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In einer Welt mit Feen und Eisbären

Verfasst: Dienstag 22. März 2011, 17:40
von Vivien Myrtol
Gemütlich kuschelte sich das Mädel in das große weiche Bett, das ihr viel paradiesischer vorkam als das indem sie die ganze Zeit vorher geschlafen hatte.
Sie fühlte wie seit längerem sich der dicke Brocken von dem Herzen löste und sie sich nahezu unbeschwert fühlte und dabei auch mehr von ihrer Kindheit wahrnahm. Hier, dort wo sie nun war konnte sie all dies nachholen was sie die Jahre in dem strengen Haushalt des Großvaters verpasst hatte, auch wenn sie die Zeit durchaus schön und den Opi durchaus lieb und nett in Erinnerung behielt.

Sie stromerte gern durch den kleinen Wald, nicht mehr als eine kleine Ansammlung von Bäumen und erdachte sich kunterbunte Geschichten von Trollen und Feen und spielte mal auf der heiß geliebten Trommel, mal auf der nicht minder veehrten Laute und versuchte den Tönen soviel Liebe wie möglich mit auf den Weg zu geben.

Die Musik war ihr schon immer lieb gewesen und sie erinnerte sich gern an die weiche, warme und sanfte Stimme ihrer Mutter die ihr Abends das eine oder andere Lied vorsang um sie zum Einschlafen zu bringen.

Nun mussten die eigenen Lieder herhalten um über das hinwegzutrösten, die eigene Stimme die der Mutter ersetzen, doch sie behielt beide fest in ihrem Herzen und verdammte sie nicht mehr so früh gestorben zu sein.

Auch das Herz wieder zu öffnen hatte sie gelernt und ach die ganzen Menschen um sie herum hinein zu lassen und ganz fest immer an sie zu denken.
Einer hatte ihr es besonders angetan und sie erschrak sich ganz fest als sie sich bei dem Gedanken ertappte das dieser ihr Vater sein könnte.
Das dürfte sie nichtmal denken, schwirrte es durch den Kopf und doch es hatte schon etwas wahres an sich.
Sie hatte ihn genauso lieb wie die Sonne, wie das grasgrüne Gras und die wunderschönen Blumen auf der Wiese und so lieb wie die Musik die sie so vergötterte.

Ein Leben ohne Cedric, Rafael, Rahel, Anele, Alexander konnte sie sich kaum noch vorstellen und wollte es auch gar nicht.
Der Wunsch beim Erblicken des Einhorns war genau derselbe und so lebte sie weiter ohne Eltern und doch mit ihnen.

[img]http://fc07.deviantart.net/images3/i/2004/101/0/3/Father_daughter_hug.jpg[/img]

Verfasst: Samstag 9. April 2011, 01:05
von Vivien Myrtol
Auch in der Traumwelt kann es an manchen Tagen durchaus zu Regen kommen und Blitze zucken über den sonst so schönen farbenprächtigen Himmel.
So bunt das Gemüt des Mädchens auch war so schnell konnte es auch schwarz werden und versinken in einer Last aus Tränen.

Liebe allein konnte sie nicht aus diesem Loch heraushelfen und die Trauer aus dem Herzen der jungen Dame lösen. Sie machte sich solche Vorwürfe, still und leise lag sie auf dem Bärenfell und überlegte schon wann sie ihre sieben Sachen packen musste und wo vor allem sie wohnen könnte, denn Cedric war so wütend das es ja darauf hinauslief.

Sie wurde kurz nach der Heimkehr ins bett geschickt und schrieb aber noch im guten Licht der Kerze die gesamten Leeren Blätter des Tagebuchs voller Entschuldigungen, an Cedric am meisten, aber auch an Rahel, Rafael, Nila, Nilas Mutter und natürlich Temora.

Diese kleinen Entschuldigungen würden schon von den richtigen gefunden werden, so dachte das junge meist unbeschwerte Herz.
Temora würde um ihren Kummer wissen und ihr helfen, da war sie sich ganz sicher.

