss ihre Augenlider und neigte mit einem dezenten,kaum wahrnehmbaren Lächeln ihren Kopf.
Als sich Quarius neben ihr erhob,öffnete sie wieder die Augen und beobachtete ihn aufmerksam. Während dieser sich vor den Altar neben Tarnya stellte versuchte sie aus den Augenwinkel heraus festzustellen,wer sich auf den Sitzreihen befand. In ihrer Aufregung hatte sie all dies vorher ausgeblendet.
Rechts von sich saßen in der ersten Reihe Farion,Mandred und Niel. Und auf der linken befand sich noch Althea.
Als dann ihr Mentor begann zu sprechen widmete sie ihre Aufmerksamkeit wieder voll und ganz ihm.
"Ich möchte allen Danken, dass ihr die Zeit und Geduld aufopfert mit uns hier sein zu können. Wir dürfen heute Zeugen dafür sein,dass ein Mensch...Der einst in seinem Glauben der anderen Seite diente...Nun den Weg zu uns geführt hat.Ich bin hoch erfreut darüber, dass sie als meine erste Schülerin direkt als eine große Herausforderung meine Worte vernehmen konnte...", und erst bei diesen Worten blitzte langsame Erkenntnis in ihren Augen auf,gefolgt von Verwunderung und Freude.
Die wenigenden folgenden Worte hörte sie nicht,ganz in ihren Gedanken versunken bemerkte sie wenige Momente später,dass Tarnya das Wort übereicht bekommen und Quarius sich hingesetzt hatte.
Mit ernster Miene war ihr Blick auf die junge Frau vor sich gerichtet und sie lauschte ihren Worten aufmerksam.
"Nun zu Beginn, Frau Alexa...möchte ich euch noch einmal darauf hinweisen das,wenn ihr diesen Weg beschreitet, dies ein sehr steiniger sein wird, mit vielen Hürden..Und noch mehr Feinden...Seid ihr euch sicher,dass ihr diesen Weg bis zum Ende beschreiten wollt?", fragend lag Tarnyas Blick auf ihr.
Reglos betrachtete Alexa sie einige Sekunden lang,bevor sie feste nickt und antwortete:" Nach reiflicher Überlegung..Ja."
"Nun,schwört ihr,Alexa n'yota, dem von der Herrin gegebenen Auftrag, die Schöpfung der All-Mutter zu schützen und zu hüten, mit allem euch zur verfügung stehenden Mitteln.
Dem Licht durch den dunklen Pfad vor euch zu folgen. So schwer er sein mag, im Sinne der sieben Kinder und des Lichten Pantheons , euren Ordensbrüdern und Schwestern treu bei jeder Widrigkeit und Freude zur Seite zu stehen, als Schülerin und Gläubige zu lernen was gelehrt werden kann und zu lernen was ihr lernen könnt?"
Und wieder nickte sie feste zu Tarnyas Worten,diesmal sah man bei genauerem Hinsehen,dass ihre Mundwinkel leicht angehoben waren als sie sprach:" Ja ,ich schwöre..."
Tarnya nickte zu ihrer Antwort und wendete sich kurz zum Altar,um dort ein kleines Kästchen aufzunehmen:"Bitte tretet vor..."
Bei der Aufforderung drückte sie sich mit einer Hand vom Boden hoch und kurz zuckte die andere freie Hand an ihren Rücken. Ehe sie sich wieder besann und ohne auf ihre Kreuzschmerzen zu achten gerade richtete um einen Schritt auf Tarnya zuzugehen. Diese öffnete das Kästchen und hielt es ihr hin. Alexas Augen richteten sich auf den Inhalt des Kästchens und erblickte einen schmiedeeisernen Siegelring. Auf dessen Wappen ein Ankh,welches von zwei Schwingen geschützt wird, abgebildet. Das Wappen des Ordens. Vorsichtig, aber dennoch recht entschlossen nahm sie das Kästchen entgegen.
"Wenn ihr diesen Ring aufzieht werdet ihr allen Pflichten,die euch als Gläubige auferlegt werden nachkommen Und ebenso diesen die euch im Orden erwarten. Ebenfalls werdet ihr euch dem Kodex des Ordens beugen müssen." Bei den letzten Worten zuckten ihre Augenbrauen nachdenklich zusammen...Kodex des Ordens..Sie durchforstete ihr Gedächtnis,konnte sich allerdings in keinsterweise an einen solchen Kodex erinnern.
