Seite 1 von 1

Die Lehren des Liedes Eluivres

Verfasst: Freitag 23. Dezember 2005, 13:57
von Isdaniel Nifar
Sanft strich Isdaniel durch das Blumenmeer als er langsam durch die großen Wiesen Ered Luins Schritt. Leicht beugte er sich erab um den Duft einer besonders großen Blume zu riechen, mit einem lächeln auf den Lippen schritt er dann weiter und betrat langsam das hell strahlende Gebaeude um es wieder durch den Hintereingang in den Hof zu verlassen. Ruhig stand er eine Weile am Eingang des Gartens und lies seinen Blick schweifen. Zu seiner rechten war ein kleiner See - leise hörte man Vögel zwitschern. Hier und da waren Blumen angepflanzt andere schienen mehr willkürlich verteilt. Links führte ein schmaler Weg gesäumt von ein paar Bäumen um den Teich herum zu einem Pavillion mit einer Bank. Schon als Kind war er oft an diesen Ort gekommen, hatte den Vögeln gelauscht und zwischen den beiden Hallen des Wissens hin und her geschaut.
Ein ruhiger Platz war dies wohl war - so wie es Yonai ihm gesagt hatte. Langsam lies er sich auf der Bank nieder, seinen Stab lehnte er vorsichtig an den Pavillion und blickte sich erneut um. Es war still, einzig das singen der Vögel und das leichte rauschen des Wassers getrieben von einer sanften Brise war zu hören.

Man hatte ihn weit höfflicher wieder empfangen als er es gedacht hätte. Jetzt wo er wieder die Gelegenheit bekam zu lernen, wollte er auch all seine Kraft darin setzen. Er war zu zeitig aufgebrochen war zu unerfahren - das würde er jetzt nachholen, dachte er sich. Mit diesem Ziel machte er sich vor nun mehr als zwei Monden auf dem Weg zurück und nun war er bereits auf dem richtigen Pfad angelangt.

Langsam schloss er seine Augen lauschte nach dem wohlwollenden Klang des Liedes. Nocheinmal rief er sich die Worte Yonai ins bewusstsein: "Finde deinen Ruhepunkt im Klang deines Seelenliedes". Langsam lies er sich im Strom des Liedes treiben - lauschte der leisen Melodie und versuchte sein Seelenlied darin zu erkennen. Er spuerte den Klang vernahm die Wärme und doch klang es nicht nach seinem Seelenlied. Immer wieder stoerten andere Gedanken seine Konzentration auf das Lied. Ein Stueck des Liedes erinnerte ihn an ein Lied das er als Kind gesungen hatte - ein laecheln huschte über seine Lippen. Wieder bei einem anderen Stueck musste er an die Ereignisse der vergangenen Tage denken. Wieder und wieder versuchte er die Gedanken wegzudrängen und nur dem Klang des Liedes zu lauschen - wieder und wieder schlug es fehl. Die Sonne schritt immer weiter über den Himmel. Irgendwann stand er auf, verlies diesen Ort und kehrte erst am nächsten Morgen wieder zurück um fortzufahren mit dem er aufgehört hatte.
Wieder und wieder wiederholte sich die Prozedur. Bis die Sonne auch am übernächsten Tage bereits wieder tief Stand und dabei war sich zu verabschieden.

Plötzlich spürte er eine ungewöhnliche Wärme im Lied Eluives eine Nähe die vorher nicht zu spüren waren. Erstaunt öffnete er die Augen und schaute sich um. Unweit des Pavillions direkt an der Felswand war ein Adler gelandet, sein Gefieder war brächtig und schimmerte leicht im Glanz des einfallenden Sonnenlichtes. Mit seinem kräftigen Schnabel schaute er sich um und blickte schließlich zu Isdaniel. Isdaniel schloss wieder seine Augen, lauschte wieder dem klang des Liedes und versucht die Teile zu finden die von diesem Vogel stammten. Wieder spürte er die Vertrautheit dieser Melodie, hörte wie sie deutlicher wurde und ihn bald vollkommen erfüllte. Er lies seine Gedanken treiben, folgte dem Klang ohne das ein anderer Gedanke dieses stoerte. Er hörte plötzlich andere Töne und Melodien die er bisher noch nicht gehoert hatte - es war als hätte er bisher nur die Töne einer Tonleiter vernommen und vermochte nun weitere Tonleitern hören. Jedoch stand immer wieder die eine Melodie die ihm so vertraut war im Vordergrund. Er konnte sich Melodien erausziehen, spuerte die Kraft des Baumes unweit vom ihm, spürte den Geist des Wassers vor ihm. Das war ihm keine neue Erfahrung, aber war es vorher ein flüstern so war es jetzt ein lautes rufen das er vernahm. "Hanna thoron" sprach er vor sich hin und oeffnete wieder die Augen. Die Sonne hat das Tal bereits verlassen und der Platz des Adlers war leer. Er lächelte zufrieden und erhob sich langsam, seinen Stab aufnehmend verlies er den ruhigen Ort am Teich.