Das Taschengold was ihr gestrichen wurde war ihr so piepsegal wie die Staubflusen unter dem Bett in ihrem Zimmer, doch die Enttäuschung in den Gesichtern ihrer Liebsten ließ sie schaudern und sie war wirklich schockiert das soetwas solch schlimme Konsequenzen nach sich zog.

Tränen würden ihr kaum aus dem Schlamassel helfen, doch beim Einschlafen strichen sie fast tröstend über die Wangen einer kleinen Träumerin.

Verfasst: Montag 20. Juni 2011, 16:30
von Vivien Myrtol
Ein Geburtstag der ist lustig, ein Geburtstag der ist schön

Soviele Freunde sind zu meinem Geburtstag gekommen, das war so ein schöner Tag!
Ich habe ganz viele Geschenke bekommen und soooviele Süßigkeiten, liebe Temora!
Lucien hat einen ganz tollen Zaubertrick gemacht, auch wenn er sagt das er kein Zauberer ist, ich weiß es besser, jaja!
Und Rahel hat mir ein schönes Lied gesungen.

Stell dir vor Koras war da mit seinem Erzmalmer, der war ja so niedlich und ich durfte ihm dann ganz viele Steine zu fressen geben, aber ich hab natürlich auch geteilt und hab Rondarec, den ich auch erst seid gestern kenne, der mir aber ein super schönes grünes Kleid geschenkt hat, genau so eines was die Feenprinzessinnen auch anhaben, und auch Eric und Tjark ein paar Steine abgegeben denn soetwas macht ganz viel Spaß!

Ich freu mich das Eric und Tjark da waren, ich hab die schon so lange nicht mehr gesehen, aber Eric war ganz ernst und so, aber Tjark war ganz lieb zu mir!
Ich mag beide sehr und ich hab von Eric ein Buch bekommen, oh da bin ich schon ganz gespannt was da wohl alles drinstehen mag und von Tjark hab ich ganz viele Süßigkeiten bekommen. Die beiden kamen mit Yette und mir fällt jetzt ein das Cedric und ich ja noch Blumen für den Garten kaufen wollten bei ihr, aber irgendwie haben wir das beide wohl vergessen.
Liebe Temora ist das schon zu spät um noch Blumen einzupflanzen oder muss ich dann bis zum nächsten Jahr warten?

Achja und Sir Rafael war da und Rahel und ich freu mich so sehr über ihre Geschenke, aber Opi hat ja auch immer gesagt das Geschenke gar nicht so wichtig sind, wichtig sind vor allem die Menschen die das überbringen, denn die zeigen mir damit das sie mich sehr lieb haben und auf mich aufpassen!

Hihi der Koras hat mir einen ganz schweren Sack geschenkt da war alles mögliche drin, sogar eine Armbrust! Ich soll wohl jetzt schon damit üben, aber ich will das ja eigentlich nicht, aber Cedric hat den Sack dann erstmal genommen, denn ich hab den nicht einen Schritt weiter tragen können, so schwer war der!

Und mein liebster Cedric hat mir eine ganz tolle Kette geschenkt, die trag ich jetzt immer, auch beim schlafen und baden! Ich hoffe nur das die mir keiner wegnehmen will, denn die ist soo schön, wie dein Baum im Kloster.
Cedric hat das Fest mit Shayana und mit Torjan geschmückt und alle eingeladen.
Ich mag den Torjan der erinnert mich ganz doll an meinen Opi, wenn er auch nicht ganz so streng ist wie Opi, aber er hat mir was ganz tolles geschenkt, das darf ich dir aber nicht verraten, weil das ein ganz großes Geheimnis ist!