Mit der gleichen Lautstärke wie bisher sprach sie ihre Antwort:" Ja, ich werde mein bestes geben um meinen Pflichten nachzukommen."
Dann beugte sie sich ein wenig vor und flüsterte mit leuchtend roten Wangen und gesenktem Blick gen Tarnya:" Hm..Wie lautet denn der Kodex?"
"Dieser wird euch im Zweifel noch beigebracht,aber euer Schwur beinhaltet diesen im praktischen fast gänzlich", antwortet Tarnya ihr genauso leise.
Also sie diese Worte vernahm atmete sie hörbar erleichtert aus und nickte ihr mit einem breiten Lächeln zu. Ihre Haltung richtete sich wieder etwas gerader und sie musterte den Ring in dem Kästchen. Vorsichtig nahm sie jenen hinaus und zog ihn über ihren rechten Ringfinger. Sie führte den Ringfinger an ihre Lippen und drückte jene mit geschlossenen Augen auf das Siegel,bevor sie die Hand wieder sinken lies.
Mit einem glücklichen und zufriedenen Lächeln nahm sie die Glückwünsche entgegen und verteilte herzliche Umarmungen.
Nur bei Farion hielt sie sich verunsichert zurück.Er legte eine merkwürdige Betonung in die Worte 'Schwester Alexa' über die sie auch später noch einige Zeit nachdachte...
Verfasst: Dienstag 24. Mai 2011, 10:02
von Alexa N'yota
Die Liebe ist einzigartig...Es gibt kein Gefühl was ihr gleichzusetzen ist,zumindest auf der Seite der lichten gefühle,da ist sie das stärkste...Wenn ihr tatsächlich jemals etwas empfindet,was Liebe symbolisiert solltet ihr nicht allzu lange zweifeln.....Ihr solltet nicht überstürzt reagieren,denn manchmal kann sie auch trügerisch sein. Aber ihr solltet auch nicht allzu lange harren.
Schließlich ist die Liebe eines der Gefühle, die ein Adlerritter und ein Paladin braucht um überhaupt...ja auch nur die grundlegensten Dinge im lichten Glauben richtig zu machen...
Sprach nicht erst wenige Minuten zuvor Mandred diese Worte zu ihr. Bevor sie ihr fast törichtes Vorhaben durchführte und Farion aufsuchte. Leise seufzend sitzt sie im Schatten des Baumes,welcher diekt neben ihrem Häuschen wächst, auf dem Boden. Mit dem Rücken an dem Stamm gelehnt starrt sie nachdenklich die Wiese entlang.
Braucht nicht jeder Mensch auch die menschliche Liebe um wirklich erfüllt zu sein?...Wie kann Bruder Mandred das eine sagen und Farion,der ja schließlich der Paladin ist, so gar nicht danach leben....Die Frage schoß ihr immer wieder durch den Kopf.
Wortlos lässt sie sich neben dem ergrautem Mann auf der Bank nieder und erwiedert sein warmes Lächeln verunsichert. Ihr Blick liegt einige Wimpernschläge nachdenklich auf seinem Gesicht ehe sie mit gedämpfter Stimme spricht:" Ich muss mit Euch reden..."
Farions Brauen ziehen sich zusammen und schaut sie stutzig an,ob dem Klang ihrer Stimme:" Gewiss...Was liegt Euch nahe?"
Blickt ihn feste in die Augen und entgegnet als Antwort:" Ihr..." Sie atmet einmal tief ein bevor sie weiterspricht." Ihr..Du...liegst mir Nahe...Ich weiß nicht wie deutlich ich werden muss um eine Reaktion zu bekommen. Aber ich liebe euch...dich." Sie hällt unwillkürlich die Luft nach ihren Worten an.
Perplex von ihren Worten schweift Farions Blick stumm von ihr zum Boden.
Seine Fäuste ballen sich versteckt unter dem Stoff seiner Robe kurz ehe er sie wieder entspannt und beginnt mit angedunkelter Stimme zu sprechen und schon nach den ersten Worten war ihr bewusst,was die Antwort sein wird. Wie konnte sie auch so töricht sein und darauf hoffen,dass er ihre Gefühle erwiedert. Angespannt und steif lauscht sie aufmerksam und mit regloser Miene seinen Worten.
"Nun...der Orden verbindet viel mit seinen Brüdern und Schwestern..Wir stehen und alle Nahe. Verbundenheit ist kein Geheimniss" Ein wenig ungehalten über seine Worte,die so abschweifend von ihrem eigentlichen Anliegen, stößt sie ein Schwall Luft lautstark aus und atmet wieder tief ein.
