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Beben...

Verfasst: Samstag 19. Februar 2011, 01:50
von Neroith
Einmal mehr erzitterte die Welt und Grollen entließ sich in die abendliche
Stille. Doch dieses Mal war anders. Kein Vulkan der sich aus seinem
Gebirgsbette erhob und Flammen spuckend seinen Platz einforderte. Nicht
auf den ersten Blick. Später dann verdunkelten schwärme von Raben den
Blick auf die Sternen besetzte Decke der Nacht. Neroith spürte eine
ungewohnte Kraft in seinen langsam älterwerdenden Händen. Ein Quell von
Energie trieb seinen Körper an und verbann die langsam eintretende
Müdigkeit. Sollte dies das Zeichen sein auf das er schon so lange gewartet
hatte? Würde es nun endlich beginnen? Fest entschlossen ballte er seine
Faust. Konnte es wirklich sein? Und dann sprudelte es aus ihm hinaus:

,,Kra'thor kehrt zurück. Und die Seelen der Lebenden werden nun auch
ihre Erlösung finden''


[img]http://view.stern.de/de/picture/1300335/Kirche-Fotomontage-Rabe-Grusel-Nacht-des-Raben-510x510.jpg[/img]

Verfasst: Samstag 19. Februar 2011, 10:41
von Drakhon Sokarth
Die Welt der Sterblichen schüttelt sich, wie der von heftigem Fieber geplagte Leib eines Kranken. Welle um Welle schwappten die dunklen Energien über den Schleier, der die Welten von einander trennt. Und in ihnen Getragen das Unheil verkündende, ungeduldige Lachen einer Macht, welche sich in ihrem Exil windet und aufbäumt.
Jedes seiner Kinder konnte es spüren, und selbst die niedersten, einfachsten Geschöpfe Eluives hielten einen Augenblick in totengleicher Starre inne. Er selbst war es, der an den Grundfesten der Realität zerrte, er musste es sein, und seine Macht in ungeahnter Weise der Welt offenbarte. Und wo allem Sterblichen der Atem stockt, jauchzen seine Kinder vor Entzückung und huldigen seinem Namen und seinem unstillbaren Hunger.
Am Fernen Horizont durchbrechen die ersten müden Sonnenstrahlen die Dunkelheit der Nacht, als der Rabendiener noch immer vor den unwirklichen Flammen des Altars kniet und seinen Kopf andächtig hebt.
“Denn die Zeichen sind unverkennbar, öffnet die Augen, seht….und verzweifelt …denn der Rabenherr öffnet seine dunklen Flügel…”

Verfasst: Samstag 19. Februar 2011, 14:49
von Darna von Hohenfels
Das Licht der Hoffnung

Die Erde bebte, schlug Wellen, die Tiere schrien in Panik, selbst dieser große treue Wachhund hatte kaum mehr auf Befehle hören wollen und sie hatte ihn wie ein zu großes Bündel Welpe packen und raus bringen müssen, ihm gar die Schnauze zu halten, damit er in seiner blanken Angst nicht um sich biss.

"Eluives Zeit geht zu ende" - Worte, die Adrian einer Eingebung gleich gehört hatte, und es war nicht auseinanderzuhalten, ob es nicht die Stimme der Welt oder die böswillige Einflüsterung eines umherschleichenden Rabendieners gewesen sein mochte.
Die Erde zitterte, die Säuglinge heulten, was das Zeug her gab, und es war schwer, sich gegen das eigene lähmende Entsetzen anzustemmen. Sie sah Adrian mit Anara im Arm, Savea hatte Ilarion, und Shaya war mit Mo beschäftigt. Der tiefste Instinkt gebot Darna, sich die Kleinen zu schnappen und sie in die Sicherheit des Lichtbaumes zu bringen - wenn die Welt zusammenstürzte, dann dort zuletzt.
Zuletzt... war es die Zeit der letzten Kämpfe? Was, wenn auch das Heiligtum der Herrin in seinen Grundfesten angegriffen wurde, im Zentrum des Sturms stand? "Du trügest sie in euren gemeinsamen Tod, weder würden sie da überleben, noch könntest du mit ihnen bei dir kämpfen."
Eine winzige Liste an Prioritäten begann in ihrem Geist durchzurattern.
Erst die Göttin.
Dann alles andere. ... ein leiser Stich im Herz ...
"und wenn es die Kinder und Adrian sind."
Sie drückte Shaya den Hund entgegen.
"Ich muss zum Kloster. Und wenn ihr irgend könnt, kommt ihr nach!"

