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Noemi Sylva

Verfasst: Mittwoch 15. Dezember 2010, 18:03
von Noemi Sylva
Noemi Sylva,
die geschichte einer jungen Dame, die die Freiheit suchte...


Blitz erhellten den so frühen Abend und das laute grollen des Donners ließ alle im Haus erzittern. Es war einer dieser
Nächte, wo die Menschheit für all ihre Misstaten bestraft wurden. Diesmal schien es so, als ob die Götter ein letztes
Zeichen setzen wollten.Riesen Regentropfen knallten förmlich gegen die so alten und brüchigen Scheiben.
Laut hörte man im Hintergrund wie jemand sagte, das es ein Mädchen sei. Ein alter Mann nickte nur und schien nicht begeistert
davon, lieber hätte er sich einen stattlichen jungen Burschen gewuenscht. Es war also ein Mädchen in dieser so grausigen
Nacht geboren. Ein wohl recht hübsches Mädchen mit blonden Haar und glitzernden blauen Augen. Noemi so ist ihr Name, aufgewachsen
in einer Bäuerlichen Familie. Nicht arm war diese, aber dennoch sehr abhaengig von den Erträgen auf dem Felde. Es zogen einige Monde
in die Ferne, solangsam wuchs die kleine Dame vor sich hin. Sie half schon beim schnippeln des Gemüses und melkte die Kühe.
Sie hatte keine besonders schöne Kindheit, denn sie merkte das sie nicht erwünscht war, da sie kein Junge war. Immer wieder schlug
ihr vater sie und sagte er würde sie verkaufen, sobald sie reif genug ist für die Ehe. Oft genug ließ sie voller Angst ind en Wald oder
zu Ihrer Tante, die zwei Kinder hatte. Der eine hieß Jaron und der jüngere nannte sich Ilbert. Oft spielten alle drei im Wald verstecken
oder erforschten die Tierwelt, jene so zahlreich war.
Immer wenn Noemi zu spät nach Hause kam, wurde sie brutal mit einem alten Stock geschlagen. Oft weinte sie und oft fragte sie sich,
warum ihr Vater sie nicht lieben kann. Sie sei doch so ein braves Mädchen und dazu noch gut in der Schule.
Eines Tages fuhr einer ihrer Cousins zur See, was passierte war so schrecklich für sie. Er kam nie wieder. Oft weinte sie, denn
jener war immer besonders gut zu ihr und schützte sie oft vor ihrem Vater.
Ziemlich spät, mit ungefähr 16 Sommern bekam sie ihre erste Regelblutung. Jenes floss ihr langsam am Bein herunter und sie fing an bitterlich zu weinen.
In diesem Moment fühlte sie sich, als ob sie sterben würde. Ihr war klar, dass ihr vater sie bald verheiraten würde.
Nie durfte sie in ihrem Leben etwas entscheiden, so fasste sie allen Mut zusammen und verschwand in der Nacht in die Ferne dabei
sang sie folgende Zeilen.

Du kannst mich nicht finden, ich hab mich versteckt,
ich hab deine Augen mit Schatten bedeckt.
Du kannst mich nicht finden, du kannst mich nicht sehn.
Schließ deine Augen, zähl noch mal bis zehn.
Noch mal bis zehn.

Du hast mich bei Freunden und Feinden gesucht,
hast Dichter und Richter bestochen,
doch diese und jene war'n ratlos wie du,
nun zählst du die Tage und Wochen.

Du hast alle Hexen und Magier befragt,
sie lasen in Kugeln und Sternen,
doch falsche Propheten, die finden mich nie,
solang sie das Suchen nicht lernen.


