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Lazarett

Verfasst: Donnerstag 3. März 2011, 19:32
von Saphira Vegavril
Die Rüstung festgeschnallt, den Schwertgurt festgezurrt und das Barett fein säuberlich auf den Kopf gezogen. Sie tritt aus dem Lazarett auf die Straße, ihr Blick schweift umher und sie nimmt ihre Umgebung wahr, bevor sie sich in Bewegung setzt. Endlich wieder einsatzbereit, nach dem was sie erlebt hatte...

2 Monde ist es her, seit sie von den Wesen, die aus dem Meer geflohen, durch Adoran streunten, schwer verletzt wurde. Eines dieser Bestien hatte sich mit seinen Tentakeln stark an ihrem Bein festgeklammert und ihren Panzer zerquetscht als wäre er eine Eierschale. Die stacheligen Giftnadeln hatten sich tief in ihr Bein gebohrt und dort ihr beinahe tödliches Gift in ihren Körper gepumpt. Bevor sie in Ohnmacht zusammenbrach, hatte sie dieses Ungetüm für seine Tat mit einem hohen Blutzoll bezahlen lassen. Wie Feuer brannte das Gift in ihren Venen, doch noch weitaus schlimmer war die Untätigkeit zu der sie im Lazarett verdammt war. Wie ein halbes Leben kam es ihr vor. Hilflos, festgenagelt auf einer Pritsche, neben all den anderen Opfern dieser Angriffe. Immerwieder warf sie sich vor, das sie sich so achtlos hat verletzten lassen. Sie hatte eine Aufgabe... Die Aufgabe die Bewohner der Stadt zu schützen und alles was sie tat, war sich auszuruhen, während täglich neue Verletzte ins Lazarett kamen. Sie war rasend vor Wut über ihre Unfähigkeit zu helfen, ihren Eid nicht erfüllen zu können. Nur selten wurden Informationen an sie herangetragen und die Lage außerhalb der Gemäuer des Lazaretts war ihr nahezu unbekannt. So konzentrierte sie sich darauf in stiller Zwiesprache mit Temora um ihre baldige Genesung zu bitten um erneut für die Bewohner Adorans und die Krone in den Kampf wider aller Feinde der Ordnung ziehen zu können.

Noch immer schmerzte die Wunde sehr und das Bein war noch immer entzündet, doch als die Kunde einer neuen Bedrohung vor den Toren der Stadt an ihr Ohr drang, musste sie ihr Gefängnis einfach verlassen, auch wenn die Heiler das nicht guthießen. Sie würde zwar keine neue Infektion mehr erwarten müssen, doch wohl noch über einen längeren Zeitraum einiges an Schmerzen, wenn sie ihr Bein nicht ruhig hielt. Die Zeit der Untätigkeit war endlich vorüber und sie schwor sich selbst und Temora, niemals wieder so unachtsam zu sein und untätig auf einer Pritsche dahinvegitieren zu müssen, während ihre Kameraden im Kampfe sind.