"Sie werden nicht nach kommen. Das ist viel zu gefährlich", dachte sie, nachdem sie mit Björns Hilfe mit Müh und Not über die fast gefluteten Brücken der Stadt noch rüber kam. Im Waldstück knackten die Bäume, doch vor oder gar im Kloster tobte keine Schlacht, ein erstes Glück. Ein kurzer Dank zu dem tiefländischen Hünen, und sie stürzte hinein, auf den Baum zu, gegen den Wunsch ankämpfend, sofort umzukehren und die Kinder hier her zu holen. Sie musste wissen, wie es um den Baum stand.
Still. Es war hier zu... normal? Keiner sonst war da. Das war absurd. Um sie herum ging die Welt unter, und wenn sie den anderen in Adoran jetzt noch helfen wollte, musste sie es von hier tun!

Sie fiel auf beide Knie und zwang sich zur Ruhe, indem sie ihre Verbindung zur Göttin suchte, sich regelrecht auf diese stürzte. Eluive. Es ging um Eluive. Sie war es, die Kraft brauchte. Temora musste ihr helfen, dann würde ihnen allen geholfen sein.

"Die Himmel rühmen der Ewigen Ehre,
ihr Schall pflanzt ihren Namen fort.
Sie rühmet der Erdkreis, sie preisen die Meere;
vernimm, o Mensch, ihr göttlich Wort!

Wer schuf der Himmel unzählbare Sterne?
Wer steigt als Sonn' aus ihrem Zelt?
Sie kommt und leuchtet und lacht uns von ferne
und läuft den Weg, gleich als ein Held."


Die Ruhe begann zu greifen, und begleitend zu den Worten, die den Platz am Baum des Lichtes füllten, hallten Sveas Worte durch ihre Erinnerung:
"Es ist nicht an uns, den Göttern zu helfen, sondern sie sind es, in die wir vertrauen."
Ja. Sie, Darna, konnte Eluive nicht helfen und Temora nicht sagen, was sie zu tun hatte. Dies wäre Illusion, Anmaßung, und das Vertrauen, dass Eluive alle Kraft der Welt hatte, weil sie die Welt war, hatte tiefe Wurzeln, die sich wie nach einem Regen neu stärkten. Gleichzeitig wusste sie um die kleinen Momente, in denen es doch in der Hand von Sterblichen lag, dass sie den Göttern helfen mussten, dass es kein einseitiges Nehmen und Geben war... Gelmir Ancalime.
Mit volltönender Stimme rezitierte sie voller Inbrunst die Hymne zu Ehren Eluives und legte in ihr Gebet den Wunsch, dass die Stunden, in denen es einen wie Gelmir brauchen mochte, noch fern waren. Wie beschwörend breiteten sich instinktiv ihre Arme dabei aus.

"Vernimm's und siehe die Wunder der Werke,
die die Natur dir aufgestellt!
Verkündigt Weisheit und Milde und Stärke
dir nicht die Mutter, die Mutter der Welt?

Kannst du der Wesen unzählbare Heere,
den kleinsten Staub fühllos beschaun?
Durch wen ist alles? O gib ihr die Ehre!
'Mir', singet Eluive, 'Kind, sollst du vertraun.


Totenstille schien sich über das Land zu senken, ohne dass irgend jemand geglaubt hätte, dass es vorbei sein mochte.

Mein ist die Kraft, mein Himmel und Erde;
an meinen Werken kennst du mich.
Ich bin's und werde sein, die ich sein werde,
des Weltenlieds Schafferin ewiglich.

Ich bin die Schöpfung, bin Weisheit und Güte,
die Göttin des Lebens, und somit dein Heil;
ich bin's! Mich liebe von ganzem Gemüte
und nimm an meiner Gnade teil!"

