Grosse weite Welt....
Verfasst: Samstag 19. März 2011, 10:24
Grosse weite Welt
Nilaihah liebte den kleinen Bauernhof aus Holz den der Opa ihr geschenkt hatte. Mit ihm spielte sie am allerliebsten. Kühe, Schafe, ein Hund, eine Katze, einige Hühner und zwei Pferde gehörten dazu und jedes Tier hatte natürlich seinen eigenen Namen. Die Pferde aber mochte sie ganz besonders gerne. Diese wurden in den grossen aufgenähten Taschen ihres Kleides immer mit herumgetragen. Manchmal dachte sie wenn sie mit ihnen spielte an zu Hause. Besonders als sie bei den Grosseltern ankam war das Heimweh ganz furchtbar. Die Oma hatte versucht sie mit selbstgebackenen Keksen abzulenken und sie in der Küche mithelfen zu lassen, wobei sie dabei wohl mehr Chaos anrichtete als wirklich zu helfen. Der Opa war bemüht sie in die täglichen Arbeiten des Gestüts mit einzubeziehen. Sie durfte helfen die Pferde zu füttern, sie mit kleinen wassergefüllten Eimern zu tränken, und die Ponys zu striegeln.
Aber immer wieder wurde sie dann doch weinend in den Arm genommen und ihr beruhigende Worte zugeflüstert. "Die Mama wird bald schreiben und dann kannst du wieder zu ihr nach Hause. Ganz bestimmt kommt bald ein Brief. Es dauert nicht mehr lange mein Schatz." Die Oma gab ihr einen Kuss und sah sie aufmunternd an. Manchmal lächelte Nilaihah dann, manchmal aber blieb sie traurig, setzte sich an das grosse Fenster in der Wohnstube und sah nach draussen.
[img]http://www.8ung.at/nyray/1.jpg[/img]
Es war wirklich ein schöner Hof und in den grossen Kinderaugen war er riesig, mit grünen fruchtbehangenen Bäumen, hohem Gras ringsherum, weiten Feldern die sich bis zum Horizont erstreckten und den vielen vielen Tieren.
"Wenn ich mal gross bin, dann will ich auch gantz fiele eigenen Pferde habn!" Verkündete sie stolz, während sie sich um sich selber drehte und dem Opa ein neues Kleid präsentierte, dass ihr die Oma geschenkt hatte. Die beiden verwöhnten die Kleine sehr. Auf dem Esstisch standen einige Teller, Besteck, eine grosse Schüssel mit dampfenden Kartoffeln sowie ein Gemüseeintopf und dazu angebratene Speckstreifen. "Na los kommt essen ihr beiden, sonst wird es noch kalt." Sagte die Oma lächelnd und Opa und Enkelin setzten sich zu ihr an den Tisch. Sie hatten noch nicht ganz die Teller gefüllt als es an der Tür klopfte. "Das ist bestimmt die Post." Sagte Opa und stand auf um sie entgegenzunehmen. Mit einigen Briefen kam er wieder hinein, setzte sich und sah sie nacheinander durch. "Na schau, da ist einer von Neliel." Sagte er und blickte seine Enkelin an. Nilaihah wurde ganz aufgeregt, stand rasch auf und stellte sich dicht zum Opa um den Brief anzugucken.
"Mach ihn auf, mach ihn auf!" Drängte sie ungeduldig und zupfte ihm am Ärmel. Der Opa öffnete den Brief und nahm ein gefaltetes Blatt Pergament heraus, welches er auffaltete und dann begann vorzulesen.....
"JAAAHHAAAAAA...Juhuuuu! Nach Hause, nach Hause." Nilaihah tanzte und wirbelte um die Grosseltern herum. Ihre grossen Kinderaugen glänzten begeistert als der Opa vorlas das sie endlich wieder Heim könne. Nachdem sie sich halbwegs wieder beruhigt hatten und beide sie fröhlich aber auch mit leichtem anklingenden Abschiedsschmerz umarmten, setzten sich alle wieder und begannen endlich zu essen. Nilaihah war jedoch so aufgeregt, dass sie kaum einen Bissen herunterbekam. "Wann fahren wir dann los Opa?" Fragte sie mit vollem Mund. "Nachher werde ich mich mal erkundigen wann das nächste Schiff fährt." Antwortete er und strich ihr über den Haarschopf.
An der Hand der Oma die sie festhielt, hüpfte sie auf und ab und war kaum zu bändigen. Mehrere Schiffe lagen vor Anker, dahinter war das grosse, weite, blaue Meer. Es roch nach Salz, Möwen kreischten und auf dem Pier herrschte reger Trubel.
"Das grosse helle Schiff dahinten ist es" Der Opa deutete auf eines mit grossen, zusammengefalteten, weissen Segeln. "Juhuuuuuu!" Rief sie aus. Doch als sie sich von beiden verabschieden sollte, brach sie in Tränen aus. Auch der Opa und die Oma waren traurig. "Du kannst uns bestimmt mal wieder mit der Mama zusammen besuchen kommen." Sagten sie ihr leise, während die Oma ihr noch ein grosses, in Tuch eingeschlagenes Päckchen mit Keksen zusteckte.