Verfasst: Donnerstag 12. Januar 2006, 21:52
von Isdaniel Nifar
Viel Zeit war vergangen, oft kehrte Isdaniel an diesen ruhigen Ort zurueck. Übte sich in der Kunst der Meditation. Die letzte Lehrstunde bei Yonai war ihm noch klar im Gedächtnis. Es war eines der wesentlichen Puzzel die ihm fehlten und doch fügte sich damit wieder ein neuer Teil des Bildes zusammen. Es klang einfach und doch war es schwierig. Eine jede Melodie war anpassbar - abänderbar. Der Schlüssel war wieder sein Seelenlied. Eben jenes welches ihm bei der Meditation half. Jetzt war die Aufgabe aber eine andere. Es ging über das finden des Seelenliedes hinaus. Inzwischen war es ihm ein leichtes Ruhe im Klang seines Seelentieres zu finden. Doch nun sollte er das Seelenlied ändern. Es an den Klang eines Gegenstandes anpassen und doch nicht die Ruhe seiner Meditation verlieren. Um dann am Ende das Seelenlied angepasst an einen Gegenstand zu verschieben und so einen Gegenstand umzuwandeln. Das war das Prinzip. Alles was er machte beruhte wohl auf diesem Prinzip - doch war es ihm bisher nicht bewusst geworden. Erst Yonai hatte seine Augen dafür geöffnet. Umsoschwerer war sich all dies Vorzustellen. Es war ein Apfel der in seinem Schoß lag. Seinen Seelenlied ertoente im Einklang mit dem Apfel. Schon oft hatte er in den letzten Tagen probiert das Seelenlied nun zu verschieben und so eine Birne zu erhalten. Doch aus was bestand eine Birne eigentlich - oder besser wie klang das Lied einer Birne. Er wuerde die Melodie erkennen würde er die einer Birne vernehmen, doch sie sich vorzustellen - das war wesentlich schwieriger. Es musste alles stimmen. Bie Form war das einfachste. Alle seine Versuchen sahen danach aus wie eine Birne. Die eine etwas heller die andere etwas dunkler - aber die Form stimmte. Schwieriger war das was eine Birne ausmacht. Das Fruchtfleisch und erst recht der Geschmack. Sein erster Versuch floss förmlich auseinander. Wasser war schon gut, aber das Fruchtfleisch fehlte. Später nachdem er nun auch einen Stapel Birnen immer neben sich legte um "abzuschreiben" gelang ihm auch das Fruchtfleisch. Jedoch schmeckte die Birne fast wie eine Zitrone. Erst nach vielen Tagen vergeblicher Fehlversuche hielt er laechelnd seine erste angebissene Birne empor die auch wirklich eine war.

Fortan viel es ihm von Tag zu Tag leichter. Er probierte viele Dinge und ging mit einem offenerem Ohr durch die Welt. Immer bedacht sich eine jede Melodie so gut es geht einzuprägen.