(# frei nach: "Die Ehre Gottes aus der Natur" von Christian Fürchtegott Gellert)

Sobald die Verse zu ihrem Ende kamen, hob sie wieder von neuem beginnend an. Als etwas vor ihr leise knirschte, hob sie den Blick, um zu dem heiligen Symbol vor sich zu sehen. Die Wurzeln des Baumes begannen, sich zu regen und es war zu sehen, zu spüren, wie sie sich tiefer gruben. Ein leichtes Grollen war zu hören, ehe der Baum regelrecht aufblühte und stärker zu leuchten begann. Tiefer und tiefer drangen die Wurzeln im Gleichklang zum Gebet in die Erde vor. Sie sog selber dieses Licht und dieses Gefühl von Kraft in sich auf, richtete jeden Fitzel ihrer Wahrnehmung auf die göttliche Präsenz vor sich.
Wie eine liebliche Melodie drang eine Stimme an ihr Ohr, weiblich, voll süßem Klang - sie hätte gerade nicht einmal gewusst, ob dies Eluives oder Temoras Macht zuzuschreiben war, es war im Moment auch egal.
"Beschütze die Deinen - Spende ihnen Kraft und Mut.
Nun gilt es, das Licht und die Hoffnung in der Welt zu bewahren."

"Wie du befiehlst..", war alles, was sie erwiderte, bevor sie sich mit tiefer Verneigung erhob und die vertrauten Verse von "Es mag sein" anstimmend und die Rüstung erbittend zurück zum Klostertor schritt.

Sie kam nicht weit. Sobald sich die schweren Metallflügel des Tores öffneten, hielt draußen ein Pferd in der Bewegung inne, das dem Reich der Lebenden noch weniger angehörte als der Reiter, der darauf saß und es zum Stehen brachte.
"Die Deinen..."? Würden gleich Adrian und die anderen kommen und vor diesem Rabendiener geschützt werden müssen? Waren "die Ihren" nicht auch die unbewehrte Fräulein Karawyn und die fremde Frau, die unvermutet mit in die Szenerie gezogen wurden?
Der Kra'thorpaktierer wirkte geradezu euphorisch, und man konnte sich gut vorstellen, warum, waährend die Erde unter ihnen wieder regelrecht Wellen warf und auseinanderzubrechen schien. Darnas Worte, die von Hoffnung, Licht und Kra'thors nahem Tod kündeten, mochten dagegen regelrecht absurd wirken.
"Spürst du..seine Kraft...", bebte des Rabendieners Stimme vor Wonne.
"Ja...", erwiderte sie bedächtig und ernst, "Spürst du auch die zweite?"
"Neben ihm ist nichts... selbst die Grundfesten der Welt selbst erbeben in Ehrfurcht!"
"Und während alles unterzugehen fürchtet... ist es Hoffnung, die wächst - und damit Temoras ureigenste Macht. Der Rabe beschwört seinen eigenen Untergang herauf, Paktierer. Hast du im Geschichtsunterricht geschlafen?"

Und geschrieben steht:
"Von nun an seist du der Seelenhüter, doch hole sie nicht vor ihrer Zeit. Solltest du dagegen verstoßen, wird es keine Alternative zu deinem eigenen Tod geben. Entsage deinem Beschwörer und gelobe deine Treue, oder geh hinab zu Eluive und verbrenne in ihrem ewigen Feuer."


Er verstand nicht. Konnte nicht verstehen. Er hatte nicht gesehen, was sie sah, weder das Licht und die Wurzeln des Baumes, noch die urgewaltige Hitze in den Tiefen von Cirmias' Tempel in Nilzadan, die Glut, das Erdenfeuer...