Und dann gings los......in die grosse Weite Welt...
Nilaihah liebte den kleinen Bauernhof aus Holz den der Opa ihr geschenkt hatte. Mit ihm spielte sie am allerliebsten. Kühe, Schafe, ein Hund, eine Katze, einige Hühner und zwei Pferde gehörten dazu und jedes Tier hatte natürlich seinen eigenen Namen. Die Pferde aber mochte sie ganz besonders gerne. Diese wurden in den grossen aufgenähten Taschen ihres Kleides immer mit herumgetragen. Manchmal dachte sie wenn sie mit ihnen spielte an zu Hause. Besonders als sie bei den Grosseltern ankam war das Heimweh ganz furchtbar. Die Oma hatte versucht sie mit selbstgebackenen Keksen abzulenken und sie in der Küche mithelfen zu lassen, wobei sie dabei wohl mehr Chaos anrichtete als wirklich zu helfen. Der Opa war bemüht sie in die täglichen Arbeiten des Gestüts mit einzubeziehen. Sie durfte helfen die Pferde zu füttern, sie mit kleinen wassergefüllten Eimern zu tränken, und die Ponys zu striegeln.
Aber immer wieder wurde sie dann doch weinend in den Arm genommen und ihr beruhigende Worte zugeflüstert. "Die Mama wird bald schreiben und dann kannst du wieder zu ihr nach Hause. Ganz bestimmt kommt bald ein Brief. Es dauert nicht mehr lange mein Schatz." Die Oma gab ihr einen Kuss und sah sie aufmunternd an. Manchmal lächelte Nilaihah dann, manchmal aber blieb sie traurig, setzte sich an das grosse Fenster in der Wohnstube und sah nach draussen.
[img]http://www.8ung.at/nyray/1.jpg[/img]
Es war wirklich ein schöner Hof und in den grossen Kinderaugen war er riesig, mit grünen fruchtbehangenen Bäumen, hohem Gras ringsherum, weiten Feldern die sich bis zum Horizont erstreckten und den vielen vielen Tieren.
"Wenn ich mal gross bin, dann will ich auch gantz fiele eigenen Pferde habn!" Verkündete sie stolz, während sie sich um sich selber drehte und dem Opa ein neues Kleid präsentierte, dass ihr die Oma geschenkt hatte. Die beiden verwöhnten die Kleine sehr. Auf dem Esstisch standen einige Teller, Besteck, eine grosse Schüssel mit dampfenden Kartoffeln sowie ein Gemüseeintopf und dazu angebratene Speckstreifen. "Na los kommt essen ihr beiden, sonst wird es noch kalt." Sagte die Oma lächelnd und Opa und Enkelin setzten sich zu ihr an den Tisch. Sie hatten noch nicht ganz die Teller gefüllt als es an der Tür klopfte. "Das ist bestimmt die Post." Sagte Opa und stand auf um sie entgegenzunehmen. Mit einigen Briefen kam er wieder hinein, setzte sich und sah sie nacheinander durch. "Na schau, da ist einer von Neliel." Sagte er und blickte seine Enkelin an. Nilaihah wurde ganz aufgeregt, stand rasch auf und stellte sich dicht zum Opa um den Brief anzugucken.
"Mach ihn auf, mach ihn auf!" Drängte sie ungeduldig und zupfte ihm am Ärmel. Der Opa öffnete den Brief und nahm ein gefaltetes Blatt Pergament heraus, welches er auffaltete und dann begann vorzulesen.....
"JAAAHHAAAAAA...Juhuuuu! Nach Hause, nach Hause." Nilaihah tanzte und wirbelte um die Grosseltern herum. Ihre grossen Kinderaugen glänzten begeistert als der Opa vorlas das sie endlich wieder Heim könne. Nachdem sie sich halbwegs wieder beruhigt hatten und beide sie fröhlich aber auch mit leichtem anklingenden Abschiedsschmerz umarmten, setzten sich alle wieder und begannen endlich zu essen. Nilaihah war jedoch so aufgeregt, dass sie kaum einen Bissen herunterbekam. "Wann fahren wir dann los Opa?" Fragte sie mit vollem Mund. "Nachher werde ich mich mal erkundigen wann das nächste Schiff fährt." Antwortete er und strich ihr über den Haarschopf.
An der Hand der Oma die sie festhielt, hüpfte sie auf und ab und war kaum zu bändigen. Mehrere Schiffe lagen vor Anker, dahinter war das grosse, weite, blaue Meer. Es roch nach Salz, Möwen kreischten und auf dem Pier herrschte reger Trubel.
"Das grosse helle Schiff dahinten ist es" Der Opa deutete auf eines mit grossen, zusammengefalteten, weissen Segeln. "Juhuuuuuu!" Rief sie aus. Doch als sie sich von beiden verabschieden sollte, brach sie in Tränen aus. Auch der Opa und die Oma waren traurig. "Du kannst uns bestimmt mal wieder mit der Mama zusammen besuchen kommen." Sagten sie ihr leise, während die Oma ihr noch ein grosses, in Tuch eingeschlagenes Päckchen mit Keksen zusteckte.
Und dann gings los......in die grosse Weite Welt...