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Armes Füchschen bist du krank...

Verfasst: Freitag 10. Dezember 2010, 17:03
von Arya Tiefental
Ihr fror. Ihr sonst so rotes Haar war bedeckt mit Schnee, der sich aus all den Schneeflocken bildete, die unaufhörlich herabfielen. Sie lief nun schon eine ganze Weile durch den endlosen, weiten Schnee. Wohin sie ihren Blick auch wendete, weiß war überall zu sehen, nichts anderes. Der kalte, scharfe Wind zog an ihren Kleidern und sie zerrte sich ihren herbstroten Umhang dichter um ihren Körper.
Endlos zog sich ihre einsame Wanderung durch die weiße, kalte Wüste. Sie fragte nicht nach dem Ziel, nicht nach dem Sinn ihres Wanderns, noch wunderte sie sich, dass alles so endlos und gleich war.

Im Nebel des Schneefalls tauchten Schatten auf und sie hörte Stimmen. Stimmen, die vertraut klangen, doch hatte dies keine Bedeutung. Sie lief immer weiter.


Lachend saß sie am Feuer, um sie herum waren ihre Freunde. Sie befanden sich im Lager der Waldgeister. Neben ihr saß Jule, die irgendwie die ganze Zeit ihren Kopf streichelte und sang. Und obwohl das Lied schön war, sah die Nachtigall sehr traurig aus. Arya versuchte sie zu trösten, ihr aufmunternde Worte entgegenzubringen, doch irgendwie kamen nur Luftblasen aus ihrem Mund. Das empfand sie als amüsant und musste lachen.
Es waren noch mehr da, Waldgeister, Elfen, Druiden. Alles Gesichter, die sie kannte und sehr gern mochte. Auch Mica, Lairja und Beldan waren zu sehen. Kurz fragte sie sich, was sie alle hier machten, doch ihre Freude über die Anwesenheit ihrer Freunde überdeckte das bald wieder.


In diesem Traum saß Nyo ihr gegenüber. Er lächelte ihr beruhigend zu und berührte sie sanft mit seinen warmen, schlanken Händen. Er sang etwas, sie verstand nicht, was es war, doch er sang ein sehr schönes Lied. Nur für sie und sie lächelte und freute sich über seine Gesellschaft. Ein Name schoss ihr durch den Kopf, als sie ihn bewundernd ansah. Yvielle. Yvielle und Nyo waren verbunden, daran erinnerte sie sich. Sie durfte ihr Nyo nicht wegnehmen. Aber der Gedanke verschwand schnell wieder und sie lauschte hingerissen seinem Gesang.


Schmerz durchraste ihren Kopf, dröhnende Kopfschmerzen und ein schmerzhaftes Ziehen an ihrer Stirn fühlte sie, als würde der Kopf bersten. Sie öffnete ihre Augen und erkannte kurz den Schlafsaal im Lager der Waldgeister. Sie fasste sich an den Kopf und befühlte einen Umschlag, betrachtete den grünen Umhang, der über ihr lag und mit einem Stöhnen und Seufzen viel sie wieder in einen tiefen, traumlosen Schlaf.