Verfasst: Samstag 19. Februar 2011, 18:55
von Rafael von Arganta
Der Abend begann ruhig, zu ruhig... irgendwie war ihm diese Arbeit gerade zu wider, doch Schriftstück um Schriftstück sah er durch, machte sich Notizen und zeichnete sie ab oder leget sie auf einen anderen Stapel.
Berchgard lag im tiefem Schlaf.
Nur in wenigen Fenstern brannte noch Licht, dennoch waren wohl noch Menschen unterwegs, die ein Gespräch suchten, so bekam er an jenem Abend noch drei mal Besuch, doch es wurde ruhiger, nur die Katze die an seiner Seite saß lenkte ihn von der Arbeit ab.

Als das Beben begann dachte er noch an einen Zufall, scheuchte die Katze hoch und drängte selber mit seinem Besuch hinaus.
Frau Kronos zog es es eilig heim und die Katze ... die Katze wandelte sich zu Lilian die junge Magiern und Rafael hätte nicht gewusst was er ihr alles an den Kopf geworfen hätte, würde das Beben nicht mehr und mehr an Präsenz gewinnen.

Die Tiere schrieen volle Angst auf, Menschen rannten voller Panik auf die Strassen und das Meer schlug immer mehr über die Ufer.
Rafael bat Lilian die Pferde von den Pfosten zu lösen dann wies er die anwesenden Gardisten an die Menschen hoch in die Oberstadt zu führen, um vor herannahenden Wassermassen geschützt zu werden.
Dann begab er sich selber hinauf, die Situation unten am Hafen weiter im Auge behaltend.
Doch seine Gedanken waren auch bei Rahel und Rhys, und er hoffte das sie in Sicherheit waren.

Das Meer tobte, kochte, überflutete das Land und mehr und mehr wünschte Rafael er hätte sich nicht über diesen Langweiligen Abend geärgert. Die Menschen jedenfalls in Berchgard waren in Sicherheit. Die meisten Häuser hielten Stand, einige Dachziegel waren hinab gestürzt, einiges an Invneta sicherlich zerbrochen, aber was war dies Alles gegen das Leben von Menschen.
Doch eines war sich Rafael gewiss ... Dies war kein normales Beben.
Mochte Temora und Eluive mit ihnen sein.

Verfasst: Samstag 19. Februar 2011, 19:37
von Lilian Weilnau
Sicher wäre da Arbeit gewesen, der sie sich hätte widmen können. Aber auch sie, musste einmal raus, etwas anderes als die Bücher sehen.

In den Straßen war es ruhig und so entschloss sie sich zu einem Spaziergang durch Berchgard. Von der Ferne entdeckte sie den Grafen, mit einem nachdenklichen Gesichtsausdruck, auf dem Weg zum Rathaus. Mit einem Lächeln auf den Lippen erinnerte sie sich an eine Schale Milch, einen warmen Platz vor dem Kamin. Lange ist es her, dass sie ihm einen kleinen Besuch abgestattet hatte.

So schweifte der Blick der bernsteinbraunen Augen zunächst aufmerksam über die Umgebung. Als sie sich sicher war nicht beobachtet zu werden, erfolgte ein geschickter Eingriff in das Lied. Kurz darauf sah man eine kleine Katze langsam in Richtung des Rathauses streunen. Ihr Fell glänzend weiß, die Augen in einem ungewöhnlichen Braunton.

Vor der Tür des Gebäudes hielt das Tier inne. Durch Maunzen und dem Kratzen der Krallen an der Tür machte sie auf sich aufmerksam. Schon kurze Zeit später wurde ihr die Tür geöffnet und sie schlüpfte zufrieden in den warmen Raum. Schnell wurde der rotgepolsterte Sessel angesteuert, mit einem Satz hatte sie ihr Ziel erreicht und rollte sich darauf zusammen.

Der Graf offensichtlich darüber verärgert, dass sie ausgerechnet den Platz wählte, kehrte kurz darauf mit einem Schälchen Milch bewaffnet zurück. Den warmen Platz aufgeben?

Er soll seinen Sieg haben.
Flink saß sie vor dem Schüsselchen, der Graf wirkte äußert zufrieden und nahm seinen umkämpften Platz ein. Lange sollte es nicht der Seine bleiben… Doch ihren Sieg konnte sie nur kurz genießen, schon klopfte es wieder an der Tür. Ruhig beobachtete sie das Treiben, als auf einmal die Erde zu beben begann.