" Hier geht es nicht um den Orden und meinen Ordensbrüdern und Schwestern. Hier geht es einzig und allein um dich und mich. Du hast mein Leben verändert. Mir geholfen den richtigen Weg einzuschlagen...Aber seit ich dem Orden immer näher gekommen bin hast du dich immer weiter von mir entfernt. Ich kann mich einfach nicht mehr der Hoffnung hingeben...Ich brauche Klarheit...Deine Antwort wird sich nicht auf meinen weiteren Weg ausüben, denn den bin ich in der Lage auch alleine zu gehen...im Orden." schließt ihre bebenden Lippen und blickt ihn noch immer an.
Ja wie konnte sie nur so töricht sein immer wieder in winzigen Momenten zu denken er hätte tiefere Gefühle für sie.
" Ich bewundere eure Offenheit und das ihr euch euren Gefühlen stellt...."gezielt betont er die Worte auf die Ansprache ihrer Person..." Ich bin nicht gewillt zu leugnen,dass es einen Moment gegeben hat,an dem ich genauso gedacht habe. Jedoch,..."Er schweigt für einen Moment und wendet den Blick nun gänzlich von ihr ab.
"kann ich euch,...das was ihr euch wünscht...nicht geben,..es tut mir leid."
Sein Blick wandert wieder zu ihr während sie aufgeregt spricht:" Wie können Gefühle einfach so erlischen?"
Die Antwort kommt ohne zu zögern über seine Lippen,allerdings kann man die Anspannung an seinen Wangenknochen sehen" In dem Mann etwas höheres an ihre Stelle treten lässt. Ihr werdet einen Traum leben,...Mein Leben ..und meine Liebe obliegt dem Glauben alleinig."
Nach einigen stillen Augenblicken legt sich ein trauriges Lächeln auf ihre Lippen und sie hebt ihre Hand zu seinem Gesicht an. Langsam genug,dass er es noch wegziehen könnte,was er aber nicht macht. Ihre Handinnenfläche berührt nun sanft seine rechte Wange. Als sie das weiche Barthaar in den Innenflächen spürt streicht sie sachte mit dem Daumen auf und ab. Farions Haupt senkt sich leicht bei ihrer Berührung.
Leise und sanft spricht sie ihre letzten Worte,bevor sie die Hand wieder zurückzieht und aus der Kirche geht. " Die Liebe zum Glauben..Ist vollkommen akzeptabel...Ihr verpasst aber einiges,wenn ihr auf die Liebe zu einem Menschen verzichtet..."
Vielleicht waren ihre letzten Worte ein wenig hart,aber sie waren wahr.Ist es nicht das Wesen des Menschens zu lieben wie zu hassen? Er hat schon einmal geliebt...Er war verheiratet und hat zwei wunderbare Kinder...Ist das der Grund weshalb er sich nicht auf sie einlassen will?...Und wieso,war ich so blöd und habe so lange gewartet bis ich ihn direkt drauf angesprochen habe...Immerhin sagte er das er die gleichen Gefühle hatte.Vielleicht hat er sie noch und es kommt ihm jetzt nicht mehr richtig vor?...
Leise seufzend schließt sie die Augen. Die rechte Hand mit der linken umschlossen,presst sie beide an ihre Brust. Der Himmel verdunkelt sich langsam und es kommen kalte Windböen auf. Ihr Haar,welches ausnahmsweise außerhalb ihres Hauses, offen ihren Rücken und vorne hinabfließt, beginnt bei dem Wind sich aufzubauschen und einzelne Strähnen flattern hoch und streichen ihr ins Gesicht. Mit geschlossenen Augen atmet sie tief die frische Luft ein, bei der man schon den kommenden Regen erschnuppern kann. Und schon nach wenigen Minuten fallen ihr vereinzelnde Tropfen ins Gesicht. Aber erst nachdem sie eine halbe Stunde später völlig durchnässt ist,drückt sie sich aus dem Gras hoch und stapft zu ihrem Haus.
Genug Trübsal geblasen...schießt es ihr durch den Kopf...Wenn es einmal so einen Moment gab bekomme ich ihn vielleicht wieder zurück geholt...
Mit den Gedanken legt sie sich am Abend schlafen.
Verfasst: Dienstag 7. Juni 2011, 10:51
von Farion Lefar
Der Glaube ist es, woran ich glaube.