Verfasst: Donnerstag 26. Januar 2006, 13:27
von Isdaniel Nifar
Einige Sonnen waren vergangen als Isdaniel zusammen mit Aethain wieder den Lehren von Yonai in der grossen Halle der Bibliothek lauschten. Umwandlung war wiedereinmal das Thema. Nachdem er sich in den letzten Tagen bei der Umwandlung erheblich gesteigert hatte - sich nun auch an andere Dinge wagte ausser Obst. Jetzt aber lauschte er aufwerksam wie Yonai über die Heilung berichtet. Dies stiess eine weitere Tür bei ihm auf. Der Mechanismus war die Umwandlung nur statt ein Objekt zu wandeln konnte man auch Lebewesen oder deren Teile wie eine Wunde wandeln. Einfach und mächtig zugleich, aber auch schwer zu üben. Lange jedoch beschäftigten sich seine Gedanken damit. Wo lagen die Grenzen? Wie würde es bei anderen Wesen funktionieren, wenn er nicht seine eigenen Wunden heilen würde? Warum eigentlich nur heilen, koennte man nicht auch andere Formen erreichen - staerkere Muskeln, mehr Geschicklichkeit. Es sollte nur die Frage sein wie man die richtige Beschreibung findet - die Melodie war der Schlüssel. Selbst eine unbekannte Melodie musste man sich vorstellen können, allein an dem Ziel das man vor Augen hat. Ein Komponist des Liedes selbst müßte man werden. Der eine Idee in die entsprechenden Noten umsetzen könnte. Es war also ein tiefes Verständnis des Liedes selbst, dessen Struktur und die Art wie es komponiert war - die galt es zu verstehen.

Lange war die Stunde mit Yonai bereits vorrüber und auch das anschliessende Gespräch mit Aethain auf dessen Balkon lag bereits einige Stunden zurück als er zu diesem Schluss kam. Dort lag das Ziel seiner weiteren Studien. Gedanklich steckte er seinen Plan ab. Er würde Aethain bitten mit ihm zu studieren. Nur Gegenseitig konnten sie eine Beeinflussung des anderen testen. Er würde morgen anfangen zu probieren Dinge selbst zu komponieren. Das Umwandeln hatte er nun zu genüge geübt. Einen Gegenstand in einen anderen zu wandeln wenn er das Ziel bereits vor sich hatte. Nun würde er probieren eine beliebige Form zu schaffen die nur seiner Vorstellung entspricht. Danach stünden wohl versuche seine Muskeln zu staerken auf dem Programm. Diese war wohl ein leichtes lebendes Testobjekt. Und dann... Was wäre wenn ma die Luft selbst wandeln würde? Weitere Pläne schwirrten bereits in seinem Kopf umher. Es war als hätte er gerade eine große Halle betreten mit vielen neuen Büchern und alle galt es nun zu lesen.

Verfasst: Donnerstag 2. Februar 2006, 10:39
von Isdaniel Nifar
Wieder lauschte er aufmerksam den Worten Yonais. Neben Aethain hatte sich nun auch Luthien eingefunden. Langsam sanken die Worten Yonais ein. Schutzzauber war das Thema und doch weilten Isdaniels Gedanken bereits tiefer. Moral war die einzige Grenze der Umwandlung - das war eine entscheidende Erkenntnis. So musste es ihm gelingen die Grundmelodien der Welt zu erkunden. Welche Töne stünden für welche Eigenschaften. Diese Fragen wollte nun nachgehen. Schießlich lag darin der Schlüssel begraben.

Seine Übungen der Umwandlung machten schnell Fortschritte. Mehr und mehr konnte er nun auch Dinge formen welche nicht mehr neben sich liegen hatte. Doch musste er das Ziel bereits kennen, ein Beispiel bereits einmal gespürt haben.
Luft war noch ein interessantes Feld der Übung wie er den Worten Yonais entnahm. Barg es doch verschiedene Anwendungen. Als Schutz vor einem Angreifer um dessen Angriff zu dämpfen, als Schutz um dessen Bewegungen zu verlangsamen oder gleichsam um die eigenen Bewegungen geschmeidiger und schneller zu machen. Aber wie war die Melodie dickter luft und dünner luft? Er entschloss sich morgen den höchsten Gipfel und das tiefste Tal zu besuchen. Vielleicht konnte er an diesen Beispielen ableiten welche Melodien es waren.
Wieder rief er seine Gedanken zur Ordnung. Vielfältig waren wohl die Anwendungen. Aber zu ergründen galt es den Kern und das war die Melodie selbst.
Für heute suchte er sich verschiedene Gegenstände Steine, Kraeuter und versuchte deren Melodien zu zerlegen. Variantenreich waren die Melodien. Schwer auch nur geringe Gemeinsamkeiten zu entdecken. Aber er würde sie finden. Zeit besass er genug.