Als erneut ein Beben die Erde durchschüttelte, dachte sie nicht lange nach und gab ihre Tarnung auf. Sie würde den Gesichtsausdruck des Grafen so schnell nicht vergessen, kurzzeitig war sie sogar für die erneute Ablenkung durch die Tiere dankbar. Eilig kam sie seiner Anweisung nach und entließ die Pferde in ihre Freiheit.

Dann folgte sie den Anderen in die Oberstadt. Dort angekommen, musste sie ihm ein Versprechen geben. Bei der derzeitigen Lage erschien es ihr als das kleinste Übel.

Erst war sie erleichtert, als es ein Ende nahm, dann fiel ihr Blick auf die Schwärme von Raben und die Erleichterung war wie weggeblasen.

Der erste Weg am nächsten Tag führte sie nach einer kurzen Inspektion der Schäden der Nacht in die freie Bibliothek zu Gerimor….

Verfasst: Samstag 19. Februar 2011, 21:29
von Serad Mordaran
Von Raben und einem genervten Giftmeister

Fluchend stolperte er dunkel gewandet und vermummt durch die Strassen und Gassen rahals. Überall krächzte und flatterte es in jeder Ecke und der Himmel war voll von den Viechern. Hier und da blieb er empört stehen und wischte wie ein Derwisch fluchend ein Häufchen Vogelmist von seinen Stiefeln nur um kurz danach erneut endweder von oben beschossen zu werden oder irgendwo reinzutreten.

"Elende Drecksviecher na warte wenn ich in meinem Labor bin"

Wetterte die Gestallt lauthals und bahnte sich einen Weg zu seinem Haus.. Eine Strasse vor seiner Ankunft trank er die verschleiernde Substanz und huschte in den Hauseingang wo er schnaufend und fluchend die Robe voller Vogelmist abwarf und sich zu aller erst ausgiebig ein Bad gönnte. Geniessen konnte er es allerdings nicht da ihm das Flattern und Krächzen vor seinen Fenstern auf die Nerven ging. So war er recht flux neu eingekleidet in sein Labor geeilt und hatte ausgiebig die Schriften und Rezepturen durchforstet. Mehr als 70 Tiegelchen und Fläschchen standen bereit und er vermengte aus den Giftsubstanzen sorgsam und mit der Kunst eines Giftmeisters ein klebriges Sekret zusammen. Dabei hallte an den von Kerzen und Glut beschienenen Wänden seine Stimme wieder wärend er laut die Rezeptur durchging.

"Gift der Wüsteneidechse.. drei Tropfen.. Sumpfschlangengift 1nen Löffel.. zerriebene Blaukoralle 4 Gramm.. na ich nehm besser 4 und ein halbes.. Drachenblut.. ah ja und natürlich Obzidianstaub und Feilchensekret.."

Nach und nach mischte er das Gift an und viel mehr noch wurde darin verarbeitet.. danach behandelte er frische Köder damit.. Ratten und Katzenleichen. Frische Kadaver die alsbald die Raben zum Festmale locken würden. Waren es doch Assfresser so wolte er ihnen zu gerne geben was sie begehrten. Frische Kadaver deren lockender Duft das Gift nicht verändern würde... Nur das jene schmackhaften Köder ihnen nach geraumer Zeit arges Unbehagen bereiten würden! Das Klebrige Gemisch war Tückisch! Es wirkte nicht sofort sondern mit einer reichlichen Verzögerung einigen Stunden wenn der Körper der Raben mit Verdauen beschäftigt war. Dann würde es rasend schnell gehen.. Sie lähmen und ihre Athmung blockieren so das sie binnen kürzester Zeit erstickten ohne äusserliche Veränderung oder Krämpfe. Auf keinen Fall durfte es zu schnell wirken und die Hungrigen Assviecher warnen. Sie sollten ihr Festmale geniessen und darin schwelgen ein letztes mal.