Geduldige Schritte waren es die den in einer Robe gewandten Paladin in den Vorhof der Ordenskriche brachten. Der Wind wog die anmutigen Baumkronen in seinen Gesang hin und her. So könnte man wohl auch die Gedanken des Grauschopfes bezeichnen. Es war nun schon etwas Zeit vergangen als er sich das letzte Mal mit Alexa unterhalten hatte. Und doch wollten ihn die Gedanken nicht loslassen um die Frau mit dem rabenschwarzen Haar.
Sie hat die Worte der Liebe gewählt, wahrlich keine einfache Sache - für jene welche - die sich Gedanken über diese machtvollen Silben machen. Der Blick des Paladins fasste Fuß an den Wurzeln der Bäume welche ihn, wie ein Kreis umgaben. Solange schon ankern sie in diesen Boden, solange schon lebte er an der Seite mit dem Glauben der Herrin und … so lange schon kannte er diese Frau. Menschen, um ihr wahrhaftiges Gut zu erkennen, ist nicht einfach und doch zeigte sich diese Frau seit Anbeginn als etwas besonders ab, ihre Zeit in der Stadt des Westens, vergangene Jahre von Handelsbeziehungen um Schwachen Leuten zu helfen und der Blick durch ein Gitter, welcher viel veränderte.
Das grüne Blattwerk welches wie ein Federkleid sich um die Äste klammerte zog jeden Blick schon fast hypnotisch auf sich und ließ jemanden nur für einen Moment einen Gedanken der Zweisamkeit erahnen. Die Ewige Treue - dem Glauben verbunden - mit Leib und Seele - dies zu wahren durch Enthaltung ist der Schutz für alle anderen. Und doch war es wie ein tiefer Schmerz welche sich sein Weg über die Mitte seiner Brust nach draußen kämpfen wollte als er Ihr sagte, dass dieses Gefühl keinen Platz in dieser Welt für sie hätte. Das Ziel und das höhere Wohl um den Glauben der Herrin ist unser Opfer an alles, was uns auf diesen Weg verletzen kann.
Und dennoch besiegte eine Handfläche diesen Schmerz.
Farion senkte sein Blick ab, und weilte für einen Moment stumm inmitten der Bäume ehe er diesen wieder hinter sich lassen würde um sich im Gebet nach Antworten zu bemühen……
Verfasst: Mittwoch 8. Juni 2011, 15:40
von Quarius Lore
Ja, dachte er, von oben sehen Adler alles. Sie sehen sogar so genau, dass sie einen Menschen von der Kapellenkirche des Klosters, bis weit vor die Toren der Kapelle erkennen können.
Zumindest sah am heutigen Tag der Adler etwas fraglich zu Quarius, der sich in der wärmenden Umgebung eines Schreines gebracht hatte. Scheinbar schienen beide sich anzuschauen und das für gefühlte Minuten. Ist es nicht wirklilch so, dass manche Sekunden des wirklichen Lebens, fast eine lange Ewigkeit dauern? Zumindest ist es so, wenn man sich selbt in Gefahr sieht, oder wenn von einem fast schon Übermenschliches gefordert wird.
Ja, er erinnerte sich kurz an dem Tag der Verletzung Alexas und das auftauchen von zwei bizarren Letharen, die eine junge Thyrenheilerin angreifen wollte. Diese hatten sich nicht rasch zurückgezogen, sondern schienen damals das bedürfnis gehabt zu haben, sich auf einen Kampf einlassen zu wollen. Das er erst später merkte, das Alexa verletzt sei und in der Nähe war, war ein Schlag ins Gesicht.
Kaum war Alexa dem Orden nahe wie nie zuvor, wurde sie direkt von der Seite bestraft, die sie verraten hatte. Er fing sich nun Gedanken zu machen, dass er selbst Schuld sei, dass Alexa diese schmerzen nun erleiden musste. Hatte er doch alles dafür getan Alexa dem Orden zugänglich zu machen. Und jetzt? Jetzt trauerte er, über seine eigene Überheblichkeit. Vielleicht ein weiterer Grund, weshalb das Tor zu Temora verschlossen für ihn war. Seine Überheblichkeit, aber er würde daran arbeiten.
Kurz schaute er zu dem Adler, der weiterhin auf der Spitze saß. Mit einem lauten Schrei erhob er sich in die Luft und flog der Sonne entgegen und ließ einen Körperschatten auf Quarius nieder und flog weiter. Quarius selbst blickte einige Sekunden hinterher schloß seine Augen und versprach Keuchheit nur für den Glauben...