Verfasst: Freitag 10. Februar 2006, 12:25
von Isdaniel Nifar
Viel Zeit hat Isdaniel in den letzten Tagen mit der Meditation verbracht. Stundenlang saß er an verschiedenen Orten und lauschte - lauschte dem Lied Eluives. Je mehr er sich darin vertiefte umso faszinierte es ihn.

Am Anfang dachte er es gäbe ein paar Grundklänge mit denen sich alles beschreiben ließe, doch schnell merkte er das diese Klänge variantenreich und vielfältig sind. Es ist eine Aufgabe für das Leben alle Klänge zu finden, aber es weckte seine Neugierde - Neugierde die schon immer stark in seinem Blut verwurzelt war.

Vermehrt begab er sich nun auch auf Reisen. In EredLuin war das Lied Eluives stark und wohlklingend, doch stellte er schnell unterschiede zu anderen Gebieten Gerimors fest. Er folgte keinem Ziel lies sich einfach vom Lied leiten und suchte sich Orte an denen es ihm interessant schien dem Klang zu lauschen. Je mehr es sich in das Lied vertiefte umso mehr lernte er über das Lied.

Nachdem er so die Eigenschaften verschiedene Objekte weit ergründet hat, sich über deren Klang bewusst war konnte er sich die Melodien der Gegenstände vorstellen alleine nach dem Bild in seinem Kopf. Mehr und mehr wandte er sich nun den Lebewesen zu. Bewußt versuchte er deren Melodien zu spüren. Objekte waren einfach gewesen im Vergleich zur Komplexität von Lebewesen.

Verfasst: Montag 13. Februar 2006, 23:46
von Isdaniel Nifar
Wieder hatten die Gespräche mit Yonai ein neues Tor geöffnet - Elementarmagie. Ein interessantes Feld und einer der wenigen noch fehlenden Steine in seinem Bauwerk der Lehre.

Die Elemente erkunden - waren Yonais letzte Worte. Mit der Luft hatte er sich schon lange vor dieser Stunde eingehend befasst. War es doch das Element seiner Seele und hatten die vorangegangenen Stunden bereits seine Neugierde darüber geweckt. Einzige eine Frage tat sich ihm nun auf. Wenn man sich in die Form eines Elementes wandeln vermochte - so vermochte man wohl auch nahezu zu luft zu werden. Kommt Zeit würde er dies unbedingt einmal probieren - aber Vorsicht galt es walten zu lassen.

Wasser war das Element das ihm selbst am entferntesten Lag und diesem nahm er sich vor die nächsten Tage anzunehmen. Bereits als er mit Aethain noch einen Tropfen Wein trank kam ihm der Weg den er beschreiten würde. Noch kurz danach setze er sich an den Bach in ErdLuin und lauschte der Melodie des Wassers. Langsam entschlüsselte er die Klänge, doch half ihm seine Übung der Umwandlung.
Nachdem er viele Stunden am Bach gesessen hatte, für einen Aussenstehenden starr sitzend und auf den Bach starrend, holt er wieder einen Apfel heraus und probierte die gelernte Melodie. Sanft hob er sein Seelenlied auf den Klang des Wassers und lauschte dann der Melodie das Apfels und verschob dessen Melodie soweit bis es dem Klang des Wassers entsprach. Fasziniert beobachtete er wie das Wasser das einst ein Apfel war aus seiner Hand floss.
Nocheinmal probierte er dies mit einem neuen Apfel - diesmal aber versucht er eine kleine Nuance in der Melodie zu lassen, doch zerfloss ihm der Apfel wieder in der Hand. Nach mehreren Versuchen schliesslich hielt er den Apfel laechelnd noch in der Hand. Vorsichtig probierte er dies nun mit seinem Mantel um diesen vor Regennäße zu schützen - dies war die Idee die ihm mit Aethain gekommen war. Er probierte etwas umher - blickte dann aber zum Himmel und erhob sich langsam als er bemerkte das die Sonne sich bereits hinter den Bergen versteckt hatte.
Er würde einen anderen Tag weiter probieren und erfahrungen sammeln ehe er zu Feuer und schließlich zur Erde fortschreiten würde.