"Mir die Stiefel und Robe vollscheissen! Na Wartet ihr Nervigen Flatterviecher wenn ich mit euch fertig bin"

Wetterte er eifrig wärend er die Köder mit dem Gift präperrierte und in die Beutel verstaute. Bald schon huschte er durch die Strassen Rahals und plazierte gut getarnt durch Alchemie die Köder an günstigen Stellen. Dabei ging er äusserst behutsam um damit ihn die Wachen nicht beim "füttern" der Raben beobachteten. Nicht das die Obrigkeit noch ihn als Übeltäter bezeichnete der die Viecher angelockt hatte! Er war schon sehr gespannt auf das Ergebniss in einigen Stunden!

Verfasst: Samstag 19. Februar 2011, 22:24
von Lu'araiel
In dieser Nacht war es nicht nur der Dunst des ewigen Nebels der aus dem Nuya'tan hinaufstieg und die Wipfel der Bäume in ein sich ständig wandelndes Zwielicht tauchte, nicht nur das leise Zwitschern der Vögel das in der Tiefe des Waldes rasch erstickte, nicht nur das leise Plätschern der Ered Luin-Fälle das sich in die Tiefe ergoß.
Aller Orts war das Schreien der Raben zu hören das Flattern von Flügeln und im Lied war eine ungewöhnliche Klangfarbe... eine sonst ach so heimliche und seltene. Zu oft gehört zu oft zum verstummen gebracht und doch stets wieder da. Aber das er es wagte seine Diener nun schon durch den Nebel zu schicken in die ihre Gärten und verborgene Heimstätte der Liedgeborenen, das war zuviel. Auch für die Geduld eines Schlaf suchenden Waldelfen.
Weit über dem Tal, dem geheimen Pfad folgend schritt der alte Elf immer tiefer in das Gebirge hinein das Ered Luin von je her schützte und als er den Ort erreichte den er hatte aufsuchen vollen breitete sich ein zufriedenes Lächeln auf seinen Zügen aus, als er sah wie sich der Himmel über ihm zu zog.
Der Wind nahm zu und zerrte an den weiten Gewändern die sich um seinen schlanken Körper wickelten. Sie machte es ihm einfacher...



"Du hast keine Macht hier!"
"Solange es uns gibt wirst du niemals Fuß fassen in unserenen Hainen..."
"Möge unsere Existenz dir spotten..."


Die Arme vom Körper weg hebend, stand er da. Hoch über dem Tal wurden die Winde stärker und stärker während er sie immer weiter anfachte, sammelten sich bereits die ersten Strömungen um seine Gliedmaßen und immer mehr wurde sein Klang von einem zerstörerischen Tosen von Wind und Sturm umgeben. Zuerst verloren seine Hacken den Kontakt zum Boden und nach und nach auch der Rest des Fußes, schließlich war da fast nurnoch die zerstörerische Kraft des Windes und die Wolken begannen zu rumoren. Von dem Wirken angefacht fachte sich die Natur selbst immer mehr an und das erste Knistern durchfuhr die Luft. Immer mehr gleißend helle Bögen aus knisternder Energie spannten sich zwischen den Wolken und grollten düster nach.

Er musste sie nicht sehen....
nicht ihre Schreie hören....
nicht ihr Flattern vernehmen...
Die Blitze fanden sie... egal wo sie sich versteckten...
Und wer in dieser Nacht seinen Blick gen Norden heben würde...
könnte es im Dunst des Waldes blitzen sehen...

Und der Wind jault laut um die Gipfel Ered Luin's und wer ihm lauscht wird hören....
"Duhhhhhh hassssssssssssssst hihhehhhr khheihhnhhe Maaaaaaaahhchhhhht"