Bibbernd lief sie die Straßen von Bajard entlang, es war so grausig kalt. Vielleicht hätte sie sich noch etwas Kleidung mitnehmen sollen,
aber sie war so froh endlich ihren Tyrannischen Vater entflohen zu sein. Voellig erfroren traf sie einen Mann, jener Pirat war.
Völlig verängstigt stand sie vor ihm, erstarrt von der Kälte, konnte sie nicht weglaufen. Junges Mädchen ihr seid ja total blass, sagte er und
lud sie in eine Schänke ein zu einer warmen und köstlichen Suppe und einen hochprozentigen Schnaps. Er meinte es würde ihr gut tun, sie würde
wieder mehr Farbe kriegen im gesicht wenn sie den trinkt. Von dem Schnaps völlig geblendet ließ sie sich als Pirat anheuern.
Am nächsten Tag mit Kopfschmerzen aufwachend, fand sie sich in einem wildfremden Bett wieder. Völlig apatisch sprang sie auf und
schaute aus dem Fenster, aber das einzige was sie sah, waren hohe Mauern und viele Soldaten die Patroulie liefen. Wo war sie nur, fragte sie sich?
Langsam und ruhig zog sie ihre Kleidung an und verließ das Haus, welches eine Herberge war. Sie lief einige Stunden durch diese Stadt
bis sie dem Mann vom vorigen Abend wieder traf. Sie ließen sich ind er Taverne nieder, diesmal aber schien sie eindeutig nobler und es war viel waermer in
dieser. Wo bin ich hier?, fragte Neomi sachte den Mann. Jener antwortete, Ihr seid in Rahal junge Dame, dabei lachte er laut und angsteinflössend.
Lange redeten beide über das Leben hoch auf See, bis ein Mann anfang zwanzig in den Raum trat. Noemi dachte sie guckt nicht richtig, jenes kann doch nicht?
Doch er war es, es war Jaron ihr tot geglaubter Cousin. Er trug seltsame Kleidung, die gleiche wie der Pirat der vor ihr saß. Das ist doch nicht
möglich. Jaron war ein Pirat und er lebte. Dies kann nur der Anfang einer Ära sein, wovor sich wohl viele fürchten...
Zwei Piraten, die das Gleiche Blut in sich tragen. Doch wird Neomi diesen Aufgaben gewachsen sein? Sie die doch so zierliche junge Dame,
welche bisher nur gelernt hat zu Kochen...

Wer saufen kann,...

Verfasst: Donnerstag 24. März 2011, 21:15
von Noemi Sylva
Wer saufen kann,...
...der kann auch Arbeiten!

Ist das dort Cabeza? fragte Noemi ihren Cousin. Noch im dichten Nebel konnte man
schon einige Berge sehen und gewiss auch die ersten Strahlen der Sonne, welche
so heiß waren wie sie sie noch nie erlebte beruehrten sehr unsanft die Haut. Immer noch
konnte die den Salz von ihrer Haut ablecken welcher sich ueber sie gelegt hat, wie der
Tau morgens auf der Wiese. Vor Noemi lag eine ungewisse Zukunft mit Säufern Mördern und
gewiss Dieben. Der Hafen den sie sah war atemberaubend schön, aber dies sollte sich schon
bald ändern. La cabeza war keine bruechige oder gar haessliche Stadt, aber dennoch
war sie dreckig und in manchen Ecken stank es so sehr nach Verwesung und Kot, dass sie
teilweise ihren Magen komplett entleerte. Die ersten Tage lebte sie bei Jacky, Jaron und
dem süßen Esteban, der immer so niedlich lachte wenn Noemi ihm an den Fuessen kitzelte.
Ihr Leben schien endlich gut zu laufen nach all den Jahren der erniedrigungen durch ihren
Vater. Tagsueber lief sie zum goldenen Strand mit die glasklaren Wasser, wo sie teilweise
tief von der Kueste wegschwomm. Sie vergaß all ihre sorgen bis sie merkte das sich nun
mehr in ihrem Leben ändern muss. Nicht fuer immer konnte Noemi im Dachgeschoss wohnen
auf Kosten ihres Cousins. Nur wie und wo sollte ihr neues leben anfangen? Zuerst fing sie an
mit den Fischern auf See zu fahren, dies erschien sich ja auch nützlich, denn so mit
Schiffen war sie noch nicht so ganz gut Freund. Diese wackelei schien ihr jedesmal auf den
Magen zu schlagen. Eine gewisse Abhaertung sollte sie schon mitbringen, um Jaron als
Bootsmann nicht komplett blamieren. Noemi liebte ihr neues Leben, aber dennoch fühlte sie sich
fremd in Cabeza. Nachts hörte sie immer wie völlig betrunkene Seemänner durch die Straßen
zogen und gröllend Lieder sungen, eines bekam sie kaum aus dem Kopf:

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~*****~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

"Dreizehn Mann saßen auf einem Sarg,
Ho! Ho! Ho! - und ein Fass voller Rum.
Sie soffen drei Tage, der Schnaps war stark,
Ho! Ho! Ho! - und ein Fass voller Rum.
Sie liebten das Meer und den Schnaps und das Gold.
Ho! Ho! Ho! - und ein Fass voller Rum.
Bis einst alle dreizehn der Teufel holt,
Ho! Ho! Ho! - und ein Fass voller Rum."