Verfasst: Sonntag 26. Februar 2006, 17:26
von Isdaniel Nifar
Aufmerksam lauschte Isdaniel wieder den Worten und Demonstrationen von Yonai. Unzählige Male waren sie nun bereits in den glänzenden Hallen der Schriftstücke zusammengekommen und immer wieder verlies Isdaniel darauf hin dieses Gebäude mit einem neuen Einblick und wieder vielen neuen Fragen die einer Erprobung bedurften.

Selbst als die Nacht sich bereits schon lange über das Tal gelegt hatte, beriet Isdaniel noch mit Aethain über die Lehrstunden oder sprach mit Seleb'din über die verschiedenen Kräutersorten. Tag ein Tag aus - gestaltete sich so sein Tagesablauf.

Heute saß er wieder unter dem alten Baum unweit der Schriftenhalle, lauschten den süßen Klängen die durch das Tal hallten und dachte über das nach was er gelernt hatte. Langsam fügten sich die einzelnen Puzzelteile zusammen und bildeten ein großes Ganzes.

Alles bekann bei seinem Seelenlied, unweigerlich sah er einen kräftigen Adler vor seinem inneren Auge als an sein Seelenlied dachte. Dies war der Schlüssel zur Konzentration und der Zugang zum Lied selbst - der Zugang um das Lied bewusst zu beineinflussen. Unbewusst mochte es ein jeder Edhil verändern - aber er hatte sich auf den Weg begeben es bewußt zu tun.

Der Geist mußte in der Melodie des Seelenliedes klingen - dann standen einem die Tore zur Welt Eluives offen. Die Umgebung bekam eine andere Farbe intensiver wurde das Erlebnis. Man vermochte alles um sich herum zu spüren - den Klang zu vernehmen.

Umwandlung war dann die große Säule auf dem alles Stand. Glich man das Seelenlied einem Gegenstand an, so vermochte man daraufhin das Seelenlied nach belieben ändern und so wurde auch der Gegenstand verändert. Auf diese Weise bekam er ein neues Gewand - lies sich kranke Haut in gesunde Wandeln. Ein Komponist des Liedes lernte er zu werden um allein aus der Vorstellung eines Objektes die Melodie zu erkennen die es haben würde. Ein Anstrengung die wohl bisher nur die Ahnen selbst und vielleicht Liella zur Vollendung gebracht haben. Aber der Weg war begonnen, auch gleich er noch lang und weit sein würde.

Die zweite Säule waren die Elemente Luft, Erde, Wasser und Feuer. Eigen war ihr Klang - komplex und doch waren es elementare Melodien. Man vermochte sich selbst nahe eines der Elemente wandeln um mit dessen Eigenschaften anzunehmen. Gleiches schadet gleichem nicht. Das ermöglichte viele Wege in der Behandlung der Elemente. Doch es war immer ein Wechselspiel wollte man die Elemente nutzen. Galt es doch diese zu manipulieren und gleichzeitig sich vor ihnen zu schützen.
Vergeblich hatte er bereits probiert sich dem Element Luft näher zu bringen, umso unsichtbar zu werden. Feuer und Wasser waren da leichter zu beherrschen und doch war auch hier der Weg begonnen, was fehlte war der Umgang.

Schließlich blieb noch der Geist selbst die es noch zu klären galt um das Wissen zu schließen - oder wohl es in eine neue Ebene zu heben.

Lange schweglte Isdaniel an diesem Abend noch unter dem alten Baum in seinen Gedanken.

Verfasst: Donnerstag 23. März 2006, 18:41
von Isdaniel Nifar
Es erfüllte sein Herz mit Stolz als er wieder an dem ehrwürdigen Lehrgebäude vorbeischritt, unweit des großen Baumes unter dem er so gerne weilte. Unzählige Stunden hatte er in diesem Gebäude verbracht, doch nun war er eine Schritt weiter. Er hatte sein Ziel erreicht mit dem er vor einer langen Zeit zurück in das Tal gekommen war. Er hatte seine Lehren beendet. Sicher würden sie wirklich zu Ende sein - eher Stand er jetzt erst am Anfang - aber dennoch war es ein neuer Schritt. Er spürte wie das Lied nun lauter in ihm Wiederhallte - wie sich die Stunden des Lernens bezahlt machten und er langsam neue Fähigkeiten entwickelte die ihm vorher verborgen geblieben waren. Er würde diesen Weg weiter beschreiten - das war sein Weg.