Verfasst: Samstag 19. Februar 2011, 23:28
von Cara DelMur
Der Baum fiel krachend um, doch der Aufschlag ging unter im ohnehin lautstarken Getöse. Die Erde bebte und bäumte sich mit tiefen Rissen auf, erfolglos gegen die Macht die sich ihren Weg bahnte. Caras Hand verkrampfte sich fest um die Hand ihrer Schwester. Hier waren sie sicher, sicher vor dem Sturm der um sie herum tobte, jedoch nicht sicher vor dem Sturm in ihrem Innersten. Die verängstigten Schreie der Tiere um sie herum drangen an ihre Ohren, Bilder von einstürzenden Häusern und um Hilfe rufende Verletzte beschwor ihre Fantasie herauf. Und dann war da noch... dieses Grauen.... es schnürte ihr die Luft ab und plötzlich... Stille. Ihr Herzschlag hämmerte laut und viel zu schnell gegen ihre Brust. Die Angst hatte sie einen Moment fest in ihrem Griff. Angst um die Welt, wie sie sie kannte. Angst vor dem was kommen würde. Todesangst. Doch da... im hintersten Winkeln ihres Seins... war noch ein kleiner Funke... ein Funke Vertrauen und Zuversicht, der sie Mut und Hoffnung schöpfen liess. Doch es war noch nicht das Ende. Das Beben setzte zu seinem vollen Ausmass an, erhob sich zu brüllendem Donner, Vögel fielen vom Himmel und verfingen sich in den Ästen des Waldes. Sie sah ein Eichhörnchen, erstarrt auf seinem Rücken liegen, dass Weisse in den Augen sichtbar. Irgendwann war es schliesslich vorbei... das Eichhörnchen war verschwunden..... ein merkwürdiges Geräusch, den Blick nach oben wendend.... Flügelschlagen.... der Himmel schwarz übersäht von dunklen Raben. In den Gesichtern der Schwestern spiegelten sich offen ihre Gedanken wieder. Und alsbald machte sich eine jede von ihnen auf den Weg. Und Caras Weg führte zunächst nach Düstersee, um den Verletzten dort zu helfen.

Verfasst: Samstag 19. Februar 2011, 23:52
von Kelzon Tinen
Staub rieselte von der Decke und die alte Gruft ächzte gequält unter dem erzittern der Erde. Ein fluchen Drang aus den Kammern Kelzons, sein Tintenfass war umgefallen und hatte seine Schriften in ein Tintenmeer verwandelt. "Ruhe da oben ihr nutzlosen Zombies" brüllte er gen Oberfläche, als ihn plötzlich eine ihm wohl bekannte Präzens durchfuhr, doch diesmal so stark, so als wäre sie in greifbarer Nähe. Es war etwas im Umbruch, das spürte der Diener Krathors an seinem eigenen Leib, was es war, wusste er nicht, doch er würde es heraus finden und alles dafür tun seinem Herren dienlich zu sein.

Verfasst: Sonntag 20. Februar 2011, 11:59
von Aliyahna
Früh morgens als in Rahal noch so gut wie jeder schlief, schritt Aliyahna zielstrebig durch die Gassen Rahals. Die Stirn nachdenklich in Falten gelegt schlug sie den Weg in Richtung Kommandantur ein. Die Hauptfrau hatte sich rar gemacht und Gardisten warteten erfolglos auf Anweisungen. Zumindest die Anweisung die toten Rabenkadaver aus der Stadt zu schaffen udn zu verbrennen, konnte Aliyahna ihnen geben. Trotzdem bereits die Sonne aufgegangen war, sah man doch nichts als dunkle Flecken am Himmel. Scharen von Raben die den Himmel verdunkelten. Ihr lautes Gekreische und Gekrächze zerrte an den Nerven.
Der Boden war übersäht von Ratten- und Rabenkadavern. Elendig dahin gesiecht von dem Gift, das man in die Rattenkadaver getan hatte. Wer dies vollbrachte war ungewiss und auch wenn das Gift den Tod eines jeden Rabens besiegelte, der davon fraß, war es doch nur wie ein kleiner Tropfen auf dem heißen Stein. Es schien als ob der Nachschub an Raben unerschöpflich war.
Nun musste man also den Himmel, als auch den Boden im Auge behalten. Wie schon der Informant zum gestrigen Tage berichtet hatte, wurden die Vögel immer angriffslustiger. Vermutlich vom Hunger geplagt flogen sie vom Himmel herab um mit ihren Schnäbeln nach allem zu hacken, was nach Essbarem aussah. Dabei kam es zu heftigem Gezanke und Streit innerhalb der Vogelbrut.
Der Himmel grollte bedrohlich, als Aliyahna durch die Gassen schritt. In ihre eine aufgestaute Wut, die sie nicht einmal näher beschreiben konnte. Die Raben gingen allmählich auf die Substanz. Würde Krathor sich wirklich erdreisten wollen und einen Weg auf die Irdische suchen um alles Leben in dieser Welt zu vernichten? Zumindest seine Diener waren offenbar davon überzeugt und scheuten sich nicht davor, es in die Welt hinaus zu schreien. Aber wie sollte ein Dämon mächtiger sein können, als alle Götter zusammen?
Aliyahna war sich unsicher, ob ihr Informant die richtige Vermutung hatte. Sicher, es sprachen viele Zeichen dafür und auch die Berichte des Vicarius wiesen darauf hin, dass Krathor die Macht ergreifen wolle.
Doch würde Alatar dies jemals zulassen? Würde er zulassen, dass seine treuen Diener vernichtet und ihre Seelen von Krathor gefressen werden würden? Unmöglich.
Der Eine war ein Gott, Krathor nur ein Dämon. Aber ein mächtiger, gegen den die Templerschaft kaum etwas ausrichten konnte, solange der Eine ihnen nicht beistand. Würde er ein Zeichen senden? Oder sich selbst um die Angelegenheit kümmern? Oder war es eine Prüfung des All-Einen? Wollte er die Schwachen von den Starken aussieben und ein neues, besseres Reich gründen?
Die Ungewissheit hatte eine Sorgenfalte in Aliyahnas Stirn hinterlassen. Und während sie gen Kommandantur schritt, grollte und blitzte es bedrohlich am Himmel. Hinter der Tetrachin regnete es tote Raben, als eine Flut von Blitzen den Himmel durchzuckte..