Hudgarr kam auch noch und Thancred, der Thancred der arbeitet auch dort wo Amu und Bospa arbeitet und der hat mir zwei Pferde geschenkt, aber keine Sorge keine grooßen sondern nur kleine, eins zum ausreiten und eines für die Jagd.
Ist es wahr das Edelfrauen besonders Pferde mögen? Dann will ich keine Edelfrau sein, Prinzessin reicht ja auch! Ich mag lieber einen Bären haben auf dem ich reiten kann oder einen Käfer wie der von Koras!

Lucien kam mit Majalin, die kannte ich vorher auch nicht aber ich mag sie gern, sie kann zwar nicht mit den Augen sehen, aber ich bin mir ganz sicher das sie so ein großes Herz hat das sie dadurch jeden ganz genau sieht.
Ich hoffe ich darf dann auch auf die Hochzeit, ich hab noch nie eine Hochzeit gesehen, das wäre ganz toll.

Aber weißt du was? Ich bin doch ein wenig traurig, denn Friedrich war nicht da und ich hab immer geschaut ob er noch kommt. Aber er kam nicht, ich hoffe liebe Temora das es ihm ganz gut geht und das er mich bald mal wieder besuchen kommt, denn ich hab ihn auch ganz doll lieb.
Und ich hoffe du richtest meiner Mama und meinem Papa ganz liebe grüße aus und sagst ihnen das ich nun schon 10 Jahre alt bin.

Ich vermisse sie oft, aber mir geht es gut hier und ich lerne bald Harfe spielen! Darauf freue ich mich riesig, denn Varla, die ist sooo lieb die bringt mir das bei, dann kann ich bald so schön spielen wie die ganzen Barden hier.

Liebe Temora du siehst das war ein ganz toller Geburtstag, tust du mir noch einen Gefallen? Passt du bitte auf alle die ich lieb hab auf und sorgst dafür das ihnen nichts passiert?
Dann will ich auch immer brav und lieb sein und tun was man mir sagt.

Dankesehr!

deine Vivien!

Verfasst: Freitag 20. April 2012, 11:43
von Sarya Lenia Vhelvet
falscher char -.-

Verfasst: Freitag 20. April 2012, 11:44
von Vivien Myrtol
Langsam nach und nach verschwanden die Feen, eine nach der anderen und machten Platz für ein Stück Wirklichkeit.
Sie sah die Realität nicht gerne und doch konnten die von träumen verschleierten Kinderaugen nun wahrhaft sehen, was sie vorher nicht sehen wollte und konnte.
Natürlich gab es viel Leid auf der Welt, Hunger und Not und es gab ein Übel im Westen welches sie nicht Näher erblicken wollte.
Oft zog sie sich von ihren Menschen zurück und spazierte durch die Sümpfe und Wiesen, sammelte Kräuter und Blumen und genoss die Zeit mit sich alleine.
Es war ihr zuviel geworden, immer im Trubel der anderen zu sein und sie spührte selbst wie sie älter wurde und wuchs. Die kindlichen Züge waren noch immer vorhanden, doch der Geist dahinter war wachsam und klug.

Wie ihre Mutter früher genoss sie das was sie hatte, genau wie ihr Vater liebte sie das Leben und die Lebenden.
Ihr Weg war vorherbestimmt als sie geboren wurde, in die Fußstapfen der Mutter würde sie eines Tages treten, dem Wunsch des Großvaters kam sie nach.
Die Kenntnisse über die Kräuter und Reagenzien dieser Welt lernte sie rasch und zeichnete jede neue Pflanze in ihr Buch ein um sie später zu zeigen und ihre Wirkungen zu lernen.
Ab und an fand sie ein kleines Tier verletzt am Wegesrand oder auf den Wiesen und nahm es mit sich um es zu hegen und zu pflegen bis es wieder gesund war um in die gefährliche Welt entlassen zu werden.

Sie vermisste ihre Eltern in letzter Zeit sehr, genau wie ihren Onkel, was wäre alles anders gelaufen wenn sie nicht gestorben wären. Gestorben aus Liebe, gestorben aus Verzweiflung?