Als seine Füße ihn das kurze Stück bis zu eben jenem großen Baum getragen hatten - hielt er kurz inne und betrachtete das Blätterwerk - lauschte dem süßen Klang...

Verfasst: Donnerstag 13. April 2006, 10:31
von Isdaniel Nifar
Seit ihm das Tor auf die nächste Stufe geöffnet wurde - hatte sich Isdaniel zurückgezogen, war viel in den Wäldern Ered Luin's umherspaziert und verbrachte Stunden über Stunden in den Hallen der Schriften.

Intensiv hatte er sich nun mit dem Element der Luft auseinander gesetzt. Es bot vielfalt die ihn faszinierte. Viel hatte er sich über die Eigenschaften in de Schriften angelesen und doch war es die eigene Erfahrung im Umgang mit dem Lied welche es interessant gestalteten. Oft ging er nicht einfach nur in den Wald zum spazieren, sondern suchte sich einen ruhigen Ort irgendwo auf einer kleinen Lichtung und spielte mit dem Lied Eluives. Er suchte sich Objekte oder Elemente und wandelte mal das eine mal das andere - formte Dinge und lies andere verschwinden. Besonders faszinierte ihn seine Entdeckung, dass wenn man etwas dem Element Luft anpasste man vermochte es unsichtbar zu machen. Er hatte dies bereits seit langem vermute - aber inzwischen war seine Beherrschung über das Lied soweit gereift, dass er es auch umzusetzen vermochte.

An anderen Tagen sass er wieder nur lange in der Bibliothek und anstatt in Schriftrollen zu lesen war er in Gedanken versunken. Macht bedeutet auch Verantwortung. Je mehr er lernte das Lied zu beherrschen, umso deutlich wurde ihm welche Verantwortung damit einher ging. Immer wartet ein dunkler Schatten der einlud die Macht zu missbrauchen. Manchmal schwelgte er auch nur Erinnerungen über die Vergangenheit, doch dann holte ihn in den letzten Tagen die Gegenwart wieder ein. Es mehrten sich beunruhigende Gerüchte im Land der Menschen und damit wurde auch wieder seine Neugierde geweckt - hinauszugehen in die Welt. Aber inzwischen hatte er einen anderen Blick auf die Welt als noch vor wenigen Monden - sein Wissen und seine Fähigkeiten hatten auch seinen Charakter geformt - seine Unbeschwertheit war dabei verloren gegangen.

Verfasst: Sonntag 24. September 2006, 19:25
von Isdaniel Nifar
Aufmerksam folgte Isdaniel nun wieder den Worten von Yonai. Ein Tor war geöffnet - doch ein zweites noch weit größeres Portal lag nun vor ihm. Er hatte einmal diesen Weg beschritten - nun würde er bis zum Ende schreiten.

Einige Wochen ist nun her, das er mit Lamentinu zu Gast in einer der Akademien der Menschen war. Seit dem beschäftigte ihn dieser Dolch. Dolch der Akorither wurde er genannt. Er vermochte wohl einen Geist zu beeinflussen. Die letzten Sommer hatte er die Elemente ergründet, sich in der Umformung geübt. Doch der Geist - der Geist behielt noch immer sein Geheimnis. Er kannte das Bildniss das einem jeden Elfen mit auf dem Weg gegeben wird, eher er in den Stand der Ithron erhoben wird. Doch erklärt dies nur wenig.

Umso mehr galt seine Aufmerksamkeit den Worten Yonai's. Erklärten sie ihm doch die dritte Art der Kunst des Liedes - welche sich doch nathlos in sein Wissen einfügte. Das Lied zur Formen um den Geist zu beeinflussen war weitaus die höchste Kunst. War der Geist doch komplex und mit ihm auch sein Lied. Eine falsche Tonlage und das Ziel konnte völlig anders aussehen. Dennoch er wuerde seine Fähigkeiten üben. So wie er durch die Augen seines Seelentieres sehen konnte - so wuerde er ueben auch durch andere Augen zu sehen. Er nickt bestätigend zu sich selbst. Die Magie des Geistes war der erste Schritt.