Verfasst: Sonntag 20. Februar 2011, 13:07
von Drakhon Sokarth
Zahllos verdunkeln seine Kinder selbst die hoffnungspendenden, wärmenden Strahlen der Sonne und tauchen die Welt in ein trübsinniges Zwielicht. Sie bereiteten die Welt auf etwas vor, was es war lag noch verborgen hinter dem Schleier der Zukunft doch es sollte gewaltig werden, das konnten sie alle spüren.
Als einer von vielen glitt der Rabendiener mit schweren Flügelschlägen durch den Himmel und besah sich die Welt unter sich. Der Einfluss seines Herren war gewaltig, überall war er zu spüren. Ob gut, ob böse was zählten diese Worte im Angesichts seines Hungers, sie waren klanglos und leer. Jeder Mensch ein Gefäß, indem sich verbarg wonach es ihn verzehrte.
Es wirkte fast, als sandte er selbst seine gefiederten Diener um alle Hoffnung, allen Trost unter einem schweren Teppich aus schwarzen Federn zu ersticken. Und die Reaktionen waren so verschiedenen wie die Menschen, welche diese Welt bevölkerten.
Schimmerte in den Augen der Einen der blanke Trotz, der brennende Wunsch sich an dieses Leben zu klammern, genährt vom glühenden Licht Temoras sahen die anderen darin eine Prüfung ihres gnadenlosen dunklen Herren. Ein zermürbender Zustand, in dem sich die Welt befand und wie lange würde er halten.
Überall vielen die gefiederten Kreaturen dem Zorn der von wachsender Verzweiflung gepackten Bevölkerung zum Opfer, säumten mancherorts gleich einem gefiedertem Teppich die Straßen mit ihren erschlagenen Leibern. Doch brachten sie im Leben das Geschenk der Verzweiflung, bargen auch ihre toten Körper ein vielleicht bei weitem gefährlicheres Präsent für die Welt, war doch jeder tote Körper ein schwelender Herd von Infektionen und Parasiten.
Sein erstes Aufbäumen hatte die Welt erschüttert, und so wartet sie nun angespannt auf den zweiten Akt.
War dies der Moment, wo sich seine verstreuten Diener sammeln würden, wo die einsamen Seelenjäger die in seinem Namen jeden Winkel der Welt durchstreiften zusammenfanden und sich geschlossen in seinem Namen erheben würden, vielleicht…