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~*****~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Genauso war es ihr unheimlich wenn sie geschrei hörte, welches sich scherzhaft anhörte.
Was genau geschah wollte sie sich garnicht erst im Kopf ausmalen, aber einfach so
konnte eben der Kopf einer 16 jaehrigen nicht abschalten. Nach einigen Wochen die vergangen waren gingen
Jaron und Noemi in die Taverne von Cabeza, wo gerade ordentlich getrunken wurde. Viele betrunkene Männer
vergnuegten sie mit Dirnen und ihren geliebten Rum. Ab und zu sah man auch mal wie ein Tisch durch
die Gegend flog. Noemi sah dem Geschehen verghügt zu und fragte sich, ob denn die Landeier jemals wieder
kommen, wenn sie einmal in dieser Taverne waren. Diese hochgestochenen Bürger, die
setzen sich doch gewiss nur auf Polstermöbel und nippen an ihrem Wein oder an einem Glas Saft.
Noemi grinste vergnügt und dieser Abend machte ihr sichtlich spaß, auch wenn ab und an Trunkenbolde kamen
und Noemi unsittliche Angebote machten. Wie gut das Jaron dabei war, denn sie war schon so zugenebelt vom Rum,
dass sie bei jedem mitgegangen wäre, weil sie gedacht hätte es wäre der Sandmann, jener sie zu Bette brachte.
Am frühen morgen wachte Noemi mit einem pochen im Kopf auf. Sobald sie sich bewegte fühlte es sich an als ob
jemand ihre Eingeweide im Bauch herausziehen würde. Zumindest stellte sie sich die Schmerzen so vor.

Aus dem Nebenraum schrie Jaron lachend: Wer Saufen kann, der kann auch Arbeiten!

Nach einigen weiteren Saufgelagen und eins zwei Rum ging Noemi auf den Wirt zu und versuchte ihm zu erklären wie
es denn wäre wenn sie eine Art Weinkeller aufmacht, fuer die feinere penibelere Gesellschaft. Natuerlich sollte
es eine Kooperation zwischen Noemi und Ambrosio sein. Jeder zahle die haelfte und das Gold wird geteilt.
Zuerst schien er nicht begeistert und lachte sie nur aus, doch nach einigen Wochen voller Überzeugungskraft und
Gebettel sagte er doch Ja, auch wenn er davon nicht sehr begeistert war.
Der Ausbau schritt schnell voran und auch die dekoration lief dementsprechend wie es sich Noemi vorstellte. Als Jaron und
Jacky die Taverne betraten, sahen sie aus als ob vor ihnen der Tod persönlich steht. Voellig baff von dem was sie sahen, kam aus beiden
nur heraus, das ist ja viel zu sauber hier. Nachdem Noemi die Reaktionen der beiden kannte wusste sie, dass die wohl dann den Geschmack
der Landeier treffen wird.

Pirat sein, ist auch nicht leicht!

Verfasst: Freitag 1. April 2011, 21:46
von Noemi Sylva
Pirat sein, ist auch nicht leicht!

Langsam schlich Noemi ueber die roten Huegel, der koernige Staub hatte ihren Koerper schon vollends benetzt.
Der schwarze Himmel schien ihr fast auf den Kopf zu fallen. In der ferne sah man nichts außer die duesterste
Dunkelheit, die sich je einer vorstellen konnte. Wo sie war wusste sie nicht.
Alles schien so Fremd und so weit. Schweißperlen tropften vom Kinn. Immer wieder streckte Noemi die Hand aus,
aber jeder Becher mit Wasser verschwand kurz vorher.
Apatisch und unter Tränen schrie sie so laut vor sich her und irrte weiter durch das fremde Land. Dreck,
Sand, dunkle Wolken, Ruhe, Hitze, von all dem Umgeben, schien sie selbst in ihren eigenen Träumen in Ohnmacht
zu fallen. Eine Frau mit dunkler, ja fast schon schwarzer Haut kam langsam auf sie zu und streichelte ihr ueber das Gesicht und
langsam hauchte sie ihr entgegen:

--->Pirat, ich kriege dich!<---

Mit einem lauten Lachen wurde es immer heller um Noemi herum. Voelliger unter Schock schaute sie
sich um und erblickte ihren kleinen Schrank, wo stets immer eine Flasche Rum stand.
Sofort wurde diese mit den Zaehnen geöffnet und ein großzuegiger Schluck genommen.
Ein starkes Brennen machte sich in der Kehle bemerkbar, welches die Speiseröhre
runterkroch bis in den Magen. Schon seid einigen Tagen hat sie jene Träume. Ist es
die Angst vor etwas, oder einfach nur eine Phase, welche sich von alleine verschwinden?
Da nun anscheind ihre Tarnung aufgeflogen ist, war sie eingeschlossen in Cabeza,
denn auf das Festland zu reisen, schien glatter Selbstmord. Ihr neues Leben, welches sie
einst so viel besser fand, schien nun voellig aus der Umlaufbahn geschleudert zu werden .
Kein Kerl der sie liebte, und ihre Familie Jaron und Jacky scheinen sich auch zu trennen.
Jacky war fuer sie gewiss wie eine Art Mutter, dasselbe zaehlte auch fuer Jaron, auch wenn
er eher die Rolle des Vaters einnahm. Mit sechszehn Jahr ist man zwar Erwachsen, aber dennoch
in der geistigen Entwicklung meist ein Kind. Sie hatte gewiss schon viel erreicht auf Cabeza.
Ein warmes Heim und eine Arbeit, nicht viele koennen ersteres vorweisen. Vor dem Spiegel kaemmte
Noemi sich behutsam ihre lange blonde Maehne. In Gedanken versunken, versuchte sie die Träume der Nacht
noch einmal genau zu deuten. Im entdefekt kam es immer auf die schwarzfarbende Frau zurück, die Gegend
schien diesmal neu, aber die Frau war bis jetzt immer dabei. Jene Frau, war diese Dirne des dummen Ritters,
jener anscheind nur die haelfte von dem Verstanden hatte, was Noemi erzaehlte. Aber Geschichten waren auf
dem Festland sowieso sehr beliebt. Ist sie nun eine Verraeterin, obwohl sie gar keine Geheimnisse preisgab?
In dem Kopf fand eine Art Krieg statt, Verrat? Geheimnisse? Träume? Liebe? Sehnsucht? Festland? Familie?, alles
wichtige Themen, aber keines schien geloest zu werden. Gegen Mittag fasste Noemi gewiss allen Mut zusammen und reiste gen Bajard
und wie der Zufall es so wollte traf sie die schwarze Dirne des Ritters. Um dem Radau aus dem Weg zu gehen, versuchte sie auszuweichen,
doch es gab kein entkommen und so trafen sich die Blicke. Ein Schauer schoß Noemi ueber den Rücken, genauso wie beim Traum.
Schweiß bildete sich sofort, als nur die Stimme erklung--->Piratenbraut<---!
Noemi schaute zu den drei vorbei reitenden aus dem Bund der Elstern und verschwand im entstandenen Staub blitzartig in die Menschenmenge am Markt.
Gerade nochmal gut gegangen dachte sie sich, nur wenn jenes so weiter geht, muss die Dirne sterben. Entweder sie kriegt mich, oder ich sie!
Daraufhin traf sie sich mit allen Menschenhaendlern und Kopfgeldjaegern die sie finden konnte, oder jene die Noemi durch Informationen erfahren hatte.
Nun hieß es warten...

Die Wiederkehr

Verfasst: Donnerstag 21. September 2017, 22:16
von Noemi Sylva
Noemi galt als verschollen. Einfach weg war sie, ob über Nacht oder direkt am Tage. Jaron wusste nicht wo seine Cousine verblieben ist.
Sie ließ ihre Taverne zurück, all ihr aufgebautes Leben. Wieso und weshalb, jenes blieb allen ein Rätsel.


Als Noemi sich der Insel näherte, welche wohl nun die neue Heimat der Sylvas war und sich ebenso la Cabeza nannte staunte sie nicht schlecht. Aus der einst eng verwinkelten Stadt wurde eine offene Stadt. Wohl perfekt für einen Angriff, so sieht es zumindest aus.
Nachdem Noemi den Strand betrat, kniete sie sich hin und fasste mit der Hand in den Boden. Einige Jahre sind vergangen und mit einem lächeln schaute sie gen Himmel. Endlich wieder Heimat, endlich wieder festen Boden und den Füßen.
Die See hat ihr zugesetzt, aus einer damaligen weichen, netten und fast schon edlen Dame ist eine kraftvolle, humorvolle Frau geworden.

Nach einigen Momenten der Stille, hörte sie schon die Lautstarken Gesänge aus den Tavernen und Bordellen und sofort verschwand sie in dem Trubel auf der Suche nach Jaron. Eine Frage stellte sie sich immer wieder, hat Jaron ihr ganzes Gold mit zu dieser neuen Insel gebracht? Es wären viele Kisten gewesen, welcher ihr damaliger Liebhaber ihr schenkte. Ein Menekaner, den Namen hatte sie nach der langen zeit wohl vergessen.