Langsam schweiften seine Gedanken wieder zu den Runen. Lange hatte er vor dem kleinen Zettel gesessen den ihm Lamentinu gegeben hatte. Jedes Zeichen hatte er sich genau angesehen. Hatte nocheinmal in den alten Schriften nachgeschlagen. Nach Bedeutungen gesucht und diese sorgfälltig zusammengetragen. Es war klar - der Dolch war gefährlich. Er war geschaffen um die Menschen von ihrem rechten Weg abzubringen. Soviel liess sich aus den Schilderungen von Raphael und Jagotin schlussfolgern. Aber er wollte mehr wissen. Er wollte verstehen wie er erschaffen wurde.

Lange schon war die Bibliothek leer, der Mond warf sachte simmernd sein Licht hinein. Ruhe war in das weiße Tal eingekehrt. Isdaniel erhob sich, blickte nocheinmal auf sein Buch mit den Notizen, schlug es dann zu und erhob sich. Der Dolch hatte ihn fasziniert.

Verfasst: Donnerstag 5. Oktober 2006, 21:28
von Isdaniel Nifar
Still und schweigsam sass Isdaniel wieder vor seinem Buch. Mit einer Feder tippte er nachdenklich auf einer noch leeren Seite umher. Noch immer waren seine Gedanken bei den beiden Kristallen, welche Aethain ihnen vor dem letzten Sonnenuntergang vorgestellt hatten.

Ja der Schritt war gut - er traf viel Skepsis - aber für ihn war der Schritt nicht ausreichend. Es bedürfte mehr um seinem Verständnis der Rolle seines Volkes gerecht zu werden. So war dieser Schritt unnütz. Nur ein Ort an dem auch einem Edain die Augen und Ohren geöffnet werden könnten, nur ein solcher Ort würde Sinn machen. Einen Ort konnte er nicht erschaffen - aber vielleicht einen Gegenstand - wie der Dolch den er nun so gut man ihn anhand von Beschreibungen studieren konnte, studiert hat.

Je mehr ihm Yonai von der Kunst des Liedes berichte, umso umfassender wurde Isdaniel bewusst, welche Leistung ein solcher Gegenstand bedurfte. Viele Wege erschienem ihm möglich - jeder mit seinen eigenen Stärken und Schwächen. Zunächst dachte er daran ein Ohr zu formen, welches das Lied auch für jene Erklingen laesst - die sich dessen nicht bewusst sind. Aber würden sie sich die Zeit nehmen und zu hören? Nein er bezweifelte dies. So musste man einen subtileren Weg finden. Aber Moral war eine Grenze. Der Dolch in seiner Art überschritt diese unsichtbare Wand. Geschaffen von Edain - welche sich dieser Grenzen nicht bewusst sind. Sein Gegenstand müßte diese Grenzen waren. Doch da seine erste Variante kein Erfolg verspricht müßte es die Kunst des Mentalen sein.
Mit ihr standen alle Wege offen, doch bedürfte es einen Zuganges. Ein zweiter Ast müßte eingefuegt werden und schon wuchs das Bauwerk - ohne das er bereits den eigentlichen Sinn festgelegt hatte.

Sachte blickte er von seinem Buch auf und lies seinen Blick durch die leeren Hallen der Bibliothek schweifen. Das Geheimnis des Dolches lag vor ihm. Es war eine Vermutung, ohne das Orginal in den Haenden gehalten zu haben - konnte es nicht mehr als jenes sein. Der Dolch war zweifelsohne kompliziert und doch einfach in der Art wie er das Lied formte. Vermutlich war er nicht mehr als eine Stimme, verbunden mit einem Teil des Geistes von jenem der ihn erschuf. So erzaehlte er dem Besitzer von seiner Sicht, ohne zu Sprechen - direkt als Gedanke. Die Kunst des Geistes steckte in diesem Dolch - die Festung eines jeden Lebens. Er würde sie studieren...